DE4020062A1 - Vakuumabsauganlage fuer fluessigkeiten - Google Patents
Vakuumabsauganlage fuer fluessigkeitenInfo
- Publication number
- DE4020062A1 DE4020062A1 DE4020062A DE4020062A DE4020062A1 DE 4020062 A1 DE4020062 A1 DE 4020062A1 DE 4020062 A DE4020062 A DE 4020062A DE 4020062 A DE4020062 A DE 4020062A DE 4020062 A1 DE4020062 A1 DE 4020062A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- inlet opening
- suction
- air inlet
- extraction system
- vacuum
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 239000002351 wastewater Substances 0.000 title abstract description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 title description 2
- 238000002347 injection Methods 0.000 title 1
- 239000007924 injection Substances 0.000 title 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 53
- 238000000605 extraction Methods 0.000 claims description 15
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 claims description 12
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 claims description 3
- 101100495769 Caenorhabditis elegans che-1 gene Proteins 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 abstract description 31
- 238000005086 pumping Methods 0.000 abstract 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000032258 transport Effects 0.000 description 2
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 2
- 230000009194 climbing Effects 0.000 description 1
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 239000013505 freshwater Substances 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000010926 purge Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000036962 time dependent Effects 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D7/00—Apparatus or devices for transferring liquids from bulk storage containers or reservoirs into vehicles or into portable containers, e.g. for retail sale purposes
- B67D7/06—Details or accessories
- B67D7/72—Devices for applying air or other gas pressure for forcing liquid to delivery point
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B09—DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
- B09B—DISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B09B1/00—Dumping solid waste
- B09B1/006—Shafts or wells in waste dumps
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D7/00—Apparatus or devices for transferring liquids from bulk storage containers or reservoirs into vehicles or into portable containers, e.g. for retail sale purposes
- B67D7/06—Details or accessories
- B67D7/72—Devices for applying air or other gas pressure for forcing liquid to delivery point
- B67D7/725—Devices for applying air or other gas pressure for forcing liquid to delivery point using negative pressure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Jet Pumps And Other Pumps (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vakuumabsauganlage für Flüssig
keiten mit einer oder mehreren jeweils über ein Absaugventil
an eine Vakuumleitung angeschlossenen, in Strömungsrichtung
ansteigenden Absaugleitungen mit einer Eintrittsöffnung für
die Flüssigkeit und einer Lufteintrittsöffnung, wobei die
Steighöhe der Absaugleitung größer ist als die darin durch
den Unterdruck der Vakuumleitung erzeugbare maximale Flüssig
keitssäule.
Im Zusammenhang mit Vakuumabsauganlagen für Flüssigkeiten,
insbesondere Abwasser, sind zahlreiche Vorschläge bekannt,
die sich mit der Verbesserung des Transports der Flüssigkeit
in der Vakuumleitung, z. B. auch zur Überwindung von Steigun
gen, zwischen Absaugventil und Vakuumpumpe beschäftigen. Da
bei kann man durch Steuerung des Absaugventils den Unterdruck
in der Vakuumleitung beeinflussen und dafür sorgen, daß bei
jedem Öffnungsvorgang jeweils nur eine bestimmte Flüssig
keitsmenge eingelassen wird, die mittels zusätzlich eingelas
sener Luft transportabel ist.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich demgegenüber mit der
ständig offenen Anschlußleitung vor dem Absaugventil unter
den Voraussetzungen größerer Steighöhe, als der Unterdruck
der Vakuumleitung beim Öffnen des Absaugventils in Form einer
Flüssigkeitssäule ansaugen kann, und eines mindestens für ei
ne solche Flüssigkeitssäule ausreichenden Volumens abzusau
gender Flüssigkeit an der Eintrittsöffnung der Absaugleitung.
