DE4015627C2 - Abbruchzange - Google Patents
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- E02F3/965—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven with arrangements for alternate or simultaneous use of different digging elements of metal-cutting or concrete-crushing implements
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abbruchzange mit den Merkmalen des Oberbegriffs des An
spruchs 1.
Eine solche Abbruchzange ist aus der US-PS 4776524 bekannt. Eine solche Abbruch
zange wird eingesetzt, wenn eine Konstruktion beispielsweise eines Gebäudes, das aus
armierten Beton usw. hergestellt ist abzubrechen oder abzureißen ist oder wenn ein
Staßenbelag, der aus Beton, Asphalt usw. hergestellt ist abzutragen und abzuräumen
ist. Die vorbekannte Abbruchzange weist dazu eine von einem Gehäuse sich nach au
ßen erstreckenden stationäre Backe und eine relativ zu dieser verschwenkbar am Ge
häuse gelagerte, bewegliche Backe auf. Ein zu brechender Gegenstand wird unter
Ausführung einer Schließbewegung der beweglichen Backe relativ zur stationären Bac
ke gebrochen, wobei die bewegliche Backe auf einer Fläche, die der stationären Backe
gegenüberliegt, ein erstes in Tiefenrichtung wirkendes Schneidteil aufweist. Die bewegli
che Backe weist weiterhin ein erstes Paar von als Kreuzschneidteilen ausgebildeten
Brechteilen auf, die kleiner als das in Tiefenrichtung wirkende Schneidteil sind, wobei
das Paar von Kreuzschneidteilchen auf jeder Seite der beweglichen Backe derart ange
ordnet ist, daß das in Triefenrichtung wirkende Schneidteil zwischen den Kreuzschneid
teilen liegt.
Weiterhin weist die vorbekannte Abbruchzange an ihrem vorderen Ende in der stationä
ren, unteren Backe Ausnehmungen für Kreuzschneidteile auf. Ein Zusammenwirken der
Kreuzschneidteile mit dem zwischen diesen angeordneten, in Tiefenrichtung wirkenden
Schneidteil ist erst im Bereich zwischen einem Verbindungsteil und einem Tragrahmen
möglich, wo zur Aufnahme der Schneidteile Aufnahmeräume angeordnet sind. Weiter
hin greifen Kreuzschneidteile am freien Ende der beweglichen Backe in Freiräume am
freien Ende der stationären Backe ein.
Im Hinblick auf die vorbekannte Abbruchzange liegt dem Anmeldungsgegenstand die
Aufgabe zugrunde, ein Ergreifen und gleichzeitiges Brechen eines Gegenstandes zu
verbessern, wobei der Gegenstand über seine gesamte ergriffene Länge effizient und in
sehr kleine Stücke zerkleinert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Durch die spezielle Anordnung de Schneidteile bzw. Druckteile und der Gegenflächen
am freien Ende der Backen der Abbruchzange ist es möglich, einen Gegenstand mittels
der Abbruchzange im wesentlichen über die gesamte Länge der Backen zu halten und
gleichzeitig effizient zu zerkleinern. Dies wirkt sich insbesondere vorteilhaft bei solchen
Gegenständen aus, die nur schwer ergreifbar sind und /oder von einer ebenen Fläche
abstehen, wie beispielsweise Fahrbahnbeläge oder Säulen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind aus den Unteransprüchen ersichtlich.
Ferner ergeben sich weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung aus der
nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung. Darin zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten bevorzugten
Ausführungsform nach der Erfindung,
Fig. 2 eine perspektivische Ausschnittsansicht einer beweglichen Backe
bei der ersten bevorzugten Ausführungsform,
Fig. 3 eine Vertikalschnittansicht der ersten bevorzugten
Ausführungsform,
Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Schnittansicht eines vorderen Endabschnitts der
beweglichen Backe bei der ersten bevorzugten Ausführungsform,
Fig. 6 eine Schnittansicht längs der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 und 8 Ansichten zur Verdeutlichung des Gebrauchszustandes der
ersten bevorzugten Ausführungsform,
Fig. 9 eine Schnittansicht der wesentlichen Teile einer zweiten
bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung,
Fig. 10 eine perspektivische Ausschittsansicht einer beweglichen Backe
bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform, und
Fig. 11 und 12 Schnittansichten zur Verdeutlichung der wesentlichen Teile der
zweiten bevorzugten Ausführungsform in ihrem bestimmungs
gemäßen Gebrauchszustand.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform nach der Erfindung wird nachstehend unter
Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 8 erläutert.
