DE4008652C2 - Netzteil mit Gleichspannungs-Gleichspannungs-Wandler - Google Patents
Netzteil mit Gleichspannungs-Gleichspannungs-WandlerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Netzteil nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs (DE 35 09 853 A1).
Die von elektronischen Verbrauchern benötigten Betriebsgleichspannungen werden häufig von
Schaltnetzteilen erzeugt. Mit Schaltnetzteilen wird die Netzspannung zuerst gleichgerichtet
und gesiebt. Die so erhaltene Gleichspannung wird mittels eines kontaktlosen Schalters
zerhackt. Der Schalter wird mit einer hochfrequenten Betriebsfrequenz ein- und ausgeschaltet.
Die durch das Zerhacken erzeugte Spannung wird mit einem Transformator übersetzt, der die
galvanische Trennung des elektronischen Verbrauchers vom Netz bewirkt. Die Betriebs
gleichspannung kann geregelt werden, wobei der Schalter als Stellglied arbeitet. Die Be
triebsfrequenz und/oder das Tastverhältnis des Schalters wird zur Regelung der Betriebs
gleichspannung geändert.
Bei Schaltnetzteilen sind die Gleichstrom-Gleichstrom-Wandler über die jeweilige Ein
gangsschaltung unmittelbar an das Wechselstromnetz oder über eine Eingangsschaltung an
das Gleichstromnetz angeschlossen. Im allgemeinen sind den Gleichrichtern Ladekondensato
ren nachgeschaltet. Durch die Ladekondensatoren sollen die Gleichstrom-Gleichstrom-
Wandler bei kurzzeitigen Netzspannungseinbrüchen mit für den Betrieb ausreichender
Energie versorgt werden. Wenn das Netzteil im Netzspannungsmaximum eingeschaltet wird,
entstehen durch die Aufladung des Ladekondensators hohe Stromstösse, für die z. B. die
Bauelemente der Gleichrichterschaltung ausgelegt sein müssen.
Grosse Stromstösse treten auch bei Kurzschluss- oder Überstrombelastungen des Gleichstrom-
Gleichstrom-Wandlers auf. Die Bemessung der Bauelemente für die Entstörung des Schalt
netzteils richtet sich ebenfalls nach den maximal möglichen Einschaltströmen und nach der
Welligkeit der Betriebsströme. Zugleich beeinflussen diese Bauelemente die Höhe der
Einschaltströme.
Aus der Deutschen Offenlegungsschrift DE 24 45 093 A1 ist ein Mittelfrequenz-Umrichter
zur Abgabe einer stabilisierten Gleichspannung bekannt. Zur galvanischen Trennung zwischen
Eingangs- und Ausgangsspannung ist ein Übertrager vorgesehen, dessen Primärkreis last
abhängig durch von der Ausgangsspannung steuerbare Schalttransistoren beeinflussbar ist. Bei
dieser Ausführungsform liegt ein erster Anschluss der Primärwicklung über einen Transistor
an einem ersten Pol einer Gleichspannungsquelle und ein zweiter Anschluss der Primärwick
lung über einen zweiten Transistor an einem zweiten Pol der Gleichspannungsquelle. Deswei
teren liegen parallel zur Primärwicklung des Übertragers Dioden zur Übernahme von Schalt
strömen.
Massnahmen zur Einstellung einer geringeren Anstiegsgeschwindigkeit der Primärströme sind
nicht vorgesehen.
Aus der DE 35 09 853 A1 ist eine Schaltungsanordnung zur Gleichspannungs-Gleichspan
nungs-Umwandlung bekannt. Die Schaltung enthält eingangsseitig eine Drossel, die mit einer
Gleichspannungsquelle verbunden ist, und ausgangsseitig mindestens eine Drossel, die mit
einem Verbraucher verbunden ist. Damit die Gleichspannungsquelle mit einem relativ
gleichmässigen Strom belastet wird, ist vorgesehen, dass der eingangsseitigen Drossel
einerseits über eine Diode ein Kondensator und andererseits ein Schalter nachgeschaltet ist,
der weiterhin mit der Gleichspannungsquelle verbunden und durch einen Schaltregler
periodisch betätigbar ist. Die ausgangsseitige Drossel ist mit einem Kondensator und einer
Freilaufdiode verbunden. Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der
Gleichspannungs-Gleichspannungs-Umwandler zwei Ausgangskreise aufweist, wobei ein
Transformator eine Primärwicklung und zwei Sekundärwicklungen aufweist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Netzteil der eingangs beschriebenen Gattung
weiterzuentwickeln, das nach dem Zerhackerbetrieb arbeitet, jedoch zur Vermeidung des
Aufwands an Funkentstörmitteln eine geringe Anstiegsgeschwindigkeit der Primärströme hat.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
gelöst.
