DE4013397C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Distanzhalter zur richtigen Beabstandung
von Brennstäben voneinander nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1. Ein solcher Distanzhalter ist aus der
DE 33 25 777 C2 bekannt.
Distanzhalterkonstruktionen, die der Verbesserung des Wärmeübertragungs-Wirkungsgrads
des Brennelementbündels in einem
Druckwasserreaktor dienen sollen, sind ferner z. B. aus der
JP-Patentanmeldung Nr. 42-32 372 (entsprechend den US-PS
33 95 077 und 33 79 619) bekannt. Dabei ist die Konstruktion
derart, daß in der Mitte von vier die Brennstäbe umgebenden
Seiten ein gitterartiger Distanzhalter und ein als Leitfahne
dienendes Hindernis vorgesehen sind.
Bei dieser Konstruktion strömt ein Kühlmittel über die
Außenflächen der Brennstäbe in solcher Weise, daß sie ent
sprechend der Konfiguration der Leitfahne und der Lage, an
der sie angeordnet ist, davon bedeckt sind. Wenn ein Kühl
mittel in einem Brennelementbündel auf diese Weise strömt,
ist es möglich, die Wärmeübertragung zu verbessern und
dadurch die zulässige Leistung des Reaktorkerns zu erhöhen.
Der vorstehende Stand der Technik betrifft einen Druckwas
serreaktor. Wenn die Distanzhalterkonstruktion in einem
Siedewasserreaktor verwendet wird, kann das vorgenannte
Ziel nicht erreicht werden. In solchen Fällen tritt im
Reaktorkern des SWR ein Leerraum auf, und das Kühlmittel
strömt in einer Zweiphasenströmung in dem Bereich abstrom
von der Stelle, an der sich der Leerraum befindet.
Die Fig. 11 und 12 zeigen, wie ein Kühlmittel in einem
Zweiphasenströmungsbereich auf seinem Weg durch den Zwi
schenraum strömt, der bei einer konventionellen Konstruk
tion von Brennstäben umgeben ist. Im Zweiphasenströmungs
bereich strömt die Flüssigphase entweder unter gleichzei
tigem Anhaften in Form von Flüssigkeitsfilmen an den Ober
flächen von Brennstäben 1 oder in Form von Flüssigkeits
tropfen im Dampf. Andererseits enthält der Dampf die Flüs
sigkeitstropfen und durchströmt den von den Brennstäben 1
umgebenen Raum. Wenn in dem Zweiphasenströmungsbereich der
oben beschriebene konventionelle Distanzhalter verwendet
wird, bildet das Kühlmittel eine Strömung, die entlang den
Außenumfängen der Brennstäbe 1 strömt. Eine solche Strömung
kann unter der Einwirkung von Fliehkräften die an den
Brennstäben 1 haftenden Flüssigkeitsfilme abstreifen, wo
durch die an den Brennstäben 1 in Form von Flüssigkeitsfil
men haftende Flüssigkeit verringert wird. Infolgedessen
besteht die Gefahr, daß Teile der Brennstäbe 1 keine Flüs
sigkeit aufweisen, was zu ihrer Austrocknung führt. Dies
resultiert in einem Leistungsabfall, der das Kühlmittel zum
Sieden bringt, d. h. also in einem Abfall der kritischen
Leistung.
Bei der konventionellen Distanzhalterkonstruktion ergibt
sich ein weiteres Problem. Weil ein Hindernis vorgesehen
ist, führt dies unvermeidlich zu einer Erhöhung der Druck
verluste sowohl in der Einphasen- als auch in der Zweipha
senströmung. Das bedeutet, daß die zulässige Leistung des
Reaktorkerns entsprechend gesenkt wird.
Es wird angenommen, daß in einem Bereich, in dem das Kühl
mittel eine Zweiphasenströmung oder eine Gas-Flüssig-Pha
senströmung aufgrund der Ausbildung eines Leerraums im Kern
eines SWR bildet, eine Steigerung der Wärmeübertragung und
der zulässigen Leistung des Reaktorkerns möglich sein müß
te, wenn es möglich wäre, die Menge der flüssigkeitsfilm
bildenden Strömung zu erhöhen, die unter Anhaftung an den
Brennstäben fließt.
Aufgrund dieser Theorie wurden bereits Vorschläge zur Über
windung der obengenannten Probleme gemacht, z. B. in den
ungeprüften JP-Patentveröffentlichungen 61-90 085 und
1-1 32 990. Dabei zeigt die Veröffentlichung 1-1 32 990 ein
Brennelementbündel mit Brennstäben und einem gitterartigen
Distanzhalter mit spiralförmigen Elementen, die an einzel
nen Kreuzungspunkten des Gitters vorgesehen sind, wobei die
spiralförmigen Elemente die Brennstäbe haltern. Bei diesem
Brennelementbündel sind die spiralförmigen Elemente so po
sitioniert, daß sie von angrenzenden Brennstäben umgeben
sind, und leiten durch die Zwischenräume zwischen den Stä
ben strömendes Kühlwasser zu den Brennstäben. Da jedoch bei
dieser Konstruktion der Kühlwasserstrom, der durch die
spiralförmigen Elemente spiralförmig gemacht wird, auf die
Brennstäbe im Inneren des Distanzhalters direkt auftrifft,
besteht die Gefahr, daß der direkt auftreffende Strom die
an den Brennstäben fließenden Flüssigkeitsfilme abstreift.
Wenn dies geschieht, haftet abstrom vom Distanzhalter eine
geringere filmförmige Flüssigkeitsmenge an den Brennstäben.
Diese Gefahr ist bei der ungeprüften JP-Patentanmeldung
61-90 085 ausgeschlossen, bei der in dem Raum zwischen
zylindrischen Zellen eine spiralförmige Strömung erzeugt
wird. Diese Veröffentlichung zeigt einen Distanzhalter, der
durch Zusammenbau einer Vielzahl von zylindrischen Zellen
gebildet ist, in die Brennstäbe einsetzbar sind. Der
Distanzhalter ist mit Leitabschnitten zum Leiten des Kühl
wasserstroms in Richtung der Brennstäbe versehen. Die Leit
abschnitte sind in den Seitenflächen der zylindrischen Zel
len gebildet und definieren Zwischenräume, die jeweils von
angrenzenden zylindrischen Zellen umgeben sind und durch
die Kühlwasser strömt.
Diese konventionelle Konstruktion ist jedoch nicht voll
ständig problemlos. Da von den Unter- bis zu den Oberenden
der einzelnen Zellen Leitnuten gebildet sind, die die Leit
abschnitte darstellen, ist das Ausmaß der Druckverluste
immer noch hoch. Da ferner diese schrägen Leitnuten nicht
leicht auszubilden sind und es unmöglich ist, in einem
Arbeitsgang sowohl die Leitnuten als auch obere und untere
Federabschnitte zum Halten der Brennstäbe in ihren vorbe
stimmten Lagen auszubilden, führt die Bildung der Leitnuten
zwangsläufig zu einer Steigerung der Herstellungskosten.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß, da ein Teil jedes
Zylinders zur Bildung einer Leitnut unter einem scharfen
Winkel gebogen ist, dieser Teil keine ausreichende mechani
sche Festigkeit aufweist.
Die DE 26 02 487 C2 beschreibt ein Gitterrost eines Kernreaktorbrennbündels.
Dieses Gitterrost ist aus einer Vielzahl
von Leisten zusammengesetzt, die jeweils eine vorbestimmte
Länge haben. Das Brennelementbündel hat als Ganzes einen
quadratischen Querschnitt. Damit ist dieses Gitterrost einerseits
auf eine orthogonale Geometrie und andererseits auf
vorbestimmte Querabmessungen festgelegt.
Die DE 14 39 362 A1 zeigt einen Abstandshalter für Brennelemente,
dessen ebenfalls gitterförmiges Rost Zungen in jeder
Gitterzelle aufweist, die mit dem Brennstab in Kontakt stehen
und die gleichzeitig den Kühlmittelstrom verwirbeln. Diese
Druckschrift zeigt auch eine Anordnung mit dreieckigen Zellen
für eine hexagonale Kerngeometrie, die Kantenlängen der Roste
sind jedoch ebenfalls vorbestimmt und lassen wenig Flexibilität
zu.
Aus der EP 3 04 724 A2 ist ein Führungsgitter für Brennelementkassetten
bekannt, das im wesentlichen dem in der DE
14 39 362 A1 beschriebenen Rost entspricht. Ein Unterschied
besteht darin, daß die Funktionen des Brennstabhalterns und des
Kühlmittelverwirbelns räumlich voneinander getrennt sind.
Ein weiteres Mischgitter beschreiben die EP-A 2 60 601 A2 und
die EP-A 2 60 602 A2. Die dort vorgeschlagene Lösung hat einen
erheblichen Strömungswiderstand, was die gleichmäßige effiziente
Kühlung der Brennstäbe beeinträchtigt.
Schließlich beschreibt die DE 33 24 777 C2 einen Distanzhalter
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die Verwirbelungseigenschaften und der Strömungswiderstand
dieser zylinderförmigen Zellen sind nicht optimal. Eine
Verwirbelung außerhalb der zylinderförmigen Zellen findet
nicht statt. Die Ausbildung von in den Zylinder hineinragenden
Einbuchtungen an beiden Enden der Zellen sorgt für einen hohen
Reibungswiderstand.
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Distanz
halters, dessen Größe bzw. dessen Anzahl von Zellen einfach
vorgegebenen Anforderungen angepaßt werden kann.
Diese Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst. Unteransprüche sind
auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung gerichtet.
Durch die Erfindung wird also ein Distanzhalter angegeben, der
wenigstens an der obersten Stufe in Längsrichtung der Brennstäbe
angeordnet ist. Die Leitfahnen können in den Zwischenräumen
zwischen benachbarten Brennstäben angeordnet sein, die
innerhalb der durch jeden Distanzhalter definierten Ebene die
dem Außenrand der Ebene nächstliegenden Zwischenräume und die
diesen Zwischenräumen wiederum nächstliegenden Zwischenräume
sind.
Bei einer Anordnung ist ein normaler Distanzhalter ohne
Leitfahne an einer unteren Stufe an den Brennstäben angeordnet,
während ein Distanzhalter mit Leitfahnen an einer
oberen Stufe der Brennstäbe angeordnet ist. Bei einer anderen
Anordnung ist ein normaler Distanzhalter ohne Leitfahne an
einer unteren Stufe der Brennstäbe angeordnet, ein Distanzhalter
mit Leitfahnen an den Seitenwänden der Zellen ist an
einer Zwischenstufe der Brennstäbe angeordnet, und ein
Distanzhalter mit Leitfahnen, die als Teile an den Zellen
befestigt sind, ist an einer oberen Stufe der Brennstäbe
angeordnet.
Es wird angenommen, daß im Zweiphasenströmungsbereich eines
Brennelementbündels für einen SWR die Erzeugung von Wirbeln
in den Zwischenräumen zwischen benachbarten Brennstäben und
damit die Verwirbelung einer Kühlmittelströmung in einem
höheren Wirkungsgrad der Wärmeübertragung von den Brenn
stäben auf das Kühlmittel resultiert als das einfache Lei
ten einer Kühlmittelströmung in Richtung der Brennstäbe,
wie es beim Stand der Technik vorgesehen ist.
Wenn, wie Fig. 13 zeigt, ein Wirbel in einem von einer
Mehrzahl von Brennstäben 1 umgebenen Zwischenraum erzeugt
wird, bewirkt die Fliehkraft des Wirbels, daß im Dampf ent
haltene Flüssigkeitstropfen an den entlang den Brennstäben
strömenden Flüssigkeitsfilmen haften. Daher fließt an den
Brennstäben eine größere Kühlmittelmenge als die konventio
nell erzielbare Flüssigkeitsfilmmenge, wodurch eine ent
sprechende Steigerung der zulässigen Leistung der Brenn
stäbe und damit der kritischen Ausgangsleistung erreichbar
ist.
Wenn im Dampf enthaltene Flüssigkeitstropfen von der Flieh
kraft des Wirbels zu den Oberflächen der Brennstäbe trans
portiert werden, führt dies zu einer weiteren Erscheinung,
nämlich einer entsprechenden Verminderung der im Dampf
verbleibenden Flüssigkeitstropfenmenge. Daher resultiert
ein Strömungszustand, der einer getrennten Strömung ange
nähert ist, wobei die Flüssigphase entlang den Brennstäben
strömt, während der Dampf durch die Mitte des Strömungs
kanals strömt.
Wenn eine getrennte Strömung von dem Kühlmittel gebildet
wird, benötigt der Dampf, der während des Strömens keine
große Flüssigkeitstropfenmenge enthalten muß, nicht so viel
kinetische Energie, um sich mit Flüssigkeitstropfen abstrom
zu bewegen. Die geringe Energie führt zu einer entsprechen
den Erhöhung der Dampfgeschwindigkeit, was zu einer erhöh
ten Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Dampf und der
Flüssigphase führt.
Das Diagramm von Fig. 14 zeigt, wie das Leerraumverhältnis,
d. h. der Anteil der Gasphase im Querschnitt des Strömungs
kanals, sich mit zunehmender Geschwindigkeitsdifferenz zwi
schen dem Dampf und der Flüssigphase ändert.
Dabei ist auf der Abszisse der Schlupf (Dampfgeschwindig
keit/Flüssigphasengeschwindigkeit) aufgetragen, der als das
Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Dampfs und der
jenigen der Flüssigphase definiert ist. Ein großer Schlupf
bedeutet eine große Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem
Dampf und der Flüssigphase.
Aus Fig. 14 ist ersichtlich, daß mit zunehmendem Schlupf
das Leerraumverhältnis abnimmt. Mit anderen Worten heißt
das, daß zu diesem Zeitpunkt der Anteil des Dampf im Quer
schnitt des Strömungskanals abnimmt und eine relative Er
höhung der Dichte des Moderators im Querschnittsbereich
bewirkt.
Gemäß der Erfindung ermöglicht also eine erhöhte Dichte des
Moderators die Erzielung einer gesteigerten Reaktivität.
Dies ist vom Gesichtspunkt der Brennstoffökonomie vorteil
haft. Außerdem kann die kritische Ausgangsleistung gestei
gert werden.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf wesentliche Teile eines
Ausführungsbeispiels eines Distanzhalters nach
der Erfindung, der in einem Brennelementbündel
nach Fig. 9 anwendbar ist;
Fig. 2 eine Perspektivansicht einer zylindrischen
Zelle des Distanzhalters nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf wesentliche Teile eines
weiteren Ausführungsbeispiels eines Distanz
halters;
Fig. 4 eine Perspektivansicht einer zylindrischen
Zelle des Distanzhalters von Fig. 3;
Fig. 5 eine Draufsicht auf wesentliche Teile eines
anderen Ausführungsbeispiels eines Distanz
halters;
Fig. 6 eine Perspektivansicht eines dünnwandigen
Zylinders, der bei dem Distanzhalter von Fig.
5 verwendet wird;
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII von
Fig. 9;
Fig. 8 eine Perspektivansicht einer Spiralleitfahne
anstelle des dünnwandigen Zylinders des
Distanzhalters von Fig. 5;
Fig. 9 den Gesamtaufbau eines Ausführungsbeispiels
eines Brennelementbündels nach der Erfindung;
Fig. 10 einen Brennstab in dem Brennelementbündel von
Fig. 9;
Fig. 11 und 12 Ansichten, die zeigen, wie ein Kühlmittel in
einem Zweiphasenbereich in dem Zwischenraum
zwischen Brennstäben bei einer konventionellen
Konstruktion strömt;
Fig. 13 die Art und Weise, wie ein Kühlmittel strömt,
wenn in dem Zwischenraum zwischen Brennstäben
ein Wirbel erzeugt wird; und
Fig. 14 ein Diagramm, das die Beziehung zwischen
Schlupf und Leerraumverhältnis zeigt.
Nach den Fig. 9 und 10 sind in einem Brennelementbündel zur
Verwendung in einem SWR eine Vielzahl Brennstäbe 1, die
jeweils aus Brennstofftabletten 22 bestehen, die in eine
Zelle 21 eingefüllt sind, mit deren Ober- und Unterende
jeweils ein Endstopfen 23 verschweißt ist, in Gruppierungen
von z. B. acht Reihen und acht Spalten in einem Element
kasten 7 angeordnet, wobei die Ober- und Unterenden der
Brennstäbe 1 mit Gitterplatten 8 und 9 festgelegt sind. An
einem Oberende der Einheit ist ein Handgriff 10 befestigt.
Um die dünnen, langen Brennstäbe 1 richtig voneinander be
abstandet zu halten, sind Abstandselemente eines Distanz
halters 2 in mehreren, in Vertikalrichtung voneinander
getrennten Stufen angeordnet.
Wie Fig. 7 zeigt, weist ein Rundzellen-Distanzhalter 2 eine
Vielzahl von zylindrischen Zellen 11 auf, die gitterartig
angeordnet sind. Einander benachbarte zylindrische Zellen
11 sind durch Schweißen miteinander verbunden. Nach Fig. 1
ist ein in eine zylindrische Zelle 11 eingesetzter Brenn
stab 1 von zwei Vorsprüngen 13 und einer schleifenförmigen
Feder 12, die innerhalb der Zelle 11 vorgesehen sind, ge
haltert. Die zylindrische Zelle 11 hat Leitfahnen 3 zur
Erzeugung von Wirbeln, wie die Fig. 1 und 2 zeigen. Jede
Leitfahne 3 ist durch Bilden eines Ausschnitts in einem
Teil der Seitenwand der Zelle 11 gebildet, so daß ein Teil
der Seitenwand von dem Ausschnitt getrennt und der getrenn
te Teil gebogen wird. Die so gebildete Leitfahne 3 ist aus
dem Ausschnitt herausgebogen und ragt schräg nach außen.
Wie Fig. 7 zeigt, sind die Leitfahnen 3 so angeordnet, daß
sie in den jeweiligen Zwischenraum 5 zwischen Stäben vor
springen, der von benachbarten zylindrischen Zellen 11 um
geben ist, wobei dieser Zwischenraum im wesentlichen rhom
bisch ist. Die Anzahl Leitfahnen 3 an einer Zelle 11 ist je
nach der Lage der Zelle 11 in der Zellenmatrix änderbar.
Wie Fig. 7 zeigt, haben Eckzellen jeweils eine Leitfahne
(die niedrigste Anzahl), während die Zellen in Innengrup
pierungen jeweils vier (die höchste Anzahl) Leitfahnen
haben.
Bei dem Distanzhalter 2 mit der vorstehend beschriebenen
Konstruktion bewirken die Leitfahnen 3 die Erzeugung von
Kühlmittelwirbeln in den Zwischenräumen zwischen den Brenn
stäben 1, was wiederum dazu führt, daß eine erhöhte Flüs
sigkeitstropfenmenge an den Brennstäben 1 haftet, wodurch
die Dicke der Flüssigkeitsfilme an den Brennstäben 1 erhöht
wird. Infolgedessen wird die Wärmeübertragung von den
Brennstäben 1 auf die vom Kühlmittel gebildeten Flüssig
keitsfilme unterstützt. Dies ermöglicht eine Steigerung der
kritischen Ausgangsleistung und damit des zulässigen Lei
stungspegels.
Die Ausschnitte zur Bildung der Leitfahnen 3 können in ein
facher Weise gleichzeitig mit der Bildung der Federab
schnitte zum Festlegen der Brennstäbe 1 in ihrer Lage ge
bildet werden, wobei letztere durch Prägen geformt werden.
