DE4003332A1 - Lastschalter - Google Patents
LastschalterInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
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- H01H33/88—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts
- H01H33/886—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts by movement of rotating pistons
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Description
Die Erfindung betrifft einen Lastschalter nach dem
Oberbegriff des 1. Patentanspruchs.
Ein solcher Lastschalter ist in der Druckschrift DE-35 14
853 A1 angegeben. Bei dem bekannten Schalter betätigt der
Antriebsenergiespeicher das Schaltmesser und einen
gleichsinnig bewegten, mittels eines Lenkers an der
Schalterwelle geführten schwenkbaren Kolben, der in einem
kreisbogenförmig angeordneten ortsfesten Zylinder das
Isoliergas verdichtet. Der Zylinder ist durch eine Düse
abgeschlossen, die den Gasstrom während der
Stromunterbrechung auf den an das äußere Ende des Zylinders
anschließenden ortsfesten Gegenkontakt lenkt. Zwischen dem
Schaltmesser und dem Kolben ist ein Federspeicher so
eingefügt, daß bei steigendem Kompressionsdruck im Zylinder
ein Nacheilen des Kolbens eintritt. Dabei stellt sich in
jedem Augenblick ein Gleichgewicht des durch die
Druckkräfte gegebenen Drehmomentes mit dem durch den
Federspeicher hervorgerufenen ein. Das zur
Lichtbogenunterbrechung zur Verfügung stehende Löschgas
strömt demnach nicht nur während der ganzen
Ausschaltbewegung des Schaltmessers, sondern auch noch kurz
danach gleichmäßig in die Schaltstrecke ein und stellt eine
wirkungsvolle Entionisierung derselben sicher.
Der bekannte Schalter sieht jedoch für die
Einschaltbewegung des Schaltmessers keine elastische
Verbindung zum Schlepphebel bzw. zum Kolben vor, sondern
lediglich einen starren Anschlag. So wirkt der volle
Unterdruck beim Ansaugen verzögernd auf die
Einschaltbewegung ein. Die dadurch entstehende
Verlangsamung der Schaltmesserbewegung führt dann bei
gleichgroßen Vorzündstrecken zu einer längeren Brenndauer
des Vorzündlichtbogens. Da moderne Lastschalter nach den
gültigen Bestimmungen auch Kurzschlußströme einschalten
können müssen, resultiert aus der Verzögerung mindestens
eine größere Kontaktabnutzung, wenn nicht sogar eine
Kontaktverschweißung.
Zur Vermeidung von großen Unterdrücken sind Lastschalter
bekanntgeworden, bei denen in der Ansaugphase besondere
Ventile große Einlaßquerschnitte freigeben. Eine solche
Anordnung ist aus der Druckschrift DE-38 03 117 A1 bekannt,
bei der in Fig. 2 ein Plattenventil zum Ansaugen des
Löschgases angegeben ist.
Bei dem bekannten Schalter nach der Druckschrift DE 35 14
853 A1 durchdringt der den Kolben tragende Schlepphebel
außerdem die Zylinderwand längs der inneren Mantellinie
schlitzförmig und verhindert so vor allem im ersten Teil der
Ausschaltbewegung eine wirkungsvolle Gasströmung aus der
Düse auf den Lichtbogen. Dieses Merkmal mag von sekundärer
Bedeutung sein, es soll jedoch bei einer Weiterentwicklung
vermieden werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird in einer
Verbesserung des Lastschalters der bekannten Art gesehen,
mit der bei gegebener Antriebsenergie eine zügige,
unverzögerte Einschaltbewegung ebenso ermöglicht wird, wie
eine von wirkungsvoller Gasströmung begleitete
Ausschaltbewegung. Außerdem soll der Lastschalter so
ausgebildet sein, daß er ohne Änderungen der
Blaseinrichtung auch in einen Dreistellungsschalter
umgewandelt werden kann, der neben einer Ein- und
Ausschaltstellung auch eine Erdungsstellung aufweist.
Die Lösung der Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des 1.
Patentanspruchs angegeben. Durch den am Schaltmesser
befestigten Zylinder ist es dabei möglich, den Kolben über
eine Federanordnung am Drehpunkt-Kontaktstück im stabilen
Gleichgewicht zu halten und über am Schlepphebel des
Kolbens befestigte Angriffspunkte nach beiden Seiten
auszulenken. Dadurch wird nicht nur während des
Verdichtungshubes, sondern auch während des Ansaughubes des
Löschgases ein elastisches Ausweichen des Kolbens und somit
eine Reduzierung des die jeweilige Schaltbewegung
verzögernden Druckdifferenz ermöglicht. Auf diese Weise ist
ein unverzögertes Einschalten auch im Kurzschlußfall mit
kurzer Lichtbogenzeit möglich, was den Kontaktverschleiß
reduziert und eine Verschweißung der Kontakte ausschließt.
Das Schaltmesser des erfindungsgemäßen Lastschalters kann
darüber hinaus auch bei in dem Zylinderinnern lokalisierten
Kolben in eine Erdungsstellung geschwenkt werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens finden
sich in den Unteransprüchen.
Zum besseren Verständnis der Erfindungsidee wird auf die
Zeichnungen verwiesen. Die einzelnen Figuren zeigen in
schematischer Darstellung:
Fig. 1 Lastschalter in Stellung EIN; ausgeschaltete
Stellung in Strich-Punkt-Linie,
Fig. 2 Lastschalter während eines Ausschaltvorgangs,
Fig. 3 Lastschalter während eines Einschaltvorgangs,
Fig. 4 Lastschalter als Dreistellungsschalter in Stellung
"Erdung" und
Fig. 5 Lastschalter mit Kolben-Ankopplung über Zugfeder.
Das Schaltmesser 1 ist schwenkbar um den Drehpunktkontakt 9
angeordnet und fest mit dem Zylinder 2 verbunden, an dem
eine auf die Schaltstrecke gerichtete Düse befestigt ist.
In Fig. 1 ist der Lastschalter in Stellung EIN dargestellt,
d. h. das Schaltmesser 1 berührt den Gegenkontakt 8. Der
schwenkbare Kolben 3 ist an einem Schwenkhebel 4 befestigt,
der ebenfalls um den Drehpunktkontakt schwenkbar ist. Mit
dem Schwenkhebel 4 ist ein Federarm 6 starr verbunden. An
dem Drehpunktkontakt 9 ist ein Festpunkt 7 angeordnet. Eine
Schenkel-Biegefeder 5 ist so um den Drehpunkt gelegt, daß
ihre beiden Schenkel in der gezeichneten Stellung für den
Schwenkhebel 4 und dem mit ihm verbundenen Kolben 3 eine
stabile Gleichgewichtslage bilden. In Fig. 1 ist ferner
eine Schaltstange 11 zu erkennen, die den Schalter mit
einem nicht dargestellten Antriebsenergiespeicher
verbindet.
Während einer Ausschaltbewegung schwenkt das Schaltmesser 1
vom Gegenkontakt 8 weg und das in dem mitbewegten Zylinder
2 befindliche Löschgas wird durch die Wirkung des Kolbens 3
verdichtet. Der im Zylinder 2 entstehende Innendruck pi
bewirkt nun eine Verstellung des Kolbens aus der mit einem
durchgehenden Strich gezeichneten in die strichpunktiert
angedeutete Lage. Diese Verstellung geschieht unter
gleichzeitiger Verdrehung des Schwenkhebels 4 und des mit
ihm starr verbundenen Federarms 6, wodurch die Biegefeder 5
ebenfalls in die strichpunktierte Lage verschwenkt und
gespannt wird. Dabei befindet sich in jeder Position das
durch den Innendruck pi gebildete Drehmoment mit dem durch
die Biegefeder 5 aufgebrachten Drehmoment im Gleichgewicht.
Gleichzeitig wird aus der Düse im Zylinder 2 Löschgas gegen
den Lichtbogen geblasen. Bei der erfindungsgemäßen
Anordnung wird der Innendruck pi während der
Ausschaltbewegung sich so einstellen, daß ein zügiger
Bewegungsablauf des Schaltmessers 1 möglich ist. Die
erfindungsgemäße Anordnung hat zur Folge, daß bei Erreichen
der Ausschaltstellung des Schaltmessers 1 noch immer ein
Innendruck pi vorhanden ist, der auch dann noch eine
Auslenkung der Biegefeder 5 und des Kolbens 3 zur Folge
hat. Die Biegefeder 5 bewirkt anschließend eine Rückführung
des Kolbens 3 in seine stabile Gleichgewichtslage und
drückt während dieser Zeit das restliche Löschgas aus der
Düse in die Schaltstrecke. Auf diese Weise steht auch bei
sehr großen Lichtbogenzeiten, wie sie beispielsweise bei der
Unterbrechung induktiver Leerlaufströme oder kapazitiver
Ströme entstehen können, ein wirkungsvoller
Unterbrechungsmechanismus zur Verfügung. Während der
Einschaltbewegung wird in den Zylinder 2 Löschgas durch die
Düse eingesaugt. Der dabei entstehende Unterdruck pu läßt
gegenüber dem Außendruck pa eine Druckdifferenz entstehen,
die gegen die Rückstellwirkung der Biegefeder 5 den Kolben
aus der gezeichneten in die strichpunktierte Lage (Fig. 3)
verstellt. Durch diese Verstellung verringert sich diese
Druckdifferenz; das Schaltmesser 1 kann vom
Antriebsenergiespeicher unverzögert in die
Einschaltstellung bewegt werden. Nach Abschluß der
Einschaltbewegung befindet sich der Kolben 3 noch nicht in
seiner Endstellung und die Federanordnung der Biegefeder 5
noch nicht in ihrer Gleichgewichtsposition. Die Kraft der
Feder 5 bewirkt jedoch, daß auch nach Abschluß der Bewegung
des Schaltmessers 1 der Zylinder 2 noch mit Löschgas
vollgefüllt wird. Diese verzögerte Füllung des Zylinders 2
mit Löschgas stellt jedoch für die Funktionen eines
Lastschalters keinerlei Nachteil dar, da diese Schalter
keine sogenannte Kurzunterbrechung durchführen müssen.