Eine Vorrichtung mit einer hohen Steigleitung als Ansauglei
tung ist aus der DE-OS 27 35 528 bekannt. Sie funktioniert
jedoch nur unter der Bedingung, daß sich an der Flüssigkeits
eintrittsöffnung der Absaugleitung vor jedem Öffnungsvorgang
des Absaugventils jeweils nur eine verhältnismäßig kleine
Flüssigkeitsmenge von wenigen Litern ansammelt, deren Länge
in der Absaugleitung kleiner ist als die mittels des Unter
drucks in der Vakuumleitung zu erzeugende Flüssigkeitssäule.
Eine am oberen Ende der Absaugleitung angeordnete Luftein
trittsöffnung dient nicht der Förderung der Flüssigkeit, son
dern soll bei einer Fehlfunktion der Anlage eine in der Ab
saugleitung hängen gebliebene, wegen ihrer Länge nicht abzu
saugende Flüssigkeitssäule zurücksinken lassen.
Die bekannte Vorrichtung eignet sich nicht zum Absaugen von
Flüssigkeiten aus einem größeren Volumen, welches beim Öffnen
des Absaugventils in der Absaugleitung sofort eine in ihrer
Länge dem Unterdruck entsprechende Flüssigkeitssäule bildet.
Diese Situation ergibt sich z. B. dann, wenn man eine hohe
Mülldeponie von oben dränieren will. Am Grunde von Bohrlö
chern bzw. Brunnen in einer Deponie sammelt sich gelegentlich
nach Regen oder Schneeschmelze sehr schnell ein sehr großes
Volumen Wasser an, welches nach oben abgepumpt werden soll.
Der mit größeren Saugpumpen in der Praxis zu erzeugende Un
terdruck gestattet nur das Absaugen von Wassersäulen bis zu
einer Höhe von etwa 6 bis 8 m. Da Deponien sehr oft höher
sind, konnte man sie bisher nur mit am Grund installierten
und dort schlecht zu wartenden Druckpumpen entwässern, wobei
normalerweise eine Vielzahl von Pumpen erforderlich ist, um
eine größere Deponie zu dränieren.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es gestat
tet, Flüssigkeiten aus einem beliebig großen Volumen über
eine einlaßseitig ständig geöffnete Absaugleitung in Form ei
ner Steigleitung abzusaugen, die bis zum Absaugventil eine
Höhe überwindet, die größer ist, als die durch den Unterdruck
der Vakuumleitung in der Absaugleitung zu erzeugende Flüssig
keitssäule.
Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Lufteintrittsöffnung im Bereich der Flüssigkeitssäule an
geordnet ist, und zwar vorzugsweise im Bereich zwischen etwa
60% und 90% der Höhe der maximalen Flüssigkeitssäule.
Die Größe des angegebenen Bereichs für die Lage der Luftein
trittsöffnung hängt davon ab, wie stabil der Unterdruck in
der Vakuumleitung gehalten werden kann. Je gleichmäßiger der
Unterdruck ist, desto höher an der durch diesen in der Ab
saugleitung zu erzeugenden Flüssigkeitssäule kann die Luft
eintrittsöffnung angeordnet werden.
Grundsätzlich und in allen Ausführungsvarianten überlistet
die Erfindung das Naturgesetz, daß mit einem bestimmten Un
terdruck Flüssigkeit nur über eine bestimmte Steighöhe abge
saugt werden kann, dadurch, daß einerseits der Unterdruck
selbst möglichst weitgehend ausgenutzt wird, um die Flüssig
keit anzuheben, und dann im oberen Teil der Flüssigkeitssäule
Luft eingelassen wird, welche die Flüssigkeit über die dem
Unterdruck entsprechende Höhe hinaus nach oben mitreißt.
Damit die Luft die Flüssigkeit in der Absaugleitung möglichst
gut mitreißen kann, sollte diese keinen zu großen lichten
Querschnitt haben. In der Praxis haben sich Innendurchmesser
von etwa 10 bis 75 mm, vorzugsweise 25 bis 40 mm bewährt.
