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DE4018558C2 - Vorrichtung zur Messung der Kräfte und Momente ruhender und bewegter Objekte - Google Patents

Vorrichtung zur Messung der Kräfte und Momente ruhender und bewegter Objekte

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DE4018558C2 DE4018558A DE4018558A DE4018558C2 DE 4018558 C2 DE4018558 C2 DE 4018558C2 DE 4018558 A DE4018558 A DE 4018558A DE 4018558 A DE4018558 A DE 4018558A DE 4018558 C2 DE4018558 C2 DE 4018558C2
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    • G01M9/06Measuring arrangements specially adapted for aerodynamic testing
    • G01M9/062Wind tunnel balances; Holding devices combined with measuring arrangements
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L5/00Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes
    • G01L5/16Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes for measuring several components of force

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In verschiedenen Bereichen der Technik sind die Kräfte und Momente ruhender und bewegter Objekte zu messen. Als typi­ sches Beispiel hierfür diene die Messung der Kräfte und Mo­ mente ruhender und bewegter Flugobjekte im Windkanal. Dazu stehen sogenannte "Meßwaagen" zur Verfügung, z. B. "Pyramiden­ waagen" (Deutsches Patentamt, Offenlegungsschrift 29 26 213). Andere Lösungen sind in
"ATZ Automobiltechnische Zeitschrift 87 (1985) 1, S. 31-36" beschrieben. Die dort vorgestellten "Plattformwaagen" in 6 und 7 Komponenten erfordern sehr großen Materialaufwand, insbeson­ dere im Bereich ihrer Fundamentierungen. Im dortigen Bild 3 ist die externe Waage der DNW dargestellt. Hier bestehen teil­ weise fachwerkartige Strukturen. Jedoch gibt es auch Meßkräfte aufnehmende Stiele, welche in Anströmrichtung verlaufen, sie münden nicht in die Knotenpunkte bestehender Fachwerkstäbe. Dadurch müssen Momente beherrscht werden, die weitere Fachwerk­ strukturen sowie eine aufwendige Fundamentierung erforderlich machen.
Auch die Befestigung der Objekte erfolgt nicht über Fachwerks­ knoten sondern momentenbehaftet über Biegeträger, was zur Reduzierung elastischer Verformungen wieder überschwere Struk­ turen erfordert.
Für die Bewegung der Objekte ist in dem zitierten ATZ-Bericht keine Lösung angegeben.
Die bekannten Meßwaagen haben einen oder mehrere der folgenden Nachteile:
  • - Die Kräfte und Momente der Prüfobjekte werden nicht voll­ ständig in allen 6 Komponenten erfaßt, Reibungseinflüsse, Kraftnebenschlüsse und statische Überbestimmtheiten führen zu Verfälschungen.
  • - Eine geführte Bewegung der Objekte in allen 6 Freiheits­ graden der Bewegung ist nicht vollständig möglich.
  • - Die Kraftübertragung zwischen der Kraftmeßeinrichtung und der Bewegungseinrichtung sowie zwischen Prüfobjekt und Vorrichtung erfolgt statisch ungünstig, so daß schwer ge­ baute, wenig steife und schwingungsanfällige Vorrichtungen bestehen, die sowohl hohe Kosten verursachen, als auch ver­ schlechterte Meßqualität zur Folge haben.
  • - Die Eignung für unterschiedliches Einsatzspektrum, z. B. für Messung in freier Strömung einerseits und im Bodeneffekt an­ dererseits ist mangelhaft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer gattungs­ gemäßen Vorrichtung nicht nur die ungünstige Statik der Krafteinleitung zu vermeiden, sondern auch größtmögliche Bewe­ gungsfähigkeit zu erzielen, wobei gleichzeitig eine flexible Anpassung der Vorrichtung an unterschiedlichste Meß- und Bewe­ gungsaufgaben möglich sein soll.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwei Oktaeder-Fachwerke O₁ und O₂ an den Knoten IV, V, VI und VII, VIII, IX fach­ werkartig miteinander verbunden sind, wobei im Oktaeder- Fachwerk O₁ in die von den Knoten IV, V, VI zu den Knoten I, II, III verlaufenden Stäbe Kraftmesser K eingebaut sind, und wobei im Oktaeder-Fachwerk O₂ in die von den Knoten VII, VIII, IX zu den Knoten X, XI, XII verlaufenden Stäbe Longitudinalbeweger L eingebaut sind, und wobei die Befesti­ gung von Vorrichtung und Objekten an jeweils einer oder mehre­ ren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z₁, Z₂ erfolgt.
