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DE4011011A1 - Stufenlos stellbares kettengetriebe - Google Patents

Stufenlos stellbares kettengetriebe

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DE4011011A1
DE4011011A1 DE19904011011 DE4011011A DE4011011A1 DE 4011011 A1 DE4011011 A1 DE 4011011A1 DE 19904011011 DE19904011011 DE 19904011011 DE 4011011 A DE4011011 A DE 4011011A DE 4011011 A1 DE4011011 A1 DE 4011011A1
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wheels
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    • F16H9/02Gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio, or for reversing rotary motion, by endless flexible members without members having orbital motion
    • F16H9/04Gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio, or for reversing rotary motion, by endless flexible members without members having orbital motion using belts, V-belts, or ropes
    • F16H9/10Gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio, or for reversing rotary motion, by endless flexible members without members having orbital motion using belts, V-belts, or ropes engaging a pulley provided with radially-actuatable elements carrying the belt
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H61/00Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing
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Description

Die Erfindung betrifft ein stufenlos stellbares Ketten­ getriebe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Kettengetriebe mit mindestens einem Satz planetenartig um­ laufender Kettenräder, die eine, die Antriebskraft übertra­ gende, Kette aufnehmen und in einem stufenlos stellbaren radialen Abstand zur Achse der Antriebs- bzw. Abtriebswelle stehen, sind bekannt.
So wird z. B. mit der Anmeldung DE-OS 24 12 664 ein Kettengetriebe vorgeschlagen, das diese Merkmale enthält und das darüber hinaus auch während der Übersetzungsänderung Kraft in An­ triebsrichtung übertragen kann. Als wesentliches Mittel sind dafür mechanische Freilauf-Bauteile vorgesehen, die unmittel­ bar an der Achse der einzelnen Kettenräder ansetzen und diese permanent gegen einen Rücklauf sperren, gegenüber einem ab­ triebsseitigen Vorlauf jedoch freigeben.
Diese Eigenschaft sowie die in DE-OS 24 12 664 dargestellte Ausführung des Stellmechanismus (mit Hilfe einer spiralförmig abgesetzten Kurvenscheibe) beziehen sich vor allem auf die Anwendung als Kettengetriebe für ein Fahrrad, wobei die Frei­ lauffunktion erwünscht ist und relativ geringe Drehmomente und geringe Drehzahlen auftreten. Für andere Anwendungen, insbesondere für den Maschinenbau oder für Kraftfahrzeuge, ist dieses Getriebe - aus denselben Gründen - nicht ausreichend.
Zwar wäre es möglich, das Freilauf-Konzept - mit dem Vorteil der selbsttätig schaltenden Sperrwirkung gegenüber dem Rück­ lauf der Kette - mit stabileren Mitteln zu realisieren. Typische Nachteile dieses Lösungsansatzes blieben jedoch ebenso erhalten. So ist die ausgleichende Eigendrehung der freien (d. h. während des Umlauf jeweils nicht mit der Kette im Eingriff stehenden) Kettenräder bei der Übersetzungsände­ rung ebenfalls nur nach einer Seite, nämlich in Antriebs­ richtung, möglich, was die Anpassung an die Kettenteilung besonders bei höheren Drehzahlen beeinträchtigt. Ein freier Vorlauf der Abtriebswelle ist (außer beim Fahrrad) in kaum einem Anwendungsfall erwünscht, sondern müßte mit zusätzlichen Einrichtungen - separat schaltbar - für den überwiegenden Einsatzbereich eigens unterbunden werden, so daß der ursprüng­ liche Vorteil der selbstschaltenden Sperrwirkung insgesamt neutralisiert wäre. Hinzu kommt, daß die Anmeldung DE-OS 24 12 664 noch keinen Hinweis auf das Hauptproblem derartiger Kettengetriebe in bezug auf die Übersetzungsänderung enthält:
Diese Kettengetriebe, die die Antriebskraft formschlüssig übertragen - gleichgültig, auf welche Weise die einzelnen Kettenräder gesperrt oder für die Übersetzungsänderung frei­ gegeben werden -, sind zwar stufenlos stellbar, und dies auch während der Bewegung und unter Last, sie sind jedoch nicht in jedem beliebigen Übersetzungsverhältnis bei vollstän­ dig drehfesten Kettenrädern lauffähig. Die einzelnen Ketten­ räder können jeweils nur bei bestimmten radialen Abständen von der Hauptachse während des Umlaufs völlig drehfest, d. h. ohne ausgleichende Eigendrehung, bleiben. Dies ist, verkürzt festgestellt, nur dann möglich, wenn der effektive, segment­ weise zusammengesetzte, Umfang des Antriebs- bzw. Abtriebs­ rades ein ganzzahliges Vielfaches einer Kettenglied-Länge beträgt - m. a. W.: wenn sich ein Teil der Kette, aus vollstän­ digen Gliedern bestehend, vollständig über alle Kettenräder eines Hauptrades spannen ließe.
Dies ist nur für eine diskrete Folge radialer Abstände bzw. Übersetzungsverhältnisse möglich, und insofern erreichen diese Getriebe - zumindest bei hoher Belastung bzw. im Dauer­ betrieb - nur in festen Stufen ihren vollen Wirkungsgrad.
Der Vorteil dieser Getriebe gegenüber den echten Stufen- Getrieben besteht - außer in der stufenlosen Stellbarkeit und der bedingten Lauffähigkeit in allen Übersetzungsver­ hältnissen - vor allem darin, daß hiermit eine sehr hohe Anzahl unbedingt lauffähiger Stufen bei homogenem Aufbau realisiert werden kann, wodurch für wesentliche Anwendungs­ fälle, insbesondere für den Kraftfahrzeugbereich, der Vorteil echter stufenloser Getriebe nahezu erreicht wird, ohne den system-bedingten Nachteil der bekannten stufenlosen mecha­ nischen Getriebe (relativ geringe Drehmomente sowie Verschleiß durch reibschlüssige Kraftübertragung) in Kauf nehmen zu müssen.
In DE-OS 26 52 030 wird ein stufenlos stellbares Kettengetriebe dargestellt, das die erforderlichen stufenlosen Übergänge der Übersetzungsverhältnisse berücksichtigt und mit rein mechanischen Mitteln behandelt.
Dieses Kettengetriebe arbeitet mit je einem einzelnen dreh­ festen, führenden Kettenrad und mehreren zeitweise arretierten und zeitweise gelösten Kettenrädern sowie mit einer Anzahl loser Rollen, die die Kette lediglich abstützen, ohne an der Kraftstoffübertragung (in tangentialer Richtung) aktiv betei­ ligt zu sein. Die zeitweise drehfest gehaltenen und zeitweise freilaufenden Kettenräder werden mit Hilfe von Kegelrädern, Spineln, schraubenförmig abgesetzten Buchsen usw. bei der Übersetzungsänderung so geschaltet, daß die Phase, in der sie freigegeben sind, jeweils möglichst kurz gehalten wird, so daß die Übergänge von Stufe zu Stufe sprungartig erfolgen. Das heißt, das Kettengetriebe nach der Anmeldung DE-OS 26 52 030 hat im Prinzip keine permanente Kraftübertragung, auch wenn die Phase der Entkopplung weitgehend verkürzt ist.
Diese angestrebte Verkürzung bzw. die Sprünge, die sich daraus ergeben, führen andererseits zu ruckartigen Bewegungsände­ rungen der Kette, die den Lauf des Getriebes system-spezifisch beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein stufenlos stellbares Kettengetriebe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu konzipieren, das eine selbstschaltende permanente Sperrwirkung gegenüber dem Rücklauf und dem Vorlauf der Kette aufweist und das zugleich eine ruckfreie Änderung des Übersetzungsverhältnisses ohne Unterbrechung der Kraft­ übertragung bei einer Ausgleichsbewegung der Kettenräder in beiden Richtungen zuläßt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den in Anspruch 1 angegebenen Mitteln gelöst.
Der Lösungsansatz beruht auf einer Kombination mechanischer Bauteile (für eine formschlüssige Kraftübertragung) mit hydraulischen Sperrelementen (zur hydrostatischen Arretierung der umlaufenden Kettenräder, stufenlos in ihrer jeweiligen Position gegenüber der Kette), verbunden mit einer speziellen Anordnung und Abgrenzung der hydraulischen Förderstrecken.
Dadurch, daß für mindestens eine Förderseite eine eigene Kammer vorgesehen ist, in der jeweils nur Verbindungsleitungen zu Sperrelementen bzw. Hydropumpen münden, die während des Umlaufs gerade mit der Kette im Eingriff stehen, können die zugehörigen Kettenräder nicht alle in dieselbe Richtung aus­ weichen, weder rückwärts noch vorwärts: Der einheitlich an­ geordnete Förderstrom blockiert über die gemeinsame Druck­ kammer eine solche vollständig gleichgerichtete Ausweich­ bewegung.
Andererseits läßt dieselbe Anordnung eine ausweichende Eigen­ drehung der betreffenden Kettenäder im einzelnen zu, sowohl vorwärts als auch rückwärts, vorausgesetzt, der Förderstrom aller beteiligter Hydropumpen verschwindet insgesamt, d. h. die Summe der Winkelgeschwindigkeiten aller betreffender Kettenräder ist Null.
Eine derartige Ausweichbewegung wird dann benötigt, wenn der radiale Abstand der Kettenräder von der Achse Zentral­ rades (zur Änderung des Übersetzungsverhältnisses) geändert wird. Analog dazu können sich die Kettenräder, die während des Umlaufs jeweils mit der Kette im Eingriff stehen, einzeln frei bewegen und, wenn erforderlich, ihre Winkel­ stellung der Kette anpassen.
Die Randbedingung, daß die Summe der Winkelgeschwindigkeiten aller Kettenräder Null ist, wird für ein Hauptrad durch die vorgesehene Trennung der beiden Förderseiten erfüllt.
Erfindungsgemäß sind ferner Ventile vorgesehen, die den För­ derstrom während des Umlaufs der Hydropumpen entsprechend freischalten oder sperren. Vorteilhaft ist hierfür ein zentral angeordnetes, selbstschaltendes Drehschieber-Ventil geeignet, dessen Leitungsanschlüsse ringförmig um die Achse des betref­ fenden Zentralrades rotieren, während, darin eingelassen, ein ruhender, mit dem Getriebe-Gehäuse fest verbundener, Drehschieber zwei stationäre Kammern gegeneinander abgrenzt. Die Ausrichtung des Drehschiebers ist dabei symmetrisch zur Verbindungslinie zwischen Antriebs- und Abtriebsrad fest gehalten, mit der vorteilhaften Wirkung einer sicheren Abgren­ zung von aktiven und inaktiven Kettenrädern sowie einer weit­ gehend gleichmäßigen Ausgleichsbewegung der Kettenräder bei Übersetzungsänderungen.
Für die Feinregulierung der Übersetzungsverhältnisse sind ferner Einrichtungen vorgesehen, die den radialen Abstand der Kettenräder-Achsen von der Achse des betreffenden Zentral­ rades - bei kontinuierlichen Übergängen - stufenweise stabili­ sieren, so daß die einzelnen Kettenräder im laufenden Betrieb (außer bei der Übersetzungsänderung) vollständig drehfest gehalten sind.
Dies wird am einfachsten dadurch erreicht, daß der Vorgang einer Übersetzungsänderung als Intervall gesteuert wird und jeweils nur in einem Stand abgeschlossen und dann zeitweise stabil gehalten wird, in dem der segmentweise zusammengesetz­ te, von der Kette vollständig aufgespannt angenommene, Umfang des Zentralrades ein ganzzahliges Vielfaches der Kettenglied- Länge beträgt.
Wegen der schlupffreien Kraftübertragung in beiden Richtungen kann ein Umkehrgetriebe sowohl vor- als auch nachgeschaltet werden.
Insgesamt ergibt sich damit außer den bautechnischen Vorteilen eines variablen Kettengetriebes ohne aufwendig gesteuerte mechanische Nachführung der einzelnen Kettenräder-Drehungen der Vorteil einer vielfältigen Anwendbarkeit, sowohl für den stationären als auch für den mobilen Betrieb, insbesondere auch für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung ist in den beiliegenden Skizzen dargestellt. Anhand der Fig. 1-3 wird das Lösungsprinzip nachstehend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung die Anordnung des Kettengetriebes, mit einem Antriebsrad und einem Abtriebsrad, mit je einem zentralen Drehschieber-Ventil (11), je einem Satz hydrostatischer Sperrelemente (12), Kettenrädern (13) und der Kette (14), die die Antriebskraft überträgt.