Das Absaugventil ist mit seinen Öffnungs- und Schließbewegun
gen in bekannter Weise zeitabhängig gesteuert und/oder vor
zugsweise in Abhängigkeit vom schwankenden Unterdruck gere
gelt. Seine Hauptfunktion besteht darin, den Unterdruck in
der Vakuumleitung aufrecht zu erhalten, jedoch bei Bedarf
Flüssigkeit und Luft in bestimmten Mengen einzulassen. In ei
ner bevorzugten praktischen Ausführung wird das Absaugventil
dann geöffnet, wenn sich der Flüssigkeitsstand an der Ein
trittsöffnung der Absaugleitung über ein bestimmtes Niveau
erhöht hat. Der Schließvorgang des Absaugventils kann entwe
der nach einer bestimmten, einstellbaren Zeitdauer oder vor
zugsweise dann ausgelöst werden, wenn im Bereich des Absaug
ventils der Unterdruck um ein bestimmtes Maß schwächer gewor
den ist, d. h. der absolute Druck auf einen bestimmten Wert
angestiegen ist. Zu diesem Druckanstieg kommt es, sobald
Flüssigkeit abgesaugt worden ist und Luft nachströmt.
Obgleich die vorgeschlagene Vakuumabsauganlage unter günsti
gen Umständen auch mit einer fest eingestellten Luftein
trittsöffnung an der Absaugleitung funktioniert, deren Größe
ausreichend klein ist, um bei Öffnen des Absaugventils eine
Flüssigkeitssäule in der Absaugleitung bis über die Luftein
trittsöffnung anzusaugen, und andererseits ausreichend groß
ist, um bei dem gewählten Querschnitt der Absaugleitung eine
für das Mitreißen der Flüssigkeit genügende Menge Luft ein
treten zu lassen, ist vorzugsweise an der Lufteintrittsöff
nung eine Ventileinrichtung angeordnet, welche die Luftein
trittsöffnung entsprechend dem dort herrschenden Druck öffnet
bzw. schließt oder den Öffnungsquerschnitt in Stufen oder
stufenlos verändert, und zwar prinzipiell derart, daß die
Lufteintrittsöffnung bei stärkerem Unterdruck verkleinert
oder geschlossen und bei ansteigendem absolutem Druck weiter
geöffnet wird.
Es versteht sich, daß die Anwendung der erfindungsgemäßen Va
kuumabsauganlage für Flüssigkeiten nicht auf die Anwendung
zur Dränage von Deponien beschränkt ist. Unabhängig davon, ob
an eine Vakuumleitung ein oder mehrere Absaugleitungen je
weils über ein Absaugventil angeschlossen sind, bestehen An
wendungsmöglichkeiten z. B. auch auf Schiffen, in Industrie
anlagen, bei Frischwasserbrunnen und in allen anderen Fällen,
wo mit oben angebrachten Pumpen und Ventilen eine Flüssigkeit
aus größerer Tiefe hochgesaugt werden soll.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer in
größere Tiefe reichenden, über ein Ab
saugventil an eine Vakuumleitung ange
schlossenen Absaugleitung;
Fig. 2 das untere Ende der Absaugleitung nach
Fig. 1.
In Fig. 1 ist bei 10 eine ggf. verzweigte Vakuumleitung ange
deutet, in welcher z. B. ein Unterdruck, entsprechend etwa ei
nem 70%igem Vakuum, herrscht. Über ein normalerweise ge
schlossenes Absaugventil 12 ist eine Absaugleitung 14 an die
Vakuumleitung 10 angeschlossen. Die Absaugleitung 14 ist eine
im wesentlichen vertikale Steigleitung mit einer unteren Ein
trittsöffnung 16 für die abzusaugende Flüssigkeit. Die Steig
höhe der Absaugleitung 14 beträgt im Beispielsfall mehr als 7 m
über dem Flüssigkeitsspiegel der abzusaugenden Flüssigkeit
an der Eintrittsöffnung 16, so daß der in der Vakuumleitung
10 herrschende Unterdruck normalerweise nicht in der Lage
wäre, die Flüssigkeit abzusaugen.
