DE4006230A1 - Geschossfang - Google Patents
GeschossfangInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41J—TARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
- F41J13/00—Bullet catchers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Geschoßfangeinrichtung aus elastischem
oder plastischem Grundmaterial.
Derartige Einrichtungen sind bereits in unterschiedlichen Ausführungen
bekannt. Es werden Gummi- und Kunststofflamellen-
Kugelfänge benutzt. Daneben gibt es Kugelfangeinrichtungen, bei
denen die Abbremsung der Geschosse in zumeist würfelförmigen, neben-
und aufeinander zu einer Wand gestapelten Kunststoff- oder
Kunststoffgranulatblöcken erfolgt. Insbesondere die zuletzt genannte
Ausführung zeichnet sich durch einen einfachen und preiswerten
Aufbau und durch hohe Auffangsicherheit für die Geschosse
verbunden mit einem zuverlässigen Schutz vor Querschlägern und
Rückprallern aus.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Kugelfangeinrichtungen
aus plastischem und elastischem Grundmaterial, bei denen
stapelbare Einzelelemente verwendet werden, die zu einer wandartigen
Kugelfangeinrichtung zusammengesetzt werden, weiterzuentwickeln
und zu verbessern.
Dies geschieht durch eine Kugelfangeinrichtung nach der Erfindung,
wie sie an einem Beispiel in den Abb. 1A und 1B dargestellt
ist. Abb. 1A zeigt einen Vertikalschnitt durch eine derartige
Kugelfangeinrichtung. In Abb. 1B ist die Frontansicht eines
Teilausschnitts einer derartigen Einrichtung dargestellt.
Im Gegensatz zu bereits bekannten, in Form von nahtlosen Schichten
oder Wänden aufgebauten Einrichtungen, bei denen die in der Regel
quaderförmigen Blöcke aus plastischem oder elastischem Material
möglichst nahtlos zu einer Wand zusammengesetzt sind, ist die Kugelfangeinrichtung
nach der Erfindung aus einer oder mehreren Lagen
nicht formschlüssiger Einzelelemente 1 zusammengesetzt. Zweckmäßig
sind dabei insbesondere säulenförmige Elemente von vorzugsweise
weniger als 1 m Länge, die in der Regel kreisförmige, elliptische
oder mehreckige Querschnittsflächen besitzen, wobei bei
den letzteren die Eckenzahl größer als 4 sein soll. Neben den aufgezählten
säulenförmigen Grundelementen mit Querschnittsflächen
aus dem Bereich der geometrischen Grundformen können auch solche
mit beliebig gestalteten Querschnittsflächen verwendet werden,
sofern diese nach der erfindungsgemäßen Grundidee zu nicht formschlüssigen
Einzelelementen 1 führen. Die Einzelelemente 1 bestehen
aus plastischem oder elastischem Material, das auch thermoplastische
Eigenschaften haben kann.
In Abb. 2 ist ein Horizontalschnitt durch eine Kugelfanganlage
dargestellt, deren Einzelelemente 1 kreisförmige Querschnitte
haben. Abb. 3 zeigt ein Beispiel für Elemente 1 mit mehreckigen
Querschnittsflächen. In Abb. 4 wird ein Beispiel für Elemente
mit unregelmäßig gestalteten, beim Zusammensetzen mit anderen
Elementen jedoch nicht formschlüssigen Querschnittsflächen gezeigt.
Die beschriebenen Elemente 1 können in einer oder mehreren Lagen
neben- und übereinander sowie lagenweise versetzt zueinander gestapelt
werden, so daß sich bei entsprechender Anordnung und Packungsdichte
wirksame Geschoßfangeinrichtungen ergeben.
Die Stapelung der Einzelelemente 1 in einer oder mehreren Lagen
erfolgt vorzugsweise auf einem hinter der Kugelfangeinrichtung angebrachten
leicht geneigten Gestell 2 aus Holz oder Metall.
Das Gestell 2 kann auch senkrecht angeordnet sein. Dann sind an
diesem Halteelemente 3 in Form von Dornen oder Ankern vorgesehen,
an denen die Elemente 1 befestigt werden. Derartige Befestigungseinrichtungen
entfallen bei Neigung des Grundgestells 2 in
Schußrichtung.
