DE4011266A1 - Schieberventil - Google Patents
SchieberventilInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K3/00—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing
- F16K3/02—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor
- F16K3/04—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor with pivoted closure members
- F16K3/06—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor with pivoted closure members in the form of closure plates arranged between supply and discharge passages
- F16K3/08—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor with pivoted closure members in the form of closure plates arranged between supply and discharge passages with circular plates rotatable around their centres
- F16K3/085—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor with pivoted closure members in the form of closure plates arranged between supply and discharge passages with circular plates rotatable around their centres the axis of supply passage and the axis of discharge passage being coaxial and parallel to the axis of rotation of the plates
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schieberventil gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei Schieberventilen ist es bekannt für die bewegliche oder
feststehende Platte als Werkstoff Metall zu verwenden. Diese
Platten haben gute mechanische Eigenschaften, beispielsweise
eine hohe Elastizität und Festigkeit, aber besitzen den Nach
teil einer hohen Gleitreibung. Um bessere Gleiteigenschaften
zu erreichen, ist es bekannt, die Platten mit einer Schicht
aus keramischem Werkstoff zu versehen oder die Platten aus
keramischem Werkstoff herzustellen. Ein solches Ventil ist in
der DE 86 06 140 U1 beschrieben. Die DE 35 45 266 A1 zeigt
ein Schieberventil mit zwei feststehenden Platten und einer
beweglichen Platte aus einem keramischen Material. Aus Kera
mik sind auch die in der DE 33 20 387 A1 gezeigten Platten
eines als Schieberventil ausgebildeten Sanitärventils. Die
verwendete Keramik hat den Nachteil, daß sie spröde ist und
empfindlich auf Temperaturschwankungen reagiert.
Es ist auch bekannt, Schieberplatten aus Kohlenstoffwerkstoff
herzustellen. Diese Platten haben gute Gleiteigenschaften und
sind gegenüber Temperaturschwankungen und aggressiven Medien
unempfindlich. Sie besitzen jedoch den Nachteil, daß sie
spröde sind und auf mechanische Verformungen empfindlich rea
gieren. Sie lassen sich daher schwer handhaben und sind durch
Druckschläge des Mediums leicht zu beschädigen. Solche Bean
spruchungen entstehen beispielsweise bei Schließvorgängen
oder in noch stärkerem Maße bei Kondensatrückschlägen. Beson
ders bei Schieberventilen mit einer beweglichen Platte und
nur einer mit dieser zusammenarbeitenden, feststehenden Plat
te kann auch die Beaufschlagung des Ventils entgegen der vor
gesehenen Durchflußrichtung des Mediums zur Zerstörung einer
Platte führen.
Ein weiterer Nachteil ist, daß die Schieberplatte durch die
von den Betätigungsmitteln auf die Scheiben aufgebrachten
Kräfte beschädigt werden kann. Insbesondere bei schnellen
Stellbewegungen treten große Stellkräfte an der Scheibe auf,
wodurch die Befestigungsstellen bzw. Angriffspunkte der Betä
tigungsmittel an der Schieberplatte ausbrechen können oder
die Scheibe zerstört wird.
Bei Schieberventilen mit einer drehbar verstellbaren Scheibe
aus Stahl, ist es bekannt am Umfang der Scheibe eine Verzah
nung anzubringen, mit der ein als Zahnstange ausgebildetes
Betätigungsmittel zusammenarbeitet. Für Schieberplatten aus
Kohlenstoffwerkstoff ist diese Art der Beaufschlagung einer
Schieberplatte durch das Betätigungsmittel ungünstig, da auf
grund der Sprödigkeit des Werkstoffs eine Verzahnung oder
ähnliches leicht beschädigt werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Schieberventil
so auszugestalten, daß die Nachteile des Standes der Technik
vermieden werden und Ventilplatten in einfacher Weise für den
Angriff von Betätigungs- und Haltemitteln ausgebildet werden
können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des An
spruches 1 gelöst.
