DE4013934A1 - Flacher schlitzgruppenstrahler fuer te-modus-welle - Google Patents
Flacher schlitzgruppenstrahler fuer te-modus-welleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen flachen Schlitzgruppenstrahler für die
TE-Modus-Welle, der für Kommunikationszwecke, Rundfunkübertragung
und anderes verwendet wird.
In Fig. 19 sind Schlitze b eines herkömmlichen
Schlitzgruppenstrahlers für ein Radarsystem in einer Seitenplatte
des Wellenleiters a ausgebildet. Die dem Wellenleiter a zugeleitete
elektromagnetische Welle wird von den Schlitzen abgestrahlt. Das
Verhältnis X : X der Breite X zur Höhe Y des Wellenleiters beträgt
etwa 2 : 1.
In einem Wellenleiter für eine TE-Modus-Welle, der einen hohen
Strahlungsgewinn erfordert, ist eine Vielzahl von Wellenleitern
parallel vorgesehen.
Bei einer solchen Schlitzgruppenantenne wird die Konstruktion des
Wellenleiters jedoch kompliziert. Da sich die innere Oberfläche
jedes Wellenleiters vergrößert, wird auch der Ausbreitungsverlust
größer und darüber hinaus auch das Gewicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen flachen
Schlitzgruppenstrahler derart auszubilden, daß ein Wellenleiter für
eine TE-Modus-Welle konstruktiv einfach ausgebildet und der
Strahlungsgewinn bzw. der Antennengewinn gesteigert werden kann.
Dazu ist der erfindungsgemäße flache Schlitzgruppenstrahler für
eine TE-Modus-Welle ausgebildet mit einem Paar metallischer
Platten, die zur Bildung eines eine Energiespeisungsöffnung
aufweisenden Wellenleiterraums voneinander beabstandet sind,
jeweils eine im wesentlichen rechteckige Form aufweisen und deren
eine mit Energieabstrahlungsschlitzen versehen ist, die in Längsreihen
und Querreihen, deren jede eine Dipolebene bildet,
angeordnet sind, und mit einer Energiespeisungseinrichtung zur
Bildung einer flachen gleichphasigen Wellenebene an der
Energiespeisungsöffnung, wodurch die durch die
Energiespeisungseinrichtung zugeführte Energie in dem
Wellenleiterraum in dem TE-Modus ausgebreitet und von den Schlitzen
abgestrahlt wird.
Nach einem Aspekt der Erfindung weist der Strahler Distanzhalter
auf, die zwischen den metallischen Platten vorgesehen sind.
Ein Distanzhalter kann in dem Wellenleiterraum derart angeordnet
werden, daß er die Gesamtheit des Wellenleiterraums belegt.
Die Breite der metallischen Platte kann in einem Bereich liegen,
der 10- bis 80mal so groß ist wie die Wellenlänge der TE-Modus-
Welle, und die Länge der Platte kann in einem Bereich liegen der
10- bis 60mal so groß ist wie die Wellenlänge.
In dem Strahler gemäß vorliegender Erfindung wird die TE-Modus-
Welle in einem Wellenleiterraum geleitet, der durch ein Paar
metallischer Platten gebildet ist. Die TE-Modus-Welle wird ohne
Änderung des Modus nach vorne ausgebreitet und erregt dabei die
senkrecht zum elektrischen Feld befindlichen Platten und wird von
den Schlitzen abgestrahlt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen im
Zusammenhang mit den Zeichnungen.
Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer
erfindungsgemäßen flachen Schlitzgruppenantenne für
eine TE-Modus-Welle;
Fig. 2a bis 2c jeweils eine erläuternde Darstellung des
Wellenausbreitungsmodus bei dem herkömmlichen
Schlitzgruppenstrahler und dem erfindungsgemäßen
Schlitzgruppenstrahler;
Fig. 3 ein perspektivisches Sprengbild eines flachen Strahlers
für die TE-Modus-Welle nach einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des zusammengebauten
flachen Strahlers der zweiten Ausführungsform;
Fig. 5 eine Schnittansicht einer Modifikation des Strahlers
gemäß Fig. 4;
Fig. 6 eine perspektivische Schnittansicht einer dritten
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 7 eine Schnittansicht eines in der dritten
Ausführungsform vorgesehenen Abgleichbereichs;
Fig. 8 und 9 jeweils eine Vorderansicht verschiedener Arten
von Energiespeisungseinrichtungen für eine vierte
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht einer Energiespeisungseinrichtung;
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht eines Strahlers der als
eine erste Modifikation der vierten Ausführungsform
mit der Energiespeisungseinrichtung gemäß den Fig.
