DE4021271A1 - Verfahren und vorrichtung zur aktiven verspannung der gebirgsanker untereinander - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur aktiven verspannung der gebirgsanker untereinanderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung
von Zugbeanspruchungen der Firste von geankerten Gruben
bauen, bei dem die Gebirgsanker in in das Gebirge einge
brachte Bohrlöcher eingeführt und dort festgelegt und an
schließend durch Aufbringen und Verspannen von Ankerplatten
verspannt werden. Die Erfindung betrifft außerdem eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Der Ankerausbau hat in den letzten Jahren im Tunnelbau
und im Bergbau unter Tage erhebliche Bedeutung erlangt.
Der Ankerausbau basiert im Gegensatz zum Unterstützungsaus
bau mit stählernen Bögen oder Schienen darauf, daß durch
in das Gebirge eingebrachte Ankerstangen die Selbsthalte
kräfte des Gebirges aktiviert werden. Das Prinzip basiert
auf der Feststellung, daß die Gesteine des Gebirges eine
erheblich geringere Zugfestigkeit als Druckfestigkeit auf
weisen. Das Verhältnis der Zugfestigkeit zur Druckfestigkeit
beträgt etwa 1 : 10. Dieses Verhältnis wird noch erheblich
ungünstiger, wenn das Gebirge aus geschichtetem Material
besteht, bei dem die Schichtflächen zusätzliche Schwäche
zonen darstellen, die ein Übertragen von Zugkräften winklig
zu diesen Flächen oft ganz unmöglich machen. Die Tragfähig
keit des Gebirges selbst zu steigern, werden deshalb in
Bohrlöcher Ankerstangen als Zugelemente eingebracht und
zwar derart, daß sie die fehlende Zugfestigkeit der Gesteine
bzw. des Gesteinsverbandes ersetzen und auf diese Weise
durch entsprechend geschickte Anordnung der Anker die in
den Randbereichen der Grubenbaue befindlichen Gesteins
partien im geschlossenen und damit tragfähigen Verband
halten. Das hierbei angewendete Prinzip entspricht in etwa
dem des Spannbetons. Wird z. B. in einem rechteckigen Quer
schnitt eines Grubenbaues in der Firste Ankerausbau einge
bracht, dann wird in dieser horizontal oder flächenparallel
verlaufenden Firste das Gestein zusammengehalten, indem
die Anker oft mehrere Gesteinsschichten miteinander ver
schrauben und auf diese Weise einen aus Gestein- und Stahl
ankern bestehenden Balken in der Firste des Grubenbaues
erzeugen. Da die Ankerstangen winklig, oft rechtwinklig
zu den Gesteinsschichten eingebracht werden, ergibt sich
die Dicke des Gesteinsbalkens aus der Länge der rechtwinklig
dazu eingebrachten Ankerstangen. Will man bei gegebenem
Gestein die Tragfähigkeit dieses Balkens erhöhen, so kann
das nur in beschränktem Umfang durch vermehrten Einsatz
dieser Anker erfolgen. Vielmehr ist es nur wirkungsvoll,
die Länge der Anker zu vergrößern, um auf diese Weise die
Dicke des tragenden Gesteinsbalkens zu vergrößern.
Beim Ankerausbau ist es bekannt, die Anker unterein
ander mit Maschendraht zu verbinden, der dazu dienen soll,
das zwischen den Ankern anstehende Material des Gebirges
am Herabfallen zu hindern, wenn es durch Bewegungen des
Gebirges brüchig geworden ist und nicht mehr im Verband
gehalten werden kann. Zur weiteren Konsolidierung der Firste
ist es weiter bekannt, diesen Maschendrahtankerverbundausbau
anschließend mit hydraulisch abbindenden Baustoffen anzu
spritzen, so daß sich eine geschlossene Baustoffschicht
am Streckenumfang bildet. In gewisser Hinsicht wird der
Ankerausbau durch die dünne Schicht des mitstützenden
Materials verstärkt.
