DE4018084C1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hydro-Impulsschrauber nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei diesem bekannten Hydro-Impulsschrauber (DE-PS 34 01 082)
werden die Hauptlamellen unter Federkraft gegen die
elliptische Innenwandung des Schlagwerkes gedrückt. Die weiteren
Lamellen sind einstückig mit der Abtriebswelle ausgebildet
und liegen versetzt zur Mittenebene des Schlagwerkes. Dadurch kommen
die Hauptlamellen und die weiteren Lamellen mit einer 360°-Drehung
des Schlagwerkgehäuses nur einmal mit den zugehörigen Dichtleisten
des Schlagwerkgehäuses dichtend in Berührung, so
daß dann ein Impuls auf die Abtriebswelle erzeugt wird.
Damit die einstückig mit der Abtriebswelle ausgebildeten
weiteren Lamellen einwandfrei dichtend an den zugehörigen
Dichtleisten des Schlagwerkgehäuses anliegen, müssen die
Dichtleisten und die weiteren Lamellen sehr genau gefertigt
werden. Dadurch läßt sich dieser Hydro-Impulsschrauber
nur aufwendig und kostspielig fertigen. Zudem
werden die Lager der Abtriebswelle infolge der asymmetrischen
Verteilung der Lamellen bei der Drehimpulserzeugung
ungleichmäßig belastet, so daß die Lagerstellen
erheblich beansprucht werden und frühzeitig
verschleißen.
Es ist auch ein Hydro-Impulsschrauber bekannt (CH-PS 4 47 073),
bei dem die Abtriebswelle vier in Winkelabständen von 90° zueinander
angeordnete und durch Federn radial nach außen belastete
Lamellen aufweist. Nach jeweils einer 180°-Drehung
des Schlagwerkgehäuses kommen sämtliche vier Lamellen an
Dichtleisten des Schlagwerkgehäuses dichtend zur Anlage.
Dadurch wird die Abtriebswelle nach jeweils einr 180°-Drehung
des Schlagwerkgehäuses ruck- bzw. impulsartig in
Drehrichtung des Gehäuses gedreht. Da nach jeder 180°-Drehung
die Dichtstellung erreicht ist, ist der Beschleunigungsweg
der Abtriebswelle verhältnismäßig gering, so daß das von der
Abtriebswelle erzeugte Drehmoment entsprechend gering ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen
Hydro-Impulsschrauber so auszubilden, daß er einfacher und
kostengünstiger gefertigt werden kann, ohne daß die Drehimpulserzeugung
negativ beeinflußt wird.
Diese Aufgabe wird beim gattungsgemäßen Hydro-Impulsschrauber
erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
Beim erfindungsgemäßen Hydro-Impulsschrauber sind nicht nur,
wie beim gattungsgemäßen Hydroschrauber,
die Hautplamellen, sondern auch die weiteren Lamellen in der
Abtriebswelle gelagert. Bei der Drehung des Schlagwerkgehäuses
werden die weiteren Lamellen in ihrer Lage bezüglich
der Abtriebswelle und der Dichtleisten durch die Folgeglieder,
die mit den Steuerbahnen zusammenwirken, zwanggesteuert. Dadurch
wird in konstruktiv sehr einfacher Weise erreicht,
daß bei einer 360°-Drehung des Schlagwerkgehäuses nur in
einer einzigen Stellung sämtliche Lamellen dichtend an den
zugehörigen Dichtleisten anliegen. Somit wird bei einer
360°-Drehung jeweils nur ein Doppelschlagimpuls erzeugt und auf
die Abtriebswelle übertragen. Infolge der Zwangsteuerung der
weiteren Lamellen können die zugehörigen Dichtleisten einfach
gefertigt werden, weil die Zwangsteuerung so ausgebildet
sein kann, daß die weiteren Lamellen auch bei
größeren Fertigungstoleranzen einwandfrei dichtend an den
Dichtleisten des Schlagwerkgehäuses anliegen. Dadurch ist
es möglich, die Hauptlamellen und die weiteren Lamellen
symmetrisch zur Achse der Abtriebswelle anzuordnen, so daß
bei der Drehimpulserzeugung die Abtriebswelle und ihre
Lagerstellen nicht ungleichmäßig belastet werden. Dadurch
hat der erfindungsgemäße Hydro-Impulsschrauber auch eine
lange Lebensdauer.
Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung einen erfindungsgemäßen
Hydro-Impulsschrauber,
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung und im
Axialschnitt ein Schlagwerk des Hydro-Impulsschraubers
gemäß Fig. 1 in einer
Lage, in der auf die Abtriebswelle des
Hydro-Impulsschraubers ein Schlag ausgeübt
wird,
Fig. 3 in einer Darstellung entsprechend Fig. 2
das Schlagwerk in einer Stellung, in der
auf die Abtriebswelle des Hydro-Impulsschraubers
kein Schlag ausgeübt wird,
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Fig. 2, wobei
jedoch die Hauptlamellen des Schlagwerkes
dargestellt sind,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 2,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in
Fig. 3,
Fig. 7 eine Funktionsdarstellung des Schlagwerkes
des erfindungsgemäßen Hydro-Impulsschraubers.
Der in Fig. 1 nur schematisch dargestellte Hydro-Impulsschrauber
hat ein Gehäuse 1, in dem ein Druckluftmotor 2
und ein Schlagwerk 3 untergebracht sind. Die Ausbildung
und Wirkungsweise des Druckluftmotors 2 ist bekannt. Das
Gehäuse 1 des Hydro-Impulsschraubers kann jede geeignete
Ausbildung aufweisen. Der Druckluftmotor 2 hat eine
in Fig. 1 nur schematisch dargestellte Antriebswelle 4,
die in bekannter Weise mit einem Gehäuse 5 des Schlagwerkes
3 antriebsverbunden ist (Fig. 2).
Das Gehäuse 5 des Schlagwerkes 3 hat einen Zylinderteil
6, der abtriebsseitig einen radial nach innen gerichteten
Flansch 7 aufweist. Am anderen Ende ist der Zylinderteil
6 mit einer umlaufenden Vertiefung 8 versehen, in die
ein Schlagwerkdeckel 9 eingesetzt ist. Auf ihn ist ein
Abschlußdeckel 10 gesetzt, der ebenfalls in die Vertiefung
8 des Zylinderteiles 6 eingesetzt ist und dessen
vom Schlagwerkdeckel 9 abgewandte Stirnseite 11 vorzugsweise
bündig mit der Stirnseite 12 des Zylinderteiles
6 liegt. Der Abschlußdeckel 10 ist zentrisch mit einem
Kupplungsstück 13 versehen, mit dem das Gehäuse 5 des
Schlagwerkes 3 an die Antriebswelle 4 des Druckluftmotors
2 gekuppelt wird. Der Abschlußdeckel 10 liegt
flächig auf dem Schlagwerkdeckel 9 auf, der zentrisch
mit einem axial verlaufenden Ringbund 14 versehen ist.
Er ragt in eine Vertiefung 15, an deren Innenwandung der
Ringbund 14 außenseitig anliegt. Die Vertiefung 15 ist
in der am Schlagwerkdeckel 9 anliegenden Stirnseite 16
des Abschlußdeckels 10 vorgesehen.
Um eine einfache Montage des Schlagwerkes 3 zu gewährleisten,
ist der Schlagwerkdeckel 9 vorteilhaft lose
in die Vertiefung 8 des Zylinderteiles 6 eingesetzt.
Der Schlagwerkdeckel 9 liegt dann mit seiner entsprechenden
Stirnseite 17 an einer radial verlaufenden
Schulterfläche 18 der Vertiefung 8 an. Damit der Schlagwerkdeckel
9 genau gegenüber dem Zylinderteil 6 ausgerichtet
werden kann, ist wenigstens ein Positionierstift
19 vorgesehen, der in entsprechende Positionieröffnungen
20 und 21 im Zylinderteil 6 und im Schlagwerkdeckel 9
ragt. Der Schlagwerkdeckel 9 läßt sich dadurch insbesondere
in einer genau vorgegebenen Lage montieren. Der
Abschlußdeckel 10 wird vorteilhaft in die Vertiefung 8
des Zylinderteiles 6 geschraubt.
