DE4019184A1 - Verfahren zur herstellung von schwefelsaeure - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure
durch katalytische Oxidation eines Schwefeldioxid enthaltenden feuchten oder
nassen Gases unter Bildung eines feuchten Umwandlungsgases und Inkontakt
bringen des feuchten Umwandlungsgases mit Schwefelsäure zur Bildung von
Schwefelsäure durch Absorption von Bestandteilen des feuchten Umwandlungs
gases in dem Schwefelsäurestrom, bei dem die Absorptionswärme der Bestandtei
le des feuchten Umwandlungsgases in nützlicher Form zurückgewonnen wird.
Die Herstellung von Schwefelsäure erfolgt überwiegend mit Hilfe eines Trocken
gas-Kontaktverfahrens, bei dem typischerweise Schwefel an trockener Luft unter
Bildung eines Schwefeldioxid enthaltenden Stromes verbrannt wird, worauf das
trockene Schwefeldioxid katalytisch zu Schwefeltrioxid oxidiert wird, welches
in Schwefelsäure absorbiert wird. Aus anderen Quellen, wie dem Rösten von Erz
oder der Verbrennung von Abfallsäure, stammendes feuchtes, Schwefeldioxid
enthaltendes Gas wird normalerweise vor der katalytischen Umwandlung von
Schwefeldioxid in Schwefeldioxid getrocknet. Die Verbrennungsluft für die
Schwefelbrenner wird durch Kontakt mit Schwefelsäure getrocknet. Bei solchen
Verfahren wird die Kondensationswärme des in der Luft vorhandenen Wasser
dampfes vergeudet. Weiterhin erfordert die Anordnung und der Betrieb des
Trockenturmes Platz, erhebliche Investitionskosten und beträchtliche Betriebs
kosten. Darüber hinaus kompliziert der Betrieb des Trockenturmes die Wasserbi
lanz des gesamten Verfahrens und erfordert unter bestimmten Bedingungen die
Gegenstromüberführung von Säure zum Ausgleich dieser Bilanz.
Die Herstellung von Schwefelsäure durch Behandlung von nassem oder feuchtem,
Schwefeldioxid und/oder Schwefeltrioxid enthaltendem Gas ist ebenfalls be
kannt. Dieses Verfahren wird manchmal als naß-katalytisches Verfahren be
zeichnet. Die Anlagen dieses Naßverfahrens werden üblicherweise mit Be
schickungen, wie Schwefeldioxid betrieben, welche beim Verbrennen Wasser und
Schwefeldioxid bilden. Bei einem typischen Naßgasverfahren werden die abge
kühlten Verbrennungsgase direkt in den Konverter überführt, wodurch in dieser
Weise die für die Reinigung und Trocknung des Gases erforderlichen Kapitalko
sten vermieden werden können. Solche Anlagen sind jedoch nicht ohne Nachtei
le. So kann eine sehr große Menge Säurenebels in der Absorptionsstufe gebildet
werden, was die Emissionskontrolle erschwert und kostspielig macht. Naßgas
prozesse ergeben häufig Schwefelsäurekonzentrationen von weniger als 93%,
wenngleich dies beispielsweise dadurch behoben werden kann, daß man eine
Kombination von Schwefel und Schwefelwasserstoff verbrennt.
Die GB-PS 4 71 653 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure
aus einem feuchten Schwefeldioxid-Beschickungsgas. Nach dem Verfahren die
ser britischen Patentschrift wird Schwefeldioxidgas filtriert und in einer Vana
diumkatalysator enthaltenden Kontakteinheit bei einer Temperatur von 400 bis
430°C unter Bildung eines feuchten Schwefeltrioxidgases oxidiert. Dieses Gas
wird in einem ersten Flüssigkeits/Gas-Kontaktturm mit konzentrierter Schwe
felsäure mit einer Konzentration von 98% und einer Temperatur von etwa 200°C
und dann in einem zweiten Turm mit 98%iger Schwefelsäure mit einer Tempera
tur von 60 bis 70°C in Kontakt gebracht. Das Mol.-Verhältnis von Schwefeltrioxid
zu Wasser wird im Bereich von 1 : 1 gehalten, so daß eine Säure mit einer Zusam
mensetzung im Bereich von 98% gebildet wird, welche ein azeotropes Gemisch
mit minimalem Dampfdruck ergibt. Die Patentschrift läßt erkennen, daß in dem
ersten Turm die Absorption von Wasser überwiegt, während die Absorption von
Schwefeltrioxid überwiegend in dem zweiten Turm erfolgt. Somit ermöglicht die
ses vorbekannte Verfahren keine Erleichterung der Rückgewinnung von Absorp
tionsenergie bei hoher Temperatur, wobei sich in der Tat keinerlei Beschreibung
oder Hinweis in dieser Druckschrift darauf findet, daß die Absorptionsenergie
überhaupt zurückgewonnen wird.
Schoubye et al. beschreiben in der US-PS 43 48 373 ein Verfahren zur Herstellung
von Schwefelsäure durch Kondensation eines feuchten Schwefeltrioxid-Gasstro
mes. Der Strom wird in einen mehrstufigen Turm eingeführt, in dessen Mittelstu
fe Schwefeltrioxid von Säure absorbiert wird, die von einem Sumpf unterhalb der
Absorptionsstufe zu einem darüber liegenden Sprühkopf im Kreislauf geführt
wird. Die aus dem Sumpf überlaufende Säure wird durch einen unteren Konzen
trationsabschnitt geführt, durch welchen das eingeführte, mit Schwefeltrioxid
beladene Gas geführt wird, während die Wärme aus dem eingeführten Gas das Ab
streifen des Wassers aus der durch die Konzentrationsstufe geführten Säure be
einflußt, wodurch die Schwefelsäurekonzentration in der aus dem Sumpf des
Turmes abgeführten Säure erhöht wird. In dieser Weise wird die Absorptionsener
gie nicht für irgendwelche anderweitige Verfahren verwendet, sondern zum Ab
streifen des aus dem Turm austretenden Schwefelsäurestromes. Darüber hinaus
weist die in der Konzentrationsstufe gebildete Säure eine Konzentration im Be
reich von lediglich 93 bis 96% auf, während die durch die Absorptionsstufe ge
führte Säure eine Konzentration von 85 bis 88% besitzt.
Dorr et al. beschreiben in der US-PS 43 68 183 ein Naßgasverfahren, bei dem ein
Schwefeltrioxid und Wasserdampf in einem H2O/SO3 Mol.-Verhältnis unterhalb
1 enthaltendes Reaktionsgas zunächst durch Gegenstromkontakt mit Schwefel
säure in einem Venturi kondensiert wird, wobei die in den Einlaß des Venturis
eingeführte Schwefelsäure eine Konzentration von 98,0 bis 100% und eine Tem
peratur von mindestens 95°C aufweist. Das Gas verläßt den Venturi mit einer
Temperatur von mindestens 120°C und wird über eine sich anschließende Gegen
strom-Absorptionsstufe geführt und mit rieselnder Schwefelsäure mit einer Kon
zentration von 98 bis 100% und einer Temperatur von 70 bis 120°C in Kontakt ge
bracht. Ebenso wie im Fall der GB-PS 4 71 653 und der US-PS 43 48 373 enthält die
se Druckschrift keinen Hinweis auf die Rückgewinnung der Absorptionswärme
in nützlicher Form.
McAlister und Ziebold beschreiben in den US-Patentschriften 45 76 813 und
46 70 242 Verfahren zum Absorbieren von Schwefeltrioxid in Schwefelsäure bei
hoher Temperatur und Rückgewinnung der Absorptionswärme in nützlicher
Form durch Übertragung der Wärme von der Absorptionssäure auf ein anderes
Fluid, wodurch dieses andere Fluid auf 120°C oder mehr erwärmt wird.
Es besteht daher ein Bedürfnis für ein Verfahren, welches es ermöglicht, den Kapi
talaufwand für Naßgasverfahren zu vermindern unter gleichzeitiger Kontrolle
der Säureemissionen und Erzielung eines maximalen Energiewirkungsgrades
durch Rückgewinnung der Absorptionswärme der Bestandteile des nassen oder
feuchten Umwandlungsgases in Schwefelsäure.
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, ein verbessertes Verfahren zur
Herstellung von Schwefelsäure durch katalytische Oxidation von Schwefeldio
xid anzugeben, bei welchem feuchtes oder nasses Schwefeldioxid durch Verbren
nen von Schwefel in ungetrockneter Luft hergestellt wird, bei dem die Säurenebel
bildung und Schwefelsäureemissionen auf ein Minimum gebracht sind, mit dem
eine hochkonzentrierte Schwefelsäure hergestellt werden kann, bei dem die Ab
sorptionswärme einschließlich der Kondensationswärme des in dem feuchten
Gas enthaltenen Wassers in nützlicher Form, namentlich mit hoher Temperatur
zurückgewonnen wird und dazu verwendet werden kann. Dampf mit mäßigem
Druck zu bilden; und bei dem, die Wärmerückgewinnung durch Wärmeübertra
gung in einem Metall-Wärmetauscher aus der absorbierenden Säure bewirkt
wird.
