DE4009833C2 - Luftmengenmeßeinrichtung für Ansaugluft - Google Patents
Luftmengenmeßeinrichtung für AnsaugluftInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Luftmengenmeßeinrichtung für
Ansaugluft, insbesondere eine Einrichtung zur Messung
der Menge der über einen Ansaugstutzen in einen Verbren
nungsmotor mit innerer Verbrennung strömenden Ansaugluft.
Zur Luftmengenmessung der
Ansaugluft ist der Einsatz
verschiedener Luftmengenmeßeinrichtungen bekannt. Bei der
artigen Einrichtungen sind ein Temperaturmeßfühler für die
Ansaugluft und ein Strömungsgeschwindigkeitssensor in einem
Ansaugstutzen so angeordnet, daß die Ebenen der Sensoren
parallel zur Strömung der Ansaugluft gerichtet sind. Eine
derartige Einrichtung ist beispielsweise in der japanischen
Patent-Offenlegungsschrift Nr. 60-2 30 019 offenbart. Beide
Sensoren weisen wärmeempfindliche Widerstände auf, die mit
Festwiderständen eine Brückenschaltung bilden. Parallel zu
dem Strömungsgeschwindigkeitssensor ist ein Heizwiderstand
vorgesehen, über den der Temperaturmeßwiderstand des Strö
mungsgeschwindigkeitssensors auf eine höhere Temperatur, die um eine vorbestimmte
Temperaturdifferenz über der Temperatur des Ansaugluftwär
mefühlers liegt, erwärmt wird. Der
dem Heizwiderstand zugeführte Strom wird abhän
gig von der Temperatur des Temperaturmeßwiderstandes des
Strömungsgeschwindigkeitssensors eingestellt, die sich auf
grund der auf die Ansaugluft übertragenen Wärmemenge verän
dert, so daß eine vorgegebene Temperaturdifferenz erhalten
bleibt. Dies ermöglicht es, daß die Strömungsgeschwindigkeit
der Ansaugluft über den zum Erwärmen erforderlichen Strom zu
messen; die Ansaugluftmenge wird über die Strömungs
geschwindigkeit ermittelt.
Die zuvor beschriebene Luftmengenmeßeinrichtung für Ansaug
luft ist vom sogenannten indirekten Heiztyp. Durch die ja
panische Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift Nr. 60-1 83 825
ist weiter eine Einrichtung mit einem Sensor bzw. Element
bekannt, in dem die Widerstände, einschließlich des Heizwi
derstandes, durch Dünnfilmwiderstände ausgebildet
sind. Es ist weiterhin eine Einrichtung des sogenannten
selbstheizenden Typs bekannt, beispielsweise aus der ja
panischen Patent-Offenlegungsschrift Nr. 57-2 01 858, bei der
der Strömungsgeschwindigkeitssensor eine einseitig einge
spannte Grundplatte mit einem darauf angeordneten Dünnfilm
widerstand aufweist. Eine weitere selbstheizende Luftmen
genmeßeinrichtung ist durch die japanische Patent-Offenle
gungsschrift Nr. 60-2 36 029 bekannt; es ist dabei eine den
Filmwiderstand tragende Grundplatte vorgesehen, deren beide
Enden mit dem Ansaugstutzen verbunden sind. In dieser
Druckschrift wird vorgeschlagen, daß der Widerstandswert
des Filmwiderstandes stromaufwärts innerhalb des Ansaug
luftstutzens größer ist als derjenige eines stromabwärts
angeordneten Widerstandes, so daß die stromaufwärts erzeug
te Wärmemenge größer ist als die Wärmemenge stromabwärts,
wobei die Temperaturverteilung des Filmwiderstandes gleich
förmig gemacht wird.
Die Temperatur des Geschwindigkeitssensors innerhalb der
Luftmengenmeßeinrichtung muß sich abhängig von der Strö
mungsgeschwindigkeit der Ansaugluft verändern. Eine genaue
Messung der Ansaugluftmenge ist somit schwierig, wenn die
oben genannte Temperaturänderung durch den Geschwindig
keitssensor selbst oder durch mit diesem in Beziehung ste
hende Faktoren beeinflußt wird. Es ist deshalb jede der
Grundplatten der Strömungsgeschwindigkeitssensoren gemäß
den oben genannten Veröffentlichungen als dünne flache
Platte ausgebildet, die parallel zur Luftströmung der An
saugluft angeordnet ist.
