DE4011963A1 - Schockimpulsisolierende vorrichtung - Google Patents
Schockimpulsisolierende vorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine schockimpulsisolierende Vorrichtung, die ge
eignet ist, bei durch Schockimpulse zu Schwingungen angeregten mechani
schen Strukturen die Funktionen einer sogenannten aktiven oder die einer
passiven Schwingungsisolation zu erfüllen. Nachfolgend wird die Erfindung
an den Beispielen der aktiven Schwingungsisolation durch die Zusatzpanze
rung eines Kampfpanzers und der passiven Schwingungsisolation eines be
schleunigungsempfindlichen Geräts beschrieben.
Wird ein Panzer von einem Geschoß getroffen, dann wird er besonders stark
zu hochfrequenten Schwingungen angeregt. Um die Besatzung und Einbäugeräte
des Panzers vor dieser extremen Schwingungsanregung zu schützen, kann sei
ne beschußgefährdete Oberfläche mit einer Zusatzpanzerung ausgerüstet wer
den. In herkömmlicher Bauart besteht diese im wesentlichen aus einer Viel
zahl von nebeneinander angeordneten Schutzplatten aus Panzerstahl, die
über Federn bzw. Gummielemente am Turm und an der Wanne des Panzers befe
stigt sind. Die so erzielbare Schockimpulsisolierung ist um so besser, je
niedriger die statische Steifigkeit und die Dämpfung bzw. die hieraus re
sultierende dynamische Steifigkeit dieser Federn ist.
In herkömmlicher Bauweise einer Zusatzpanzerung muß jedoch die statische
Steifigkeit und Dämpfung der als Federn dienenden Gummielemente relativ
hoch sein. Die Schutzplatten würden sonst bereits bei einwirkenden fahrdy
namischen Beschleunigungen zu große Schwingungsamplituden ausführen, wo
durch die Gummielemente einer unzulässig hohen Zugspannung ausgesetzt wä
ren.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine schockimpulsisolierende Vorrichtung mit
einer erheblich geringeren dynamischen Steifigkeit ihrer Federn und somit
höherer Wirksamkeit zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch eine schockimpulsisolierende Vorrichtung nach An
spruch 1 gelöst.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen und den nachfolgenden Ausführungsbeispielen.
Der Hauptvorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ihre gute schockim
pulsisolierende Wirkung. Diese beruht unter anderem auf den erst durch die
Erfindung einsetzbaren Federn mit besonders geringer statischer Steifig
keit und Dämpfung sowie einem wesentlich größeren Federweg. Weitere Vorzü
ge erfindungsgemäßer Ausführungsformen ergeben sich aus den Ansprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen von Ausführungsbei
spielen des Erfindungsgedankens.
Im folgenden wird auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung näher
eingegangen. Dabei können die der Beschreibung und den Zeichnungen zu ent
nehnenden Merkmale bei anderen erfindungsgemäßen Ausführungsformen einzeln
für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination Anwendung finden. Es
zeigt
Fig. 1 eine schockimpulsisolierende Vorrichtung nach dem Stand der Tech
nik,
Fig. 2 eine erfindungsgemäße schockimpulsisolierende Vorrichtung mit der
Funktion einer aktiven Schwingungsisolation,
Fig. 3 ein erfindungsgemäß ausgebildetes Dämpfungselement für die Vorrich
tung nach Fig. 2,
Fig. 4 eine erfindungsgemäße schockimpulsisolierende Vorrichtung mit der
Funktion einer passiven Schwingungsisolation und
Fig. 5 eine Überlastsicherung für die Vorrichtung nach Fig. 4.
In Fig. 1 ist eine dem Stand der Technik entsprechende schockimpulsisolie
rende Vorrichtung dargestellt. Die aus Panzerstahl bestehende quadratische
Schutzplatte 1 ist durch in ihren Ecken plazierte Gummielemente 5 von der
Platte 6 der Wanne oder des Turms eines Panzers getrennt. Die Gummielemen
te 5 bestehen aus zwei Stahlscheiben 2, 3, die mit einem Gummiblock 4
durch Vulkanisation verbunden sind. Die Stahlscheiben 2, 3 sind in nicht
näher dargestellter Weise, z.B. durch Gewindestifte und entsprechende Ge
windebohrungen oder durch Bajonettverschlüsse, mit den Platten 1, 6 ver
schraubt.