8 oder 9 ausgestattet ist;
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht eines Strahlers als eine
zweite Modifikation der vierten Ausführungsform;
Fig. 13 eine erläuternde Darstellung des Wellenausbreitungsmodus
in dem Strahler;
Fig. 14a und 14b jeweils eine Darstellung der Richtwirkung des
Strahlers;
Fig. 15 eine perspektivische Ansicht einer fünften
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 16 eine perspektivische Ansicht einer sechsten
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 17 und 18 jeweils eine Anordnung der Abstrahlungsschlitze
für die elektrische Energie des Strahlers;
Fig. 19 eine perspektivische Darstellung eines herkömmlichen
Schlitzgruppenstrahlers.
In Fig. 1 weist ein erfindungsgemäßer Strahler für eine TE-Modus-
Welle ein rechteckförmiges Wellenleiterelement G mit einer an
seiner Einlaßseite ausgebildeten Energiespeisungsöffnung 4 a und
einen H-Ebenen-Trichter 4 auf, der an der Energiespeisungsöffnung 4 a
mit dem Wellenleiterelement G verbunden ist. Das Wellenleiterelement
G besitzt einander gegenüberliegende, zur Bildung eines
Wellenleiterraums S voneinander beabstandete metallische Platten 1
und 2. An den drei Seiten jeder Platte 1 (2) zu befestigende
Seitenplatten werden bei vorliegender Erfindung umgangen. Eine
Linsenantenne 5 aus einem Dielektrikum ist an der
Energiespeisungsöffnung 4 a vorgesehen und hat an ihrer Innenseite
einen Abgleichbereich 8, der, wie Fig. 7 zeigt, eine stufenweise
Form mit einer Länge von etwa λ g/4 aufweist.
Die metallische Platte 1 in der H-Ebene besitzt eine Vielzahl von
elektrischen Energieabstrahlungsschlitzen 1 a, die in einer Vielzahl
von Längs- und Querreihen angeordnet sind. Die Schlitze 1 a in jeder
Längsreihe sind in Abständen von einer halben Wellenlänge λ g/2 und
bei 45° mit der Achse des Wellenleiters ausgebildet. Dadurch bildet
jede Reihe eine Dipolebene. Die Schlitze 1 a der benachbarten Reihen
werden umgekehrt, so daß sie miteinander einen Winkel von 90°
bilden.
Die Breite X des Wellenleiterelements ist größer als die halbe Wellenlänge
λ im freien Raum. Bei vorliegender Ausführungsform ist die
Breite X größer als 10 λ und die Länge Z ebenfalls größer als 10 λ.
Die Bereiche der Breite X und Länge Z für den TE-Modus liegen grob
zwischen λ/2 und 300 λ bzw. zwischen λ und 300 g. Bei Strahlern bzw.
Antennen zum Empfang von Satellitenübertragungswellen zuhause und
in Rundfunkanstalten liegt die Breite X vorzugsweise zwischen
10 λ und 80 λ und die Länge Z vorzugsweise zwischen 10 λ und 60 λ.
Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung wird die
Phasendifferenz, die in dem H-Ebenen-Trichter 4 auftritt, durch die
Linsenantenne 5 derart kompensiert, daß eine flache, phasengleiche
Wellenebene an der Energiespeisungsöffnung 4 a gebildet wird, die
der flachen Welle gleicht und eine Poynting-Energie erzeugt. Dadurch
wird die Welle in das Wellenleiterelement G gespeist und
unter Beibehaltung der Wellenform in dem Wellenleiterraum S
ausgebreitet.
Die Ausbreitung der Welle wird nachfolgend näher erläutert. In
Fig. 2b, die einen herkömmlichen Wellenleiter mit einem Paar
Seitenplatten 7 zur Bildung einer Wand rund um den Wellenleiterraum
S zeigt, breitet sich die Welle des Modus TE10 durch die Trägheit der
elektromagnetischen Welle ohne Änderung ihres Modus nach vorne aus.