Bei einer Luftmengenmeßeinrichtung der genannten Art wird
die über den Strömungsgeschwindigkeitssensor erzeugte Wär
memenge auf die ihn umgebende Luft oder auf einen Bereich
des Ansaugluftstutzens übertragen, mit dem die Grundplatte
verbunden ist. Für den Fall, daß die Strömungsgeschwindig
keit der Ansaugluft hoch ist, wird nahezu die gesamte Wär
memenge auf die Umgebungsluft übertragen. Im Gegensatz da
zu wird dann, wenn die Strömungsgeschwindigkeit der Ansaug
luft gering ist, die auf die Umgebungsluft übertragene Wär
memenge reduziert; dabei vergrößert sich die Wärmemenge
entsprechend, die auf den Abschnitt des Ansaugluftstutzens,
an dem die Grundplatte befestigt ist, übertragen wird. Da sich
die auf den Abschnitt der Grundplatte, der an dem Ansaug
luftstutzen befestigt ist, übertragene Wärmemenge abhängig
von der Temperatur der Ansaugluft oder derjenigen des An
saugluftstutzens verändert, ergibt sich eine Verände
rung des dem oben genannten Brückenschaltkreis
zugeführten Stroms. Damit nimmt die Genauigkeit ab, mit der
die Strömungsgeschwindigkeit der Ansaugluft erfaßt wird. In
der japanischen Patent-Offenlegungsschrift Nr. 59-1 51 020
ist ein Leitelement vorgeschlagen worden, das mit einem
Temperaturmeßwiderstand verbunden ist, dessen Länge zu
dem Durchmesser des Leitelementes derart in einem
Verhältnis steht, daß dieses größer ist als ein vorbestimm
ter Wert. In der japanischen Patent-Offenlegungs
schrift Nr. 57-2 01 858 wird vorgeschlagen, daß die Grund
platte dünn ausgebildet ist und aus einem Material geringer
Wärmeleitfähigkeit besteht, so daß die Wärmeübertragung von
einem Abschnitt der Grundplatte, auf dem ein Filmwiderstand
angeordnet ist, zu einem Abschnitt, über den die Grundplatte
befestigt ist, blockiert ist.
Wie aus den oben genannten Druckschriften ersichtlich ist,
sind verschiedene Gegenmaßnahmen hinsicht
lich der Struktur oder der Anordnung der Bauteile der Ge
schwindigkeitssensoren einschließlich der Widerstände im
Hinblick auf die Temperaturverteilung des Dünnfilmwider
standes in Richtung der Ansaugluft oder betreffend dessen
Temperaturverteilung aufgrund der Wärmeübertragung von den
Meßwiderständen zu der Grundplatte, den Leitelementen und
dergleichen, getroffen worden. In den Fig. 6 bis 8 ist ein Sensor 100 dar
gestellt, der in der Luftmengenmeßeinrichtung nach der un
veröffentlichten japanischen Patentanmeldung Nr. 63-2 26 900
eingesetzt ist. Der Sensor 100 hat eine Grundplatte
110 mit einem Schlitz 110a, an dessen Seiten jeweils ein
die Temperatur der Ansaugluft erfassender Widerstand 120,
ein die Strömungsgeschwindigkeit erfassender Widerstand 130
und ein Paar von Leitelementen 140, 150 angeordnet sind,
die sich von den Widerständen 120, 130, wie in Fig. 6 dar
gestellt, zu dem Basisende der Grundplatte 110 erstrecken.
Die Strömungsrichtung der zu messenden Ansaugluft ist durch
einen Pfeil dargestellt. Bei dem Sensor 100 ist, da der die
Strömungsgeschwindigkeit erfassende Widerstand 130 U-förmig
ausgebildet ist, die Größe des die Strömungsgeschwindigkeit
erfassenden Widerstandes 130 oder dessen Breite im Ver
gleich zu bekannten, S-förmig ausgebildeten Widerständen re
duziert. Es ergibt sich somit eine bessere Temperaturver
teilung für den die Strömungsgeschwindigkeit erfassenden
Widerstand 130.
