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DE400791C - Mechanischer Roestofen - Google Patents

Mechanischer Roestofen

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Publication number
DE400791C
DE400791C DEL56402D DEL0056402D DE400791C DE 400791 C DE400791 C DE 400791C DE L56402 D DEL56402 D DE L56402D DE L0056402 D DEL0056402 D DE L0056402D DE 400791 C DE400791 C DE 400791C
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DE
Germany
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hearth
roasting
oven according
furnace
openings
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Expired
Application number
DEL56402D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VICTOR LEGGO
Original Assignee
VICTOR LEGGO
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Publication date
Application filed by VICTOR LEGGO filed Critical VICTOR LEGGO
Application granted granted Critical
Publication of DE400791C publication Critical patent/DE400791C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
    • F27B3/10Details, accessories or equipment, e.g. dust-collectors, specially adapted for hearth-type furnaces
    • F27B3/18Arrangements of devices for charging
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/02Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces with two or more shafts or chambers, e.g. multi-storey
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B9/00Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
    • F27B9/14Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity characterised by the path of the charge during treatment; characterised by the means by which the charge is moved during treatment
    • F27B9/20Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity characterised by the path of the charge during treatment; characterised by the means by which the charge is moved during treatment the charge moving in a substantially straight path
    • F27B9/24Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity characterised by the path of the charge during treatment; characterised by the means by which the charge is moved during treatment the charge moving in a substantially straight path being carried by a conveyor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Mechanischer Röstofen. Die Erfindung bezieht sich auf einen. Industrieofen zum Rösten von Erzen oder ähnliche Vorgänge, und zwar besonders auf solche C ifen, bei welchen kreisscheibenförmige Herde übereinander angeordnet sind, auf welchen Verfahren zum Rösten, Vitriolisieren, Entwässern u. dgl. stattfinden können.
  • Öfen mit übereinander angeordneten Herdsohlen, über welchen Rührarme kreisen, wurden bisher mit einer mittleren säulenartigen Welle ausgebildet, welche die Tragarme für die rechenartigen Rührzähne tragen. Durch diese Rührwerke wird das in Behandlung, befindliche Gut auf dem einen Herd von der Mitte nach dem Umkreis und auf dem nächstfolgenden Herd von außen nach innen und so fort im Zickzack fortgeschoben, wobei durch das Rühren immer neue Oberflächen der Erzteile den Ofengasen ausgesetzt werden. Um das Fassungsvermögen der einzelnen Herdsohlen zu vergrößern, begnügte man sich bisher, den Durchmesser des Ofens zu vergrößern oder man vermehrte auch nur die Zahl der vorhandenen Herdsohlen; aus praktischen Gründen gelangt man aber bald an eine Grenze, jenseits deren die Wirtschaftlichkeit Schaden litt. Besonders brachte jede Vergrößerung des Durchmessers und Fassungsvermögens des Ofens eine entsprechende Vergrößerung der Rührwelle und der Länge der Rührarmemitsich. Hierdurch-wiederwurde eine erhebliche Erhöhung der einzelnen Röstkammern nötig, besonders wenn man ein Kühlmittel durch die Rührarme strömen lassen wollte. Es ist aber jedem Hüttenmann bekannt, daß. im allgemeinen die Röstkammern so niedrig wie möglich angeordnet werden müssen, um Hitze zu sparen und `eine innige Berührung der Erzteile mit den Ofengasen zu sichern. Besonders wichtig ist dies dann, wenn die Gase für die Herstellung von Schwefelsäure oder für ähnliche Zwecke verwendet werden sollen.
  • Weiterhin ergibt sich aus dem Durchströmen der Arme durch ein Kühlmittel mancher metallurgische und mechanische Nachteil; besonders isst es bei vielen Ofenvorgängen unerwünscht, von einigen der Röstkammern Wärme abzuführen, selbst wenn diese Wärme an irgendeiner Stelle dem Ofen wieder zugeführt werden kann. Natürlich sind auch die komplizierten Anordnungen unerwünscht, um die abnehmbaren Arme an der Säule zu befestigen und gleichzeitig an die Kühlmittelleitung anzuschließen.