Eine Abbruchzange gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform umfaßt ein Gehäuse
1, welches hohl ausgebildet ist und die Gestalt eines gesürzten L hat. Das Gehäuse 1
hat eine Öffnung 2, die an einer Seite desselben vorgesehen ist, und zwar auf der Vor
derseite, die Fig. 1 rechts unten und in Fig. 3 auf der rechten Seite gezeigt ist.
Eine stationäre Backe 3 ist einteilig mit dem Gehäuse 1 in einem Abschnitt des Gehäu
ses ausgebildet, der unterhalb der Öffnung 2 und auf derselben Seite wie diese liegt,
und sie verläuft von diesem Abschnitt nach vorne (s. Fig. 1). Die stationäre Backe 3 hat
eine kastenförmige Auslegungsform und ist aus Stahlblech hergestellt. Sie hat eine Ge
stalt ähnlich eines menschlichen Fußes.
Auf einer oberen Fläche 3e der stationären Backe 3 (d. h. auf der Fläche, die einer be
weglichen Backe 4 gegenüberliegt, die nachstehend näher erläutert wird) ist eine Mehr
zahl von (vier bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform) Tragteilen 3a als in
Längsrichtung verlaufende Greifteile ausgebildet. Jedes Trag- bzw. Greifteil 3a verläuft
in Längsrichtung (d. h. in jene Richtung, in die sich die stationäre Backe 3 erstreckt).
Die länglichen Teile 3a haben wenigstens ein Ende, das an einem Zwischenabschnitt in
Längsrichtung gesehen liegt, und die Enden sind im wesentlichen parallel und in regel
mäßigen Abständen angeordnet. In der Praxis sind die Tragteile 3a fest mit der obere
ren Fläche 3e der kastenförmigen Konstruktion derart verbunden, daß sie geringfügig
von der Oberfläche 3e desselben nach oben vorstehen. Ein Verbindungsabschnitt 3b,
der senkrecht zu den anderen Enden und den vorderen Enden der Tragteile 3a ist und
der dieselbe Höhe wie die Enden hat, ist an Ort und Stelle festgelegt. Der Abschnitt der
stationären Backe 3, der zwischen dem Verbindungsabschnitt 3b und dem vorderen
Ende der Backe 3 liegt, ist in Richtung zu dem Ende spitz ausgebildet, wenn man von
der Seite auf dieselbe sieht. Die obere Fläche desselben ist als eine nach vorne verlau
fende ebene Fläche 3c ausgebildet. Eine U-förmige Ausnehmung 3d ist in Breitenrich
tung in der Mitte des vorderen Endabschnitts ausgebildet, wobei die Öffnung in Richtung
zu dem zu brechenden Gegenstand weist. Die Ausnehmung 3d kann den unteren Ab
schnitt eines großen, in Tiefenrichtung wirkenden Schneidteils 9 aufnehmen.
Die bewegliche Backe 4 hat einen Basisabschnitt 4a, der von der Öffnung 2 aus in das
Gehäuse 1 einsetzbar ist. An diesem Abschnitt ist die Backe 4 schwenkbar an dem
Gehäuse 1 derart gelagert, daß die bewegliche Backe 4 relativ zu der stationären Bac
ke 3 unter Wegbewegen eine Öffnungsbewegung und unter Annäherung eine Schließ
bewegung ausführen kann, wie dies mit einem Pfeil in Fig. 3 angedeutet ist. Insbeson
dere ist der Basisabschnitt 4a der beweglichen Backe 4 mit Hilfe einer Achse 5
schwenkbeweglich gelagert, die an einem Abschnitt vorgesehen ist, der unter der Öff
nung 2 des Gehäuses 1, aber oberhalb der stationären Backe 3 derart liegt, daß die
Backe 4 in einer Ebene vertikal zur stationären Backe 3 schwenkbeweglich ist. Die be
wegliche Backe 4 ist hohl ausgelegt und hat einen etwa viereckförmigen bzw. rechteck
förmigen Querschnitt. Der vordere Endabschnitt (der von dem Basisabschnitt 4a ent
fernt liegt) der Backe 4 ist geringfügig nach oben ausgebaucht, wobei eine bewegliche
Backenvorderachse 6 an der Ausbauchung vorgesehen ist. Ein hydraulischer Öff
nungs- und Schließzylinder 7 hat eine Kolbenstange 7a, deren eines Ende schwenk
beweglich mittels der beweglichen Backenvorderachse 6 gelagert ist, und einen Zylin
derkörper 7b, dessen in Längsrichtung verlaufender Zwischenabschnitt 7c mittels einer
weiteren Achse bzw. Welle am Gehäuse 1 schwenkbeweglich gelagert ist.