Nachteilig bei dem bekannten Ankerausbau ist, daß
die durch ihn gebildeten Gesteinsbalken in nur geringem
Umfang biegefest sind. Treten Gebirgsbewegungen auf, die
durch entsprechende Krafteinwirkungen den Gesteinsbalken
biegen, so treffen diese Biegekräfte nicht oder kaum auf
die Zugfestigkeit der eingebrachten Anker, da diese nicht
in Längsrichtung des Gesteinsbalkens, sondern quer zu ihm
eingebracht sind. Die Durchbiegung des Gesteinsbalkens
führt am Außenradius zur Zugbeanspruchung, die wegen der
schon erwähnten geringen Zugfestigkeit des Gesteins dort
schnell zur Zerstörung und zum Herausfallen der unteren
Gesteinspartien führen. Der bis heute verwendete Maschen
draht ist nicht in der Lage, irgendwelche Zugkräfte zu
übertragen, ohne daß er vorher ganz erheblich gedehnt wird.
Er reißt auch viel zu leicht. Somit kann er auch keinen
Schutz der unteren Gesteinspartien vor Überdehnung über
nehmen, sondern nur dafür sorgen, daß die überdehnten und
damit zerstörten unteren Gesteinspartien nicht in die
Strecke herabstürzen. Nachteilig ist dabei noch, daß sich
zwischen den einzelnen Ankern mit Haufwerk gefüllte Maschen
drahtsäcke ergeben, die wiederum zu erheblichen Beein
trächtigungen führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zu schaffen, mit denen die Zugbean
spruchungen auf der Streckenseite der von den Gebirgsankern
fixierten Gebirgsschichten (Gesteinsbalken) deutlich redu
ziert werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die einzelnen Gebirgsanker über Zugelemente miteinander
verbunden werden, woraufhin die Zugelemente bis in die
Nähe der Elastizitätsgrenze unter Vorspannung gesetzt
werden.
Das Verfahren verringert die auf der freigelegten
Seite des Gebirgsbalkens evtl. entstehenden Zugbean
spruchungen in einem solchen Maße, daß Risse und das Ab
blättern von Gebirgsschichten unterbunden wird. Da sowieso
die Anker mit ihrem Ankerkopf in einem vorgegebenen Maß
über den Bohrlochmund hinausstehen, ist ausreichend Möglich
keit gegeben, hier die Zugelemente anzubringen und sie
dann mit geeigneten Mitteln so unter Vorspannung zu bringen,
daß sie die ihnen zugewiesene Aufgabe erfüllen. Da die
einzelnen Anker untereinander und miteinander verspannt
werden, ergibt sich ein vorteilhaftes Geflecht, das einmal
dafür Sorge trägt, daß die einzelnen Gebirgsanker nicht
überlastet werden und zum anderen dazu, daß sich ein Netz
werk ergibt, das zu einer zusätzlichen Sicherung des Ge
birges beiträgt.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Ankerplatten benachbarter Gebirgsanker
über Zugelemente miteinander verbunden werden. Damit ist
eine indirekte Verbindung der einzelnen Gebirgsanker er
reicht, mit dem Vorteil, daß durch Zwischenschalten der
Ankerplatten der auf die einzelnen Ankerköpfe ausgewirkte
Zug gleichmäßiger verteilt werden kann.
Ein Zerreißen der Zugelemente bei Überdehnung wird
sinnvoll dadurch verhindert, daß die Zugelemente nach Auf
bringen der Vorspannung so blockiert werden, daß sie kurz
vor Erreichen der Reißfestigkeit entblockiert werden. Es
ist damit eine Art Nachgiebigkeit geschaffen, die aber
dennoch sicherstellt, daß die notwendige Vorspannung im
jeweils nötigen Maße verbleibt.
Zur Durchführung des Verfahrens dient eine Vorrichtung,
bei der ein Zugelement, das an beiden Enden mit den Anker
köpfen und/oder den Ankerplatten korrespondierende Verbin
dungsteile aufweist und das längenveränderlich ausgebildet
ist. Damit besteht die Möglichkeit, das Zugelement um die
Ankerköpfe herumzulegen oder aber auf den Ankerkopf aufzu
schieben oder aber sonstwie mit dem Ankerkopf bzw. den
Ankerplatten zu verbinden und dann durch Verringerung seiner
Länge so unter Vorspannung zu setzen, daß die gewünschte
Zugentlastung im Bereich der Firste erreicht wird. Über
raschend ist dabei, daß aufgrund der gegenseitigen Ver
spannung der einzelnen Ankerköpfe mit- und gegeneinander
eine Überlastung der Ankerstangen nicht eintritt. Vielmehr
können große Zugkräfte aufgebracht werden, um auf diese
Art und Weise die gewünschte Zugentlastung zu erreichen,
wobei durch geschickte Anordnung und Wahl des Abstandes
zwischen den einzelnen Ankern letztlich die gesamten Zug
spannungen eliminiert werden können.