Bei dieser Anordnung entsteht ein Eingangsstrom geringer Welligkeit bzw. niedriger An
stiegsgeschwindigkeit. Der Aufwand für die Funkentstörung kann daher vermindert werden.
Die Anstiegsgeschwindigkeit des Primärstroms wird durch die Drossel vermindert. Hierdurch
lassen sich Einsparungen bei der Auslegung der Funkentstörmittel erreichen. Die Drossel
begrenzt die Anstiegsgeschwindigkeit der Primärströme, so dass die Transistoren und die
Elemente der Gleichrichterschaltung nicht für weit über den Nennbetriebsströmen liegende
Ströme ausgelegt sein müssen, da die nicht gezeigte Strombegrenzung Überströme schnell
erfasst.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in einer Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispielen näher beschrieben, aus denen sich weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile
ergeben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild eines ersten Netzteils,
Fig. 2 ein Schaltbild eines Teils eines zweiten Netzteils.
Ein Netzteil weist Anschlüsse 1, 2 für das Wechselstromnetz auf. Mit den Anschlüssen 1, 2
ist eine Gleichrichterschaltung 3 verbunden, bei der es sich vorzugsweise um einen Brücken
gleichrichter handelt, der Ausgänge 4 und 11 aufweist.
Parallel zu den Ausgängen 4, 11 ist ein Ladekondensator 23 geschaltet. Parallel zu dem
Ladekondensator 23 bzw. den Ausgängen 4, 11 ist die Reihenschaltung eines kontaktlosen
Schalters 24, der Primärwicklung 25 eines Transformators 26, einer Drossel 27 und eines
zweiten kontaktlosen Schalters 28 angeordnet. Die beiden kontaktlosen Schalter 24, 28 haben
den gleichen Aufbau und sind z. B. als bipolare Transistoren ausgebildet. Zwischen dem
Ausgang 11 und der gemeinsamen Verbindungsstelle der Primärwicklung 25 und der Drossel
27 ist eine Diode 29, die auch als Freilaufdiode bezeichnet wird, angeordnet.
Eine weitere Diode 30, die ebenfalls als Freilaufdiode bezeichnet wird, ist zwischen dem
Ausgang 4 und der gemeinsamen Verbindungsstelle der Drossel 27 und des Schalters 28
angeordnet.
An die Sekundärwicklung 31 ist eine Diode 32 angeschlossen, der ein Ausgang 33 nach
geschaltet ist. Der andere Ausgang 34 ist mit einem Ende der Sekundärwicklung 31 ver
bunden. Drosseln sind im Sekundärkreis des Transformators 26 zumindest bis zu den
Ausgängen 33, 34, an denen eine Ausgangsgleichspannung zur Verfügung steht, nicht
vorhanden. Die Ausgänge 33, 34 sind mit einer Steuerschaltung 35 für die Schalter 24, 28
verbunden. Geregelt mittels der Steuerschaltung 35 wird die Ausgangsgleichspannung des
Sekundärkreises. Hierzu wird ein nicht näher dargestellter Regler verwendet, wie er an sich
bekannt ist. Die beiden Schalter 24, 28 werden zugleich leitend und nichtleitend gesteuert.
Der Transformator 26 hat nur eine geringe Induktivität. Neben der Sekundärwicklung 31
können noch weitere Sekundärwicklungen für zusätzliche Spannungen vorhanden sein, die
nicht geregelt werden. Parallel zu den Ausgängen 33, 34 ist ein Kondensator 38 gelegt.
Wenn die beiden Schalter 24, 28 leitend gesteuert sind, fliesst ein Strom von der Gleichrich
terschaltung 3 und dem Ladekondensator 23 über die Primärwicklung 25 und die Drossel 27.
Dieser Strom induziert in der Sekundärwicklung 31 und in weiteren nicht dargestellten
Sekundärwicklungen Spannungen. Werden die Schalter 24, 28 nichtleitend gesteuert, dann
fliesst der Strom der Drossel 27 über die Freilaufdioden 29 und 30 und lädt den Ladekon
densator 23 auf. Die Schalter 24, 28 werden mit einer hochfrequenten Betriebsfrequenz
geschaltet. Die Kapazität des Kondensators 23 ist klein, so dass nur geringe Ladeströme
auftreten. Die Drossel 27 begrenzt den über den Transformator 26 fliessenden Strom. Da in
den Sekundärkreisen keine Drosseln vorhanden sind, ist eine gute Nachführung der nicht
geregelten Ausgangsgleichspannungen gewährleistet. Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung
entnimmt dem Wechselstromnetz Ströme mit niedrigen Effektivwerten. Die Funkentstörmittel,
z. B. das Filter 22, können daher für die Dämpfung relativ kleiner Ströme ausgelegt sein.
Die Fig. 2 zeigt einen Teil eines Netzteils. Hinsichtlich der Anschlüsse 1, 2 des Filters 22,
der Gleichrichterschaltung 3, und des Ladekondensators 23 herrscht Übereinstimmung
zwischen dem Netzgerät gemäss Fig. 2 und dem in Fig. 1 dargestellten Netzgerät.
Daher wurden die Anschlüsse 1, 2, das Filter 22 und die Gleichrichterschaltung 3 in Fig. 2
nicht dargestellt.
Übereinstimmung zwischen den in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Anordnungen herrscht auch
in Bezug auf die Reihenschaltung des Schalters 24, die Primärwicklung 25 des Transforma
tors 26, die Drossel 28 und den Sekundärkreis des Transformators 26 mit der Sekundär
wicklung 31, der Diode 32, dem Kondensator 38 und den Ausgängen 33, 34. Die Reihenfolge
zwischen der Primärwicklung 25 und der Drossel 27 ist allerdings in der Reihenschaltung
vertauscht. Gleiche Elemente sind in den Fig. 1-2 mit den gleichen Bezugsziffern
versehen. Die Anordnung gemäss Fig. 2 unterscheidet sich von der in Fig. 1 dargestellten
Anordnung durch die Verbindung der zwei Freilaufdioden. Es sind ebenfalls zwei Dioden 39,
40 vorhanden, die als Freilaufdioden bezeichnet werden. Die eine Freilaufdiode 39 ist mit der
Kathode an den Ausgang 4 und mit der Anode an die gemeinsame Verbindungsstelle von
Drossel 27 und Primärwicklung 25 gelegt. Die Freilaufdiode 40 ist mit der Anode an den
Ausgang 11 und mit der Kathode an die gemeinsame Verbindungsstelle von Schalter 24 und
Drossel 27 gelegt. Die Arbeitsweise der Anordnung gemäss Fig. 2 entspricht derjenigen von
Fig. 1.
Claims (1)
1. Netzteil mit einem Gleichspannungs-Gleichspannungs-Wandler, der einen Trans
formator enthält, dessen Primärwicklung an einen Anschluss in Reihe mit einem
Transistor an einen Pol einer Gleichspannungsquelle angeschlossen ist und am
anderen Anschluss über eine Drossel mit dem anderen Pol der Gleichspannungsquelle
verbunden ist, wobei an die Sekundärwicklung des Transformators ein Gleichrichter
und ein Glättungskondensator angeschlossen ist, und wobei die am Glättungskon
densator anstehende Gleichspannung an eine Steuerschaltung gelegt ist, die den
Transistor mit einer hochfrequenten Steuerspannung speist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Drossel (27) und dem Pol (11) der Gleichspannungsquelle ein
weiterer von der gleichen Steuerspannung wie der erste Transistor (24) beaufschlagter
Transistor (28) in Reihe mit der Drossel (27) angeordnet ist, dass parallel zu den
Polen der Gleichspannungsquelle ein Kondensator, (23) gelegt ist, dass zu der Reihen
schaltung der Drossel (27) und des weiteren Transistors (28) eine erste Freilaufdiode
(29) und zu der Reihenschaltung der Primärwicklung (25) des ersten Transistors (24)
und der Drossel (27) eine zweite Freilaufdiode (30) parallel geschaltet sind.
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