DE4014091C2 - Vorrichtung für Teilereinigungsmaschinen zum Reinigen von in Behältern angeordneten Teilen - Google Patents
Vorrichtung für Teilereinigungsmaschinen zum Reinigen von in Behältern angeordneten TeilenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1. Derartige Vorrichtungen ergeben sich z. B.
aus der US-PS 4 370 992.
Des weiteren ist aus der DE-OS 38 31 653 eine Vorrichtung zum
Reinigen von Werkstücken bekannt, die in Aufnahmevorrichtun
gen auf einem drehbaren Polygonrad befestigt sind. Die
Werkstücke sind einzeln fliegend gelagert um ihre eigene
Achse drehbar ausgebildet, die rechtwinklig zur Polygonrad
achse steht. Jedes einzelne Werkstück wird durch einen vom
Hauptantrieb getrennten Antrieb in Taumelbewegung versetzt.
Die Drehachse der Aufnahmevorrichtung wird dabei entweder
innerhalb der Polygonradebene aus der Richtung vertikal zur
Polygonraddrehachse gekippt, oder aber es wird eine Orientie
rung der Drehachse der Aufnahmevorrichtung um einige Grade
aus der Polygonradebene vorgenommen. Hierbei wird jedes
einzelne Werkstück durch einen federgespannten, selbstklem
menden Klemmbügel arretiert, ferner erfolgt die rotierende
Bewegung des Polygonrades und die Taumelbewegung der Werk
stückhalterung durch getrennte Antriebe.
Aus der GB-PS 14 46 083 ist eine Reinigungsvorrichtung zum
Reinigen von in Behältern angeordneten Gegenständen bekannt.
Die Behälter sind in Umfangsrichtung eines Drehrades versetzt
befestigt und unabhängig davon um ihre eigene Achse drehbar
angeordnet. Das Drehrad wird absatzweise von einer Bearbei
tungsstation in eine darauf folgende gedreht. Während des
Stillstandes des Rades werden die Trommeln in Drehung
versetzt. Die zu reinigenden Gegenstände fallen bei der
Drehung des Behälters aus dem Behälter in die Trommel, so daß
sie in der Trommel frei verteilt und durch eine spezielle
Ablenkvorrichtung wieder in den Behälter zurückgebracht
werden.
Auch sind Teilereinigungsmaschinen vorgeschlagen worden, bei
denen die zu reinigenden Teile in Körben, Kästen oder
dergleichen angeordnet sind, welche im Durchlaufbetrieb
innerhalb der Reinigungsmaschine mit Reinigungsflüssigkeit
behandelt werden. Bei kleinen Teilen und weitgehend gefüllten
Behältern reicht ein derartiger, im Durchlauf arbeitender
Reinigungsvorgang nicht aus, da bei in mehreren Lagen
übereinander angeordneten Teilen die Reinigungsflüssigkeit
nicht einwandfrei alle Teile vollständig erfassen kann. Für
diese Anwendungsfälle werden die die Teile aufnehmenden
Behälter so an einem rotierenden Rahmen, z. B. nach Art eines
Rhönrades befestigt, daß sie starr mit dem Umfangsrand
verbunden zusammen mit dem Rad die gleiche Drehung ausführen,
d. h. sich einmal pro Radumdrehung um ihre eigene Achse
drehen. Damit führen die Teile im Korb Rollbewegungen relativ
zueinander aus, die dazu führen, daß der Reinigungsvorgang
intensiver wird, d. h. die Reinigungsflüssigkeit an immer
anderen Flächen der Teile angreifen kann, um eine gleich
mäßigere Reinigung zu erzielen. Da die Umlaufgeschwindigkeit
des Rades und der Körbe mit den in ihnen angeordneten Teilen
wegen der großen Masse relativ gering ist, und da die
Einwirkung der Reinigungsflüssigkeit auf die Teile relativ
begrenzt ist, ist der Reinigungsvorgang für viele Anwendungs
fälle nicht ausreichend intensiv.