Der Zylinderteil 6 mit dem Flansch 7 und der Schlagwerkdeckel
9 begrenzen einen Zylinderraum 22, der mit Druckmedium,
vorzugsweise mit Drucköl, vollständig gefüllt
ist. Der Zylinderraum 22 wird von einer Abtriebswelle 23
durchsetzt, die in nicht dargestellter Weise im Zylinderteil
6 sowie im Abschlußdeckel 10 drehbar gelagert ist.
Auf dem aus dem Gehäuse 5 abtriebsseitig ragenden Ende
der Abtriebswelle 23 sitzt drehfest eine Aufnahme 24,
beispielsweise ein Spannfutter, für Schraubwerkzeuge.
Die Abtriebswelle 23 ist relativ zum Schlagwerkgehäuse
5 drehbar. Im Bereich zwischen dem Flansch 7 des Zylinderteiles
6 und dem Schlagwerkdeckel 9 hat die Abtriebswelle
23 die in Fig. 7 dargestellte Querschnittsform. Sie kann
aber auch, wie in den Fig. 5 und 6 dargestellt, in diesem
Bereich annähernd kreisförmigen Querschnitt haben. Die
in den Fig. 5 und 6 dargestellten Abflachungen am Umfang
der Abtriebswelle 23 sind nur zur besseren Verdeutlichung
der Dichtstellung der noch zu beschreibenden Steuerlamellen
eingezeichnet worden. In Wirklichkeit hat die Abtriebswelle
23 in diesem Ausführungsbeispiel kreisförmigen Querschnitt.
Dieser Bereich der Abtriebswelle 23 ist im Querschnitt
vergrößert. An ihn schließen die im Außendurchmesser
kleineren Endabschnitte 24 und 25 der Abtriebswelle
23 an. Mit diesen Endabschnitten 25, 26 ist die
Abtriebswelle 23 im Flansch 7 des Zylinderteiles 6 und
im Schlagwerkdeckel 9 drehbar gelagert. Gegenüber dem
Flansch 7 und dem Schlagwerkdeckel 9 sind die Endabschnitte
25, 26 mit Dichtungen 27 und 28 abgedichtet.
Der verdickte Abschnitt der Abtriebswelle 23 liegt im
Zylinderraum 22 und hat in seiner Umfangsfläche in
Winkelabständen von 90° Vertiefungen 29 bis 32 (Fig. 5).
In den diametral einander gegenüberliegenden Vertiefungen
29 und 31 ist jeweils eine Steuerlamelle 33 und 34 untergebracht,
während in den beiden anderen diametral einander
gegenüberliegenden Vertiefungen 32 und 30 jeweils
eine Hauptlamelle 35 und 36 untergebracht ist. Wie Fig. 2
zeigt, erstrecken sich die Steuerlamellen 33 und 34 zwischen
dem Flansch 7 des Zylinderteiles 6 und dem Schlagwerkdeckel
9. An ihren beiden einander gegenüberliegenden Enden sind
die Steuerlamellen 33 und 34 mit nockenförmigen Verlängerungen
37, 38 und 39, 40 versehen, die Folgeglieder bilden,
mit denen die Steuerlamellen 33 und 34 zwanggesteuert
werden. Die Folgeglieder 37 und 38 der Steuerlamelle 33
sind axial kürzer als die Folgeglieder 39 und 40 der
diametral gegenüberliegenden Steuerlamelle 34. Dafür sind
die Folgeglieder 37, 38 radial breiter als die Folgeglieder
39, 40. Die Folgeglieder 37 bis 40 erstrecken sich von den
einander zugewandten Längsseiten 41 und 41 der Steuerlamellen
33, 34 aus. Jede Steuerlamelle 33 und 34 ist durch mindestens
eine Druckfeder 43 und 44 radial nach außen belastet.