Die fachwerkartige Verbindung der zwei Oktaeder-Fachwerke O1 und O2 zu einem einheitlichen Gesamtfachwerk gestattet die einheitliche Kraftmessung und Bewegungserzeugung in den je­ weils natürlich vorgegebenen 6 Komponenten der Kraft und der Bewegung: In den 6 Stäben, welche sich zwischen den Oktaeder- Ebenen Z1 und A befinden, werden die 6 Kraftkomponenten gemes­ sen, und in den 6 Stäben, welche sich zwischen den Oktaeder- Ebenen Z2 und B befinden, werden durch Längenänderung die 6 Frei­ heitsgrade der Bewegung erzeugt. Die einheitliche Kraftmes­ sung und Bewegungserzeugung in den zwei statisch bestimmten Oktaederfachwerken bedeuten genauest mögliche Kraftmessung und Bewegungserzeugung einerseits und größte Festigkeit und Steifigkeit andererseits bei geringstmöglichem Aufwand. Infolge der Geometrie eines Oktaeders entstehen auf den Okta­ eder-Ebenen A, B, Z1, Z2 im Dreieck angeordnete Knoten, welche die Lage der genannten Ebenen fixieren. Hierdurch sind diese Ebenen geeignet sowohl zur momentenfesten Verankerung der ganzen Vorrichtung als auch zur momentenfesten Aufnahme der Objekte, insbesondere zur Befestigung schwerster Prüfobjekte, z. B. kompletter Original-Flugzeuge.
Eine Ausgestaltung der Erfindung vermeidet ein Zwischenfach­ werk, indem die Oktaeder-Fachwerke O1 und O2 ohne weitere Stä­ be direkt an den Knoten ihrer Oktaeder-Ebenen Z1 und Z2 mitei­ nander fachwerkartig zu einem Gesamtfachwerk verbunden sind. Hierdurch wird eine besonders kurze, einfache und steife Vor­ richtung erzielt. Auch eine kurze Bauform des Oktaeder-Fach­ werks O1 ergibt sich dann, wenn nach einer weiteren Ausgestal­ tung der Erfindung die Stäbe 1, 3, 5 oder 2, 4, 6 senkrecht auf der Oktaeder-Ebene Z1 stehen und gleiche Länge haben. Es ist dann möglich, daß als Kraftmesser dienende, beidseitig gelen­ kig gelagerte Kraftmeßdosen die Länge der genannten senkrecht stehenden Stäbe bilden, so daß die zur Oktaeder-Ebene Z1 senk­ rechte Ausdehnung des Oktaeder-Fachwerks O1 nur etwas mehr als die Höhe einer Kraftmeßdose beträgt. Eine besonders ein­ fache Ausgestaltung der Erfindung besteht dann, wenn die Stäbe 1, 2, 3, 4, 5, 6 gleiche Länge haben, denn dann läßt sich das Okta­ eder-Fachwerk 0 1 einerseits aus identischen Teilen aufbauen, andererseits kann durch den Betrag der gewählten Stablänge eine Anpassung der vom Prüfobjekt erzeugten Kräfte und Momente an den Meßbereich der Kraftmesser K erfolgen.
Es ist nicht immer nötig, die jeweils drei Knoten der Okta­ eder-Ebenen A, B, Z1, Z2 durch in diesen Ebenen verlaufende Stäbe oder Balken der Vorrichtung miteinander zu verbinden, viel­ mehr kann die Verbindungsaufgabe auch von den Objekten selbst übernommen werden, wie es eine weitere Ausgestaltung der Erfin­ dung vorsieht.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung werden an einer oder mehreren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 strömungsbeein­ flussende Objekte, z. B. aerodynamische Leitflächen befestigt. Diese können z. B. zur Abschirmung der Vorrichtung vor Stör­ einflüssen dienen, oder als Leitflächen zur Erzeugung eines aerodynamischen Bodeneffekts.