Wie dennoch z. B. verunreinigtes Wasser vom Grunde einer De
ponie über eine größere Höhe als 7 m nach oben abgesaugt wer
den kann, ist in Fig. 2 dargestellt. Danach befindet sich an
der Absaugleitung 14 in einer Höhe von z. B. 5 bis 6 m über
dem mit 18 bezeichneten Wasserspiegel eine Lufteintrittsöff
nung 20, deren Größe durch einen Betriebsregler B1 geregelt
wird, wie er z. B. in der DE-OS 36 28 725 beschrieben ist.
Der Betriebsregler B1 sorgt dafür, daß bei einem starken Un
terdruck an der Lufteintrittsöffnung 20 deren Einlaßquer
schnitt verhältnismäßig klein gehalten wird, jedoch bei einem
sich abschwächenden Vakuum die Lufteintrittsöffnung 20 ver
größert wird.
Für die Steuerung des Absaugventils 12 können die zu diesem
Zweck bekannten Einrichtungen eingesetzt werden. Die Zeich
nung zeigt deshalb nur schematisch einen Auslöser 22, z. B.
gemäß DE-OS 36 10 866, der auf die Höhe des Wasserstands an
der Eintrittsöffnung 16 der Absaugleitung 14 anspricht und
über eine Steuerleitung 24 mit dem Absaugventil 12 verbunden
ist. Der Auslöser 22 kann z. B. einen Schwimmer enthalten,
der bei einem bestimmten maximalen Wasserstand die Steuerlei
tung 24 öffnet oder schließt und dadurch in dieser einer
Druckveränderung herbeiführt, welche das Öffnen des Absaug
ventils 12 auslöst. Alternativ kann im Auslöser das Steuersi
gnal zum Schalten des Absaugventils 12 auch über ein einge
schlossenes Luftpolster statt über einen Schwimmer ausgelöst
werden. Schließlich ist in Fig. 2 noch eine dritte Möglich
keit zur Feststellung der Höhe des Flüssigkeitsspiegels 18
und in Abhängigkeit davon der Steuerung des Absaugventils 12
dargestellt. Man kann z. B. wenigstens das untere Ende der
Absaugleitung 14 mit einem nach oben durch eine Dichtung 26
abgedichteten Schutzrohr 28 umgeben, dessen Innenraum über
eine Lufteinlaßöffnung 30 mit Druckluft beaufschlagt wird.
Bei niedrigem Wasserstand genügt schon ein geringer Überdruck
der bei 30 eingeleiteten Druckluft, um diese am unteren Ende
des Schutzrohrs 28, z. B. über Luftaustrittsöffnungen 32,
nach außen entweichen zu lassen. Je höher jedoch der Wasser
spiegel 18 steigt, desto größer muß der Überdruck der bei 30
eingeleiteten Druckluft sein, um die Wassersäule im Schutz
rohr 28 zurückzudrängen und die Luft durch die Auslaßöffnun
gen 32 austreten zu lassen. Bei einem bestimmten maximalen
Luftdruck im Schutzrohr 28 wird dann ein Steuersignal er
zeugt, welches über die Steuerleitung 24 das Absaugventil 12
öffnet.
Zum Schließen des Absaugventils 12 ist neben diesem an der
Vakuumleitung 10 ein Sensor 34 angeordnet, welcher z. B.
durch die DE-OS 38 23 515 bekannt ist und das Absaugventil
dann in die Schließstellung umschaltet, wenn der absolute
Druck in der Vakuumleitung 10 auf einen bestimmten Größtwert
angestiegen ist.
Die bisher beschriebene Vakuumabsauganlage kann je nach den
im Einzelfall vorliegenden Bedingungen unterschiedlich funk
tionieren, wobei aber in allen Fällen das oben genannte Ziel
der Absaugung einer Flüssigkeit über eine größere Höhe als
der der herrschenden Druckdifferenz entsprechenden Flüssig
keitssäule erreicht wird.