Den Folgegliedern 37 und 38 der Steuerlamelle 33 ist im
Flansch 7 des Zylinderteiles 6 und im Schlagwerkdeckel 9
jeweils eine Steuerbahn 45 und 46 zugeordnet. Auch den
Folgegliedern 39 und 40 der Steuerlamelle 34 ist jeweils
eine Steuerbahn 47 und 48 im Flansch 7 des Zylinderteiles
6 und im Schlagwerkdeckel 9 zugeordnet. Sämtliche Steuerbahnen
45 bis 48 sind durch die Seitenwände von Vertiefungen
49 und 50 in den einander zugewandten Seiten des
Flansches 7 des Zylinderteiles 6 und des Schlagwerkdeckels
9 gebildet. Die Steuerbahnen 45 und 47 im Flansch 7 sowie
46 und 48 im Schlagwerkdeckel 9 liegen axial versetzt zueinander.
Wie Fig. 2 zeigt, ist zur Bildung dieser Steuerbahnen
die jeweilige Vertiefung 49 und 50 gestuft ausgebildet,
wobei die Steuerbahnen 45 und 46 an den einander
zugewandten Seiten des Flansches 7 und des Schlagwerkdeckels
9 vorgesehen sind, während die Steuerbahnen 47
und 48 an den voneinander abgewandten Seiten der Vertiefungen
angeordnet sind und senkrecht an den Boden 51
bzw. 52 der Vertiefungen 49 und 50 anschließen. Die
Steuerbahnen 45 und 47 sowie 46 und 48 im Flansch 7 und
im Schlagwerkdeckel 9 liegen jeweils auf dem Mantel eines
gedachten Zylinders (Fig. 5). Die Erzeugende dieser Zylindermantelflächen
liegt parallel zur Drehachse der Abtriebswelle
23. Die Steuerbahnen 45 und 46 haben einen größeren
Durchmesser als die Steuerbahnen 47 und 48. Außerdem sind
die Steuerbahnen 45 und 47 sowie 46 und 48 so vorgesehen,
daß sie einander an einer Stelle 53 (Fig. 5) berühren.
Durch die Steuerbahnen 45 bis 48 werden die beiden diametral
einander gegenüberliegenden Steuerlamellen 33 und 34 beim
Betrieb des Hydro-Impulsschraubers in noch zu beschreibender
Weise so zwanggesteuert, daß sie bei einer 360°-Umdrehung
des Gehäuses 5 nur in einer Stellung mit zugeordneten
Dichtleisten 54 und 55 (Fig. 5) dichtend in Berührung
kommen.
Die beiden diametral einander gegenüberliegenden Hauptlamellen
35, 36 stehen ebenfalls unter der Kraft von
wenigstens einer im Ausführungsbeispiel von jeweils
zwei Druckfedern 56 bis 59 (Fig. 4), mit denen sie
radial nach außen gegen die Innenwandung 60 des Zylinderraumes
22 gedrückt werden. Die Hauptlamellen 35,
36 haben in Ansicht T-Form (Fig. 4) und liegen mit den
Stirnseiten ihres Schenkels an den einander zugewandten
Stirnseiten 61 und 17 des Flansches 7 des Zylinderteiles
6 und des Schlagwerkdeckels 9 an (Fig. 4). Die Vertiefungen
32 und 33 sind kürzer als die axiale Länge des
Zylinderraumes 22 und als die Vertiefungen 29 und 31
für die Steuerlamellen 33 und 34. Die Vertiefungen 29
und 31 erstrecken sich über die gesamte axiale Länge
des verdickten mittleren Abschnittes der Abtriebswelle
23, während die Vertiefungen 32 und 30 in Achsrichtung
begrenzt sind. Die Hauptlamellen 35, 36 greifen mit
ihrem Fuß in diese Vertiefungen ein, die in Axialrichtung
länger sind als die Füße der Hauptlamellen. Außerdem
ist die Breite der Vertiefungen 30, 32 größer als
die Dicke der Hauptlamellen 35, 36 (Fig. 5).
Die Innenwandung 60 verläuft über eine axiale Teillänge in Form
einer Ellipse (Fig. 5). Unter der Kraft der Druckfedern 56 bis
59 liegen die Hauptlamellen 35 und 36 stets an dieser
elliptisch verlaufenden Innenwandung 60 beim Drehen
des Gehäuses 5 an.