Bei dem Sensor 100 ergibt sich jedoch eine Temperaturver
teilung auf der Grundplatte 110, wie sie in den Fig. 6 und 7
dargestellt ist. Die strichpunktierten Linien beziehen sich da
bei auf die Temperatur der Ansaugluft, wobei die linke Sei
te in Fig. 6 und die obere Seite in Fig. 7 Bereiche mit
höherer Temperatur darstellen. Die durchgehenden Linien be
treffen die Temperatur eines Abschnittes der Grundplatte
110, auf dem der die Strömung erfassende Widerstand 130 an
geordnet ist. Die letztgenannte Temperatur nimmt allmählich
an den Endabschnitten der Grundplatte 110, sowohl in der
Quer- als auch in deren Längsrichtung, ab. Es ist
deshalb erforderlich, Mittel vorzusehen, um die Tempe
raturverringerung an den Endabschnitten zu kompensieren. Wenn
insbesondere, wie auf der rechten Seite von Fig. 8 darge
stellt, die Strömungsgeschwindigkeit der Ansaugluft hoch
ist und die angesaugte Luftmenge groß ist, ist der Wärme
übertragungskoeffizient zu der Ansaugluft groß, so daß sich
eine Temperaturverteilung des die Strömungsgeschwindigkeit
erfassenden Widerstandes 130 ergibt, wie dies durch die
Kurve "Ho" in Fig. 8 dargestellt ist. Wie aus Fig. 8 er
sichtlich, nimmt die Temperatur des Widerstandes 130 zu
seinem in stromabwärtiger Richtung gelegenen Ende schnell
ab, während die Temperatur zu dem gegenüberliegenden Ende
hin allmählich abnimmt. Wenn demgegenüber die Strömungsge
schwindigkeit der Ansaugluft gering ist und die Absaug
luftmenge klein ist, dann ergibt sich eine Temperaturver
teilung, wie sie durch die strichlierte Linie "Lo" in Fig. 8
dargestellt ist. Die vertikal verlaufende strichpunktierte Li
nie bezieht sich auf die Temperatur der Ansaugluft, wobei
in Fig. 8 die linke Seite diejenige mit der höheren Tempe
ratur darstellt. Da die Gesamtwärmemenge, die von dem die
Strömungsgeschwindigkeit erfassenden Widerstand 130 über
tragen wird, durch dessen Temperaturverteilung bestimmt
wird, führt eine Veränderung der Temperaturverteilung zu
einem Fehler hinsichtlich der erfaßten Ansaugluftmenge. Ob
wohl dieser Fehler im Vergleich zu den vorher bekannten
Einrichtungen gering ist, ist es erstrebenswert, daß dieser
Fehler weiter verringert wird.
Aus der US 4,777,820 ist eine dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 entsprechende Luft
mengenmeßeinrichtung bekannt, bei der die Strömungsgeschwindigkeit mit Hilfe eines Wi
derstands erfaßt wird, der rechteckförmige Gestaltung besitzt. Zusätzlich können Mäander-
Muster vorhanden sein, die zur Ausbildung zusätzlicher Wärmeschilder dienen.
Weiterhin ist aus der US 4,160,969 ein Wandler bekannt, bei dem auf einem Substrat Wi
derstandsmaterial aufgebracht ist und elektrisch leitende Zuleitungen durch Dickschichtver
fahren ausgebildet sind. Der Meßwiderstand ist im wesentlichen rechteckförmig ausgebil
det und mit seitlichen Verbindungslaschen versehen. Der bekannte Wandler kann zum Bei
spiel in einem Fluidstrom zur Erzeugung von Massenströmungsrateninformation angeord
net werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Luftmengen
meßeinrichtung für Ansaugluft zu schaffen, die einen Heiz- und
Fühlwiderstand zum Erfassen der Strömungsgeschwindigkeit aufweist, mit dem sich
unabhängig von der Geschwindigkeit oder der Menge der An
saugluft eine geeignete Temperaturverteilung erreichen läßt
und mit dem ein die Luftmenge der angesaugten Luft darstel
lendes Signal erzeugt werden kann.
Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 genannten
Merkmalen gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In vorteilhafter Weise ist es dabei möglich, daß
sich bei dem Widerstand zum Erfassen der Strömungsgeschwindigkeit zumin
dest in einer Richtung senkrecht zur Strömungsrichtung der
angesaugten Luft eine gleichmäßige Temperaturverteilung er
reichen läßt.
