DE4016648A1 - Verfahren und vorrichtung zum einschleusen von feststoffen und/oder fluiden in fluid-feststoff-kontaktapparate - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum einschleusen von feststoffen und/oder fluiden in fluid-feststoff-kontaktapparateInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Ein
schleusen von Feststoffen und/oder Fluiden in Fluid-Feststoff-Kontakt
apparate, bei denen das Fluid in einem geschlossenen Kreislauf geför
dert wird.
In der Technik gibt es viele Kontaktprozesse zwischen Feststoffen und
Fluiden (Gase oder Flüssigkeiten), bei denen das Fluid zusätzlich zu dem
eigentlichen Fluid-Durchsatzstrom im Kreislauf umgewälzt wird. Der
Zweck einer solchen internen Umwälzung kann darin bestehen, ohne Erhöhung
des gesamten Fluid-Durchsatzes die interne Fluid-Geschwindigkeit zu erhöhen,
oder beispielsweise darin, durch diese Umwälzung den Fluid-Durchsatz ent
sprechend dem Verhältnis von Umwälzstrom zu Durchsatzstrom mehrfach zu
nutzen.
Anwendungen dieses Prinzips findet man beispielsweise in Trocknungs- oder
Lackier-Verfahren, aber auch bei chemischen Reaktoren wie auch bei Stoff
austausch-Prozessen (Extraktion, Trocknung) und Wärmeaustausch-Vorgängen
mit Erhitzen oder Kühlen des Feststoffs bzw. des Fluids.
Für die Erzeugung eines Fluid-Umwälzstromes mußte bisher immer ein Förder
organ, d.h. eine Pumpe oder ein Gebläse, eingesetzt werden, um das Fluid
gegen den immer zwischen Apparateeintritt und -austritt bestehenden Druck
unterschied von der Austrittsstelle des Apparates zu dessen Eintrittsstelle
zurückzufördern. An dieser Eintrittsstelle muß meist zusätzlich zu der
Fluid-Umwälzung dem Apparat Feststoff und/oder Fluid zur Bildung des eigent
lichen Durchsatzes zugeführt werden. Diese Zufuhr verursacht keine besonde
ren Probleme, wenn dabei das Entweichen von Fluid entgegen der Feststoff
zufuhr unerheblich ist, oder wenn der Feststoff durch das gleiche Förder
organ eingetragen werden kann, welches auch den Kreislauf erzeugt. In
vielen Fällen kann auch der Feststoff durch Schleusen schubweise oder ste
tig zugeführt werden, beispielsweise mit Zellenradschleusen. Dabei haben
diese Schleusen die Funktion, das unkontrollierte Entweichen von Fluid
durch den Feststoff-Zufuhrkanal zu verhindern.
Schwierig und in vielen Fällen undurchführbar wird ein solches Umwälzver
fahren, wenn einerseits Fluid-Emissionen durch den Feststoff-Zufuhrkanal
verhindert werden sollen und andererseits die Förderung des Feststoffes
weder durch Förderorgane noch durch stetig arbeitende Schleusen möglich
ist, z.B. wenn der Feststoff gegen mechanische Beanspruchungen zu empfind
lich ist oder wenn er wegen seiner Form nicht mit stetig arbeitenden Förder
organen bearbeitet werden kann. In solchen Fällen muß man im allgemeinen
auf eine absatzweise oder periodische Prozeßführung übergehen.
Aus der DE-OS 26 48 048 ist ein Verfahren zum kontinuierlichen Einschleu
sen von feinkörnigen bis staubförmigen Feststoffen in einen unter erhöhtem
Druck stehenden Reaktionsraum bekannt. Als Fördermedium (Fluid) für die
Feststoffe wird tiefgekühltes Kohlendioxid verwendet, das mit dem vorge
kühlten Feststoff vermischt wird. Das Feststoff-Fluid-Gemisch wird auf
den erforderlichen Einschleusedruck verdichtet. Das in Form von Kohlen
säureschnee vorliegende tiefgekühlte Kohlendioxid wird am Schluß aus dem
Gemisch abgetrennt und im Kreislauf zur erneuten Verwendung zurückgeführt.
Die Abtrennung vom Feststoff erfolgt in einem Zyklon oder Filter, dem
das Gemisch unter Druck zugeführt wird. Dieses bekannte Verfahren ist
auf feinkörnige bis staubförmige Feststoffe beschränkt, wobei das Gemisch
vor dem Einschleusen verdichtet werden muß. Für grobere oder empfindliche
Feststoffe läßt sich mit diesem bekannten Verfahren eine kontinuierliche
Förderung nicht erreichen.
