DE4018558C2 - Vorrichtung zur Messung der Kräfte und Momente ruhender und bewegter Objekte - Google Patents
Vorrichtung zur Messung der Kräfte und Momente ruhender und bewegter ObjekteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
In verschiedenen Bereichen der Technik sind die Kräfte und
Momente ruhender und bewegter Objekte zu messen. Als typi
sches Beispiel hierfür diene die Messung der Kräfte und Mo
mente ruhender und bewegter Flugobjekte im Windkanal. Dazu
stehen sogenannte "Meßwaagen" zur Verfügung, z. B. "Pyramiden
waagen" (Deutsches Patentamt, Offenlegungsschrift 29 26 213).
Andere Lösungen sind in
"ATZ Automobiltechnische Zeitschrift 87 (1985) 1, S. 31-36" beschrieben. Die dort vorgestellten "Plattformwaagen" in 6 und 7 Komponenten erfordern sehr großen Materialaufwand, insbeson dere im Bereich ihrer Fundamentierungen. Im dortigen Bild 3 ist die externe Waage der DNW dargestellt. Hier bestehen teil weise fachwerkartige Strukturen. Jedoch gibt es auch Meßkräfte aufnehmende Stiele, welche in Anströmrichtung verlaufen, sie münden nicht in die Knotenpunkte bestehender Fachwerkstäbe. Dadurch müssen Momente beherrscht werden, die weitere Fachwerk strukturen sowie eine aufwendige Fundamentierung erforderlich machen.
"ATZ Automobiltechnische Zeitschrift 87 (1985) 1, S. 31-36" beschrieben. Die dort vorgestellten "Plattformwaagen" in 6 und 7 Komponenten erfordern sehr großen Materialaufwand, insbeson dere im Bereich ihrer Fundamentierungen. Im dortigen Bild 3 ist die externe Waage der DNW dargestellt. Hier bestehen teil weise fachwerkartige Strukturen. Jedoch gibt es auch Meßkräfte aufnehmende Stiele, welche in Anströmrichtung verlaufen, sie münden nicht in die Knotenpunkte bestehender Fachwerkstäbe. Dadurch müssen Momente beherrscht werden, die weitere Fachwerk strukturen sowie eine aufwendige Fundamentierung erforderlich machen.
Auch die Befestigung der Objekte erfolgt nicht über Fachwerks
knoten sondern momentenbehaftet über Biegeträger, was zur
Reduzierung elastischer Verformungen wieder überschwere Struk
turen erfordert.
Für die Bewegung der Objekte ist in dem zitierten ATZ-Bericht
keine Lösung angegeben.
Die bekannten Meßwaagen haben einen oder mehrere der folgenden
Nachteile:
- - Die Kräfte und Momente der Prüfobjekte werden nicht voll ständig in allen 6 Komponenten erfaßt, Reibungseinflüsse, Kraftnebenschlüsse und statische Überbestimmtheiten führen zu Verfälschungen.
- - Eine geführte Bewegung der Objekte in allen 6 Freiheits graden der Bewegung ist nicht vollständig möglich.
- - Die Kraftübertragung zwischen der Kraftmeßeinrichtung und der Bewegungseinrichtung sowie zwischen Prüfobjekt und Vorrichtung erfolgt statisch ungünstig, so daß schwer ge baute, wenig steife und schwingungsanfällige Vorrichtungen bestehen, die sowohl hohe Kosten verursachen, als auch ver schlechterte Meßqualität zur Folge haben.
- - Die Eignung für unterschiedliches Einsatzspektrum, z. B. für Messung in freier Strömung einerseits und im Bodeneffekt an dererseits ist mangelhaft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer gattungs
gemäßen Vorrichtung nicht nur die ungünstige Statik der
Krafteinleitung zu vermeiden, sondern auch größtmögliche Bewe
gungsfähigkeit zu erzielen, wobei gleichzeitig eine flexible
Anpassung der Vorrichtung an unterschiedlichste Meß- und Bewe
gungsaufgaben möglich sein soll.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwei Oktaeder-Fachwerke
O₁ und O₂ an den Knoten IV, V, VI und VII, VIII, IX fach
werkartig miteinander verbunden sind, wobei im Oktaeder-
Fachwerk O₁ in die von den Knoten IV, V, VI zu den Knoten
I, II, III verlaufenden Stäbe Kraftmesser K eingebaut sind,
und wobei im Oktaeder-Fachwerk O₂ in die von den Knoten
VII, VIII, IX zu den Knoten X, XI, XII verlaufenden Stäbe
Longitudinalbeweger L eingebaut sind, und wobei die Befesti
gung von Vorrichtung und Objekten an jeweils einer oder mehre
ren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z₁, Z₂ erfolgt.
