DE4008100C2 - - Google Patents
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion Of Fluid Fuel (AREA)
Description
Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Entsorgung
von flüssigen oder gasförmigen thermisch behandelbaren
Rückständen unter Einsatz einer Brennkammer einer Dampferzeugungsanlage.
Es sind eine Reihe von Verfahren bekannt z. B. Abfälle
thermisch zu entsorgen, etwa die Verbrennung von Abwässern,
wobei ein Flüssigbrennstoff oder ein Brenngas in einem
Brennraum eingestäubt werden. Dabei wird das zu verbrennende
Abwasser dann entweder über eine Lanze dem Brennraum
oder bei Mehrstoffbrennern diesen direkt zugeführt, wobei
die Anlagen so ausgelegt sind, daß ein schnelles und
gleichmäßiges Verdampfen des Abwassers gewährleistet ist.
Die Brennkammer ist so dimensioniert, daß die Verweilzeit
der Rauchgase für eine vollständige Verbrennung bzw. Nachverbrennung
ausreicht, wozu ein Fahren mit geringem Luftüberschuß
sorgt (Ullmanns Enzyklopädie, 4. Aufl., Band 6,
S. 439 ff.).
Abfallverbrennungsanlagen, die an Land installiert sind,
können beispielsweise mit Drehrohrofenanlagen, als Schacht
öfen, als Fließbett- oder Wirbelschichtöfen in der Regel
als Sonderbauten ausgeführt sein. Sind die zu verbrennenden
Rückstände "heizölähnlich", können sie auch direkt einer
normalen Kraftwerksfeuerung zugeführt werden.
Aus einem Aufsatz Ruhl, E.: "Vernichtung flüssiger Chemieabfälle
durch Verbrennung" in: VDI-Berichte Nr. 346, 1976,
Seiten 209 ff., dort insbesondere Bild 6, ist eine Vorgehensweise zur Verbrennung von flüssigen Rückständen bekannt,
bei denen diese flüssigen Rückstände im spitzen
Winkel seitlich zum Brenner eingedüst werden. Da die zu
verbrennenden Rückstände bei einem sehr kurzen Weg in die
Flamme des einzigen vorhandenen Hauptbrenners eingespeist
werden, steht zur eigentlichen Verbrennung nur die Länge
der vorhandenen Flamme zur Verfügung. Dies kann häufig
nicht ausreichend sein, um zu einer vollständigen
Verbrennung zu gelangen.
Aus "Dampfkesselanlagen für die Papier- und Zellstoffindustrie"
in: Energie, Jahrgang 7, Nr. 11. 15. 11. 1955, Seiten
429 ff., ist insbesondere aus Bild 11 eine der Kohlenstaubfeuerung
ähnliche Feuerungsart bekannt, bei denen ein Gemisch
aus Spänen und Rauchgasen durch zwei in der Feuerraumrückwand
eingebaute Brenner dem Feuerraum oberhalb eines
Rostes eingeblasen werden. Hier stellt das zu verbrennende
Medium selbst einen Teil des Brennstoffes dar.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Lösung, mit
der auch nicht heizölähnliche, thermisch behandelbare Rück
stände aus Industrieproduktionen über Verbrennung unter
Einsatz der Brennkammern einer herkömmlichen Dampferzeugungsanlage
entsorgt werden können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Hauptanspruches gelöst.
Es hat sich gezeigt, daß das Einleiten der zu verbrennenden
Rückstände in der hier definierten Weise zu einer optimalen
Verbrennung auch solcher und gerade solcher Bestandteile
führt, die nicht heizölähnlich sind. Damit ist es möglich,
starke Heizwertschwankungen der Rückstände und selbst
plötzliche Wassereinbrüche zu tolerieren, ohne daß es zu
Brennerstörungen kommt. Die Einleitung in eine aus mehreren
Flammen bestehende Ebene oder einen Flammenraum bei übereinander
liegenden Brennerebenen führt zur vollkommenen
Verbrennung der Rückstände, wobei insbesondere auch feststoffbeladene
Flüssigkeiten, z. B. Aktivkoksemulsionen, so
entsorgt und deren Brennwertinhalte genutzt werden können.
Dadurch, daß die Zuführung bei zwei Brennern von außen
durch die Brennerflamme des einen hindurch in die Hauptflamme
des benachbarten Brenners vorgenommen wird, wird erreicht,
daß in der ersten Brennerflamme die zu verbrennenden
Rückstände praktisch gezündet werden und in diesem Zustand
dann in die Hauptflamme des zweiten Brenners eingebracht
werden, so daß es zu optimalen Verbrennungsergebnissen
kommt.
Durch die Aufteilung der zu verbrennenden Rückstände in
zwei Teilströme wird sichergestellt, daß auch bei wechselnden
Zusammensetzungen der zu verbrennenden Stoffe beide
Flammen in gleicher Weise zur Verbrennung beitragen können,
da sie in gleicher Weise belastet werden, jede Flamme wird
von einem zu verbrennenden Rückstandstrom sowohl durchsetzt
als auch vom jeweils von der anderen Flamme kommenden Strom
beaufschlagt.
Die Erfindung sieht auch eine Einrichtung zur Durchführung
des Verfahrens vor, die sich auszeichnet durch wenigstens
zwei eine horizontale Brennerebene definierende Brenner in
einer Brennraumvorderwand, durch je wenigstens eine Einspeisungsdüse
in gegenüberliegenden Brennraumseitenwänden
für die zu verbrennenden Rückstände, wobei die Düsenmittelachse
zur Hauptflammenachse des zugeordneten Brenners
einen stumpfen Winkel bildet und daß die Düsenmittelachse
und die Zuführgeschwindigkeit der Rückstandsflamme zum Einleiten
der Rückstände durch die erste Hauptflamme hindurch
in die Mitte der Hauptflamme des zweiten Brenners ausgelegt
ist.