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße schockimpulsisolierende Vorrichtung,
die sich gegenüber derjenigen von Fig. 1 nur durch erfindungswesentliche
Merkmale unterscheidet. So sind die Gummielemente 5 durch Federn 7 niedri
gerer statischer Steifigkeit und extrem geringer Dämpfung ersetzt. Sie be
stehen aus Stahl und sind zur Erzielung eines großen möglichen Federweges
als Kegelstumpffedern ausgebildet. Die Lage der Federn 7 auf der Schutz
platte 1 wird durch an letztere angeschraubte Federteller 10 gesichert.
Die Federn 7 sind durch sich überkreuzend angeordnete Stahlseile 8, 9 vor
gespannt, die über nicht näher dargestellte Bügelseilhülsen nach DIN 83 313
mit den Platten 1, 6 verschraubt sind. Die Stahlseile 8, 9 sind jeweils
zwischen den Federn 7 an den Rändern der Schutzplatte 1 parallel zu ihren
Quadratseiten angeordnet. Hierbei sind in Fig. 2 nur die Seile einer der
vier Seiten abgebildet. Die Stahlseile 8, 9 kreuzen sich gemäß Fig. 3 in
nerhalb eines Dämpfungselements 11. Sie sind in ihrer Länge genau so be
messen, daß die Federn 7 einer vorgegebenen Vorspannkraft ausgesetzt sind.
Wird die Schutzplatte 1 von einem Geschoß getroffen, werden die Federn 7
nur dann zusammengedrückt, wenn der Impuls des Geschosses groß genug ist,
um ihre Vorspannung zu überwinden. Ist dies der Fall, wird der Kreuzungs
winkel α der Drahtseile 8, 9 mit abnehmendem Abstand der Platten 1, 6
kurzzeitig kleiner. Gleichzeitig werden jedoch die Hülsenhälften 13, 14
durch die Feder 12 voneinander weggepreßt und der Kreuzungswinkel α wird
wieder größer.
Die Vorspannung der Federn 7 hat also zur Folge, daß nur Geschoßimpulse
entsprechend hohen Betrags deren Verformung beziehungsweise eine gegensei
tige Annäherung der Platten 1, 6 bewirken. Die Federn 7 können deshalb
besser speziell auf große, gefährliche Geschoßimpulse abgestimmt werden
als die dem Stand der Technik entsprechend nicht vorgespannten Gummiele
mente 5 von Fig. 1.
Ist der Impuls eines Geschoßtreffers abgebaut, dann wird die Schutzplatte
1 durch die zusammengedrückten Federn 7 wieder von der Platte 6 wegbe
schleunigt. Gleichzeitig verringert sich der gegenseitige Abstand der Hül
senhälften 13, 14, wobei diese große Reibungskräfte auf die Drahtseile 8,
9 ausüben. Es wird so die in den Federn 7 gespeicherte potentielle Energie
des Schockimpulses dissipiert und vermieden, daß die Schutzplatte 1 von
der Platte 6 mit großer Geschwindigkeit weggeschleudert wird, was ein Rei
ßen der Drahtseile 8, 9 bewirken könnte.
Bei entsprechenden, vorzugsweise experimentell zu ermittelnden Abmessungen
der Feder 12, des Kreuzungswinkels α der Drahtseile 8, 9, der Länge und
dem Durchmesser der Hülsenhälften 13, 14 sowie der Formgebung ihrer Kon
taktflächen mit den Drahtseilen 8, 9, läßt sich auch erreichen, daß die
Schutzplatte 1 nach ihrem Beschuß nicht mehr den ursprünglichen sondern
einen geringeren bleibenden Abstand zur Platte 6 einnimmt. Die Federn 7
sind dann einer noch stärkeren Vorspannung ausgesetzt als vor dem Beschuß.