Sobald der Auslöser 22 bei einem über eine bestimmte Marke
angestiegenen Wasserstand 18 das Öffnen des Absaugventils 12
auslöst, teilt sich der in der Vakuumleitung 10 herrschende
Unterdruck der Absaugleitung 14 mit. Dies hat einerseits das
Verkleinern oder Schließen der Lufteintrittsöffnung 20 durch
den Betriebsregler B1, andererseits das Hochsaugen einer
Flüssigkeitssäule bis über die Lufteintrittsöffnung 20 hinaus
zur Folge. Dadurch steigt der absolute Druck an der Luftein
trittsöffnung 20, so daß der Betriebsregler B1 diese öffnet
bzw. erweitert. Ein großes über die Lufteintrittsöffnung 20
einströmendes Volumen Luft hebt den über der Lufteintritts
öffnung 20 befindlichen Teil der Wassersäule von deren unte
ren Teil ab und transportiert ihn im wesentlichen in Pfrop
fenform nach oben durch das Absaugventil 12 hindurch in die
Vakuumleitung 10. Nachdem das Wasser das Absaugventil 12 pas
siert hat und infolge der nachströmenden Luft am Sensor 24
eine Erhöhung des absoluten Drucks auftritt, schließt das Ab
saugventil 12, und der gesamte Vorgang wiederholt sich, so
bald der Auslöser 22 erneut den Anstieg des Wasserspiegels
über das vorbestimmte maximale Niveau signalisiert.
Die beschriebene Anlage kann durch geeignete Wahl des Durch
messers der Absaugleitung 14 und der Größe der Lufteintritts
öffnung 20 auch in der Weise betrieben werden, daß nach dem
Öffnen des Absaugventils 12 der obere Teil der Wassersäule in
der Absaugleitung 14 nicht zusammenhängend in Pfropfenform
abtransportiert wird, sondern die durch die Lufteintrittsöff
nung 20 einströmende Luft in Form einer Vielzahl von Blasen
durch das Wasser hindurchströmt. Das Wasser-Luft-Gemisch hat
dann ein sehr viel niedrigeres spezifisches Gewicht als Was
ser allein und kann bei nicht zu großer Steighöhe der Absaug
leitung 14 vom Unterdruck in der Vakuumleitung 10 angehoben
und abtransportiert werden. Diese Betriebsweise funktioniert
auch dann, wenn der Unterdruck in der Vakuumleitung 10, z. B.
durch gleichzeitiges Öffnen mehrerer daran angeordneter Ab
saugventile 12, so weit geschwächt ist, daß er den über der
Lufteintrittsöffnung 20 befindlichen Teil der Wassersäule
nicht mehr schlagartig in Pfropfenform absaugen kann. Im üb
rigen schließt auch bei dieser Betriebsweise das Absaugventil
12 wieder, wenn im wesentlichen nur noch Luft angesaugt wird,
d. h. der absolute Druck am Sensor 34 den vorbestimmten
Grenzwert übersteigt.
Der Vollständigkeit halber sei auch noch eine dritte Be
triebsweise der Anlage erwähnt. Wenn die beim Öffnen des Ab
saugventils 12 angesaugte Wassersäule in der Absaugleitung 14
gerade bis etwa zur Lufteintrittsöffnung 20 ansteigt oder
sich nach dem Absaugen des oberen Teils der Wassersäule etwa
dort hält, kann die mit großer Geschwindigkeit durch die
Lufteintrittsöffnung 20 einströmende Luft das Wasser auch wie
bei einer Ejektorpumpe bzw. wie bei einem Staubsauger mit
reißen.
Bei sehr großen Steighöhen der Absaugleitung 14 kann es
zweckmäßig sein, oberhalb der Lufteintrittsöffnung 20 noch
wenigstens eine weitere Lufteintrittsöffnung 36 an der Ab
saugleitung 14 vorzusehen, die durch ein geregeltes Absperr
ventil 38 und/oder einen Betriebsregler B2 geöffnet bzw. er
weitert wird, wenn die Öffnung der Lufteintrittsöffnung 20
allein nicht ausreicht, den oberen Teil der Wassersäule abzu
transportieren, so daß auch der Betriebsregler B2 einen höhe
ren absoluten Druck registriert und die Lufteintrittsöffnung
36 öffnet. Dann kann durch die über die Lufteintrittsöffnung
36 zusätzlich einströmende Luft zunächst der oberste Teil der
Wassersäule abtransportiert werden, anschließend der über der
Lufteintrittsöffnung 20 befindliche Teil und schließlich ggf.
auch noch der unterste Teil der Wassersäule, wenn das in der
Vakuumleitung 10 herrschende Vakuum dafür ausreicht. Wenn
nach dem Absaugen der Wassersäule über die Wassereintritts
öffnung 16 eine große Menge Luft nachströmt, mißt der Sensor
34 den dadurch verursachten Druckanstieg und schließt das Ab
saugventil 12.