Auf der unteren Fläche der beweglichen Backe 4 (d. h. auf der Fläche, die der stationä
ren Backe 3 gegenüberliegt) ist eine Mehrzahl von kreuzweise wirkenden Schneidteilen
8 vorgesehen, die sich kreuzweise einschneiden können. Diese Schneidteile 8 sind
paarweise angeordnet, und jedes Paar weist Schneidteile 8 auf, die auf jeder Breitseite
der beweglichen Backe 4 angeordnet und von einem benachbarten, hinten an dem
Paar um einen vorbestimmten Längsabstand getrennt sind. Auch ist auf der Fläche eine
Mehrzahl von in Tiefenrichtung wirkenden Schneidteilen 9 vorgesehen, die sich in Tie
fenrichtung einschneiden können, und jeweils einen relativ großen Durchmesser haben.
Diese Schneidteile 9 sind an Zwischenpositionen zwischen den in Breitenrichtung in
Paaren angeordneten und in Querrichtung wirkenden Schneidwerkzeugen 8 angeord
net. Es sind ein vorderer Endabschnitt und ein hinterer Endabschnitt vorgesehen, die
um einen geeigneten Längsabstand voneinander getrennt sind. Die Schneidteile 9 lie
gen in einer Ebene, in der die bewegliche Backe 4 eine Schwenkbewegung bzw. Dreh
bewegung ausführen kann. Insbesondere fluchten die Schneidflächen der Schneidteile
im wesentlichen zu der Schwenkebene der Backe 4. Wie in den Fig. 1, 2 und 5 gezeigt
ist, hat jede in Tiefenrichtung wirkende Schneide 9 eine Gestalt, die im wesentlichen
ähnlich der Hälfte eines Körpers ist, den man durch Verbinden von zwei Kegelstumpftei
len an ihren Basisseiten erhält. (Da dieser Körper ähnlich einer japanischen Rechen
brettperle ausgelegt ist, wird diese Gestalt nachstehend als "rechenbrettperlenähnliche
Gestalt" bezeichnet). Wie andererseits in den Fig. 1, 2, 5 und 6 gezeigt ist, hat jede
kreuzweise wirkende Schneide 8 eine Gestalt, die einem Dreieckprisma mit einer
kreisförmig gebogenen Kante im wesentlichen ähnlich ist. Die Kante ist am unteren En
de der Schneide 8 und dient als Schneidkante. Alternativ können die kreuzweise wir
kenden Schneiden 8 die gleiche Ausgestaltungsform wie die groß bemessenen und in
Tiefenrichtung wirkenden Schneiden 9 haben, d. h. sie können eine Gestalt in Form
einer Hälfte einer Rechnbrettperle haben. Die Anzahl der in Tiefenrichtung wirkenden
Schneiden 9 kann alternativ nur eine sein, wobei die einzige Schneide 9 an einer vor
deren Endposotion vorgesehen ist.
Die stationäre Backe 3 und die bewegliche Backe 4 umfassen jeweils wechselseitig
gegenüberliegende Flächen und Abschnitte, die nahe dem zugeordneten Basisabschnitt
liegen, sowie ein stationäres Schneidteil 11a und ein bewegliches Schneidteil 11b, die
an den Flächen festgelegt sind, und die vorgesehen sind, um Versteifungsglieder durch
zutrennen. Wenn die bewegliche Backe 4 sich auf der stationären Backe 3 schließt,
arbeiten die Schneidteile 11a und 11b unter Ausführung einer Scherbeanspruchung
zusammen.
