DE4016553C2 - Verfahren und Anordnung zur Verkürzung der Zugriffszeit - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Verkürzung der ZugriffszeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verkürzung der
Zugriffszeit bei einem Aufzeichnungsträger sowie eine Anordnung zur
Durchführung des Verfahrens.
Für ein Magnetplatten-Lesegerät ist es aus der US 4,494,157
bekannt, die Zugriffszeit zu verkürzen, wenn sich der Lesekopf
zwischen der Start- und der Endadresse des zu lesenden Bereichs
befindet. In diesem Fall wird zunächst von der aktuellen Position
bis zur Endadresse und anschließend bei der Startadresse beginnend
gelesen.
Aus der EP 0 354 579 A ist es bekannt, bei einem Magnetplatten-
Lesegerät die den aktuell angeforderten Daten folgenden Daten
zwischenzuspeichern, da diese Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit
als nächste angefordert werden.
In einem CD-Spieler tastet eine optische Abtastvorrichtung mit
tels eines Lichtstrahls die Daten eines rotierenden plattenför
migen Aufzeichnungsträgers, der sogenannten Compact-Disc, ab.
Mittels eines Spurregelkreises wird der die Daten abtastende
Lichtstrahl entlang den spiralförmigen Datenspuren der Platte
geführt.
Damit der CD-Hörer ein von ihm gewünschtes Musikstück hören
kann, wird die optische Abtastvorrichtung von der gegenwärtigen
Position möglichst schnell zu der Spur geführt, auf der das ge
wünschte Musikstück beginnt. Der Lichtstrahl kreuzt während die
ses Vorgangs, der als Spurspringen bezeichnet wird, eine Viel
zahl von Datenspuren; er springt von der gerade abgetasteten
Spur zur die Zielspur. Je schneller das Spurspringen erfolgt, desto
kürzer wird die Zugriffszeit, die Zeit, die Bediener warten
muß, bis er das gewünschte Musikstück hören kann.
Von weit größerer Bedeutung als bei einem CD-Spieler sind kurze
Zugriffszeiten in einem Datensystem. Bei einem Aufzeichnungs-
und/oder Wiedergabegerät, das mit einem CD-ROM als Datenspei
cher ausgerüstet ist, sind kurze Zugriffszeiten ein wesentli
ches Qualitätsmerkmal. Je nach Gerät und Platte kann die Zu
griffszeit zwischen etwa 100 ms und einigen Sekunden schwanken.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Zugriffszeit erheblich
zu verkürzen.
Die Erfindung, ein Verfahren zur Verkürzung der Zugriffszeit
bei einem Aufzeichnungsträger, auf dem die aufgezeichneten Da
ten in Gruppen aufgeteilt sind, löst diese Aufgabe dadurch, daß
nach dem Einlegen des Aufzeichnungsträgers in ein Aufzeich
nungs- und/oder Wiedergabegerät zuerst die ersten n Daten jeder
Gruppe in einem Speicher gespeichert werden, daß beim Lesen der
Daten einer Gruppe zuerst die im Speicher abgelegten Daten aus
gelesen werden, währenddessen die Abtastvorrichtung des Auf
zeichnungs- und/oder Wiedergabegerätes diese Gruppe sucht, daß
nach dem Auffinden dieser Gruppe nicht mehr die im Speicher ab
gelegten Daten, sondern die nun von der Abtastvorrichtung gelie
ferten Daten ausgelesen werden.
Eine zweite Lösung dieser Aufgabe sieht vor, daß nach dem Einle
gen des Aufzeichnungsträgers in ein Aufzeichnungs- und/oder Wie
dergabegerät zuerst die ersten n Daten eines Teils der Gruppen
in einem Speicher gespeichert werden, daß beim Lesen der Daten
einer Gruppe zuerst die im Speicher abgelegten Daten ausgelesen
werden, währenddessen die Abtastvorrichtung des Aufzeichnungs-
und/oder Wiedergabegerätes diese Gruppe sucht, daß nach dem Auf
finden dieser Gruppe nicht mehr die im Speicher abgelegten Da
ten, sondern die nun von der Abtastvorrichtung gelieferter Da
ten ausgelesen werden, und daß in den Pausen zwischen dem Lesen
der Daten zweier Gruppen die ersten n Daten der restlichen Grup
pen im Speicher gespeichert werden.