Eine Ausgestaltung einer derartigen Einrichtung besteht
darin, daß die Düsenmittelachse und die Zuführgeschwindigkeit
der Rückstandsflamme zum Einleiten der Rückstände
durch die erste Düsenflamme hindurch in die Mitte der
Hauptflamme des zweiten Brenners ausgelegt ist.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei
spielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine vereinfachte, schematisch wiedergegebene Dar
stellung der erfindungsgemäßen Einrichtung in Auf
sicht und in
Fig. 2 eine Frontansicht der Einrichtung etwa gemäß Linie
II-II in Fig. 1.
Die allgemein mit 1 bezeichnete Einrichtung gemäß der Erfin
dung wird, ohne daß es auf die weiteren Einzelheiten hier
näher ankommt, von einer Brennvorderwand 2 und zwei Seiten
wänden 3a und 3b gebildet und verfügt im dargestellten Bei
spiel über zwei Brenner 4a und 4b.
Die Mittelachse der von den Brennern erzeugten Hauptflammen
ist in den Figuren mit 5a bzw. 5b bezeichnet.
In den Seitenwänden 3a und 3b sind Rückstandseinleitstutzen
6a und 6b andeutungsweise wiedergegeben, wobei die Mittelli
nie der Rückstandsflammen mit 7a und 7b bezeichnet sind.
Wie sich insbesondere aus Fig. 1 ergibt, bildet die Mittel
linie 5a mit der Mittellinie 7a bzw. die Mittellinie 5b mit
der Mittellinie 7b von Haupt- und Rückstandsflammen einen
stumpfen Winkel zueinander, die gewählte Einleitung ist da
her so getroffen, daß beispielsweise die von rechts kommen
de Rückstandsflamme die rechte Brennerflamme durchsetzt und
in den vorderen Bereich der linken Brennerflamme eintritt,
da aufgrund der Strömungsverhältnisse eine Krümmung der Mit
tellinie etwa gemäß der wiedergegebenen Konfiguration ein
tritt.
Die Fig. 2 zeigt etwa die Frontaufsicht mit Kernflammen,
Hauptflammen und den Bereichen der Rückstandsflammen.
Nicht dargestellt ist die Möglichkeit, nicht nur in einer
Ebene nebeneinander liegende Brenner vorzusehen, sondern
auch übereinander liegende, hier kann eine entsprechende
Symmetrie der Flammeneinleitung vorgenommen werden, was
nicht näher dargestellt ist.
Claims (4)
1.Verfahren zur Entsorgung von flüssigen oder gasförmigen
thermisch behandelbaren Rückständen unter Einsatz einer
Brennkammer einer Dampferzeugungsanlage, wobei die Rückstände
in die Flamme eines Brenners im Feuerraum im Winkel
zur Brennerachse eingeleitet werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstände in wenigstens zwei übereinander und/oder
nebeneinander liegenden Brennerflammen im Feuerraum hinter
der Anzünd- und Stabilisierungszone von der Seite her eingeleitet
werden, wobei die Zuführung der Rückstände durch
die Flamme des einen Brenners hindurch in die Flamme des
benachbarten Brenners vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstände seitlich symmetrisch in einem stumpfen
Winkel in die Flammenebene hinter der Anzünd- und Stabilisierungszone
eingeleitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstandsmenge in zwei Teilströmen geteilt über
zwei Zuführungen vorgenommen wird.
4. Einrichtung, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
wenigstens zwei eine horizontale Brennerebene definierende
Brenner (4a, 4b) in einer Brennraumvorderwand (2), durch je
wenigstens eine Einspeisungsdüse (6a, 6b) in gegenüberliegenden
Brennraumseitenwänden (3a, 3b) für die zu verbrennenden
Rückstände, wobei die Düsenmittelachse (7a bzw. 7b) zur
Hauptflammenachse (5a bzw. 5b) des zugeordneten Brenners
(4a bzw. 4b) einen stumpfen Winkel bildet und daß die
Düsenmittelachse (7a, 7b) und die Zuführgeschwindigkeit der
Rückstandsflamme zum Einleiten der Rückstände durch die erste
Hauptflamme (4a bzw. 4b) hindurch in die Mitte (5b, 5a)
der Hauptflamme des zweiten Brenners (4b bzw. 4a) ausgelegt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904008100 DE4008100A1 (de) | 1990-03-14 | 1990-03-14 | Verfahren zur entsorgung von thermisch behandelbaren rueckstaenden unter einsatz einer brennkammer einer dampferzeugungsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904008100 DE4008100A1 (de) | 1990-03-14 | 1990-03-14 | Verfahren zur entsorgung von thermisch behandelbaren rueckstaenden unter einsatz einer brennkammer einer dampferzeugungsanlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4008100A1 DE4008100A1 (de) | 1991-09-19 |
| DE4008100C2 true DE4008100C2 (de) | 1993-06-24 |
Family
ID=6402159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904008100 Granted DE4008100A1 (de) | 1990-03-14 | 1990-03-14 | Verfahren zur entsorgung von thermisch behandelbaren rueckstaenden unter einsatz einer brennkammer einer dampferzeugungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4008100A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10342498B4 (de) * | 2003-09-12 | 2006-07-13 | Centrotherm Elektrische Anlagen Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung für die thermische Abgasreinigung |
-
1990
- 1990-03-14 DE DE19904008100 patent/DE4008100A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10342498B4 (de) * | 2003-09-12 | 2006-07-13 | Centrotherm Elektrische Anlagen Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung für die thermische Abgasreinigung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4008100A1 (de) | 1991-09-19 |
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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