Zum Starten des Hydro-Impulsschraubers wird der Druckluftmotor
2 in bekannter Weise gestartet. Die Antriebswelle
4 des Druckluftmotors 2 treibt über das Kupplungsstück
13 das Gehäuse 5 des Schlagwerkes 3 unmittelbar
an. Der Abschlußdeckel 10, der Schlagwerkdeckel 9 sowie
der Zylinderteil 6 mit dem Flansch 7 bilden hierbei das
Gehäuse 5. Über das im Zylinderraum 22 befindliche Druckmedium
wird die Abtriebswelle 23 rotierend mitgenommen.
Dadurch wird das in die Aufnahme 24 eingesetzte Schraubwerkzeug
gedreht und eine Schraube oder eine Mutter in
den jeweiligen Bauteil geschraubt. Solange der Schraubenkopf
oder die Mutter noch nicht aufliegen, drehen die
Antriebswelle 4 und die Abtriebswelle 23 gemeinsam.
Sobald jedoch der Schraubenkopf bzw. die Mutter aufsitzen,
erfährt die Abtriebswelle 23 eine Gegenkraft.
Zum Anziehen der Schraube oder der Mutter ist es nunmehr
notwendig, daß mit der Abtriebswelle 23 ein Drehmoment
auf die Schraube oder die Mutter aufgebracht
wird. Da die Antriebswelle 4 mit dem Gehäuse 5 des
Schlagwerkes 3 gegenüber der Abtriebswelle 23 drehbar
ist, wird die Antriebswelle 4 weiterhin drehbar angetrieben,
so daß sich das Gehäuse 5 relativ zur Abtriebswelle
23 dreht.
Wie Fig. 5 zeigt, sind an der Innenwandung des Zylinderteiles
6 in Winkelabständen von jeweils 90° vier Dichtleisten
54, 55, 62 und 63 vorgesehen, die einstückig mit
dem Zylinderteil 6 ausgebildet sind und deren Stirnseiten
als Dichtflächen wirken.
Fig. 7 zeigt den Bewegungsablauf, der sich ergibt, wenn
die Abtriebswelle 23 nach dem Aufsitzen des Schraubenkopfes
oder der Mutter impulsartig weitergedreht wird.
In der oberen Darstellung liegen die diametral einander
gegenüberliegenden Hauptlamellen 35, 36 und die ebenfalls
diametral einander gegenüberliegenden Steuerlamellen 33,
34 dichtend an den Dichtleisten 54, 55, 62, 63 an. Dadurch
werden vier annähernd sichelförmige, jeweils abgeschlossene
Räume 65 bis 68 gebildet. Bei der dargestellten
Drehrichtung 64 des Gehäuses 5 bildet sich in
den Räumen 65 und 67, also in Drehrichtung 64 jeweils
hinter der Hauptlamelle 35 und 36, ein Hochdruck aus,
während in den beiden in Drehrichtung 64 vor den Hauptlamellen
35, 36 liegenden Räumen 66 und 68 ein Niederdruck
gebildet wird. In dieser Stellung wird infolge
der abgedichteten Räume der sich aufbauende Druck auf
die Abtriebswelle 23 übertragen, die dadurch ruck- bzw.
impulsartig in Drehrichtung 64 des Gehäuses 5 gedreht
wird. Da die Vertiefungen 30 und 32 in der Abtriebswelle
23 breiter sind als die Hauptlamellen 35, 36,
können sich diese in dieser Impulsstellung schräg
stellen, wie dies in Fig. 5 sowie in der oberen Darstellung
der Fig. 7 gezeigt ist. Dadurch steht ausreichend
Raum zur Verfügung, um das Druckmedium in den
Niederdruckräumen 66 und 68 ausreichend verdrängen
zu können. Dieses Druckmedium kann in die Vertiefungen
30 und 32 verdrängt werden.