Eine typische Ausgestaltung der Erfindung besteht dann, wenn die Vorrichtung an der Oktaeder-Ebene B verankert ist - z. B. am Boden eines Windkanals, und wenn an der Oktaeder-Ebene A das Prüfobjekt, z. B. ein Flugzeug befestigt ist. In diesem Fall ist es nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft, wenn Objekte, welche die Bewegung messen und aufzeichnen, z. B. Wegmesser, Winkelmesser, Beschleunigungs­ messer, Kameras an der Oktaeder-Ebene Z1 befestigt sind, denn dann befinden sie sich in bester Meßposition, nah am Prüf­ objekt und mitbewegt, jedoch noch unterhalb der Kraftmesser K, so daß die an diesen Objekten wirkenden Kräfte und Momente keinen verfälschenden Einfluß auf die Kräfte und Momente der Prüfobjekte ausüben können.
Die Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 werden jeweils durch drei Knoten in Position gehalten. Dieses Knoten-Dreieck eignet sich nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zur Veranke­ rung von Tragarmen, welche entlang der Winkelhalbierenden des Knoten- Dreiecks verlaufen, und auf welchen Objekte befestigt sind. Solche Tragarme leiten die Kräfte und Momente auch sperriger Objekte statisch günstig in die Struktur der Vor­ richtung ein. Auch wenn die Tragarme das Knoten-Dreieck, auf dem sie befestigt sind, unter der Kraft der Objekte verformen, so bleiben doch die Knoten selbst in ihrer Lage unverändert, so daß die Bewegungslage und die Messung der Kräfte und Momente unverfälscht bleiben.
Die letzte beschriebene Ausgestaltung der Erfindung betrifft ihren Einsatz zur Messung der Kräfte und Momente von Prüfobjekten im Bodeneffekt nach Anspruch 11. Das Knoten-Dreieck der Oktaeder- Ebene Z1 ist hier ein gleichseitiges Dreieck, wobei auf ihm ent­ lang aller seiner Winkelhalbierenden strahlenförmig nach außen weglaufende Tragarme befestigt sind.Werden konzentrisch zum Mit­ telpunkt dieses Knoten-Dreiecks auf den Tragarmen Trapez-Paneele befestigt, so ergibt sich eine regelmäßige Sechseckfläche belie­ biger Ausdehnung. Diese simuliert durch ihre Nähe zum Prüfobjekt den Bodeneffekt, ohne daß die an ihr wirkenden Kräfte und Momen­ te die Kraftmesser K beeinflussen, so daß die Messung der Kräfte und Momente des Prüfobjekts unverfälscht bleibt. Die Sechseck­ fläche simuliert jedoch nicht nur den potentialtheoretischen Bodeneffekt nach dem Spiegelungsprinzip der Aerodynamik. Eine Schrägstellung oder Drehbewegung der Sechseckfläche erzeugt näm­ lich überdies einen Gradienten der auf das Prüfobjekt einwirken­ den Anströmgeschwindigkeit, wie er beim natürlichen Wind in Boden­ nähe auftritt. Damit erlaubt die Vorrichtung die bisher nicht mögliche naturgetreue Untersuchung von Schiffsegeln, Windener­ gieanlagen und Gebäudemodellen.
Die Erfindung ist nicht nur einsetzbar für Strömungsuntersuchun­ gen im Windkanal oder auf einem Meßfahrzeug, sondern überall, wo Kräfte und Momente unter Bewegung erzeugt und gemessen werden, z. B. in der Produktionstechnik. Ein weites Einsatzfeld könnte der Erfindung auch daraus erwachsen, daß sie zur experimentellen Bestimmung der Trägheitsmomente und des Schwingungsverhaltens kompletter Systeme eingesetzt wird.
