DE4016397A1 - Videorecorder mit verbesserter farbaufzeichnung - Google Patents
Videorecorder mit verbesserter farbaufzeichnungInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Videorecorder gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein derartiger Videorecorder
ist als sogenannter HiFi-VHS oder HiFi-S-VHS-Videorecorder
mit einer hochwertigen Aufzeichnung der Tonsignale in HiFi-
Qualität bekannt. Ein derartiger Videorecorder hat eine er
höhte Bandbreite des aufgezeichneten Leuchtdichtesignals von
etwa 5 bis 5,6 MHz und eine Aufzeichnung der Tonsignale in
HiFi-Qualität. Die Farbsignale indessen werden unterhalb des
Frequenzspektrums des mit dem Leuchtdichtesignal modulierten
Bildträgers mit einem in der Frequenz herabgesetzten Farbträ
ger, auch "color under" genannt, aufgezeichnet. Diese Art
der Aufzeichnung ermöglicht nur eine Bandbreite der Farbsi
gnale von etw 0,5 MHz. Die Farbwiedergabe ist daher hinsicht
lich Schärfe und Störabstand im Vergleich mit dem Leuchtdich
tesignal relativ unbefriedigend.
Bei der Aufzeichnung eines hochwertigen D2-MAC-Signals muß
dieses Signal zunächst decodiert, neu in PAL kodiert und in
der beschriebenen Weise aufgezeichnet werden. Bei dieser Art
der Aufzeichnung gehen somit ebenfalls die Qualitätsmerkmale
des D2-MAC-Signal steilweise wieder verloren. Optimal wäre
auch hier eine simultane breitbandige Aufzeichnung der
RGB-Signale, wie sie für die Bildwiedergabe letztlich benötigt
werden. Eine derartige Aufzeichnung ist jedoch mit einem
Videorecorder der beschriebenen Art ohne weiteres nicht mög
lich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Videore
corder so auszubilden, daß die RGB-Signale simultan mit ei
ner für optimale Wiedergabe ausreichenden Bandbreite aufge
zeichnet werden können.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfin
dung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung beruht auf folgender Überlegung. Die Auftei
lung einer Schrägspur mit einer Spurbreite von etwa 50 µm in
zwei Spuren halber Spurbreite von etwa 25 µm ist hinsicht
lich der Aufzeichnungsqualität und der Realisierbarkeit der
entsprechenden Köpfe möglich. Eine derartige Aufzeichnung
mit halber Spurbreite wird bei Videorecordern mit
Langspielbetrieb, sogenannten "Longplay", mit gesonderten
Köpfen bereits gemacht. Bei der Erfindung wird nun diese Mög
lichkeit ausgenutzt, um entlang einer bisherigen Spur mit
einer Breite von etwa 50 µm durch Halbierung der Spurbreite
mit zwei Köpfen zwei voneinander unabhängige Signale mit vol
ler Bandbreite aufzuzeichnen. Dabei wird die Tatsache ausge
nutzt, daß für die Aufzeichnung des B-Signals eine geringere
Bandbreite von etwa 3 MHz ausreicht. Das beruht darauf, daß
für die Farbwiedergabe diese Bandbreite ohnehin ausreichend
ist und bei der Bildung von Y aus RGB das B-Signal ohnehin
nur mit 10% beteiligt ist. Der fehlende Frequenzbereich im
B-Signal von etwa 3 bis 6 MHz kann daher bei der Bildung von
Y ohne Qualitätsnachteile durch die entsprechenden Anteile
aus den RG-Signalen ersetzt werden.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird erreicht, daß z. B.
ein D2-MAC-Signal mit voller Qualität aufgezeichnet werden
kann und somit die besonderen Qualitätsmerkmale dieses Si
gnales bei der Aufzeichnung nicht verloren gehen. Der Recor
der kann ohne aufwendige Dekodier- und Matrixschaltungen un
mittelbar an seinem Ausgang das RGB-Signal liefern, das für
eine hochwertige Bildwiedergabe bevorzugt verwendet wird.