Da die Drahtseile 8, 9 im Ruhezustand der Schutzplatte 1 aufgrund der Vor
spannung der Federn 7 unter hoher Zugbelastung stehen, verhindern sie zu
sammen mit den nicht dargestellten, auf der gegenüberliegenden Quadratsei
te angeordneten Drahtseilen eine Bewegung der Schutzplatte in der Zeichen
ebene. Da auch ihre Bewegung senkrecht zur Zeichenebene durch nicht darge
stellte Drahtseile vermieden wird, bleibt die Schutzplatte 1 bei Einwir
kung fahrdynamischer Beschleunigungen beliebiger Richtung relativ zur
Platte 6 praktisch in Ruhe. Die Federn 7 müssen deshalb nur einen Bruch
teil der statischen Steifigkeit der Gummielemente 5 aufweisen und können
auch einen wesentlich größeren Federweg besitzen, so daß sie unter Schock
einwirkung eine vielfach bessere Schockimpulsisolation bewirken.
Die Haltefunktion der Drahtseile 8, 9, ist aufgehoben, wenn die Vorspann
kräfte in den Federn 7 durch ein auf die Schutzplatte 1 treffendes Geschoß
überwunden sind. Wirkt der Geschoßimpuls nicht senkrecht sondern schief
auf die Schutzplatte 1 ein, dann wird letztere durch mindestens zwei auf
gegenüberliegenden, zueinander parallelen Seiten angeordnete, besonders
hohen Zugkräften ausgesetzte Drahtseile in ihrer Annäherungsbewegung zur
Platte 6 geführt. Diesen Drahtseilen kommt damit die Funktion von stangen
förmigen Lenkern zu, die eine zu große Relativbewegung der Schutzplatte 1
parallel zur Platte 6 vermeiden.
Der optimale Betrag der Drahtseilvorspannung, der im Ruhezustand befindli
chen Vorrichtung ist unter anderem abhängig vom maximalen Impuls eines
auftreffenden Geschosses, der Masse der Schutzplatte 1, den fahrdynami
schen Maximalbeschleunigungen, dem zulässigen Federweg der Federn 7, ihrer
eventuellen nichtlinearen statischen Steifigkeit sowie dem Kreuzungswinkel
α der Drahtseile 8, 9 und wird vorzugsweise experimentell ermittelt.
Im Gegensatz zu den Gummielementen 5 weist das Dämpfungselement 11 den für
eine gute Schockimpulsisolation entscheidenden Vorteil auf, nur bei der
Entspannung der Federn 7 energiedissipierend zu wirken. Da darüberhinaus
bei den Gummielementen 5 die auf der Werkstoffdämpfung beruhende Energie
dissipation nur relativ gering sein kann, besteht bei der schockimpulsiso
lierenden Vorrichtung von Fig. 1 stets die Gefahr, daß die Gummielemente
von der zurückschwingenden Schutzplatte einer zu hohen Zugspannung aus
gesetzt und so zerstört werden.
Um bei besonders großen Impulsen auftreffender Geschosse durch die sich
annähernden Platten 1, 6 ein Zusammenquetschen der Hülsenhälften 13, 14 zu
vermeiden, können diese an ihrer Außenseite auch mit einer dicken Gummibe
schichtung versehen sein. Eine andere oder ergänzende Maßnahme besteht da
rin, zwischen den Platten 1, 6 zusätzliche, in Fig. 2 nicht dargestellte
Gummianschlagpuffer oder funktionsgleiche Stahlfedern anzuordnen.
Grundsätzlich ist es auch möglich, die Federn 7 durch einen oder mehrere
Blöcke aus Kunststoff beziehungsweise durch eine dementsprechende Be
schichtung der Platte 6 zu ersetzen. Findet hierzu Polyurethan Verwendung,
dann kann dieser Kunststoff zugleich auch Funktionen des Strahlenschutzes
ausüben. Gegenüber Stahlfedern tritt bei der impulsbedingten Kompression
des Kunststoffs jedoch eine größere, der Schockimpulsisolierung abträgli
che Dämpfung auf.