Bei dem erfindungsgemäßen Strahler gemäß Fig. 2c (die Seitenwand
wurde hier weggelassen) wird die Welle des Modus TE10 ohne Änderung
ihres Modus in derselben Weise nach vorne ausgebreitet bzw.
fortgepflanzt wie bei dem herkömmlichen Wellenleiter, und dabei
werden die obere und untere Metallplatte 1 und 2, die senkrecht zu
dem elektrischen Feld angeordnet sind, erregt. Und zwar kann das
elektromagnetische Feld, von dem man bisher annahm, daß es sich um
eine Wellenleiter-Modus-Welle handelte, zwischen den zwei Platten
progagiert werden. Deshalb tritt ein Lecken der nützlichen Welle
aus den Seiten des Wellenleiterraums S, wie das bei der TEM-Modus-
Welle in einem Parallelplatten-Wellenleiter (Fig. 2a) festgestellt
wurde, nicht auf.
In den Figuren bezeichnet das Bezugszeichen E die elektrische
Kraftlinie und das Bezugszeichen M die magnetische Kraftlinie.
Die Fig. 2a, 2b und 2c sind lediglich schematische Darstellungen
zur Erläuterung der Wellenmodi, und jeder eigentliche Wellenleiter
ist extrem schmal gebaut, mit einem Verhältnis zwischen der Breite
X zur Höhe Y von etwa 100 : 1.
Während sich die Welle mit dem Modus TE10 fortpflanzt, fließt
Oberflächenstrom 1 b in die Fortpflanzungsrichtung, derart, daß die
Welle von den Schlitzen 1 a abgestrahlt wird, die in einer den
Oberflächenstrom 1 b überschneidenden Richtung angeordnet sind. Da
die Breite X des Strahlers bei vorliegender Ausführungsform groß
bemessen ist, gleicht die Wellenlänge λ g in dem Wellenleiterraum S
im wesentlichen der Wellenlänge λ im freien Raum. Darüber hinaus
sind die Schlitze 1 a in einem Abstand von λ g/2 angeordnet. Folglich
kann die Gitterstrahlungskeule unterdrückt werden. Die Schlitze 1 a
sind in dem Abstand von λ g/2 derart angeordnet, daß sie die
phasengleiche Energie abstrahlen. Als Ergebnis dessen wird der
Hauptstrahl bzw. die Hauptstrahlungskeule im wesentlichen senkrecht
zur Abstrahlungsebene. Jedoch kann die Neigung des Strahls bzw. der
Strahlungskeule durch Ändern des Abstands zwischen den Schlitzen 1 a
beliebig gesteuert werden.
Da bei vorliegender Ausführungsform die Breite X der Platte 1 (2)
ausreichend länger ist als die Länge Z, können die Platten 1 und 2
einstückig mit dem H-Ebenen-Trichter 4 ausgebildet werden, nämlich
ohne die Verwendung eines Distanzhalters zwischen den Platten.
Dadurch wird das Gewicht des Strahlers erheblich verringert.
Jedoch kann, wie Fig. 1 zeigt, eine geeignete Anzahl von
Isolierstützen 16, die anhand der Punkt-Strich-Linien dargestellt
sind, an geeigneten Stellen vorgesehen werden.
In den Fig. 3 und 4 weist das Wellenleiterelement G der zweiten
Ausführungsform als Dielektrikum 3 Polyäthylenschaum auf, der auch
als Distanzhalter dient und zwischen den Metallplatten 1 und 2
vorgesehen ist. Eine Vielzahl von Schlitzen 1 a, deren Länge jeweils
der halben Wellenlänge entspricht, ist seitlich mit einem Abstand
der Wellenlänge λ g angeordnet. Ein Schlußwiderstand 6 ist an dem
Anschlußende des Wellenleiterelements G dem Trichter 4 der H-Ebene
gegenüberliegend angeordnet. Zur Bildung einer flachen Welle wird
die Phasendifferenz durch die Linsenantenne 5 kompensiert. Der
Oberflächenstrom 1 b fließt derart in der Platte 1, daß die Welle
von den Schlitzen 1 a abgestrahlt wird.