Die erfindungsgemäße Lösung bedingt keine Erhöhung des Band
verbrauches und auch keine Verkürzung der Spieldauer eines
vorgegebenen Bandes. Durch die Aufzeichnung der RGB-Signale
entfällt die Notwendigkeit, einen quadraturmodulierten Farb
träger (color under) aufzuzeichnen. Der dafür an sich vorge
sehene Frequenzbereich unterhalb des Frequenzbereiches des
modulierten Bildträgers kann daher für die Aufzeichnung fre
quenzmodulierter Tonträger für einen sogenannten HiFi-Ton
ausgenutzt werden. Alternativ kann auch der Frequenzbereich
des modulierten Bildträgers bis zu tiefen Frequenzen hin,
also in den color under-Bereich hinein ausgedehnt werden,
was eine weitere Erhöhung der Bandbreite des aufgezeichneten
Y-Signals bewirkt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung an ei
nem Ausführungsbeispiel erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 Frequenzspektren zur Erläuterung der
erfindungsgemäßen Aufzeichnung,
Fig. 2 ein Blockschaltbild für die Aufzeichnung,
Fig. 3 ein Blockschaltbild für die Wiedergabe und
Fig. 4 Frequenzspektren der Basisbandsignale R, G, B.
Gemäß Fig. 1 wird das R-Signal durch Frequenzmodulation ei
nes Bildträgers mit einem Frequenzhub von 5,4 bis 7 MHz mit
Köpfen K1a in geringer Spaltbreite von etwa 0,2 µm in der
oberen Schicht S1 des Magnetbandes T aufgezeichnet. Die Köp
fe K1a haben gegenüber bisherigen Köpfen mit einer Spurbrei
te von 49 µm eine halbierte Spurbreite B/2 von 24,5 µm. Un
terhalb des Frequenzspektrums des Bildträgers wird ein fre
quenzmodulierter Tonträger T1 mit einer Frequenz von 0,8 MHz
±200 kHz aufgezeichnet. Die Hälfte der bei bisherigen
Recordern geschriebenen Spur mit der Breite B bleibt also
bei der Aufzeichnung des Signals R frei. Auf gleiche Weise
wird das G-Signal mit Köpfen K1b mit der Spurbreite B/2 auf
gezeichnet, und zwar in der beim R-Signal freigebliebenen
Spurbreite B/2. Unterhalb des Frequenzspektrums des mit G mo
dulierten Bildträgers wird ein Tonträger T2 mit einer Fre
quenz von 0,4 MHz ±200 kHz aufgezeichnet. T1 enthält das Ton
signal des rechten Kanals und T2 das Tonsignal des linken
Kanals eines Stereosignals. Der Frequenzunterschied zwischen
T1 und T2 hat den Zweck, eine frequenzselektive Trennung die
ser Tonträger zu ermöglichen und eine hohe Übersprechdämp
fung zu erzielen.
Gemäß Fig. 1c sind weitere Magnetköpfe K2 mit einer größeren
Spaltbreite von 0,4 bis 0,45 µm vorgesehen. Diese bewirken
durch die größere Spaltbreite eine Aufzeichnung in der tiefe
ren Schicht S2 des Magnetbandes T. Mit den Köpfen K2 wird
das B-Signal ebenfalls durch Frequenzmodulation eines Bild
trägers aufgezeichnet, der einen statischen Frequenzhub von
3,5 bis 4,2 MHz hat und einen Frequenzbereich von etwa 1,2
bis 4,5 MHz einnimmt. Die Aufzeichnungsbandbreite des B-Si
gnals beträgt dabei etwa 2,65 MHz. Eine Aufteilung der Köpfe
K2 in zwei Köpfe halber Spurbreite B/2 ist nicht notwendig,
wenn mit K2 nur das B-Signal aufgezeichnet wird. Die Köpfe
K2 können jedoch wie die Köpfe K1 ebenfalls in zwei Köpfe
halber Spurbreite aufgeteilt sein. Dann können in der tiefe
ren Schicht S2 zusätzlich zu dem B-Signal im Frequenzbereich
von 1,2 MHz bis 4,5 MHz noch weitere Signale z. B. in Form
von zwei frequenzmodulierten Tonträgern und/oder eines Au
dio-PCM-Signals mit DQPSK-Modulation aufgezeichnet werden.
Die R, G-Signale werden mit einer Bandbreite von etwa 5,6 MHz
und das B-Signal mit einer Bandbreite von 2,65 MHz aufge
zeichnet.