Diese Aufgabe wird nun gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Verfah
rens gemäß Hauptanspruch. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausfüh
rungsformen dieses Erfindungsgegenstandes.
Gegenstand der Erfindung ist daher die Verbesserung eines Verfahrens zur Her
stellung von Schwefelsäure. Das Verfahren besteht darin, ein Schwefeldioxid
enthaltendes feuchtes Gas zur Bildung eines feuchten Umwandlungsgases kataly
tisch zu oxidieren und das feuchte Umwandlungsgas mit Schwefelsäure in Kon
takt zu bringen, wodurch Schwefelsäure durch Absorption von Bestandteilen des
nassen oder feuchten Umwandlungsgases in dem Schwefelsäurestrom gebildet
wird. Erfindungsgemäß wird das feuchte Umwandlungsgas in einer Wärmerück
gewinnungsabsorptionsstufe mit Schwefelsäure in Kontakt gebracht, um die Ab
sorption zu bewirken und die Absorptionswärme freizusetzen. Das in die Absorp
tionsstufe eingeführte feuchte Umwandlungsgas besitzt eine Temperatur ober
halb seines Taupunktes und weist ein Mol.-Verhältnis von Schwefeltrioxid zu
Wasserdampf von mindestens etwa 0,95 auf. Der Schwefelsäurestrom wird mit ei
ner Temperatur von mindestens etwa 170°C und einer Konzentration von zwi
schen etwa 98,5 und 100% in diese Absorptionsstufe eingeführt. Der aus der
Absorptionsstufe abgezogene Schwefelsäurestrom besitzt eine Temperatur von
mindestens etwa 190°C und eine Konzentration zwischen etwa 99% und etwa
100%. Die Absorptionswärme wird durch Wärmeübertragung in einem Wärme
austauscher auf ein anderes Fluid in nützlicher Form aus dem abgeführten Säure
absorptionsstrom zurückgewonnen, wobei das andere Fluid auf eine Temperatur
von mindestens etwa 140°C erhitzt wird. Das aus der Wärmerückgewinnungsab
sorptionsstufe austretende Gas wird in einer Kondensationsstufe mit Schwefel
säure in Kontakt gebracht, um restliches Schwefeltrioxid zu absorbieren und
Schwefelsäuredämpfe zu kondensieren. Der Kontakt zwischen dem Gas und der
Säure in der Kondensationsstufe erfolgt, bevor das austretende Gas entweder
durch das Verfahren erschöpft ist oder unter Bildung zusätzlichen Schwefeltrio
xids katalytisch oxidiert worden ist.
Die Erfindung sei im folgenden näher unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 ein Verfahrens-Fließdiagramm einer Schwefel
säureanlage, welche nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren betrieben wird;
Fig. 2 eine Kurvendarstellung von berechneten Daten,
welche die Wirkung der Gaseinlaßtemperatur, der
Säureaustrittstemperatur und des Taupunkts des
eintretenden Gases in einer im Gegenstrom betrie
benen Naßgasabsorptionsstufe auf die Säurene
belbildung verdeutlicht; und
Fig. 3 ein Verfahrens-Fließdiagramm, welches eine wei
tere besonders bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens wiedergibt.
In den Zeichnungen stehen in den verschiedenen Ansichten entsprechende Be
zugsziffern für entsprechende Vorrichtungselemente.
Es hat sich gezeigt, daß die Energie der Kondensation und der Absorption der Be
standteile eines feuchten Umwandlungsgases bei einem Verfahren zurückgewon
nen werden können, bei dem Schwefelsäure aus einem feuchten SO2/SO3-Be
schickungsstrom erzeugt wrd. Ein hoher Wirkungsgrad der Energierückgewin
nung wird dadurch erreicht, daß der feuchte Umwandlungsgasstrom in einer
Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe mit Schwefelsäure in Kontakt gebracht
und die absorbierende Säure durch einen Wärmetauscher geführt wird, in dem die
Absorptionswärme auf ein anderes Fluid übertragen wird. Diese Energie wird in
äußerst nützlicher Form zurückgewonnen, indem man die Wärmerückgewin
nungsstufe bei hoher Temperatur betreibt und das andere Fluid auf eine Tempera
tur von mehr als 140°C erhitzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann zur Herstellung von Schwefelsäure aus
nassem oder feuchten SO2 verwendet werden, welches aus vielerlei Quellen stam
men kann, einschließlich von dem Rösten von Metallerzen und der Verbrennung
von H2S. Eine besonders wichtige und bevorzugte Anwendung des erfindungsge
mäßen Verfahrens ist jedoch auf die Herstellung von Schwefelsäure aus SO2-Gas
gerichtet, welches durch Verbrennen von Schwefel in nicht getrockneter Luft er
zeugt worden ist.
Durch Steuern der Temperatur des der Wärmerückgewinnungsstufe zugeführten
feuchten Umwandlungsgas-Beschickungsstromes und der Temperatur der
Schwefelsäure, die in die Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe eingeführt
und wieder aus dieser abgeführt wird, wird die Bildung von Säurenebel auf einem
Minimum gehalten und die Emission von Schwefelsäure unter Kontrolle gehal
ten. Durch vorsichtige Steuerung der Schwefelsäurezusammensetzung wird es
weiterhin möglich, die Energie der Absorption und der Kondensation bei hoher
Temperatur zurückzugewinnen durch Wärmeübertragung auf ein anderes Fluid
in einem Wärmetauscher, welcher Wärmeübertragungseinrichtungen enthält,
die aus einer relativ wirtschaftlichen und zugänglichen Eisen/Chrom-, Ei
sen/Nickel/Chrom- oder Nickel/Chrom-Legierungen hergestellt sind. Die Steue
rung der Zusammensetzung der Säure in der Wärmerückgewinnungsstufe ermög
licht es, die Absorption in einem Wärmerückgewinnungsturm durchzuführen,
der aus einer ähnlichen Legierung hergestellt ist.
Zur Steuerung der Zusammensetzung des absorbierenden Säurestromes und zur
Ermöglichung seiner Kreislaufführung sowie zur Minimierung der Korrosion der
metallischen Bestandteile der Absorptionsvorrichtung und des Absorptionssäu
re-Wärmeaustauschers ist es wesentlich, daß das SO3-Wasser-Mol.-Verhältnis
in dem feuchten Umwandlungsgas etwa 0,95 oder mehr beträgt. Dies ermöglicht es,
die Stärke der Absorptionssäure in einem Bereich zwischen etwa 99% und etwa
100% zu halten, Konzentrationen, welche gut geeignet sind dafür, die in den US-
Patente 45 76 813 und 46 70 242 beschriebenen Legierungen als Konstruktions
materialien für den Wärmetauscher anzuwenden, welcher zur Übertragung der
Wärme aus der bei der Wärmerückgewinnungsabsorption eingesetzten Säure auf
ein Wärmeübertragungsfluid verwendet wird.
Die Fig. 1 verdeutlicht ein Fließdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Da der Schwefelsäureprozeß im allgemeinen gut bekannt ist, sind die verschiede
nen herkömmlichen Einrichtungen einer Schwefelsäureanlage nicht im Detail
wiedergegeben. Wie aus der Fig. 1 hervorgeht, wird das feuchte, mit Schwefeldio
xid beladene Gas, welches beispielsweise durch Verbrennen von Schwefel in
feuchter Luft hergestellt worden ist, in einem ersten Wärmetauscher 1 abgekühlt,
bevor es in einen katalytischen Konverter 3 überführt wird. Bei dem dargestellten
Verfahren wird der erste Wärmetauscher 1 zur Bildung von Wasserdampf verwen
det.
Der Konverter 3 umfaßt typischerweise eine Vielzahl von Katalysatorschichten,
welche in eine erste Oxidationsstufe 5 und eine zweite Oxidationsstufe 7 aufgeteilt
sind. Der Wärmetauscher 9 wird dazu benützt, den aus der Stufe 7 austretenden
feuchten Gasstrom zu kühlen. Typischerweise werden die Röhren des Wärmetau
schers 9 bei einer Temperatur oberhalb des Taupunkts des Gases gehalten. Dies
vermeidet eine katastrophenartige Korrosion der Röhren durch kondensierte
Schwefelsäure.
Der aus dem Wärmetauscher 9 austretende feuchte Gasstrom wird einem Wärme
rückgewinnungsturm 11 zugeführt, in dem er im Gegenstrom mit einem heißen
Schwefelsäurestrom in Kontakt gebracht wird. Das in die Wärmerückgewin
nungsstufe eingeführte Gas enthält eine gewisse Konzentration Schwefeltrioxid,
Wasserdampf und Schwefelsäuredampf. Der Kontakt des Gases mit flüssiger
Schwefelsäure bewirkt die Absorption des Schwefeltrioxids, die Kondensation
und die Absorption von Wasserdampf und die Kondensation und die Absorption
von Schwefelsäuredampf in dem flüssigen Schwefelsäurestrom. Es versteht sich,
daß die hierin verwendeten Begriffe "Absorptionswärme" und "Absorptionsener
gie" sämtliche dieser verschiedenen Wärmeeffekte umfassen. Sie können auch je
ne Energie einschließen, die bei der Bildung von Schwefelsäure aus Schwefeltrio
xid und Wasser in der Dampfphase erzeugt wird.