Beim Weiterdrehen des Gehäuses 5 kommen die Dichtleisten
54, 55, 62, 63 von den Hauptlamellen 35, 36 und den Steuerlamellen
33, 34 frei. Die Hauptlamellen 35, 36 werden
unter Federkraft an die elliptische Innenwandung 60
gedrückt, so daß sie während der Drehung des Gehäuses
5 an dieser Innenwandung anliegen. Die beiden Steuerlamellen
33 und 34 werden mit ihren Folgegliedern 37
bis 40 unter Federkraft gegen die zugehörigen Steuerbahnen
45 bis 48 gedrückt, die jeweils auf einem Zylindermantel
liegen und so angeordnet sind, daß die
Steuerlamellen 33, 34 nur in der Impulsstellung (Fig. 5
sowie obere Darstellung in Fig. 7) an den Dichtleisten
54, 55 des Gehäuses 5 anliegen. Ist das Gehäuse 5 gegenüber
der Impulsphase um 180° gedreht worden, dann ergibt
sich eine Lage gemäß Fig. 6 und der unteren Darstellung
in Fig. 7. Die Hauptlamellen 35, 36 liegen in dieser
Stellung dichtend an den Dichtleisten 63 und 62 an,
deren Stirnseiten auf der elliptischen Innenwandung
60 liegen. Die Steuerlamellen 33, 34 hingegen haben
in dieser Lage Abstand von den Dichtleisten 54 und 55.
Die Steuerlamellen 33, 34 sind durch ihre Folgeglieder
37 bis 40 und den Steuerbahnen 45 bis 48 so zwanggesteuert,
daß sie nach der 180°-Drehung des Gehäuses
5 nicht dichtend an den entsprechenden Dichtleisten
54, 55 des Gehäuses 5 anliegen. Dadurch baut sich
in dieser Stellung kein Druck in den Zylinderräumen
auf. Der durch die Hauptlamellen 35 und 36 erzeugte
Impuls verstreicht drucklos. Somit kann die Abtriebswelle
23 weiter beschleunigt werden. Das Gehäuse 5
dreht weiter in Drehrichtung 64, wobei die Hauptlamellen
35 und 36 unter Federkraft an der elliptischen
Innenwandung 60 anliegen und die Steuerlamellen 33 und
34 über ihre Folgeglieder 37 bis 40 durch die Steuerbahnen
45 bis 48 zwanggesteuert werden. Infolge der
exzentrischen Lage der Steuerbahnen 45 bis 48 werden
die Steuerlamellen 33, 34 bei der folgenden 180°-Drehung
des Gehäuses 5 wieder radial nach außen gefahren, bis
sie nach einer 360°-Drehung des Gehäuses 5 wieder dichtend
an den Dichtleisten 62, 63 (Fig. 5 und obere Darstellung
in Fig. 7) anliegen. Erst jetzt erhält die Abtriebswelle
23 wieder einen Impuls.
Infolge der beschriebenen Ausbildung ist es bei
diesem Hydro-Impulsschrauber möglich, die Abtriebswelle
23 über den gesamten Drehwinkelbereich von 360°
des Gehäuses 5 zu beschleunigen und für jeden Einzelimpuls
die größtmögliche Geschwindigkeit zu erzielen.
Da sämtliche Lamellen 33 bis 36 unter Federkraft gegen
die zugehörigen Steuerbahnen 45 bis 48 und 60 gedrückt
werden, ist eine flexible Anpassung aller Lamellen gewährleistet,
wodurch ein spaltfreies Abdichten sichergestellt
ist und eine verbesserte Impulsgüte und Drehmomentgenauigkeit
erreicht wird. Infolge dieser flexiblen
Anpassung können größere Fertigungstoleranzen zugelassen
werden, so daß sich das Schlagwerk 3 und damit der gesamte
Hydro-Impulsschrauber kostengünstig fertigen und
auch einfach montieren lassen. Insbesondere müssen die
Steuerbahnen 45 bis 48 nicht hochgenau gefertigt werden,
sondern es können infolge der federnden Andrückung der
Steuerlamellen 33 und 34 ohne weiteres größere Toleranzen
zugelassen werden. Der Außendurchmesser des Schlagwerkes
3 kann infolge der vier beweglichen Lamellen 33 bis
36 klein gehalten werden. Während der Beschleunigungsphase,
die über einen Winkelbereich von 360° stattfindet,
ist ein ungewolltes Berühren des Gehäuses 5 durch die
Steuerlamellen 33, 34 ausgeschlossen.