Durch das Einlagern von Fasern in den Grundwerkstoff wird er
reicht, daß die mechanischen Eigenschaften einer Schieber
platte, die die bewegliche Platte eines Schieberventils bil
det und die mechanischen Eigenschaften einer feststehenden
Platte wesentlich verbessert werden, so daß auch beispiels
weise mechanisch weniger feste Werkstoffe, die jedoch dafür
andere günstige Eigenschaften, so z.B. eine hohe chemische
Beständigkeit oder eine geringe Gleitreibung besitzen, als
Platte für Schieberventile verwendet werden können. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Stege zwischen zwei Durchbre
chungen durch eingelagerte Fasern verstärkt werden, da die
Stege besonders bruchgefährdet sind. Bei einem erfindungsge
mäß ausgestalteten Schieberventil, bei dem z.B. die Schieber
platte aus einem Kohlenstoffwerkstoff besteht, der durch Ein
lagern von Fasern verstärkt ist, werden die vorteilhaften Ei
genschaften des Grundwerkstoffs mit den Eigenschaften einer
hohen mechanischen Festigkeit, die die Folge des Verbunds mit
den eingelagerten Fasern ist, kombiniert. Eine derart ausge
staltete Platte verliert ihre Sprödigkeit, weil durch die Fa
sern größere Zugspannung als durch den Grundwerkstoff aufge
nommen werden können, so daß diese nicht zu Brüchen führen.
Der innere Zusammenhalt des Werkstoffs wird wesentlich ver
bessert und die mechanische Belastbarkeit gesteigert. Die im
Betrieb eines Schieberventils auftretenden Belastungen durch
Druckschwankungen des Mediums können von einem derart ausge
stalteten Ventil ohne Schaden überstanden werden. Durch die
Verwendung eines Kohlenstoffwerkstoffs als Grundwerkstoff für
die Platte eines Schieberventils wird aufgrund dessen guter
Gleiteigenschaften eine leichte Verschiebbarkeit ermöglicht,
und es werden gute Korrosions- und Dichteigenschaften er
reicht. Ein so ausgestattetes Ventil ist unempfindlich gegen
Temperaturschwankungen.
Gute Festigkeitswerte werden durch die Verwendung von Glas-
oder Kohlefasern als Verstärkung erreicht. Besonders vorteil
haft ist es, wenn der durch Fasern verstärkte Verbundwerk
stoff aus Kohlenstoffwerkstoff mit eingelagerten Kohlefasern
besteht. Des weiteren sind auch synthetische Fasern, bei
spielsweise aus Aramid, als Verstärkung geeignet. Durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Schieberventils wird
weiter erreicht, daß die Platten mit Bohrungen oder Vertie
fungen der Oberfläche versehen werden können, durch die eine
einfache Führungs- und Befestigungsmöglichkeit auch für eine
bewegliche Platte geschaffen wird. Dies ist besonders vor
teilhaft für Platten von Drehschieberventilen, da diese be
sonders sorgfältig geführt und zentrisch gelagert werden müs
sen. Der Faserverlauf kann vorteilhafterweise den Konturen
von z.B. Bohrungen und dem Verlauf der Oberfläche angepaßt
sein, so daß auch an solchen Stellen einer Platte eines
Schieberventils die verbesserten mechanischen Eigenschaften
vorhanden sind, Betätigungsgestänge können dadurch direkt in
die Schieberplatte eingeschraubt werden. Die Verbesserung der
mechanischen Eigenschaften macht es darüberhinaus möglich,
daß ursprünglich spröde Platten jetzt mechanisch nachbearbei
tet werden können. Dadurch können die Platten als Rohlinge
hergestellt und dann nachgearbeitet werden, oder beispiels
weise eine Verzahnung am Umfang nachträglich angebracht wer
den.
Besonders günstig für die Festigkeitseigenschaften ist es,
wenn der Faserverlauf sich am Spannungsverlauf in der Platte
orientiert, d.h., wenn die Anordnung der Fasern im Bereich
der Zugspannung erfolgt und der Faserverlauf der Richtung der
Zugspannungen entspricht.
