DE4017442A1 - Einzelspindelantrieb fuer eine arbeitsstelle einer spinnereimaschine - Google Patents
Einzelspindelantrieb fuer eine arbeitsstelle einer spinnereimaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Einzelspindelantrieb für eine Ar
beitsstelle einer Spinnereimaschine, insbesondere einer Ring
spinnmaschine, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patent
anspruchs 1.
Zum Antrieb der Spindeln einer Spinnereimaschine mit einer Viel
zahl von Arbeitsstellen, findet derzeit im wesentlichen der Tan
gentialriemenantrieb Verwendung. Dabei wird zum Antrieb einer
Vielzahl von Spindeln lediglich ein einziger Elektromotor benö
tigt. Der Nachteil dieses Antriebstyps besteht darin, daß durch
den unterschiedlichen Schlupf zwischen Tangentialriemen und An
triebsscheibe an den einzelnen Arbeitsstellen kein vollkommen
synchroner Lauf der Spindeln sichergestellt ist. Weiterhin er
fordert der Tangentialriemenantrieb durch die einseitig angrei
fenden Antriebskräfte einen hohen Aufwand bei der Lagerung der
Spindeln und verursacht darüberhinaus bei einer Maschine mit
einer Vielzahl von Arbeitsstellen und hohen Drehzahlen eine
erhebliche Geräuschentwicklung.
Aus diesem Grund werden in jüngster Zeit Elektromotoren ent
wickelt, die für den Einsatz als Einzelspindelantrieb geeignet
sind. Wegen des erforderlichen synchronen Laufs der einzelnen
Motoren an den verschiedenen Arbeitsstellen kommen hierfür vor
allem Synchronmotoren mit hohem Wirkungsgrad in Frage.
Die vorveröffentlichte EP-Anmeldung 03 42 452 beschreibt einen
Einphasen-Induktionsmotor mit einsträngiger Statorwicklung. Der
Rotor weist eine Arbeitswicklung und eine Steuerwicklung auf.
Diese wicklungen sind in Reihe geschaltet. Die Enden der Reihen
schaltung sind über einen Triac verbunden. Am Gate dieses Triacs
liegt über einen Vorwiderstand der Mittelabgriff der beiden
Wicklungen. Die Statorwicklung wird mit Wechselspannung ge
speist.
Weiterhin beschreibt die nicht vorveröffentlichte deutsche Pa
tentanmeldung mit dem Aktenzeichen P 40 05 055 einen Synchron
motor, der im Vergleich zu dem oben genannten Einphasen-Syn
chronmotor einen wesentlich einfacheren Aufbau der Rotorwicklung
aufweist und eine einfachere Steuerung ermöglicht.
Nachteilig bei diesen Motoren ist, daß der zu niedrige Wir
kungsgrad den Einsatz als Einzelspindelantrieb nur bedingt als
sinnvoll erscheinen läßt.
Ein weiterer Nachteil bei der Verwendung herkömmlicher Synchron
motoren als Einzelspindelantrieb ist, daß bei Stillstand des Mo
tors kein oder nur ein geringes Haltemoment auftritt, so daß bei
Einwirken äußerer Drehmomente der Motor ein unkontrolliertes
"Freidrehen" zeigt. Dies führt als Folge zu einem unerwünschten
Verdrillen oder Krängeln des Fadens.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb zu
schaffen, der einen synchronen Lauf ermöglicht und einen derart
hohen Wirkungsgrad aufweist, daß er sich insbesondere als Ein
zelspindelantrieb für Spinnereimaschinen eignet.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Außer
trittfallen des Motors bei Überlastung und/oder Änderungen des
Polradwinkels bei Drehmomentänderungen, die insbesondere bei ei
nem Fadenbruch auftreten, zu erkennen und gegebenenfalls den Mo
tor stillzusetzen.
Darüberhinaus liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Antrieb zu schaffen, der im Stillstand zur Vermeidung eines un
kontrollierten "Freidrehens" ein ausreichendes Haltemoment auf
weist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkma
len des Patentanspruchs 1.