Aufgabe der Erfindung ist es, die gattungsgemäße Vorrichtung
und deren Antrieb möglichst einfach und zweckmäßig auszuge
stalten und den Reinigungseffekt zu verbessern, ohne daß
dadurch der mechanische Aufbau wesentlich komplizierter wird.
Dies wird gemäß der Erfindung mit den Merkmalen des Kennzei
chens des Anspruches 1 erreicht. Weitere Ausgestaltungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird erreicht, daß die
die zu reinigenden Teile aufnehmenden Behälter während des
Betriebes zwei sich überlagernde Drehbewegungen ausführen,
nämlich eine Drehbewegung, die zusammen mit der Drehung der
Hauptantriebswelle und des die Behälter aufnehmenden Arm
kreuzes erfolgt, und einer weiteren Drehbewegung, bei der die
einzelnen Behälter zusätzlich um die jeweilige eigene
Behälterachse gedreht werden, wobei letztere Bewegung
vorzugsweise mit höherer Drehzahl durchgeführt wird. Der
Antrieb für beide Drehbewegungen erfolgt über die Haupt
antriebswelle, auf der das Hauptantriebsrad für die Drehung
der gesamten Vorrichtung wie auch das Armkreuz, an dem die
Antriebsräder für die einzelnen Behälter angeordnet sind,
befestigt sind. Das Hauptantriebsrad steht dabei mit den
Antriebsrädern in Antriebsverbindung, so daß bei einer
Drehung des Hauptantriebsrades die Antriebsräder ebenfalls in
Drehung versetzt werden. Die Antriebsverbindung zwischen dem
Hauptantriebsrad und den einzelnen Antriebsrädern ist z. B.
als Kette, Zahnriemen, Zahnradvorgelege oder dergleichen
ausgebildet.
Die die Behälter aufnehmenden Aufnahmevorrichtungen innerhalb
der Vorrichtung sind an einer Stirnseite über die an den
jeweiligen Außenenden des Armkreuzes befestigten Außenräder
angetrieben, während die entgegengesetzte Stirnseite der
Behälter in der Rückwand der Vorrichtung drehbar gelagert
ist. Diese rückseitige Lagerung ist vorzugsweise so ausge
bildet, daß das Einschieben der einzelnen Behälter in die
jeweiligen Aufnahmevorrichtungen durch die Lagerung nicht
behindert wird. Dies geschieht gemäß der Erfindung in der
Weise, daß die Aufnahmevorrichtungen, in die die zu reini
gende Teile aufnehmenden Behälter von rückwärts eingeschoben
werden, oben und unten radial nach außen stehende Ansätze
aufweisen, in denen Führungsrollen befestigt sind, die in der
Begrenzung von kreisförmigen Aussparungen in der Rückwand so
geführt sind, daß die Begrenzung als kreisförmige Laufschiene
für die Führungsrollen dient, so daß die Behälter mit den
Aufnahmevorrichtungen in dieser Kreisbahn entsprechend der
Drehung der Antriebsräder umlaufen; die Achse der Kreisbahn
fällt dabei mit der Achse der Antriebswelle für das jeweilige
Antriebsrad zusammen.
Durch die überlagerten Drehbewegungen wird bei der Durchfüh
rung des Reinigungsvorganges in der Teilereinigungsmaschine
erreicht, daß die Teile innerhalb eines jeden Behälters bzw.