Durch Einführen des Gasstromes in die Wärmerückgewinnungsstufe bei einer
Temperatur, die möglichst hoch oberhalb des Taupunktes des Gasstromes liegt,
durch Anwendung von heißer Säure und durch Steuern der relativen Strömungs
geschwindigkeiten derart, daß die Austrittstemperatur der Säure nicht mehr als
etwa 40°C unterhalb des Taupunktes des eingeführten Gases und vorzugsweise
nicht mehr als etwa 20°C unterhalb des Taupunktes des eingeführten Gases liegt,
wird die Bildung von Säurenebel in der Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe
auf einem Minimum gehalten. Typischerweise liegt der Taupunkt des eingeführ
ten SO3-Gases im Bereich zwischen etwa 230°C und etwa 270°C. Somit sollte die
Säure mit einer Temperatur von mindestens 190°C und im allgemeinen etwa zwi
schen 190°C und etwa 150°C aus der Wärmerückgewinnungsstufe abgeführt wer
den. Vorzugsweise sollte die Säureaustrittstemperatur im Bereich von etwa 210°C
bis etwa 250°C liegen, wobei der optimale Wert von dem Taupunkt des SO3-Gases
abhängt. Die Temperatur des eingeführten Gases liegt typischerweise im Bereich
von etwa 300°C bis etwa 470°C, vorzugsweise zwischen etwa 350°C und etwa 470°C,
wobei sie in jedem Fall vorzugsweise mindestens etwa 50°C oberhalb des Tau
punkts dieses eingeführten Gases liegt. Wie in der Zeichnung dargestellt ist,
strömt das Gas durch die Absorptionsstufe (nachfolgend auch als "Wärmerückge
winnungszone" oder "Wärmerückgewinnungsstufe" bezeichnet), welche Einrich
tungen, beispielsweise ein Packungsbett 13 enthält, welche den Kontakt und die
Massenübertragung zwischen der Gasphase und der Flüssigphase begünstigen.
Wenngleich in dieser Beschreibung ein im Gegenstrom betriebener gepackter
Turm angesprochen wird, versteht es sich, daß auch andere Gas/Flüssigkeits-
Kontakteinrichtungen, wie Bodentürme oder Gegenstrom-Venturi-Absorber ver
wendet werden können. Die Schwefelsäure wird dem Kopf der Absorptionszone
13 mit einer Temperatur vorzugsweise zwischen 170°C und etwa 220°C und einer
Konzentration zwischen etwa 98,5% und etwa 99,5% zugeführt. Im allgemeinen
hängt die bevorzugte Konzentration der eingeführten Säure von dem Wasserge
halt des zugeführten Gases ab, so daß, wenn der SO3/Wasser-Mol.-Verhältnis et
wa 1,0 erreicht, die Stärke der in den Turm eingeführten Säure vorzugsweise im
Bereich von 99% bis 99,5% liegt und diese Konzentration in der Absorptionszone
und dem Kreislaufsystem im wesentlichen konstant bleibt. Wenngleich die Ab
sorptionsstufe bei erhöhten Temperaturen betrieben wird, werden mindestens
etwa 90% des in dem Einlaßgasstrom enthaltenen äquivalenten Schwefeltrio
xids in der Wärmerückgewinnungsstufe absorbiert. Der Ausdruck "äquivalentes
Schwefeltrioxid" ist als die Summe der Mole des Schwefeltrioxids und des Schwe
felsäuredampfgehaltes des eingeführten Gasstromes definiert.
Nach dem Verlassen der Absorptionsstufe wird die heiße konzentrierte Schwefel
säure durch einen Wärmetauscher 15 geführt, in dem die Absorptionswärme
durch Wärmeübertragung auf ein anderes Fluid abgeführt wird. Vorzugsweise
wird als kühlendes Fluid Wasser verwendet, und die Absorptionswärme - minde
stens zum Teil - durch die Erzeugung von Wasserdampf mit niedrigem bis mittle
rem Druck, beispielsweise Wasserdampf mit einem Absolutdruck zwischen etwa
150 und 2000 kPa und normalerweise etwa zwischen 300 und 1200 kPa zurückge
wonnen. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird die aus der Wär
merückgewinnungsabsorptionzone austretende Säure bei einer Temperatur
von mehr als 200°C gehalten und in dem Wärmeaustauscher 15 wird Wasser
dampf mit einem Druck von 450 kPa absolut oder mehr erzeugt. Der in dem Wär
metauscher 15 durch Übertragung der Absorptionswärme erzeugte Wasserdampf
kann für eine Vielzahl von Anwendungszwecken verwendet werden.
Unabhängig von der Art des verwendeten Kühlfluids sollte die Temperatur des
Kühlfluids durch Wärmeübertragung von der absorbierenden Säure in dem Wär
metauscher 15 auf mindestens 140°C erhöht werden. Vorzugsweise wird das Kühl
fluid auf eine Temperatur von mindestens etwa 160°C erhitzt.
Nach dem Hindurchführen durch den Wärmetauscher 15 wird der Säurestrom
oder mindestens ein Teil davon im Kreislauf in den Wärmerückgewinnungsturm
zurückgeführt, und zwar zu einer Stelle oberhalb der Absorptionsstufe 13. Um ein
konstantes Säurevolumen in dem Kreislauf aufrechtzuerhalten, wird ein weite
rer Teil der den Wärmetauscher 15 verlassenden Säure als überströmende Säure
über die Leitung 17 aus dem Kreislauf abgezogen. Aus der überströmenden Säure
kann zusätzliche Wärme zurückgewonnen werden, indem man diese durch einen
zweiten Wärmetauscher 19 führt. In diesem Wärmetauscher wird die aus der über
strömenden Säure überführte Wärme dazu verwendet, das Kesselspeisewasser
vorzuerhitzen, bevor das Beschickungswasser dem Wärmetauscher 15 oder ei
nem anderen Dampfgenerator zugeführt wird.
Anstelle der Erzeugung von Wasserdampf kann der Wärmetauscher 15 dazu ver
wendet werden, das Speisewasser für einen Hochdruckkessel weiter aufzuheizen.
Gegebenenfalls kann die den Wärmetauscherturm 11 verlassende Säure in zwei
Ströme aufgeteilt werden, von denen einer durch den Wärmetauscher 15 zur Er
zeugung von Wasserdampf niedrigen bis mittleren Druckes und der andere durch
einen weiteren Wärmetauscher 21 zur Aufheizung des Speisewassers eines Hoch
druckkessels benutzt werden. Die Wärmetauscher 15 und 21 können, wie darge
stellt, mit parallelen Schwefelsäureströmen betrieben werden, oder es kann in
gewissen Fällen vorteilhaft sein, die Schwefelsäure von dem Turm 8 durch in Rei
he geschaltete Wärmetauscher 15 und 21 zu führen. Bei dem Betrieb in Reihe wird
die Säure normalerweise dazu verwendet werden, zunächst das Speisewasser des
Hochdruckkessels zu erhitzen, wenngleich auch eine andere Reihenfolge ange
wandt werden kann. Bei einer herkömmlichen Schwefelverbrennungsanlage
wird das Speisewasser des Hochdruckkessels typischerweise in einem Speise
wasservorwärmer durch Übertragung von Wärme aus den Schwefeltrioxid ent
haltenden Gas, welches den Wärmetauscher 9 verläßt, vorerhitzt. Bei dem erfin
dungsgemäßen Naßgasverfahren ist es bevorzugt, auf den Speisewasservorwär
mer zu verzichten, da die relativ hohe SO3-Gastemperatur die Nebelbildung zu in
hibieren hilft. Dies bedeutet jedoch nicht, daß die normalerweise in dem Speise
wasservorwärmer zurückgewonnene Wärme geopfert wird oder daß die Erzeu
gung von Hochdruckwasserdampf entsprechend vermindert wird. Nachteile in
dieser Richtung werden im wesentlichen dadurch vermieden, daß man einen der
Wärmetauscher 15 und 21 derart betreibt, daß damit Wasserdampf mit niedrigem
bis mittleren Druck erzeugt wird, beispielsweise mit einem Druck von weniger
als 12 bar, während der andere Wärmetauscher dazu benützt wird, das Speisewas
ser für einen Hochdruckdampfkessel, welcher Wasserdampf mit einem Druck
von mehr als 12 bar, typischwerweise 40 bis 70 bar, erzeugt, vorzuerhitzen.