Aus Patents Abstracts of Japan C-507, 24. Juni 1988, Vol. 12, Nr. 223,
ist ein Verfahren zum Zuführen von feinkörnigem Feststoff bekannt, der
unter Druck einem Misch-Ejektor zugeführt wird. Dort wird er mit Luft
vermischt, die über ein Gebläse zugeführt wird. Der Feststoff wird in dem
Fluid fein und in sogenanntem aerosolartigem Zustand einem Lagertank zuge
führt und über eine Leitung im Kreislauf geführt. Der Feststoff - in aerosol
artigem Zustand - wird anschließend vom Lagertank über eine Leitung und
durch eine Düse in einen Ofen eingesprüht. Auch dieses Verfahren ist nur
zur Verarbeitung von feinkörnigem Feststoff geeignet, der außerdem unter
Druck zugeführt werden muß. Eine kontiunuierliche Verarbeitung von gröberen
oder empfindlichen Feststoffen ist mit diesem Verfahren ebenfalls nicht
möglich.
Gemäß "cav" 1985, Februar, Seite 56 und 80, werden Ejektoren oder Strahl
düsen für den Transport von Schüttgut als Feststoff verwendet. Hierbei
finden die Ejektoren u.a. Verwendung als Zuteiler und Förderer für ver
schiedene Feststoffe. Es wird eine Mischung von Niederdruck-Transportluft
und pulverförmigem Feststoff durch den Ejektor geführt bzw. fließt eine
Pulver-Luft-Suspension durch ein Halsstück in einen Diffusor. Auch hier
handelt es sich also nur um die Förderung feinkörniger Feststoffe.
In allen bekannten Fällen fließt also das Feststoff-Fluid-Gemisch durch
eine gemeinsame Kammer oder Düse, welche einen zur Umgebung hin abgeschlosse
nen Raum darstellt, der nur für den Transport umempfindlicher, feinkörniger
Stoffe geeignet ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw.
eine Vorrichtung zu schaffen, mit dem bzw. der empfindliche und insbeson
dere gröbere Feststoff-Produkte von regelmäßiger, aber auch unregelmäßi
ger Form kontinuierlich in einen Fluid-Feststoff-Kontaktapparat einge
führt werden können. Beispielsweise kann es sich hierbei um empfindliche
pharmazeutische Formprodukte mit einer größten Abmessung von etwa 30 mm
oder mehr handeln.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist in Anspruch 1 gekennzeichnet. Eine
erfindungsgemäße Vorrichtung ergibt sich aus Anspruch 3.
Die Erfindung beruht also auf der Anwendung eines Fluid-Freistrahles, der
durch einen zur Umgebung offenen, praktisch beliebig großen Raum auf eine
gemeinsame Eintrittsöffnung für große Feststoffteile und Kreislauf-Fluid
gerichtet wird. Dabei läuft der Feststoff dieser Eintrittsöffnung drucklos
unter Schwerkraft zu. Hinter der verhältnismäßig großen Eintrittsöffnung
ergibt sich in dem Apparat ein gewisser Überdruck, der durch den Freistrahl
erzeugt wird.
Die erfindungsgemäße Anwendung des Fluid-Freistrahles ermöglicht also eine
drucklose Zufuhr des Feststoffes dadurch, daß bis zu der Eintrittsöffnung
des Apparates kein Überdruck herrscht. Der für die weitere Strömung des
Gemisches im Apparat erforderliche Überdruck wird vielmehr erst hinter
dessen Eintrittsöffnung erzeugt, indem die kinetische Energie des Fluid-
Strahles durch Abbremsung in Druck umgewandelt wird.
Der mit einem gewöhnlichen Förderorgan (Pumpe oder Gebläse) mit dem Kreis
lauf-Fluid gebildete Freistrahl löst also die beim Stand der Technik be
stehenden Probleme auf folgende Weise: Der Fluid-Freistrahl bewirkt die
Einspeisung des Feststoffes in den Apparat. Gleichzeitig bewirkt der Frei
strahl die Ansaugung von weiterem Zufuhr-Fluid, wodurch gleichzeitig ver
hindert wird, daß Umwälz-Fluid durch den Zufuhrkanal nach außen austritt.
Es gibt also keine Fluid-Emissionen an der Eintrittsstelle des Apparates.
Diese Wirkung hängt damit zusammen, daß der für die Durchströmung des Appa
rates erforderliche Überdruck erst nach dem Eintritt des Strahles in den
großen Apparatequerschnitt durch Abbremsen des Fluid-Strahles entsteht.