Fig. 2 zeigt ein zentrales Drehschieber-Ventil bevorzugter Ausführung im Querschnitt, koaxial zur Welle (20) eines Zentralrades angeordnet, mit einem Schieber, dessen Flügel (21) symmetrisch über der Verbindungs­ linie zur Achse (20*) des anderen Zentralrades fest angeordnet sind, mit einer Druckkammer (211) und einer Ausgleichskammer (212) sowie mit dem rotierenden Ventilkörper (22) und den darin eingelassenen hydrau­ lischen Leitungsanschlüssen (23).
Fig. 3 zeigt die Deklination α der Kettenräder bei verschiedenen effektiven Umfängen des Zentralrades, nämlich für die - gestreckt dargestellten - Umfänge
U = n · l,
mit n=16, . . ., 20 bei 8 Kettenrädern (K1-K8) des Zentralrades und der Länge l eines Kettengliedes.
Für eine schlupffreie Kraftübertragung mit Hilfe der Kette (14) ist es erforderlich, daß zumindest diejenigen Kettenräder (13) des Antriebsrades und des Abtriebsrades, die mit der Kette im Eingriff stehen, drehfest gehalten bleiben. Diese Anforderung ist gleichbedeutend mit der Bedingung, gleichgerichtete Ausgleichsbewegungen dieser Kettenräder - rückwärts und vorwärts - zu sperren. Erfüllt wird die Bedin­ gung erfindungsgemäß vor allem durch die einheitliche Anord­ nung der hydraulischen Verbindungsleitungen, insbesondere (121), die alle zu dem Drehschieber-Ventil (11) führen, teils zur Druckkammer (211), teils zur Ausgleichskammer (212), wie in Fig. 1 bzw. in Fig. 2 schematisch dargestellt. (Die Anschlüsse (122) münden alle in einer nicht dargestellten gemeinsamen Kammer oder in einem weiteren Drehschieber- Ventil.)
Ein potentiell einsetzender Förderstrom der angeschlossenen Zahnradpumpen (12) über die Anschlüsse (121) blockiert sich somit - über die Kammer (211) bereits im Ansatz einer gleich­ gerichteten Drehung der formschlüssig damit verbundenen Kettenräder (13) - selbst.
Andererseits läßt diese Anordnung ohne separaten Schalt- Mechanismus jederzeit eine Ausgleichsbewegung auch derjenigen Kettenräder zu, die während des Umlaufs jeweils gerade mit der Kette im Eingriff stehen, sofern der Förderstrom von und zu der Kammer (211) insgesamt verschwindet, d. h. sofern die zugehörigen Kettenräder paarweise in entgegengesetzter Richtung ausweichen.
Dadurch wird eine Änderung des tangentialen Abstandes der Kettenräder voneinander, wie sie bei Übersetzungsänderungen auftritt, unter Last ermöglicht. Die Kettenräder, die über die Kammer (212) des Drehschieber-Ventils hydraulisch ge­ koppelt sind, können sich dagegen relativ frei bewegen, da sie von der Kette zumindest teilweise nicht erfaßt sind. Die mit dem Getriebe-Gehäuse fest verbundenen Drehschieber- Flügel (21) sind symmetrisch zur Verbindungslinie der beiden Zentralräder angeordnet und derart abgewinkelt gestellt, daß bei jedem Durchmesser und bei jeder Winkelstellung des Zentralrades während des Umlaufs ausschließlich solche Ketten­ räder mit der Druckkammer (211) gekoppelt sind, die mit der Kette gerade im Eingriff stehen.
Dies gilt sowohl für eine Ausführung, bei der jedes Kettenrad mit je einem hydraulischen Sperrelement gekoppelt ist, als auch für den Fall, daß je zwei benachbarte Kettenräder einem Sperrelement zugeordnet sind oder daß nur jedes zweite Ketten­ rad hydraulisch gesperrt wird usw.
Das Drehschieber-Ventil in Fig. 2 liegt ringförmig auf der Welle des Zentralrades, mit dem Vorteil, bei möglichst kleinem Durchmesser des Ventils eine möglichst weitgehende konstruk­ tive Freiheit, insbesondere für die Lagerung der Welle, zu erhalten. Im Rahmen der Erfindung sind jedoch auch andere bauliche Ausführungen möglich, sofern der beschriebene Zweck erfüllt wird. (Die Teile des Ventils sind in Fig. 2 gegenüber der Welle etwas vergrößert dargestellt, um die Anordnung der Drehschieber-Flügel hervorzuheben.)