Die Wärmetauscher 15 und 21 enthalten Einrichtungen zur indirekten übertra
gung von Wärme zwischen zwei Fluiden, welche normalerweise feste Trennwände
sind, beispielsweise die Röhrenwandung eines Mantel-Röhren-Wärmetauschers
oder die Platten eines Platten-Wärmetauschers. Es versteht sich, daß die Arbeits
weise, unter welchen der eine der Wärmetauscher 15 und 21 zur Erzeugung von
Speisewasser für den Hochdruckkessel und der andere Wärmetauscher für die Er
zeugung von Wasserdampf mittleren Druckes benutzt werden, sowohl für
Trockengas-Schwefelsäureanlagen als auch Naßgasanlagen angewandt werden
kann. Ein besonderer Vorteil wird bei diesem Betrieb in einer Naßgasanlage er
reicht, da hierdurch die Verminderung der Erzeugung von Hochdruckdampf ver
hindert werden kann, die normalerweise auftreten könnte, da vorzugsweise vor
der Wärmerückgewinnungszone kein Speisewasservorwärmer in dem Gasstrom
angeordnet ist. In einer Trockengasanlage können weitere Vorteile dadurch er
reicht werden, daß man einen Teil der Wärmerückgewinnungsabsorptionssäure
zum Erhitzen von Speisewasser für Hochdruckkessel benutzen kann. Durch die
Anwendung eines Flüssig/Flüssig-Wärmetauschers anstelle eines Gas/Flüssig-
Wärmetauschers zum Erhitzen von Speisewasser für Hochdruckkessel können
Kapitalkosten eingespart werden.
In Abhängigkeit von der Zusammensetzung des in den Wärmerückgewinnungs
turm eintretenden Gases kann es erforderlich sein, die zirkulierende Säure an ir
gendeiner Stelle des Kreislaufes zu verdünnen. Das erforderliche Wasser kann in
nerhalb des Wärmerückgewinnungsturmes 11 oder in die Leitung zwischen dem
Wärmerückgewinnungsturm und dem Wärmetauscher 15 eingeführt wird. Es ist
auch bevorzugt, irgendwelches verdünnendes Wasser in der Mischstufe 19 im An
schluß an das Kühlen der Schwefelsäure in dem Wärmetauscher 15 (und dem Wär
metauscher 21) und bevor die Schwefelsäure erneut in den Wärmerückgewin
nungsturm eingeführt wird, zuzusetzen. Das verdünnende Wasser kann auch in
Form von Wasserdampf zugegeben werden. Alternativ kann man das verdünnen
de Wasser in Form von verdünnter Schwefelsäure zusetzen.
Die Energierückgewinnung in der Absorptionsstufe ist maximal dann, wenn
Wasser als Verdünnungsmittel eingesetzt wird. Das Verdünnen mit einer schwä
cheren Säure erhöht den Strom der heißen Säure durch den Wärmetauscher 15, so
daß es schwierig wird, die Wärme in wirksamer Weise zurückzugewinnen, insbe
sondere dann, wenn nur ein begrenzter Strom an aufzuheizendem Kesselwasser
zur Verfügung steht.
Zur Minimierung der Korrosion in den Wärmetauschern 15 und 21 wird die Stär
ke der Säure bei der Hindurchführung durch die Wärmetauscher auf mindestens
98,5%, vorzugsweise auf mindestens 99% gehalten.
Als Ergebnis des Betriebs der Wärmerückgewinnungsstufe bei hoher Temperatur
ist der am Kopf dieser Stufe austretende Gasstrom relativ heiß und steht in Kon
takt mit heißer Säure. Dies führt zum Abstreifen der Schwefelsäure von dem Säu
restrom in den Gasstrom. Wenngleich der Absorptionswirkungsgrad der Wärme
rückgewinnungsstufe vorzugsweise mindestens etwa 90% beträgt, führt der Be
trieb der Wärmerückgewinnungsstufe bei hoher Temperatur auch dazu, daß eine
gewisse Menge nicht absorbierten Schwefeltrioxids durch die Stufe geführt wird.
Das aus dem Kopf der Wärmerückgewinnungsstufe austretende Gas wird daher ei
ner Kondensationsstufe 23 zugeführt zur Absorption von restlichem Schwefeltri
oxid und zur Kondensation von Schwefelsäuredampf. Die Kondensationsstufe
enthält weiterhin Einrichtungen 24 zur Förderung des Gas/Flüssigkeits-Kon
takts und zur Massenübertragung und Wärmeübertragung zwischen diesen Be
standteilen. Vorzugsweise umfaßt diese Stufe einen im Gegenstrom betriebenen
gepackten Turm. Relativ kühle Säure mit einer Konzentration von mindestens
98% wird von oben in den Turm eingeführt, während das die Wärmerückgewin
nungsstufe mit einer Temperatur von etwa 170°C bis etwa 230°C verlassende Gas
in den Sumpf des Turmes eingespeist wird.
Als Ergebnis des Abkühlens des Gases und der Kondensation des Schwefelsäure
dampfes wird der Taupunkt des Gasstromes herabgesetzt, welches die Kondensa
tion der Säure in den stromabwärts gelegenen Leitungen und Vorrichtungen und
damit deren Korrosion verhindert. Der Temperaturunterschied zwischen den
Flüssigkeitsströmen und den Gasströmen wird in der Kondensationsstufe rela
tiv gering gehalten, um die Bildung von Säurenebel durch Kondensation der
Schwefelsäure in dieser Stufe möglichst auf einem Minimum zu halten. Beim
Hindurchführen durch die Kondensationsstufe 23 wird der Gasstrom typischer
weise auf einer Temperatur im Bereich von zwischen etwa 75°C und etwa 140°C,
normalerweise zwischen etwa 80°C und etwa 120°C, vorzugsweise zwischen 75°C
und 100°C abgekühlt. Am Austritt des Gases aus der Kondensationsstufe liegt die
Temperatur der Säure vorzugsweise unterhalb etwa 120°C und allgemein zwi
schen 60 und 120°C, bevorzugter zwischen etwa 60 und etwa 100°C und am bevor
zugtesten zwischen etwa 60°C und etwa 80°C.
Die Säureströmungsgeschwindigkeit in der Kondensationsstufe wird bei einer
ausreichend niedrigen Geschwindigkeit gehalten, so daß die Säure diese Stufe mit
einer Tempratur verläßt, welche der Temperatur angenähert ist, mit der die Säu
re in die Wärmerückgewinnungsstufe eingeführt wird. In dieser Weise beträgt die
Strömungsgeschwindigkeit der Säure der Absorptionsstufe auf Gewichtsbasis
mindestens etwa das Vierfache, vorzugsweise etwa das Vierfache bis etwa Zwan
zigfache derjenigen des Säurestromes der Kondensationsstufe. Die Strömungsge
schwindigkeit der Säure zu der Kondensationsstufe wird innerhalb dieses Berei
ches ausgewählt, um in der Kondensationsstufe eine relativ kleine Temperatur
differenz zwischen Gas und Flüssigkeit zu erreichen, wodurch die Nebelbildung
inhibiert wird. Die Größe des Temperaturunterschiedes hängt von dem Massen-
und Wärme-Übertragungsbereich in der Kondensationsstufe ab, welcher seiner
seits eine Funktion der Packungshöhe ist, wenn eine Packung als Mitte zur För
derung des Gas/Flüssigkeit-Kontakts verwendet wird. Im allgemeinen kann die
Packung aus sattelförmigen Füllkörpern mit 38 bis 51 mm (1,5 bis 2 Inch) beste
hen. Im allgemeinen ist eine Packungshöhe von etwa 1,52 bis 4,57 m (5 bis 15 Feet)
bevorzugt, wobei eine Höhe von etwa 1,83 m bis 3,05 m (6 bis 10 Feet) für viele An
wendungszwecke am geeignetsten ist. Bei einer gegebenen Menge Packungsmate
rial erreicht die Säuretemperatur am Sumpf der Kondensationsstufe die Tempe
ratur, mit der die Säure in die Wärmerückgewinnungsstufe eintritt, so daß diese
beiden Säureströme mit Vorteil vermischt werden können unter Bildung eines
Stromes mit einer Konzentration von 98,5% bis 99,5%, welcher durch die Wär
merückgewinnungsstufe geführt wird und aus ihr mit einer Konzentration von
99% bis 100% und einer Temperatur von 190 bis 250°C austritt. Bei dieser Anord
nung kann die Energie der Absorption und Kondensation aus beiden Stufen mit
hoher Temperatur in dem Wärmeaustauscher 15, der in dem Säurerückführungs
strom für den Wärmerückgewinnungsabsorber angeordnet ist, zurückgewonnen
werden.
Der Rest des Schwefelsäureherstellungsverfahrens ist im allgemeinen gut be
kannt. Der aus der Kondensationsstufe austretende, an Schwefeltrioxid verarm
te Gasstrom wird erneut erhitzt und in die zweite Oxidationsstufe 7 des Konverters
3 überführt, um eine vollständige Oxidation des verbliebenen Schwefeldioxids zu
bewirken. Diese letzte Hindurchführung durch eine Oxidationsstufe beendet die
Umwandlung des Schwefeldioxids in Schwefeltrioxid. Der Gasstrom tritt aus
dem Konverter aus und wird gekühlt, bevor er durch einen letzten Absorptions
turm geführt wird, in welchem das in dem Gasstrom vorhandene Schwefeltrioxid
in Schwefelsäure absorbiert wird.