Besonders vorteilhaft ist es die Platten mit Ansätzen zu ver
sehen, die mit den Betätigungsmitteln der Platte verbunden
sind, oder an denen diese angreifen. Durch die Verstärkung
mittels Fasern besitzen die Ansätze genügend Festigkeit.
Durch die Verstärkung, insbesondere der Außenkontur der Plat
te, ist es möglich die Scheibe in einer Fassung aufzunehmen,
von der sie beispielsweise drehfest gehalten werden kann und
an der die Betätigungsmittel angreifen können. Dabei kann die
Scheibe auch in die Fassung eingepreßt sein.
Besonders vorteilhaft ist es, die Fasern im Bereich von in
die Platten eingelagerten Trägern anzuordnen. Diese werden
dadurch besser mit den Platten verbunden. Ein Ausbrechen wird
verhindert. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin
dung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren beschrie
ben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schieberplatte mit Durchtrittsöffnungen
im Schnitt;
Fig. 2 eine Schieberplatte mit einer Darstellung des
Faserverlaufs;
Fig. 3 eine Schieberplatte mit einer Darstellung des
Faserverlaufs in der Seitenansicht;
Fig. 4 eine feststehende Platte mit einer kreisförmi
gen Durchbrechung als Durchtrittsöffnung für
das Medium im Schnitt;
Fig. 4′ eine feststehende Platte mit einem Ansatz und
einer Bohrung;
Fig. 5 ein Schieberventil im Schnitt;
Fig. 6 eine Platte eines Drehschieberventils mit
einer Verzahnung am Umfang;
Fig. 7 eine Platte eines Drehschieberventils mit
einer Bohrung;
Fig. 7′ eine drehbare und eine feststehende Platte
eines Schieberventils teilweise im Schnitt;
Fig. 8 und Fig. 9 eine Platte mit einer Fassung;
Fig. 10 einen Schnitt durch eine Platte mit Verzahnung;
Fig. 11 einen Schnitt durch eine Platte mit einer Fas
sung;
Fig. 12 eine Platte mit einem eingelagerten Träger;
Fig. 12′ eine Platte mit eingelagertem Träger im
Schnitt.
Die Schieberplatte 1 (bewegliche Platte) von Fig. 1 besteht
aus einem Kohle-Verbundwerkstoff. Sie ist in ihrem von der
Gleitfläche 13 abgewandten Teil 11 mit Fasern 2 verstärkt.
Besonders vorteilhaft für gute Gleiteigenschaften und gute
Dichtheit ist es, wenn die Schieberplatte so ausgestaltet
ist, daß der unmittelbare Bereich der Gleitfläche 13 ohne ei
ne Fasereinlage ist, so daß ein durch die Fasern 2 ungestör
tes Gleiten auf einer Anlagefläche einer anderen Platte oder
Scheibe erfolgen kann. Die Fasern 2 der Platte 1 sind nicht
orientiert eingelagert, was durch die Darstellung mit Schraf
fur und Kreisen angedeutet wird. Dadurch können Zugspannungen
in allen Richtungen aufgenommen werden. Eine scharfe Trennli
nie zwischen einem Bereich der Platte 1, in dem Fasern 2 ein
gelagert sind, und einem Bereich, in dem keine Fasern einge
lagert sind, ist nicht erforderlich. Eine Trennung ist nur
insofern notwendig, als die Gleitfläche 13 frei von Fasern 2
sein soll. Die mechnischen Eigenschaften der erfindungsgemä
ßen Schieberplatte 1 ermöglichen, daß diese mit einer Gewin
debohrung 3 zur Aufnahme einer nichtgezeigten Ventilbetäti
gungsstange versehen werden kann. Ein Ausbrechen des Gewindes
wird durch die Fasern 2 verhindert. Die Schieberplatte 1 be
sitzt zusätzlich einen Ansatz 35, der ebenfalls zur Aufnahme
eines Betätigungsmittels dienen kann. Die Schieberplatte 1
ist mit Durchbrechungen 15, die die Durchtrittsöffnung für
das strömende Medium bilden, versehen. Die bewegliche Platte
1 arbeitet mit einer nicht gezeigten feststehenden Platte,
die entsprechende Durchbrechungen besitzt, zusammen. In be
kannter Weise wird damit der Durchfluß eines flüssigen oder
gasförmigen Mediums, z.B. Dampf gesteuert. Trotz des für die
Abdichtung nötigen Andrucks sind erfindungsgemäß ausgebilde
te, aus einem Kohleverbundwerkstoff aus Kohlenstoffwerkstoff
mit Kohlefasern bestehenden Platten von Schieberventilen
leichtgängig und unempfindlich gegen mechanische und thermi
sche Beanspruchungen. Durch die Ausbildung von Ansätzen für
Halte- und Betätigungsmittel, beispielsweise in Form eines
Vierkants, auf der der Dichtfläche abgewandten Seite, ist die
Schieberplatte leicht und direkt zu betätigen.