Die Schlitze 1 a der vorliegenden Ausführungsform sind in einem
Abstand von λ g derart angeordnet, daß sie die Wellen der gleichen
Phase abstrahlen. Um die Gitterstrahlungskeule zu reduzieren, ist
das Dielektrikum 3 in dem Raum S vorgesehen, so daß die
Wellenlänge λ g kleiner wird als 0,95 λ (λ g ≦ 0,95 g) und tatsächlich
zwischen 0,6 λ und 0,95 λ liegt. Deshalb wird der Hauptstrahl bzw.
die Hauptstrahlungskeule senkrecht zur Abstrahlungsebene. Zur
Steuerung der Neigung des Strahls bzw. der Strahlungskeule wird der
Abstand der Schlitze 1 a verändert. Die restliche Energie in dem
Wellenleiterelement G wird in dem Schlußwiderstand 6 absorbiert,
wodurch der Einfluß reflektierter Energie verhindert wird. Die
restliche Konstruktion und Funktion ist dieselbe wie bei der ersten
Ausführungsform der Erfindung.
Wenn das Dielektrikum 3 nicht in dem Wellenleiterelement G mit den
wie in der zweiten Ausführungsform seitlich angeordneten Schlitzen
1 a vorgesehen ist, wird die Wellenlänge λ g für die Bestimmung des
Abstandes zwischen den Schlitzen im wesentlichen gleich λ im freien
Raum. Zur Reduzierung der Gitterstrahlungskeule ist die untere
Metallplatte 2 gewellt ausgebildet, nämlich zur Bildung einer
Wellenverzögerungseinrichtung, wie in Fig. 5 gezeigt. Als
Alternative kann auch ein Radom aus einem Dielektrikum als
Wellenverzögerungseinrichtung auf der Seite des freien Raums der
Metallplatte 1 vorgesehen werden.
Wenn sämtliche Energie von den Schlitzen abgestrahlt wird, entfällt
der Schlußwiderstand 6, wodurch die Antennen- bzw.
Strahlungsleistung erhöht wird.
Wenn, wie Fig. 4 zeigt, das Dielektrikum der Linsenantenne 5 und
das zwischen den Platten 1 und 2 vorgesehene Dielektrikum 3
integral ausgebildet werden oder aber die obere und untere Platte
des H-Ebenen-Trichters 4 mit den Metallplatten 1 bzw. 2 einstückig
ausgebildet werden, können die Herstellungskosten verringert werden.
Bei dem in Fig. 6 als dritte bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung gezeigten Strahler ist das Wellenleiterelement G im
Rahmen einer kompakten Ausbildung über dem Trichter 4 der H-Ebene
angeordnet. Die Platte 2 ist gekürzt, so daß die Öffnung 4 b des
Trichters 4 mit der Öffnung 4 a des Wellenleiterelements G verbunden
ist und dadurch eine U-förmige Verbindung geschaffen wird. Der
Strahler zeigt einen Parabolspiegel C an der U-förmigen Verbindung
und den gestuften Abgleichbereich 8, der - wie in Fig. 7 gezeigt -
auf der Energiespeisungsseite des Dielektrikums 3 angeordnet ist.
Die Länge des Abgleichbereichs beträgt etwa λ g/4. Durch
Reflektieren der Wellen durch den Parabolspiegel C wird die zur
Bildung einer flachen Wellenebene gleicher Phase die
Phasendifferenz ohne die Linsenantenne kompensiert. Dadurch können
die Schlitze 1 a parallel angeordnet werden.
Die charakteristische Impedanz z₃ des Abgleichbereichs 8 wird so
eingestellt, daß folgende Gleichung erfüllt wird:
wobei z₁ und z₂ die charakteristischen Impedanzen des Trichters 4
bzw. des Wellenleiterraums S sind. Dadurch werden die Impedanzen
abgeglichen und so Reflektierungen am Eingang des
Wellenleiterelements G umgangen. Funktions- und Wirkungsweise
dieser Ausführungsform sind identisch mit jenen der zweiten
Ausführungsform der Erfindung.