Für die Kondensationsstufe sind eine Reihe von Vorrichtungen und Konstruktio
nen möglich. Wie in der Fig. 1 dargestellt, kann diese Stufe in einem Turm oder
einem Gefäß getrennt von der Wärmerückgewinnungsstufe vorgesehen sein. Dies
kann geeigneterweise dadurch erreicht werden, daß das Wärmerückgewinnungs
system derart installiert wird, daß eine existierende Anlage nachgerüstet wird,
wobei der bestehende Zwischenturm als Kondensationseinrichtung dient. Alter
nativ kann die Kondensationsstufe als getrennter gepackter Abschnitt oder ge
packte Zone in dem gleichen Gehäuse vorgesehen werden, welches auch die Wär
merückgewinnungsstufe enthält. Als weitere Alternative kann ein einziger ge
packter Abschnitt eine untere Zone zur Wärmerückgewinnungsabsorption bei
hoher Temperatur und eine obere Zone zur Kondensation bei niedriger Tempera
tur umfassen. Bei einer solchen Anordnung wird die Säure mit einer relativ nie
drigen Temperatur und relativ niedrigen Strömungsgeschwindigkeit dem Kopf
des gepackten Abschnitts zugeführt. Diese Säure wird in der Kondensationsstufe
auf eine Temperatur erhitzt, welche die Temperatur der in die Wärmerückgewin
nungsstufe eintretenden Säure angenähert ist, die normalerweise im Bereich
zwischen etwa 150 und etwa 220°C liegt, und wird dann am Kopf der Wärmerückge
winnungsstufe mit einem relativ großen Strom von Säure mit einer Temperatur
von etwa 170 bis 220°C vermischt, wie es oben bereits erläutert worden ist. Der ge
mischte Strom wird in der unteren Stufe im Gegenstrom zu dem eingeführten
feuchten Umwandlungsgasstrom geführt.
Durch das hierin beschriebene Verfahren wird die Absorptionswärme des Schwe
felsäureprozesses in nützlicher Form zurückgewonnen, das heißt in einer Form,
welche entweder bei dem Verfahren ausgenützt werden kann oder zur Erzeugung
von Elektrizität. Weiterhin ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren einen
deutlichen Vorteil gegenüber einem Trockengasverfahren, bei dem der in den Ver
brennungsgasen oder der Verbrennungsluft enthaltene Wasserdampf in einem
Trockenturm entfernt wird und die Kondensationsenergie vollständig verloren
geht. Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders vorteilhaft für Naßsäure
anlagen, bei denen die Beschickung der Anlage dadurch erhalten wird, daß man
Schwefel mit ungetrockneter Umgebungsluft verbrennt unter Bildung eines
feuchten oder nassen Schwefeldioxid enthaltenden Gasstromes.
Die Beseitigung des Trocknungsturmes ermöglicht erhebliche Einsparungen der
Kapitalkosten, der Betriebskosten und des Raumbedarfes und vermeidet die
Rückführung großer Volumen von Säuren, die andernfalls dazu erforderlich ist,
die Konzentration der Säure in dem Kreislauf des Trocknungsturmes während
Perioden hoher Feuchtigkeit konstant zu halten. Bei einer Trockengasanlage
wird die trocknende Säure mit dem in den eintretenden Gasstrom vorhandenen
Wasser verdünnt, so daß die trocknende Säure querstromgeführt oder mit einer
stärkeren Säure vermischt werden muß, um die Stärke der trocknenden Säure
aufrechtzuerhalten. Wenn die Gasfeuchtigkeit relativ niedrig ist, genügt die Quer
strömung oder das Vermischen der trocknenden Säure mit Säure aus dem letzten
Absorptionssystem dazu, die Säurestärke aufrechtzuerhalten. Mit zunehmender
Feuchtigkeit des Gases wird die Querströmung zu dem Wärmerückgewinnungssy
stem erforderlich, wodurch das Volumen der überströmenden Säure aus dem
Wärmerückgewinnungssystem erheblich ansteigt. Wie oben angegeben, kann das
zusätzliche Volumen der überströmenden Säure die Kapazität des Kühlsystems
der überströmenden Säure übersteigen, so daß die überströmende Säure das Kühl
system mit einer relativ hohen Temperatur verläßt, was zu erheblichen Energie
verlusten führt. Wie nachfolgend noch erläutert werden wird, wird die überströ
mende Säure aus dem Wärmerückgewinnungssystem typischerweise zu dem letz
ten Absorptionssystem überführt, wo die Energie in Kühlwasser beseitigt wird bei
Temperaturen, die für eine nützliche Energierückgewinnung zu niedrig sind.
Durch Eliminieren des Trockenturmes und Verdünnen der im Wärmerückgewin
nungsabsorptionssystem zirkulierenden Säure mit Wasser werden Querströ
mungen vermieden, wodurch die Rückgewinnung der Energie der Schwefeltrio
xidabsorption auf ein Maximum gebracht wird.
Wie oben bereits erwähnt, wird das in der Fig. 1 dargestellte Verfahren derart be
trieben, daß das Wärmeübertragungsfluid in dem Wärmetauscher 15 auf eine
Temperatur von mindestens 140°C erhitzt wird. Mit Vorteil ist der Wärmetau
scher 15 ein Kessel, in welchem Kesselspeisewasser in Dampf umgewandelt wird.
Vorzugsweise wird die Temperatur der Schwefelsäure während ihrer gesamten
Hindurchführung durch den Wärmetauscher auf einer Temperatur oberhalb von
170°C gehalten. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht das Erhitzen des
Wärmeübertragungsfluids auf höhere Temperaturen von bis zu 200°C oder mehr.
Es hat sich gezeigt, daß die Nebelbildung in der Wärmerückgewinnungsstufe auf
ein Minimum dann gebracht wird, wenn das Gas mit einer Temperatur in die Wär
merückgewinnungsabsorptionsstufe eingeführt wird, die so hoch wie in der Pra
xis möglich oberhalb seines Taupunktes liegt und die aus der Absorptionsstufe
austretende Säure (die im Gegenstrom zu dem eintretenden Gas geführt wird) bei
einer Tempratur gehalten wird, die dem Gastaupunkt so nahe wie möglich ange
nähert ist. Dies ermöglicht ein relativ langsames Abkühlen des Gases, wodurch
die Neigung zur Kondensaton in der Gasphase statt an der Grenzfläche von Gas
und Flüssigkeit möglichst niedrig gehalten wird. Obwohl die relativen Tempera
turen von Gas und Flüssigkeit am Gaseinlaß/Säureauslaß wesentlich sind, ist es
erwünscht, einen relativ mäßigen Flüssigkeits-Temperaturgradienten in der
Wärmerückgewinnungsabsorptionszone aufrechtzuerhalten. Der Flüssigkeits-
Temperaturgradient nimmt in der Absorptionszone in dem Maße ab, in dem das
Verhältnis der Massenströmungsgeschwindigkeiten von Flüssigkeit zu Gas zu
nimmt. Im allgemeinen sollte das Flüssigkeits/Gas-Verhältnis in der Wärme
rückgewinnungsabsorptionsstufe im Bereich von 5 bis 20 kg/kg, bevorzugt im Be
reich von etwa 8 bis 12 kg/kg liegen.
