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DE4015700A1 - Verfahren und vorrichtung zum allseitigen beschichten von aus feuchtigkeitsempfindlichen werkstoffen bestehenden platten - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum allseitigen beschichten von aus feuchtigkeitsempfindlichen werkstoffen bestehenden platten

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Publication number
DE4015700A1
DE4015700A1 DE19904015700 DE4015700A DE4015700A1 DE 4015700 A1 DE4015700 A1 DE 4015700A1 DE 19904015700 DE19904015700 DE 19904015700 DE 4015700 A DE4015700 A DE 4015700A DE 4015700 A1 DE4015700 A1 DE 4015700A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sealant
plate
edge surface
work station
coating
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19904015700
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Dykow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Feierabend Hans GmbH
Original Assignee
Feierabend Hans GmbH
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Publication date
Application filed by Feierabend Hans GmbH filed Critical Feierabend Hans GmbH
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Priority to DE9010615U priority patent/DE9010615U1/de
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Priority to YU83891A priority patent/YU83891A/sh
Publication of DE4015700A1 publication Critical patent/DE4015700A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
    • B05D7/06Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials to wood
    • B05D7/08Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials to wood using synthetic lacquers or varnishes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
  • Motor Or Generator Current Collectors (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
Es sind Kantenbearbeitungsmaschinen bekannt, die dazu bestimmt und ausgestaltet sind, plattenförmige, im Rahmen von Möbeln zu verwendende Bauteile, die ober- und unterseitig eine Schutz- oder auch dekorative Be­ schichtung tragen, an den Seitenkanten zu bearbeiten und mit einem geeigneten Beschichtungsmaterial zu überziehen. Bei diesen Bauteilen handelt es sich in vielen Fällen um Spanplatten oder sonstige, auf der Basis von Holz bzw. Zellulose hergestellte, faserige bzw. poröse Platten, die unter Einwirkung von Feuchtigkeit zu Quellerschei­ nungen neigen. Das Anbringen der Kantenbeschichtungen erfolgt mit Hilfe sogenannter Schmelzkleber, beispiels­ weise auf der Basis von Polyamid, Polyurethan oder auch Äthylen-Vinyl-Acetat. Diese Verklebungen können jedoch nur als bedingt feuchtigkeitsfest angesehen werden, insbesondere nachdem im Stoßbereich zwischen der Kanten­ beschichtung und der Ober- bzw. Unterseitenbeschichtung der Platten unvermeidbare Spalte vorhanden sind, über welche Feuchtigkeit in die Holzstruktur der Platte eindringen kann, so daß die auf diesem Wege hergestell­ ten Möbelteile für einen Einsatz beispielsweise in Bad und Küche nur beschränkt verwendbar sind.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Beschichten insbesondere der Kanten von aus faserigen, zellulosehaltigen Werkstoffen bestehenden Platten zu entwerfen, welches in einfacher Weise zu beschichteten Platten führt, die ohne Einschränkungen in Feuchträumen verwendbar sind. Es ist ferner die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zu entwerfen. Gelöst ist diese Aufgabe bei einem gattungs­ gemäßen Verfahren durch die Merkmale des Kennzeichnungs­ teils des Anspruchs 1 und bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 5.
Erfindungswesentlich ist, daß die jeweils unter Verwen­ dung der üblichen folien- bzw. plattenartigen Beschich­ tungen zu beschichtende Kantenfläche vor der Aufbringung der Kantenflächenbeschichtung mit einem lösungsmittelhal­ tigen flüssigen Versiegelungsmittel getränkt wird, welches in die Struktur der Platte, beispielsweise einer Spanplatte eingepreßt wird. Das Versiegelungsmittel kann beispielsweise eine lackähnliche Beschaffenheit haben, so daß sich nach Verdunsten bzw. Verdampfen des Lösungs­ mittels eine flüssigkeitsdichte Beschichtung ergibt, welche entsprechend ihrer Eindringtiefe in die Substanz der Spanplatte deren Kantenfläche zuverlässig gegenüber einem Feuchtigkeitseindringen versiegelt. Als Versiege­ lungsmittel kann eine große Zahl von in einem geeigneten Lösungsmittel gelösten Kunststoffen benutzt werden, soweit diese nach Abtrennung des Lösungsmittels eine flüssigkeitsdichte Schicht bilden. Auf die in diesem Sinne versiegelte Kantenfläche wird in an sich bekannter Weise eine Beschichtung aufgebracht, beispielsweise unter Verwendung eines Schmelzklebers. Aufgrund der kantenseitigen Versiegelung der Platte ist ein Eindrin­ gen von Feuchtigkeit in deren Substanz auszuschließen, so daß die in diesem Sinne hergestellten Platten als Bestandteile solcher Möbelteile verwendbar sind, die zur Verwendung in Feuchträumen bestimmt sind.