Als elektromechanischer Wandler wird erfindungsgemäß ein Zwei
phasen-Synchronmotor mit radial permanent erregtem Rotor verwen
det. Die zwei Wicklungsgruppen des Stators werden von den beiden
Phasen eines Frequenzumrichters gespeist. In der Anlauf- und
Stillsetzungsphase werden zur Erzeugung des erforderlichen hohen
Drehmoments beide Phasen des Frequenzumrichters mittels steuer
barer, von der Antriebssteuerung angesteuerter Schalter, auf die
Wicklungsgruppen des Stators geschaltet. Nach Erreichen der Be
triebsdrehzahl wird während der Betriebsphase, in der nur ein
verhältnismäßig geringes Drehmoment bei hohem Wirkungsgrad benö
tigt wird, der Motor von einer Phase des Frequenzumrichters ge
trennt. In dieser Betriebsart verhält sich der Zweiphasen-Syn
chronmotor wie ein Einphasen-Synchronmotor.
Da das Wechselfeld nach der Drehfeldtheorie in ein mitlaufendes
und ein gegenlaufendes Magnetfeld halber Amplitude aufgeteilt
werden kann, läuft der Synchronmotor mit dem mitlaufenden Dreh
feld weiter, wobei dieses Drehfeld mit halber Amplitude den op
timaler Wirkungsgrad des Motors ergibt. Eine wesentliche Voraus
setzung hierfür ist, daß der Rotor aus schlecht magnetisch lei
tenden Permanentmagnetmaterialien besteht, so daß das Gegendreh
feld keine wesentlichen Verluste erzeugen kann.
Durch das Abtrennen einer Wicklung vom Frequenzumrichter besteht
nun die Möglichkeit, die in dieser Wicklung induzierte elektri
sche Spannung einer Auswerteeinheit zuzuführen, die zur Bestim
mung der Drehzahl und/oder des drehmomentabhängigen Polradwin
kels aus dem ihr zugeführten Signal dient. Diese Informationen
können in der Antriebssteuerung ausgewertet werden und zur Dreh
zahlüberwachung und Fadenbrucherkennung dienen.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Frequenz und Am
plitude der vom Frequenzumrichter erzeugten Phasenspannungen zum
Anlaufen oder Stillsetzen bzw. Beschleunigen oder Bremsen des
Motors entsprechend der erforderlichen Frequenz-Spannungskenn
linie variiert.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die
Wicklungen zum Stillsetzen des Motors mittels der steuerbaren
Schalter kurzgeschlossen.
Bei Abschalten des Netzes oder bei Netzunterbrechung kann nach
einer anderen Ausgestaltung der Erfindung der Motor über den
Frequenzumrichter in den generatorischen Betrieb geschaltet wer
den und die erzeugte Energie zum geordneten Abstellen des An
triebs bzw. der gesamten Vorrichtung dienen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann bei Mehrmo
torenbetrieb zur Ermöglichung des elektrischen Leistungsaustau
sches zwischen den Motoren und zur symmetrischen Belastung des
Frequenzumformers die abgetrennte Phase abwechselnd vertauscht
werden. Darüber hinaus kann mehreren Motoren eine Auswerteein
heit bzw. eine Antriebssteuerung zugeordnet sein.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Un
teransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeich
nung zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild des Antriebs nach der Erfindung mit
einem Zweiphasen-Synchronmotor;
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform des
Zweiphasen-Synchronmotors nach der Erfindung;
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des
Zweiphasen-Synchronmotors nach der Erfindung und
Fig. 4 ein Blockschaltbild des Antriebs bei Mehrmotorenbetrieb.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist der Zweiphasen-Synchronmotor 1
mit permanent erregtem Rotor zwei Gruppen von Statorwicklungen
W1, W2 auf. Die in dieser Figur nicht einzeln dargestellten
Teilwicklungen der beiden Wicklungsgruppen sind derart angeord
net, daß die Richtungen der durch sie erzeugten Magnetfelder
einen Winkel ungleich Null einschließen. Die beiden Wicklungs
gruppen, deren Teilwicklungen jeweils in Reihe oder parallel
liegen können, sind in Reihe geschaltet. Die Teilwicklungen sind
dabei in jeder Ausführungsform unter Berücksichtigung des Wick
lungssinnes vorzugsweise derart zu speisen, daß sich die durch
sie erzeugten Magnetfelder "addieren", d. h. die resultierende
Feldstärke größer ist als die größere Feldstärke der beiden
Teilfelder. Die freien Enden der Wicklungen sind über steuerbare
Schalter S1, S2 mit den zwei Phasen s, t des Frequenzumrichters
2 verbunden. Der Verbindungspunkt der Wicklungsgruppen ist mit
dem Bezugspunkt des zweiphasigen durch den Frequenzumrichter
erzeugten Systems verbunden. Es handelt sich hierbei also um
eine Zweiphasen-Sternschaltung mit Sternpunktleiter. Dem völlig
gleichwertig ist selbstverständlich die Beschaltung der beiden
Wicklungsgruppen mit zwei getrennten Phasen ohne gemeinsamen
Bezugspunkt.