Die Fig. 2 zeigt die graphische Darstellung von Daten, welche mit einem mathe
matischen Modell den Effekt, welches die Gaseinlaßtemperatur und die Säure
austrittstemperatur in der Wärmerückgewinnungsstufe relativ zu dem Taupunkt
des eintretenden Gases auf die Nebelbildung besitzen, verdeutlichen. Wie angege
ben ist, sind die Daten für ein konstantes Flüssigkeits/Gas-Verhältnis von 10 und
für Säureaustrittstemperaturen von 199 bis 227°C aufgetragen. Vorzugsweise ist
der Parameter der X-Achse (Einlaßgas-Taupunkt-Austrittssäuretempera
tur/Einlaßgas-Temperatur-Einlaßgas-Taupunkt) nicht größer als etwa 0,5, was
einer durchschnittlichen Nebelbelastung von nicht mehr als etwa 15 g/Nm3 ent
spricht. Wenngleich der Betrieb der Wärmerückgewinnungsstufe mit hohen Ein
laßgas-Temperaturen und einem mäßigen Flüssigkeitstemperaturgradienten in
der Wärmerückgewinnungsstufe die Bildung von Nebel in diese Stufe auf ein Mi
nimum bringt, versteht es sich, daß der H2SO4-Dampfgehalt des Gases mit der
Einlaßtemperatur der Säure in die Wärmerückgewinnungsstufe zunimmt. Dieser
Dampf wird, wie oben beschrieben, in einer Kondensationsstufe zurückgewon
nen. Doch ist bei den optimalen Bedingungen für die Nebelunterdrückung in der
Wärmerückgewinnungsstufe der Dampfgehalt des aus dieser Stufe austretenden
Gases relativ hoch und kann in der Kondensationsstufe die Nebelbildung verstär
ken. Demzufolge werden insgesamt optimale Bedingungen für die Nebelunter
drückung in dem die Kondensatonsstufe verlassenden Gas dann erreicht, wenn
die in die Wärmerückgewinnungsstufe eingeführte Säure nicht wärmer ist als et
wa 220°C.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfah
rens ist in der Fig. 3 dargestellt. Schwefel wird mit nicht getrockneter Umge
bungsluft in dem Schwefelbrenner 25 verbrannt. Das feuchte Verbrennungsgas
wird durch einen Hochdruckdampfkessel 1B und dann zu der ersten Oxidations
stufe 5B eines katalytischen Konverters 3B geführt. Das aus dem ersten Katalysa
torbett 27 der Oxidationsstufe 5B austretende Gas wird durch einen Abfallwärme
kessel 29 und über ein zweites Katalysatorbett 31 zurückgeführt. Das das Bett 31
verlassende Umwandlungsgas wird durch einen Heißgas-Wärmetauscher 33 ge
führt, in dem es durch Wärmeaustausch mit aus dem Wärmerückgewinnungs
system zurückgeführten Gas abgekühlt wird, wie es weiter unten beschrieben wer
den wird. Das aus dem Wärmetauscher 33 austretende Umwandlungsgas wird dem
dritten Katalysatorbett 35 der ersten Oxidationsstufe 5 zugeführt und von dort
durch einen Überhitzer 37 geführt, in welchem der in dem Kessel 1B erzeugte Was
serdampf auf eine Temperatur oberhalb seiner Sättigungstemperatur erhitzt
wird. Aus dem Überhitzer 37 wird das heiße Umwandlungsgas, welches vorzugs
weise noch auf einer Temperatur deutlich oberhalb seines Taupunktes liegt, in
das Wärmerückgewinnungssystem eingeführt. Es versteht sich, daß der Fach
mann eine andersartige Anordnung von Kesseln und Überhitzern anwenden
wird, wenn es erwünscht ist, stark überhitzten Hochdruckdampf zu erzeugen.
Das Gas aus dem Überhitzer wird unterhalb der Wärmerückgewinnungsstufe 13B
in den Wärmerückgewinnungsturm 11B eingeführt und in der Stufe 13B mit ei
nem Schwefelsäurestrom in Kontakt gebracht wird, welcher dadurch erhalten
worden ist, daß man die an den Punkten CA und G in den Turm eingeführten Säu
reströme vereinigt. Die Temperaturen und Konzentratonen der in die Stufe 13B
eingeführten und austretenden Gase sind wie oben beschrieben. Das am Kopf der
Stufe 13B austretende Gas wird in die Kondensationsstufe 24B eingeführt, in wel
cher es mit Schwefelsäure in Kontakt gebracht wird, die an dem Punkt G einge
führt wird, zur Kondensation des Schwefelsäuredampfes und zur Absorption
restlichen Schwefeltrioxids. Die der Kondensationsstufe an der Stelle G zuge
führte Säure wird, wie nachfolgend beschrieben, aus einem Endabsorptions
turm-Säurekreislauf entnommen. Die Strömungsgeschwindigkeit der Säure in
der Kondensationsstufe 24B ist vorzugsweise relativ niedrig, so daß die Tempera
tur der aus dem Sumpf der Kondensationsstufe austretenden Säure der Tempera
tur der der Wärmerückgewinnungsstufe am Punkt CA zugeführten Säure mög
lichst angenähert ist. Bevorzugte Temperaturen für die in die Stufe 24B einge
führte Säure, Konzentrationen der in die Stufe 24B eingeführten und diese verlas
senden Säure und Temperaturen des die Stufe 24B verlassenden Gases sind jene,
die oben im Hinblick auf die Stufe 24 der Fig. 1 erläutert worden sind.
Die aus der Stufe 13B mit einer Temperatur von 190 bis 250°C austretende Säure
wird in zwei Portionen aufgeteilt, wovon eine Portion im Kreislauf durch den
Wärmetauscher 15B geführt und die andere im Kreislauf durch den Wärmetau
scher 21B gefördert wird. Der Wärmetauscher 15B ist ein Kessel mit niedrigem bis
mittlerem Druck, in welchem Wasserdampf mit einem Druck im Bereich von 300
bis 2000 kPa erzeugt wird. In dem Wärmetauscher 21B wird die Absorptionswär
me der Säure auf Kesselspeisewasser übertragen, welches dem Kessel 1B zur Erzeu
gung von Hochdruckdampf, typischerweise mit einem Druck von 40 bis 70 bar, zu
geführt wird. Die die Wärmetauscher 15B und 21B verlassenden Säureströme
werden vereinigt und an der Stelle CA oberhalb der Wärmerückgewinnungsstufe
13B in den Wärmerückgewinnungsturm 11B rückgeführt. Bevor die Säure in den
Turm eintritt, wird in der Mischstufe 39B etwa notwendiges Frischwasser zuge
setzt. Ein Nebenstrom der überströmenden Säure wird von dem vereinigten Säu
restrom abgezogen und dem Säurekreislaufsystem eines Endabsorptionsturms
zugeführt, dessen Betrieb nachfolgend erläutert wird. Vor dem Eintreten in den
Endabsorptionssäurekreislauf wird die überströmende Säure aus dem Wärme
rückgewinnungsturm durch einen Wärmetauscher 19B geführt, in der die Wärme
auf das Kesselspeisewasser übertragen wird, welches anschließend durch den
Kessel 15B und den Speisewassererhitzer 21B geführt wird.
Wenn einer der Wärmetauscher 15B und 21B zum Erhitzen von Kesselspeisewas
ser für einen Hochdruckdampfkessel verwendet wird und der andere für die Er
zeugung von Mitteldruckdampf, werden vorzugsweise zwei getrennte Wärmetau
scher anstelle des Wärmetauschers 19B vorgesehen, wobei ein solcher Wärmetau
scher für jeden der Speisewasserströme verwendet wird, um die zum Pumpen des
Kesselspeisewassers erforderliche Energie möglichst niedrig zu halten.
Das aus dem Turm 11B der Kondensationsstufe 24B austretende Gas wird in einem
Kaltgas-Wärmetauscher 41 wieder aufgeheizt und in die zweite Oxidationsstufe
7B des Konverters 3B überführt. Nach einer weiteren Umwandlung des in dem Gas
enthaltenen Schwefeldioxids zu Schwefeltrioxid wird das Gas in dem Kaltgas
wärmetauscher 41 durch Austausch der Wärme mit dem aus dem Turm 11B zu
rückkehrenden Gas abgekühlt. Das Schwefeltrioxid enthaltende Gas wird dann
durch einen Speisewasservorwärmer 43 geführt, in dem es durch Übertragung
von Wärme auf das Kesselspeisewasser weiter abgekühlt und anschließend in den
Endabsorptionsturm 45 überführt wird, in dem das Schwefeltrioxid in 98%iger
Schwefelsäure absorbiert wird. Wie oben angegeben, strömt die in dem Wärme
rückgewinnungssystem gebildete Säure durch den Kesselspeisewasservorerhit
zer 19B zu dem Säurekreislauf des Endabsorptionsturmes 45. Die durch denEnd
absorptionsturm 45 geführte Säure wird durch Abtrennung von Wärme in einem
Wärmetauscher 47 auf üblichen Absorptionstemperaturen gehalten. Das letzt
endlich erhaltene Produkt wird üblicherweise stromabwärts des Wärmetau
schers 47 aus diesem Kreislauf entnommen. Ein Teil dieses Produktes wird an der
Stelle G in den Turm 11B zurückgeführt und in der Kondensationsstufe des Wär
merückgewinnungsbetriebes benützt. Alternativ kann die Säure aus dem Wärme
rückgewinnungsstufen-Säurekreislauf in die Kondensationsstufe geführt wer
den, was jedoch die Anwendung eines zusätzlichen Kühlers erforderlich machen
würde, um diese Säure auf die gewünschte Temperatur zu bringen.
Es hat sich gezeigt, daß bestimmte Materialien für den Bau des Wärmerückgewin
nungsturmes 11 und die Wärmetauscher 15 oder 15B, 19 und 19B oder 21 und 21B
als auch Pumpen und verschiedene andere Einrichtungen, die in Kombination
mit dem Wärmerückgewinnungsturm benötigt werden, besonders gut geeignet
sind. Insbesondere haben sich bestimmte Legierungen aufgrund ihrer Korrosi
onsbeständigkeit bei den Bedingungen, unter denen der Wärmerückgewinnungs
turm, der Wärmetauscher und die Pumpen betrieben werden, als besonders bevor
zugt erwiesen. Es hat sich gezeigt, daß wenn die Säurekonzentration innerhalb
der oben angegebenen Bereiche gehalten wird, die Korrosionsraten für einen wei
ten Bereich von Eisen/Chrom-Legierungen, Nickel/Chrom-Legierungen und Ei
sen/Chrom/Nickel-Legierungen selbst bei hohen Temperaturen wesentlich
oberhalb 170°C überraschend gering sind. Wie oben angegeben, sollten die Legie
rungen, welche für die Ausbildung der Wärmetauscherröhren und anderer Vor
richtungsbauteile, die mit der heißen, konzentrierten Absorbersäure des Wärme
rückgewinnungsturmes in Kontakt kommen, aus entweder einer Chrom enthal
tenden Eisenlegierung, einer Chrom enthaltenden Eisen/Nickel-Legierung oder
einer Chrom enthaltenden Nickel-Legierung bestehen. In allen Fällen sollte die
Legierung eine austenitische, eine ferritische oder einer ferritisch/austenitische
Duplexstruktur aufweisen.