Das Versiegelungsmittel ist gemäß den Merkmalen des Anspruchs 2 ein aushärtungsfähiger Kunststoff, beispiels­ weise ein Reaktionsharz.
Die Eindringtiefe des Versiegelungsmittels in der Struk­ tur der Platte kann entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 3 nach Maßgabe der Zweckbestimmung des Ver­ siegelungsmittels, nämlich der Abdichtung der Kantensei­ te bemessen werden. Generell ist eine sehr geringe Eindringtiefe in der Größenordnung von 0,2 mm als ausreichend anzusehen.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht nach den Merkma­ len des Anspruchs 4 im wesentlichen aus drei Schritten, soweit es die Beschichtung der Kantenseiten der Platte betrifft. Es sind dies das Auftragen des flüssigen Ver­ siegelungsmittels auf die freie Oberfläche der Kante, das Einpressen des Versiegelungsmittels in die Struktur der Platte unter Verwendung von Druckluft, die auf die freie Oberfläche des Versiegelungsmittels einwirkt sowie das konventionelle Aufbringen einer Oberflächenbeschich­ tung nach dem Verdampfen des Lösungsmittels sowie ggf. dem Aushärten des Kunststoffs. Hinzu treten kann im Bedarfsfall eine Trockenstrecke zum beschleunigten Verdampfen des Lösungsmittels, bzw. zum Trocknen der Kantenfläche.
Erfindungswesentlich für die zur Durchführung des vor­ stehend beschriebenen Verfahrens geeignete Vorrichtung ist, daß im Rahmen deren einzelner Arbeitsstationen im wesentlichen handelsübliche Bauteile bzw. Vorrichtungs­ komponenten Verwendung finden können. So kann im Rahmen der Arbeitsstation zum Auftragen des flüssigen Versiege­ lungsmittels beispielsweise eine an sich bekannte Lack­ auftragswalze Verwendung finden, während im Rahmen der Arbeitsstation zum Aufbringen der Druckluft auf die freie Oberfläche des Versiegelungsmittels eine Druckluft­ breitstrahldüse Verwendung finden kann, durch welche eine möglichst großflächige Beaufschlagung des aus dem Versiegelungsmittel bestehenden Flüssigkeitsfilmes gewährleistet ist. Die die einzelnen Arbeitsstationen verbindende Vorschubvorrichtung für die kantenseitig zu bearbeitende Platte kann grundsätzlich von beliebiger Art sein.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die zeichnerischen Darstellungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Arbeitsstation zum Auftragen eines Versiege­ lungsmittels auf die Schnittfläche einer Spanplatte;
Fig. 2 eine Arbeitsstation zum Verdrängen eines über­ stehenden Wulstes des Versiegelungsmittels;
Fig. 3 eine Arbeitsstation zur Unterstützung des Ein­ dringens des Versiegelungsmittels in die Struktur der Spanplatte;
Fig. 4 einen Schnitt einer erfindungsgemäß hergestellten Spanplatte in vergrößerter Darstellung.
Die zur Erläuterung des erfindungsgemäß benutzten Ver­ fahrens dienenden Fig. 1 bis 3 zeigen drei aufeinander folgende Arbeitsstationen, die von einer, an ihren Kanten zu behandelnden Spanplatte 1 nacheinander durch­ laufen werden, und zwar mit dem Ziel, deren die Kanten bildende Schnittflächen 2 gegenüber einem Eindringen von Feuchtigkeit zu versiegeln.
Sämtliche dieser drei Arbeitsstationen können in einer Vorrichtung räumlich zusammengefaßt sein, wobei sich an die, in der Fig. 3 gezeigten Arbeitsstation ausgeführten Verfahrensschritte ein übliches Beschichten der Schnitt­ flächen 2 anschließt, auf dessen zeichnerische Darstellung jedoch verzichtet worden ist.
Ausgangsprodukt für das erfindungsgemäße Verfahren ist in der in Fig. 1 gezeigten Arbeitsstation eine in üb­ licher Weise ober- und unterseitig beschichtete Span­ platte 1, welche Beschichtungen aus üblichen Werkstoffen, beispielsweise aus Kunststoffen auf der Basis von PVC be­ stehen können, die mit der Spanplatte verklebt sind. Anstelle einer Spanplatte kommt grundsätzlich auch jede andere, aus einem porösen, vor Feuchtigkeit zu schützen­ den Werkstoff bestehende Platte in Betracht, die ober- und unterseitige Beschichtungen aufweist und deren stirnseitige Schnittflächen 2 ebenfalls zu beschichten sind. Die Spanplatten 1 sind hierbei beispielsweise von rechteckiger oder quadratischer Gestalt, wobei die Schnittfläche 2 im Ausgangszustand gemäß Fig. 1 als Ergebnis eines vorangegangenen Zuschneidevorgangs offen­ gelegt sein kann.