Die Steuereingänge der Schalter sind mit der Antriebssteuerung 3
verbunden, die zur Steuerung sämtlicher Vorgänge, wie das Hoch
fahren und Stillsetzen des Motors sowie zur Drehzahlstellung
dient.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform
des Zweiphasen-Synchronmotors 1 nach der Erfindung mit einem aus
dem Eisenblechpaket 5 und aus den Wicklungsgruppen W1, W2 mit
jeweils drei Teilwicklungen bestehenden Stator und mit dem aus
Permanentmagneten 6 und aus dem den magnetischen Eisenrückschluß
bewirkenden Teil 7 bestehenden Rotor. Die Wicklungsachsen der
einzelnen Teilwicklungen jeder Wicklungsgruppe schließen jeweils
einen relativ geringen Winkel ein und schneiden sich in der Ro
tationsachse des Rotors. Die Richtungen der durch die beiden
Wicklungsgruppen erzeugten Magnetfelder stehen in diesem Ausfüh
rungsbeispiel senkrecht aufeinander.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungs
form des Zweiphasen-Synchronmotors 1 nach der Erfindung. Der Un
terschied zu dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiels
besteht in der Anordnung der beiden Stator-Wicklungsgruppen und
der damit verbundenen anderen Gestaltung des Eisenblechpakets
des Stators. Die beiden Achsen der Teilwicklungen der Wicklungs
gruppe W1 schließen einen Winkel ein und schneiden sich in der
Rotorachse. Die beiden Teilwicklungen der Wicklungsgruppe W2
sind an diametral gegenüberliegenden Vorsprüngen des Stators an
geordnet. Ihre Wicklungsachsen sind identisch. Die Richtungen
der durch die beiden Wicklungsgruppen erzeugten Magnetfelder
stehen auch in diesem Ausführungsbeispiel senkrecht aufeinander.
Neben den in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsformen ist
jede Anordnung der Teilwicklungen der beiden Wicklungsgruppen
denkbar, bei der die Richtungen der durch die beiden Wicklungs
gruppen erzeugten resultierenden Magnetfelder einen Winkel un
gleich Null einschließen. Weiterhin ist nicht zwingend erforder
lich, daß die einzelnen Teilwicklungen gleiche Windungszahlen
aufweisen.
Der wesentliche Unterschied im Vergleich zu herkömmlichen Zwei
phasen-Synchronmotoren mit diametraler Magnetisierung besteht in
der radialen Magnetisierung des permanent erregten Rotors, wie
in Fig. 2 dargestellt.
Nachfolgend wird der praxisgerechte Betrieb des oben beschriebe
nen Antriebs erläutert.
Zum Hochfahren des Antriebs aus dem Stillstand steuert die An
triebssteuerung 3, auf ein externes Anforderungssignal hin, die
Schalter S1, S2 so an, daß beide Phasen s, t des Frequenzumrich
ters 2 auf die Wicklungsgruppen W1, W2 des Synchronmotors durch
geschaltet sind. Die Frequenz und Amplitude der vom Frequenzum
richter erzeugten Phasenspannungen wird in dieser Anlaufphase
sowie überhaupt zum Erreichen einer Drehzahländerung des Motors
entsprechend der erforderlichen Frequenz-Spannungskennlinie
variiert. Das während der Anlaufphase benötigte hohe Drehmoment
wird, allerdings auf Kosten eines ungünstigen Wirkungsgrades,
durch diesen Zweiphasenbetrieb erzeugt.