In vorteilhafter Weise kann weiterhin der Widerstand zum
Erfassen der Strömungsgeschwindigkeit über seine
Endabschnitte mit Leitelementen verbunden sein, wo
bei eine gleichmäßige, durch diese Endabschnitte nicht be
einflußte, Temperaturverteilung erreicht wird.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Luft
mengenmeßeinrichtung für Ansaugluft werden nachstehend anhand der Zeich
nungen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer
Luftmengenmeßeinrichtung, die mit
einem Ansaugstutzen verbunden ist,
Fig. 2 eine geschnittene Vorderansicht der Luftmengenmeß
einrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht eines Sensorelementes gemäß ei
nem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Sensorelementes gemäß ei
nem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 eine Vorderansicht des Sensorelementes nach Fig. 4,
Fig. 6 eine Vorderansicht eines Sensorelementes gemäß der
unveröffentlichten japanischen Patentanmeldung Nr.
63-2 26 900,
Fig. 7 eine Seitenansicht des Sensorelementes nach Fig. 6
und
Fig. 8 eine Vorderansicht des Sensorelementes nach Fig. 6
mit einer Temperaturverteilung in einer Querrich
tung einer Grundplatte für den Fall, daß sich die
Strömungsgeschwindigkeit von Ansaugluft verändert.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, ist ein Sensorelement
10 an einem Sensorhalter 1 befes
tigt, der mit einem Ansaugluftstutzen 2 eines nicht darge
stellten Verbrennungsmotors mit innerer Verbrennung ver
bunden ist. Die flache Oberfläche des Sensorelementes 10
ist dabei so angeordnet, daß sie parallel zur Strömungs
richtung von durch den Ansaugstutzen 2 strömender Ansaug
luft verläuft. Somit sind ein Temperaturmeßwiderstand
und ein Widerstand zum Erfassen der Geschwindigkeit in
einer zu der Luftströmung parallelen Ebene angeordnet. Das
Sensorelement 10 ist mit einer in einem Gehäuse 19 angeord
neten Meßeinheit über eine Vielzahl, nicht dargestellter
Leiter verbunden, die mit Leitelementen
verbunden sind. Die Meßeinheit ist mit
einem Brückenschaltkreis versehen, der den Temperaturmeßwi
derstand und den Widerstand zum Erfassen der Ge
schwindigkeit enthält. Der Brückenschaltkreis entspricht
derjenigen nach der japanischen Gebrauchsmusteroffenle
gungsschrift Nr. 63-1 95 229, so daß eine Beschreibung des
Schaltkreises nicht wiederholt wird.
Im folgenden wird die Wirkungsweise dieser Anordnung
beschrieben. Wenn keine Ansaugluft durch
den in Fig. 1 und 2 dargestellten Ansaugluftstutzen 2 ge
führt wird, dann ist der Brückenschaltkreis im Gleichge
wichtszustand, falls die Temperatur des Widerstandes zum
Erfassen der Geschwindigkeit um eine vorgegebene Tempera
turdifferenz AT höher ist, als die über den Temperaturmeß
widerstand erfaßte Temperatur.
Wenn über den Ansaugluftstutzen 2 Ansaugluft zuge
führt wird, dann kann über den Widerstand zum Erfassen
der Geschwindigkeit die Temperaturdifferenz AT, aufgrund
einer Wärmeübertragung von diesem Widerstand zu der An
saugluft, nicht aufrechterhalten werden. Um die Temperatur
differenz AT aufrechtzuerhalten ist es somit erforderlich,
daß dem Widerstand zum Erfassen der Geschwindigkeit, ab
hängig von der Geschwindigkeit der Ansaugluft, Strom zuge
führt wird. Je höher die Geschwindigkeit der Ansaugluft
ist, desto mehr Strom ist dabei zuzuführen. Mit anderen
Worten ist dann, wenn der dem Widerstand zum Erfassen
der Geschwindigkeit zugeführte Strom zum Aufrechterhalten
der Temperaturdifferenz AT erhöht wird, die Geschwindigkeit
der Ansaugluft hoch und demzufolge die Luftmenge groß. Dem
zufolge spricht der Ausgang des Brückenschaltkreises auf
die Geschwindigkeit der Ansaugluft an und er entspricht so
mit der Menge der Ansaugluft.