Fig. 2 zeigt eine Schieberplatte 1 mit Durchbrechungen 15
für den Durchfluß des Mediums. Durch Linien ist der Verlauf
der Fasern und deren Orientierung angedeutet. Die Fasern ver
laufen längs und quer zu den länglich ausgebildeten Durchbre
chungen 15, wobei eine größere Anzahl Fasern parallel zu die
sen im Steg 155 verläuft, da hier größere Zugspannung auftre
ten. Die in verschiedenen Richtungen verlaufenden Fasern sind
miteinander gewebeartig verflochten und derart in der Schie
berplatte 1 eingebettet, daß sie nicht aus der Gleitfläche
heraustreten. Bei einseitig abdichtenden Ventilen ist das Ge
webe 25 auf der der dichtenden, gleitenden Fläche abgewandten
Seite der Schieberplatte 1 im Verbundwerkstoff angeordnet.
Hier treten insbesondere bei Kondensatzrückschlägen die größ
ten Zugspannungen auf. Zur Verstärkung können auch Fasergewe
be verwendet werden, bei denen die Fasern in mehr als zwei
Orientierungsrichtungen verlaufen.
In Fig. 3 ist eine Schieberplatte 1 gezeigt, die keine
Durchbrechungen besitzt. Sie ist für ein Schieberventil, wie
es die DE-33 90 493 C 2 zeigt, anwendbar. Daneben ist die Er
findung ebenso auf Drehschieberventile, wie sie beispielswei
se die DE-33 20 387 A 1 zeigt anwendbar. Die Schieberplatte 1,
ist beidseitig dichtend und ohne Unterbrechungen ausgebildet.
Zwischen den Dicht- und Gleitflächen 13 ist in der Schieber
platte 1 ein mehrlagiges Gewebe 25 aus Glasfasern angeordnet.
Der Verbundwerkstoff der Schieberplatte besteht aus Kunst
stoff, beispielsweise Kunstharz plus Faserstoff. Als Faserma
terial kann ebenso auch ein anderer dafür geeigneter Faser
stoff, beispielsweise Aramid, verwendet werden.
Fig. 4 zeigt eine feststehende, ringförmige Platte 4 mit ei
ner kreisförmigen Durchbrechung 15 für den Durchfluß des Me
diums im Schnitt. Die Fasern verlaufen hier entsprechend der
Ringform der Platte 4 parallel zur Außenkontur.
Fig. 4′ zeigt eine feststehende Platte 4 aus einem faserver
stärkten Kohleverbundwerkstoff, die mit einem Ansatz 35 ver
sehen ist, der die Platte im Gehäuse des Schieberventils
drehfest fixiert. Die Platte zeigt weiterhin eine Bohrung,
über die sie mit einem Zentrierstift, der in das Gehäuse des
Schieberventils 10 eingreift, alternativ oder zusätzlich zum
Ansatz 35 drehfest gehalten werden kann.