Das Schutzrohr 28 ist zweckmäßigerweise am oberen Ende ge
schlossen und besitzt oberhalb der Dichtung 26 eine Belüf
tungsöffnung 40, durch welche die Luft über die Betriebsreg
ler B1, B2 zu den Lufteintrittsöffnungen 20 und 36 einströmt.
In der Praxis empfiehlt es sich, nicht nur die Betriebsregler
B1, B2, sondern auch den Auslöser 22 innerhalb des Schutz
rohrs 28 zu installieren und dieses sich im wesentlichen über
die gesamte Steighöhe der Absaugleitung 14 erstrecken zu las
sen, wie in Fig. 1 gezeigt. Am unteren Ende reicht das
Schutzrohr 28 gemäß Fig. 2 ein wenig über das untere Ende der
Absaugleitung 14 hinaus und hat eine oder mehrere seitliche
Löcher oder Durchbrechungen 42, durch welche Wasser von außen
in den Innenraum des Schutzrohrs 28 einströmen kann. Der
äußere Durchmesser des Schutzrohrs kann z. B. 160 bis 200 mm
betragen. Die Einheit aus Absaugleitung 14 und Schutzrohr 28
wird zusammen z. B. in einen Brunnen oder ein Bohrloch in ei
ner Deponie eingeführt, und darüber kann dann z. B. aus einer
Tiefe von etwa 10 bis 15 m Wasser hochgesaugt werden.
Aus der vorstehenden Beschreibung des Ausführungsbeispiels
ergibt sich, daß die Funktionsfähigkeit der Anlage grundsätz
lich gewährleistet ist, wenn sich die unterste Lufteintritts
öffnung 20 irgendwo im Bereich der durch den Unterdruck in
der Vakuumleitung 10 erzeugbaren Flüssigkeitssäule in der Ab
saugleitung 14 befindet. Durch die über die Lufteintrittsöff
nung 20 einströmende Luft wird die Flüssigkeitssäule in einen
oberen und in einen unteren Teil getrennt, die beide kürzer
sind als die maximal erzeugbare Flüssigkeitssäule und deshalb
abzusaugen sind, wenn genügend Luft nachströmt. Vorgezogen
wird jedoch eine möglichst hohe Anordnung der untersten Luft
eintrittsöffnung 20, also im Bereich von etwa 60 bis 90% der
Höhe der maximalen Flüssigkeitssäule, weil damit auf jeden
Fall das Absaugen des kleineren, oberen Teils der Flüssig
keitssäule erleichtert und beschleunigt wird, so daß norma
lerweise eine einzige Lufteintrittsöffnung 20 genügt.
Claims (11)
1. Vakuumabsauganlage für Flüssigkeiten mit einer oder meh
reren jeweils über ein Absaugventil (12) an eine Vakuum
leitung (10) angeschlossenen, in Strömungsrichtung an
steigenden Absaugleitungen mit einer Eintrittsöffnung
(16) für die Flüssigkeit und einer Lufteintrittsöffnung
(20), wobei die Steighöhe der Absaugleitung (14) größer
ist als die darin durch den Unterdruck der Vakuumleitung
(10) erzeugbare maximale Flüssigkeitssäule, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lufteintrittsöffnung (20) im Be
reich der Flüssigkeitssäule angeordnet ist.
2. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Lufteintrittsöffnung (20) im Bereich zwi
schen etwa 60% und 90% der Höhe der maximalen Flüssig
keitssäule angeordnet ist.
3. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lufteintrittsöffnung (20) in Abhän
gigkeit von der Stellung des Absaugventils (12) oder des
Drucks in der Absaugleitung (14) verschließbar ist.
4. Vakuumabsauganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Größe der Lufteintrittsöff
nung (20) einstellbar ist.
5. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Größe der Lufteintrittsöffnung (20) in Ab
hängigkeit vom Druck in der Absaugleitung (14) regelbar
ist.
6. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Absaugleitung (14) einen lichten Querschnitt
mit einem Durchmesser von etwa 10 bis 75 mm, vorzugsweise
25 bis 40 mm, hat.
7. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß oberhalb der Lufteintrittsöffnung (20) wenig
stens eine weitere in Abhängigkeit vom Druck in der Ab
saugleitung (14) steuerbare oder regelbare Lufteintritts
öffnung (36) angeordnet ist.
8. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Absaugventil (12) in an sich bekannter Weise
mittels einer Steuervorrichtung (22, 34) bei einem be
stimmten maximalen Flüssigkeitsstand (18) an der Flüssig
keits-Eintrittsöffnung (16) der Absaugleitung (14) zu
öffnen und in Abhängigkeit vom Druck in der Leitung (bei
34) zu schließen ist.
9. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Absaugleitung (14) von einem am unteren Ende
offenen, belüfteten Schutzrohr (28) umgeben ist, in wel
chem ein Ventil mit einer zugehörigen Regeleinrichtung
(B1) für die Größe der Lufteintrittsöffnung (20) instal
liert ist.
10. Vakuumabsauganlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß in dem Schutzrohr (28) als Auslöser (22) ein
Flüssigkeitsstandssensor installiert ist, durch welchen
das Absaugventil (12) steuerbar ist.
11. Anwendung einer Vakuumabsauganlage nach einem der Ansprü
che 1 bis 10 zur Dränage einer Mülldeponie von oben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4020062A DE4020062A1 (de) | 1990-06-23 | 1990-06-23 | Vakuumabsauganlage fuer fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4020062A DE4020062A1 (de) | 1990-06-23 | 1990-06-23 | Vakuumabsauganlage fuer fluessigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4020062A1 true DE4020062A1 (de) | 1992-01-09 |
Family
ID=6408951
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4020062A Ceased DE4020062A1 (de) | 1990-06-23 | 1990-06-23 | Vakuumabsauganlage fuer fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4020062A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8679335B1 (en) | 2012-12-21 | 2014-03-25 | Saniprotex Inc. | Vehicle-mounted vacuum system and method of separating liquid and solids fractions of a sludge-like mixture inside a container |
| CN114134918A (zh) * | 2021-11-10 | 2022-03-04 | 上海建工四建集团有限公司 | 一种全自动控制式真空深井装置的使用方法 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH544195A (de) * | 1972-08-25 | 1973-11-15 | Electrolux Ab | Vorrichtung zur Förderung einer Flüssigkeit aus einem Behälter durch eine unter Vakuum stehende Förderleitung |
| DE2735528A1 (de) * | 1977-08-06 | 1979-02-15 | Electrolux Gmbh | Vakuum-entwaesserungsanlage |
| DE3610866A1 (de) * | 1986-02-05 | 1987-08-06 | Harald Michael | Steuervorrichtung fuer ein absperrventil eines unterdruck-abwassersystems |
| DE3628725A1 (de) * | 1986-08-23 | 1988-02-25 | Harald Michael | Vakuum-entwaesserungsanlage |
| DE3823515A1 (de) * | 1988-05-10 | 1989-11-23 | Harald Michael | Steuervorrichtung fuer ein durch unterdruck betaetigbares absaugventil an einer vakuumleitung, insbesondere fuer abwasser |
-
1990