Mit der Bezugsziffer 12 ist in den Fig. 1, 3 und 7 ein Paar von Befestigungsplatten
bezeichnet, die über Schwenkglieder 14a und 14b sowie einen Arm 13 an einer vorde
ren Stelle einer hydraulischen Schaufel angebracht sind. In den Fig. 7 und 8 ist mit dem
Buchstaben C ein zu brechender bzw. zu zerkleinernder Gegenstand bezeichnet.
Nachstehend wird die Arbeitsweise der vorstehend erläuterten, ersten bevorzugten
Ausführungsform näher beschrieben.
Die Schaufeleinrichtung am vorderen Ende eines Arms einer hydraulischen Schaufel
wird durch die Abbruchzange gemäß der Erfindung ersetzt. Die Öffnungs- und Schließ
bewegung des hydraulischen Zylinders 7 der Abbruchzange wird hydraulisch derart
ausgeführt, daß die Kolbenstange 7a unter Ausführung einer Gleitbewegung sich in
dem Zylinderkörper 7b hin- und hergehend bewegt. Diese hin- und hergehende Bewe
gung ihrerseits bewirkt ein Verschwenken der beweglichen Backe 4, um einen Brech
vorgang auszuführen (siehe Fig. 7 und 8). Der Brechvorgang wird mittels der bewegli
chen Backe 4 oben und der stationären Backe 3 unten auf die nachstehend beschrie
bene Weise durchgeführt. Zuerst wird die Brechbearbeitung mittels des durchmesser
großen, ähnlich einer Rechenbrettperle ausgebildeten und in Tiefenrichtung wirkenden
Schneidteils 9 vorgenommen, das auf der unteren Fläche der beweglichen Backe 4
und an der vorderen Endposition der in Breitenrichtung gesehenen Mitte vorgesehen ist,
sowie in Verbindung mit dem vorderen Endabschnitt der stationären Backe 3. Insbe
sondere wenn die bewegliche Backe 4 geschlossen ist, liegt die kreisförmige und bo
genförmig ausgebildete Schneidkante des in Tiefenrichtung wirkenden Schneidteils 9
an dem vorderen Endabschnitt gegen den Gegenstand C an. Eine weitere Druckbeauf
schlagung des Schneidteils 9 führt zu einer Krafterzeugung, mittels der der Gegenstand
C in Richtung nach hinten gezogen wird. In Wirklichkeit jedoch wirken die Kreuzschneid
teile 8 auf der jeweiligen Seite hierbei so, daß der Gegenstand C gehalten wird. Somit
erfolgt mit Hilfe der Kreuzschneidteile 8 eine in Tiefenrichtung wirkende Scherbean
spruchung und Brechbeaufschlagung des Gegenstands C in Verbindung mit der kreis
förmig und bogenförmig ausgelegten Schneidkante des großen und in Tiefenrichtung
wirkenden Schneidteils 9, so daß schließlich Risse in Tiefenrichtung gesehen in dem
Gegenstand C erzeugt werden. Andererseits wirkt die Mehrzahl von Kreuzschneidteilen
8 auf jeder Seite der anderen Fläche der beweglichen Backe 4 derart, daß diese den
Gegenstand C halten und gegen diesen gedrückt werden, wobei die Endabschnitte der
Schneidfläche 8 in den Gegenstand C einschneiden. Hierdurch wird eine kreuzweise
wirkende Scher- und Brechbearbeitung derart vorgenommen, daß man schließlich Risse
in Querrichtung des Gegenstands C erhält.
Nachstehend werden die zweckmäßigen Wirkungsweisen der vorstehend beschriebe
nen, ersten bevorzugten Ausführungsform näher erläutert.