In der Figur ist eine Anordnung zur Durchführung des erfindungs
gemäßen Verfahrens gezeigt.
Anhand der Figur und eines CD-Spielers wird die Erfindung nun
beispielhaft beschrieben und erläutert.
Wenn eine Platte CD in den CD-Spieler eingelegt wird, bewirkt
eine Steuerschaltung ST, daß zuerst die optische Abtastvorrich
tung A, welche die Platte CD mit einem Lichtstrahl L abtastet,
nacheinander den Anfang eines jeden Musikstücks anfährt, um die
ersten n Daten eines jeden Musikstücks zu Lesen. Diese ersten n
Daten eines jeden Musikstücks werden nun in einem Speicher S ge
speichert. Wenn die Speicherung der ersten n Daten jeder Gruppe
im Speicher S beendet ist, ist der CD-Spieler betriebsbereit.
Die Platte kann jetzt abgespielt werden.
Wenn nun der CD-Hörer z. B. ein Musikstück hören möchte, so wird
sofort mit dem Auslesen der im Speicher S abgelegten ersten n
Daten dieses Musikstücks begonnen, währenddessen die optische
Abtastvorrichtung den Beginn des vom Hörer gewünschten Musik
stücks auf der Platte CD sucht. Eine Synchronisationsschaltung
SY leitet die aus dem Speicher S gelesenen Daten weiter. Wäh
renddessen bewegt die Steuerschaltung ST die optische Abtastvor
richtung A an den Anfang des gewünschten Musikstücks auf der
Platte CD, damit mit dem Lesen der Daten von der Platte CD be
gonnen werden kann. In der Synchronisationsschaltung SY wird
der vom Speicher S kommende Datenfluß mit dem Datenfluß der op
tischen Abtastvorrichtung A synchronisiert. Sobald die beiden
Datenströme synchronisiert sind, Leitet die Synchronisations
schaltung SY nicht mehr die vom Speicher S kommenden Daten, son
dern die von der optischen Abtastvorrichtung A gelieferten Da
ten weiter.
Weil die ersten n Daten eines jeden Musikstücks in einem Spei
cher abgelegt sind, hört der Bediener sofort jedes von ihm ge
wünschte Musikstück. Die Zugriffszeit ist nahezu null geworden.
Während die Daten aus diesem Speicher S gelesen werden, hat die
optische Abtastvorrichtung genügend Zeit, das gewünschte Musik
stück auf der Platte zu suchen. Nachdem die vom Speicher kommen
den Daten und die von der Abtastvorrichtung gelieferten Daten
synchronisiert sind, wird auf die von der Abtastvorrichtung ge
lieferten Daten umgeschaltet. Der Hörer bemerkt von dieser Um
schaltung nichts.
Es genügt bereits, nur von einem Teil der Gruppen bzw. Musik
stücke die ersten n Daten abzuspeichern, um eine Verkürzung der
Zugriffszeiten zu erzielen. Die Zugriffszeiten für diejenigen
Gruppen, deren erste n Daten im Speicher abgelegt sind werden
verkürzt; die Zugriffszeiten für die restlichen Gruppen werden
jedoch nicht verkürzt.
Gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Lösung werden zunächst nur
von einem Teil der Gruppen bzw. Musikstücke die ersten n Daten
gespeichert. Während der Pausen zwischen zwei Musikstücken und
während der CD-Spieler auf Pausenbetrieb umgestellt ist, werden
die ersten n Daten der restlichen Musikstücke gespeichert.