  • Ein besonderer Nachteil der Verwendung langer Rührarme besteht außer ihrer Unhandlichkeit in der verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit am äußeren Umfang, durch welche eine ungleichmäßige Verteilung der Erzmassen über die Sohle bewirkt wird.
  • Schwierigkeiten machte auch die Anbringung der Absturzöffnungen am äußeren Umfang der Rührerbahn zur überführung des Erzes nach dem nächstfolgenden Herd. Es entstand dort meistens eine ringförmige Fläche, die verhältnismäßig leer von Röstgut war und deshalb die wirksame Fläche verringerte. Ferner haben gewisse Erze, besonders Zink- und Bleierze, die Eigenschaft, daß ungenügend bewegte Erzmassen zu harten Kuchen erstarren, wenn. sie den Ofengasen ausgesetzt werden. Die Entfernung dieser Kuchen erfordert harte Arbeit, ja unter Umständen vorübergehende Stille, des Ofens.
  • Weitere Nachteile ergeben sich aus der Vergrößerung der Fläche und des Fassungsvermögens ringförmiger Ofen der bekannten Art in Verbindung mit der Strömung der Ofengase, für welche weite Öffnungen angeordnet sein müssen, welche infolgedessen die Nutzfläche der Herdsohle verkleinern.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine verbesserte Ofenanordnung der gezeigten Art mit übereinander angeordneten kreisscheibenförmigen Herdsohlen, bei welcher gemäß der Erfindung eine erhebliche Vergrößerung des Durchmessers und des Fassungsvermögens erzielt werden kann unter Vermeidung des wesentlichsten Teils der oben geschilderten Mißstände, wobei gleichzeitig eine besonders wirksame Röstung erzielt werden kann.
  • Zu diesem Zweck ist nach der Erfindung ein im wesentlichen kreiszylindrischer Ofen angeordnet, dessen übereinander angeordnete Herdsohlen mit je einer Mehrzahl von senkrechten Rührwellen versehen sind, die symmetrisch um die senkrechte Mittelachse des Ofens angeordnet und mit Rührarmen ausgerüstet sind, deren Länge erheblich geringer ist als der Ofenhalbmesser; diese Rührarme sollen in einander überdeckenden Kreisbahnen bewegt werden, wobei das Röstgut wirksam bewegt und durch den Ofen fortgeschoben werden soll.
  • Die Anordnung der Rührwellen und Rührarme ist derartig, daß gewisse Teile der Herdsohle zwischen den Kreisbahnen der Rührarme und der Innenwand des Ofens außerhalb der von den Rührarmen bestrichenen Teile der Herdsohle frei bleiben, in welchen die Absturzöffnungen angeordnet werden können. Diese unbestrichenen Herdteile stellen sich als Bogendreiecke dar. Durch diese Anordnung werden die meisten der aufgezeigten Mißstände beseitigt und eine besonders günstige Betriebsbedingung für die verschiedensten Arten von Rührgut geschaffen.
  • Ein besonderer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß ein großer Ofendurchmesser unter Verwendung kurzer kührarme aufgebaut «-erden kann, wobei die Rührarme einen geringen senkrechten Querschnitt erhalten, so daß die Röstkammern eine verhältnismäßig geringe Höhe erhalten können. Wenn man solche Rührarme aus entsprechenden Baustoffen herstellt, ist eine besondere Kühlung überflüssig, so daß die aus der Kühlung sich ergebenden Nachteile fortfallen.
  • Die symmetrische Anordnung von um die Ofenmitte angeordneten kurzarmigen Rührwerken läßt die Ofenmitte frei für die Anordnung einer mittleren festen Röhre, durch welche Luft oder Gase von der einen Herdkammer zur anderen geleitet werden können. Auch können durch diese mittlere Röhre besondere Kühl- oder Heizmittel einzelnen Kammern unabhängig von den anderen zugeführt werden.
  • Einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dar@gestellt; es zeigen Abb. i und 2 einen Ofen der neuen Art in schaubildlicher Darstellung, zum Teil abgebrochen, Abb.3 einen senkrechten Schnitt durch die Mitte des Ofens, Abb.,1, 5 und 6 Schnitte nach 3-3 und 4.--. der Abb. 3 sowie einen solchen unterhalb der letzten Herdsohle, Abb. 7 und 8 in schematischer Darstellung zwei aufeinanderfolgende Herdsohlen bei einer besonderen Ausführungsform. A>>b. c) eine Ausführungsform mit vier Rührwerken und zusätzlichen Gasdurchlässen, Abb. ca einen Schnitt nach 9"-9" der Abb. 9, Abb. i o eine Ausführungsform mit drei Rührwerken, wobei die rechte Seite der Abbildung eine Herdsohle und die linke. Seite die darauffolgende Herdsohle zeigt, Abb'. i i eine Anordnung mit fünf Rührwerken in ähnlicher Darstellung, Abb. 12 eine ähnliche Anordnung mit drei großen und drei kleinen Rührwerken, Abb. 13 eine Anordnung mit einem mittleren und mehreren um dieses angeordneten kührwerken mit mittlerer Absturzöffnung, Abb. 14 die gleiche Anordnung mit äußeren Absturzöffnungen, Abb. 15 und i 6 eine besondere Anordnung der Gasdurchlässe bei aufeinanderfolgendenHerden, Abb. 17 im senkrechten Schnitt eine Anordnung mit einem mittleren senkrechten Rohr, Abb. i 8 einen Schnitt nach 18- 18 in Abb. 17, Abb. 19 einen senkrechten Schnitt durch eine weitere Ausführungsform mit einer mittleren Säule und davon ausgehenden Heizmuffeln, Abb. 2o einen Schnitt nach 2o-2o der Abb. 19, Abb. 2 i und 22 eine abgeänderte Ausführungsform der Heizmuffeln von oben und von der Seite.
  • Der Ofen umfaßt bei den gezeigten Ausführungsformen eine zylindrische Wand 3o, die eine Reihe übereinander angeordneter Herdsohlen 31 umschließt. Auf diesen Herdsohlen wird das Röstgut durch mechanisch angetriebene Rührwerke unter gleichzeitigem Umwenden in Kreisbahnen geführt. Jedes Rührwerk besitzt eine senkrechte Rührwelle 32, welche alle Herdsohlen durchdringt und mit kurzen Rührarmen 33 besetzt ist. Die Rührwellen sind symmetrisch um die Ofenmitte herum angeordnet. Es ergibt sich aus der nun folgenden Beschreibung der einzelnen Anordnungen der Rührwerke, daß, um die Vorteile der neuen Anordnung zu erzielen, zum mindesten drei Rührwerke symmetrisch um die Ofenmitte angeordnet werden müssen.
  • Die Rührwellen 32 werden durch geeignete Vorgelege 32" von oben oder vorzugsweise von unten angetrieben. Das Rührgut wird am oberen Ende des Ofens eingeführt und am unteren Ende ausgestoßen.
  • ,Die Arme 33 der Rührwerke sind so angeordnet, daß sie über einander mehr oder weniger überdeckenden Kreisbahnen bewegt werden können; sie sind mit Zähnen 3.1 (Abb.3) ausgerüstet, welche das Gut rühren und über die Herdsohlen führen.
  • Die Rührwellen 32 können, wie in Abb 3 gezeigt, mit hitzebeständigen Ueberzügen ausgerüstet und mit kippbaren Rührarmen 33 versehen sein, die sich durch ihr Eigengewicht in der Welle verankern. Im übrigen sind die Rührwellen und Rührarme in bereits bekannterWeiseausgebildet, nur von geringemDurchmesser und kürzer als sonst üblich. Wenn aus besonderen Gründen die Arme durch Durchfluß eines Kühlmittels gekühlt werden sollen, kann dies in bekannter Weise bewirkt werden.
  • Zwischen den äußeren Teilen der Rührerkreisbahnen verbleiben, auf der dritten Seite von der Ofenwand 30 begrenzt, freie Bogendreiecke 35, in welchen Durchtrittsöffnungen oder Kanäle 36 angeordnet werden können, durch welche die Ofengase und Gutmassen, von einer Röstkammer zur anderen gelangen. Die Anordnung der Kanäle 36 in der gezeigten Weise ermöglicht es einerseits, die nötigen Querschnitte für den Durchtritt der Gase zu sichern, und zum anderen, die Zahl und den Querschnitt der Öffnungen für den Absturz , der Erzmassen zu ändern, ohne die wirksame Herdfläche zu verringern.
  • Die Anordnung der Erzdurchtrittskanäle innerhalb der Bogendreiecke gestattet die Anordnung dieser Öffnungen im wesentlichen außerhalb der Kreisbahnen der Rührwerke. Wenn die Durchtrittsöffnung innerhalb der Kreisbahnen gelegen sind, erfolgt meistens eine ungleichmäßige Verteilung*der Erzmassen auf den Herdsohlen, weil durch das Abstürzen der Erze an bestimmten Stellen dort die Erzschicht verringert wird. Die Anordnung der Durchtrittsöffnungen gemäß der Erfindung sichert die Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Erzschicht, erhöht die Röstwirkung des Ofens und verhindert die Bildung von zusammenbackenden Erzkuchen auf der Herdsohle.
  • Bei dem in Abb. r bis 6 gezeigten Ofen sind vier Rührwellen gezeigt, die senkrecht durch sämtliche Herdsohlen hindurchgehen und von unten durch ein Vorgelege 32a von einer Antriebswelle 38 (Abb. r) aus angetrieben werden.
  • Die obere Decke 3 i' des Ofens kann als Trockenherd für das Behandlungsgut verwendet werden, welches durch nicht dargestellte Rührarme oder Rechen auf den Rührwellen über den Trockenherd geführt und durch eine Öffnung oder mehrere Öffnungen 39 in den Ofen abgestürzt wird. Das am äußeren Umfang der ersten Herdsohle 31 von dem Trockenherd oder aus einem besonderen Füllrumpf aus aufgelieferte Erz wird von den Rührarmen einer mittleren Absturzöffnung 40 zugeführt, so daß es auf die Mitte der zweiten Herdsohle herabfällt. Die Rührwerke dieser Herdsohle verschieben das Röst= gut nach außen bis zu den Öffnungen 36, durch welche es nahe der Außenwand auf die dritte Herdsohle fällt, und so fort durch die ganze Höhe des Ofens. Auf diese Weise wandert das Röstgut von der Mitte des einen' Herdes nach seinem äußeren Umfang, gelangt dort auf die nächst untere Herdsohle und wird von dort aus radial nach der Mitte verschoben, um auf die dritte Herdsohle zu fallen, auf der es wieder nach außen verschoben wird.
  • Es ergibt sich ohne weiteres, daß durch diese Art des Rührens und Bewegens des Röstguts eine eingehende Durchmischung des Guts erfolgt, welche auf dem Wege durch den Ofen alle Teile des Guts den Ofengasen aussetzt. Das fertig behandelte Gut wird. durch Auslässe 41 (Abb. 2) im unteren Teil des Ofens ausgestoßen und mittels Karren oder ähnlicher Einrichtungen abgeführt.
  • Die Ofengase steigen aufwärts und gehen abwechselnd durch die mittleren Öffnungen 40 und die äußeren Öffnungen 36 im Gegenstrom zu dem Röstgut. Am oberen Ende des Ofens ist ein Auslaßrohr 42 angeordnet, welches die Ofengase abführt. Das Auslaßrohr 42 wird vorzugsweise in einem der Bogendreiecke des oberen. Gewölbes 3 i' angeordnet und kann dann ohne Schwierigkeit einen Querschnitt erhalten, der dem Gesamtquerschnitt der Durchtrittsöffnungen entspricht, ohne daß es nötig wäre, mit den Bahnen der auf der Decke angebrachten Rührwerke in Kollision zu geraten. Diese Anordnung hat noch einen weiteren Vorteil insofern, als hierbei die Mündung des Auslaßrohres eine kompakte Form besitzt, die dann nicht möglich wäre, wenn man den Gasabzug in den schmalen Raum einmünden lassen würde, der zwischen den Erzmassen und dem Gewölbe verbleibt.
  • Die Rührwerke führen das Erz durch den Ofen, wobei man die verschiedensten Einwirkungen auf das Erz anordnen kann. Alle Vorgänge in dem Ofen können ohne Unterbrechung des Betriebes bewirkt werden, so daß, während die Produkte in stetigem Lauf durch den Ofen geführt werden, die Betriebsbedingungen jeder Stufe konstant bleiben und ein dauernd gleichmäßiges Produkt erzielt wird. Die Außenwand des Ofens ist unmittelbar gegenüber den Rührwellen mit Öffnungen .13 versehen, durch welche die Arme 33 in die Rührwellen eingesetzt werden können. Diese Öffnungen .13 geben Zutritt zum Inneren jeder Röstkammer, um Ausbesserungen zu bewirken, sind aber gewöhnlich dicht verschlossen. Zusätzlich können Ueberwachungsvorrichtungen :1.l in der Ofenwand zwischen den Öffnungen ,13 angeordnet sein, um einen Zutritt zu den Erz- und Gaszutrittsöftnungen in den Bogendreiecken zu haben. Diese L'berwachungsöffnungen können mit losem Mauerwerk ausgefüllt werden, um Wärmeverluste zu verhindern.
  • Zur Zuführung von Wärme können eine .oder mehrere Feuerstellen in bekannter Weise angeordnet werden.
  • Bei einer abgeänderten Ausführungsform kann man die mittleren Absturzöffnungen 4o fortlassen und die äußeren Öffnungen 36 so anordnen, daß das Röstgut und die Gase'quer über die ganze Herdsohle geführt werden.
  • Diese Anordnung der Erz- und Gasführung ist in Abb. 7, 8 und 9 gezeigt, welche Schnitte durch aufeinanderfolgende Röstkammern mit vier Rührwerken zeigen. Hierbei sind die Durchtrittsöffnungen 36 in den Bogendreiecken der einen Ofenseite abwechselnd mit solchen in der entgegengesetzten Ofenseite angeordnet. Jede Herdsohle besitzt also nur auf einer Seite Öffnungen, während die darauftolgende an der entgegengesetzten Seite solche aufweist.
  • Bei dieser Anordnung verschieben die Rührwerke das Röstgut quer über jede Herdsohle, und zwar mit in jeder folgenden Röstkammer umkehrender Bewegung.
  • Die Absturzöffnungen 36 sind so angeordnet, daß die Erze nur so viel Durchlaßöffnungen finden, daß kein Teil des Röstguts zu kurze Zeit auf jeder Herdsohle verweilt. Es können aber besondere Gasdurchtrittsöffnungen zusätzlich in den Bogendreiecken angeordnet sein.
  • Derartige zusätzliche Gasdurchlaßöffnungen 37 werden in den Bogendreiecken entfernt von den Kreisbahnen der Rührwerke angeordnet, und zwar derart, daß praktisch keinerlei Erz durch diese Kanäle gehen kann (vgl. Abb. 9 und 9a der Zeichnung). Am besten legt man diese Gasdurchlässe etwa in die 1Iitte der Bogendreiecke ;5 soweit wie möglich von den Rührwerken entfernt und kann sie aut')erdem über die Oberfläche der Erzmassen legen. Hierdurch wird ein Eindringen der Erzmassen in diese Kanäle vermieden, durch das der normale Vorschub durch den Ofen gestört werden könnte.
  • Wenn die Gasabzüge 37 vollständig außerhalb der Bahnen der Rührame 33 angelegt sind, so fällt nur selten Erz hindurch, selbst wenn ihre Mündung nicht überhöht ist.
  • Die Grundform des Ofens läßt sich in verschiedener Weise ausführen, wie in Abb. io bis 18 der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen gezeigt ist. Bei diesen Abbildungen ist die Führung der Erze durch starklinige Pfeile, die Strömung der Gase durch schwachlinige Pfeile gekennzeichnet. Bei der Ausführungsform gemäß Abb. i o und i i sind Anordnungen mit drei und fünf Rührwerken gezeigt; die beiden Hälften jeder Abbildung zeigen aufeinanderfolgende Herdsohlen.
  • Bei Abb.1z sind sechs Rührwerke angeordnet, wobei immer Rührwerke 32 mit verhältnismäßig langen Rührarmen mit Rührwerken ,15 abwechseln, `deren Rührarme wesentlich kürzer sind. Hier sind die Durchtrittsöffnungen 36 so angeordnet, daß Erzmassen und Gase quer über die Herdsohle geführt werden; doch könnten natürlich die Durchtrittsöffnungen auch nach Art der Abb. a bis 5 angeordnet sein, derart, daß Erz und Gas radial über die Herdsohlen bewegt werden, und zwar abwechselnd von der Mitte nach außen und umgekehrt.
  • Bei der Anordnung gemäß :ebb. 13 und 1.1 sind sechs äußere Rührwerke um eine mittlere Rührwelle 32' angeordnet, wobei die Bahnen aller Rührwerke übereinandergreifen. Die Durchtrittsöffnungen in der Herdsohle sind so angeordnet, daß Erz und Gas radial von der Mitte nach außen und umgekehrt abwechselnd geführt werden. In Abb. 15 und 16 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Durchtrittsöffnungen gezeigt, wobei das Erz immer abwechselnd von der Mitte jedes Rührwerks nach seinem Unikreis und umgekehrt geführt wird. Hierbei sind abwechselnd finit den Durchtrittsöffnungen 36, .17 mittlere Durchtrittsöfinungen .16 angeordnet, welche ringförmig jede Rührwelle umgeben.
  • Die Menge des von dem einen Rührwerk nach dem anderen übergeschobenen und zurückgeschobenen Gutes gleicht sich ungefähr aus, so daß eine vollkommen gleichmäßige Schichtdicke und Behandlung erzielt wird. Natürlich kann bei dem Ausführungsbeispiel 15 und 16 statt der vier Rührwellen eine abweichende Zahl solcher Wellen angeordnet werden.
  • Falls das besondere in Ausführung begriffene Verfahren eine Anzahl der Durchtrittöffnungen überflüssig erscheinen läßt, können diese natürlich verstopft werden. Der von den Erzdurchlässen nicht eingenommene Teil der Bogendreiecke kann, da er von Erzen im wesentlichen frei bleibt, für Gas- oder Luftkanäle und Leitungen beliebiger Art ausgenutzt werden.
  • Zusätzlich kann man ein mittleres Rohr 49 anwenden, welches zur Zuführung von Luft, Gasen oder von Wärmeaustauschmitteln benutzt werden kann. Verwendet man ein solches Mittelrohr, so ordnet man vorzugsweise sechs Rührwerke an, während bei den Anordnungen ohne Mittelrohr die Anordnung mit vier Rührwellen 32 vorgezogen wird. In beiden Fällen kann man aber auch gelegentlich nur drei Rührwellen oder mehr als sechs solcher Wellen verwenden.
  • Bei Anwendung des Mittelrohres 49 werden, wie etwa die Ausführungsform gemäß Abb. 17 und 18 zeigt, die sechs oder mehr Rührwellen 32 um das Mittelrohr angeordnet. Das Mittelrohr kann sich nach der Außenluft öffnen, und es können Mittel, -wie beispielsweise Rohrschieber 5o, angeordnet werden, um Durchtrittsöffnungen 51 nach einer oder mehreren Röstkammern zu steuern.
  • Zur Einstellung de? Rohrschieber 5o können biegsame Mittel, beispielsweise die Schnüre 52, dienen, welche an Schieberstangen 53 angreifen und über Führungsrollen 54 geführt sind. In manchen Fällen kann das Rohr 49 so angeordnet sein, daß Luft oder ein anderes Gas in das Rohr oder die Kanäle 5 i durch Gebläse o. dgl. eingedrückt wird. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden zwei Röstkammern durch gesteuerte Kanäle 5 i mit Luft oder Gas beschickt.
  • In Abb. 19 und 2o dient das Mittelrohr 49 dazu, eine Mehrzahl von flachen Heiz- oder Kühlkörpern 55 zu speisen, die abnehmbar an dem Mittelrohr befestigt sind. Der dort gezeigte Ofen arbeitet mit sechs Rührwerken, und die Heizkörper sind in der zweiten und dritten Röstkammer angeordnet, und zwar unmittelbar unter dem betreffenden Gewölbe, so daß der Umlauf der Rührarme nicht ,gestört wird. Die Heizkörper sind aus Me: tall gefertigt und haben die Gestalt hohler Arme. Die inneren Kanten sind abgeschrägt, um in entsprechende Löcher des Mittelrohrs eingepaßt zu werden. Um eine genügende Abdichtung zu erzielen, können Schraubenbolzen 56 angeordnet sein, welche durch die Ofenwände gehen, um in geeigneten Trägern 57 außerhalb des Ofens verankert zu werden. Durch das Mittelrohr kann eine Leitung 58 angeordnet sein, von welcher Zweigleitungen 59 in die Heizkörper abgezweigt sind. Diese führen das Wärmeaustauschmittel bis nahe dem äußeren Ende jedes Heizkörpers, von wo aus das Wärmeaustauschmittel nach dem Mittelrohr zurückkehrt. Die Heizkörper dienen dem Wärmeaustausch und können sowohl zum Beheizen wie zum Kühlen dienen.
  • Ist eine Kühlung beabsichtigt, so führt das Wärmeaustauschmittel eine bestimmte Wärmemenge aus der betreffenden Röstkammer ab. Die erwärmte Luft geht in dem Mittelrohr 49 herab und wird durch hohle Arme 62 dem unteren Teil des Ofens zugeführt. Am äußeren Ende besitzen zu diesem Zweck die "Arme 6z Ausströmungsöff=nungen 63. Wenn bei dem unteren Herd das Gut von außen nach innen wandert, können diese Arme 62 weggelassen und die warme Luft unmittelbar aus dem Mittelrohr in den Ofen eingeführt werden.
  • Die Kühlkörper 55 sind vorzugsweise über solchen Teilen der Herdsohle angeordnet, auf denen ein doppeltes Rühren stattfindet, weil hier die Reaktion besonders stark ist. An dieser Stelle haben die Rührarme auch den größten Abstand von der Kammerdecke. Wenn eine Kühlung beabsichtigt ist, können die Kühlkörper ; 5 5 außen nach dem Luftraum durch die Ofenwand hindurch offen sein, während sich ihr inneres Ende nach dem Mittelrohr 49 öffnet. Die Kühlluft kann dann durch ein Gebläse oder natürlichen Zug hindurchgesaugt werden.
  • Bei der oben gezeigten Ausführungsform können die Wärmeaustauschkörper leicht eingesetzt und ausgewechselt werden. Die Wärmeaustauschräume können statt in Metallkörper auch unmittelbar in die Kammerdecken eingebaut sein; in diesem Fall ist die obere Wand 64 des Luftraumes 65 vorzugsweise dicker hergestellt als die untere Wand 66, die gewissermaßen als an der Hauptdecke aufgehängte Zwischendecke ausgebildet ist. Die mittlere Röhre 49 geht in diesem Fall senkrecht durch die Ofenmitte und besitzt eine senkrechte radiale Scheidewand 67, welche sie in zwei Räume 68 und 69 zerlegt. Von diesen Räumen führen Kanäle 7o beiderseits der Wand 67 in Kanäle 7 i und 72, die `z-%vischen drei senkrechten radialen Scheidewänden 73 in dem W,ärmeaustauschraum einmünden. Die inneren Enden der radialen Wände 73 stoßen gegen den Umfang des Mittelrohres, während die beiden äußeren radialen Wände Durchtrittsöffnungen an der Außenwand frei. lassen. Wenn Luft in die Kammer 68 eingelassen wird, fließt sie durch den Kanal 71 in den Wärmeaustauschraum, von wo aus sie durch die Öffnung 72 und den Kanal 69 nach außen oder nach einer anderen Röstkammer abgeführt wird. Die Wärmeaustauschräume 65 sind vorzugsweise von geringerem Durchmesser als die Herdgewölbe.
  • Das Mittelrohr kann aus Metall, Gemäuer oder ähnlichen Stoffen bestehen; es kann den ganzen Ofen durchsetzen oder nur einen Teil davon. Wenn das Rohr nur durch einen Teil des Ofens geht, kann es von den Gewölben der Röstkammern oder am unteren Ende von dem Ofengestell getragen werden oder kann auch am oberen Ende aufgehängt sein. Die Überführung von Luft von einer Stelle zur anderen oder die Einführung von Luft in die Röstkammern durch die Mitte des Ofens ist nur möglich bei der Ofenanordnung nach der Erfindung.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mechanischer Röstofen mit ganz oder annähernd kreisscheibenförmigem Grundriß und mehreren um die Ofenseite verteilten Rührwerken, gekennzeichnet durch die Verbindung mehrerer übereinanderliegender, durch Absturzöffnungen verbundener Herdsohlen mit solchen Rührwerken, deren Kühlarme wesentlich kürzer sind als der Ofenhalbmesser und Kreisbahnen beschreiben, die einander teilweise überdecken, uni das Gut nacheinander quer über jede Herdsohle zu führen.
  2. 2. Röstofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen für die Ofengase und das Röstgut in den Herdsohlen so angeordnet sind, daß das Röstgut radial über die aufeinanderfolgenden Herdsohlen, und zwar abwechselnd von innen nach außen und umgekehrt, vorgeschoben wird (Abb. 4, 5).
  3. 3. Röstofen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen so angeordnet sind, daß das Röstgut quer über jede Herdsohle, und zwar über aufeinanderfolgenden Sohlen in umgekehrter Richtung vorgeschoben wird (Abb.7, 8).
  4. 4. Röstofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen so angeordnet sind, daß das Röstgut über aufeinanderfolgenden Herdsohlen abwechselnd vom Umfang der Rührwerkskreisbahnen nach deren Mitte und umgekehrt vorgeschoben wird (Abb. 15, 16;.
  5. 5. Röstofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der größere Teil der Durchtrittsöffnungen für die Ofengase und das Röstgut in den freien Bogendreiecken (35) angeordnet sind, die von den Kreisbahnen benachbarter Krählarme einerseits und von der Ofenwand anderseits begrenzt werden.
  6. 6. Röstofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in aufeinanderfolgenden Herdsohlen Durchtrittsöffnungen (36) in den Bogendreiecken (35) mit Durchtrittsöffnungen (4o) in der Ofenmitte abwechseln.
  7. 7. Ausführungsform des Röstofens nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen (36) abwechselnd in einander gegenüberliegenden Bogendreiecken (35) angeordnet sind (Abb. 7 und 8). B.
  8. Röstofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Absturzöffnungen (36) für das Röstgut an der Grenze zwischen den Rührwerksbahnen und den Bogendreiecken (35) und zusätzliche Durchtrittskanäle (37) für die Ofengase entfernt von dem Bereich der Krählarme (33) angeordnet sind.
  9. 9. Röstofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei aufeinanderfolgenden Herdsohlen in der einen Durchtrittsöftnungen (36, 47) in den Bogendreiecken (3 5) und in der Herdmitte, in der nächstfolgenden ringförmig (46) um die Rührwellen (32) herum angeordnet sind (Abb. 15, 16 ). io.
  10. Röstofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da15 von den kurzarmigen Rührwerken eins in der Herdmitte und andere um die Herdmitte verteilt angeordnet sind (Abb. 13, 14). i i.
  11. Röstofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Herdsohle, um die Herdmitte verteilt, Rührwerke (32) mit längeren und solche (45) mit kürzeren Rührarmen abwechseln (Abb. 12).
  12. 12. Röstofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Herdmitte, von den Rührwerken umgeben, ein senkrechtes die Temperatur regelndes Rohr (49) angeordnet ist, das mit nach einer oder mehreren Röstkammern regelnde Luft zuführenden Durchtrittsöffnungen (51) und gegebenenfalls mit zugehörigen Steuermitteln (5o) versehen ist (Abb. 17).
  13. 13. Röstofen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß an das Mittelrohr (49) Heiz- oder Kühlkörper (55) angeschlossen sind, die in die Röstkammern hineinragen (Abb. ig, 2o).
  14. 14. Röstofen nach Anspruch i und 12 mit in einige der Röstkammerdecken eingebauten temperaturregelnden Heiz- oder Kühlräumen, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelrohr (49) und die temperaturregelnden Räume (65) durch senkrechte radiale Wände (67, 73) unterteilt und durch Kanäle (70) so verbunden sind, daß ein geregelter Zu- und Ab$uß des Wärmeaustauschmittels gesichert ist.
DEL56402D 1921-12-19 1922-09-16 Mechanischer Roestofen Expired DE400791C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AU400791X 1921-12-19

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DE400791C true DE400791C (de) 1924-08-20

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ID=3727195

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DEL56402D Expired DE400791C (de) 1921-12-19 1922-09-16 Mechanischer Roestofen

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