Verschiedene Ausführungen der Erfindung werden nachfolgend an­ hand der Abbildungen besprochen. Es zeigt
Fig. 1 Die Vorrichtung mit Zwischenfachwerk Z.
Fig. 2 Die Vorrichtung ohne Zwischenfachwerk.
Fig. 3 Die Vorrichtung mit senkrecht zur Oktaeder-Ebene Z1 ver­ laufenden Stäben, sowie mit Tragarmen zur Befestigung eines Flugzeugs.
Fig. 4 Die Vorrichtung auf einem Meßwagen mit Sechseckfläche zur Simulation des Bodeneffekts.
In Fig. 1 ist das Oktaeder-Fachwerk O1 mit dem Oktaeder-Fach­ werk O2 durch das Zwischenfachwerk Z verbunden, welches hier ebenfalls als Oktaeder-Fachwerk ausgebildet ist. Das Zwischen­ fachwerk Z verbindet die Knoten IV, V, VI von O1 mit den Knoten VII, VIII, IX von O2 fachwerkartig, so daß eine äußerst feste und steife Verbindung besteht. Im Oktaeder-Fachwerk O1 sind die einander gegenüberliegenden Oktaeder-Ebenen Z1 und A durch die an ihren Enden gelenkig gelagerten Stäbe 1 bis 6 mitei­ nander verbunden, wobei in diese Stäbe Kraftmesser K, hier als Kraftmeßdosen dargestellt, eingebaut sind. Die Oktaeder- Ebene A, welche durch die Knoten I, II, III definiert ist, hat mit der Oktaeder-Ebene Z1 eine statisch bestimmte Verbindung, wobei alle Kräfte dieser Verbindung über die Stäbe 1 bis 6 ge­ messen werden. Sind also Prüfobjekte auf der Oktaeder-Ebene A befestigt, so werden deren Kräfte und Momente gegenüber der Oktaeder-Ebene Z1 vollständig und mit höchster Genauigkeit er­ faßt. Dieselbe Aussage gilt auch dann, wenn die Prüfobjekte auf der Oktaeder-Ebene B befestigt sind, und die Vorrichtung z. B. an der Oktaeder-Ebene A verankert ist, auch dann ist die Kraftüber­ tragung zwischen den Oktaeder-Ebenen A und B statisch bestimmt, und die Kräfte werden vollständig gemessen. Das Oktaeder-Fach­ werk O2 ist analog aufgebaut wie O1, wobei die 6 Stäbe von den Knoten X, XI, XII der Oktaeder-Ebene B zu den Knoten VII, VIII, IX der Oktaeder-Ebene Z2 verlaufen. In diese 6 Stäbe sind Longitudi­ nalbeweger L eingebaut, hier als elektromotorische Spindelan­ triebe dargestellt. Mit den 6 Longitudinalbewegern lassen sich durch die frei wählbare Längeneinstellung der 6 Stäbe wie beim Flugsimulator beliebige Lage- und Bewegungszustände erzeugen.
Fig. 2 zeigt die Ausgestaltung der Erfindung, wenn das Zwischen­ fachwerk Z ganz weggelassen wird, so daß die zwei Oktaeder-Fach­ werke O1 und O2 unmittelbar fachwerkartig miteinander verbunden sind. Die Oktaeder-Ebene Z2 ist damit überflüssig, ihre Aufgabe wird von der Oktaeder-Ebene Z1 mit übernommen. Die Knoten der Oktaeder-Ebene Z2 können aus Gründen der gegenseitigen Behinde­ rung im praktischen Fall kaum mit denen der Oktaeder-Ebene Z1 zusammenfallen, so daß im dargestellten Beispiel die Knoten IV, V, VI etwas oberhalb der Oktaeder-Ebene Z1 sich befinden, und die Knoten VII, VIII, IX etwas unterhalb davon. Die Longi­ tudinalbeweger L sind hier als hydraulische Linearantriebe dar­ gestellt. Das Prüfobjekt kann an der Oktaeder-Ebene A befestigt sein, die Vorrichtung an der Oktaeder-Ebene B. Jedoch ist auch eine umgekehrte Montage durchführbar: Die Vorrichtung ist an der Oktaeder-Ebene A z. B. am Boden eines Windkanals verankert, das Prüfobjekt ist an der Oktaeder-Ebene B befestigt. A, B, Z1, Z2 sind zur optischen Hervorhebung schraffiert gezeichnet.