Anstelle der einzelnen Musikstücke kann es sich aber auch um
andere Gruppen beliebiger Daten handeln. Auf einem CD-ROM, ei
ner einmal beschreibbaren Compact-Disc, können z. B. die aufge
zeichneten Daten in mehrere Gruppen unterteilt sein. Von jeder
Gruppe werden nach dem Einlegen der Platte die ersten n Daten
in dem Speicher gespeichert. Es ist sinnvoll n mindestens so
groß zu wählen, daß die Abtastvorrichtung genügend Zeit hat,
den Anfang jeweils derjenigen Gruppe zu finden, deren Daten ge
lesen werden sollen. Jedoch ist es nicht erforderlich, für jede
Gruppe die gleiche Anzahl von Daten in dem Speicher abzulegen.
Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgese
hen, bei jeder Gruppe bzw. bei jedem Musikstück die Daten der
ersten Umdrehung zu speichern.
Es ist aber auch möglich, wie bei einem zweiten Ausführungsbei
spiel vorgesehen ist, die Daten der ersten m Umdrehungen zu
speichern, wobei m eine ganze Zahl oder ein unechter Bruch ist.
Bei einem dritten Ausführungsbeispiel hängt die Anzahl der je
Gruppe im Speicher abgelegten Daten von der Anzahl der auf der
Platte aufgezeichneten Gruppen ab.
Zum Speichern der ersten m Daten sind bei einem vierten Ausfüh
rungsbeispiel ein schneller Speicher geringer Kapazität als
Zwischenspeicher und ein residenter Speicher vorgesehen. Beim
Speichern werden die von der Abtastvorrichtung gelesenen Daten
zuerst im schnellen Speicher abgelegt und von dort an den resi
denten Speicher weitergeleitet. Beim Auslesen der Daten wird in
umgekehrter Reihenfolge vorgegangen. Die Daten werden zuerst
vom residenten Speicher in den schnellen Speicher übermittelt,
von wo sie dann ausgelesen werden. Der Vorteil des vierten Aus
führungsbeispieles Liegt darin, daß nur ein relativ kleiner
schneller Speicherbaustein erforderlich ist.
Bei einem CD-Spieler ist es sinnvoll, die Stellen der Platten
mit dem Index 0 nicht zu speichern, weil sie keine Daten enthal
ten. Stattdessen wird die Länge der durch die Indizes 0 festge
legten Pausen gespeichert. Am Anfang eines Musikstücks stehende
Daten, die null sind, werden ebenfalls nicht gespeichert; ähn
lich wie bei den Pausen wird aber die Dauer dieser Daten, die
keine Informationen enthalten, gespeichert.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist für Aufzeichnungs- und/oder
Wiedergabegeräte geeignet, die mit einem Aufzeichnungsträger
ausgerüstet sind, auf dem die aufgezeichneten Daten in Gruppen
aufgeteilt sind. Als Bei spiele kommen CD-Spieler, Videoplatten
spieler, DRAW-Disc-Spieler und magneto-optische Geräte infrage.
Claims (16)
1. Verfahren zur Verkürzung der Zugriffszeit bei einem
Aufzeichnungsträger (CD), auf dem die
aufgezeichneten Daten in Gruppen aufgeteilt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einlegen des
Aufzeichnungsträgers (CD) in ein Aufzeichnungs-
und/oder Wiedergabegerät zuerst die ersten n Daten
jeder Gruppe in einem Speicher (S) gespeichert
werden, daß beim Lesen der Daten einer Gruppe zuerst
die im Speicher (S) abgelegten Daten ausgelesen
werden, währenddessen die Abtastvorrichtung (A) des
Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerätes diese
Gruppe sucht, daß nach dem Auffinden dieser Gruppe
nicht mehr die im Speicher (S) abgelegten Daten,
sondern die von der Abtastvorrichtung (A)
gelieferten Daten ausgelesen werden.