Dagegen würde ein Überdruck vor dem Apparateeintritt eine Emission des
Kreislauf-Fluids durch den Zufuhrkanal verursachen.
Die Unteransprüche kennzeichnen vorteilhafte Weiterbildungen und Einzel
heiten des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der entsprechenden Vorrichtung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung
beschrieben.
Fig. 1 zeigt schematisch eine herkömmliche Anordnung;
Fig. 2 zeigt schematisch den wesentlichen Teil einer erfindungsgemäßen
Anordnung;
Fig. 3 zeigt schematisch den wesentlichen Teil eines anderen Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Anordnung.
Gemäß Fig. 1 wird ein Feststoff-Fluid-Kontaktapparat 1 mittels einer Pumpe
oder eines Gebläses 3 mit einer Mischung aus Feststoff und Kreislauf-Fluid
gespeist. Dem Förderorgan 3 wird der Feststoff über eine Leitung 5 zuge
führt, in die ein Absperrorgan 7 eingefügt ist. Außerdem wird dem Förder
organ 3 Kreislauf-Fluid über eine Leitung 9 zugeführt, die am Austritts
ende des Kontaktapparates 1 von der dort beginnenden Leitung 11 für das
in dem Apparat 1 behandelte Gemisch abzweigt. Durch eine weitere Leitung 13
wird dem Förderorgan 3 zusätzliches Fluid zugeführt. Das in dem Förder
organ 3 gebildete Gemisch gelangt über eine Leitung 15 zu der Eintrittsöff
nung 17 des Kontaktapparates 1 und durch die Öffnung 17 in den Kontakt
apparat 1. An der Austrittsöffnung 19 des Kontaktapparates muß ein gewisser
Druck p herrschen, um das behandelte Gemisch in die Leitung 11 zu fördern.
Da in dem Kontaktapparat 1 ein gewisser Druckabbau stattfindet, muß der
Druck unmittelbar hinter der Eintrittsöffnung 17 höher sein; er hat also
den Betrag p + Δ p. Auf diese Weise wird mittels des Förderorgans 3 das
Kreislauf-Fluid durch die Leitung 9 und gegen den zwischen der Eintritts
öffnung 17 und der Austrittsöffnung 19 bestehenden Druckunterschied geför
dert.
Wegen der einleitend geschilderten Verhältnisse ist es mit dieser bekann
ten Anordnung nur möglich, feinkörnige und unempfindliche Feststoffe zu
verarbeiten.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung gemäß Fig. 2 und Fig. 3 sind gleiche
Teile mit den gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 gekennzeichnet.
Gemäß Fig. 2 wird das Kreislauf-Fluid durch die Leitung 9 einem Förder
organ (Gebläse) 3 zugeführt. Von dort geht es durch eine in axialer Rich
tung verschiebbare Strahldüse 21, aus der das Kreislauf-Fluid in Form eines
Freistrahls 25 vor der Eintrittsöffnung 17 zunächst frei in einen Feststoff-
Zufuhrkanal 23 eintritt. Der Feststoff-Zufuhrkanal 23 bildet einen zur
Umgebung hin offenen Raum, aus dem der Freistrahl 25 einerseits, soweit
nötig, zusätzliches Zufuhr-Fluid ansaugt, und aus dem andererseits der
Feststoff mit Hilfe des Freistrahls 25 durch die Eintrittsöffnung 17 in
den Kontaktapparat 1 eingetragen wird. Der Querschnitt des Freistrahls 25
ist durch die Strahldüse 21 so bestimmt, daß der Fluidstrahl 25 mit seinem
Querschnitt den Querschnitt der Eintrittsöffnung 17 gerade ausfüllt, so
daß also vor der Eintrittsöffnung 17 kein Fluidstau entsteht, der zu einer
Fluid-Emission durch den Zufuhrkanal 23 hindurch führen könnte. Anderer
seits wird durch diese Bemessung des Fluid-Freistrahls der Eintrittsquer
schnitt optimal ausgenutzt, und es gelangt kein Feststoff unkontrolliert
in den Kontaktapparat 1. Der Feststoff wird der Eintrittsöffnung 17 durch
den Zufuhrkanal 23 praktisch drucklos, jedoch unter Schwerkrafteinfluß
zugeführt.
Die Strahldüse 21 kann, wie durch den Doppelpfeil 27 angedeutet, in Längs
richtung verschiebbar sein, um, ggfs. in Verbindung mit dem Öffnungswinkel
des Fluidstrahls 25, den Eintrittsquerschnitt 17 gerade auszufüllen.