Bei der Abbruchzange gemäß der bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung
steht die stationäre Backe 3 von dem Abschnitt unterhalb der Öffnung 2 des Gehäuses
1 vor und hat eine relativ ebene obere Fläche, während die beweglich Backe 4, die der
stationären Backe 3 gegenüberliegt, am Gehäuse 1 schwenkbar gelagert ist und auf
ihrer unteren Fläche die Mehrzahl von Kreuzschneidteilen 8 hat, die auf jeder Breitseite
der unteren Fläche vorgesehen sind und von dieser vorstehen, sowie eine durchmes
sergroße, rechenbrettperlenähnliche und in Tiefenrichtung wirkende Schneideinrichtung
9 hat, die an der unteren Fläche an der vorderen Endposition in der Mitte der Oberfläche
in Breitenrichtung gesehen fest angebracht ist. Die stationäre Backe 3 hat auch an ih
rem vorderen Endabschnitt die U- förmige Ausnehmung 3d, welche die große, und in
Tiefenrichtung wirkende Schneideinrichtung 9 aufnehmen kann, wenn die bewegliche
Backe 4 geschlossen ist. Die bewegliche Backe 4 wird mittels des hydraulischen Öff
nungs- und Schließzylinders 7 verschwenkt. Dank dieser Auslegung kann die Abbruch
zange am Gegenstand in Tiefenrichtung und kreuzweise Risse vorsehen, und sie kann
somit die Abbrucharbeiten äußerst effizient ausführen. Das Brechen in Tiefenrichtung
und in Querrichtung, das mit Hilfe der Abbruchzange vorgenommen wird, ist auch da
hingehend von Vorteil, daß der Gegenstand in relativ kleine Stücke gebrochen werden
kann.
Die effiziente Brechbearbeitung resultiert aus dem Zusammenwirken des großen, in
Tiefenrichtung wirkenden Schneidteils 9, das an der vorderen Stelle mit einer Mehrzahl
von in Querrichtung wirkenden Schneidteilen 8 an jeder Seite des Schneidteils 9 ver
sehen ist.
Die Brechwirkung der Abbruchzange wird hierdurch in einem solchen Ausmaß gestei
gert, daß man die Antriebsleistung herabsetzen kann, die zum Öffnen und Schließen
des Hydraulikzylinders erforderlich ist. Hierdurch wird andererseits ermöglicht, daß die
Größe des Zylinders 7 herabgesetzt werden kann, um die Herstellungskosten für die
Abbruchzange zu senken. Die vorstehend beschriebene Brechbearbeitung läßt sich mit
Hilfe der Abbruchzange so vornehmen, daß im wesentlichen keine Schwingungen oder
Geräusche entstehen.
Die stationäre Backe 3 hat eine relativ ebene, obere Fläche sowie die U-förmige Aus
nehmung 3d an dem vorderen Endabschnitt derselben, welche das große, in Tiefenrich
tung wirkende Schneideteil 9 aufnehmen kann, wenn die bewegliche Backe 4 ge
schlossen ist. Wenn bei dieser Auslegungsform die bewegliche Backe 4 sich auf der
stationären Backe 3 an dem Ende der Brecherbearbeitung schließt, kann in vorteilhafter
Weise das große, in Tiefenrichtung wirkende Schneidteil 9 in seinen Aufnahmezustand
in der U- förmigen Ausnehmung 3d der stationären Backe 3 gebracht werden. Somit
wird ermöglicht, daß die Backen 3 und 4, insbesondere die bewegliche Backe 4, ihre
Schließbewegung ausführen kann, bis nur ein enger Zwischenraum zwischen den Bac
ken 3 und 4 vorhanden ist. Hierbei rücken die untere Seitenfläche der beweglichen
Backe 4 und die relativ ebene, obere Seitenfläche der stationären Backe 3 eng anlie
gend gegen den zu zerkleinernden Gegenstand C, so daß dieser in kleine Stücke ge
brochen wird.
Bei der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsform liegt das große, in
Tiefenrichtung wirkende Schneidteil 9, das auf der unteren Fläche der beweglichen Bac
ke 4 vorgesehen ist, an dem vorderen Endabschnitt. Wie in Fig. 3 gezeigt, kann man
daher eine maximal groß bemessene Öffnung, d. h. eine Öffnung mit einer maximalen
Größe zwischen dem Schneidteil 9 und der stationären Backe 3 im vollständig geöffne
ten Zustand der Backen 3 und 4 erhalten. Daher kann die Abbruchzange einen größe
ren Gegenstand C aus Beton o. dgl. als bei einer üblichen Abbruchzange halten und
zerkleinern.
Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 9 bis 12 eine zweite bevorzugte Aus
führungsform nach der Erfindung näher erläutert. Gleiche oder ähnliche Teile wie bei der
voranstehend erläuterten bevorzugten Ausführungsform sind mit denselben Bezugszei
chen versehen und, um Wiederholungen zu vermeiden, entfällt deren Beschreibung.