Die fachwerkartige Verbindung der zwei Oktaeder-Fachwerke O1
und O2 zu einem einheitlichen Gesamtfachwerk gestattet die
einheitliche Kraftmessung und Bewegungserzeugung in den je
weils natürlich vorgegebenen 6 Komponenten der Kraft und der
Bewegung: In den 6 Stäben, welche sich zwischen den Oktaeder-
Ebenen Z1 und A befinden, werden die 6 Kraftkomponenten gemes
sen, und in den 6 Stäben, welche sich zwischen den Oktaeder-
Ebenen Z2 und B befinden, werden durch Längenänderung die 6 Frei
heitsgrade der Bewegung erzeugt. Die einheitliche Kraftmes
sung und Bewegungserzeugung in den zwei statisch bestimmten
Oktaederfachwerken bedeuten genauest mögliche Kraftmessung
und Bewegungserzeugung einerseits und größte Festigkeit und
Steifigkeit andererseits bei geringstmöglichem Aufwand.
Infolge der Geometrie eines Oktaeders entstehen auf den Okta
eder-Ebenen A, B, Z1, Z2 im Dreieck angeordnete Knoten, welche
die Lage der genannten Ebenen fixieren. Hierdurch sind diese
Ebenen geeignet sowohl zur momentenfesten Verankerung der
ganzen Vorrichtung als auch zur momentenfesten Aufnahme der
Objekte, insbesondere zur Befestigung schwerster Prüfobjekte,
z. B. kompletter Original-Flugzeuge.
Eine Ausgestaltung der Erfindung vermeidet ein Zwischenfach
werk, indem die Oktaeder-Fachwerke O1 und O2 ohne weitere Stä
be direkt an den Knoten ihrer Oktaeder-Ebenen Z1 und Z2 mitei
nander fachwerkartig zu einem Gesamtfachwerk verbunden sind.
Hierdurch wird eine besonders kurze, einfache und steife Vor
richtung erzielt. Auch eine kurze Bauform des Oktaeder-Fach
werks O1 ergibt sich dann, wenn nach einer weiteren Ausgestal
tung der Erfindung die Stäbe 1, 3, 5 oder 2, 4, 6 senkrecht auf
der Oktaeder-Ebene Z1 stehen und gleiche Länge haben. Es ist
dann möglich, daß als Kraftmesser dienende, beidseitig gelen
kig gelagerte Kraftmeßdosen die Länge der genannten senkrecht
stehenden Stäbe bilden, so daß die zur Oktaeder-Ebene Z1 senk
rechte Ausdehnung des Oktaeder-Fachwerks O1 nur etwas mehr
als die Höhe einer Kraftmeßdose beträgt. Eine besonders ein
fache Ausgestaltung der Erfindung besteht dann, wenn die Stäbe
1, 2, 3, 4, 5, 6 gleiche Länge haben, denn dann läßt sich das Okta
eder-Fachwerk 0 1 einerseits aus identischen Teilen aufbauen,
andererseits kann durch den Betrag der gewählten Stablänge
eine Anpassung der vom Prüfobjekt erzeugten Kräfte und Momente
an den Meßbereich der Kraftmesser K erfolgen.
Es ist nicht immer nötig, die jeweils drei Knoten der Okta
eder-Ebenen A, B, Z1, Z2 durch in diesen Ebenen verlaufende Stäbe
oder Balken der Vorrichtung miteinander zu verbinden, viel
mehr kann die Verbindungsaufgabe auch von den Objekten selbst
übernommen werden, wie es eine weitere Ausgestaltung der Erfin
dung vorsieht.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung werden an einer
oder mehreren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 strömungsbeein
flussende Objekte, z. B. aerodynamische Leitflächen befestigt.
Diese können z. B. zur Abschirmung der Vorrichtung vor Stör
einflüssen dienen, oder als Leitflächen zur Erzeugung eines
aerodynamischen Bodeneffekts.
Eine typische Ausgestaltung der Erfindung besteht dann, wenn
die Vorrichtung an der Oktaeder-Ebene B verankert ist - z. B.
am Boden eines Windkanals, und wenn an der Oktaeder-Ebene A
das Prüfobjekt, z. B. ein Flugzeug befestigt ist. In diesem
Fall ist es nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
vorteilhaft, wenn Objekte, welche die Bewegung messen und
aufzeichnen, z. B. Wegmesser, Winkelmesser, Beschleunigungs
messer, Kameras an der Oktaeder-Ebene Z1 befestigt sind, denn
dann befinden sie sich in bester Meßposition, nah am Prüf
objekt und mitbewegt, jedoch noch unterhalb der Kraftmesser K,
so daß die an diesen Objekten wirkenden Kräfte und Momente
keinen verfälschenden Einfluß auf die Kräfte und Momente der
Prüfobjekte ausüben können.
Die Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 werden jeweils durch drei Knoten
in Position gehalten. Dieses Knoten-Dreieck eignet sich
nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zur Veranke
rung von Tragarmen, welche entlang der Winkelhalbierenden des
Knoten- Dreiecks verlaufen, und auf welchen Objekte befestigt
sind. Solche Tragarme leiten die Kräfte und Momente auch
sperriger Objekte statisch günstig in die Struktur der Vor
richtung ein. Auch wenn die Tragarme das Knoten-Dreieck, auf
dem sie befestigt sind, unter der Kraft der Objekte verformen,
so bleiben doch die Knoten selbst in ihrer Lage unverändert, so
daß die Bewegungslage und die Messung der Kräfte und Momente
unverfälscht bleiben.
Die letzte beschriebene Ausgestaltung der Erfindung betrifft
ihren Einsatz zur Messung der Kräfte und Momente von Prüfobjekten
im Bodeneffekt nach Anspruch 11. Das Knoten-Dreieck der Oktaeder-
Ebene Z1 ist hier ein gleichseitiges Dreieck, wobei auf ihm ent
lang aller seiner Winkelhalbierenden strahlenförmig nach außen
weglaufende Tragarme befestigt sind.Werden konzentrisch zum Mit
telpunkt dieses Knoten-Dreiecks auf den Tragarmen Trapez-Paneele
befestigt, so ergibt sich eine regelmäßige Sechseckfläche belie
biger Ausdehnung. Diese simuliert durch ihre Nähe zum Prüfobjekt
den Bodeneffekt, ohne daß die an ihr wirkenden Kräfte und Momen
te die Kraftmesser K beeinflussen, so daß die Messung der Kräfte
und Momente des Prüfobjekts unverfälscht bleibt. Die Sechseck
fläche simuliert jedoch nicht nur den potentialtheoretischen
Bodeneffekt nach dem Spiegelungsprinzip der Aerodynamik. Eine
Schrägstellung oder Drehbewegung der Sechseckfläche erzeugt näm
lich überdies einen Gradienten der auf das Prüfobjekt einwirken
den Anströmgeschwindigkeit, wie er beim natürlichen Wind in Boden
nähe auftritt. Damit erlaubt die Vorrichtung die bisher nicht
mögliche naturgetreue Untersuchung von Schiffsegeln, Windener
gieanlagen und Gebäudemodellen.
Die Erfindung ist nicht nur einsetzbar für Strömungsuntersuchun
gen im Windkanal oder auf einem Meßfahrzeug, sondern überall,
wo Kräfte und Momente unter Bewegung erzeugt und gemessen werden,
z. B. in der Produktionstechnik. Ein weites Einsatzfeld könnte der
Erfindung auch daraus erwachsen, daß sie zur experimentellen
Bestimmung der Trägheitsmomente und des Schwingungsverhaltens
kompletter Systeme eingesetzt wird.
Verschiedene Ausführungen der Erfindung werden nachfolgend an
hand der Abbildungen besprochen. Es zeigt
Fig. 1 Die Vorrichtung mit Zwischenfachwerk Z.
Fig. 2 Die Vorrichtung ohne Zwischenfachwerk.
Fig. 3 Die Vorrichtung mit senkrecht zur Oktaeder-Ebene Z1 ver
laufenden Stäben, sowie mit Tragarmen zur Befestigung
eines Flugzeugs.
Fig. 4 Die Vorrichtung auf einem Meßwagen mit Sechseckfläche
zur Simulation des Bodeneffekts.
In Fig. 1 ist das Oktaeder-Fachwerk O1 mit dem Oktaeder-Fach
werk O2 durch das Zwischenfachwerk Z verbunden, welches hier
ebenfalls als Oktaeder-Fachwerk ausgebildet ist. Das Zwischen
fachwerk Z verbindet die Knoten IV, V, VI von O1 mit den Knoten
VII, VIII, IX von O2 fachwerkartig, so daß eine äußerst feste
und steife Verbindung besteht. Im Oktaeder-Fachwerk O1 sind
die einander gegenüberliegenden Oktaeder-Ebenen Z1 und A durch
die an ihren Enden gelenkig gelagerten Stäbe 1 bis 6 mitei
nander verbunden, wobei in diese Stäbe Kraftmesser K, hier
als Kraftmeßdosen dargestellt, eingebaut sind. Die Oktaeder-
Ebene A, welche durch die Knoten I, II, III definiert ist, hat
mit der Oktaeder-Ebene Z1 eine statisch bestimmte Verbindung,
wobei alle Kräfte dieser Verbindung über die Stäbe 1 bis 6 ge
messen werden. Sind also Prüfobjekte auf der Oktaeder-Ebene A
befestigt, so werden deren Kräfte und Momente gegenüber der
Oktaeder-Ebene Z1 vollständig und mit höchster Genauigkeit er
faßt. Dieselbe Aussage gilt auch dann, wenn die Prüfobjekte auf
der Oktaeder-Ebene B befestigt sind, und die Vorrichtung z. B. an
der Oktaeder-Ebene A verankert ist, auch dann ist die Kraftüber
tragung zwischen den Oktaeder-Ebenen A und B statisch bestimmt,
und die Kräfte werden vollständig gemessen. Das Oktaeder-Fach
werk O2 ist analog aufgebaut wie O1, wobei die 6 Stäbe von den
Knoten X, XI, XII der Oktaeder-Ebene B zu den Knoten VII, VIII, IX
der Oktaeder-Ebene Z2 verlaufen. In diese 6 Stäbe sind Longitudi
nalbeweger L eingebaut, hier als elektromotorische Spindelan
triebe dargestellt. Mit den 6 Longitudinalbewegern lassen
sich durch die frei wählbare Längeneinstellung der 6 Stäbe
wie beim Flugsimulator beliebige Lage- und Bewegungszustände
erzeugen.
Fig. 2 zeigt die Ausgestaltung der Erfindung, wenn das Zwischen
fachwerk Z ganz weggelassen wird, so daß die zwei Oktaeder-Fach
werke O1 und O2 unmittelbar fachwerkartig miteinander verbunden
sind. Die Oktaeder-Ebene Z2 ist damit überflüssig, ihre Aufgabe
wird von der Oktaeder-Ebene Z1 mit übernommen. Die Knoten der
Oktaeder-Ebene Z2 können aus Gründen der gegenseitigen Behinde
rung im praktischen Fall kaum mit denen der Oktaeder-Ebene Z1
zusammenfallen, so daß im dargestellten Beispiel die Knoten
IV, V, VI etwas oberhalb der Oktaeder-Ebene Z1 sich befinden,
und die Knoten VII, VIII, IX etwas unterhalb davon. Die Longi
tudinalbeweger L sind hier als hydraulische Linearantriebe dar
gestellt. Das Prüfobjekt kann an der Oktaeder-Ebene A befestigt
sein, die Vorrichtung an der Oktaeder-Ebene B. Jedoch ist auch
eine umgekehrte Montage durchführbar: Die Vorrichtung ist an
der Oktaeder-Ebene A z. B. am Boden eines Windkanals verankert,
das Prüfobjekt ist an der Oktaeder-Ebene B befestigt. A, B, Z1, Z2
sind zur optischen Hervorhebung schraffiert gezeichnet.
In Fig. 3 ist die Vorrichtung an der Oktaeder-Ebene B am Boden E
z. B. eines Windkanals verankert. Die Stäbe 1, 3, 5 verlaufen senk
recht zur Oktaeder-Ebene Z1 und sind gleich lang, wodurch die
Verlaufsrichtung der Stäbe 2, 4, 6 bereits festgelegt ist. Auf
der Oktaeder-Ebene A sind entlang den 3 Winkelhalbierenden W
verlaufende Tragarme HA befestigt, auf welchen das Prüfobjekt,
hier ein Flugzeug O verankert ist. An der Oktaeder-Ebene Z1
ist entlang einer Winkelhalbierenden ein Tragarm HZ1 befe
stigt, auf welchem ihrerseits Windrichtungsmesser M befestigt
sind. Weiter sind auf der Oktaeder-Ebene Z1 Beschleunigungsmes
ser C befestigt, welche die Bewegungsbeschleunigung in mehre
ren Komponenten messen. Indem der Tragarm HZ1 sowie die Objekte
M und C zur Messung der Bewegung auf der Oktaeder-Ebene Z1 be
festigt sind, machen sie wunschgemäß die Bewegung des Prüf
objekts vollständig mit, ohne jedoch durch ihre eigenen Kräfte
und Momente die Messung der Kräfte und Momente des Prüfobjekts
zu stören.
Im Ausgestaltungsbeispiel der Fig. 4 ist die Vorrichtung an
ihrer Oktaeder-Ebene B auf einem Meßwagen F verankert, wobei
die Struktur des Meßwagendachs den Abstand der Knoten X, XI, XII
voneinander aufrechterhält. Die Knoten IV, V, VI der Oktaeder-
Ebene Z1 bilden ein gleichseitiges Dreieck, auf welchem ent
lang aller seiner Winkelhalbierenden Tragarme HZ1 befestigt
sind. Diese Tragarme bilden damit die Diagonalen eines regel
mäßigen Sechsecks, auf ihnen werden mit 60° zu ihrer Symme
trieachse angeschrägte Trapez-Paneele P konzentrisch zum
Mittelpunkt des Knotendreiecks IV, V, VI angeordnet und be
festigt. Auf der Oktaeder-Ebene A verläuft entlang einer Winkel
halbierenden ein Tragarm HA, auf welchem das Prüfobjekt, hier ein
Segel S befestigt ist.
Die konzentrisch angeordneten Paneele bilden eine zusammenhän
gende Plattform, welche den aerodynamischen Einfluß der Wasser
fläche auf das Prüfobjekt simuliert, ohne daß die großen Kräfte
und Momente dieser Plattform auf die Kraftmesser K einwirken, so
daß die unverfälschten Kräfte und Momente des Segels S gemessen
werden. Indem die Plattform über die Tragarme HZ1 fest mit der
Oktaeder-Ebene Z1 verbunden ist, bleibt auch bei Aktivierung der
Longitudinalbeweger L eine feste Zuordnung zwischen Plattform
und Segel erhalten. Durch entsprechende Aktivierung der Longitudi
nalbeweger L läßt sich damit für das Segel S jede beliebige Wind
anströmung in Bodennähe simulieren, bis hin zur Simulierung des
bisher im Windkanal nicht herstellbaren Windgradienten im Boden
effekt.
Nachfolgend die Auflistung und Erläuterung der verwendeten
Bezugszeichen.
A Oktaeder-Ebene A
B Oktaeder-Ebene B
C Beschleunigungsmesser
E Boden, z. B. eines Windkanals
F Meßwagen
HA Tragarm, befestigt auf Oktaeder-Ebene A
HZ₁ Tragarm, befestigt auf Oktaeder-Ebene Z₁
K Kraftmesser
L Longitudinalbeweger
M Windrichtungsmesser
O Flugzeug (Prüfobjekt)
O₁ Oktaeder-Fachwerk (Kraftmessung)
O₂ Oktaeder-Fachwerk (Bewegungserzeugung)
P symmetrisches Trapez-Paneel, mit 60° angeschrägt
S Segel (Prüfobjekt)
W Winkelhalbierende eines Knoten-Dreiecks auf Oktaeder-Ebene A, B, Z₁, Z₂
Z Zwischenfachwerk zwischen O₁ und O₂
Z₁ Oktaeder-Ebene Z₁
Z₂ Oktaeder-Ebene Z₂
1, 2, 3, 4, 5, 6 Stäbe im Oktaeder-Fachwerk O₁
I, II, III Knoten, welche die Oktaeder-Ebene A definieren
IV, V, VI Knoten, welche die Oktaeder-Ebene Z₁ definieren
VII, VIII, IX Knoten, welche die Oktaeder-Ebene Z₂ definieren
X, XI, XII Knoten, welche die Oktaeder-Ebene B definieren
B Oktaeder-Ebene B
C Beschleunigungsmesser
E Boden, z. B. eines Windkanals
F Meßwagen
HA Tragarm, befestigt auf Oktaeder-Ebene A
HZ₁ Tragarm, befestigt auf Oktaeder-Ebene Z₁
K Kraftmesser
L Longitudinalbeweger
M Windrichtungsmesser
O Flugzeug (Prüfobjekt)
O₁ Oktaeder-Fachwerk (Kraftmessung)
O₂ Oktaeder-Fachwerk (Bewegungserzeugung)
P symmetrisches Trapez-Paneel, mit 60° angeschrägt
S Segel (Prüfobjekt)
W Winkelhalbierende eines Knoten-Dreiecks auf Oktaeder-Ebene A, B, Z₁, Z₂
Z Zwischenfachwerk zwischen O₁ und O₂
Z₁ Oktaeder-Ebene Z₁
Z₂ Oktaeder-Ebene Z₂
1, 2, 3, 4, 5, 6 Stäbe im Oktaeder-Fachwerk O₁
I, II, III Knoten, welche die Oktaeder-Ebene A definieren
IV, V, VI Knoten, welche die Oktaeder-Ebene Z₁ definieren
VII, VIII, IX Knoten, welche die Oktaeder-Ebene Z₂ definieren
X, XI, XII Knoten, welche die Oktaeder-Ebene B definieren
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Messung der Kräfte und Momente ruhen
der und bewegter Objekte, bestehend aus einer feststell