Die Fig. 8 und 9 zeigen eine vierte Ausführungsform der
Erfindung. Hier ist jede Energiespeisungseinrichtung eine
Mikrostreifenleitung mit einem Substrat 9 b aus einem Dielektrikum
mit einer Zweigleitung 9, die sich mit einer Seite des Substrats in
engem Kontakt befindet, und mit einer Erdungsplatte 10 (Fig. 10),
die auf der anderen Seite des Substrats vorgesehen ist. Der
Streifen 9 hat ein Speisungsende 9 a. Wie in Fig. 10 gezeigt, weist
die Erdungsplatte 10 eine Vielzahl von Abstrahlungsschlitzen 10 a
auf, deren jeder einem Speisungsende 9 c des Streifens 9
gegenüberliegt. Eine Reflektorplatte 11 ist der Erdungsplatte 10
gegenüberliegend angeordnet und mittels Distanzhaltern (nicht dargestellt)
von dieser beabstandet. Der Abstand h zwischen der
Reflektorplatte 11 und der Erdungsplatte 10 beträgt etwa λ/4,
derart, daß die Energie in einer vorgegebenen Richtung von den
Schlitzen 10 a abgestrahlt wird.
Die Fig. 11 und 12 zeigen Strahler, die mit der in Fig. 8 oder
Fig. 9 dargestellten Energiespeisungseinrichtung versehen sind,
die so an dem Strahler angebracht ist, daß die Schlitze 10 a zur
Energiespeisungsöffnung 4 a des Wellenleiterelements G hin geöffnet
werden. Der Strahler nach Fig. 12 weist ein Paar benachbarter
Wellenleiterelemente G auf. Die aus einem Mikrostreifenleitungspaar
bestehende Energiespeisungseinrichtung ist in entsprechender Weise
an einem zentralen Abschnitt des Strahlers angebracht. Die
Konstruktion des Wellenleiterelements G ist dieselbe wie bei der
zweiten Ausführungsform der Erfindung.
Dadurch kann die Energieverteilung bei der vierten Ausführungsform
der Erfindung in seitlicher Richtung wie in Fig. 13 dargestellt
einheitlich bzw. gleichmäßig gestaltet und die Strahlungsleistung
entsprechend erhöht werden.
In dem Modus wird die Welle zu einer flachen Welle in einem
Abstand. Da der Nullpunkt des Hauptzipfels eine Position ist, in
der sich die Phase ändert und der Seitenzipfel in derselben Form
entsteht, wird die Hauptenergie zumindest innerhalb der Breite des
Nullpunkts ausgebreitet. Wenn zum Beispiel ein erster Nullwinkel
gleich 3° beträgt, wird die Energie innerhalb der Amplitude von 3°
abgestrahlt. Wenn die Breite des Strahls bzw. der Strahlungskeule
halber Energie gleich ±1,5° beträgt, kann eine Metallplatte 1 (2)
verwendet werden, deren Seitenkante sich in Richtung auf das
Anschlußende in einem Maß von 1,5° verbreitert. Da aber der
Ausbreitungsweg kurz ist, müssen die Breiten der Öffnung 4 a der
Energiespeisungseinrichtung 4 und des Wellenleiters nicht viel
geändert werden.
Um andererseits ein Lecken der Wellen aus der Energiespeisungsöffnung
4 zu verhindern und den Strahl bzw. die
Strahlungskeule zu formen, sind ein Paar Wellenleiterplatten 12 in
dem Wellenleiterelement G der Energiespeisungsöffnung 4 a benachbart
vorgesehen. Dadurch werden elektromagnetische Wellen, die aus den
Schlitzen lecken, linear propagiert, wodurch das Lecken aus den
Seiten des Wellenleiterelements G verringert wird.
Die Fig. 14a und 14b zeigen die Richtwirkung des Strahlers der
zweiten Abwandlung der vierten Ausführungsform der Erfindung gemäß
Fig. 12. Die von der Speisungseinrichtung gespeiste Energie wird
auf die rechte und linke Seite des Wellenleiterelements G aufgeteilt.
Die aufgeteilte Energie verbreitet sich symmetrisch in
Richtung nach rechts und links. Wenn sich deshalb die Wellenlänge
der Energie ändert, neigen sich der linke Hauptzipfel P 1 und der
rechte Hauptzipfel P 2 symmetrisch, wie in Fig. 14b dargestellt.
Folglich wird die Richtung auf vorteilhafte Weise senkrecht zur
Oberfläche des Strahlers. Die restliche Konstruktion ist dieselbe
wie bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 15 zeigt eine fünfte Ausführungsform der Erfindung, die eine
Energiespeisungseinrichtung aus einer Mikrostreifenleitung
aufweist. Eine Zweigleitung 9 ist mit einer Vielzahl von
Erregerpolen 13 verbunden, die im Hinblick auf das
Wellenleiterelement G in seitlicher Richtung angeordnet sind.