Eine Abbruchzange gemäß der zweiten bevorzugten Ausführungsform hat eine statio
näre Backe 3, die mit jener der ersten bevorzugten Ausführungsform übereinstimmt.
Wie in den Fig. 9 und 10 gezeigt ist, hat eine bewegliche Backe 4 Querschneidteile 8,
die gleich wie jene bei der zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsform abgese
hen davon ausgelegt sind, daß das Paar an den vorderen Endstellen der Backe 4
durch ein Paar von Druckteilen 10 ersetzt ist, die im wesentlichen rechteckförmig ausge
legt sind und an Ort und Stelle festgelegt sind. Die unteren Flächen der Druckteile 10
sind über einer vorderen, ebenen Endfläche 3c der stationären Backe 3 angeordnet
und in Flächenkontakt mit derselben bringbar.
Im Hinblick auf die restlichen Auslegungseinzelheiten stimmt die zweite bevorzugte
Ausführungsform im wesentlichen mit den Auslegungseinzelheiten der ersten bevorzug
ten Ausführungsform überein.
Bei der Abbruchzange nach der zweiten bevorzugten Ausführungsform steht die statio
näre Backe 3 in einem Abschnitt unterhalb der Öffnung 2 des Gehäuses 1 vor und hat
eine relativ ebene, obere Fläche, während die bewegliche Backe, die der stationären
Backe 3 gegenüberliegt, am Gehäuse 1 schwenkbar gelagert ist und auf ihrer unteren
Fläche die Mehrzahl von Druckteilen 10 hat, die im wesentlichen ebene, untere Flächen
haben und jeweils auf der Breitseite der unteren Fläche und an den vorderen Endab
schnitten angeordnet sind. Die Mehrzahl von Kreuzschneidteilen 8 ist auf jeder Breitsei
te angeordnet und hinter den Druckteilen 10 vorgesehen. Das durchmessergroße, re
chenbrettperlenähnliche und in Tiefenrichtung wirkende Schneidteil 9 ist an der unteren
Fläche an der vorderen Endstelle etwa in der Mitte in der Breitenrichtung der Fläche ge
sehen fest vorgesehen. Die stationäre Backe 3 hat an ihrem vorderen Endabschnitt
ebenfalls eine U-förmige Ausnehmung 3d, in welcher das große, in Tiefenrichtung wir
kende Schneidteil 9 aufgenommen werden kann, wenn die bewegliche Backe 4 ge
schlossen ist. Die unteren Flächen der Druckteile 10 können im wesentlichen in Berüh
rung mit der oberen Fläche der stationären Backe 3 sein, wenn die bewegliche Backe 4
geschlossen ist. Die bewegliche Backe 4 wird mit Hilfe des Hydraulikzylinders 7 in Öff
nungs- und Schließungsrichtung verschwenkt. Dank dieser Auslegung ist diese Ab
bruchzange insbesondere dann zweckmäßig, wenn es als ein Hauptteil einer Brech-
oder Abstreifanlage eingesetzt wird. Die Abbruchzange kann einen Gegenstand in sehr
kleine Stücke zerbrechen.
Bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform sind die unteren Flächen der Druckteile
10 im wesentlichen eben und können im wesentlichen in Kontakt mit der oberen Fläche
der stationären Backe 3 sein, wenn die bewegliche Backe 4 geschlossen ist. Nachdem
somit das in Tiefenrichtung wirkende Schneidteil 9 Risse in Tiefenrichtung an dem zu
brechenden Gegenstand C erstellt hat, wodurch der Gegenstand C in gewissem Maße
zerbrochen wird, wirken die unteren Flächen der Druckteile 10 und die obere Fläche der
stationären Backe 3 auf den Gegenstand C ein, um eng anliegend eine Druckkraft ge
gen diesen auszuüben, so daß der Gegenstand in Stücke zerkleinert werden kann, die
im wesentlichen ähnlich sehr kleinen Fragmenten sind. Somit kann die Abbruchzange
einen Gegenstand so zerkleinern, daß man eine Anhäufung von sehr kleinen Stücken
erhält.
Nach dem Zerkleinern des Gegenstands C kann der zerkeinerte Gegenstand als Ab
bruchgut verkauft werden.
Sei den vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen sind die Ausgestal
tungen der großen, in Tiefenrichtung wirkenden Schneideteile 9, der Kreuzschneideteile
8 und der Druckteile 10 nicht auf jene Formgestaltungen beschränkt, die bei den dar
gestellten bevorzugten Ausführungsformen gezeigt sind. Andere Ausgestaltungsformen
können - im Rahmen des Anspruchs 1 - vorgesehen werden, vorausgesetzt, daß man die
Scherwirkung und ähnliche Wirkungsweisen erhält, die gleichwirkend anzusehen sind.
Die Anzahl der vorgesehenen Teile kann vergrößert oder verkleinert werden.
Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, stellt die Erfindung eine Abbruch
zange bereit, die ein äußerst günstiges Brechvermögen beim Abbrechen von Beton
wänden, Böden, Decken, Säulen und Fahrbahnbelägen hat, und die äußerst effizient
zum Abtragen und Abräumen von Fahrbahnbelägen einsetzbar ist.
Claims (6)
1. Abbruchzange zum Brechen eines Gegenstandes, mit einem Gehäuse (1), einer
stationären Backe (3), die am Gehäuse (1) derart gelagert ist, daß sie sich von diesem
nach außen erstreckt, und einer beweglichen Backe (4), die an dem Gehäuse (1) derart
schwenkbar gelagert ist, daß sie relativ zur stationären Backe (3) eine Öffnungs- und
Schließungsbewegung ausführen kann, wobei der Gegenstand (C) durch die stationäre
Backe (3) und die bewegliche Backe (4) unter Ausführung einer Schließbewegung relativ
zueinander gebrochen wird, wobei die bewegliche Backe (4) auf einer Fläche, die der
stationären Backe (3) gegenüberliegt, zumindest ein in Tiefenrichtung wirkendes
Schneidteil (9) aufweist, welches wenigstens dem vorderen Ende der beweglichen Backe
(4) benachbart angeordnet ist und die bewegliche Backe (4) zumindest ein Paar von
Kreuzschneidteilen (8) oder von flächenhaften Druckteilen (10) aufweist, die in
Schließrichtung jeweils kleiner sind als das in Tiefenrichtung wirkende Schneidteil (9), und
wobei das Paar von Kreuzschneidteilen (8) bzw. flächenhaften Druckteilen (10) auf jeder
Seite der beweglichen Backe (4) derart angeordnet ist, daß in Tiefenrichtung wirkende
Schneidteil (9) in einer Querrichtung hierzu gesehen zwischen diesen Paar liegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Ausnehmung (3d) am vorderen Ende der stationä ren Backe (3) derart
angeordnet ist, daß die Ausnehmung (3d) bei geschlossener beweglicher Backe (4) das in
Tiefenrichtung wirkende Schneidteil (9) aufnimmt, wobei das vordere Ende beidseitig zur
Ausnehmung (3d) obere ebene Flächen (3c) aufweist, die den Kreuzschneidteilen (8) bzw.
flächenhaften Druckteilen (10) der beweglichen Backe (4) in Schließrichtung jeweils
gegenüberliegen.
2. Abbruchzange nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Tiefenrichtung wirkende Schneidteil (9) an einer Stelle in der Mitte in
Breitenrichtung der beweglichen Backe (4) vorgesehen ist und eine Ausbildungsform hat,
die im wesentlichen ähnlich einer Hälfte eines Körpers ist, den man durch Verbinden von
zwei Kegelstümpfen an ihrem Basisteil erhält.
3. Abbruchzang nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das in Tiefenrichtung wirkende Schneidteil (9) eine Schneidfläche hat, die zu der
Ebene ausgerichtet ist, in der die bewegliche Backe (4) ihre Dreh- beziehungsweise
Schwenkbewegung ausführt.
4. Abbruchzange nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein weiteres in Tiefenrichtung wirkendes Schneidteil (9) an einer Position nach innen
versetzt zum ersten Schneidteil angeordnet ist.
5. Abbruchzange nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß weitere Paare von Kreuzschneidteilen (8) auf jeder Breitseite der beweglichen Backe
(4) in einem Abstand voneinander und in vorbestimmten Abständen von dem ersten Paar
von Kreuzschneidteilen (8) bzw. flächenhaften Druckteilen (10) angeordnet sind.
6. Abbruchzange nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (3d) einen U-förmigen Rand hat und sich in Richtung zum vorderen
Ende der stationären Backe (3) öffnet.
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