DE4003336A1 - Bremsbelag mit bereichen aus unterschiedlichem reibwert - Google Patents
Bremsbelag mit bereichen aus unterschiedlichem reibwertInfo
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Description
Das Auftreten von Geräuschen, insbesondere Quietsch- und
Brummgeräuschen hat zwar keinen Einfluß auf die Funktions
tüchtigkeit der Bremse. Gleichwohl könnten derartige Ge
räusche entsprechende Besorgnisse beim Fahrer eines Kraft
fahrzeugs auslösen und ihn zu einem Fehlverhalten beim
Bremsvorgang veranlassen. Dieser Vorgang wird noch ver
stärkt dadurch, daß die neuen asbestfreien Bremsbeläge
ohnedies vermehrt zu Geräuschbildung neigen, während es
gleichzeitig gelingt, die Antriebe von Kraftfahrzeugen
immer leiser zu gestalten.
Aus dem DE-GMG 88 09 363 ist es daher bekanntgeworden, Be
läge in Bremsklötzen zu Dämpfungszwecken in mehreren über
einanderliegenden Schichten aufzubauen, die aus unter
schiedlichem Material bestehen. Sinn dieser Verwendung von
Zwischenschichten ist es, die Ausbreitung von Geräusch
schwingungen zu behindern.
Aus dem DE-GMG 85 07 640 ist es weiterhin bekannt, die zur
Befestigung des Bremsbelages dienende Trägerplatte im Be
reich ihrer Abstütz- und/oder Gleitfläche mit integrierten
Dämpfungs-Gleitkörpern zu versehen, um Schwingungen herab
zusetzen (siehe dort Seite 3, Absatz 2). Diese Literatur
stelle schlägt weiterhin vor, innerhalb des Bremsbelages
senkrecht zur Trägerplatte verlaufende Nuten vorzusehen,
die ebenfalls der Schwingungsdämpfung dienen.
Die vorliegende Erfindung geht daher aus von einem Brems
belag der sich aus dem Oberbegriff des Hauptanspruchs erge
benden Gattung und hat sich zur Aufgabe gestellt, das
Dämpfungsverhalten eines derartigen Bremsbelages weiter zu
verbessern. Diese Aufgabe wird durch die sich aus dem kenn
zeichnenden Teil des Hauptanspruchs ergebenden Merkmals
kombination gelöst. Die Erfindung besteht im Prinzip also
darin, den Bremsbelag in einzelne, senkrecht zu der gemein
samen Reibfläche aneinandergrenzende Bereiche mit unter
schiedlichem Reibwert aufzuteilen. Die hierdurch auftreten
den Grenzflächen sind weitgehend von der Abnutzung des Be
lages unabhängig, so daß ein gleichbleibendes Verhalten des
Belages während der gesamten Nutzungsdauer hinsichtlich der
Geräuschbedämpfung auftritt. Außerdem haben die sich senk
recht zur Reibfläche verlaufenden Grenzflächen der Bereiche
als für die Geräuschbedämpfung überraschend günstig heraus
gestellt. Dabei ist es vorteilhaft, auch in einfacher Weise
möglich, die einzelnen Bereiche durch Spritzvorgänge
gleichzeitig zu gießen, so daß derartige Beläge mittels
eines einzigen Gußverfahrens hergestellt werden können.
Einen besonders einfachen Aufbau erhalten die Beläge auch
hinsichtlich ihres Herstellungsverfahrens durch Anwendung
der Merkmalskombination nach Anspruch 2. Dabei haben die
einzelnen Bereiche vorzugsweise einen, den Merkmalen nach
Anspruch 3 entsprechenden Aufbau.
Eine Erhöhung des Dämpfungsverhaltens läßt sich durch An
wendung der aus Anspruch 5 ersichtlichen Merkmale erreichen
(Fig. 1).
Ein besonders einfacher und hinsichtlich der gewünschten
Wirkung durchaus zufriedenstellender Aufbau ergibt sich
durch die in Anspruch 6 angegebenen Merkmale (Fig. 3).
Hinsichtlich des Zusammenwirkens der Bereiche mit hohem und
niedrigem Reibwert hat sich die Anordnung gemäß Anspruch 7
als besonders vorteilhaft herausgestellt. Dabei kann der
einen höheren Reibwert aufweisende erste Bereich zylinder
förmig und mit kreisförmiger Reibfläche versehen (siehe An
spruch 9) oder auch quaderförmig zwischen zwei Zweitenbe
reichen liegend (Anspruch 9) sein. Der erste Bereich be
steht dabei vorzugsweise aus Semimetall.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung erläutert, darin zeigt:
Fig. 1 einen ersten Bremsklotz mit vorzugsweise schach
brettförmig angeordneten Bereichen
Fig. 2 einen nur zwei Bereiche aufweisenden Bremsklotz
und
Fig. 3 einen drei Bereiche aufweisenden Bremsklotz.
Der in Fig. 1 gezeigte Bremsklotz 1 trägt auf einer Trä
gerplatte 4 einen Bremsbelag 3, der aus schachbrettförmig
angeordneten Bereichen besteht. Dabei gibt es enger schraf
fierte erste Bereiche, die einen niedrigeren Reibwert auf
weisen und weiter schraffiert dargestellte zweite Bereiche,
die einen höheren Reibwert aufweisen. Die Bereiche sind im
wesentlichen schachbrettförmig zueinander angeordenet, wo
bei die Grenzebenen diagonal zur Bewegungsrichtung des
Bremsklotzes gegenüber der Scheibe verlaufen.
Der Bremsbelag 3 in Fig. 2 besteht aus zwei Bereichen 7
und 9, wobei der einen höheren Reibwert aufweisende erste
Bereich 7 in Form eines Zylinders innerhalb des zweiten Be
reiches 9 angeordnet ist, welcher einen niedrigeren Reib
wert aufweist.
Der aus Fig. 3 ersichtliche Bremsklotz 1 trägt einen
sektorförmigen Reibbelag 3, der aus 3 Bereichen besteht,
wobei zwei zweite Bereiche mit niedrigerem Reibwert zu bei
den Seiten des ersten Bereiches mit höherem Reibwert lie
gen. Der erste Bereich besteht bei allen drei Ausführungs
beispielen vorzugsweise aus Semimetall. Die umgebenden Be
reiche mit niedrigerem Reibwert, der durch die übliche
Bremsbelagmasse dargestellt werden kann, wird durch den in
der Mitte befindlichen ersten Bereich auch bedingt durch
seine elastischeren Eigenschaften erheblich bedämpft.
Claims (11)
1. Bremsbelag (3), insbesondere für Bremsklötze (1) und
Bremsbacken, der mindestens aus zwei Bereichen (7, 9)
mit unterschiedlichem Reibwert zusammengesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grenz
fläche, bzw. die Grenzflächen der Bereiche im wesent
lichen senkrecht zur Angriffsfläche des Bremsbelages
am Bremskörper (insbesondere Bremsscheibe, bzw. Brems
trommel) verläuft, bzw. verlaufen.
2. Bremsbelag nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwei in ihrem Reibwert voneinan
der abweichende Arten von Bereichen (7, 9) vorgesehen
sind.
3. Bremsbelag nach Anpruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bereiche (7, 9) mit
abweichendem Reibwert versehen sind, welche seitlich
aneinander grenzend den Reibbelag bilden.
4. Bremsbelag nach Anspruch 2 und 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bereiche mit abwei
chendem Reibwert schachbrettartig zueinander angeord
net sind.
5. Bremsbelag nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Grenzflächen etwa
diagonal zur relativen Bewegungsrichtung des Bremsbe
lages (3) gegenüber dem zugeordneten Bremskörper
(insbesondere Bremsscheibe, Bremstrommel) verlaufen.
6. Bremsbelag nach Anspruch 2 und 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bereiche mit unter
schiedlichem Reibwert in der relativen Bewegungsrich
tung des zugeordneten Bremskörpers abwechselnd ange
ordnet sind und quer zur Bewegungsrichtung immer nur
ein Bereich (7, bzw. 8) vorgesehen ist.
7. Bremsbelag nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß mind. ein erster Bereich mit
hohem Reibwert in einem oder zwischen mehreren zweiten
Bereichen (8) mit niedrigem Reibwert eingefügt ist.
8. Bremsbelag nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste Bereich zylinderförmig
ist und in einem einzigen, ihn seitlich umgebenden
zweiten Bereich (9) eingebettet ist.
9. Bremsbelag nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste Bereich in relativer Be
wegungsrichtung gegenüber dem zugeordnetem Reibkörper
zwischen zwei zweiten Bereichen (8) liegt, wobei die
Grenzflächen nur im wesentlichen senkrecht zur Bewe
gungsrichtung verlaufen.
10. Bremsbelag nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der erste Bereich (7) aus
Semimetall besteht.
11. Bremsbelag nach einem der Ansprüche 7-10, dadurch
gekennzeichnet, daß der zweite Bereich
(8) aus üblicher Bremsbelagmasse besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904003336 DE4003336A1 (de) | 1990-02-05 | 1990-02-05 | Bremsbelag mit bereichen aus unterschiedlichem reibwert |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904003336 DE4003336A1 (de) | 1990-02-05 | 1990-02-05 | Bremsbelag mit bereichen aus unterschiedlichem reibwert |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4003336A1 true DE4003336A1 (de) | 1991-08-08 |
Family
ID=6399444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904003336 Withdrawn DE4003336A1 (de) | 1990-02-05 | 1990-02-05 | Bremsbelag mit bereichen aus unterschiedlichem reibwert |
Country Status (1)
| Country | Link |
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