Die verwendeten, vorzugsweise innenverzahnten, Zahnradpumpen mit den hydraulischen Verbindungsleitungen bleiben bei einer Übersetzungsänderung aus konstruktiven Gründen in festem radialem Abstand mit dem Zentralrad verbunden, während die einzelnen Kettenräder - beispielsweise über schwenkbar gela­ gerte Stirnräder oder mittels kardanischer Gelenke damit gekoppelt - den variablen Durchmesser des Zentralrades aufspannen.
Die Voraussetzung dafür, daß alle Kettenräder während des Umlaufs drehfest gehalten bleiben können, wie bereits ausgeführt, darin der effektive, von der Kette vollstän­ dig aufgespannt angenommene, segmentweise zusammengesetzte, Umfang eines Zentralrades ein ganzzahliges Vielfaches einer Kettenglied-Länge beträgt.
Die gleichmäßige Teilung der Kette bewirkt dann, daß die Differenz der Winkelstellungen zwischen je zwei benachbarten Kettenrädern eines Hauptrades in diesem Zustand gleich ist. Kette und Kettenräder sind andererseits so aufeinander ab­ gestimmt, daß ein Kettenrad immer dann in einer äquivalenten Winkelstellung zur Kette steht, wenn es um eine Strecke an der Kette vorbei bewegt worden ist, die genau einer Ketten­ glied-Länge oder einem ganzzahligen Vielfachen davon entspricht.
Die Anzahl der Stufen bzw. Schalt-Intervalle, in denen dieser Zustand vorliegt, hängt bei vorgegebener Kettenglied-Länge l somit lediglich vom größten und vom kleinsten effektiven Umfang U ab, wobei U=n · l ist, mit n = k + 0, k + 1, . . . und der Anzahl k der durch die Kettenräder begrenzten Hauptrad-Segmente.
Für die maximale Anzahl i der verfügbaren Schalt-Intervalle gilt
imax = nmax - nmin + 1
In Fig. 3 ist die relative Winkelstellung der Kettenräder in bezug auf ihre Verzahnung - als einer Art Deklination - anhand verschiedener Umfangszahlen, und zwar mit n=16,. . .,20 schematisch dargestellt. Zur Vereinfachung ist dabei der an der Kette gebildete Umfang gestreckt dargestellt. Die Kettenräder sind (vor allem zur Veranschaulichung der verschiedenen Kettenrad-Positionen) mit je z=4 Zähnen ver­ sehen. Für alle Beispiele wurden je 8 Kettenräder (K1-K8) zugrunde gelegt. Die Verzahnung des Kettenrades K1 sei dabei jeweils orthogonal ausgerichtet. Der Umfang bestehe aus mindestens 16 Kettengliedern.
Die Deklination α wächst dann mit der Anzahl (n-nmin) der zusätzlichen Kettenglieder, in Fig. 3 von n-nmin=0 bis n-nmin=4 skizziert, nach dem Algotithmus
Für n-nmin=0 ist also in den (gestreckt) dargestellten Beispielen α=0, für n-nmin=1 ist α=90°/8=11,25° usw..
Die Differenz der Winkelstellung zwischen allen benachbarten Kettenrädern ist gleich groß; jedes Kettenrad steht in einer Position zur Kette, die deren Teilung entspricht, und jedes Kettenrad kann nach einem Umlauf des Zentralrades dieselbe Winkelstellung beibehalten.
Beträgt z. B. der größte realisierte Umfang 32 Kettenglied- Längen, so ergeben sich hieraus imax=32-16+1=17 Stufen mit vollständig drehfest gehaltenen Kettenrädern, die im Zuge der Übersetzungsänderung in einem einzigen, zusammen­ hängenden Intervall oder in mehreren, nämlich bis zu 17 einzelnen, Intervallen angesteuert werden können.
Bei einer Verdoppelung des Durchmessers und bei 2 variablen Zentralrädern reicht der Übersetzungsbereich von 1 : 4 bis 1 : 1. Dieser Bereich kann je nach Anwendungsfall sowohl durch eine größere Spannweite als auch durch die Kombination mehrerer Getriebe-Einheiten weiter vergrößert werden. Die konstruktive Gestaltung der Kettenrad-Führung ist eben­ falls weitgehend frei und mit herkömmlichen mechanischen, hydraulischen und elektronischen Mitteln realisierbar. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich zu Beispiel
  • - aus einer parallelen Anordnung zweier oder mehrerer Ketten und Kettenrad-Sätze, vorzugsweise mit versetzt eingreifenden Kettenrädern, oder
  • - aus einer anderen oder zusätzlichen radialen Abstützung der Kette zwischen den Kettenrädern der Hauptrad-Segmente.
Damit läßt sich die Kettenführung je nach Anwendungsfall weiter abrunden, ohne auf den Vorteil einer formschlüssigen Kraftübertragung bei stufenloser Stellbarkeit verzichten zu müssen.
Eine vorteilhafte Anwendung für Kraftfahrzeuge besteht ins­ besondere in einer Kombination des stufenlos stellbaren Ket­ tengetriebes nach der Erfindung mit einer aerostatischen Kupplung (und integrierter mechanischer Aufladung des Motors) nach DE-PS 36 11 171 zu einem stufenlosen Überlagerungsgetriebe.

Claims (3)

1. Kettengetriebe, mit einer Antriebswelle und einer Abtriebswelle, mit einem antriebsseitigen und/oder einem abtriebsseitigen Satz planetenartig umlaufender, drehbar gelagerter Kettenräder, mit einer Kette, die die Kettenräder umfaßt und die Antriebskraft auf die Abtriebswelle überträgt, ferner mit einer Vorrichtung zur stufenlos stellbaren, einheitlichen Änderung des radialen Abstandes der Kettenräder-Achsen von der Achse der Antriebs- bzw. der Abtriebswelle zur Änderung des Übersetzungsverhältnisses, mit einer Einrichtung zur Synchronisation dieser Änderung zwischen den beiden Wellen bzw. zur Regulierung der Kettenspannung im laufenden Betrieb sowie mit Einrichtungen, die eine ausgleichende Eigendrehung der umlaufenden Ketten­ räder während der radialen Verschiebung ihrer Achsen zulassen, dadurch gekennzeichnet,
  • a) daß zumindest ein Teil der umlaufenden Kettenräder mit einem hydrostatischen Sperrelement, beispielsweise einer Zahnradpumpe, formschlüssig gekoppelt ist, und zwar derart, daß die Eigendrehung eines Kettenrades zwingend einen Förderstrom des zugehörigen Sperrelementes erzeugt und daß (umgekehrt) die Drosselung dieses Förderstromes die Eigendrehung des Kettenrades zwingend reduziert bzw. sperrt,
  • b) daß die Anschlüsse aller gemäß (a) vorgesehenen hydrostatischen Sperrelemente je Antriebs- oder Abtriebs­ welle, die bei rechts gerichteter Eigendrehung der zugehörigen Kettenräder auf der Förderseite liegen, über Leitungen miteinander verbunden sind und daß andererseits die Anschlüsse aller hydrostatischen Sperrelemente, die bei links gerichteter Eigendrehung der zugehörigen Kettenräder auf der Förderseite liegen, über Leitungen miteinander verbunden sind, daß die Förderströme verschiedener Seite jedoch ständig getrennt gehalten sind,
  • c) daß mindestens einer der beiden in (b) definierten Förderräume je Antriebs- bzw. Abtriebswelle mit strömungs­ technischen Mitteln, beispielsweise Ventilen, weiter unter­ teilt ist, wobei jeweils die Kettenräder, die mit der Kette im Eingriff stehen, in ihrer Wirkung getrennt gehalten sind von den Kettenrädern, die währenddessen nicht mit der Kette im Eingriff stehen.
2. Kettengetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Merkmal (c) aufgeführte Abgrenzung der Förderräume durch ein zentral angeordnetes Drehschieber-Ventil erfolgt, dessen Schieber fest mit dem Getriebe-Gehäuse verbunden ist, während der Ventilkörper und die hydraulischen Leitungs­ anschlüsse im laufenden Betrieb mit dem betreffenden Zentral­ rad um den Schieber rotieren.
3. Kettengetriebe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Steuer-Einrichtungen und Stellglieder vorgesehen sind, die den radialen Abstand der Kettenräder- Achsen von der Achse des zugehörigen Zentralrades in Inter­ vallen ändern, und zwar derart, daß der Vorgang einer Über­ setzungsänderung jeweils nur in einem Stand abgeschlossen wird, in dem der segmentweise zusammengesetzte, von der Kette vollständig aufgespannt angenommene, Umfang des Zentralrades ein ganzzahliges Vielfaches der Kettenglied-Länge beträgt.
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