Korbes in laufender Bewegung gehalten werden, so daß im
Verlaufe des Reinigungsvorganges die Teile ihre Position
dauernd wechseln und damit der Zutritt von Reinigungsflüs
sigkeit zu allen Stellen der einzelnen Teile gewährleistet
ist. Dabei kann die Umlaufrichtung des Hauptantriebszahnrades
und der an den Außenbereichen der Arme des Armkreuzes
befestigten Antriebsräder im gleichen oder entgegengesetzten
Sinne durch entsprechende Schleifenbildung der Antriebsver
bindung erreicht werden.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeich
nung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufsicht auf die Vorrichtung nach der Erfin
dung,
Fig. 2 eine Ansicht der Rückseite der Vorrichtung nach der
Erfindung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Antriebsräder mit
Behältern,
Fig. 4 die Antriebsverbindung zwischen den Antriebsrädern,
Fig. 5 eine Stirnansicht eines einzelnen Behälters mit
Aufnahmevorrichtung und Führung,
Fig. 6 eine Aufsicht auf die Darstellung nach Fig. 5, und
Fig. 7 eine Seitenansicht der Lagerung der Vorrichtung nach
der Erfindung.
Ein auf Rädern 2 verfahrbarer Rahmen 1 dient als kastenförmi
ger Tragrahmen zur Aufnahme einer Hauptantriebswelle 3 mit
Lagerungen 4, 5 auf der Vorderseite und Rückseite eines
Transportwagens, mit dem Aufnahmevorrichtungen 6 für die
Behälter 7, vorzugsweise Körbe mit gitterartigen Wänden,
befestigt sind. Der auf Rädern laufende Transportwagen wird
in bekannter Weise in eine Teilereinigungsmaschine eingefah
ren, in der die zu reinigenden Teile mit Hilfe von Reini
gungsflüssigkeitsstrahlen gereinigt werden, z. B. Schmutz, Öl
etc. entfernt und entsorgt wird. Der Tragrahmen 1 besteht
dabei aus einer Rückwand 8, einem entsprechenden vorderen
Teil 9 sowie oberen und unteren Verbindungsträgern 10, 11.
Der obere hintere Querträger 12 und vordere vertikale Träger
13, 14 nehmen die Lager 4, 5 auf.
Im vorderen Teil 9 sind ein Hauptantriebsrad 15 und ein
Armkreuz 16 konzentrisch auf der Hauptantriebswelle 3
befestigt. Am äußeren Ende eines jeden Armes 17, 18, 19, 20
des Armkreuzes ist jeweils ein Antriebsrad 21, 22, 23, 24
aufgenommen. Diese Antriebsräder werden von dem Hauptan
triebsrad 15 über eine endlose Antriebsverbindung 25, z. B.
eine Kette, ein Band, einen Zahnriemen, ein Zahnradvorgelege
oder dergleichen angetrieben. Die Antriebsverbindung ist
z. B., wie in Fig. 4 dargestellt, über das Hauptantriebsrad
15, das Rad 23, das Rad 21, das Rad 22 und das Rad 24 und
zurück zum Rad 15 geführt, so daß die Drehzahl der Räder 21-
24 im Verhältnis der Umfangslänge des Rades 15 zu den Rädern
21-24 gegenüber der Drehzahl der Antriebswelle und des
Zahnrades 15 geändert wird. Ein erwünschtes Übersetzungsver
hältnis ist z. B. 1 : 3.
Die Antriebsräder 21-24 sind jeweils auf einer Achse 25′
angeordnet, die bei 26 mit dem äußeren Ende des zugehörigen
Armes des Armkreuzes 16 fest verbunden ist. Die Achse 25′
nimmt ein Ende der Aufnahmevorrichtung 6 auf, die ein aus
vertikalen und horizontalen Schienen bestehender, quader
förmiger Käfig ist, in den der Behälter 7 eingeschoben wird.