In der Aufnahmeschaltung gemäß Fig. 2 gelangt das R-Signal
mit dem Synchronsignal S über den Tiefpaß 1 mit einer Grenz
frequenz von 5,6 MHz, die Sub-Preemphasisstufe 2, den Ampli
tudenbegrenzer 3, den FM-Modulator 4 und den Aufnahmeverstär
ker 5 auf die beiden Köpfe K1a mit je der halben Spurbreite
B/2. Die beiden Köpfe K1a haben entgegengesetzte Azimutwin
kel von +6° und -6°. Das Signal G+S gelangt über einen völ
lig gleichwertigen Weg 1a, 2a, 3a, 4a, 5a auf die Köpfe K1b. Die
Köpfe K1b sind gegenüber den Köpfen K1a auf der Kopftrommel
räumlich so versetzt, daß sie gemäß Fig. 1b die andere Spur
mit der Spurbreite B/2 schreiben, die von den Köpfen K1a mit
dem Signal R nicht beschrieben wurden. Das Signal B+S ge
langt über den Tiefpaß 6 mit einer Grenzfrequenz von 2,8 MHz,
die Preemphasisstufe 7, den Amplitudenbegrenzer 8, den
FM-Modulator 9 und den Verstärker 10 auf die Köpfe 2a. Diese
Köpfe zeichnen das Signal B+S gemäß Fig. 1c auf der halben
Spurbreite B/2 in der tieferen Magnetschicht S2 auf.
Ein Tonsignal NF1 gelangt über die Störunterdrückungsschal
tung 11 in Form einer Dolby oder Highcom-Schaltung, die
Preemphasisstufe 12, den Amplitudenbegrenzer 13, den FM-Modu
lator 14 und den Tiefpaß 15 in Form des Tonträgers T1 auf
die Addierstufe 16. Ein zweites Tonsignal NF2 gelangt über
einen gleichen Weg als Tonträger T2 auf die Addierstufe 16.
Die Summe T1+T2 vom Ausgang der Addierstufe 16 gelangt
über den Verstärker 17 auf die Köpfe K2b, mit denen die Ton
träger T1, T2 auf der von B nicht beschriebenen Spurbreite
B/2 aufgezeichnet werden.
In Fig. 2 erfolgt also die Aufzeichnung der Tonträger T1, T2
entsprechend der Variante gemäß Fig. 1c und nicht gemäß Fig.
1a, b. Die Aufzeichnung der Signale mit K2a und K2b erfolgt
jeweils mit einer Spurbreite von ca B/2=22 µm mit einem Zwi
schenraum, einem sogenannten Rasen, von etwa 2,5 µm zwischen
den Spuren. Durch diesen Rasen wird ein Übersprechen zwi
schen den Signalen in den beiden nebeneinander liegenden Spu
ren mit je B/2 vermieden. Die beiden Köpfe K2a für die bei
den nebeneinanderliegenden Spuren halber Spurbreite haben
einen Azimutwinkel von +30° und -30°.
In der Wiedergabeschaltung gemäß Fig. 3 gelangt das Signal
gemäß Fig. 1a von den Köpfen K1a über den Kopfumschalter 18,
die Laufzeitstufe 19, den Amplitudenbegrenzer 20, den FM-De
modulator 21, den Tiefpaß 22 mit einer Grenzfrequenz von
6 MHz und die Deemphasisstufe 23 als Signal R auf die Klemme
24. Über einen identischen Weg 18a, 19a, 20a, 21a, 22a, 23a wird
an der Klemme 24a das G-Signal gewonnen.
Die Köpfe K2a liefern gemäß Fig. 1c über den Kopfumschalter
25, die Laufzeitstufe 26, den Begrenzer 27, den FM-Demodula
tor 28, den Tiefpaß 29 mit einer Grenzfrequenz von 2,7 MHz
und die Deemphasisstufe 30 an der Klemme 31 wieder das B-Si
gnal. An den Klemmen 24, 24a und 31 stehen also die
RGB-Signale simultan zur Verfügung. Der Tonträger T1, der räum
lich versetzt zu B mit den Köpfen K2b aufgezeichnet ist, ge
langt über den Kopfumschalter 32, den Bandpaß 33 mit einem
Durchlaßbereich von 1,4 MHz ±200 kHz, den Amplitudenbegren
zer 34, den FM-Demodulator 35, die Deemphasisstufe 36 und
die Störunterdrückungsschaltung 37 auf die Klemme 38, an der
das Tonsignal NF1 zur Verfügung steht. Über den identischen
Weg 33a, 34a, 35a, 36a, 37a wird an der Klemme 38a das Tonsignal
NF2 gewonnen.
In Fig. 3 haben die RG-Signale die volle Bandbreite von etwa
5,6 MHz, während das B-Signal eine verringerte Bandbreite
von etwa 2,8 MHz hat. Für den Farbkanal, z. B. die Gewinnung
des modulierten Farbträgers aus RGB wird ohnehin nur die ge
ringe Bandbreite von 2,8 MHz benötigt, so daß dafür die ge
ringere Bandbreite von B keine Bedeutung hat. Bei der Bil
dung von Y aus RGB hätte das Signal B jedoch nicht die an
sich notwendige Bandbreite.
Fig. 4 zeigt die Frequenzspektren der Basisbandsignale
R, G, B. R und G haben die volle Bandbreite von etwa 5,6 MHz.
B hat nur die geringe Bandbreite von 2,8 MHz. Der fehlende
Frequenzbereich von 2,8 MHz bis 5,6 MHz in B kann durch ent
sprechende Signalanteile aus R und G ersetzt werden, z. B.
aus dem Mittelwert von R und G. Dieses ist durch die Bezeich
nung (a+b)/2 angedeutet. Bei der Rückgewinnung des breitband
igen Y-Signals ergibt sich also durch die verringerte Band
breite von B kein merkbarer Nachteil, weil B nach der Glei
chung
Y=0,59G+0,3R+0,11B
ohnehin an Y nur mit 11% beteiligt ist.
Y=0,59G+0,3R+0,11B
ohnehin an Y nur mit 11% beteiligt ist.
Es ist auch möglich, gemäß Fig. 1a, b jeweils eine Spur mit
der herkömlichen Breite B in drei Spuren mit je der Breite
B/3 aufzuteilen und auch diese drei gleichwertigen paralle
len Spuren mit je B/3 die drei Farbsignale RGB simultan mit
voller Bandbreite von 5,6 MHz aufzuzeichnen.
Claims (8)
1. Videorecorder mit verbesserter Farbaufzeichnung, bei
dem ein mit dem Bildsignal modulierter Bildträger
mit Videoköpfen (K1) geringer Spaltbreite in einer
oberen Magnetschicht (S1) und weitere Signale mit
zweiten Magnetköpfen (K2) größerer Spaltbreite in
einer tiefer liegenden Schicht (S2) in parallelen Spu
ren des Magnetbandes (T) aufgezeichnet werden, da
durch gekennzeichnet, daß jeweils ein Kopf (K1, K2)
durch zwei Köpfe (K1a, b; K2a, b) halber Spurbreite
ersetzt ist und die RGB-Signale simultan mit diesen
Köpfen aufgezeichnet werden.
2. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das R-Signal und das G-Signal mit den ersten Köp
fen (K1a, b) halber Spurbreite (B/2) in der oberen
Schicht (S1) und das B-Signal den zweiten Köpfen
(K2a, b) in der tieferen Schicht (S2) aufgezeichnet
werden.
3. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Wiedergabe bei der Bildung des Leuchtsi
gnals (Y) aus den RGB-Signalen der obere fehlende
Frequenzbereich im B-Signal durch die entsprechenden
Anteile aus den RG-Signalen ersetzt wird.
4. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils die beiden zusammengehörenden Köpfe hal
ber Spurbreite durch einen Kombikopf gebildet sind.
5. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Köpfe (K1a, b; K2a, b) in Spurrichtung
um die Länge von zwei aufgezeichneten Fernsehzeilen
geometrisch gegeneinander versetzt sind.
6. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Köpfe (K1a, K1b) entgegengesetzt ge
richtete Azimutwinkel aufweisen.
7. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mit den ersten Köpfen (K1a, b) in der oberen
Schicht (S1) im Frequenzbereich unterhalb des modu
lierten Bildträgers mit NF-Tonsignalen (NF1, NF2) fre
quenzmodulierte Tonträger (T1, T2) aufgezeichnet wer
den.
8. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Köpfe (K1a, b; K2a, b) halber Spurbreite (B/2)
für Langzeitbetrieb mit halber Bandlängsgeschwindig
keit vorgesehene Köpfe ausgenutzt sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |