DE4011938C2 - Klopfdetektoreinrichtung für einen Kraftfahrzeugmotor - Google Patents
Klopfdetektoreinrichtung für einen KraftfahrzeugmotorInfo
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- DE4011938C2 DE4011938C2 DE4011938A DE4011938A DE4011938C2 DE 4011938 C2 DE4011938 C2 DE 4011938C2 DE 4011938 A DE4011938 A DE 4011938A DE 4011938 A DE4011938 A DE 4011938A DE 4011938 C2 DE4011938 C2 DE 4011938C2
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Description
Die Erfindung betrifft eine Klopfdetektoreinrichtung zum Er
fassen von Klopfen eines Fahrzeugmotors, wobei das Ausgangs
signal eines Klopfsensors direkt aus einem analogen Signal in
digitale Signale gewandelt wird (DE 31 21 120 A1).
Eine bekannte Klopfdetektoreinrichtung (DE 29 17 213 A1) weist
einen Klopfsensor zum analogen Erfassen des Klopfens bei irre
gulärer Verbrennung auf. Das gemessene Klopfsignal wird mit
einem Referenzsignal in einem Klopfpegelkomparator verglichen,
wobei dieses Referenzsignal drehzahlabhängig verändert wird.
Die Erkennung des Auftretens von Klopfen ist auch in den JP-
POSen 58-30477 (1983) und 61-8472 (1986) beschrieben. Danach
umfaßt eine herkömmliche Klopfdetektoreinrichtung einen Klopf
sensor, eine Filterschaltung zum Herausfiltern einer Klopfkomponente
durch Begrenzen des Frequenzbandes des Signals von dem
Sensor, eine Spitzenwert-Halteschaltung zum Halten des
Spitzenwertes der Signalwellen und einen Analog/Digital-Wandler
zum Wandeln des Spitzenwertes von dem Analogsignal in ein
digitales Signal. Ein Mikrocomputer berechnet aus den gewandelten
digitalen Signalen einen Durchschnittswert mehrerer
Spitzenwerte und stellt fest, ob Klopfen auftritt, indem er
den Durchschnittswert mit einem vorbestimmten Wert eines
Klopffeststellungspegels vergleicht.
Analoge Filter, wie etwa die Filterschaltung, und die Spitzen
wert-Halteschaltung der herkömmlichen Vorrichtung verwenden
Elemente wie Widerstände und Kondensatoren mit Toleranzen, so
daß es nicht möglich ist, einen von einer Schaltungskonstante
abhängigen Fehler auszuschließen. Jedes Element wird so ausge
wählt, daß die Schaltungskonstante geeignet ist, was mehrere
Herstellungsschritte erfordert. Viele Schritte und die Anzahl
der Teile der in den analogen Schaltungen verwendeten Elemente
erhöhen die Herstellungskosten.
Darüber hinaus werden die Elemente im Laufe ihres Lebens
schlechter, so daß die Schalterungscharakteristika sich ändern.
Damit sinkt die Verläßlichkeit der analogen Schaltung.
Wenn das Auftreten von Klopfen durch Verarbeiten der Signale
von dem Klopfsensor ohne die analoge Schaltung ausgeführt
wird, ist demzufolge eine schnelle Verarbeitung erforderlich,
um präzise die Vibrationswellen in digitale Daten zu wandeln.
Bei der herkömmlichen Vorrichtung besteht das Problem, daß die
elektrische Last steigt, wenn die Klopferfassung ausgeführt
wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klopfdetektor
vorrichtung für einen Kraftfahrzeugmotor zu schaffen, welche
die von dem Klopfsensor abgegebenene Wellen mit hoher Geschwin
digkeit ohne eine analoge Schaltung verarbeiten und aus wenigen
Teilen mit geringen Kosten hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruchs gelöst.
In der nachstehenden Beschreibung werden
bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnungen mit weiteren Einzelhalten näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch die Klopfdetektoreinrichtung nach der
Erfindung nebst einem Motorüberwachungssystem;
Fig. 2 ein Blockschaltbild zum Erläutern der Arbeitsweise
der Erfindung;
Fig. 3, 4 Flußdiagramme der Vorgehensweise mit der Klopfdetektor
einrichtung nach der Erfindung und
Fig. 5 eine Zeitdarstellung der Klopferfassung mittels der
Klopfdetektoreinrichtung.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Motorüberwachungssystem und
eine Klopfdetektoreinrichtung nach der Erfindung. Gemäß der
Zeichnung weist ein Motor 1 eine Brennkammer 1a, einen
Kühlmittelkanal 1b, eine Kurbelwelle 1c und einen Kurbelro
tor 1d auf. Die Brennkammern 1a eines jeden Zylinders weisen
einen mit einem Einlaßkanal 4 verbundenen Einlaß 2 und
einen mit einem Auspuffrohr 5 verbundenen Auspuff-Anlaß 3
auf. Ein Luftfilter 6 steht mit der stromaufwärtigen Seite
des Einlaßkanales 4 in Verbindung. Der Kanal 4 weist in
seinem Verlauf eine Drosselklappe 7 auf. An dem Einlaß 2
ist ein Einspritzer 8 angebracht. Ein Kraftstoffeinspritz
system umfaßt den Einspritzer 8, einen Druckregler 8a, ein
Mengenteilrohr 8b, ein Kraftstoffilter 8c, eine Kraftstoff
pumpe 8d und einen Kraftstofftank 8e. An dem Auspuffrohr 5
ist ein katalytischer Wandler 8 vorgesehen.
Der Kurbelrotor 1d ist fest um die Kurbelwelle 1c herum
angebracht. Ein Kurbelwinkelsensor 11 ist der Außenseite
des Rotors 1d gegenüber vorgesehen. An der Drosselklappe 7
ist ein Drosselpositionssensor 12 angebracht zum Erfassen
des Öffnungsgrades der Drosselklappe 7. Ein Leerlaufschalter
12a, der mit dem Drosselpositionssensor 12 zusammenarbeitet,
stellt einen Leerlauf des Motors fest. Der Einlaßkanal 4
ist mit einem Einlaß-Luftmassensensor 13 stromabwärts des
Luftfilters 6 versehen. Ein Kühlmittel-Temperatursensor 14 liegt
frei in dem Kühlmittelkanal 1b des Motors 1 und ein Abgas
sensor, wie etwa ein Sauerstoffsensor 15, liegt frei in dem
Auspuffrohr 5 stromaufwärts des katalytischen Wandlers 9.
Eine Hauptüberwachungseinheit 10 empfängt verschiedene
Ausgangssignale von dem Drosselsensor 12, dem Leerlaufschalter
12a, dem Einlaß-Luftmassensensor 13, dem Kühlmittel-Temperatur
sensor 14 und dem Sauerstoffsensor 15. Die Einheit 10
wird beispielsweise von einem Mikrocomputer gebildet. Die
Einheit 10 empfängt darüber hinaus ein Ausgangssignal von
dem Kurbelwellensensor 11 über einen Wellenformkreis 11a
und ist mit einer Zündschaltung 17 als eine Betätigungs
antriebsschaltung verbunden.
Die Hauptüberwachungseinheit 10 steht ferner mit einer Hilfsklopfdetektor
einheit 20 in Verbindung. Die Detektoreinheit 20 ist über die
Wellenformschaltung 11a mit dem Kurbelwinkelsensor 11 und
ferner über eine Verstärkerschaltung 19 mit einem Klopf
sensor 18 verbunden.
Die Detektoreinheit 20 umfaßt eine zentrale Verarbeitungs
einheit (nachstehend mit CPU bezeichnet) 21, einen Lese
speicher (ROM) 22, einen Speicher mit wahlfreiem Zugriff
(RAM) 23, ein serielles Überwachungsinterface (SCI) 24,
einen Analog/Digital-Wandler (A/D) 25, einen ersten, einen
zweiten und einen dritten Zeitgeber 26a bis 26c, ein Ein
gabe/Ausgabe-Interface (I/O) 27 und eine Busleitung 28, um
die genannte Elemente untereinander zu verbinden. Die
Wellenformschaltung 11a ist durch das Interface 27, die
Hauptkontrolleinheit 10 ist durch das SCI 24 und die Ver
stärkerschaltung 19 des Klopfsensors 18 ist durch den A/D-Wandler
25 angeschlossen.
Zu dem Kurbelwinkelsensor 11 gehören elektromagnetische
Erfassungsansätze (Vorsprünge) 1e (oder Schlitze) auf dem Rotor 1d. Ein
magnetischer Fluß ändert sich, wenn die Ansätze 1e sich
entsprechend der Drehung des Rotors 1d dem Sensor 11 nähern
oder sich von diesem entfernen. Der Sensor 11 erzeugt einen
Wechselstrom in Abhängigkeit von der magnetischen Flußände
rung und der Wellenformkreis 11a wandelt den Wechselstrom
in Impulse, und zwar als Kurbelwinkelsignale.
Beispielsweise bei einem 6-Zylinder-Motor, der alle 120°
einen oberen Totpunkt (TDC) der Zylinder aufweist, gibt die
Wellenformschaltung 11a die Kurbelwinkelsignale alle 30°
ab, und zwar ab 10° vor dem oberen Totpunkt (voT). Somit
werden Kurbelwinkelsignale 10, 40, 70 und 100° voT an die
Hauptüberwachungseinheit 10 abgegeben, um den Zündzeitpunkt
und dergleichen zu berechnen. Ein Zündzeitpunktsignal wird
an die Zündschaltung bei einem entsprechend den Kurbelwin
kelsignalen alle 30° berechneten Zündzeitpunkt abgegeben.
Darüber hinaus gibt der Sensor 11 alle 120° Signale, welche
10° voT angeben, an die Klopfdetektoreinheit 20 ab, um die
Unterbrechungsverarbeitung zu beginnen.
Der Klopfsensor 18 ist mit einer Konstantspannungsversorgung
VCC über einen Widerstand R verbunden und wird beispiels
weise von einem Klopfsensor des Resonanztyps gebildet,
welcher einen Oszillator mit einer im wesentlichen der
Vibration durch Klopfen entsprechenden Eigenfrequenz und
ein piezoresistives Element zum Wandeln einer von dem Os
zillator erfaßten Vibrationssteigerung in elektrische Signale
umfaßt. Der Sensor 18 umfaßt diejenige Vibration,
welche sich in dem Zylinderblock des Motors in Abhängigkeit
von einem Verbrennungsdruck bei dem Kompressions-(Zünd)Hub
fortpflanzt, und gibt eine analoge Vibrationswelle in Form
eines elektrischen Signales aus.
Das analoge Wellensignal wird mittels des A/D-Wandlers 25 der
Einheit 20 in digitale Daten verwandelt, nachdem die Schaltung
19 das Signal auf einen vorbestimmten Pegel verstärkt
hat. Zum Zwecke der A/D-Wandlung wird mit hoher Geschwindigkeit
abgetastet, um die Vibrationswellen präzise zu wandeln.
Die CPU 21 beginnt eine innere Unterbrechungsverarbeitung
mittels der ersten bis dritten Zeitgeber 26a bis 26c in
Abhängigkeit von den Signalen des Kurbelsensors 11, um ein
in den ROM 22 gespeichertes Programm für die Klopferfassung
auszuführen. Die CPU 21 lädt eine Unterscheidungspegel-
Tabelle (nachstehend mit MAPNK abgekürzt und in Fig. 2 mit
Bezugszahl 36 bezeichnet) und setzt einen Unterscheidungs
pegel direkt oder durch Interpolationsberechnung. Auf der
anderen Seite wandelt der A/D-Wandler 25 die Signale von
Klopfsensor 18 während einer Klopferfassungszeit, um
einen Klopfpegel zu berechnen. Die CPU 21 stellt fest, ob
Klopfen auftritt, indem der Klopfpegel mit dem Unterscheidungs
pegel verglichen wird, und gibt das entsprechende
Ergebnis über das SCI 24 an die Hauptüberwachungseinheit
10.
Wenn die Detektoreinheit 20 ein Signal angibt, welches das
Auftreten von Klopfen anzeigt, verzögert die Haupteinheit
10 unverzüglich einen Zündzeitpunkt des entsprechenden
Zylinders, um Klopfen zu verhindern.
Nachstehend ist der Aufbau der Detektoreinheit 20 unter
Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben. Die Detektoreinheit 20
umfaßt eine A/D-Wandlerschaltung 30 (Wandler 25), eine Abtastperioden-
Setzschaltung 31 zum Setzen der Abtastperiode, eine Drehzahl-Berechnungs
schaltung 32 zum Berechnen der Motordrehzahl, eine Setzschaltung
33 zum Setzen der Klopferfassungszeit, eine Klopfpegel-Berechnungs
schaltung 34 zu Berechnen eines Klopfpegels, eine Referenzpegel-Setz
vorrichtung 35 zum Setzen eines Referenz- bzw. Feststellungs- bzw. Unterscheidungspegels, eine
Diskriminierpegel-Tabelle (MAPKN) 36 und eine Klopffest
stellschaltung 37. Die Einheit 20 führt ausschließlich das
Klopferfassungsverfahren bei hoher Geschwindigkeit aus.
Die Wandlerschaltung 30 wandelt die analogen Signale von
dem Klopfsensor 18 mittels des A/D-Wandlers 25 in digitale
Daten, und zwar in jeder von der Abtastperioden-Setzschaltung 31 gesetzten
Abtastperiode während der von der Setzschaltung 33 gesetzten
Klopferfassungszeit.
Die Abtastperioden-Setzschaltung 31 setzt die Abtast
periode für die A/D-Wandlung in der Wandlerschaltung 30 während
der von der Schaltung 33 gesetzten Erfassungszeit, um die
Abtastperiode an die Wandlerschaltung 30 und die Klopfpegel-Berechnungs
schaltung 34 abzugeben. Die Abtastperiode
wird in dem dritten Zeitgeber 26c als Periode TS gesetzt
und beträgt etwa 30 µs, um die Vibrationswellen originalge
treu wiederzugeben.
Die Rechenschaltung 32 für die Motordrehzahl erfaßt die
entsprechend einem Kurbelwinkel von 30° vergangene Zeit in
Abhängigkeit von den Signalen des Kurbelsensors 11 und
berechnet die Motordrehzahl SE.
Die Setzschaltung 33 setzt die Klopferfassungszeit
entsprechend einer Periode, in welcher Klopfen auftreten
kann. Da der Bereich, in dem Klopfen auftritt, in Abhängigkeit
von der Motordrehzahl bezüglich des Kurbelwinkels
wandert, können der Beginn und das Ende der Zeitspanne
entsprechend der von der Drehzahl-Berechnungsschaltung 32 berechneten Motordreh
zahl SE variiert werden. Die Zeitspanne kann aber auch auf
einen vorbestimmten weiten Kurbelwinkelbereich festgelegt
werden, in dem jegliches Klopfen auftritt. Daher wird die
Zeitspanne auf der Grundlage von Experimenten gesetzt. Die
Klopfpegel-Berechnungsschaltung 33 gibt ferner Erfassungszeitsignale an die Wand
lungsschaltung 30, die Abtastperioden-Setzschaltung 31
und die Klopfpegel-Berechnungsschaltung 34.
Die Klopferfassungszeit wird direkt mittels der vorbe
stimmten Tabelle oder durch Interpolationsberechnung ent
sprechend der Motordrehzahl SE gesetzt, wodurch ein Beginn
T1S der Klopferfassungszeit in den ersten Zeitgeber 26a und
ein Ende T1E der Zeit in den zweiten Zeitgeber 26b gesetzt
wird.
Die Klopfpegel-Berechnungsschaltung 34 zieht einen
Zwischenwert P0 einer Amplitude der Vibrationswellen von
den digitalen Daten Pi bei jedem Abtastzeitpunkt während
der Klopferfassungszeit ab. Die bei jedem Abtastzeitpunkt
resultierenden Werte werden integriert. Ein Durchschnitts
wert P2 wird durch Teilen des integrierten Wertes durch die
Anzahl NS von Abtastungen nach A/D-Wandlung während der
Klopferfassungszeit berechnet. Somit wird der Durchschnitts
wert P2 während der Erfassungszeit mittels der folgenden
Gleichung berechnet und derselbe wird als Klopfpegel an die
Schaltung 37 abgegeben:
P2 = 1/NS Σ | Pi - P0 |
Die Setzschaltung 34 für den Unterscheidungspegel lädt
MAPKN 36 unter Berücksichtigung der Motordrehzahl SE als
Parameter, um den Unterscheidungspegel direkt oder durch
Interpolationsberechnung zu setzen, und gibt den Pegel an
die Feststellungsschaltung 37 ab.
Die Feststellungspegel PKN in der Tabelle MAPKN können
auf der Grundlage eines Durchschnittswertes des Ausgangs
signals des Klopfsensors 18 während einer Periode gewählt
werden, in welcher kein Klopfen auftritt. Die von der
Motordrehzahl SE abhängigen Unterscheidungspegel werden
durch Addieren des Durchschnittswertes zu einem vorbestimmten
Offset-wert ermittelt. Da es möglich ist, die Berechnung
des Feststellungspegels PKN während einer Periode, in welcher
kein Klopfen auftritt, zu unterlassen, wird dadurch
die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht.
Die Klopffeststellschaltung 37 vergleicht den von der Rechen
schaltung 34 berechneten Klopfpegel P2 mit dem Feststellungs
pegel PKN aus der Referenzpegel-Setzschaltung 35. Wenn P2 < PKN
stellt die Schaltung 37 fest, daß in dem Motor kein Klopfen
auftritt. Wenn P2 PKN, stellt die Schaltung 37 fest, daß
Klopfen auftritt, und gibt das Klopffeststellungssignal über
das SCI 24 an die Hauptübertragungseinheit 10.
Das Verfahren des Setzens des Feststellungspegels für das
Klopfen ist nachstehend beschrieben.
Die beschriebenen Verarbeitungen werden in der Verarbeitung
der internen Unterbrechung durch die ersten bis dritten
Zeitgeber 26a bis 26c gemäß den Fig. 5(c) bis 5(e) ausge
führt. Zunächst wird eine Klopfdetektoreinheit 20 in einem
Schritt ST1 einer Hauptroutine nach Fig. 3A unter Verwendung
eines Unterbrechungsvektors sowie verschiedener Flaggen
und Register initialisiert.
Als zweites schreitet das Verfahren in Schritt ST2 fort. Die
CPU 21 kann jeweils bei einem Kurbelwinkel von 30° und
Vielfachen davon entsprechend den Signalen von dem Kurbel
winkelsensor 11 unterbrochen werden, daraufhin eine
Leerlaufverarbeitung in Schritt ST3 auszuführen. Wenn eine
Unterbrechung auftritt, geht die CPU 21 in einen Stand-by-
Zustand und führt die Klopferfassungsverarbeitung aus.
Sodann beginnt die CPU 21 in Schritt ST5 nach Fig. 3B eine
interne Unterbrechnungsverarbeitung, um eine Zeitspanne T30
entsprechend 30° des Kurbelwinkels zu berechnen, wenn der
Sensor 11 das einem Kurbelwinkel von 10° voT entsprechende
Signal gemäß Fig. 5(a) an die CPU 21 gibt. Die Zeitspanne
T30 entspricht der Zeitspanne zwischen Signalen, die alle
30° des Kurbelwinkels von dem Kurbelwinkelsensor 11 abgegeben
werden.
Danach wird in Schritt ST6 die Drehzahl SE in Abhängigkeit
von der in Schritt ST5 berechneten Zeitspanne T30 berechnet.
Sodann wird mit Schritt ST7 fortgefahren.
In Schritt ST7 wird der Beginn T1S der Klopferfassungszeit
spanne, d. h. der Beginn T1S des Wandelns der Signale von
dem Klopfsensor 18 in digitale Signale, in den ersten Zeit
geber 26a in Abhängigkeit von der in Schritt ST6 berechneten
Maschinendrehzahl SE gesetzt. Sodann folgt Schritt ST8.
In Schritt ST8 ermöglicht es die CPU 21, von dem ersten
Zeitgeber 26a unterbrochen zu werden. Sodann wird in Schritt
ST9 eine Zeitspanne TAD1 der Klopferfassungszeit in Abhän
gigkeit von der Maschinendrehzahl SE berechnet, woraufhin
zu der Hauptroutine zurückgekehrt wird.
Wenn die interne Unterbrechung durch den ersten Zeitgeber
26a bei der Zeit T1S auftritt wird ein Ende T1E (= T1S +
TAD1) der Klopferfassungszeit in Schritt ST10 gemäß Fig. 4A
in den zweiten Zeitgeber 26b gesetzt. In Schritt ST11
erlaubt es die CPU 21, von dem zweiten Zeitgeber 26b unter
brochen zu werden.
Sodann folgt Schritt ST12. Die Abtastperiode TS für die
A/D-Wandlung wird in den dritten Zeitgeber 26c gesetzt.
Ferner ermöglicht es die CPU 21 in Schritt ST13, von dem
Zeitgeber 26c unterbrochen zu werden, und die CPU 21 beendet
die Unterbrechung durch den ersten Zeitgeber 26a, um zu der
Hauptroutine zurückzukehren.
Daher beginnt die Unterbrechung durch den dritten Zeitgeber
26 gemäß Fig. 4B unmittelbar nach dem Ende der Unter
brechung durch den ersten Zeitgeber 26a. Die Abtastung des
A/D-gewandelten Wertes von dem Klopfsensor 18 wird bei
jeder in Schritt ST12 gesetzten Abtastperiode TS ausgeführt.
In Schritt ST20 gemäß Fig. 4B werden digitale Daten Pi
ausgelesen. Diese werden mittels des A/D-Wandlers 25 von der
analogen Vibrationswelle des Klopfsensors 18 gewandelt. In
Schritt ST21 berechnet die CPU einen Differenzwert zwischen
den digitalen Daten Pi und dem Zwischenwert P0 der Amplitude
der Vibrationswelle, d. h. die Stärke des Klopfens |Pi = P0|.
In Schritt ST22 addiert die CPU 21 die vorliegenden Klopf
stärke zu einem integrierten Wert KNP * , der das Resultat
der Integration der Klopfstärke bis zu der vorherigen Ab
tastzeit darstellt, um den neuen integrierten Wert "KNP
(KNP = KNP * + |Pi - P0|)" zu berechnen. Sodann folgt
Schritt ST23.
In Schritt ST23 wird die Anzahl NS der Abtastungen bis zum
aktuellen Zeitpunkt durch Zuaddieren von "1" zu der Anzahl
NS * der Abtastungen bis zur vorherigen Abtastung berechnet
(NS = NS * + 1). Im Schritt ST24 wird die folgende Abtast
zeit in den A/D-Wandler 25 gesetzt, wodurch die Routine
endet. Zum nächsten Abtastzeitpunkt werden die Schritte
ST20 bis ST24 erneut durchlaufen.
Die Abtastperiode TS wird etwa auf 30 µs gesetzt, um präzise
die Vibrationswellen von dem Klopfsensor 18 zu digitalisieren.
Die Unterbrechung durch den zweiten Zeitgeber 26b beginnt,
wenn das Verfahren das Ende T1E der Abtastung erreicht hat.
Sodann verbietet die CPU 21 in Schritt ST30 gemäß Fig. 4C
eine Unterbrechung durch den dritten Zeitgeber 26c, wobei
die Abtastung des A/D-gewandelten Wertes ausgeführt wird.
In Schritt ST31 wird die MAPKN 36 in Abhängigkeit von der
Motordrehzahl SE als Parameter geladen. In Schritt ST32
wird der Feststellungspegel PKN direkt oder durch Interpo
larisationsberechnung gesetzt.
In Schritt ST33 berechnet die CPU 21 den Durchschnittswert
P2 der während der Klopferfassung gewandelten digitalen
Daten Pi als Klopfpegel mittels der Gleichung "P2 = KNP/NS".
In Schritt ST34 vergleicht die CPU 21 den in Schritt ST 33
berechneten Klopfpegel P2 mit dem in Schritt ST31 gesetzten
Unterscheidungspegel PKN.
Wenn der Klopfpegel P2 unter dem Unterscheidungspegel PKN
liegt, stellt die CPU 21 in Schritt ST35 fest, daß kein
Klopfen auftritt. Wenn jedoch der Klopfpegel P2 über dem
Unterscheidungspegel PKN liegt, wird mit Schritt ST36 fort
gefahren und die CPU 21 stellt fest, daß Klopfen austritt,
wobei sie das Signal, welches das Auftreten von Klopfen
angibt, über das SCI 24 an die Hauptüberwachungseinheit
10 angibt. Sodann wird mit Schritt ST37 fortgefahren.
In Schritt ST37 setzt die CPU 21 die Zahl NS der Abtastungen
und den integrierten Wert KNP der Klopfstärke während der
Klopferfassungszeit zurück und kehrt zur Hauptroutine zu
rück.
Gemäß dem vorbeschriebenen Verfahren nimmt die Hilfsklopfdetektor
einheit 20 die Vibrationswellen von dem Klopfsensor 18 auf,
um zu entscheiden, ob Klopfen auftritt. Wenn festgestellt
wird, daß Klopfen auftritt und das Klopffeststellungssignal
an die Hauptüberwachungseinheit 10 abgegeben wird, gibt diese
unverzüglich Zündsignale an die Zündschaltung 17
um den Zündwinkel zu verzögern und dadurch ein Klopfen des
Motors zu verhindern.
Der Klopfsensor 18 muß nicht ein Sensor des
Resonanztyps zum Erfassen von mechanischen Vibrationen des
Motors sein. Beispielsweise können auch Klopfsensoren,
welche den Verbrennungsdruck oder das Vibrationsrauschen
des Motors als Welle erfassen, eingesetzt werden.
In dem Fall, daß die Hilfsklopfdetektoreinheit zum aus
schließlichen Verarbeiten der Ausgangssignale des Klopfsensors
neben der Hauptüberwachungseinheit zum Überwachen des
Zündzeitpunkts vorgesehen ist, ist es möglich, die Abtast
periode der Hilfsklopfdetektoreinheit ohne Rücksicht auf die Hauptüberwachungseinheit
zu verkürzen, so daß die abgetasteten digitalen Daten die
von dem Klopfsensor abgegebenen analogen Wellen reprodu
zieren können.
Mit der oben detailliert erläuterten
Klopfdetektoreinrichtung ist es möglich, die von dem Klopfsensor
erfaßten Vibrationswellen mit hoher Geschwindigkeit und
unabhängig von einer analogen Schaltung zu verarbeiten.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet daher hohe
Verläßlichkeit bei der Klopferfassung und hohe Verarbeitungs
geschwindigkeit ohne Steigerung der Last, weil die
Schaltungselemente nicht von der Betriebszeit und den Cha
rakteristika der analogen Schaltung beeinflußt sind.
Darüber hinaus muß keine Schaltungskonstante betreffend die
Elemente in der analogen Schaltung gesetzt werden, weshalb
die durch diese Konstante hervorgerufenen Fehler eliminiert
sind. Somit bewirkt die Erfindung vieles: Die Klopferfassung
ist präzise, die Anzahl der Elemente der Schaltung ist
gering und die Herstellungskosten sind niedrig.
Claims (1)
1. Klopfdetektoreinrichtung für den Motor (1) eines Kraftfahrzeugs
mit einer Kurbelwelle (1c), einem Kurbelrotor (1d) am
einen Ende der Kurbelwelle (1c) und mehreren Vorsprüngen
(1e) am Umfang des Kurbelrotors zum Markieren von Dreh
winkeln der Kurbelwelle (1c),
einem Kurbelwinkelsensor (11), der zum Erfassen der Vor sprünge (1e) und zum Erzeugen eines Kurbelwinkelsignales vorgesehen ist,
einem Wellenformkreis (11a), der auf Erhalt des genannten Kurbelwinkelsignales Rechteckpulse formt und ein Pulssignal erzeugt,
einem am Motor angeordneten Klopfsensor (18) zum analogen Erfassen von durch Klopfen aufgrund irregulärer Verbren nung bedingten Schwingungen des Motors (1) und Erzeugen von Klopfsignalen;
einer Verstärkerschaltung, die dem Klopfsensor (18) nach geschaltet ist und ein verstärktes Klopfsignal erzeugt,
einer Drehzahl-Berechnungsvorrichtung (32), welche aus dem Pulssignal eine Motordrehzahl (SE) berechnet und ein Motordrehzahlsignal erzeugt;
einer Klopfbestimmungszeit-Setzvorrichtung (33), welche aus den Kurbelwinkelsignalen und den Motordrehzahlsignalen eine Klopfbestimmungszeitdauer motordrehzahlabhängig bestimmt und ein Erfassungszeitdauersignal abgibt;