Eine zweckmäßige Ausbildung der Erfindung sieht vor,
daß das Zugelement ein Seil ist, das an den Enden Schlaufen
und mittig eine Klemme aufweist. Dieses Seil kann auf ein
fache Art und Weise mit den Ankern verbunden werden und
dann über die Klemme so verkürzt werden, daß die notwendige
Vorspannung erreicht ist.
Dabei ist es von Vorteil, wenn ein Zerreißen des Seiles
oder des sonstigen Zugelementes verhindert wird, was man
dadurch erreichen kann, daß die Klemme auf eine vorgegebene
und begrenzte Klemmkraft einstellbar ausgebildet ist. Wird
die Zerreißfestigkeit des Seiles annähernd erreicht, so
gibt diese Klemme nach und zwar jeweils nur so weit, daß
immer noch ausreichende Zugkräfte aufgenommen und ausge
glichen werden können.
Eine weitere zweckmäßige Ausbildung sieht vor, daß
das Zugelement als Spannschraube ausgebildet ist. Eine
solche Spannschraube kann in der Ausführung einfach sein,
da sie in der Regel ja nur ein einziges Mal gespannt werden
muß. Dies erfolgt durch Verdrehen der Spannschraube, wobei
vorteilhaft ist, daß über die Art des Gewindes ein recht
kurzer Spannweg erreicht werden kann, so daß der Aufwand
für das Aufbringen der Vorspannung geringgehalten werden
kann. Vorteilhaft ist weiter, daß geeignete Hilfsmittel
zur Verfügung stehen wie sogenannte Knarren, über die das
genaue Einstellen und Einhalten der gewünschten Vorspann
kraft leicht festgestellt und überprüft werden kann. Ein
möglichst großer Bereich des Gebirges wird dann abgedeckt,
wenn das Zugelement, wie erfindungsgemäß vorgeschlagen,
als Platte ausgebildet ist, die aus zwei gegeneinander
verspannbaren Teilstücken besteht. Ähnlich wie bei der
Spannschraube oder wie beim Seil werden die beiden
Teilstücke gegeneinander so weit verschoben, bis die ge
wünschte Vorspannkraft erreicht ist. Auch hier kann durch
geeignete Mittel sichergestellt werden, daß der Verspannweg
möglichst kurz gehalten wird, um auch die benötigten Längen
auf einem Minimum zu halten. Auf diese Weise kann der
Materialaufwand ohne großen Aufwand beschränkt werden bzw.
beschränkt bleiben.
Ergänzend hierzu ist vorgesehen, daß die als Zugelement
dienenden Platten den Zwischenraum zwischen den einzelnen
Gebirgsankern bzw. den Ankerplatten überdeckend und einander
angepaßt ausgebildet sind. Dies bedeutet, daß nach Möglich
keit die Platten so ausgebildet und bemessen sind, daß
der gesamte Zwischenraum abgedeckt ist, so daß noch besser
als mit Maschendraht ein gegen herunterfallende kleine
Steine und sonstiges Material gesicherter Verzug gleich
zeitig miterreicht ist.
Um die von den Zugelementen auf die Ankerköpfe über
tragenen Kräfte möglichst über einen größeren Bereich zu
verteilen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die den
Ankerköpfen zugeordneten Enden des Zugelementes mit ihren
Verbindungsteilen oder die Ankerplattenbohrung hülsenförmig
ausgebildet oder mit Hülsen ausgerüstet sind. Diese Hülsen
oder hülsenförmige Bereiche werden über die Ankerstange
geschoben, so daß je nach deren Bemessung ein mehr oder
weniger großer Abschnitt des Ankerkopfes bzw. des aus dem
Ankerloch herausstehenden Ankers über die Zugelemente bean
sprucht wird.