Betriebs- und Wirkungsweise bei dieser Ausführungsform sind gleich
jener der vierten Ausführungsform.
Die in Fig. 16 gezeigte sechste Ausführungsform der Erfindung
weist einen seitlich angeordneten, rechteckförmigen Wellenleiter 15
mit einer Vielzahl von Öffnungen 14 auf seinen beiden Seiten auf.
Die Verteilung und Größe der Öffnungen 14 ist so getroffen, daß sie
die phasengleiche Energie bei gleicher Amplitude durchlassen. Die
restliche Konstruktion sowie Betriebs- und Wirkungsweise dieser
Ausführungsform sind gleich jener der fünften Ausführungsform der
Erfindung.
In den Fig. 17 und 18 sind andere Anordnungen des Schlitzes 1 a
gezeigt. Dabei sind die Schlitze von Fig. 17 in einem Abstand
von λ g/4 angeordnet. Die Richtung des Schlitzes verläuft senkrecht
zu jener des benachbarten Schlitzes. Das resultierende elektrische
Feld der von einem Schlitzpaar abgestrahlten Welle dreht sich gegen
den Uhrzeigersinn und wird zu einer kreisförmig polarisierten
Welle. Die Schlitzepaare sind in einem Abstand λ/g angeordnet, so
daß eine gleichphasige Welle in jeder Reihe propagiert wird.
Ein weiterer Schlitzgruppenstrahler, der in Fig. 18 dargestellt
ist, strahlt lineare Polarisierungen ab. Die linken und rechten
polarisierten, gegenphasigen Wellen werden so erzeugt, daß die
resultierende Welle eine lineare Polarisierung wird.
Wie aus vorstehender Beschreibung hervorgeht, wird mit vorliegender
Erfindung ein flacher Strahler für eine TE-Modus-Welle zur
Verfügung gestellt, mit einem Wellenleiterelement, das eine obere
und untere Metallplatte aufweist und auf die Seitenplatten zwischen
der oberen und unteren Platte, die bisher als unentbehrlich galten,
verzichtet. Die eine der Platten, die eine Vielzahl von Schlitzen
zur Abstrahlung der Energie aufweist, und die andere der Platten
sind durch eine Einrichtung aus leichtem Werkstoff beabstandet, so
daß die Energie in Form der TE-Modus-Welle effektiv ausgebreitet
und der Antennengewinn erhöht wird. Die einfachere Konstruktion des
Strahlers äußert sich auch in niedrigeren Herstellungskosten und
leichterem Baugewicht.
Claims (7)
1. Flacher Schlitzgruppenstrahler für eine TE-Modus-Welle,
gekennzeichnet durch ein Paar einander gegenüberliegender metallischer
Platten, die zur Bildung eines Wellenleiterraums mit einer
Energiespeisungsöffnung voneinander beabstandet sind und jeweils
eine im wesentlichen rechteckige Form aufweisen, durch
Energieabstrahlungsschlitze, die in einer Vielzahl von Längsreihen
und Querreihen, deren jede eine Dipolebene bildet, in einer der
metallischen Platten ausgebildet sind, und durch eine Energiespeisungseinrichtung
zur Bildung einer flachen, phasengleichen Wellenebene
an der Energiespeisungsöffnung, wodurch durch die
Energiespeisungseinrichtung zugeführte Energie in dem Wellenleiterraum
in dem TE-Modus ausgebreitet und von den Schlitzen abgestrahlt
wird.
2. Strahler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den metallischen Platten Distanzhalter vorgesehen sind.
3. Strahler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den metallischen Platten ein Distanzhalter derart vorgesehen ist,
daß die Gesamtheit des Wellenleiterraums belegt wird.
4. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Wellenleiterraum eine Wellenverzögerungseinrichtung
vorgesehen ist.
5. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite der metallischen Platte in einem Bereich
liegt, der zwischen 10- und 80mal so groß ist wie die Wellenlänge
der TE-Modus-Welle, und daß die Länge der Platte in einem Bereich
liegt, der zwischen 10- und 60mal so groß ist wie die Wellenlänge.
6. Strahler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung eine Linsenantenne aufweist.
7. Strahler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung einen Parabolspiegel aufweist.
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