Geschoßfangeinrichtungen nach der Erfindung mit nicht formschlüssigen
plastischen oder elastischen Einzelelementen 1 besitzen gegenüber
den bisher genannten Einrichtungen mehrere Vorteile. Werden
die säulenförmigen Einzelelemente 1 so neben- und übereinander
angeordnet, daß ihre Längsachsen senkrecht stehen oder leicht gegen
die Senkrechte geneigt sind, so ergibt sich in Schußrichtung
4 auch bei einlagiger Ausführung stets die gewünschte Formschlüssigkeit
in einem Grad, der von der speziellen Gestaltung der Elementquerschnitte
abhängig ist. Durch mehrlagige Anordnung kann der
Grad der Gesamtformschlüssigkeit und damit der Umfang der Durchschußsicherheit
erhöht werden. Innerhalb der mit den erfindungsgemäßen
Teilelementen 1 aufgebauten Wand ergeben sich jedoch in
Folge der nicht bestehenden Formschlüssigkeit durchlaufende oder
versetzte vertikale Kanäle 5 von unterschiedlich großer Ausbildung.
Wie aus Abb. 3 zu ersehen ist, dringen Geschosse 6, deren Bewegungsenergie
nach dem Durchtritt durch eine der vorhergehenden
Lagen bereits hinreichend abgebremst ist, nicht mehr in die
nächstfolgende Lage ein und fallen in den senkrechten Wandkanälen
5 herunter. Dadurch wird erreicht, daß weniger Geschosse 6 in den
plastischen oder elastischen Einzelelementen 1 verbleiben und deren
Aufnahmekapazität vorzeitig erschöpfen. Die in den Kanälen 5
herabfallenden Geschosse 6 können bei geeigneter Ausbildung der
Grundfläche der Kugelfangeinrichtung dort gesammelt und nach Bedarf
entnommen werden.
Ein weiterer Vorteil der nicht formschlüssigen Aneinanderreihung
der Einzelelemente 1 besteht darin, daß diese bei längerer Standzeit
der Stapelung weniger miteinander verkleben oder zur Haftung
kommen. Sollen zu Service- oder Ersatzzwecken die Einzelelemente 1
aus der Kugelfanganlage entnommen werden, so ergibt sich aus
der geringeren Haftung der Elemente untereinander infolge der
kleinen Kontaktflächen eine leichtere Trennung, was eine einfachere
Durchführung der erforderlichen Arbeiten ermöglicht.
Schließlich ergibt sich aus der nicht formschlüssigen Bauweise
innerhalb der Kugelfangeinrichtung durch die vorhandenen Hohlräume
bzw. Kanäle 5 ein vorteilhaftes Puffervolumen. Füllen sich im
Verlaufe der Benutzung der Kugelfangeinrichtung die Einzelelemente
1 mit Geschossen 6 und Geschoßrückständen, so vergrößert sich ihr
Volumen. Bei Kugelfangeinrichtungen nach der Erfindung kann diese
Volumenveränderung durch die Hohlräume bzw. Kanäle 5 abgepuffert
werden. Im Gegensatz zu bisher bekannten Kugelfangeinrichtungen
aus elastischen oder plastischen formschlüssigen Einzelquadern
kommt es nicht zu dem befürchteten Verkeilen und Verklemmen der
Einzelelemente 1, was bisher zu einer erheblichen Erschwerung und
Verteuerung von Service- und Erneuerungsarbeiten führte.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Geschoßfangeinrichtung können
die Einzelelemente 1 auch so in einer oder mehreren, gegebenenfalls
zueinander versetzten Lagen gestapelt werden, daß die
Säulenachsen sich in einer horizontalen Lage oder beliebigen
Schräglage befinden.
Eine weitere Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die
nicht formschlüssigen Einzelelemente 1 nicht säulenförmig ausgebildet
sind, sondern bezüglich aller Raumachsen beliebig geformt
sind, jedoch so, daß sich bei horizontaler und vertikaler Aneinanderreihung
in einer oder mehrerer Lagen keine vollständige Formschlüssigkeit
ergibt.
Kugelfangeinrichtungen nach der Erfindung können an ihrer Rückseite
durch ein Stahlblech 7 abgeschlossen werden. Tragevorrichtung
2 und Stahlblech 7 können dabei als konstruktive Einheit
ausgebildet sein.
Kugelfangeinrichtungen nach der Erfindung können kostengünstig
hergestellt werden. Sie sind servicefreundlich und erfordern nur
geringe Erhaltungsaufwendungen.
Claims (10)
1. Geschoßfang aus plastischem oder elastischem Material, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Geschoßfangwand aus einer oder mehreren Lagen nicht formschlüssiger
Einzelelemente (1) zusammengesetzt ist.
2. Geschoßfang nach Anspruch 1, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die nicht formschlüssigen Einzelelemente (1) säulenförmig ausgebildet sind und vorzugsweise weniger als 1 m lang sind,
daß die Querschnitte der säulenförmigen Elemente (1) kreisförmig, elliptisch oder mehreckig sind, wobei die Eckenzahl größer als 4 sein kann.
daß die nicht formschlüssigen Einzelelemente (1) säulenförmig ausgebildet sind und vorzugsweise weniger als 1 m lang sind,
daß die Querschnitte der säulenförmigen Elemente (1) kreisförmig, elliptisch oder mehreckig sind, wobei die Eckenzahl größer als 4 sein kann.
3. Geschoßfang nach Anspruch 1, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die säulenförmigen Einzelelemente (1) beliebig gestaltete
Schnittflächen besitzen, die beim Aneinanderfügen in nicht
formschlüssiger Weise miteinander verbunden werden können.
4. Geschoßfang nach Ansprüchen 1-3, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die für die Einzelelemente (1) verwendeten plastischen oder elastischen
Materialien auch thermoplastische Eigenschaften besitzen.
5. Geschoßfang nach Ansprüchen 1-4, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die Einzelelemente (1) kreisförmige Querschnitte besitzen.
6. Geschoßfang nach Ansprüchen 1-4, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die Einzelelemente (1) mehreckige Querschnitte besitzen.
7. Geschoßfang nach Ansprüchen 1-4, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die Einzelelemente (1) unregelmäßig gestaltete Querschnittsflächen
besitzen.
8. Geschoßfang nach Ansprüchen 1-7, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die Einzelelemente (1) in einer oder mehreren Lagen nebeneinander,
übereinander, lagenweise versetzt zueinander oder in einer
Kombination der genannten Positionen angeordnet sind.
9. Geschoßfang nach Ansprüchen 1-8, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die Einzelelemente (1) in einer oder mehreren Lagen auf einem hinter der Kugelfangeinrichtung angebrachten senkrecht oder geneigt angeordneten Gestell (2) aus Holz oder Metall gestapelt sind,
daß die Einzelelemente (1) mit Halteelementen (3) in Form von Dornen oder Ankern mit dem Gestell (2) verbunden sind.
daß die Einzelelemente (1) in einer oder mehreren Lagen auf einem hinter der Kugelfangeinrichtung angebrachten senkrecht oder geneigt angeordneten Gestell (2) aus Holz oder Metall gestapelt sind,
daß die Einzelelemente (1) mit Halteelementen (3) in Form von Dornen oder Ankern mit dem Gestell (2) verbunden sind.
10. Geschoßfang nach Ansprüchen 1-9, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die Kugelfangeinrichtung an der Rückseite durch ein oder mehrere Stahlbleche (7) abgeschlossen wird,
daß Tragevorrichtung (2) und Stahlblech oder Stahlbleche (7) eine konstruktive Einheit bilden.
daß die Kugelfangeinrichtung an der Rückseite durch ein oder mehrere Stahlbleche (7) abgeschlossen wird,
daß Tragevorrichtung (2) und Stahlblech oder Stahlbleche (7) eine konstruktive Einheit bilden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006230 DE4006230A1 (de) | 1990-02-28 | 1990-02-28 | Geschossfang |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006230 DE4006230A1 (de) | 1990-02-28 | 1990-02-28 | Geschossfang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4006230A1 true DE4006230A1 (de) | 1991-08-29 |
Family
ID=6401105
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904006230 Withdrawn DE4006230A1 (de) | 1990-02-28 | 1990-02-28 | Geschossfang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4006230A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994027111A1 (en) * | 1993-05-18 | 1994-11-24 | Scovati Italia S.R.L. | Projectile trap |
| DE19506716A1 (de) * | 1994-03-05 | 1995-09-07 | Akzo Nobel Nv | Geschoßfangvorrichtung |
| DE29513567U1 (de) * | 1994-12-07 | 1995-10-26 | PVS GmbH Planung und Vertrieb von Schießanlagen, 10435 Berlin | Geschoßfangvorrichtung |
| US6446974B1 (en) * | 2001-03-05 | 2002-09-10 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | Durable system for controlling the disposition of expended munitions fired at a target positioned close to the shooter |
| EP1394496A3 (de) * | 2002-08-30 | 2005-09-28 | Heinz Gruber | Geschossfang |
| DE102017118909A1 (de) * | 2017-08-18 | 2019-02-21 | SGP - Spezial Gummiprodukte GmbH | Geschossauffangeinrichtung, Geschossauffangvorrichtung, Geschossfangsystem sowie Verfahren und Verwendung hierzu |
-
1990
- 1990-02-28 DE DE19904006230 patent/DE4006230A1/de not_active Withdrawn
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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