Die Ausbildung der Leitfahnen 3 ist daher nicht mit dem
Nachteil des Standes der Technik verbunden, bei dem die
Bildung einer schrägen Nut, die von einer unteren zu einer
oberen Stelle der Zelle verläuft, schwierig ist und einen
zusätzlichen Arbeitsgang erforderlich macht. Ein weiterer
Vorteil ist, daß im Gegensatz zum Stand der Technik, bei
dem eine Leitnut durch Biegen eines Teils des Zellenzylin
ders, der von einer unteren zu einer oberen Stelle des
Zylinders verläuft, unter einem scharfen Winkel gebildet
wird, eine Leitfahne 3 durch Ausschneiden eines relativ
kleinen Teils der Zellenseitenwand gebildet wird; dadurch
ist eine ausreichende mechanische Festigkeit in der Seiten
wand gewährleistet. Ferner ist der Grad der Druckverluste
in den Zwischenräumen 5 zwischen den Brennstäben 1 gering.
Außerdem kann die Strömung eines Flüssigkeitsfilms zwischen
einer Zelle und dem Brennstab, also die Endo-Zellenströmung
des Flüssigkeitsfilms, im wesentlichen frei von Störungen
sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist zwar jede Leit
fahne 3 durch Ausschneiden eines umgekehrt L-förmigen
Schlitzes in die zugehörige Seitenwand der Zelle gebildet,
der Ausschnitt braucht aber diese Form nicht unbedingt auf
zuweisen; Bedingung ist nur, daß die Leitfahnen 3 Vorder
enden haben, die schräg in die entsprechenden Zwischenräume
5 zwischen den Brennstäben 1 ragen. Beispielsweise kann
jede Leitfahne durch Ausschneiden eines U-förmigen Schlit
zes gebildet werden.
Die Fig. 3 und 4 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel des
Distanzhalters. Ein Distanzhalter 2A gemäß diesem Ausfüh
rungsbeispiel hat zylindrische Zellen 11A, die Brennstäbe 1
aufnehmen. Jede Zelle 11A hat Leitfahnen 3A, die jeweils
durch Ausschneiden eines vertikal verlaufenden Schlitzes
vom Oberende der Zelle ausgehend und Aufbiegen des durch
trennten Teils der Seitenwand der Zelle 11A in solcher
Weise, daß er nach außen ragt, gebildet sind.
Wenn diese Konstruktion angewandt wird, ist es ähnlich wie
im Fall des Distanzhalters 2 möglich, die Wärmeübertragung
von den Brennstäben auf Flüssigkeitsfilme zu unterstützen,
wodurch der zulässige Leistungspegel der Brennstäbe 1
erhöht wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der
Vorgang der Bildung der Leitfahnen 3 einfacher als bei dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 ist.
Wenn ein Distanzhalter von dem Typ wie der oben beschrie
bene Distanzhalter 2 oder 2A mit Leitfahnen entsprechend
den Leitfahnen 3 oder 3A in einem Brennelementbündel ver
wendet wird, verringert sich die im Dampf durch die Zwi
schenräume 5 zwischen den Brennstäben fließende Flüssig
keitstropfenmenge effektiv, während das Kühlmittel zu den
Oberenden der Brennstäbe 1 strömt. Das bedeutet, daß die
Erhöhung der Druckverluste, die durch das Vorsehen der
Leitfahnen 3 oder 3A eintritt, sehr schnell zu den Ober
enden hin abnimmt, bis der Bereich der Oberenden der Brenn
stäbe 1 im wesentlichen frei von jeder solchen Erhöhung der
Druckverluste ist. Umgekehrt ist es in diesem Bereich wich
tiger, daß stärkere Wirbel erzeugt werden, um so eine aus
reichende Menge Flüssigkeitsfilme sicherzustellen.