In Fig. 3 ist die Vorrichtung an der Oktaeder-Ebene B am Boden E z. B. eines Windkanals verankert. Die Stäbe 1, 3, 5 verlaufen senk­ recht zur Oktaeder-Ebene Z1 und sind gleich lang, wodurch die Verlaufsrichtung der Stäbe 2, 4, 6 bereits festgelegt ist. Auf der Oktaeder-Ebene A sind entlang den 3 Winkelhalbierenden W verlaufende Tragarme HA befestigt, auf welchen das Prüfobjekt, hier ein Flugzeug O verankert ist. An der Oktaeder-Ebene Z1 ist entlang einer Winkelhalbierenden ein Tragarm HZ1 befe­ stigt, auf welchem ihrerseits Windrichtungsmesser M befestigt sind. Weiter sind auf der Oktaeder-Ebene Z1 Beschleunigungsmes­ ser C befestigt, welche die Bewegungsbeschleunigung in mehre­ ren Komponenten messen. Indem der Tragarm HZ1 sowie die Objekte M und C zur Messung der Bewegung auf der Oktaeder-Ebene Z1 be­ festigt sind, machen sie wunschgemäß die Bewegung des Prüf­ objekts vollständig mit, ohne jedoch durch ihre eigenen Kräfte und Momente die Messung der Kräfte und Momente des Prüfobjekts zu stören.
Im Ausgestaltungsbeispiel der Fig. 4 ist die Vorrichtung an ihrer Oktaeder-Ebene B auf einem Meßwagen F verankert, wobei die Struktur des Meßwagendachs den Abstand der Knoten X, XI, XII voneinander aufrechterhält. Die Knoten IV, V, VI der Oktaeder- Ebene Z1 bilden ein gleichseitiges Dreieck, auf welchem ent­ lang aller seiner Winkelhalbierenden Tragarme HZ1 befestigt sind. Diese Tragarme bilden damit die Diagonalen eines regel­ mäßigen Sechsecks, auf ihnen werden mit 60° zu ihrer Symme­ trieachse angeschrägte Trapez-Paneele P konzentrisch zum Mittelpunkt des Knotendreiecks IV, V, VI angeordnet und be­ festigt. Auf der Oktaeder-Ebene A verläuft entlang einer Winkel­ halbierenden ein Tragarm HA, auf welchem das Prüfobjekt, hier ein Segel S befestigt ist.
Die konzentrisch angeordneten Paneele bilden eine zusammenhän­ gende Plattform, welche den aerodynamischen Einfluß der Wasser­ fläche auf das Prüfobjekt simuliert, ohne daß die großen Kräfte und Momente dieser Plattform auf die Kraftmesser K einwirken, so daß die unverfälschten Kräfte und Momente des Segels S gemessen werden. Indem die Plattform über die Tragarme HZ1 fest mit der Oktaeder-Ebene Z1 verbunden ist, bleibt auch bei Aktivierung der Longitudinalbeweger L eine feste Zuordnung zwischen Plattform und Segel erhalten. Durch entsprechende Aktivierung der Longitudi­ nalbeweger L läßt sich damit für das Segel S jede beliebige Wind­ anströmung in Bodennähe simulieren, bis hin zur Simulierung des bisher im Windkanal nicht herstellbaren Windgradienten im Boden­ effekt.
Nachfolgend die Auflistung und Erläuterung der verwendeten Bezugszeichen.