Legierungen, die für dieses Wärmerückgewinnungssystem geeignet sind, sollten
Zusammensetzungen aufweisen, welche einen Korrosionsindex (CI) ergeben, der
gemäß der folgenden Gleichung gleich oder größer als etwa 7 ist:
CI = 0,4[Cr] - 0,05[Ni] - 0,1[Mo] - 0,1[Ni] × [Mo]
worin:
[Cr] = Gewichtsprozent Chrom in der Legierung
[Ni] = Gewichtsprozent Nickel in der Legierung
[Mo] = Gewichtsprozent Molybdän in der Legierung.
[Ni] = Gewichtsprozent Nickel in der Legierung
[Mo] = Gewichtsprozent Molybdän in der Legierung.
Vorzugsweise ist der oben definierte Korrosionsindex CI größer als 8. Wie sich aus
der Gleichung ergibt, ist es bevorzugt, Legierungen zu vermeiden, welche einen ho
hen Gehalt an sowohl Nickel als auch Molybdän aufweisen. Legierungen, die je
doch einen hohen Gehalt an Nickel aufweisen und einen sehr geringen Molybdän
gehalt besitzen oder einen niedrigen Nickelgehalt und einen mittleren Gehalt von
Molybdän aufweisen, sind jedoch geeignet.
Für Legierungen des oben angegebenen Typs sind industriell annehmbare Korro
sionsraten eine wirtschaftliche Frage. Im allgemeinen sollten solche Legierun
gen in 99%iger Säure bei 170°C eine Korrosionsrate oder Korrosionsgeschwin
digkeit von nicht mehr als 0,15 mm oder vorzugsweise nicht mehr als 0,10 mm
pro Jahr aufweisen. Neben der Abhängigkeit von allgemein wirtschaftlichen
Faktoren, welche die Wirtschaftlichkeit einer bestimmten Anlage bestimmen,
variiert die annehmbare Korrosionsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der
Vorrichtung, für die die Legierung ausgewählt wird. Für Wärmetauscherröhren
liegt eine annehmbare Korrosionsgeschwindigkeit im allgemeinen im Bereich
von 0,05 bis 0,08 mm pro Jahr, wenngleich eine etwas höhere Korrosionsge
schwindigkeit in Abhängigkeit von den Energiekosten gerechtfertigt sein mag.
Auch für Leitungen, Pumpen, Tanks, Verteiler oder die Hülle des Absorptionstur
mes können geringfügig bis mäßig höhere Korrosionsgeschwindigkeiten tole
riert werden. In Abhängigkeit von den Korrosionsdaten, die bei der Entwicklung
des erfindungsgemäßen Verfahrens ermittelt wurden, hat es sich gezeigt, daß
nichtrostende Stahllegierungen im allgemeinen gegenüber Nickellegierungen
für jene Vorrichtungen bevorzugt sind, die in dem Wärmerückgewinnungsturm
der Absorbersäure bei einer Temperatur von oberhalb 170°C ausgesetzt sind.
Ein bevorzugtes Material ist der nichtrostende Stahl 304L (U.N.S. No. S30 403).
Weitere bevorzugte Materialien schließen den nichtrostenden Stahl 309S (U.N.S
No. S30 908) und den nichtrostenden Stahl 310S (U.N.S. Nr. S31 008), die unter
dem Handelsnamen E-Brite von der Firma Allegheny Ludlum Steel vertriebene
Legierung (U.N.S No. S44 627), die unter dem Handelsnamen 29-4-2 von der Fir
ma Allegheny Ludlum Steel vertriebene Legierung (U.N.S No. 44 800), die unter
dem Handelsnamen Ferralium 255 von der Firma Haynes International ver
triebene Legierung (U.N.S No. S32 550) und die unter dem Handelsnamen SAF
2304 von der Firma Sandvik vertriebene Legierung (U.N.S. No. S32 304) ein. Wie
ganz allgemein durch die Legierung 29-4-2, die Legierung 26-1, die Legierung 255,
dem nichtrostenden Stahl 304L, dem nichtrostenden Stahl 309S, die Legierung
SAF2304 und den nichtrostenden Stahl 310S verdeutlicht wird, enthalten die be
vorzugten Legierungen zwischen etwa 18 und etwa 30 Gew.-% Chrom, bis zu etwa
22 Gew.-% Nickel, bis zu etwa 4 Gew.-% Molybdän und als Rest im wesentlichen
Eisen. Weiterhin können andere übliche Legierungselemente in geringeren An
teilen vorhanden sein.
Wenngleich die Legierungen des oben beschriebenen Typs die bevorzugten Bau
materialien darstellen, können in gewissen Fällen herkömmliche Baumateria
lien für den Wärmerückgewinnungsturm kostengünstiger sein. In solchen Fällen
der Wärmerückgewinnungsturm aus Kohlenstoffstahl gebaut und mit einem Ke
ramikmaterial ausgekleidet werden, um den Kohlenstoffstahl vor dem korrosi
ven Angriff der Schwefelsäure zu schützen. Eine solche Konstruktion ist sehr
ähnlich derjenigen, die für herkömmliche Absorptionstürme angewandt wird.
Im Fall der Wärmetauscher 15 oder 21 kann man entweder den gesamten Wärme
tauscher oder lediglich die Einrichtungen zur Übertragung der Wärme von der
Säure auf das Wärmeübertragungsfluid, beispielsweise die Röhren, die Röhren
mäntel, die Kanäle eines Mantel/Röhren-Austauschers aus der korrosionsbe
ständigen Legierung herstellen.
Im letzteren Fall wird die Säure durch die Röhren des Wärmetauschers geführt, so
daß der Mantel aus einem relativ kostengünstigen Material, wie einem weichen
unlegierten Stahl ausgebildet werden kann, da er lediglich ein relativ wenig kor
rosives Kühlfluid umschließt.
Aus den obigen Ausführungen ist ersichtlich, daß die oben angegebene Aufgabe
durch das erfindungsgemäße Verfahren gelöst wird und weitere vorteilhafte Er
gebnisse erhalten werden.