Ein Brennelementbündel, bei dem diese Forderung erfüllbar
ist, wird als weiteres Ausführungsbeispiel erläutert. Ein
Brennelementbündel dieses Ausführungsbeispiels umfaßt einen
Distanzhalter 2B, dessen wesentliche Teile in Fig. 5 ge
zeigt sind. Der Distanzhalter 2B umfaßt Zylinder 4, von
denen einer in Fig. 6 gezeigt ist. Insbesondere wird für
das Vorsehen von Leitfahnen keine der zylindrischen Zellen
11B des Distanzhalters 2B einer direkten maschinellen Bear
beitung unterzogen, sondern dünnwandige Zylinder 4, die
jeweils im Inneren mit Leitfahnen 3B versehen sind, sind in
die Zwischenräume 5 zwischen den Brennstäben 1 eingesetzt
und an benachbarten zylindrischen Zellen 11B befestigt.
Da bei diesem Ausführungsbeispiel ähnlich wie bei den vor
hergehenden Ausführungsbeispielen Wirbel in den Zylindern 4
erzeugt werden, wird die Übertragung von Wärme von den
Brennstäben 1 auf die Flüssigkeitsfilme unterstützt, und
dadurch wird der zulässige Leistungspegel der Brennstäbe 1
erhöht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß dadurch,
daß die Leitfahnen 3B innerhalb der Zylinder vorgesehen
sind, die Dimensionen und die Konfiguration der Leitfahnen
freier gestaltet werden können als bei den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen, bei denen Teile der Seitenwände der
zylindrischen Zellen als Leitfahnen ausgebildet werden, und
die Erzeugung stärkerer Wirbel gewährleistet ist. Der Quer
schnitt der Zylinder 4 ist nicht notwendigerweise kreis
rund; solange das Ausmaß der Druckverluste möglichst nied
rig ist und die Zylinder ausreichend fest an den Seiten
wänden der zylindrischen Zellen 11B befestigbar sind, kann
der Querschnitt der Zylinder viereckig sein.
Um noch stärkere Wirbel im Bereich der Oberenden der Brenn
stäbe 1 zu erzeugen, kann ein Distanzhalter eines anderen
Typs im Bereich der Oberenden der Brennstäbe 1 angeordnet
sein, wobei dieser Distanzhalter Spiral-Leitfahnen 6, die
jeweils entsprechend Fig. 8 ausgebildet sind, anstelle der
Zylinder 4 von Fig. 5 aufweist.
Wenn der Vorteil von durch Leitfahnen erzeugten Wirbeln
gegenüber der Steigerung des Ausmaßes der Druckverluste
aufgrund des Vorsehens der Leitfahnen betrachtet wird,
brauchen die Leitfahnen nicht notwendigerweise über sämt
liche Bereiche in Längsrichtung der Brennstäbe 1 vom glei
chen Typ zu sein.
Insbesondere wird bevorzugt, ein normales Distanzhalter
element ohne Leitfahnen an einer unteren Stufe der Brenn
stäbe vorzusehen, wo die Druckverluste ein wesentlicher in
Betracht zu ziehender Faktor sind, während ein Distanzhal
terelement mit Leitfahnen an einer oberen Stufe der Brenn
stäbe angeordnet wird, wo die Erzeugung von Wirbeln ein
wichtigerer Faktor ist.
Es ist auch möglich, ein normales Distanzhalterelement ohne
Leitfahnen an einer unteren Stufe der Brennstäbe, ein
Distanzhalterelement mit Leitfahnen vom Typ 2 oder 2A an
einer Zwischenstufe der Brennstäbe und ein Distanzhalter
element entweder vom Typ 2B oder von dem mit Spiral-Leit
fahnen versehenen Typ (Fig. 8) an einer oberen Stufe der
Brennstäbe anzuordnen.
Innerhalb des in Fig. 7 gezeigten Querschnitts des Distanz
halters sind die Brennstäbe in den Gruppierungen, die dem
Außenumfang des Distanzhalters zunächstliegen, sowie in den
Gruppierungen, die wiederum diesen zunächstliegen, im Ver
gleich mit anderen Distanzhaltern harten thermischen Bedin
gungen unterworfen. Daher können Leitfahnen nur in den Zwi
schenräumen angeordnet werden, die von den Brennstäben in
diesen Gruppierungen umgeben sind.