Um ähnlich wie bei den als Platten ausgebildeten Zug
elementen eine optimale Abdeckung des Gebirges zu erreichen,
ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß den Zugelementen inein
anderschiebbare, den Zwischenraum zwischen den Ankerköpfen
angepaßte Platten angeordnet sind. Denkbar ist dabei auch,
daß diese Zugelemente einfach gebirgsseitig aufgelegt
werden, wobei über Klemmanschlüsse für die notwendige Erst
verbindung mit den Zugelementen gesorgt werden kann. Auch
auf diese Art und Weise wird bei entsprechenden Zugelementen
das Abdecken des Gebirges sicher erreicht.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
daß der Ankerausbau durch Absicherung der Firste den beson
deren Bedingungen im untertägigen Berg- und Tunnelbau noch
besser genügen kann, wobei durch entsprechende Abmessungen
und Anordnungen auch bei großen Streckenquerschnitten sicher
erreicht werden kann, daß die gesamte Firste soweit von
Zugbeanspruchungen freigehalten werden kann, daß ein Auf
spalten oder Abbröckeln von Gesteinsbrocken sicher verhin
dert ist. Aufgrund dieser Tatsache ist für derartige Anker
strecken sichergestellt, daß der einmal hergestellte Strec
kenquerschnitt auch während der Standzeit der Strecke er
halten bleibt, zumindest aber nicht durch Ausbeulen von
Maschendraht oder sonstigen Verzugteilen eingeengt wird.
Der für das Aufbringen der Vorspannung notwendige Aufwand
ist in Grenzen zu halten, zumal dadurch das Anbringen des
zusätzlichen Verzuges sich erübrigt und damit letztlich
der Arbeitsaufwand gleichgehalten wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegen
standes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausfüh
rungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und
Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 drei ins Gebirge eingebrachte und gegen
einander verspannte Gebirgsanker,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Strecke
mit einem abgelösten Gebirgsbalken.
Fig. 1 zeigt zunächst einmal einen Gebirgsanker (1)
mit seinem aus dem hier nicht dargestellten bzw. nicht
sichtbaren Bohrloch herausragenden Ende, d. h. dem Anker
kopf. Neben diesem Ankerkopf (2) ist das Gewinde (3) sicht
bar, über das die Ankerplatte (4) auf die Gebirgsoberfläche
aufgepreßt werden kann, um so die notwendige Vorspannung
des Gebirgsankers (1) herzustellen. An den Gebirgsanker
(1) bzw. den Ankerkopf (2) sind Zugelemente (6) ange
schlossen, die quasi mit ihrem jeweiligen Ende (7, 8) auf
den Ankerkopf (2) aufgeschoben sind. Als Verbindungsteil
(9) dient hier eine Schlaufe (10), weil das Zugelement
(6) beim dargestellten Beispiel als Seil ausgebildet ist.
Um die Länge des Zugelementes (6) zum Aufbringen der
notwendigen Vorspannung verändern zu können, ist eine Klemme
(11) vorgesehen, die eine so bemessene Klemmkraft aufbringt,
daß bei annäherndem Erreichen der Zerreißfestigkeit des
Seils bzw. des Zugelementes (6) ein Durchrutschen des Zug
elementes (6) erfolgt, so daß sich damit eine Art nach
giebiges Zugelement (6) ergibt. Da alle Gebirgsanker (1,
14, 16) untereinander verbunden sind, ergibt sich
ein Zwischenraum (12), der so bemessen ist, daß die
einzelnen Zugelemente (6) gleichzeitig auch als Verzug
wirken.
Neben der geschilderten Verbindung der Zugelemente
(6) mit dem Gebirgsanker (1) bzw. dem Ankerkopf (2) besteht
auch die Möglichkeit, Ankerplattenbohrungen (15, 15′) vorzu
sehen, so daß die einzelnen Gebirgsanker (1, 14, 16) in
direkt miteinander verbunden sind. Dennoch kann aber die
notwendige Vorspannung aufgebracht werden, wobei je nach
Ausbildung der Ankerplatte (4) die aufgebrachten Zugkräfte
auf einen längeren oder kürzeren Abschnitt des Ankerkopfes
(2) verteilt werden.
Fig. 1 verdeutlicht, daß durch die gegenseitige Ver
spannung der Gebirgsanker (1, 14, 16) bzw. der Ankerköpfe
(2) eine wirksame Zugentlastung der Firste sicher erreicht
wird.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt einer geankerten Strecke
in einem Zustand, wie er nach Einsatz der erfindungsgemäßen
Anker nicht mehr auftreten kann. Eher hat sich nämlich
der geankerte Gesteinspacken (19) von der Gebirgsschicht
(18) abgesetzt, wodurch die Strecke zusätzlich belastet
worden ist. An der Firste (21) zeigen sich Risse (22, 23)
und außerdem ist auch der Streckenstoß (24) so unter Druck
gehalten, daß sich Lösen zeigen. Die Streckensohle (25)
ist unbeeinflußt, aber der Gesamtzustand der Strecke unbe
friedigend.