A Oktaeder-Ebene A
B Oktaeder-Ebene B
C Beschleunigungsmesser
E Boden, z. B. eines Windkanals
F Meßwagen
HA Tragarm, befestigt auf Oktaeder-Ebene A
HZ₁ Tragarm, befestigt auf Oktaeder-Ebene Z₁
K Kraftmesser
L Longitudinalbeweger
M Windrichtungsmesser
O Flugzeug (Prüfobjekt)
O₁ Oktaeder-Fachwerk (Kraftmessung)
O₂ Oktaeder-Fachwerk (Bewegungserzeugung)
P symmetrisches Trapez-Paneel, mit 60° angeschrägt
S Segel (Prüfobjekt)
W Winkelhalbierende eines Knoten-Dreiecks auf Oktaeder-Ebene A, B, Z₁, Z₂
Z Zwischenfachwerk zwischen O₁ und O₂
Z₁ Oktaeder-Ebene Z₁
Z₂ Oktaeder-Ebene Z₂
1, 2, 3, 4, 5, 6 Stäbe im Oktaeder-Fachwerk O₁
I, II, III Knoten, welche die Oktaeder-Ebene A definieren
IV, V, VI Knoten, welche die Oktaeder-Ebene Z₁ definieren
VII, VIII, IX Knoten, welche die Oktaeder-Ebene Z₂ definieren
X, XI, XII Knoten, welche die Oktaeder-Ebene B definieren

Claims (11)

1. Vorrichtung zur Messung der Kräfte und Momente ruhen­ der und bewegter Objekte, bestehend aus einer feststell­ baren Bewegungseinrichtung, einer Kraftmeßeinrichtung sowie aus Befestigungsmöglichkeiten für Objekte und Vorrichtung, einsetzbar z. B. in einem Windkanal oder auf einem Meßfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Oktaeder-Fachwerke O1 und O2 an den Knoten IV, V, VI und VII, VIII, IX fach­ werkartig miteinander verbunden sind, wobei im Oktaeder- Fachwerk 0 1 in die von den Knoten IV,V,VI zu den Knoten I, II, III verlaufenden Stäbe Kraftmesser K eingebaut sind, und wobei im Oktaeder-Fachwerk 0 2 in die von den Knoten VII, VIII, IX zu den Knoten X, XI, XII verlaufenden Stäbe Longitudinalbeweger L eingebaut sind, und wobei die Befesti­ gung von Vorrichtung und Objekten an jeweils einer oder mehre­ ren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Knoten IV, V, VI einerseits und VII, VIII, IX andererseits ohne weitere Zwischenstäbe un­ mittelbar aneinanderstoßend miteinander verbunden sind, wo­ bei die Zwischenebene Z2 mit der gemeinsamen Zwischenebene Z1 zusammenfällt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe 1, 3, 5 oder 2, 4, 6 senk­ recht auf der Oktaeder-Ebene Z1 stehen und gleiche Länge haben.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die Stäbe 1, 2, 3, 4, 5, 6 gleiche Länge haben.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstand der Knoten auf einer oder mehreren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 durch die auf diesen Oktaeder-Ebenen befestigten Objekte selbst hergestellt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß strömungsbeeinflussende Objekte, z. B. aerodynamische Leitflächen, an einer oder mehreren der Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 befestigt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem oder mehreren der Knoten-Dreiecke, welche die Oktaeder-Ebenen A, B, Z1, Z2 auf­ spannen, Tragarme befestigt sind, die entlang den Winkelhal­ bierenden dieser Dreiecke verlaufen, wobei Objekte auf diesen Tragarmen befestigt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung an der Oktaeder- Ebene B verankert ist, und daß Prüfobjekte an der Oktaeder- Ebene A befestigt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Objekte, welche die Bewegung messen oder aufzeichnen, z. B. Wegmesser, Winkelmesser, Beschleunigungsmesser, Kameras an der Oktaeder-Ebene Z1 befestigt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zum Transport der Objekte auf die Vorrichtung, z. B. Seilwinden, an der Oktaeder-Ebene Z1 befestigt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Knoten IV, V, VI der Okta­ eder-Ebene Z1 ein gleichseitiges Dreieck bilden, auf wel­ chem entlang aller seiner Winkelhalbierenden verlaufende Tragarme befestigt sind, auf denen konzentrisch zum Drei­ ecksmittelpunkt angeordnete und mit 60° zu ihrer Symmetrie­ achse angeschrägte Trapez-Paneele befestigt sind.
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