Mit 3 ist in den Fig. 1 bis 3 eine Vorschubvorrichtung bezeichnet, in der die an ihren Schnittflächen 2 zu behandelnde Spanplatte gehalten ist und durch welche sie relativ zu feststehenden Teilen der jeweiligen Arbeits­ station geführt ist. Die nähere konstruktive Ausführung dieser Vorschubvorrichtung 3 kann grundsätzlich beliebig sein, so daß auf eine detailliertere Darstellung bzw. Beschreibung derselben verzichtet wird.
Die in Fig. 1 gezeigte Arbeitsstation dient dem Auftra­ gen eines Versiegelungsmittels, welches aus einem aus­ härtungsfähigen, in einem flüssigen Lösungsmittel ge­ lösten Kunststoff bestehen kann. Der Auftrag dieses in flüssiger Form vorliegenden, beispielsweise lackartigen Versiegelungsmittels erfolgt mittels einer an sich bekannten Auftragswalze 4, die um eine Achse 5 in zeich­ nerisch nicht näher dargestellter Weise drehbar gelagert ist und welche ein dosiertes Aufbringen einer gleich­ mäßigen Schichtstärke auf die jeweilige Schnittfläche 2 ermöglicht. Nach dem Verlassen der in Fig. 1 gezeigten Arbeitsstation sind die Schnittflächen 2 der Spanplatte 1 von einem, durch das genannte Versiegelungsmittel gebildeten, eine gleichmäßige Schichtstärke aufweisenden Flüssigkeitsfilm überzogen, der auf der porösen Ober­ fläche der Schnittfläche 2 haftet.
Um die, sich als Folge des Auftragens des Flüssigkeits­ films oberseitig und unterseitig der Schnittkante 2 unvermeidbar bildenden Flüssigkeitswülste 6 zu entfernen, wird die Spanplatte 1 in der, in Fig. 2 gezeigten Ar­ beitsstation einer Nachbehandlung unterzogen. Zu diesem Zweck wird die Spanplatte an einer Anordnung von Druck­ luftdüsen 7 entlanggeführt, die oberhalb und unterhalb der Spanplatte 1, und zwar in der Nähe deren Schnitt­ fläche 2 angeordnet sind. Die Achsen der Druckluftdüsen erstrecken sich unter einem spitzen Winkel zur Oberfläche der Spanplatte und es ist deren Entfernung von den Wülsten 6 sowie die durch diese Druckluftdüsen 7 strömen­ de Druckluftmenge derart bemessen, daß die Wülste 6 durch den austretenden Luftstrom insbesondere aus der Ebene der Ober- und Unterseiten der Spanplatte 1 ver­ drängt werden. Bei den genannten Druckluftdüsen 7 kann es sich um einzelne, jedoch auch linienhaft verteilte Düsenanordnungen handeln. Am Ende der in Fig. 2 gezeig­ ten Arbeitsstation sind die Wülste 6 zur Seite der Schnittfläche hin verdrängt und es gelangt die Spanplat­ te 1 in diesem Zustand in die in Fig. 3 gezeigte Arbeits­ station.
Im Rahmen der letztgenannten Arbeitsstation wird die zu behandelnde, mit dem flüssigen Versiegelungsmittel beschichtete Schnittfläche an einer Druckluftbreitstrahl­ düse 8 oder einer vergleichbaren Einrichtung entlangge­ führt, deren Ausstrahlrichtung senkrecht zu der genann­ ten Schnittfläche 2 verläuft. Der Zweck dieser Druckluft­ breitstrahldüse 8 besteht darin, das auf der porösen Oberfläche der Schnittfläche 2 haftende Versiegelungsmit­ tel durch großflächig wirksamen pneumatischen Druck in die Poren der Struktur der Spanplatte 1 einzupressen, so daß die Substanz der Spanplatte in einer Eindringtiefe 9 mit dem Versiegelungsmittel getränkt ist.
Nach dem Verdampfen bzw. Verdunsten des Lösungsmittels aus der Substanz des Versiegelungsmittels bildet sich ausgehend von der freien Oberfläche der Schnittfläche 2 bis zu einer Eindringtiefe 9 eine strukturell verfestig­ te, ein Eindringen von Feuchtigkeit in die übrige Sub­ stanz der Spanplatte verhindernde Versiegelungsschicht aus. Das Verdunsten bzw. Verdampfen des Lösungsmittels kann je nach dessen Eigenschaften im Rahmen einer Trocken­ strecke in üblicher Weise beschleunigt werden. Als Ausgangsprodukt der in Fig. 3 gezeigten Arbeitsstation ergibt sich somit eine an deren Schnittflächen 2 flüssig­ keitsdicht versiegelte Spanplatte.
Die weitere Beschichtung der Schnittflächen 2 der Span­ platte erfolgt in konventioneller Weise.
Fig. 4 zeigt einen Endbereich einer erfindungsgemäß hergestellten und allseitig beschichteten Spanplatte im Schnitt. Hierbei sind die Dicken der einzelnen Schich­ ten zur Verdeutlichung des Gesamtaufbaus jedoch nicht maßstabsgetreu wiedergegeben.
Die eigentliche Kernsubstanz der Spanplatte ist ober- und unterseitig durch eine Schicht 10 aus einem geeigne­ ten Kunststoff überzogen, der mit der genannten Kernsub­ stanz in nicht näher dargestellter, jedoch an sich bekannter Weise verklebt ist. Die Schnittfläche 2 ist in der oben beschriebenen Weise vorbehandelt worden, d. h. es ist diese stirnseitig mit einem aushärtungsfähigen Versiegelungsmittel getränkt, und zwar in einer Eindring­ tiefe 9, so daß ein flüssigkeitsdichter Abschluß dieser Schnittfläche 2 gegeben ist. Auf die in diesem Sinne vorbehandelte Schnittfläche 2 ist eine Klebstoffschicht 11, beispielsweise ein Schmelzkleber aufgetragen, welcher der Anbindung einer Kantenbeschichtung 12 dient. Die Kantenbeschichtung 12 besteht aus einem, dem Werkstoff der Schicht 10 entsprechenden Werkstoff.
Die erfindungsgemäß hergestellte Spanplatte gemäß Fig. 4 ist aufgrund der Versiegelung der Schnittflächen 2 insbesondere zur Verwendung in Feuchträumen wie z. B. Bad und Küche geeignet, da ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Kernsubstanz der Spanplatte zuverlässig verhindert wird.

Claims (6)

1. Verfahren zum allseitigen Beschichten von aus porösen bzw. faserigen, feuchtigkeitsempfindlichen, insbeson­ dere zellulosehaltigen Werkstoffen bestehenden Plat­ ten, wobei auf die Ober- und Unterseite derselben platten- bzw. folienartige Beschichtungen aufgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kanten­ flächen ein flüssiges, lösungsmittelhaltiges Versie­ gelungsmittel auf der Basis eines Kunststoffes einge­ preßt wird und daß auf die versiegelte Kantenfläche eine Kantenflächenbeschichtung in an sich bekannter Weise aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Versiegelungsmittel ein in einem Lösungsmittel gelöster, aushärtungsfähiger Kunststoff verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß das Versiegelungsmittel bis zu einer, für einen flüssigkeitsdichten Abfluß der Kantenfläche hinreichenden Eindringtiefe (9) in die Substanz der Platte eingepreßt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Versiegelungsmittel auf die zu beschichtende Kantenfläche in gleichmäßiger Schichtdicke aufgetragen wird, daß durch Einwirken von Druckluft oder eines sonstigen geeigneten Gases auf die freie Oberfläche des Versiegelungsmittels dieses in die poröse bzw. faserige Struktur der Platte eingepreßt wird und daß nach Verdampfen des Lösungsmittels in an sich bekannter Weise unter Verwendung eines geeigneten Klebstoffs die Kanten­ flächenbeschichtung auf die versiegelte Oberfläche aufgebracht wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, insbesondere zur Oberflächenbe­ schichtung der Kanten von aus porösen bzw. faserigen, feuchtigkeitsempfindlichen Werkstoffen bestehenden Platten, gekennzeichnet durch die Hintereinanderan­ ordnung einer Arbeitsstation zum Auftragen eines flüssigen Versiegelungsmittels auf die Kantenflächen einer ansonsten ober- und unterseitig in an sich bekannter Weise beschichteten Platte, einer Arbeits­ station zum Aufbringen von Druckluft oder eines sonstigen geeigneten Gases auf die Kantenfläche, um das Versiegelungsmittel in die Struktur der Platte einzupressen und eine Arbeitsstation zum Auftragen einer Kantenflächenbeschichtung auf die versiegelte Oberfläche, wobei alle Arbeitsstationen materialfluß­ mäßig über eine Vorschubvorrichtung (3) für die Platte in Verbindung stehen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsstation zum Auftragen des Versiege­ lungsmittels aus wenigstens einer Auftragswalze (4) und daß die Arbeitsstation zum Aufbringen von Druck­ luft aus einer Anordnung von der Kantenfläche gegen­ überliegenden Düsen besteht.
DE19904015700 1990-05-16 1990-05-16 Verfahren und vorrichtung zum allseitigen beschichten von aus feuchtigkeitsempfindlichen werkstoffen bestehenden platten Ceased DE4015700A1 (de)

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