baren Bewegungseinrichtung, einer Kraftmeßeinrichtung
sowie aus Befestigungsmöglichkeiten für Objekte und
Vorrichtung, einsetzbar z. B. in einem Windkanal oder
auf einem Meßfahrzeug,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Oktaeder-Fachwerke
O1 und O2 an den Knoten IV, V, VI und VII, VIII, IX fach
werkartig miteinander verbunden sind, wobei im Oktaeder-
Fachwerk 0 1 in die von den Knoten IV,V,VI zu den Knoten
I, II, III verlaufenden Stäbe Kraftmesser K eingebaut sind,
und wobei im Oktaeder-Fachwerk 0 2 in die von den Knoten
VII, VIII, IX zu den Knoten X, XI, XII verlaufenden Stäbe
Longitudinalbeweger L eingebaut sind, und wobei die Befesti
gung von Vorrichtung und Objekten an jeweils einer oder mehre
ren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Knoten IV, V, VI einerseits
und VII, VIII, IX andererseits ohne weitere Zwischenstäbe un
mittelbar aneinanderstoßend miteinander verbunden sind, wo
bei die Zwischenebene Z2 mit der gemeinsamen Zwischenebene
Z1 zusammenfällt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe 1, 3, 5 oder 2, 4, 6 senk
recht auf der Oktaeder-Ebene Z1 stehen und gleiche Länge
haben.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet daß die Stäbe 1, 2, 3, 4, 5, 6 gleiche
Länge haben.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anstand der Knoten auf
einer oder mehreren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 durch
die auf diesen Oktaeder-Ebenen befestigten Objekte selbst
hergestellt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß strömungsbeeinflussende Objekte,
z. B. aerodynamische Leitflächen, an einer oder mehreren der
Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 befestigt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß auf einem oder mehreren der
Knoten-Dreiecke, welche die Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 auf
spannen, Tragarme befestigt sind, die entlang den Winkelhal
bierenden dieser Dreiecke verlaufen, wobei Objekte auf
diesen Tragarmen befestigt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung an der Oktaeder-
Ebene B verankert ist, und daß Prüfobjekte an der Oktaeder-
Ebene A befestigt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß Objekte, welche die Bewegung
messen oder aufzeichnen, z. B. Wegmesser, Winkelmesser,
Beschleunigungsmesser, Kameras an der Oktaeder-Ebene Z1
befestigt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zum Transport
der Objekte auf die Vorrichtung, z. B. Seilwinden, an der
Oktaeder-Ebene Z1 befestigt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Knoten IV, V, VI der Okta
eder-Ebene Z1 ein gleichseitiges Dreieck bilden, auf wel
chem entlang aller seiner Winkelhalbierenden verlaufende
Tragarme befestigt sind, auf denen konzentrisch zum Drei
ecksmittelpunkt angeordnete und mit 60° zu ihrer Symmetrie
achse angeschrägte Trapez-Paneele befestigt sind.
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| GB1538035A (en) * | 1977-06-21 | 1979-01-10 | Bulychev G | Device suspending an aircraft model in a wind tunnel |
| DE2926213C2 (de) * | 1979-06-29 | 1984-12-13 | Carl Schenck Ag, 6100 Darmstadt | Pyramidenwaage zur Ermittlung von Kräften und Momenten, insbesondere in Windkanälen |
| DE3820680A1 (de) * | 1988-06-18 | 1989-12-21 | Schenck Ag Carl | Waagenanordnung mit einer pyramidenwaage zur ermittlung von kraeften und momenten, insbesondere in windkanaelen |
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1990
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