Fig. 5 zeigt ein Schieberventil 10 mit einer feststehenden
Platte 4 mit Durchbrechungen 15 für den Durchfluß des Mediums
und einer beweglichen Platte 1 zur Steuerung des Durchflus
ses. Letztere wird zur Steuerung des Durchflusses senkrecht
zu den Durchbrechungen 15 linear verschoben, wodurch die
Platten gegeneinander beweglich sind. Die Erfindung ist aber
auch anwendbar bei Schieberventilen, bei denen mehrere Plat
ten relativ zum Gehäuse beweglich angeordnet sind.
Fig. 6 zeigt eine Platte 1 für ein Drehschieberventil. Die
Freigabe der Durchflußöffnungen erfolgt durch Verdrehen der
beweglichen Platte. Die Platte 1 besitzt dazu an ihrem Außen
umfang eine Verzahnung 6, die mit einer Zahnstange 61 zusam
menarbeitet. Diese wird ihrerseits durch den nicht gezeigten
Verstellmechanismus des Drehschieberventil betätigt. Die Ver
zahnung am Außenumfang der Ventilscheibe ist bei der Herstel
lung eingearbeitet und durch eingelangerte Fasern verstärkt.
Vorteilhafterweise verlaufen die Fasern im Umfangsbereich der
Platte entsprechend deren Außenkontur, siehe Fig. 10. Dies
ergibt eine besonders hohe Festigkeit für die Verzahnung 6.
Durch diese Art der Einlagerung der Fasern wird in etwa der
Vorteil erreicht, wie bei gerollten Gewinden. Einfacher her
zustellen ist eine Ventilplatte 1 mit einer Verzahnung, wenn
diese mit nicht orientiert eingelagerten Fasern verstärkt
ist. In diesem Falle ist durch z.B. einfaches Herausfräsen
die Verzahnung am Außenumfang herstellbar.
Fig. 7 zeigt eine Platte eines Drehschieberventils, von der
Seite, mit der sie auf einer feststehenden Platte aufliegt.
Im Zentrum der Platte ist eine Sacklochbohrung 5′ zu erken
nen, mit Hilfe derer, in Verbindung mit einem Bolzen, die
Platte 1 drehbar an der feststehenden Platte 4 gelagert ist.
Dies ist in Fig. 7′ gezeigt. Die Ventilspindel 62 greift mit
ihrem zylinderförmigen Ansatz 621 in eine Bohrung 5 der Plat
te 1. Durch lineare Bewegungen der Ventilspindel 62, die vom
Ansatz 621 auf die Platte 1 übertragen werden, wird diese
verdreht und das Ventil geöffnet oder geschlossen. Insbeson
ders an der Bohrung 5 treten bei schnellen Stellbewegungen
Kräfte auf, die durch die Faserverstärkung von der Platte 1
so aufgenommen werden können, daß keine Beschädigungen ent
stehen. Im Bereich der Bohrungen 5 können die Fasern mit hö
herer Dichte als in der übrigen Platte verteilt sein. Ebenso
wie bei der linear bewegten Platte treten auch bei der eines
Drehschieberventils in den Stegen 155, insbesondere bei Kon
densatrückschlägen hohe Spannungen auf, die zur Zerstörung
der Platte führen können. Zusätzlich zu den Verstärkungen im
Bereich des Ansatzes des Antriebsmittels der Platte, wo die
Belastungen bereits während des Normalbetriebs des Ventils
auftreten, ist es also besonders vorteilhaft, auch die Stege
151 der Platte durch Fasern zu verstärken.