Gemäß der Erfindung erzeugen Leitfahnen, die in den Zwi
schenräumen zwischen den Brennstäben vorgesehen sind, Wir
bel. Daher wird die Wärmeübertragung von den als Wärmequel
le dienenden Brennstäben auf das Kühlmittel unterstützt,
wodurch der zulässige Leistungspegel des Brennelementbün
dels erhöht wird. Ferner wird das Leerraumverhältnis ver
ringert, wodurch die Reaktivität erhöht wird.
Der diese Vorteile bietende Distanzhalter nach der Erfin
dung ist so ausgebildet, daß entweder Leitfahnen dadurch
gebildet werden, daß einfach Teile der Seitenwände der Zel
len des Distanzhalters weggebogen werden, oder daß der Di
stanzhalter selbst keiner direkten maschinellen Bearbeitung
unterzogen wird und getrennte Elemente, d. h. Zylinder mit
eingebauten Leitfahnen oder Spiral-Leitfahnen, an dem Di
stanzhalter befestigt werden. Daher ist es im Gegensatz zum
Stand der Technik, bei dem Leitnuten schräg von unteren zu
oberen Stellen an den Zellen des Distanzhalters gebildet
werden, möglich, eine ausreichende mechanische Festigkeit
zur Ausübung der Grundfunktion eines Distanzhalters sicher
zustellen, die darin besteht, Brennstäbe in ihren korrekten
Lagen zu halten.
Bei der Ausführungsform, bei der Leitfahnen durch direkte
maschinelle Bearbeitung der Distanzhalterzellen gebildet
werden, werden die Leitfahnen gleichzeitig mit dem Prägen
der Distanzhalterzellen und durch Ausschneiden von Teilen
der Seitenwände der Distanzhalterzellen und Wegbiegen von
Teilen der Seitenwände von den Ausschnitten gebildet. Daher
bleibt die Herstellung des Distanzhalters ein einfacher
Vorgang.
Claims (4)
1. Distanzhalter zur richtigen Beabstandung von Brennstäben
(1) voneinander,
- a) wobei der Distanzhalter regelmäßig angeordnete Zellen aufweist, in die die Brennstäbe eingesetzt sind, bei dem die Zellen (11) dünnwandige Hohlzylinder sind,
- b) die in Längsrichtung der Brennstäbe (1) verlaufen, gitterartig angeordnet und durch Verschweißen untereinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
- c) daß an den Zellen (11) Leitfahnen (3, 3A, 3B) gebildet sind, die jeweils aus einem in einem Teil der Seitenwand der Zelle gebildeten Aus schnitt gebogen sind,
- d) wobei die Leitfahnen (3, 3A, 3B) schräg in die jeweiligen Zwischenräume (5) zwischen benachbarten Brennstäben ragen und ermöglichen, daß ein durch diese Zwischenräume strömendes Kühlmittel Wirbelströme in Richtung zu den Brennstäben erzeugt,
- e) daß jede Leitfahne (3, 3A, 3B) an einem Zwischenabschnitt in Längsrichtung der Seitenwand der Zelle gebildet ist,
- f) und daß jede Leitfahne an einer vom in Flußrichtung des Kühlmittels oberen Ende der Seitenwand der Zelle ausgehenden Stelle gebildet ist.
2. Distanzhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- g) daß jeder Hohlzylinder (4) Leitfahnen (3, 3A, 3B) aufweist, die schräg ins Innere des Hohlzylinders (4) ragen.
3. Distanzhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- h) daß die Distanzhalter (2) in einer Vielzahl von Stufen in Längsrichtung der Brennelemente (1) angeordnet sind,
- i) und daß die Leitfahnen in denjenigen Zwischenräumen (5) zwischen benachbarten Brennstäben (1) vorgesehen sind, die innerhalb der durch den Distanzhalter definierten Ebene dem Außenrand der Ebene zunächstliegen und in den diesen wiederum zunächstliegenden Zwischenräumen.
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