Die Phasenverschiebung und Amplitude der Phasenspannungen wird
vorzugsweise so gewählt, daß ein Drehfeld mit monoton steigender
Winkelgeschwindigkeit entsteht.
Nach dem Erreichen der Betriebsdrehzahl steuert die Antriebs
steuerung 3 den Schalter S2 so an, daß die Wicklung W2 von der
Phase t getrennt wird und die Spannung Ui der Auswerteeinheit 4
zugeführt wird. Durch das Abtrennen einer Phase liegt an den
beiden anderen Klemmen des Motors nur noch eine Wechselspannung
an, so daß sich der Zweiphasen-Synchronmotor in dieser Betriebs
art wie ein Einphasen-Synchronmotor verhält. Das von den Stator
wicklungen erzeugte Wechselfeld mit konstanter Richtung kann
nach der Drehfeldtheorie in ein mitlaufendes und ein gegenlau
fendes Magnetfeld mit halber Amplitude aufgeteilt werden, so daß
der Synchronmotor mit dem mitlaufenden Drehfeld weiterläuft.
Dieses Drehfeld mit halber Amplitude ergibt den optimalen Wir
kungsgrad des Motors, da das Gegendrehfeld durch die schlecht
magnetisch leitenden Permanentmagnetmaterialien keine wesentli
chen Verluste erzeugen kann.
Die Auswerteeinheit 4 ermittelt aus der Spannung Ui die Syn
chron- bzw. Asynchrondrehzahl und den lastabhängigen Polradwin
kel des Motors und führt diese der Antriebssteuerung 3 zu. Die
Antriebssteuerung 3 kann somit Abweichungen der Istdrehzahl von
der Solldrehzahl, d. h. ein Außertrittfallen des Motors, und Än
derungen des Polradwinkels bei Lastwechseln, wie z. B. bei einem
Fadenbruch, ermitteln und in Abhängigkeit von der ermittelten
Abweichung den Frequenzumformer 2 so ansteuern, daß eine Still
setzung des Motors erfolgt.
Die Stillsetzung des Motors kann, außer durch die Änderung der
Spannung und Frequenz der Phasenspannungen, durch Kurzschließen
der beiden Wicklungsgruppen erfolgen: Wird der Antriebssteuerung
3 ein Signal zur Stillsetzung des Synchronmotors zugeführt, so
steuert diese die Schalter S1, S2 so an, daß die Wicklungsgrup
pen kurzgeschlossen werden und die in den Wicklungen induzierten
Ströme Magnetfelder erzeugen, die ihrerseits das erforderliche
Bremsmoment hervorrufen.
Im Stillstand des Motors tritt durch die bevorzugte Verwendung
eines radial permanent erregten Rotors ein - im Vergleich zu üb
licherweise verwendeten Rotoren mit Diametralmagnetisierung -
relativ hohes Haltemoment auf, das sich durch Gleichstrombe
stromung der Wicklungen noch erhöhen läßt. Dies kann ebenfalls
durch die entsprechende Ansteuerung der Schalter und des Fre
quenzumformers (mit Frequenz Null) durch die Antriebssteuerung 3
erreicht werden. Durch das auf diese Weise erzeugte Haltemoment
bei Motorstillstand wird ein unkontrolliertes "Freidrehen",
hervorgerufen durch äußere, auf den Rotor wirkende Drehmomente
verhindert. Bei Verwendung eines derartigen Antriebs als Einzel
spindelantrieb an einer Arbeitsstelle einer Ringspinnmaschine
wird somit ein Verdrillen oder Krängeln des Fadens durch unkon
trollierte Drehbewegungen des Rotors bei Stillstand des Motors
verhindert.