Obwohl die Temperatur des Widerstandes zum Erfassen der
Geschwindigkeit auf einen, um die vorbestimmte Temperatur
differenz AT, höheren Wert gehalten wird, als diejenige der
Ansaugluft, ist der Wärmetransport von dem Widerstand
zum Erfassen der Geschwindigkeit zu dem Temperaturmeßwider
stand und dem benachbarten Bereich der Grundplatte
sehr gering aufgrund eines zwischen den Meßwiderständen
angeordneten Schlitzes. Der Temperaturmeßwider
stand spricht somit genau auf die tatsächliche Tempera
tur der Ansaugluft an. Da weiterhin die Temperatur des Wi
derstandes zum Erfassen der Geschwindigkeit konstant auf
einen, um die Temperaturdifferenz AT, höheren Temperatur
wert als denjenigen der Ansaugluft gehalten wird, spricht
die Wärmeübertragung von dem Widerstand zum Erfassen der
Geschwindigkeit zu der Ansaugluft, ohne eine zeitliche Ver
zögerung, auf einen Unterschied betreffend die Strömungsge
schwindigkeit der Ansaugluft an. Dies gilt auch dann, wenn
sich die Strömungsgeschwindigkeit der Ansaugluft ändert.
Hierbei wird die
Temperaturverteilung des Widerstandes zum Erfassen der
Geschwindigkeit auf der Grundplatte in ihrer Querrich
tung nicht sehr geändert, wenn sich die Strömungsgeschwin
digkeit der Ansaugluft ändert. Eine Verzögerung hinsicht
lich des Erfassens der Strömungsgeschwindigkeit der Ansaug
luft ist damit vermieden.
In Fig. 3 ist ein detailliertes Ausführungsbeispiel eines Sensor
elementes 20 dargestellt, bei dem ein Widerstand 23 zum Erfas
sen der Geschwindigkeit, Leitelemente 25a, 25b des
Sensorelementes 20, eine
Grundplatte 21, ein
Temperaturmeßwiderstand 22 und Leitelemente
24a, 24b vorhanden sind.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Widerstand
23 zum Erfassen der Geschwindigkeit ein Dünnfilmwiderstand
aus Platin oder dergleichen, der U-förmig ausgebildet ist,
mit einem Paar geradlinig verlaufender Abschnitte gleicher
Breite, die im Abstand parallel zueinander verlaufen. Der
Widerstand 23 zum Erfassen der Geschwindigkeit ist an jedem
seiner Eckbereiche 23a, 23b und an jedem seiner offenen
Endabschnitte 23c, 23d getrimmt bzw. angeschnitten. Aus
diesem Grund ist die Querschnittsfläche bei einem
Schnitt in einer Richtung parallel zur Ansaugluftströmung,
d.h. einem Schnitt durch die Grundplatte 21 in ihrer Quer
richtung, im Bereich der Kantenabschnitte 23a, 23b am
freien Ende der Grundplatte 21 kleiner als die ent
sprechende Querschnittsfläche in einem mittleren Abschnitt
23m der geradlinig verlaufenden Abschnitte des Widerstandes
23. Die Querschnittsfläche im Bereich der am
offenen Ende der U-Form liegenden Endabschnitte 23c, 23d
ist ferner ebenfalls kleiner als diejenige im mittleren Ab
schnitt 23m. Demzufolge ist der ohmsche Widerstandswert an
jedem der Eckbereiche 23a, 23b und den Endabschnitten 23c,
23d am offenen Ende größer als derjenige im mittleren Ab
schnitt 23m des Widerstandes 23.
Leitelemente 25a, 25b sind jeweils elektrisch mit
einem der Endabschnitte 23c, 23d des Widerstandes 23 ver
bunden und erstrecken sich in Längsrichtung bis zum
einspannseitigen Ende der Grundplatte 23. Die Leitelemente
25a, 25b bestehen aus Gold oder dergleichen und werden auf
der Grundplatte 21 durch Aufdampfen bzw. Aufbrennen oder
dergleichen aufgebracht. In dem vorliegenden Aus
führungsbeispiel wird die Temperaturverteilung des Wider
standes 23 zum Erfassen der Geschwindigkeit auf der Grund
platte 21 in deren Längsrichtung um eine Temperaturdiffe
renz AT höher gehalten als die Temperatur der Ansaugluft,
und zwar gleichförmig von dem mittleren Abschnitt 23m der
Grundplatte 21 zu den Eckbereichen 23a, 23b und den Endab
schnitten 23c, 23d des offenen Endes. Demzufolge spricht
die Wärmeübertragung von dem Widerstand 23
zu der Ansaugluft auf eine Änderung
der Strömungsgeschwindigkeit der Ansaugluft an;
somit wird ein gutes Ansprechverhalten erreicht.
In den Fig. 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Sensorelements 30 dargestellt, bei dem
sich der Widerstand 33 zum Erfassen der Geschwindigkeit
hinsichtlich seines Aufbaus von dem Widerstand 23 nach Fig.
3 unterscheidet. Der übrige Aufbau entspricht im wesentli
chen demjenigen des Sensorelementes 20 nach Fig. 3. In dem
Sensorelement 30 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbei
spiel ist der Widerstand 30 zum Erfassen der Geschwindig
keit als Dünnfilmwiderstand U-förmig ausgebildet. Die Dicke
eines Eckbereiches 33a und von Endabschnitten 33b, 33c, am
offenen Ende der U-Form, nimmt allmählich von einem mitti
gen Abschnitt 33m des Widerstandes 33 zu den Abschnitten
33a, 33b und 33c ab, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
Folglich ist der ohmsche Widerstandswert an jedem der Eck
bereiche 33a und den Endabschnitten 33b, 33c größer als
derjenige des mittigen Abschnittes 33m. Bei diesem Ausfüh
rungsbeispiel wird deshalb die Temperaturverteilung des Wi
derstandes 33 zum Erfassen der Geschwindigkeit auf der
Grundplatte 31 in deren Längsrichtung auf einem Wert gehal
ten, der um eine vorbestimmte Temperaturdifferenz AT höher
ist als die Temperatur der Ansaugluft, und der gleichmäßig
von dem mittleren Abschnitt 33m zu dem Eckbereich 33a und
zu den Endabschnitten 33b, 33c am offenen Ende verläuft.
Bei den oben beschriebenen Ausfüh
rungsbeispielen wird ein Widerstand
des selbstheizenden Typs eingesetzt.
Es kann bei einer Ausbildung der Luftengenmeßeinrichtung in Form des
indirekt heizenden Typs benachbart zum Widerstand zum Erfassen der
Geschwindigkeit ein Heizwiderstand eingesetzt
werden.
Claims (4)
1. Luftmengenmeßeinrichtung für Ansaugluft mit:
- - einer flachen Grundplatte (21, 31), die in einem Ansaugluftstutzen parallel zur Strömungsrichtung der durch den Ansaugluftstutzen strömenden Ansaugluft angeordnet ist,
- - einem Heiz- und Fühlwiderstand (23; 33) zum Erfassen der Strömungsge schwindigkeit, der auf der Grundplatte (21; 31) in Form eines Widerstandsfilms aufge bracht ist und einen ohmschen Widerstandswert aufweist, der sich mit einer Temperaturän derung des Widerstandes (23; 33) abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit der Ansaugluft verändert, und
- - einem Paar von Leitelementen (25a, 25b; 35a, 35b), die auf der Grundplatte (21; 31) angeordnet sind, und jeweils ein Ende des Widerstands (23; 33) elektrisch leitend kontaktieren, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (23; 33) durch einen gekrümmten oder gewinkelten Verlauf zwischen diesen Kontaktstellen einen den Kontakt stellen abgewandten freien Endabschnitt aufweist und daß der Widerstand (23; 33) in einem gekrümmten oder gewinkelten Bereich (23a, 23b; 33b) des Endabschnitts und an den Enden (23c, 23d; 33b; 33c) zu den Kontaktstellen Einbuchtungen aufweist, durch die die Querschnittsfläche des Widerstands (23; 33) in Richtung parallel zur Strömungsrichtung dort jeweils kleiner ist als in einem mittleren Bereich (23m; 33m) und durch die der ohmsche Widerstandswert dort jeweils erhöht wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Widerstand (23; 33) ein Dünnfilmwiderstand ist, der auf der Grundplatte (21; 31) U-
förmig derart ausgebildet ist, daß die offenen Enden dem einspannseitigen Ende der
Grundplatte (21; 31) zugewandt sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Temperaturmeßwiderstand (22, 32) für die Ansauglufttemperatur vorhanden ist,
der einen ohmschen Widerstandswert aufweist, der sich mit einer Änderung der
Ansauglufttemperatur verändert, wobei der Temperaturmeßwiderstand (22; 32) mit Abstand
parallel zu dem Widerstand (23; 33) zum Erfassen der Strömungsgeschwindigkeit auf der
Grundplatte (21; 31) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Grundplatte (21; 31) einen Schlitz (21a; 31a) aufweist, der sich von dem freien Ende der
Grundplatte (21; 31) in Längsrichtung zu dem einspannseitigen Ende der
Grundplatte (21; 31) zwischen dem Widerstand (23; 33) zum Erfassen der Strömungs
geschwindigkeit und dem Temperaturmeßwiderstand (22; 32) erstreckt.
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