Bei Einsatz der Zugelemente (6) gemäß Fig. 1 treten
an der Firste (21) keine Zugspannungen mehr auf, wodurch
die Risse (22, 23) erst gar nicht entstehen können. Auch
der Streckenstoß (4) bleibt ohne nennenswerte Druckbean
spruchung, so daß die in Fig. 2 wiedergegebenen Lösen erst
gar nicht auftreten können.
Alle gezeigten Gebirgsanker (1, 14′, 15′ und 26) sind,
wie aus Fig. 1 ersichtlich, über die Zugelemente (2) mitein
ander verbunden, wobei die Zugelemente (6), wie erläutert,
vorgespannt sind.
Claims (11)
1. Verfahren zur Verringerung von Zugbeanspruchungen
der Firste von geankerten Grubenbauen, bei dem die Gebirgs
anker in in das Gebirge eingebrachte Bohrlöcher eingeführt
und festgelegt und anschließend durch Aufbringen und Ver
spannen von Ankerplatten verspannt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Gebirgsanker über Zugelemente miteinander
verbunden werden, woraufhin die Zugelemente bis in die
Nähe der Elastizitätsgrenze unter Vorspannung gesetzt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ankerplatten benachbarter Gebirgsanker über Zug
elemente miteinander verbunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugelemente nach Aufbringen der Vorspannung so
blockiert werden, daß sie kurz vor Erreichen der Reißfestig
keit entblockiert werden.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder Anspruch 2 oder Anspruch 3,
gekennzeichnet durch
ein Zugelement (6), das an beiden Enden (7, 8) mit den
Ankerköpfen (2) und/oder den Ankerplatten (4) korrespon
dierende Verbindungsteile (9) aufweist und das längenver
änderlich ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugelement (6) ein Seil ist, das an den Enden (7,
8) Schlaufen (10) und mittig eine Klemme (11) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemme (11) auf eine vorgegebene und begrenzte
Klemmkraft einstellbar ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugelement (6) als Spannschraube ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugelement (6) als Platte ausgebildet ist, die
aus zwei gegeneinander verspannbaren Teilstücken besteht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die als Zugelement (6) dienenden Platten den Zwischen
raum (12) zwischen den einzelnen Gebirgsankern (1, 14,
16) bzw. den Ankerplatten (4) überdeckend und einander
angepaßt ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Ankerköpfen (2) zugeordneten Enden (7, 8) des
Zugelementes (6) mit ihren Verbindungsteilen (9) oder die
Ankerplattenbohrung (15) hülsenförmig ausgebildet oder
mit Hülsen ausgerüstet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Zugelementen (6) ineinanderschiebbare, den Zwischen
räumen (12) zwischen den Ankerköpfen (2) angepaßte Platten
zugeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904021271 DE4021271A1 (de) | 1990-07-04 | 1990-07-04 | Verfahren und vorrichtung zur aktiven verspannung der gebirgsanker untereinander |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19904021271 DE4021271A1 (de) | 1990-07-04 | 1990-07-04 | Verfahren und vorrichtung zur aktiven verspannung der gebirgsanker untereinander |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4021271A1 true DE4021271A1 (de) | 1992-01-09 |
Family
ID=6409625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19904021271 Withdrawn DE4021271A1 (de) | 1990-07-04 | 1990-07-04 | Verfahren und vorrichtung zur aktiven verspannung der gebirgsanker untereinander |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4021271A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109490078A (zh) * | 2018-12-24 | 2019-03-19 | 中铁九桥工程有限公司 | 一种工形及工变箱型锚杆拉伸试验的工装及方法 |
| CN111878113A (zh) * | 2020-08-31 | 2020-11-03 | 义煤集团宜阳义络煤业有限责任公司 | 一种三软煤巷动态耦合支护方法及系统 |
-
1990
- 1990-07-04 DE DE19904021271 patent/DE4021271A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109490078A (zh) * | 2018-12-24 | 2019-03-19 | 中铁九桥工程有限公司 | 一种工形及工变箱型锚杆拉伸试验的工装及方法 |
| CN111878113A (zh) * | 2020-08-31 | 2020-11-03 | 义煤集团宜阳义络煤业有限责任公司 | 一种三软煤巷动态耦合支护方法及系统 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |