DE4008140C2 - Zündzeitpunktsteuervorrichtung für einen Verbrennungsmotor - Google Patents
Zündzeitpunktsteuervorrichtung für einen VerbrennungsmotorInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zündzeitpunktsteuervorrichtung
für einen Verbrennungsmotor gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
In der DE-OS 28 01 641 wird solch eine Vorrichtung zum Einstellen
des Zündzeitpunkts einer Brennkraftmaschine beschrieben, wobei
während des Betriebs der Brennkraftmaschine mittels eines Drehzahlsensors
periodisch erfaßt wird, ob die Drehzahl zunimmt oder
abnimmt, und aufgrund dieser Erfassung der Zündzeitpunkt ausgehend
von einem grundlegenden Zündzeitpunkt eingestellt wird.
Die DE-OS 25 57 530 beschreibt ein Steuersystem für eine Brennkraftmaschine,
bei dem ein Drehmomentsensor das Drehmoment der
Verbrennungsmaschine detektiert wird und der Zündzeitpunkt
periodisch geändert wird, um das Drehmoment entsprechend dieser
periodischen Änderung auch zu ändern. Schließlich wird durch das
periodische Ändern des Zündzeitpunkts derjenige Zündzeitpunkt ermittelt,
bei dem das maximale Drehmoment vorliegt.
Die DE-OS 37 43 406 beschreibt ein bekanntes Zündzeitpunktregelsystem
für einen Verbrennungsmotor, bei dem ein Drucksensor
zum Detektieren des Drucks in der Ansaugluft als Maß für die auf
den Motor wirkende Last eingesetzt wird und das Ausgangssignal
des Sensors mit einem vorgegebenen Schwellenwert verglichen wird.
Wenn das abgegebene Detektorsignal größer als der vorgegebene
Schwellenwert ist, wird ein Vorstellwinkel zu einem Basiszündzeitpunkt
hinzuaddiert, um einen gewünschten Zündzeitpunkt festzulegen.
In der DE-OS 32 21 641 ist eine bekannte Regelvorrichtung zur
Einstellung der Zündung für einen Verbrennungsmotor beschrieben,
bei der der Zündzeitpunkt auf der Basis einer ermittelten Drehzahldifferenz
und des Ansaugdrucks im Ansaugstutzen festgelegt
wird.
Die DE 35 27 856 A1 beschreibt ein Verfahren zur Steuerung einer
Brennkraftmaschine, bei der der Maximalwert des Drucks in einem
Zylinder der Brennkraftmaschine gemessen wird, um auf der Basis
dieses Maximalwertes den Zündzeitpunkt einzustellen. Die Messung
des Maximaldrucks ist jedoch relativ ungenau, da sich der Bereich
des Maximaldrucks mit dem Bereich des Klopfens des Motors überlappt.
Die DE-OS 38 33 122, die Stand der Technik gemäß §3(2) PatG ist,
beschreibt eine Vorrichtung zur Überwachung des Luft/Kraftstoff-
Verhältnisses in einer Brennkraftmaschine mit innerer Verbrennung,
bei der ein Signal betreffend den Zylinderinnendruck und
ein Signal betreffend die Kurbelwinkelposition verarbeitet werden
und der Maximalwert des Druckanstiegs innerhalb eines Zündzyklus
oder der Mittelwert der Maximalwerte in einer vorbestimmten Anzahl
von Zyklen ermittelt wird. Dieser Wert wird für die Überwachung
der Kraftstoffeinspritzmenge verwendet.
Bekannte Zündzeitpunktsteuervorrichtungen eines Verbrennungs
motors sind z. B. auch in den offengelegten japanischen Patent
anmeldungen Nr. 57-59060 und Nr. 57-59061 beschrieben.
Fig. 1 ist eine Längsquerschnittansicht, die den Aufbau
der Hauptteile des Motors zeigt. Fig. 1 zeigt einen Luft
filter bzw. Luftreiniger zum Filtern der vom Motor ange
saugten Luft. Die Luft, die durch den Luftfilter 1 hindurch
geströmt ist, strömt durch einen Luftdurchflußmesser 2
zum Messen der angesaugten Luftmenge, ein Drosselventil 3
und einen Ansaugstutzen 4, und zwar in dieser angegebenen
Reihenfolge, und wird einem Zylinder 5 des Motors zuge
führt. Der Zylinder 5 ist von einem Wassermantel zum Kühlen
umgeben. Am Wassermantel ist ein Wassertemperatursensor 6
zum Detektieren der Kühlwassertemperatur vorgesehen. Am
Kopf des Zylinders 5 ist eine Zündkerze 11 befestigt. Am
oberen Seitenabschnitt des Motors ist ein Verteiler 8 vor
gesehen, der mit der Umdrehung bzw. Drehung des Motors synchronisiert
ist und eine Hochspannung zu der Zündkerze 11
verteilt. Am Verteiler 8 ist ein Kurbelwellenwinkelsensor 7
zum Detektieren eines Drehwinkels (Kurbelwellenwinkel) des
Motors.
Der Kurbelwellenwinkel 7 gibt z. B. einen Referenzpositions
impuls bei jeder Referenzposition des Kurbelwellenwinkels
(alle 180° für einen Vierzylindermotor, alle 120° für einen
Sechszylindermotor) aus und einen Einheitsimpuls zu jedem
Einheitswinkel (z. B. alle 1°). In einer Zündsteuereinrichtung
12, die weiter unten beschrieben wird, kann durch
berechnen der Anzahl von Einheitsimpulsen, nachdem der
Referenzimpuls zugeführt worden ist, der Kurbelwellenwinkel zu
diesem Zeitpunkt ermittelt werden. Außerdem kann die Umdrehungs
zahl bzw. die Drehzahl des Motors auch durch Messen
der Frequenz oder der Periode des Einheitswinkelimpulses
ermittelt werden.
Ein Ansaugluftmengensignal S1, das von dem Luftdurchfluß
messer 2 ausgegeben wird und das die Ladung des Motors angibt,
ein Wassertemperatursignal S2, das der Wassertemperatur
sensor 6 ausgibt, und ein Kurbelwellenwinkelsignal S3,
das von dem Kurbelwellenwinkelsensor 7 ausgegeben wird,
werden der Zündsteuereinrichtung 12 zugeführt. Die Zünd
steuereinrichtung 12 setzt einen Mikrocomputer ein, der
z. B. aufweist eine CPU, einen RAM, einen ROM, eine Eingangs-/
Ausgangs-Schnittstelle usw. Die Zündsteuereinrichtung
12 führt eine Bearbeitung entsprechend jedem der zugeführten
Signale aus, um den Zündzeitpunkt zu berechnen, und
gibt ein Zündsignal S7 an eine Zündeinheit 13 aus, damit
die Zündkerze 11 zum Zündzeitpunkt gezündet wird. Das aus
gegebene Zündsignal S7 wird vom Verteiler 8 verteilt bzw.
zugeführt, um die Zündkerze 11 des Zylinders, der gezündet
werden soll, zu zünden.
Die Zündsteuereinrichtung 12 setzt einen Mikrocomputer ein,
der z. B. eine CPU, einen RAM, einen ROM, eine Eingangs-/
Ausgangs-Schnittstelle usw. aufweist.
Die oben beschriebene Berechnung wird zum Ermitteln des
Zündzeitpunkts ausgeführt, indem vorhergehend ein grund
legender Zündzeitpunkt Ro entsprechend der Umdrehungszahl N
des Motors und der Ansaugluftmenge Q als eine Zuordnung
(d. h. ein Kennlinienfeld) gespeichert wird, indem der Zuordnungswert
entsprechend der Umdrehungsanzahl N des Motors
und der Ansaugluftmenge Q zu dieser Zeit ausgelesen wird
und indem weiterhin eine Kompensationsmenge in Abhängigkeit
von der Wassertemperatur usw. addiert oder multipliziert
wird.
Fig. 2 ist ein Kurvenverlauf, der Inhalte der Zuordnung
bzw. des Kennlinienfeldes zum Ermitteln des grundlegenden
Zündzeitpunkts Ro erläutert, wobei die Achsen X, Y,
und Z die Umdrehungszahl N, die Ansaugluftmenge Q bzw. den
grundlegenden Zündzeitpunkt Ro zeigen. Der grundlegende
Zündzeitpunkt Ro ist mit der Umdrehungszahl N und der
Ansaugluftmenge Q, die die Parameter darstellen, so vorgegeben,
daß die Druckaufbaugeschwindigkeit in dem Zylinder
ein Maximum ist, wenn das Ausgangsdrehmoment des Motors ein
Maximum ist.
Da die bekannte Zündzeitpunktsteuervorrichtung, wie oben
angegeben, aufgebaut ist, besteht ein Problem darin, daß
der Zündzeitpunkt nicht so gesteuert werden kann, daß er
dem Zeitpunkt entspricht, bei dem das maximale Drehmoment
erreicht ist, und zwar für den Fall, daß der MBT-Punkt (Minimum
Advance for Best Torque = minimales Fortschreiten für
maximales Drehmoment) zum Zeitpunkt des Zuordnungssetzens
(Kennliniensetzens) des Zündzeitpunkts unterschiedlich gegen
über dem MBT-Punkt zum Zeitpunkt des tatsächlichen
Einsatzes des Motors ist, und zwar wegen zeitlichen Änderungen
bzw. Langzeitänderungen der Motorcharakteristik und
wegen Herstellungsstreuungen usw.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Zündzeitpunktsteuerung
zu schaffen, die unabhängig von zeitlichen
Änderungen der Motorcharakteristik, von Herstellungsstreuungen
und von Motorklopfen usw. den Zündzeitpunkt möglichst genau
so einstellt, daß das maximale Drehmoment erhalten wird.
Diese Aufgabe wird durch die Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach
Anspruch 1 gelöst. Demnach umfaßt die erfindungsgemäße Zündzeitpunktsteuervorrichtung
für einen Verbrennungsmotor eine Rotationswinkeldetektionseinrichtung
zum Detektieren eines Rotationswinkels
des Verbrennungsmotors, eine Berechnungseinrichtung zum
Berechnen der Druckaufbaugeschwindigkeit in einem Zylinder des
Verbrennungsmotors, eine Einrichtung zum Berechnen eines Rotationswinkels,
bei dem eine berechnete Druckaufbaugeschwindigkeit
ein Maximum ist, eine Abweichwertberechnungseinrichtung
zum Berechnen des Abweichwertes zwischen einem Sollwert
des Rotationswinkels und dem Rotationswinkel, der von der
Einrichtung berechnet wird, und eine Steuereinrichtung zum
Steuern des Zündzeitpunkts, damit der Abweichwert zu Null gemacht
wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Zündzeitpunktsteuervorrichtung
ist im Anspruch 5 angegeben. Demnach kann
eine stabilisierte Zündzeitpunktsteuerung ausgeführt werden, indem
der Laufzustand des Verbrennungsmotors beurteilt wird, indem
die oben beschriebene Steuerung angehalten wird, wenn der Wert
des Rotationswinkels, bei dem die Druckaufbaugeschwindigkeit im
Zylinder ein Maximum ist, bei einem bestimmten Laufzustand, wie
z. B. Leerlauf und schwache Ladungen, variiert, und indem beim
Sollzündzeitpunkt gezündet wird, der entsprechend dem Laufzustand
des Motors vorgegeben ist.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dem Anspruch 6 zu
entnehmen. Demnach kann die Steuercharakteristik unabhängig von
der vorauseilenden Winkelseite (des vorauseilenden Winkelbereichs)
oder der verzögerten bzw. der nacheilenden Winkelseite
(des nacheilenden Winkelbereichs) im wesentlichen konstant gehalten
werden, indem beurteilt wird, und zwar in Übereinstimmung mit
dem Vorzeichen dieser Abweichung, ob der Rotationswinkel, bei dem
die Druckaufbaugeschwindigkeit im Maximum ist, auf der vorauseilenden
Winkelseite oder auf der nacheilenden Winkelseite vorkommt,
und indem die Verstärkung der Steuerung in Übereinstimmung
mit dem beurteilten Ergebnis geändert wird.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung
sind den Ansprüchen 2 bis 4 und 7 bis 11 zu entnehmen.
Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung und vorteilhafte Weiter
bildungen der Erfindung sind aus der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen
ersichtlich. Es zeigt
Fig. 1 eine Längsquerschnittsansicht, die den Aufbau der
Hauptteile des bekannten Motors zeigt;
Fig. 2 eine Zeichnung, die die Inhalte des Kennlinien
feldes zum Ermitteln eines grundlegenden Zündzeitpunkts erläutert;
Fig. 3 eine Längsquerschnittsansicht, die den Aufbau der
Hauptteile des Verbrennungsmotors zeigt, der eine Zündzeit
punktsteuervorrichtung gemäß der Erfindung einsetzt;
Fig. 4 ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer Zündsteuer
einrichtung zeigt;
Fig. 5 eine Zeichnung, die ein Beispiel für den Aufbau
eines Drucksensors zeigt;
Fig. 6 eine Querschnittsansicht, die den Zustand des
Drucksensors zeigt, der eingesetzt wird;
Fig. 7 einen Kurvenverlauf, der eine Beziehung zwischen
dem Kurbelwellenwinkel, bei dem die Druckaufbaugeschwindigkeit
ein Maximum annimmt, und dem Ausgangsdrehmoment zeigt;
Fig. 8 einen Kurvenverlauf, der eine Beziehung zwischen
dem Kurbelwellenwinkel und dem Zündzeitpunkt zeigt;
Fig. 9 ein Flußdiagramm, das ein Unterbrechungsprogramm
bei jedem Grad des Kurbelwellenwinkels zeigt;
Fig. 10 ein Flußdiagramm, das ein Zündzeitpunktsteuer
programm zeigt;
Fig. 11 ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer Zünd
steuereinrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Zündzeitpunktsteuervorrichtung zeigt;
Fig. 12 ein Flußdiagramm, das ein Zündzeitpunktsteuer
programm der weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt;
Fig. 13 ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer Zündsteuer
vorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform der
Erfindung zeigt; und
Fig. 14 ein Flußdiagramm, das ein Zündzeitpunktsteuer
programm einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 3 ist eine Längsquerschnittsansicht, die den Aufbau
der Hauptteile eines Verbrennungsmotors zeigt, der eine
Zündzeitpunktsteuervorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet. Fig. 3 zeigt einen Luftfilter 1 zum
Filtern von in den Motor angesaugter Luft. Die Luft, die
den Luftfilter 1 durchströmt hat, durchströmt einen Luft
durchflußmesser 2 zum Messen der Ansaugluftmenge, ein Drossel
ventil 3 und einen Ansaugstutzen 4, und zwar in dieser
Reihenfolge, und wird einem Zylinder 5 des Motors zuge
führt. Der Zylinder 5 ist von einem Wassermantel zum Kühlen
umgeben. Am Wassermantel ist ein Wassertemperatursensor 6
zum Detektieren der Kühlwassertemperatur vorgesehen. Am
Kopf des Zylinders 5 ist eine Zündkerze 11 befestigt. An
der Scheibe bzw. Unterlegscheibe der Zündkerze 11 ist ein
Drucksensor 14 vorgesehen. Der Drucksensor 14 wandelt den
Druck in dem Zylinder in ein elektrisches Signal um. Am
oberen Seitenabschnitt des Motors ist ein Verteiler 8 vor
gesehen, der mit der Rotation des Motors synchronisiert ist
und eine Hochspannung zu der Zündkerze 11 verteilt. Am
Verteiler 8 ist ein Kurbelwellenwinkelsensor (= Rotationswinkeldetektionseinrichtung) 7 zum Detektieren
eines Rotationswinkels (Kurbelwellenwinkels) des Motors
vorgesehen.
Ein Ansaugluftmengensignal S1, das von dem Luftdurchfluß
messer 2 ausgegeben wird, der die Ladung des Motors angibt,
ein Wassertemperatursignal S2, das von dem Wassertemperatur
sensor 6 ausgegeben wird, ein Kurbelwellenwinkelsignal
S3 das vom Kurbelwellenwinkelsensor 7 ausgegeben wird, und
ein Drucksignal S6, das von dem Drucksensor 14 ausgegeben
wird, werden der Zündsteuereinrichtung 12 zugeführt, in der
eine Bearbeitung entsprechend dieser Signale ausgeführt
wird, um den Zündzeitpunkt zu berechnen. Ein Zündsignal S7,
wird so zur Zündeinheit 13 ausgegeben, daß die Zündkerze 11
zum Zündzeitpunkt gezündet bzw. erregt wird. Der Verteiler
8 verteilt das Zündsignal 7, um die Zündkerze 11 zu zünden.
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm, das den Aufbau der Zünd
steuereinrichtung 12 der erfindungsgemäßen Zündzeitpunktsteuervorrichtung zeigt. Das Ansaugluftmengensignal S1,
das Wassertemperatursignal S2, und das Kurbelwellenwinkel
signal S3, die der Zündsteuereinrichtung 12 zugeführt worden
sind, werden einer Berechnungseinheit 151 für den
grundlegenden Zündzeitpunkt zugeführt, die die Signale S1
und S3 als Parameter verwendet, einen zugeordneten, grund
legenden Zündzeitpunkt Ro berechnet und den grundlegenden
Ro in Übereinstimmung mit dem Wassertemperatursignal S2 kompensiert
bzw. abändert.
Zudem wird ebenfalls das Kurbelwellenwinkelsignal S3 einer
Berechnungseinheit 121 für die Druckaufbaugeschwindigkeit
zusammen mit dem Drucksignal S6 des Drucksensors 14 zugeführt.
Die Berechnungseinheit 121 für die Druckaufbaugeschwindigkeit
ermittelt einen Druckunterschied, der zu jedem Grad
des Kurbelwellenwinkels detektiert wird, um die Druckaufbau
geschwindigkeit zu berechnen. Das berechnete Ergebnis
und das Kurbelwellenwinkelsignal S3 zu diesem Zeitpunkt
werden einer Einrichtung, nachfolgend als Rotationswinkelberechnungseinheit 122 bezeichnet, zuge
führt. Die Rotationswinkelberechnungseinheit 122 berechnet
den Kurbelwellenwinkel (= Rotationswinkel) R(dP/dR)max, bei dem die Druckauf
baugeschwindigkeit ein Maximum ist. Der berechnete Kurbel
wellenwinkel R(dP/dR)max wird einer Fehlersignalberechnungseinheit
123 (= Abweichwertberechnungseinrichtung) zugeführt. Die Fehlersignalberechnungseinheit
123 berechnet ein Fehlersignal (= Abweichwert) Re, das die Abweichung
zwischen dem Sollwert Rr und dem Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max
ist. Das berechnete Signal Re wird einer Berechnungs
einheit 152 für einen Rückkoppelkorrekturwert zugeführt.
Die Berechnungseinheit 152 für den Rückkoppelkorrekturwert
berechnet gemäß dem Fehlersignal Re einen Rückkoppelkorrektur
wert Rfb, der die Abweichung zu Null macht.
Der berechnete Rückkoppelkorrekturwert Rfb wird der Zünd
zeitpunktsteuereinheit 153 der Steuereinrichtung zusammen mit dem grundlegenden
Zündzeitpunkt Ro, der von der Berechnungseinheit 151 für
den grundlegenden Zündzeitpunkt ermittelt wird, zugeführt,
und dann wird der letztendliche bzw. resultierende Zünd
zeitpunkt Rig berechnet. Danach wird ein Zündsignal S7 an
die Zündeinheit 13 ausgegeben, damit die Zündkerze 11 zum
Zündzeitpunkt Rig gezündet wird. Die Steuereinheit 15
weist die oben erwähnte Berechnungseinheit 151 für den
grundlegenden Zündzeitpunkt, die Berechnungseinheit 152 für
den Rückkoppelkorrekturwert und die Zündzeitpunktsteuereinheit
153 auf.
Fig. 5 ist eine Zeichnung, die ein Beispiel für den Aufbau
des Drucksensors 14 zeigt. Fig. 5(a) ist eine Draufsicht
und Fig. 5(b) ist eine Querschnittsansicht des Drucksen
sors. Gezeigt werden ringförmige, piezoelektrische Elemente
14B zum Umwandeln des Drucks in ein elektrisches Signal,
wobei eine Pluselektrode 14C zwischen diesen angeordnet
ist. An den oberen und unteren Seiten der piezoelektrischen
Elemente 14B grenzen zwei Minuselektroden an. Fig. 6 ist
eine Querschnittsansicht, die den Zustand des eingebauten
Drucksensors 14 zeigt. Der Drucksensor 14 ist mit der Zünd
kerze 11 am Zylinderkopf 16 befestigt und wird mit der
Zündkerze 11 installiert.
Als nächstes wird eine Erläuterung bezüglich der Beziehung
zwischen dem Kurbelwellenwinkel, bei dem die Druckaufbau
geschwindigkeit in dem Zylinder ein Maximum ist, dem Aus
gangsdrehmoment des Motors und dem Zündzeitpunkt gegeben,
welche die Grundlage der Erfindung ist.
Fig. 7 zeigt die Beziehung zwischen dem Kurbelwellenwinkel
R(dP/dR)max, bei dem die Druckaufbaugeschwindigkeit in dem
Zylinder pro einem einzigen Grad des Kurbelwellenwinkels
ein Maximum ist, und dem Ausgangsdrehmoment bzw. Ausgangs
moment. Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, ist der Kurbelwellen
winkel R(dP/dR)max, bei dem das Ausgangsdrehmoment ein
Maximum ist, im wesentlichen konstant, und zwar unabhängig
von der Ladung und der Umdrehungszahl des Motors. Bei diesem
Beispiel beträgt der Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max, bei
dem das Ausgangsdrehmoment ein Maximum ist, ATDC 8° (im
nachfolgenden wird der Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max, bei
dem das Ausgangsdrehmoment ein Maximum ist als RMBT
beschrieben).
Fig. 8 zeigt die Beziehung zwischen dem Zündzeitpunkt und
dem Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max. Wie aus der Zeichnung
ersichtlich ist, kann, da der Zündzeitpunkt dem Kurbelwellen
winkel R(dP/dR)max entspricht und da der Kurbelwellen
winkel R(dP/dR)max größer wird, wenn der Zündzeitpunkt ver
zögert ist, der Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max durch Steuern
des Zündzeitpunkts kontrolliert bzw. gesteuert werden.
Aus der oben stehenden Beschreibung ist es ersichtlich, daß
das maximale Drehmoment immer erzeugt bzw. erhalten werden
kann, wenn der Zündzeitpunkt so gesteuert wird, daß der
Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max gleich RMBT ist.
Als nächstes wird eine Erläuterung des Betriebs gegeben.
Zuerst wird die Verarbeitung zum Ermitteln des Kurbelwellenwinkels
R(dP/dR)max erläutert, und zwar in Bezug auf
das Flußdiagramm in Fig. 9.
Das Flußdiagramm in Fig. 9 zeigt ein Unterbrechnungsprogramm,
das durch einen Impuls zu jedem einzelnen Grad des
Kurbelwellenwinkelsensors 7 ausgelöst wird. Wenn es ausgelöst
ist, wird der Kurbelwellenwinkel R zu diesem Zeitpunkt
beim Schritt #100 durch Berechnen der Anzahl der Impulse,
die bei jedem einzelnen Grad ausgegeben werden, nachdem der
Referenzimpuls zugeführt worden ist, ermittelt.
Beim Schritt #101 wird beurteilt, ob der Kurbelwellenwinkel,
der beim Schritt #100 ermittelt worden ist, im Bereich
von R 1 Grad vor der Verbrennung TDC (BTDCR 1°) bis zu R 2
Grad nach der Verbrennung TDC (ATDCR 2°) ist (R 1 und R 2
sollten bezüglich des Bereichs im voraus festgelegt werden,
den der Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max annehmen kann). Wenn
"ja" vorliegt, nachdem der A/D-Wert des Druckes P(R) in dem Zylinder
beim Schritt #102 ausgelesen worden ist, schreitet die Ver
arbeitung im Schritt #103 fort. Wenn "nein" gegeben ist,
kehrt die Verarbeitung zur Hauptroutine bzw. zum Hauptprogramm
zurück und wartet auf den nächsten Impuls, der bei
jedem einzelnen Grad ausgegeben wird.
Beim Schritt #103 wird beurteilt, ob der Kurbelwellenwinkel
R 1 Grad beträgt oder nicht. Wenn R 1 Grad vorliegen, werden
beim Schritt #104 P1 = P(R), ΔP1 = 0 im Speicher abgespeichert,
wobei der A/D-Wert P(R) des Drucks im Zylinder verwendet
wird, und dann kehrt die Verarbeitung zum Hauptprogramm
zurück. Andererseits, wenn der Kurbelwellenwinkel
nicht R 1 Grad beträgt, wird überprüft bzw. beurteilt, ob
der Kurbelwellenwinkel R 2 Grad beträgt oder nicht, und
zwar beim Schritt #105. Wenn er nicht R 2 Grad beträgt,
schreitet die Verarbeitung zum Schritt #106 fort, bei dem
ΔP2 = P(R) - P1 berechnet wird und in dem Speicher abgespeichert
wird, und dann schreitet die Verarbeitung zum
Schritt #107 fort. Zudem, wenn er R 2 Grad beträgt, wird ein
Endezeichen der Berechnung des Kurbelwellenwinkels R(dP/dR)max
beim Schritt #108 gesetzt und die Verarbeitung kehrt
zum Hauptprogramm zurück.
Beim Schritt #107 wird überprüft bzw. beurteilt, ob ΔP2 ≧ ΔP1
ist oder nicht. Wenn "ja", wird der Inhalt von ΔP1 erneuert,
so daß ΔP1 gleich ΔP2 ist (Schritt #109), und dann
kehrt die Verarbeitung zum Hauptprogramm zurück. Wenn
"nein" gegeben ist, wenn beurteilt wird, daß die Druckaufbaugeschwindigkeit
ein Maximum ist, wird der Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max = R
im Speicher (Schritt #110) gespeichert und die
Verarbeitung kehrt zum Hauptprogramm zurück.
Gemäß der soeben beschriebenen Verarbeitung kann der Kurbel
wellenwinkel R(dP/dR)max, bei dem die Druckaufbaugeschwindigkeit
in dem Zylinder bei jedem einzelnen Grad ein
Maximum ist, in einem Bereich von R 1 Grad vor der Verbrennung
TDC bis R 2 Grad nach der Verbrennung TDC erhalten
werden.
Als nächstes wird die Zündzeitpunktsteuerung erläutert, die
den Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max verwendet, und zwar
mit Bezug auf das Flußdiagramm nach Fig. 10.
Das Programm, das in dem Flußdiagramm nach Fig. 10 gezeigt
wird, ist das Programm, das jedesmal dann ausgeführt wird,
wenn das Endezeichen der Berechnung des Kurbelwellenwinkels
R(dP/dR)max gesetzt wird, nachdem der Kurbelwellenwinkel
R(dP/dR)max in dem Programm nach Fig. 9 erhalten wird. Zuerst
werden beim Schritt #200 die Umdrehungszahl N des Motors
und die Ansaugluftmenge Q eingelesen.
Als nächstes wird beim Schritt #200 das im voraus abgespeicherte,
grundlegende Zündzeitpunktkennlinienfeld entsprechend
der Umdrehungszahl N des Motors und der Ansaugluft
menge Q ausgelesen, wodurch der grundlegende Zündzeitpunkt
Ro ermittelt wird.
Beim Schritt #202 wird ein Fehlersignal Re = Rr - R(dP/dR)max,
das für die Rückkoppelkontrolle notwendig ist, berechnet
(der Sollwert Rr des Kurbelwellenwinkels R(dP/dR)max
ist gewöhnlicherweise beim Wert von RMBT vorgegeben),
dann wird das Endezeichen der Berechnung des Kurbelwellen
winkels R(dP/dR)max zurückgesetzt.
Beim Schritt #203 wird das Fehlersignal Re proportional integriert,
um den Rückkoppelkorrekturwert Rfb zu berechnen.
Beim letzten Schritt #204 wird der letztendliche Zündzeit
punkt Rig als Summe des grundlegenden Zündzeitpunkts Ro,
der aus dem Kennlinienfeld ausgelesen wird, und des Rück
koppelkorrekturwerts Rfb ermittelt.
Das Zündsignal S6 wird der Zündeinheit 13 zugeführt, um die
Zündkerze 11 beim letztendlichen Zündzeitpunkt Rig zu zünden,
wodurch die Zündkerze 11 erregt wird, das
Luft/Kraftstoff-Gemisch zu zünden.
Als nächstes wird eine Erläuterung bezüglich einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gegeben. Fig.
11 ist ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer Zündsteuer
einrichtung 12 gemäß dieser Ausführungsform zeigt. Ein An
saugluftmengensignal S1, ein Wassertemperatursignal S2 und
ein Kurbelwellenwinkelsignal S3 werden einer Berechnungs
einheit 151 für den grundlegenden Zündzeitpunkt zugeführt,
die die Signale S1 und S3 als Parameter verwendet, um einen
zugeordneten, grundlegenden Zündzeitpunkt Ro zu ermitteln
bzw. zu berechnen, und die in Übereinstimmung mit dem Wasser
temperatursignal S2 diesen Zündzeitpunkt kompensiert
bzw. korrigiert.
Die Signale S1 und S3 werden ebenfalls einer Laufzustands
detektionseinheit 154 zugeführt, die den Laufzustand des
Motors feststellt. Zudem wird ebenfalls das Kurbelwellen
winkelsignal S3 zusammen mit einem Drucksignal S6 eines
Drucksensors 14 einer Berechnungseinheit 121 für die Druck
aufbaugeschwindigkeit zugeführt. Die Berechnungseinheit 121
für die Druckaufbaugeschwindigkeit ermittelt den Druckunterschied,
der bei jedem Grad des Kurbelwellenwinkels detektiert
wird, um die Druckaufbaurate zu berechnen. Das berechnete
Ergebnis und das Kurbelwellenwinkelsignal S3 werden
zu diesem Zeitpunkt einer Rotationswinkelberechnungs
einheit 122 zugeführt. Die Rotationswinkelberechnungseinheit
122 berechnet den Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max, bei
dem die Druckaufbaugeschwindigkeit ein Maximum ist. Der berechnete
Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max wird einer Fehler
signalberechnungseinheit 123 zugeführt. Die Fehlersignal
berechnungseinheit 123 berechnet ein Fehlersignal Re, das einer
Abweichung zwischen dem Sollwert Rr und dem Kurbelwellen
winkel R(dP/dR)max entspricht. Das berechnete Fehler
signal Re wird einer Berechnungseinheit 152 für den Rück
koppelkorrekturwert zugeführt. Die Berechnungseinheit 152
für den Rückkoppelkorrekturwert berechnet entsprechend dem
Fehlersignal Re den Rückkoppelkorrekturwert Rfb, der die
Abweichung zu Null macht. Der berechnete Rückkoppelkorrektur
wert Rfb wird zusammen mit dem grundlegenden Zündzeit
punkt Ro, der in der Berechnungseinheit 151 für den grund
legenden Zündzeitpunkt ermittelt wird, und dem Laufzu
standssignal der Laufzustandsdetektionseinheit 154 einer
Zündzeitpunktsteuereinheit 153 zugeführt, in der bzw. wobei
der letztendliche Zündzeitpunkt Rig entsprechend dem Lauf
zustand berechnet wird. Danach wird ein Zündsignal S7 der
Zündeinheit 13 zugeführt, so daß die Zündkerze 11 beim Zünd
zeitpunkt Rig gezündet wird. Die Steuereinheit 15 weist die
Berechnungseinheit 151 für den grundlegenden Zündzeitpunkt,
die Berechnungseinheit 152 für den Rückkoppelkorrekturwert,
die Zündzeitpunktsteuereinheit 153 und die Laufzustandsdetektionseinheit
154 auf.
Als nächstes wird die Zündzeitpunktsteuervorrichtung gemäß einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung erläutert, die den
Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max verwendet, und zwar bezüglich
des Flußdiagramms in Fig. 12.
Das Programm, das in dem Flußdiagramm gemäß Fig. 12 gezeigt
wird, ist das Programm, das jedesmal ausgeführt wird,
wenn das Endezeichen der Berechnung des Kurbelwellenwinkels
R(dP/dR)max gesetzt wird, nachdem der Kurbelwellenwinkel
R(dP/dR)max in dem Programm nach Fig. 9 ermittelt worden
ist. Zuerst wird beim Schritt #200 die Umdrehungszahl N des
Motors und die Ansaugluftmenge Q eingelesen.
Als nächstes wird beim Schritt #201 das vorher abgespeicherte
Kennlinienfeld für den grundlegenden Zündzeitpunkt
entsprechend der Umdrehungszahl N des Motors und der Ansaugluftmenge
Q ausgelesen, wodurch der grundlegende Zünd
zeitpunkt Ro ermittelt wird.
Beim Schritt #202 wird ein Fehlersignal Re = Rr - R(dP/dR)max,
das für die Rückkoppelkontrolle notwendig ist, be
rechnet (der Sollwert Rr des Kurbelwellenwinkels R(dP/dR)max
wird gewöhnlicherweise im voraus beim Wert von RMBT
festgelegt), und dann wird das Endezeichen der Berechnung
des Kurbelwellenwinkels R(dP/dR)max zurückgesetzt.
Beim Schritt #203 wird das Fehlersignal Re proportional
integriert, um den Rückkoppelkorrekturwert Rfb zu
berechnen.
Beim Schritt #204 wird der letztendliche Zündzeitpunkt Rig
als Summe aus dem grundlegenden Zündzeitpunkt Ro, der aus
dem Kennlinienfeld ausgelesen wird, und dem Rückkoppelkorrektur
wert Rfb ermittelt.
Das Zündsignal S6 wird an die Zündeinheit 13 ausgegeben,
damit die Zündkerze 11 beim letztendlichen Zündzeitpunkt
Rig gezündet wird, wodurch die Zündkerze 11 erregt wird, um
das Kraftstoff/Luft-Gemisch zu zünden.
Bei einem Laufzustand des Motors, wenn Leerlauf oder schwache
Ladung vorliegt, wenn der maximale Kurbelwellenwinkel
R(dP/dR)max der Druckaufbaugeschwindigkeit in dem Zylinder
stark variiert, ist es nicht geeignet, den Zündzeitpunkt
mit einer Rückkopplung zu steuern bzw. zu kontrollieren.
Deshalb wird bei dem vorgegebenen Laufzustand zum Zeitpunkt
einer schwachen Ladung eine Rückkoppelkontrolle in Überein
stimmung mit dem Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max nicht ausgeführt.
Dementsprechend wird im Flußdiagramm der Fig. 12 überprüft
bzw. beurteilt, ob der Motor in dem vorgegebenen Laufzustand
(Schritt #205) ist oder nicht, bevor der letztendliche
Zündzeitpunkt Rig ermittelt wird (Schritt #204). Wenn der
Motor im Laufzustand ist, bei dem die Rückkoppelkontrolle,
wenn eine schwache Ladung vorliegt, nicht ausgeführt wird,
wird als letztendlicher Zündzeitpunkt Rig der grundlegende
Zündzeitpunkt Ro (Schritt #206) verwendet, und wenn der Motor
in einem Laufzustand ist, mit Ausnahme des oben angegebenen
Falls, wird Rig als Summe des grundlegenden Zündzeit
punkts Ro und des Rückkoppelkorrekturwertes Rfb (Schritt
#204) gebildet.
Zudem kann der vorgegebene Laufzustand, bei dem die oben
angegebene Rückkoppelkontrolle nicht ausgeführt wird, Zustände
bzw. Bedingungen aufweisen, wie z. B. die Startzeit
bzw. Anlaßzeit, bei der die Verbrennung des Motors nicht
stabilisiert ist, eine niedrige Wassertemperatur usw., aber
auch Zustände wie die Leerlaufzeit und eine schwache Ladung.
Als nächstes wird eine Erläuterung einer weiteren Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung gegeben. Fig. 13 ist
ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer Zündsteuereinrichtung
12 gemäß einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zündzeitpunktsteuervorrichtung zeigt. Ein Ansaugluftmengensignal S1, ein
Wassertemperatursignal S2 und ein Kurbelwellenwinkelsignal
S3, die einer Zündsteuereinrichtung 12 zugeführt worden
sind, werden einer Berechnungseinheit 151 für den grundlegenden
Zündzeitpunkt zugeführt, die den zugeordneten Zündzeitpunkt
Ro berechnet, indem die Signale S1 und S3 als
Parameter verwendet werden, und die diesen Zündzeitpunkt Ro
in Übereinstimmung mit dem Wassertemperatursignal S2 kompensiert.
Zusätzlich wird das Kurbelwellenwinkelsignal S3
zusammen mit einem Drucksignal S6 eines Drucksensors 14 einer
Berechnungseinheit 121 für die Druckaufbaugeschwindigkeit
zugeführt. Die Berechnungseinheit 121 für die Druck
aufbaugeschwindigkeit ermittelt den Unterschied des Drucks,
der bei jedem einzelnen Grad des Kurbelwellenwinkels detektiert
wird, um die Druckaufbaugeschwindigkeit zu berechnen.
Das berechnete Ergebnis und das Kurbelwellenwinkelsignal S3
werden zu diesem Zeitpunkt einer Rotationswinkelberechnungs
einheit 122 zugeführt. Die Rotationswinkelberechnungs
einheit 122 berechnet den Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max,
bei dem die Druckaufbaugeschwindigkeit ein Maximum ist. Der
berechnete Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max wird einer Fehler
signalberechnungseinheit 123 zugeführt. Die Fehlersignal
berechnungseinheit 123 berechnet ein Fehlersignal Re,
das einer Abweichung zwischen einem Sollwert Rr und dem berechneten
Kurbelwellenwinkel entspricht. Das berechnete
Fehlersignal Re wird einer Vorzeichenunterscheidungseinheit
155 zum Unterscheiden des Vorzeichens gemäß plus/minus des
Signals zugeführt. Das unterschiedene Ergebnis und das Fehler
signal Re werden der Berechnungseinheit 152 für den
Rückkoppelkorrekturwert zugeführt. Die Berechnungseinheit
152 für den Rückkoppelkorrekturwert berechnet den Rückkoppel
korrekturwert Rfb (n), der die Abweichung zu Null macht,
indem er die Verstärkungen entsprechend dem Unterscheidungs
ergebnis unterschiedlich zueinander macht. Der berechnete
Rückkoppelkorrekturwert Rfb (n) wird einer Zündzeit
punktsteuereinheit 153 zusammen mit dem grundlegenden Zünd
zeitpunkt Ro, der von der Berechnungseinheit 151 für den
grundlegenden Zündzeitpunkt berechnet worden ist, und einem
Laufzustandssignal von der Laufzustandsdetektionseinheit
154 zugeführt, und dann wird der letztendliche Zündzeit
punkt Rig entsprechend dem Laufzustand berechnet und ein
Zündsignal S7 wird an die Zündeinheit 13 ausgegeben, um die
Zündkerze beim Zündzeitpunkt Rig zu zünden. Die Steuereinheit
15 weist die Berechnungseinheit 151 über den grundlegenden
Zündzeitpunkt, die Berechnungseinheit 152 für den
Rückkoppelkorrekturwert, die Zündzeitpunktsteuereinheit 153
und die Vorzeichenunterscheidungseinheit 155 auf.
Als nächstes wird eine Erläuterung für die Zündzeitpunkt
steuerung gemäß einer Ausführungsform nach Fig. 14 gegeben,
die den Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max verwendet.
Das Programm, das in dem Flußdiagramm nach Fig. 14 gegeben
ist, entspricht dem Programm, das jedesmal ausgeführt wird,
wenn das Endezeichen (end flag) der Berechnung des Kurbel
wellenwinkels R(dP/dR)max gesetzt wird, nachdem der Kurbelwellenwinkel
R(dP/dR)max in dem Programm nach Fig. 9
ermittelt worden ist. Zuerst wird beim Schritt #200 die Umdrehungszahl
N des Motors und die Ansaugluftmenge Q eingelesen.
Als nächstes wird beim Schritt #201 das vorab gespeicherte
Kennlinienfeld für den grundlegenden Zündzeitpunkt entsprechend
der Umdrehungszahl N des Motors und der Ansaugluft
menge Q ausgelesen, wodurch der grundlegende Zündzeitpunkt
Ro ermittelt wird.
Beim Schritt #202 wird das Fehlersignal Re = Rr - R(dP/dR)max,
das für eine Rückkoppelsteuerung bzw. Kontrolle
notwendig ist, berechnet (der Sollwert Rr des Kurbelwellen
winkels R(dP/dR)max wird gewöhnlicherweise bei einem Wert von
RMBT im voraus festgesetzt), dann wird das Endezeichen der
Berechnung des Kurbelwellenwinkels R(dP/dR)max zurückgesetzt.
Beim Schritt #203 (oder beim Schritt #208) wird der Rück
koppelkorrekturwert Rfb in Übereinstimmung mit dem Fehler
signal Re berechnet. Danach wird der Wert des Kurbelwellen
winkels R(dP/dR)max bezüglich der Zündzeitpunktgabe nach
Fig. 8 größer, wenn der Zündzeitpunkt näher zu der verzögerten
Winkelseite hin ist. Dementsprechend, wenn der Zünd
zeitpunktkorrekturwert Rfb durch proportionales Integrieren
des Fehlersignals Re ermittelt wird, wird ein Unterschied
in der Rückkoppelsteuercharakteristik zwischen der vor
auseilenden Winkelseite und der nacheilenden Winkelseite
verursacht. Daraufhin, wenn die Werte der Rückkoppelsteuer
verstärkung unterschiedlich zwischen der vorauseilenden
Winkelseite und der nacheilenden Winkelseite erzeugt werden,
wobei der Sollwert Rr der Referenzwert ist, wird die
Differenz der obenstehenden Steuercharakteristik verbes
sert. Vor dem Verbessern des Rückkoppelkorrekturwertes
Rfb (n) in dem oben stehenden Schritt #203 (oder bei dem
Schritt #208) wird beim Schritt #207 beurteilt, ob der Kurbel
wellenwinkel R(dP/dR)max auf der vorauseilenden Winkel
seite (Re ≧ 0) oder der nacheilenden Winkelseite (Re < 0)
bezüglich des Sollwerts Rr ist, und in jedem Fall wird der
Umwandlungskoeffizient (Rückkoppelverstärkung) k1 (oder
k2 : k1 < k2) für das Fehlersignal Re in dem Rückkoppelkorrekturwert
Rfb unterschiedlich gesetzt, und dann wird der
Rückkoppelkorrekturwert Rfb unter Einsatz des Wertes k1
(oder k2) berechnet.
Beim letzten Schritt #204 wird der letztendliche Zündzeit
punkt Rig als Summe aus dem grundlegenden Zündzeitpunkt Ro,
der aus dem Kennlinienfeld ausgelesen wurde, und dem Rück
koppelkorrekturwert Rfb ermittelt.
Anschließend wird das Zündsignal S6 der Zündeinheit 13 zugeführt,
damit die Zündkerze 11 zum letztendlichen Zünd
zeitpunkt Rig gezündet wird, wodurch die Zündkerze 11 erregt
wird, um das Kraftstoff/Luft-Gemisch zu zünden.
Zudem, obwohl in den drei oben stehenden Ausführungsformen
dP/dR, der der Wert pro Einheit Kurbelwellenwinkel ist,
eingesetzt wird, und zwar als Druckaufbaugeschwindigkeit in
dem Zylinder, kann die gleiche Steuerung ausgeführt werden,
indem dP/dt eingesetzt wird, der der Wert pro Zeiteinheit
ist. Da eine Beziehung R = 6 Nt zwischen dem Kurbelwellenwinkel
R, der Umdrehungszahl N und der Zeit t (wobei R durch
Grad, N durch Umdrehungen pro Minute und t durch Sekunde
angegeben sind) besteht, wird zu dR = 6 Ndt bewirkt, wenn
die Umdrehungszahl N des Motors sich nicht ändert, was zu
(dP/dR)max = (dP/dR)max/(6 N) führt, wobei (dP/dt)max anstelle
von (dP/dR)max verwendet werden kann.
In den oben beschriebenen Ausführungsformen wurde eine Er
läuterung dafür gegeben, wie in einem Programm der Kurbel
wellenwinkel R(dP/dR)max, bei dem Druckaufbaugeschwindig
keit in einem Zylinder ein Maximum ist, berechnet wird.
Andererseits kann der Kurbelwellenwinkel R(dP/dR)max durch
Einsatz z. B. einer Spitzenwerthalteschaltung oder ähnlichem
bezüglich eines Signalverlaufs des Drucks in dem Zylinder
ermittelt werden.
Des weiteren gerät in dieser Ausführungsform, obwohl der
gesteuerte Sollwert Rr des Kurbelwellenwinkels R(dP/dR)max
auf einen Wert festgelegt wird, bei dem das maximale Dreh
moment erreicht werden kann, der Sollwert Rr manchmal in
eine Klopfregion bei starker Ladung. Als Gegenmaßnahme ist
es ebenfalls zulässig, daß der Sollwert Rr, der eine Zuordnung
ist, als Wert im voraus festgelegt wird, bei dem das
maximale Drehmoment erhalten werden kann, und zwar innerhalb
des Bereichs, wo Klopfen nicht erzeugt wird, und dann
wird der Sollwert Rr entsprechend der Umdrehungszahl N, der
Ansaugluftmenge Q und ähnlichem aus dem Kennlinienfeld
ausgelesen.
In dieser Ausführungsform ist eine Erläuterung für den Fall
gegeben worden, daß der Absolutwert des Drucks im Zylinder
gemessen werden kann, und es ist offensichtlich, daß die
Ausführungsform einfacher realisiert werden kann, wenn die
Änderungsrate bzw. Wechselrate des Drucks gemessen werden
kann.
Claims (11)
1. Zündzeitpunktsteuervorrichtung für einen Verbrennungsmotor,
die aufweist:
eine Rotationswinkeldetektionseinrichtung (7) zum Detektieren eines Rotationswinkels (R) des Verbrennungsmotors, gekennzeichnet durch
eine Berechnungseinrichtung (14, 121) zum Berechnen der Druckaufbaugeschwindigkeit (dP/dR) in einem Zylinder (5) des Verbrennungsmotors,
eine Einrichtung (122) zum Berechnen eines Rotationswinkels (R(dP/dR)max), bei dem die berechnete Druckaufbaugeschwindigkeit ein Maximum ist,
eine Abweichwertberechnungseinrichtung (123) zum Berechnen des Abweichwertes (Re) zwischen dem Sollwert des Rotationswinkels (Rr) und dem Rotationswinkel (R(dP/dR)max), der von der Einrichtung (122) berechnet wird; und
eine Steuereinrichtung (12, 152, 153) zum Steuern des Zündzeitpunkts, damit der Abweichwert (Re) zu Null gemacht wird.
eine Rotationswinkeldetektionseinrichtung (7) zum Detektieren eines Rotationswinkels (R) des Verbrennungsmotors, gekennzeichnet durch
eine Berechnungseinrichtung (14, 121) zum Berechnen der Druckaufbaugeschwindigkeit (dP/dR) in einem Zylinder (5) des Verbrennungsmotors,
eine Einrichtung (122) zum Berechnen eines Rotationswinkels (R(dP/dR)max), bei dem die berechnete Druckaufbaugeschwindigkeit ein Maximum ist,
eine Abweichwertberechnungseinrichtung (123) zum Berechnen des Abweichwertes (Re) zwischen dem Sollwert des Rotationswinkels (Rr) und dem Rotationswinkel (R(dP/dR)max), der von der Einrichtung (122) berechnet wird; und
eine Steuereinrichtung (12, 152, 153) zum Steuern des Zündzeitpunkts, damit der Abweichwert (Re) zu Null gemacht wird.
2. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 1, bei der
die Berechnungseinrichtung (14, 121) für die Druckaufbaugeschwindigkeit
(dP/dR) einen Drucksensor (14) hat, der piezoelektrische Elemente
zum Detektieren des Drucks im Zylinder (5) verwendet.
3. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 1, bei der
die Steuereinrichtung (12) mit einer Einrichtung (151) zum Bestimmen
eines grundlegenden Zündzeitpunkts (Ro) gemäß dem Laufzustand
des Verbrennungsmotors und mit einer Korrektureinrichtung (152)
zum Korrigieren des bestimmten, grundlegenden Zündzeitpunkts (Ro)
unter Einsatz des Wertes versehen ist, der dem Abweichwert (Re)
zugeordnet ist.
4. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 1, bei der
der Sollwert (Rr) gemäß dem Laufzustand des Verbrennungsmotors
vorgegeben ist.
5. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 1, bei der
die Steuereinrichtung (12) mit einer Einrichtung (154) zum Beurteilen
des Laufzustands des Verbrennungsmotors versehen ist und
die Steuerung (157) zum Nullmachen des Abweichwertes (Re) angehalten
wird, wenn die Einrichtung (154) feststellt, daß der Verbrennungs
motor in einem bestimmten Laufzustand ist.
6. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 1, bei der
die Steuereinrichtung (12) eine Einrichtung (155) zum Beurteilen des
Vorzeichens des Abweichwertes (Re) hat und die Verstärkung der
Steuerung auf einen unterschiedlichen Wert gemäß dem positiven/
negativen Vorzeichen des Abweichwertes (Re) gesetzt wird.
7. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 3, bei der
der Laufzustand durch die Ladung (Q) und/oder die Umdrehungs
zahl (N) des Verbrennungsmotors bestimmt wird.
8. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 5, bei der
der Laufzustand durch die Ladung (Q) und/oder die Umdrehungs
zahl (N) des Verbrennungsmotors bestimmt wird.
9. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 7, bei der
die Ladung (Q) durch die Ansaugluftmenge des Verbrennungsmotors
bestimmt wird.
10. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 8, bei der
die Steuereinrichtung (12) beurteilt, ob der Verbrennungsmotor
in dem bestimmten Laufzustand ist, wenn der Wert der Ladung (Q)
und/oder die Umdrehungszahl (N) kleiner als ein vorgegebener
Wert ist, die Steuerung anhält und zu dem grundlegenden
Zündzeitpunkt (Ro) zündet.
11. Zündzeitpunktsteuervorrichtung nach Anspruch 6, bei der
die Steuereinrichtung (12) die Verstärkung setzt, wenn der Ab
weichwert (Re) positiv ist, und zwar auf einen Wert kleiner als
die Verstärkung, wenn der Abweichwert (Re) negativ ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1065221A JPH02241982A (ja) | 1989-03-15 | 1989-03-15 | 内燃機関の点火時期制御装置 |
| JP1065219A JPH0751934B2 (ja) | 1989-03-15 | 1989-03-15 | 内燃機関の点火時期制御装置 |
| JP1065222A JPH02245450A (ja) | 1989-03-15 | 1989-03-15 | 内燃機関の点火時期制御装置 |
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ID=27298705
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4008140A Expired - Lifetime DE4008140C2 (de) | 1989-03-15 | 1990-03-14 | Zündzeitpunktsteuervorrichtung für einen Verbrennungsmotor |
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- 1990-03-15 US US07/493,670 patent/US5063902A/en not_active Expired - Lifetime
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