Hierzu hat die Austrittsöffnung der Düse 21 geometrisch die gleiche Umrißform
wie die Eintrittsöffnung 17 des Kontaktapparates 1.
Gemäß Fig. 3 gelangt wiederum das Kreislauf-Fluid aus dem Kontaktapparat 1
über die Leitung 9 zu einem Förderorgan (Gebläse) 3 und von dort durch
eine in Längsrrichtung nicht verschiebbare Flachdüse 31 in das untere Ende
des Feststoff-Zufuhrkanals 23 vor der Eintrittsöffnung 17 des Kontaktappa
rates 1. Am Austrittsende der Düse 31 ist eine schwenkbare Klappe 33 ange
ordnet, mittels der der Strahlquerschnitt und die Strahlgeschwindigkeit
des Fluid-Freistrahls 25 verändert werden können. Außerdem ist an der Ein
trittsöffnung 17 des Kontaktapparates 1 ein Schieber 35 vorgesehen, durch
den der freie Querschnitt der Eintrittsöffnung 17 verändert werden kann.
Durch die beschriebene Anordnung ergeben sich verschiedene einfache und
elegante Regelungsmöglichkeiten.
Durch die schwenkbare Klappe 33 kann der Fluid-Freistrahl 25 auf geringeren
Massenstrom bei gleichzeitig höherer Strahlgeschwindigkeit gedrosselt
werden. Dadurch wird das Förderverhältnis, d.h. der Anteil des pro Massen
einheit des antreibenden Kreislauf-Fluids durch den Zufuhrkanal 23 hindurch
angesaugten zusätzlichen Fluids erhöht, solange der Schieber 35 stillsteht
und damit den Querschnitt der Eintrittsöffnung 17 unverändert hält. Soll
bei kleinerem Kreislauf-Fluid-Treibstrahlstrom dieses Förderverhältnis
konstant bleiben, so kann dieses durch den Schieber 35 eingestellt werden,
indem der Eintrittsquerschnitt an der Eintrittsöffnung 17 vermindert wird.
Mit dem Schieber 35 kann das Förderverhältnis bzw. der angesaugte Strom
frischen Fluids natürlich auch bei unverändertem Antriebsstrahl, also bei
unveränderter Stellung der Klappe 33, reguliert werden.
Mittels der Klappe 33 und des Schiebers 35 kann also der Feststoff-Fluid-
Kontaktprozeß entweder mit Handbedienung oder beispielsweise aufgrund einer
Feuchtigkeits- oder Temperatur-Regelung des abgeführten Fluids automatisch
wirkungsvoll geregelt werden. Der Fluid-Freistrahl 25 tritt vorzugsweise mit
einer Geschwindigkeit von mindestens 25 m/s, insbesondere mit einer Geschwin
digkeit von etwa 30 bis 40 m/s, aus der Düse 21 oder 31 in den offenen
Raum des Zufuhrkanals 23 aus. Es hat sich herausgestellt, daß bei dieser
Strahlgeschwindigkeit die gewünschte Wirkung im allgemeinen günstig erreicht
wird.
Die bewegliche Anordnung der Düse 21 oder 31 kann entweder dadurch verwirk
licht werden, daß diese Düse in Längsrichtung des Strahls des Kreislauf-
Fluids verschiebbar ist (Düse 21), oder dadurch, daß die Düse mit einer
veränderbaren Auslaßöffnung (Klappe 33) zur Veränderung ihres Austritts
querschnitts versehen ist. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, kann die Strahl
austrittsrichtung der Düsen 21, 31 mit der axialen Mittellinie x der Ein
trittsöffnung 17 des Kontaktapparates 1 verschiedene Winkel bilden, die
im allgemeinen zwischen Null und etwa 45° liegen werden und die vorzugs
weise bei etwa 30° liegen. Vorzugsweise ist die Austrittsöffnung der Düse
21, 31 der Eintrittsöffnung 17 des Kontaktapparates 1 derart zugeordnet,
daß der aus der Düse 21, 31 austretende Fluid-Freistrahl einen Öffnungswin
kel α zwischen etwa 15° und 90°, vorzugsweise zwischen etwa 30° und 60°
aufweist. Dabei bildet die Mittellinie des Fluidstrahls mit der Achse x
der Eintrittsöffnung 17 einen Winkel zwischen Null und etwa 45°, vorzugs
weise zwischen etwa 15° und 30°. Auf diese Weise ergeben sich für das Ein
tragen des Feststoffes und ggfs. die Ansaugung von zusätzlichem Fluid mittels
des antreibenden Fluid-Freistrahls günstige Verhältnisse.