In der Impulsstellung (Fig. 5 und obere Darstellung in Fig. 7)
stehen die verschiedenen Zylinderräume 65 bis 68 nicht miteinander
in Verbindung, weil die Steuerlamellen 33, 34 dichtend
auf den in axiale Richtung weisenden Stirnseiten der Steuerbahnen
45 bis 48 aufliegen. Die Antriebswelle 23 dichtet mit ihren
Stirnflächen gegen den Flansch 7 und den Schlagwerkdeckel 9 ab
und trennt in der Impulsstellung die druckbelasteten Räume 65
und 67 von den druckentlasteten Räumen 66 und 68 dichtend ab.
Der Hydro-Impulsschrauber kann nach dem Anziehen der
Schrauben oder Muttern in herkömmlicher Weise abgeschaltet
werden.
Claims (14)
1. Hydro-Impulsschrauber mit einem rotierend angetriebenen
Schlagwerk, das eine Abtriebswelle für ein Schraubwerkzeug
aufweist, die zwei einander gegenüberliegende
Hauptlamellen, die etwa radial nach außen verstellbar
sind, und zwei weitere einander gegenüberliegende
Lamellen aufweist, die zusammen mit den anderen Lamellen
in einer Drehstellung eines Gehäuses des Schlagwerkes
zur Erzeugung eines Drehimpulses auf die Abtriebswelle
dichtend an Dichtleisten des Schlagwerkgehäuses anliegen,
dadurch gekennzeichnet, das die weiteren Lamellen (33,
34) in der Abtriebswelle (23) verstellbar gelagert
sind und Folgeglieder (37 bis 40) haben, durch welche
die weiteren Lamellen (33, 34) im Zusammenwirken mit
Steuerbahnen (45 bis 48) zwangsgesteuert verstellbar
sind.
2. Impulsschrauber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Folgeglieder (37 bis 40)
nockenförmige Ansätze der weiteren Lamellen (33, 34)
sind.
3. Impulsschrauber nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Lamellen (33
bis 36) einen Winkelabstand von 90° voneinander haben.
4. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbahnen (45 bis
48) durch die Seitenwände von Vertiefungen (49, 50)
des Gehäuses (5) des Schlagwerkes (3) gebildet sind.
5. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die der einen weiteren
Lamelle (33) zugeordneten Steuerbahnen (45, 46)
gegenüber den der anderen weiteren Lamelle (34) zugeordneten
Steuerbahnen (47, 48) axial versetzt angeordnet.
6. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbahnen (45
bis 48) jeweils auf Zylinderflächen liegen.
7. Impulsschrauber nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die der einen weiteren
Lamelle (33) zugeordneten Steuerbahnen (45, 46) einen
größeren Durchmesser haben als die anderen Steuerbahnen
(47, 48).
8. Impulsschrauber nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbahnen (47, 48)
mit dem kleineren Durchmesser exzentrisch zu den Steuerbahnen
(45, 46) mit dem größeren Durchmesser liegen.
9. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerbahnen (45
bis 48) unterschiedlichen Durchmessers einander
berühren.
10. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Lamellen
(33, 34), vorzugsweise auch die Hauptlamellen (35,
36), gegen die zugehörigen Steuerbahnen (45 bis 48,
60) belastet, vorzugsweise federbelastet sind.
11. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptlamellen (35,
36) eine Dicke haben, die kleiner ist als die Breite
der zugehörigen Vertiefungen (30, 32) in der Abtriebswelle
(23).
12. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Lamellen (33
bis 36) symmetrisch zur Achse der Abtriebswelle (23)
angeordnet sind.
13. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Lamellen (33, 34)
in der Abdichtstellung zur Erzeugung des Drehimpulses auf
die Abtriebswelle (23) dichtend auf den Stirnseiten
der zugehörigen Steuerbahnen (45 bis 48) aufliegen.
14. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Lamellen
(33, 34) in der Abdichtstellung zur Erzeugung des
Drehimpulses auf die Antriebswelle (23) dichtend,
vorzugsweise planparallel, an den Seitenwänden der
Vertiefungen (29, 31) der Abtriebswelle (23) anliegen.
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- 1991-06-04 EP EP91109090A patent/EP0460592B1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
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