Bei der schockimpulsisolierenden Vorrichtung von Fig. 2 sind in dem Dämp
fungselement 11 drei Funktionen vereint, die auch von zwei oder drei ein
zelnen Bauelementen erfüllt werden können:
- 1. gemäß Anspruch 2, fortwährendes Spannen der Drahtseile 8, 9 während des durch den Schockimpuls bedingten Zusammendrückens der Federn 7,
- 2. gemäß Anspruch 3, zumindest teilweises Klemmen der Drahtseile 8, 9 im Dämpfungselement 11 zur Vermeidung einer vollständigen Entlastung der durch den Schockimpuls zusammengedrückten Federn 7,
- 3. gemäß Anspruch 4, Dissipation der bei der Entlastung der Federn 7 in ihnen gespeicherten, freiwerdenden Energie des Schockimpulses.
Die Funktion 1 kann auch durch Zugfedern erfüllt werden, deren Enden
einerseits mit den Seilenden an den Platten 1, 6 und andererseits mit den
Hülsenhälften 13, 14 verbunden sind.
Die Erfüllung der Funktion 2 kann auch dadurch erleichtert werden, indem
auf die Drahtseile 8, 9 eine Vielzahl etwa 15 mm langer kegelstumpfförmi
ger Formteile 15 aufgeklemmt werden, wie dies in Fig. 3 beispielhaft für
die rechte Hälfte des Drahtseils 9 dargestellt ist. Es läßt sich so ein
verbesserter Reib- und/oder Formschluß der Drahtseile 8, 9, mit den Hül
senhälften 13, 14 erzielen. Dasselbe läßt sich erreichen, wenn statt der
Drahtseile 8, 9 Ketten Verwendung finden, deren entsprechend geformte
Glieder im Wirkzusammenhang mit den Hülsenhälften 13, 14 bei einer Ent
spannungsbewegung der Federn 7 die Funktion von Sperrklinken ausüben. Wei
terhin sind auch solche nur in einer Bewegungsrichtung wirkende und bei
der Wassersportart Segeln gebräuchliche Seilklemmen geeignet, wie z.B. so
genannte Curryklemmen.
Insbesondere wenn die Drahtseile 8, 9 gegen Gurte gleicher Tragfähigkeit
ersetzt werden, können die Funktionen 1 und 2 auch durch Vorrichtungen er
füllt werden, wie sie in ihrer Art bei Kraftfahrzeugen zum automatischen
Aufrollen der Sicherheitsgurte Verwendung finden. Stützt sich die Dreh
sperreinrichtung einer derartigen Aufwickelvorrichtung auf einer reibge
bremsten drehbaren Platte ab, deren Bremskraft durch eine in ihrer Vor
spannung einstellbare Druckfeder regelbar ist, dann lassen sich so alle
drei genannten Funktionen erfüllen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 2 sind die Stahlseile 8, 9
mit der Schutzplatte 1 auf der der Platte 6 zugewandten Seite verschraubt.
Werden die Stahlseile 8, 9 verlängert und mit den schmalen Stirnseiten der
Schutzplatte 1 oder mit ihrer zur Platte 6 abgewandten parallelen Seite
verschraubt, dann ist auf diese Weise eine besonders einfach Montage und
Demontage der Schutzplatte 1 möglich.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wurde bisher nur in ihrer Anwendung zur
sogenannten aktiven Schwingungsisolation bei direkt auf sie einwirkenden
Schockimpulsen beschrieben. Sie eignet sich aber auch zur sogenannten pas
siven Schwingungsisolation von gegenüber Schockimpulsen empfindlichen Ge
räten. Hierzu zeigt Fig. 4 ein Beispiel, wobei der Deutlichkeit halber nur
die Bauteile einer Seite dargestellt sind.
Ein vor hochfrequenten extremen Beschleunigungen der Platte 26 zu schüt
zendes Gerät 22 befindet sich in der Mitte einer rechteckigen Platte 21
und ist mit ihr beispielsweise durch nicht dargestellte Schrauben fest
verbunden. Zwischen den Platten 21 und 26 sind vier Federn 27 angeordnet,
die durch Federteller 30 in ihrer Lage gesichert werden. Die Federn 27
werden durch Drahtseile 28, 29 so vorgespannt, daß nur solche Beschleu
nigungen der Platte 26 in Richtung zur Platte 21 ein Zusammendrücken der
Federn 27 zur Folge haben, die einen für das Gerät 22 gefährlichen Betrag
überschreiten.