Wie die Fig. 2 und 3 ferner zeigen, ist die Feststoff-Zufuhrleitung 23
gegenüber der Eintrittsöffnung 17 des Kontaktapparates 1 vorzugsweise
geneigt angeordnet, wobei ein Winkel von etwa 45° günstige Verhältnisse
ergibt, weil hierdurch einerseits eine drucklose Zufuhr des Feststoffes
unter Schwerkrafteinfluß nicht behindert ist, andererseits aber eine problem
lose Zuführung des Feststoffes zu der Eintrittsöffnung 17 ohne zu starke
Umlenkung möglich ist.
Als ein Anwendungsfall für das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die erfin
dungsgemäße Vorrichtung sei die Trocknung eines pharmazeutischen Produktes
genannt, für welches die Kreislaufführung der Trocknungsluft für die an
schließende Abluftbehandlung entscheidend wichtig war. Das feste pharmazeu
tische Produkt konnte wegen Beschädigungsgefahr nicht mit irgendwelchen
mechanischen Schleusen eingetragen werden, und die Vermeidung von starken
Emissionen der Trocknungsluft mit Lösungsmittelverlusten war nur mit dem
erfindungsgemäßen Kreislauf-Luftstrahl-Prinzip durchführbar. Dessen Anwen
dung ergab einen einfachen und gleichzeitig sicheren Prozeß mit sehr deut
licher Kostenersparnis im Vergleich zu dem Prozeß ohne Kreislauf.
Claims (11)
1. Verfahren zum Einschleusen von Feststoffen und/oder Fluiden in Fluid-
Feststoff-Kontaktapparate mit Förderung des Fluids in einem geschlossenen
Kreislauf, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fluidstrahl (25) mittels
einer Düse (21, 31) als Freistrahl durch einen zur Umgebung offenen
Raum (23) hindurch so auf eine Eintrittsöffnung (17) des Kontaktappara
tes (1) gerichtet wird, daß er diese mit seinem Strahlquerschnitt gerade
ausfüllt, und daß der Feststoff diesem Raum (23) und der Eintrittsöffnung
(17) drucklos unter Schwerkraft zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fluidstrahl
(25) mit einer Geschwindigkeit von mindestens 25 m/s, vorzugsweise
etwa 30 bis 40 m/s, aus der Düse (21, 31) in den offenen Raum (23) aus
tritt.
3. Vorrichtung zum Einschleusen von Feststoffen und/oder Fluiden in Fluid-
Feststoff-Kontaktapparate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fluidstrahldüse (21, 31) beweglich angeordnet ist und daß die Fluid
strahl-Austrittsöffnung der Düse (21, 31) die gleiche geometrische Form
hat wie die Eintrittsöffnung (17) des Kontaktapparates (1).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Austritts
richtung der Düse (21, 31) mit der axialen Mittellinie (x) der Eintritts
öffnung (17) des Kontaktapparates (1) einen Winkel zwischen etwa 0°
und etwa 45°, vorzugsweise von etwa 30° bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Austrittsöffnung der Düse (21, 31) und die Eintrittsöffnung (17) des
Kontaktapparates (1) einander derart zugeordnet sind, daß der aus der
Düse austretende Fluidstrahl (25) einen Öffnungswinkel zwischen etwa
15° und 90°, vorzugsweise zwischen etwa 30° und 60°, aufweist, dessen
Mittellinie mit der Achse (x) der Eintrittsöffnung (17) einen Winkel
zwischen 0° und etwa 45°, vorzugsweise zwischen etwa 15° und 30°, bildet.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Düse (21) in Längsrichtung des Strahls verschiebbar
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Düse (31) als Flachdüse ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Düse (31) eine schwenkbare Klappe (33) zur Verände
rung ihres Austrittsquerschnitts aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Eintrittsöffnung (17) des Kontaktapparates (1) einen
Schieber (35) zur Veränderung des Eintrittsquerschnitts aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Feststoff-Zufuhrleitung (23) gegenüber der Eintritts
öffnung (17) des Kontaktapparates (1) geneigt, vorzugsweise unter einem
Winkel von etwa 45°, angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Düse (21, 31) und/oder der Eintrittsquerschnitt (17)
des Kontaktapparates (1) durch Prozeßparameter automatisch steuerbar
sind.
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4016648A1 (de) |
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| CAV 1985, Februar, S. 56, 80 * |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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