Fig. 8 zeigt eine Platte eines Drehschieberventil, die über
eine ringförmige Fassung 7 verdrehsicher gehalten wird. Mit
tels einer Fassung können aber ebensogut auch linear bewegte
Schieberplatten fixiert werden. Die Fassung 7 besitzt eine
Lasche 71, an der die Ventilspindel angreift. Um eine ver
drehsichere Verbindung zwischen Fassung 7 und Platte 4 herzu
stellen, ist die Fassung 7 auf die Platte aufgepreßt. Dadurch
entstehen in dieser Spannungen, die durch die eingelagerten
Fasern aufgenommen werden, so daß im Betrieb des Ventils und
beim Aufpressen der Fassung keine Beschädigungen der Scheibe
auftreten. Insbesondere der Bereich des Außenumfangs der
Platte ist beim Aufpreßvorgang der Fassung 7 auf die Platte
1 gefährdet. Zur Aufnahme dieser Spannungen ist die Platte 1
deswegen an ihrem Außenumfang mit Fasern verstärkt. Der Ver
lauf der Fasern folgt dabei der Außenkontur der Platte. Die
Scheibe 4 von Fig. 8 zeigt in ihrem Zentrum die sacklochför
mige Bohrung 5, über die sie über einen Bolzen mit der fest
stehenden Scheibe zentrisch geführt in Verbindung steht. Fig. 8
zeigt die Platte von der Seite, mit der sie abdichtend
mit einer feststehenden Ventilplatte zusammenarbeitet.
Fig. 9 zeigt sie von der rückwärtigen Seite. An der Fassung
7 ist die Lasche 71 angeordnet, an der die Ventilspindel 62
über einen Bolzen ansetzt und die Ventilscheibe verdrehen
kann. Die Fassung 7 reicht vom Umfang der Scheibe ringförmig
auf die ebene Seite der Platte. Durch die Verstärkung der
Scheibe mit Fasern ist es weiterhin möglich einen Ansatz 35,
wie in Fig. 1, auch bei der Platte eines Drehschieberventils
beispielsweise am Außenumfang so anzubringen, daß die Ventil
spindel direkt damit zusammenarbeiten kann. Die Einlagerung
von Fasern gewährleistet die Stabilität des Ansatzes 35.
Fig. 10 zeigt einen Ausschnitt einer Platte 1 eines Dreh
schieberventils, in dem der Verlauf der Fasern eingezeichnet
ist. Die Platte ist an ihrem Außenumfang mit einer Verzahnung
versehen, die dem Antrieb dient. Im Grundkörper ist die
Faserorientierung ebenso, wie in Fig. 1 bereits dargestellt,
unorientiert. Zur Erhöhung der Festigkeit der Verzahnung 6
sind die Fasern an der Kontur der Platte entsprechend deren
Verlauf angeordnet. Die Fasern verlaufen in der Verzahnung
ununterbrochen, was die Festigkeit erhöht. Die Fasern des
Grundkörpers der Platte, also hier unorientierte Fasern, sind
auch in der Verzahnung enthalten. Dadurch wird eine besonders
hohe Festigkeit erzielt. In entsprechender Weise, kann auch
ein Ansatz der Platte, der zur Aufnahme des Betätigungsmit
tels dient, mit Fasern verstärkt sein.
Fig. 11 zeigt einen Teil einer Platte 1, die von einer Fas
sung 7 umgeben ist. Im Außenbereich der Platte 1 ist diese
durch Fasern verstärkt. Dargestellt ist ein Faserverlauf, bei
dem die Fasern 2 nicht richtungsorientiert sind.
Fig. 12 zeigt einen Teil einer Platte 1, in die ein Träger 8
eingearbeitet ist. An seiner Außenseite besitzt er eine Ver
zahnung 6. Für eine formschlüssige Verbindung sind Bohrungen
85 vorgesehen, in die der Verbundwerkstoff der Platte beim
Herstellen eindringt. Der Verbundwerkstoff ist durch Fasern,
hier nicht dargestellt, verstärkt. Ein Ausbrechen des Trägers
8 wird dadurch vermieden. Neben Trägern, die eine Verzahnung
besitzen, kann praktisch jede beliebige Trägerform in den
Grundkörper der Platte eingearbeitet werden. Neben einer An
ordnung am Umfang, die besonders günstig für Platten von
Drehschieberventilen ist, kann ebensogut der Ansatz 35, wie
er in Fig. 1 gezeigt ist, mittels eines eingelagerten Trä
gers ausgeführt werden. So ist es besonders vorteilhaft bei
Drehschieberventilen einen Zentrierbolzen, wie er in Fig. 7′
gezeigt ist, in eine der Platten einzuarbeiten. Ebensogut
kann dies beispielsweise mit Gewindebüchsen oder Halterungen
für Andruckfedern geschehen. Neben dem Ansatz für Betäti
gungsmittel können die Träger auch ausschließlich oder zu
sätzlich zur weiteren Verstärkung der Platte dienen, so daß
diese besonders stabil ist.
Fig. 12′ zeigt eine erfindungsgemäße Platte 1 mit einem be
reits bei der Herstellung der Platte eingelagerten Träger 8
im Schnitt.
Claims (18)
1. Schieberventil zur Steuerung des Durchflusses von flüssigen
oder gasförmigen Medien mit einem Gehäuse, mit gegeneinander
beweglich und quer zur Durchflußrichtung angeordneten, dich
tend zusammenarbeitenden Platten, wobei wenigstens eine Plat
te eine Durchbrechung für den Durchfluß des Mediums besitzt,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Platten (1,
4) aus einem Verbundwerkstoff besteht, der durch Fasern (2)
verstärkt ist.
2. Schieberventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine von einem Betätigungsmittel beaufschlagte Platte (4) im
Bereich des Angriffs des Betätigungsmittels durch Fasern (4)
verstärkt ist.
3. Schieberventil nach Anspruch 1 oder 2 mit einer Platte mit
mehreren durch einen Steg abgetrennten Durchbrechungen, da
durch gekennzeichnet, daß der Steg (155) zwischen zwei Durch
brechungen (15) mit Fasern (2) verstärkt ist.
4. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundwerkstoff ein Koh
lenstoffwerkstoff im Verbund mit Fasern ist.
5. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (2) Kohlefasern
sind.
6. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (2) Glasfasern
sind.
7. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (2) aus einem
Kunststoff bestehen.
8. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (2) zu einem Gewebe
(25) zusammengefaßt sind.
9. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (2) in einer Ebene
parallel zur Gleitfläche (13) der Platte (1, 4) verlaufen.
10. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserorientierung dem
Spannungsverlauf in der Platte (1, 4) angepaßt ist.
11. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (2) mit Abstand
zur Gleitfläche (13) der Platte (1, 4) angeordnet sind.
12. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) mit einem oder
mehreren Ansätzen (35, 6) und/oder Aussparungen (3) für Hal
terungen und/oder Betätigungsmittel (61, 62) versehen ist.
13. Schieberventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ansätze (35) als Verzahnung (6) ausgebildet sind.
14. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende Platte (4)
mit Ansätzen (35) und/oder Aussparungen (3, 5) zur Aufnahme
der Platte (4) im Schieberventil (10) ausgebildet ist.
15. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlauf der Fasern (2)
der Kontur der Ansätze (35) und/oder der Aussparungen (3, 5)
angepaßt ist.
16. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Scheibe
zur Aufnahme einer Fassung (7) durch Fasern verstärkt ist.
17. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitfläche der Scheibe
frei von eingelagerten Fasern ist.
18. Schieberventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1, 4) im Bereich
von in die Platte eingelagerten Trägern (8) mit Fasern ver
stärkt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904011266 DE4011266C2 (de) | 1989-04-15 | 1990-04-06 | Schieberventil |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3912402 | 1989-04-15 | ||
| DE19904011266 DE4011266C2 (de) | 1989-04-15 | 1990-04-06 | Schieberventil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4011266A1 true DE4011266A1 (de) | 1990-10-25 |
| DE4011266C2 DE4011266C2 (de) | 1993-12-02 |
Family
ID=25879949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904011266 Expired - Fee Related DE4011266C2 (de) | 1989-04-15 | 1990-04-06 | Schieberventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4011266C2 (de) |
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1990
- 1990-04-06 DE DE19904011266 patent/DE4011266C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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|---|---|
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