2. Verfahren zur Verkürzung der Zugriffszeit bei einem
Aufzeichnungsträger (CD), auf dem die
aufgezeichneten Daten in Gruppen aufgeteilt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einlegen des
Aufzeichnungsträgers in ein Aufzeichnungs- und/oder
Wiedergabegerät zuerst die ersten Daten eines Teils
der Gruppen in einem Speicher gespeichert werden,
und daß beim Lesen der Daten einer Gruppe zuerst die
im Speicher abgelegten Daten ausgelesen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Lesepausen die ersten Daten der
restlichen Gruppen im Speicher gespeichert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lesepausen die Pausen zwischen dem Lesen der
Daten zweier Gruppen oder beim Pausenbetrieb des
Geräts sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß während des Auslesens der im
Speicher abgelegten Daten einer Gruppe die
Abtastvorrichtung des Aufzeichnungs- und/oder
Wiedergabegerätes diese Gruppe sucht.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Auffinden dieser Gruppe nicht mehr die
im Speicher abgelegten Daten, sondern die von der
Abtastvorrichtung gelieferten Daten ausgelesen
werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß nicht für jede Gruppe die
gleiche Anzahl von Daten in dem Speicher abgelegt
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem der vom
Speicher (S) kommende Datenfluß mit dem Datenfluß,
der von der Abtastvorrichtung (A) kommt,
synchronisiert ist, nicht mehr die vom Speicher (S)
ausgelesenen Daten, sondern die von der
Abtastvorrichtung (A) gelieferten Daten zur weiteren
Verarbeitung weitergeleitet werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es sich um eine Platte
(CD) als Aufzeichnungsträger handelt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß bei jeder Gruppe die Daten für
mindestens eine Umdrehung der Platte im Speicher (S)
gespeichert werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl n der zu
speichernden Daten von der Anzahl der auf dem
Aufzeichnungsträger (CD) aufgezeichneten Gruppen
abhängt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Speichern der ersten
Daten jeder Gruppe ein schneller Speicher als
Zwischenspeicher und ein residenter Speicher
vorgesehen sind, daß die Daten zuerst im schnellen
Speicher abgelegt und anschließend zum residenten
Speicher weitergeleitet werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auslesen der Daten in der umgekehrten
Reihenfolge erfolgt.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem CD-Spieler
Daten mit dem Index 0 nicht gespeichert werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dauer der Pausen gespeichert wird.
16. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Abtastvorrichtung (A), die
den Aufzeichnungsträger (CD) abtastet, mit dem
ersten Eingang einer Synchronisationsschaltung (SY)
verbunden ist, deren Ausgang mit dem Speicher (S)
verbunden ist, daß der Ausgang des Speichers (S) mit
dem zweiten Eingang der Synchronisationsschaltung
(SY) verbunden ist, an deren Ausgang die Daten
abnehmbar sind und daß eine Steuerschaltung (ST) mit
der Abtastvorrichtung (A) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4016553A DE4016553C2 (de) | 1990-05-23 | 1990-05-23 | Verfahren und Anordnung zur Verkürzung der Zugriffszeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4016553A DE4016553C2 (de) | 1990-05-23 | 1990-05-23 | Verfahren und Anordnung zur Verkürzung der Zugriffszeit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4016553A1 DE4016553A1 (de) | 1991-11-28 |
| DE4016553C2 true DE4016553C2 (de) | 1998-07-02 |
Family
ID=6406999
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4016553A Expired - Lifetime DE4016553C2 (de) | 1990-05-23 | 1990-05-23 | Verfahren und Anordnung zur Verkürzung der Zugriffszeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4016553C2 (de) |
Families Citing this family (4)
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| JPH04238160A (ja) * | 1991-01-21 | 1992-08-26 | Sony Corp | 信号再生装置 |
| JP2927648B2 (ja) * | 1993-07-16 | 1999-07-28 | シャープ株式会社 | 情報再生方法及び情報記録再生方法 |
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1990
- 1990-05-23 DE DE4016553A patent/DE4016553C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4016553A1 (de) | 1991-11-28 |
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Legal Events
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