Claims (31)
1. Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure durch katalytische Oxidati
on eines Schwefeldioxid enthaltenden feuchten Gases unter Bildung eines feuch
ten Umwandlungsgases und Inkontaktbringen des feuchten Umwandlungsgases
mit Schwefelsäure zur Bildung von Schwefelsäure durch Absorption von Be
standteilen des feuchten Umwandlungsgases in dem Schwefelsäurestrom, da
durch gekennzeichnet, daß man
- - das feuchte Umwandlungsgas in einer Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe mit Schwefelsäure in Kontakt bringt, um die Absorption zu bewirken und die Ab sorptionswärme zu erzeugen, wobei das in diese Stufe eingeführte feuchte Gas eine Temperatur oberhalb seines Taupunktes und ein Mol.-Verhältnis von Schwefel trioxid zu Wasserdampf von mindestens etwa 0,95 aufweist, die Schwefelsäure mit einer Tempratur von mindestens etwa 170°C und einer Konzentration zwi schen etwa 98,5% und etwa 99,5% in diese Stufe eingeführt wird und der aus der Absorptionsstufe abgeführte Schwefelsäurestrom eine Temperatur von minde stens etwa 190°C und eine Konzentration von zwischen etwa 99% und etwa 100% aufweist;
- - die Absorptionswärme in einem Wärmetauscher durch Wärmeübertragung auf ein anderes Fluid in nützlicher Form aus dem abgeführten Säureabsorptions strom zurückgewinnt, wobei das andere Fluid auf eine Temperatur von minde stens etwa 140°C erhitzt wird; und
- - das aus der Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe austretende Gas in einer Kondensationsstufe zur Absorption restlichen Schwefeltrioxids und zur Konden sation der Schwefelsäuredämpfe mit Schwefelsäure in Kontakt bringt, wobei der Kontakt in der Kondensationsstufe durchgeführt wird, bevor das austretende Gas entweder durch das Verfahren erschöpft oder zur Bildung zusätzlichen Schwefel trioxids katalytisch oxidiert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas sowohl
in der Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe als auch in der Kondensations
stufe im Gegenstrom zu der Schwefelsäure geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Taupunkt
des in die Wärmerückgewinnungsstufe eintretenden, Schwefeltrioxid enthalten
den Gases die Temperatur des am Ausgang der Wärmerückgewinnungsstufe aus
tretenden Schwefelsäurestroms um nicht mehr als etwa 40°C übersteigt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
des in die Wärmerückgewinnungsstufe eintretenden, Schwefeltrioxid enthalten
den Gases den Taupunkt des Gases um mindestens etwa 50°C übersteigt.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
des in die Wärmerückgewinnungsstufe eintretenden, Schwefeltrioxid enthalten
den Gases zwischen etwa 300°C und etwa 470°C liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefel
säure mit einer Temperatur zwischen etwa 170°C und etwa 220°C in einer Konzen
tration zwischen etwa 98,5% und etwa 99,5% in die Wärmerückgewinnungsab
sorptionsstufe eingeführt und mit einer Temperatur von zwischen etwa 190°C und
etwa 250°C und einer Konzentration zwischen etwa 99% und etwa 100% aus der
Wärmerückgewinnungsstufe abgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der der Konden
sationsstufe zugeführte Säurestrom eine Konzentration zwischen etwa 98% und
etwa 100% und eine Temperatur von etwa 65°C und etwa 120°C aufweist und die
aus der Kondensationsstufe abgeführte Säure eine Temperatur besitzt, die die
Temperatur des der Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe zugeführten Schwe
felsäurestroms annähernd entspricht.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Wär
merückgewinnungsabsorptionsstufe als auch die Kondensationsstufe einen ge
packten Abschnitt innerhalb eines Wärmerückgewinnungsturmes umfaßt, wo
bei die Kondensationsstufe innerhalb des Turmes oberhalb der Wärmerückge
winnungsabsorptionsstufe angeordnet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwefeltri
oxid enthaltende Gas in der ersten Oxidationsstufe eines katalytischen Konver
ters mit einer Vielzahl von Stufen hergestellt wird und durch Hindurchführen
durch einen Dampfüberhitzer auf eine Temperatur zwischen etwa 300°C und etwa
470°C abgekühlt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Flu
id, welches in den Wärmetauscher eingeführt wird, eine Flüssigkeit ist und die
Übertragung der Wärme auf das andere Fluid zu einem Verdampfen des anderen
Fluids führt, so daß das andere Fluid beim Austreten aus dem Wärmetauscher ei
nen Dampf umfaßt.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der abgeführte
Säurestrom aufgeteilt wird, wobei ein Teil durch einen Kessel zur Erzeugung von
Dampf mit einem Druck von weniger als 12 bar und der andere Teil durch einen
zweiten Wärmetauscher, in welchem Kesselspeisewasser für die Herstellung von
Dampf mit einem Druck von mehr als 12 bar vorerhitzt wird, geführt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetau
scher Einrichtungen zur Übertragung der Wärme von der Schwefelsäure auf das
andere Fluid umfaßt, wobei die Art des Materials der Wärmeübertragungsein
richtung derart ausgewählt ist, daß es eine Korrosionsgeschwindigkeit in 994%
iger Schwefelsäure bei 170°C von nicht mehr als etwa 0,10 mm pro Jahr aufweist.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Baumaterial
für die Herstellung der Wärmeübertragungseinrichtungen eine Eisen/Chrom-Le
gierung, eine Nickel/Chrom-Legierung oder eine Eisen/Chrom/Nickel-Legierung
mit einer Zusammensetzung eingesetzt wird, die einem Korrosionsindex CI von
7 gemäß der folgenden Beziehung entspricht:
CI = 0,4[Cr] - 0,05[Ni] - 0,1[Mo] - 0,1[Ni] × [Mo]worin:[Cr] = Gewichtsprozent Chrom in der Legierung
[Ni] = Gewichtsprozent Nickel in der Legierung
[Mo] = Gewichtsprozent Molybdän in der Legierungbedeuten.
[Ni] = Gewichtsprozent Nickel in der Legierung
[Mo] = Gewichtsprozent Molybdän in der Legierungbedeuten.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Baumateri
al aus der Gruppe von Legierungen ausgewählt wird, die nichtrostenden Stahl 304,
nichtrostenden Stahl 309S, nichtrostenden Stahl 310S, nichtrostenden Stahl
26-1, die Legierung SAF 2304 und nichtrostenden Stahl 29-4-2 umfaßt.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als anderes
Fluid Wasser verwendet wird und in dem Wärmetauscher Wasserdampf erzeugt
wird.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwefeldi
oxid enthaltende feuchte Gas durch Verbrennen von Schwefel in nicht getrockne
ter Luft hergestellt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwefel
dioxid enthaltende, feuchte Gas durch Verbrennen von Schwefel in Umgebungs
luft hergestellt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas und
Schwefelsäure im Gleichstrom durch sowohl die Wärmerückgewinnungsabsorp
tionsstufe als auch die Kondensationsstufe geführt werden.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Taupunkt
des in die Wärmerückgewinnungsstufe eintretenden Schwefeltrioxid enthalten
den Gases die Temperatur des aus dem Ausgang der Wärmerückgewinnungsstufe
abgeführten Schwefelsäurestroms um nicht mehr als etwa 40°C übersteigt.
20. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
des in die Wärmerückgewinnungsstufe eintretenden, Schwefeltrioxid enthalten
den Gases den Taupunkt des Gases um mindestens etwa 50°C übersteigt.
21. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
des in die Wärmerückgewinnungsstufe eintretenden, Schwefeltrioxid enthalten
den Gases zwischen etwa 300°C und etwa 470°C liegt.
22. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefel
säure mit einer Temperatur zwischen etwa 170°C und etwa 220°C in einer Konzen
tration zwischen etwa 98,5% und etwa 99,5% in die Wärmerückgewinnungsab
sorptionsstufe eingeführt und mit einer Temperatur zwischen etwa 190°C und et
wa 250°C und einer Konzentration zwischen etwa 99% und etwa 100% aus der Wär
merückgewinnungsstufe abgeführt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der der Kon
densationsstufe zugeführte Säurestrom eine Konzentration zwischen etwa 98%
und etwa 100% und eine Temperatur zwischen etwa 65°C und etwa 120°C aufweist
und die aus der Kondensationsstufe abgeführte Säure eine Temperatur aufweist,
die der Temperatur des der Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe zugeführten
Schwefelsäurestroms angenähert ist.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die
Wärmerückgewinnungsabsorptionsstufe als auch die Kondensationsstufe einen
gepackten Abschnitt innerhalb eines Wärmerückgewinnungsturmes umfaßt,
wobei die Kondensationsstufe in dem Turm oberhalb der Wärmerückgewin
nungsabsorptionsstufe angeordnet ist.
25. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Flu
id, welches in den Wärmetauscher eingeführt wird, eine Flüssigkeit ist und die
Übertragung der Wärme auf das andere Fluid zu einem Verdampfen des anderen
Fluids führt, so daß das andere Fluid beim Austreten aus dem Wärmetauscher ei
nen Dampf umfaßt.
26. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der abgeführte
Säurestrom aufgeteilt wird, wobei ein Teil durch einen Kessel zur Erzeugung von
Dampf mit einem Druck von weniger als 12 bar und der andere Teil durch einen
zweiten Wärmetauscher, in welchem Kesselspeisewasser für die Herstellung von
Dampf mit einem Druck von mehr als 12 bar vorerhitzt wird, geführt werden.
27. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetau
scher Einrichtungen zur Übertragung der Wärme von der Schwefelsäure auf das
andere Fluid umfaßt, wobei die Art des Materials der Wärmeübertragungsein
richtung derart ausgewählt ist, daß es eine Korrosionsgeschwindigkeit in 99%
iger Schwefelsäure bei 170°C von nicht mehr als etwa 0,10 mm pro Jahr aufweist.
28. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß als Baumateri
al für die Herstellung der Wärmeübertragungseinrichtungen eine Eisen/Chrom-
Legierung, eine Nickel/Chrom-Legierung oder eine Eisen/Chrom/Nickel-Legie
rung mit einer Zusammensetzung eingesetzt wird, die einem Korrosionsindex (CI)
von 7 gemäß der folgenden Beziehung entspricht:
CI = 0,4[Cr] - 0,05[Ni] - 0,1[Mo] - 0,1[Ni] × [Mo]worin:[Cr] = Gewichtsprozent Chrom in der Legierung
[Ni] = Gewichtsprozent Nickel in der Legierung
[Mo] = Gewichtsprozent Molybdän in der Legierungbedeuten.
[Ni] = Gewichtsprozent Nickel in der Legierung
[Mo] = Gewichtsprozent Molybdän in der Legierungbedeuten.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Baumateri
al aus der Gruppe von Legierungen ausgewählt wird, die nichtrostenden Stahl 304,
nichtrostenden Stahl 309S, nichtrostenden Stahl 310S, nichtrostenden Stahl
26-1, die Legierung SAF 3204 und nichtrostenden Stahl 29-4-2 umfaßt.
30. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß als anderes
Fluid Wasser verwendet wird und in dem Wärmetauscher Wasserdampf erzeugt
wird.
31. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwefel
trioxid enthaltende Gas in der ersten Oxidationsstufe eines katalytischen Kon
verters mit einer Vielzahl von Stufen hergestellt wird und durch Hindurchführen
durch einen Dampfüberhitzer auf eine Temperatur zwischen etwa 300°C und etwa
470°C abgekühlt wird.
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