Auf der Oberseite und der Unterseite dieses Käfigs sind nach
außen ragende Stützen 27, 28 Ansätze oder dergleichen
vorgesehen, in denen Lager 29, 30 Achsen 31, 32 aufnehmen,
auf denen Führungsrollen 33, 34 aus Kunststoff befestigt
sind. In der Rückwand 8 sind hierzu kreisförmige Ausnehmungen
35 vorgesehen, deren innerer Umfangsrand 36 als Führungs
schiene für die Führungsrollen 33, 34 dient. Bei einer
Drehung des Antriebsrades 21 wird die Achse 25 und mit ihr
die Aufnahmevorrichtung 6 sowie der in ihr enthaltene
Behälter mit den zu reinigenden Teilen in Drehung versetzt.
Bei der Darstellung nach Fig. 2 sind vier Aufnahmevorrichtun
gen 6 gezeigt, die jeweils mit einem Behälter beschickt sind
und die gemeinsam mit gleicher Geschwindigkeit und gleicher
oder entgegengesetzter Drehrichtung - angetrieben über die
Hauptwelle - umlaufen, so daß zusätzlich zur Drehung der
Gesamtvorrichtung um die Hauptwelle jede Antriebswelle eine
zusätzliche Bewegung der einzelnen Behälter um ihre Achse
ausführt.
Die Übertragung der Drehung der Hauptwelle auf die Antriebs
wellen erfolgt über die Antriebsverbindung 25, die um die
vier Antriebsräder 21-24 sowie um das Hauptantriebsrad 15
so geschleift ist, daß die Antriebsverbindung sämtliche
Antriebsräder kreuzungsfrei umschließt.
Claims (8)
1. Vorrichtung für Teilereinigungsmaschinen zum Reinigen von
in Behältern, z. B. Körben, Kästen oder dergleichen
angeordneten Teilen, wie Schrauben, Bolzen oder dergl.
aus Metall oder Kunststoff, mit Hilfe von Reinigungs
flüssigkeiten, wobei die Behälter von einem rotierenden
Tragrahmen aufgenommen und bei der Rotation Strahlen von
Reinigungsflüssigkeit aus verschiedenen Richtungen gegen
die Teile in den Behältern gerichtet werden, und wobei
die von dem Tragrahmen aufgenommenen Behälter um ihre
eigene Achse drehbar angetrieben sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Tragrahmen (1) käfigartige Aufnahmevorrichtungen (6)
aufweist, in denen die Behälter (7) für sich und zusätz
lich zum Hauptantrieb (3, 15) in zwei sich überlagernden
Drehbewegungen antreibbar angeordnet sind, und
die Hauptantriebswelle (3) und die Behälterantriebswellen
(25′) über eine gemeinsame Antriebsverbindung (25), z. B.
Kette, Band, Riemen oder dergl. miteinander gekoppelt
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebsverbindung endlos um das Hauptantriebsrad
(15) und die Behälterantriebsräder (21-24) geführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Behälterantriebsräder (21-24) an Armen
(17-20) eines Armkreuzes (16) befestigt sind, die im
Winkel versetzt auf der Hauptantriebswelle (3) angeordnet
sind und mit dieser umlaufen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchmesser des Hauptantriebsrades (15) größer ist
als der (unter sich gleichen) Behälterantriebsräder
(21-24).
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Behälterantriebs
räder (21-24) etwa das dreifache der Umfangsgeschwindig
keit des Hauptantriebsrades (15) beträgt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Aufnahmevorrichtung (6) für die
Behälter (7) Führungsrollen (33, 34) aufweist, die in
einer kreisförmigen Führungsbahn laufen, welche als
Aussparung (35) in einer Abschlußplatte bzw. Rückwand
(18) des Tragrahmens ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsrollen (33, 34) Kunststoffrollen sind, und
daß die Aufnahmevorrichtung (6) auf jeweils zwei gegen
überliegenden Seiten jeweils Führungsrollen aufweist, die
in sich vom Behälter (7) weg erstreckenden Ansätzen (27,
28) gelagert sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (33, 34) auf ihrem
Umfang V-förmige Ausnehmungen aufweisen, die in der
Umfangsbegrenzung mit einem entgegengesetzt kongruenten
Profil abrollen.
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