- 1990-06-23 DE DE4020062A patent/DE4020062A1/de not_active Ceased
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH544195A (de) * | 1972-08-25 | 1973-11-15 | Electrolux Ab | Vorrichtung zur Förderung einer Flüssigkeit aus einem Behälter durch eine unter Vakuum stehende Förderleitung |
| DE2735528A1 (de) * | 1977-08-06 | 1979-02-15 | Electrolux Gmbh | Vakuum-entwaesserungsanlage |
| DE3610866A1 (de) * | 1986-02-05 | 1987-08-06 | Harald Michael | Steuervorrichtung fuer ein absperrventil eines unterdruck-abwassersystems |
| DE3628725A1 (de) * | 1986-08-23 | 1988-02-25 | Harald Michael | Vakuum-entwaesserungsanlage |
| DE3823515A1 (de) * | 1988-05-10 | 1989-11-23 | Harald Michael | Steuervorrichtung fuer ein durch unterdruck betaetigbares absaugventil an einer vakuumleitung, insbesondere fuer abwasser |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8679335B1 (en) | 2012-12-21 | 2014-03-25 | Saniprotex Inc. | Vehicle-mounted vacuum system and method of separating liquid and solids fractions of a sludge-like mixture inside a container |
| CN114134918A (zh) * | 2021-11-10 | 2022-03-04 | 上海建工四建集团有限公司 | 一种全自动控制式真空深井装置的使用方法 |
| CN114134918B (zh) * | 2021-11-10 | 2023-08-08 | 上海建工四建集团有限公司 | 一种全自动控制式真空深井装置的使用方法 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4006216C2 (de) | ||
| DE1642432C3 (de) | Klär- und Filteranlage | |
| DE3026519A1 (de) | Schwimmende wasserreinigungseinrichtung | |
| DE60204646T2 (de) | Vakuum assistiertes Ablaufsystem und Prozess zur Handhabung von Schneid- oder Schmierflüssigkeiten von Werkzeugmaschinen | |
| EP0292814B1 (de) | Ausdehnungs- und Druckhaltevorrichtung für zirkulierende Flüssigkeitsströme | |
| AT396680B (de) | Vorrichtung zum entfernen einer auf einer grundwasseroberfläche schwimmenden, flüssigen phase mittels eines in einen brunnenschacht absenkbaren behälters | |
| CH655249A5 (de) | Einrichtung zum entgasen eines fluessigkeitskreislaufes. | |
| DE1284363B (de) | Vorrichtung zur Beseitigung von auf Wasser schwimmenden fluessigen Stoffen, insbesondere von OEl | |
| DE69512455T2 (de) | Regelvorrichtung für einen Siphon | |
| DE4020062A1 (de) | Vakuumabsauganlage fuer fluessigkeiten | |
| DE2513479A1 (de) | Verfahren zur nicht-maschinellen foerderung einer angesammelten fluessigkeit und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE2012917C3 (de) | Vorrichtung zum Begasen fließender Gewässer | |
| DE10102912A1 (de) | Vorrichtung zur Gewinnung von Energie aus einem Gewässer mit sich hebenden und absenkenden Wasserspiegeln | |
| DE60101030T2 (de) | Einrichtung zur Tiefbodendrainage | |
| DE3001150C2 (de) | ||
| DE2845312A1 (de) | Vorrichtung zur reinigung von abwaessern | |
| DE2256137A1 (de) | Gasabscheider | |
| EP3219864B1 (de) | Flüssigkeitsbehälter mit entleerungsventil und korrespondierendes verfahren zum erzeugen eines spülschwalls | |
| DE3103306A1 (de) | "belueftungsvorrichtung fuer in oberflaechenwaesser zurueckzuleitende abwaesser, insbesondere fuer die anreicherung von gebrauchswaessern mit sauerstoff" | |
| DE19731264B4 (de) | Wasserabzug und/oder Schlammabzug in Absetzbecken | |
| DE102016101528A1 (de) | Schwimmstoffabzug | |
| DE10196792T5 (de) | Luftablassventil | |
| DE4215596A1 (de) | Ab- und Überlaufvorrichtung für Flüssigkeiten | |
| DE69803559T2 (de) | Einrichtung zum regeln einer flüssigkeitsströmung | |
| CH631774A5 (en) | Ventilating and venting apparatus on a syphon of a drainage water line or of a pipeline for conveying solids by means of a liquid |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |