DE4005360A1 - Messbank zur grenzwellenlaengenmessung bei optischen fasern - Google Patents
Messbank zur grenzwellenlaengenmessung bei optischen fasernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Meßbank zur Grenzwellen
längenmessung bei optischen Fasern, bestehend aus einem Meß
tisch, einer Lichtein- bzw. Lichtauskopplungsvorrichtung und
Führungselementen, die zum Teil beweglich ausgebildet sind.
Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der optischen Fasern hat
in den letzten Jahren zu einer steigenden Nachfrage nach optischen
Nachrichtenübertragungselementen geführt. Infolgedessen sind
somit auch die Produktionszahlen auf diesem Gebiet gewachsen,
was naturgemäß die Frage nach dem Aufwand zur Bewältigung der
Qualitätssicherung aufwirft. Ein wesentliches Kriterium zur
Bestimmung der Güte der zu liefernden Fasern ist die Grenz
wellenlänge.
Sie ist nämlich ein Maß dafür, ob die Faser die Qualität einer
Einmodenfaser im gewünschten Wellenlängenbereich hat. Die Grenz
wellenlänge für Einmodenfaser wird näherungsweise aus dem
logarithmischen Verhältnis von auf zwei unterschiedlich er
mittelten transmittierten Lichtleistungen in Abhängigkeit der
Wellenlänge berechnet. Die Grenzwellenlänge wird auch als die
größte Wellenlänge definiert, bei der die obenberechnete
abfallende Dämpfungsänderung 0,1 dB beträgt. Die Spezifikations
grenzen innerhalb derer die Grenzwellenlänge für eine Faser
einzuhalten sind, sind von der jeweiligen Anwendung abhängig.
Liegt die Grenzwellenlänge oberhalb der geforderten Spezi
fikationsgrenze, liegt die Monomodeeigenschaft der Faser nicht
im gewünschten Bereich. Liegt sie darunter, sind Probleme im
Aufbau bzw. in der Geometrie der Faser zu befürchten. Die
Anforderungen, welche an die Messung der Grenzwellenlänge zu
stellen sind, sind in DIN VDE 0472 Teil 255 bzw. CCITT
Empfehlung G. 652 festgelegt.
Es hat sich gezeigt, daß die bisher bekannten Meßbänke
den Anforderungen nicht ausreichend genügen, genaue,
reproduzierbare und schnelle Messungen durchführen zu
können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Grenzwellenlängen
messung mit einer Meßbank vorzunehmen, mit der es möglich
ist, die aus der Produktion angelieferten, üblicherweise
auf Rollen aufgespulten Lichtfasern, gemäß den Vorschrif
ten einfach, schnell, reproduzierbar und genau prüfen
zu können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Führungselemente der
Meßbank oberhalb der Tischebene der Meßbank, auf der die
zu messende optische Faser liegt, angeordnet sind.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die zu messende Lichtfaser
ohne nennenswerte Toleranzen fest an den dafür vorgesehenen
Führungselementen anliegt. Dadurch werden erstmalig mit der
dort geforderten Meßgenauigkeit reproduzierbare Messungen der
Grenzwellenlänge möglich. Weiterhin wird durch die genaue
Führung der Faser eine gleichmäßige definierte mechanische Last
über die gesamte Länge der Faser ausgeübt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß die Meßbank aus zwei äußeren und zwei inneren Führungsele
menten aufgebaut ist und daß die beiden äußeren bzw. inneren
Führungselemente symmetrisch zueinander angeordnet sind. Durch
diese Anordnung werden in besonders einfacher Weise die An
forderungen, die aus DIN bzw. CCITT an die Biegeradien gestellt
werden, erfüllt. Ferner entsteht durch die Symmetrie eine
kompakte Anordnung. Dem Aspekt der Benutzerfreundlichkeit bzw.
der Ergonomie beim Einlegen der optischen Faser wird hierdurch
ebenfalls besonders vorteilhaft Rechnung getragen.
Ein weiterer ergonomischer Vorteil wird durch die weitere
Ausgestaltung der Erfindung erzielt, daß die beiden äußeren
Führungselemente länglich, sichelförmig und im wesentlichen
konvex, im Mittelteil der Krümmung auf der Faserführungsseite
jedoch mit einer Einbuchtung ausgebildet sind. Mit dieser
Ausprägung der Erfindung (Freiliegen der Faser in der
Einbuchtung) wird der Nachteil (Entfernen der optischen
Faser aus der Meßbank nach erfolgter Messung), der nun
aus dem engen Anliegen der Faser an die Führungselemente ent
standen ist, in besonders eleganter Weise kompensiert. Nun ist
es leicht möglich die optische Faser schnell und sicher aus der
Meßanordnung zu entfernen.
Die Erfindung kann ferner so ausgestaltet werden, daß die
Tangente jeweils eines Endes der Führungsseite der beiden
äußeren Führungselemente auf die Lichtein- bzw. Lichtaus
kopplungsvorrichtung ausgerichtet ist. Damit erfolgt ein
wichtiger Beitrag, um Anforderungen, die an die Biegeradien
zu stellen sind, zu erfüllen.
Besonders vorteilhaft wirkt sich aus, daß die inneren Führungs
elemente in an sich bekannter Weise als fester bzw. als be
weglicher Dorn jeweils halbkreisförmig ausgebildet sind. So
können einerseits unterschiedlich große halbkreisförmige Dorne
Verwendung finden, andererseits das Einlegen und Führen der
Faser erleichtert werden.
Um die Meßbank für unterschiedliche Messungen verwenden
zu können, ist es von Vorteil, daß das innere feste Führungs
element auf die der Lichtein-/Lichtauskopplungsvorrichtung
abgewandten Seite positioniert und sowohl das bewegliche wie
das feste Führungselement auswechselbar ist. Die Verwendung
unterschiedlicher Radien für die inneren Elemente bei sonst
gleicher Meßmethode, wird dadurch ermöglicht, daß der Außenpunkt
der Führung des inneren festen Führungselementes gleich bleibt.
Die Führung der optischen Faser unter dem Aspekt Biegeradien
bleibt davon unberührt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die Meßbank dadurch
vervollständigt, daß neben den für die Messung notwendigen
Führungselementen noch andere Führungselemente auf der Meßbank
und eine Faserschneidvorrichtung angeordnet sind. Unter
Teilausnutzung einzelner Führungselemente, die bereits für die
Messung selbst zur Verwendung kommen, ist es mittels weniger
zusätzlicher Führungselemente und der Faserschneidvorrichtung
möglich die für die Messung benötigten Faserlängen auf der
Meßbank selbst herzustellen. Hiermit wird ein Beitrag für eine
schnelle Durchführung der Messung geliefert, da ein Arbeitsgang
(Einlegen der Faser in die Lichteinkopplungsvorrichtung zum
Messen bzw. zum Ablängen der Faser) eingespart wird. Außerdem
wird das Risiko minimiert, Verwechslungen in der Zuordnung der
abgeschnittenen Faser und infolgedessen auch das Meßergebnis zu
der zu prüfenden Faserrolle vorzunehmen.
Aus sicherheitstechnischen Gründen ist es vorteilhaft, daß
der Faserschneidvorrichtung ein Faserrestbehälter zugeordnet
ist. Da die Faserreste eine Verletzungsgefahr für die die
Messung durchführenden Personen darstellen, ist es wichtig, die
anfallenden Faserreste an wohldefinierter Stelle zu entsorgen.
Die Gefährlichkeit solcher Faserreste resultiert aus der
Durchsichtigkeit der Fasern, die bei einem möglichen Eindringen
in den Körper mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wiederge
funden werden. Da sie vom Körper nicht abgebaut werden, können
sie langfristig eine Schmerquelle bilden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung
und der nachfolgenden Beschreibung erläutert.
In der schematischen Zeichnung zeigt:
Fig. 1 den Grundriß der Meßbank mit eingelegter optischer
Faser in der Meßanordnung und
Fig. 2 den Grundriß der Meßbank mit optischer Faser beim
Vorgang des Ablängens.
In Fig. 1 ist der Grundriß der Meßbank 10 schematisch darge
stellt. Die Ebenen der Öffnungen der Lichtein- bzw. Lichtaus
kopplungsvorrichtungen 11 bzw. 12 bilden mindestens einen
Winkel von 270°. Die optische Faser 20 wird gemäß der Anordnung
der äußeren Führungselemente 13 und 14 und der inneren Führung
selemente 15 und 16 spiralenförmig geführt. Auf die Länge der
Faser verteilt kommt hierdurch eine volle Windung im Bereich der
inneren Führungselemente zustande, die im Schnittpunkt 30 der
Symmetrielinie 33 und der Schlinge der Faser 20 ihren Ausgangs
punkt findet. Die äußeren Führungselemente 13 und 14 weisen im
Mittelteil auf der Faserführungsseite Einbuchtungen 31, 32 auf,
die das Entfernen der nach der Messung eng an die Führungs
elemente 13, 14, 15, 16 angelegte Faser 20 schnell und sicher
ermöglichen. Mit 45 bzw. 46 sind zu 15 bzw. 16 analoge
Führungselemente bezeichnet, die gegeneinander auswechselbar
sind.
In Fig. 2 ist die optische Faser 20 beim Vorgang des Ablängens
mittels der Faserschneidvorrichtung 21 zu sehen. Die optische
Faser 20 wird ausgehend von der Lichteinkopplungsvorrichtung 11
tangential entlang dem äußeren Führungselement 13 über das
feste innere Führungselement 16, das andere äußere Führungs
element 14, die Umlenkrolle 17 auf das Führungselement 18 für
die Faserschneidvorrichtung 21 geführt. Die Position der
Umlenkrolle 17 ist so gewählt, daß die Faserlänge von 2 m exakt
erzielt wird. Der Faserrestbehälter 19 befindet sich außerhalb
des eigentlichen Arbeitsbereiches, der für die Messung bzw. für
das Ablängens der Faser 20 beansprucht wird, um versehentliches
Berühren mit Faserresten zu verhindern.
Claims (9)
1. Meßbank zur Grenzwellenlängenmessung bei optischen
Fasern, bestehend aus einer Meßbank, einer Lichtein- bzw.
Lichtauskopplungsvorrichtung und Führungselementen, die zum
Teil beweglich ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungselemente der Meßbank (10) oberhalb der Tischebene
der Meßbank, auf der die zu messende optische Faser (20) liegt,
angeordnet sind.
2. Meßbank nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Meßbank (10) aus zwei äußeren (13, 14) und zwei
inneren (15, 16) Führungselementen aufgebaut ist.
3. Meßbank nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden äußeren (13, 14) bzw. inneren (15, 16) Führungs
elemente symmetrisch zueinander angeordnet sind.
4. Meßbank nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden äußeren Führungselemente (13, 14) länglich, sichel
förmig und im wesentlichen konvex, im Mittelteil der Krümmung auf
der Faserführungsseite jedoch mit einer Einbuchtung ausgebildet
sind.
5. Meßbank nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tangente jeweils eines Endes der Führungsseite der beiden
äußeren Führungselemente (13, 14) auf die Lichtein- bzw.
Lichtauskopplungsvorrichtung (11, 12) ausgerichtet ist.
6. Meßbank nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die inneren Führungselemente (15, 16) in an sich bekannter
Weise als fester bzw. als beweglicher Dorn jeweils halb
kreisförmig ausgebildet sind.
7. Meßbank nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das innere feste Führungselement (16) auf die der Licht
kopplungsvorrichtungen (11, 12) abgewandten Seite positioniert
und sowohl das bewegliche (15), wie das feste (16) Führungs
element auswechselbar ist.
8. Meßbank nach Anspruch 2 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß
neben den für die Messung notwendigen Führungselementen (13, 14)
weitere Führungselemente (17, 18) und eine Faserschneidvorrich
tung (21) auf der Meßbank (10) angeordnet sind.
9. Meßbank nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Faserschneidvorrichtung (21) ein Faserrestbehälter (19)
zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904005360 DE4005360A1 (de) | 1990-02-16 | 1990-02-16 | Messbank zur grenzwellenlaengenmessung bei optischen fasern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904005360 DE4005360A1 (de) | 1990-02-16 | 1990-02-16 | Messbank zur grenzwellenlaengenmessung bei optischen fasern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4005360A1 true DE4005360A1 (de) | 1991-08-22 |
| DE4005360C2 DE4005360C2 (de) | 1992-04-23 |
Family
ID=6400602
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904005360 Granted DE4005360A1 (de) | 1990-02-16 | 1990-02-16 | Messbank zur grenzwellenlaengenmessung bei optischen fasern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4005360A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1557155A (en) * | 1977-02-24 | 1979-12-05 | Int Standard Electric Corp | Testing of optical fibre |
| DE3039088A1 (de) * | 1980-10-16 | 1981-10-29 | Deutsche Bundespost vertreten durch den Präsidenten des Fernmeldetechnischen Zentralamtes, 6100 Darmstadt | Verfahren und anordnung zur untersuchung des uebertragungsverhaltens von lichtwellenleiterkabeln |
| US4714343A (en) * | 1985-04-15 | 1987-12-22 | Sumitomo Electric Industries, Ltd. | Optical fiber characteristic measurement |
| EP0185949B1 (de) * | 1984-11-26 | 1989-04-26 | Sumitomo Electric Industries Limited | Vorrichtung zum Messen der Grenzwellenlänge von Monomodenglasfasern |
| EP0172328B1 (de) * | 1984-06-05 | 1989-09-13 | CSELT Centro Studi e Laboratori Telecomunicazioni S.p.A. | Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Grenzwellenlänge des ersten Modus höherer Ordnung in optischen Fasern |
-
1990
- 1990-02-16 DE DE19904005360 patent/DE4005360A1/de active Granted
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| telcom report 6(1983) Beiheft "Nachrichten- übertragung mit Licht", S. 186 und 192 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4005360C2 (de) | 1992-04-23 |
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