einer Abtastperioden-Setzvorrichtung (31), welche auf das Erfassungszeitdauersignal hin die Abtastperiode des Klopfsignals bestimmt und ein Abtastperiodensignal ab gibt;
einer A/D-Wandlerschaltung (30), welche auf das Klopfsignal, das Erfassungszeitdauersignal und das Abtastperioden signal hin das Klopfsignal nur während der Klopfbestimmungs zeitdauer in digitale Daten wandelt und ein digita lisiertes Signal erzeugt;
einer Klopfpegel-Berechnungsvorrichtung (34), welche aus dem digitalisierten Signal, dem Erfassungszeitdauersignal und dem Abtastperiodensignal beim Klopfpegelsignal (P2) durch Mitteln der digitalen Daten während einer vorbe stimmten Zeitdauer berechnet;
einer Referenzpegel-Setzvorrichtung (35, 36), welche dem Motordrehzahlsignal einen Referenzpegel aus einer Tabelle (MAPKN) zuordnet und ein Referenzpegelsignal erzeugt; und
einer Klopffeststellschaltung (37), welche auf Erhalt des Klopf pegelsignals und des Referenzpegelsignals das Klopfpegel signal (P2) mit dem Referenzpegelsignal (PKN) vergleicht und das Auftreten von Klopfen dann fest stellt, wenn das Klopfpegelsignal (P2) größer als das Referenzpegelsignal (PKN) ist.
einem Kurbelwinkelsensor (11), der zum Erfassen der Vor sprünge (1e) und zum Erzeugen eines Kurbelwinkelsignales vorgesehen ist,
einem Wellenformkreis (11a), der auf Erhalt des genannten Kurbelwinkelsignales Rechteckpulse formt und ein Pulssignal erzeugt,
einem am Motor angeordneten Klopfsensor (18) zum analogen Erfassen von durch Klopfen aufgrund irregulärer Verbren nung bedingten Schwingungen des Motors (1) und Erzeugen von Klopfsignalen;
einer Verstärkerschaltung, die dem Klopfsensor (18) nach geschaltet ist und ein verstärktes Klopfsignal erzeugt,
einer Drehzahl-Berechnungsvorrichtung (32), welche aus dem Pulssignal eine Motordrehzahl (SE) berechnet und ein Motordrehzahlsignal erzeugt;
einer Klopfbestimmungszeit-Setzvorrichtung (33), welche aus den Kurbelwinkelsignalen und den Motordrehzahlsignalen eine Klopfbestimmungszeitdauer motordrehzahlabhängig bestimmt und ein Erfassungszeitdauersignal abgibt;
einer Abtastperioden-Setzvorrichtung (31), welche auf das Erfassungszeitdauersignal hin die Abtastperiode des Klopfsignals bestimmt und ein Abtastperiodensignal ab gibt;
einer A/D-Wandlerschaltung (30), welche auf das Klopfsignal, das Erfassungszeitdauersignal und das Abtastperioden signal hin das Klopfsignal nur während der Klopfbestimmungs zeitdauer in digitale Daten wandelt und ein digita lisiertes Signal erzeugt;
einer Klopfpegel-Berechnungsvorrichtung (34), welche aus dem digitalisierten Signal, dem Erfassungszeitdauersignal und dem Abtastperiodensignal beim Klopfpegelsignal (P2) durch Mitteln der digitalen Daten während einer vorbe stimmten Zeitdauer berechnet;
einer Referenzpegel-Setzvorrichtung (35, 36), welche dem Motordrehzahlsignal einen Referenzpegel aus einer Tabelle (MAPKN) zuordnet und ein Referenzpegelsignal erzeugt; und
einer Klopffeststellschaltung (37), welche auf Erhalt des Klopf pegelsignals und des Referenzpegelsignals das Klopfpegel signal (P2) mit dem Referenzpegelsignal (PKN) vergleicht und das Auftreten von Klopfen dann fest stellt, wenn das Klopfpegelsignal (P2) größer als das Referenzpegelsignal (PKN) ist.
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