Führt die Platte 26 von der Platte 21 weggerichtete Beschleunigungen so
hohen Betrags aus, daß sie eine Gefahr für das Gerät 22 bedeuten würden,
dann sprechen Überlastsicherungen 41 derart an, daß die Drahtseile 28, 29,
um einen gewissen Weg elastisch nachgeben. Diese Überlastsicherungen sind
im Schnitt in Fig. 5 dargestellt.
Eine Überlastsicherung 41 besteht aus einem Hohlzylinder 44, der an beiden
Enden durch Sicherungsringe 43 abgeschlossen ist. Konzentrisch zum Hohlzy
linder ist ein Drahtseil 28 angeordnet, das mit dem Kolben 45 unlöslich
verbunden ist. In dem so gebildeten Ringraum befindet sich eine vorge
spannte Druckfeder 42, die sich an der linken Seite an einem Ring 47 ab
stützt und an der rechten Seite am Kolben 45. Die Überlastsicherungen 41
sind jeweils über eine durchbohrte Lasche 46 mit der Stirnseite der Platte
21 verschraubt.
Soll die schockimpulsisolierende Vorrichtung von Fig. 4 vertikal zu den
Platten 21, 26 in beiden Richtungen in gleicher Weise ansprechen, dann muß
zwischen der Vorspannkraft FV42 der Federn 42 und der Vorspannkraft FV27
der Federn 27 folgende rechnerische Beziehung erfüllt sein:
FV42 = FV27 / sin α
Statt der Feder 42 kann in der Überlastsicherung 41 auch ein unter Vor
spannung stehender Hohlzylinder aus Gummi oder einem anderen elastischen
Werkstoff angeordnet sein. Alternativ zur dargestellten Überlastsicherung
kann auch eine sogenannte Gasdruckfeder Anwendung finden.
Claims (5)
1. Schockimpulsisolierende Vorrichtung, gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
- - ein erster Gegenstand, wie insbesondere eine Schutzplatte (1) oder eine als Geräteträger fungierende Platte (21), ist mit einem zweiten Gegenstand, wie insbesondere eine Platte (6, 26), über mindestens ein elastisches Bauteil, wie insbesondere eine Feder (7, 27), verbunden,
- - der erste Gegenstand (1, 21) ist mit dem zweiten Gegenstand (6, 26) durch mindestens ein Zugkräfte übertragendes, biegeweich ausgebilde tes Mittel, das insbesondere ein Stahlseil (8, 9, 28, 29) ist, im Sinne einer Vorspannung des beziehungsweise der elastischen Bauteile (7, 27) verbunden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die
Zugkräfte übertragenden Mittel (8, 9, 28, 29) im Wirkzusammenhang ste
hen mit einer sie spannenden Vorrichtung (11), die während einer
schockimpulsbedingten weiteren Vorspannung des oder der elastischen
Bauteile (7, 27) die Mittel (8, 9, 28, 29) fortwährend zumindest annä
hernd spielfrei macht beziehungsweise spannt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die
Zugkräfte übertragenden Mittel (8, 9, 28, 29) im Wirkzusammenhang ste
hen mit einer sie im Sinne einer Entspannungsbewegung der Bauteile (7,
27) zumindest teilweise sperrenden Vorrichtung (11).
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das oder die Zugkräfte übertragenden Mittel (8, 9, 28, 29) im Wirkzu
sammenhang stehen mit einer energiedissipierenden Vorrichtung (11), die
die mit der Rückverformung der durch den Schockimpuls elastisch ver
formten Bauteile (7, 27) verbundene Relativbewegung der Mittel (8, 9,
28, 29) zur Vorrichtung (11) energiedissipierend durch Reibung behin
dert.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das oder die Zugkräfte übertragenden Mittel (8, 9, 28, 29) mit einer
Überlastsicherung (41) in Verbindung sind, die bei zu großen in den
Mitteln (8, 9, 28, 29) wirkenden Zugkräften diesen über eine begrenzte
Wegstrecke elastisch nachgibt.
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