Darüber hinaus kann die Antriebssteuerung 3 eine Vorrichtung zur
Überwachung der Netzspannung beinhalten, so daß bei Ausfall oder
Abschalten des Netzes die Schalter S1, S2 so angesteuert werden
können, daß beide Phasen des Frequenzumrichters auf die Wicklun
gen durchgeschaltet sind. Zusätzlich wird in diesem Fall der
Frequenzumrichter 2 in den generatorischen Betrieb geschaltet.
Die erzeugte Energie kann dann z. B. zum geordneten Abstellen des
Antriebs bzw. der gesamten Vorrichtung, in die der Antrieb inte
griert ist, verwendet werden.
In Fig. 4 ist der Betrieb mehrerer derartiger synchron laufender
Einzelspindelantriebe dargestellt. Analog zu den oben beschrie
benen Einzelantrieben ist jeder Synchronmotor über die Schalter
S1, S2 mit den Phasen s, t des Frequenzumrichters 2 verbunden.
Zur Ermöglichung des elektrischen Leistungsaustausches zwischen
den Motoren und zur symmetrischen Belastung des Frequenzumfor
mers wird die während der Betriebsphase abgetrennte Phase ab
wechselnd vertauscht. Auf die Darstellung der Antriebssteuerung
3, der Auswerteeinheit 4 sowie die Ansteuerung der einzelnen
Schalter und die Rückführung der in den abgetrennten Wicklungen
induzierten Spannungen zur Drehzahl- und Polradwinkelermittlung
wurde der Übersichtlichkeit halber verzichtet.
Zur Reduzierung des Aufwands kann dabei eine gemeinsame Auswer
teeinheit bzw. eine gemeinsame Antriebssteuerung mehreren Moto
ren zugeordnet sein. Die Verbindung zwischen der Antriebssteue
rung und den Motoren bzw. zwischen den Motoren und der Aus
werteeinheit kann in vorteilhafter Weise durch übliche Multi
plex-/Demultiplex-Übertragungsverfahren oder durch die Übertra
gung der Signale auf einen gemeinsamen Bus erfolgen.
Damit wird erfindungsgemäß ein Einzelspindelantrieb für eine Ar
beitsstelle einer Spinnereimaschine geschaffen, der den vollkom
men synchronen Lauf der einzelnen Spindeln gewährleistet und
sich durch einen hohen Wirkungsgrad in der Betriebsphase aus
zeichnet. Durch die Verwendung eines radial permanent erregten
Rotors ergibt sich bei Motorstillstand ein hohes Haltemoment,
wodurch das unkontrollierte "Freidrehen" bei Motorstillstand
verhindert wird. Darüberhinaus werden gleichzeitig das Außer
trittfallen des Motors bei Überbelastung und Änderungen des
Polradwinkels bei einem Lastwechsel erkannt. Der Antrieb über
nimmt somit zusätzlich die Aufgabe eines Fadenbruchdetektors.
Claims (13)
1. Einzelspindelantrieb für eine Arbeitsstelle einer Spinnerei
maschine, bestehend aus
- - einem Synchronmotor und
- - einem Frequenzumrichter zur Drehzahlstellung nach Patent ... (Patentanmeldung Aktenzeichen P 40 10 376.5), dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Synchronmotor als Zweiphasen-Synchronmotor (1) mit per
manent erregtem Rotor ausgebildet ist,
- - wobei der Stator für jede Phase eine aus mindestens einer Teilwicklung bestehende Wicklungsgruppe (W1, W2) aufweist und
- - wobei die Teilwicklungen der Wicklungsgruppen (W1, W2) derart angeordnet sind, daß die Richtungen der durch sie erzeugten resultierenden Magnetfelder einen Winkel un gleich Null einschließen, und daß
- - von der Antriebsteuerung (3) ansteuerbare Schaltelemente (S1, S2) vorhanden sind, mit deren Hilfe
- - bei hohem erforderlichem Drehmoment in der Anlauf- und Stillsetzungsphase beide Phasen des Frequenzumrichters (2) auf die Wicklungsgruppen (W1, W2) durchgeschaltet werden und
- - zur Steigerung des Wirkungsgrades bei geringem erfor derlichen Drehmoment während der Betriebsphase nach dem Erreichen der Betriebsdrehzahl eine Wicklungsgruppe von der zugehörigen Phase getrennt wird und daß
- - mittels der steuerbaren Schalter (S1, S2) die in der abge trennten Wicklungsgruppe induzierte Spannung der Auswerte einheit (4) zur Ermittlung der Synchron- bzw. Asynchron drehzahl und/oder des lastabhängigen Polradwinkels des Motors zugeführt wird.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ro
tor zur Reduzierung der Verluste aus schlecht magnetisch
leitendem Material besteht.
3. Antrieb nach einem oder beiden der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rotor zur Erhöhung des Haltemoments
bei Stillstand des Motors als radial permanent erregter Rotor
ausgebildet ist.
4. Antrieb nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Haltemoment bei Stillstand des
Motors durch Gleichstrombestromung mindestens einer Wick
lungsgruppe vergrößert wird.
5. Antrieb nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß Frequenz und Amplitude der durch
den Frequenzumrichter (2) erzeugten Phasenspannungen des
Zweiphasensystems zum Anlaufen oder Stillsetzen bzw. Be
schleunigen oder Bremsen des Motors entsprechend der erfor
derlichen Frequenz-Spannungskennlinie variiert werden.
6. Antrieb nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß Frequenz und Amplitude der durch
den Frequenzumrichter (2) erzeugten Phasenspannungen des
Zweiphasensystems von der Antriebssteuerung (3) einstellbar
sind.
7. Antrieb nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß zum Stillsetzen des Motors (1) die
Wicklungsgruppen (W1, W2) mittels der steuerbaren Schaltele
mente (S1, S2) kurzgeschlossen werden.
8. Antrieb nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß bei Abschalten des Netzes oder bei
Netzunterbrechung der Motor (1) über den Frequenzumrichter
(2) in den generatorischen Betrieb geschaltet wird.
9. Antrieb nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die in der Auswerteeinheit (4)
bestimmte Information über den Betriebszustand des Motors der
Antriebssteuerung (3) zugeführt wird.
10. Antrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebssteuerung (3) die mittels der Auswerteeinheit (4)
bestimmte Drehzahl mit der Solldrehzahl vergleicht und ab
hängig von der ermittelten Abweichung den Frequenzumformer
(2) so ansteuert, daß eine Stillsetzung des Motors erfolgt.
11. Antrieb nach einem oder beiden der Ansprüche 9 und 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Antriebssteuerung (3) Änderun
gen des mittels der Auswerteeinheit (4) bestimmten Polrad
winkels erkennt und abhängig von der ermittelten Abweichung
den Frequenzumformer (2) so ansteuert, daß eine Stillsetzung
des Motors erfolgt.
12. Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Mehrmotorenbetrieb
zur Ermöglichung des elektrischen Leistungsaustausches zwi
schen den Motoren und zur symmetrischen Belastung des Zwei
phasennetzes die abgetrennte Phase abwechselnd vertauscht
wird.
13. Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehreren Motoren eine
gemeinsame Auswerteeinheit und eine gemeinsame Antriebs
steuerung zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4017442A DE4017442A1 (de) | 1990-03-30 | 1990-05-30 | Einzelspindelantrieb fuer eine arbeitsstelle einer spinnereimaschine |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4010376A DE4010376C2 (de) | 1990-03-30 | 1990-03-30 | Antrieb, insbesondere Einzelspindelantrieb für eine Arbeitsstelle einer Ringspinnmaschine |
| DE4017442A DE4017442A1 (de) | 1990-03-30 | 1990-05-30 | Einzelspindelantrieb fuer eine arbeitsstelle einer spinnereimaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4017442A1 true DE4017442A1 (de) | 1991-12-12 |
Family
ID=25891742
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4017442A Withdrawn DE4017442A1 (de) | 1990-03-30 | 1990-05-30 | Einzelspindelantrieb fuer eine arbeitsstelle einer spinnereimaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4017442A1 (de) |
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