Die erfindungsgemäßen Lastschalter mit den am Schaltmesser
1 befestigten kreisbogenförmigen Zylindern 2 können ohne
große Probleme auch als sogenannte Dreistellungsschalter
eingesetzt werden. In Fig. 4 ist der erfindungsgemäße
Schalter in der Erdungstellung dargestellt, in der das
Schaltmesser 1 einen Erdungskontakt 13 berührt. Der Kolben
3 liegt dabei am Boden des Zylinders 2 an, die Biegefeder 5
ist in der anderen Richtung durch den mitgeführten Federarm
6 gespannt. Damit die Rückstellkraft der Biegefeder 5 nicht
zu einer Unterbrechung der Erdverbindung führen kann, ist
am Antriebsspeicher eine entsprechende Verklinkung
vorzusehen. Da diese aber für die Erfindung ohne Bedeutung
ist, wurde sie nicht mit dargestellt.
Statt der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Schenkel-Biegefeder
können die geforderten Funktionen auch von anderen
Federanordnungen einwandfrei durchgeführt werden. So zeigt
Fig. 5 eine Zugfeder 12, die zwischen dem Federarm 6 und
den am Drehpunktkontakt angebrachten Festpunkt 7 eingehängt
ist und die in ihrer Mittelstellung den Kolben 3 im
stabilen Gleichgewicht hält. Auslenkungen des Kolbens nach
einer der beiden Seiten, wie in den Fig. 2 bis 4
dargestellt, führen auch hier zu einer Auslenkung des
Federarms 6 und zu einem durch die Zugfeder 12 bewirkten
Rückstellmoment auf den Kolben 3.
Mit der vorliegenden Erfindung gelingt es, die bekannten
Lastschalter, vor allen Dingen in modernen, mit Druckgas,
beispielsweise SF6, isolierten Lastschalteranlagen, weiter
zu verbessern. Dies geschieht durch eine Minimierung der
Antriebsenergie zur Bewegung der Schaltmesser in beiden
Bewegungsrichtungen ohne dadurch die Funktionsfähigkeit der
Lastschalter einzuschränken. Aufwendige Ventilanordnungen
werden ebenfalls vermieden.
Claims (7)
1. Lastschalter für mit Druckgas isolierte Schaltanlagen mit
einer selbsterzeugten Löschmittelströmung, bestehend aus
folgenden Teilen:
- - Einer aus einem ortsfesten Gegenkontakt und einem um einen Drehpunkt schwenkbaren Schaltmesser gebildeten Schaltstrecke,
- - einer aus einem Zylinder und einem mittels eines an dem Drehpunkt gelagerten Schwenkhebel beweglichen Kolben gebildeten Verdrängereinrichtung für das durch eine Düse in die Schaltstrecke strömende Druckgas, und
- - einer den Kolben bei der Ausschaltbewegung elastisch an das Schaltmesser anlenkenden Federanordnung,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (2) bei allen
Schaltvorgängen gemeinsam mit dem Schaltmesser (1) schwenkt
und die Federanordnung (5, 12) sich mit wenigstens einem
Ende am ortsfesten Drehpunkt-Kontakt (9) und mit wenigstens
einem anderen Ende am Schwenkhebel (4) oder einem mit
diesem starr verbundenen Federarm (6) so abgestützt, daß
der Kolben (3) gegenüber dem Schaltmesser (1) sowohl in der
eingeschalteten als auch in der ausgeschalteten Stellung
des Schalters eine stabile Gleichgewichtslage einnimmt.
2. Lastschalter nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (4) eine gekrümmte
Form aufweist, mit der er den Außenrand des Zylinders (2)
in der Innenstellung des Kolbens (3) umgreift.
3. Lastschalter nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Federanordnung aus einer Zugfeder
(12) besteht.
4. Lastschalter nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Federanordnung aus einer Schenkel-
Biegefeder (5) besteht, deren beide Schenkel sich in der
Gleichgewichtslage sowohl am Drehpunktkontakt (9), als auch
am Schwenkhebel (4) oder dem zugehörigen Federarm (6)
abstützen.
5. Lastschalter nach Patentanspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Lastschalter bei
in den Zylinder (2) eingeschobenem Kolben (3) von der
Ausschaltstellung in eine Erdungsstellung bringbar ist, in
der das Schaltmesser (1) einen Erdungskontakt (13)
kontaktiert.
6. Lastschalter nach Patentanspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckgas SF6
oder eine Mischung von Luft mit SF6 vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904003332 DE4003332A1 (de) | 1990-02-05 | 1990-02-05 | Lastschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904003332 DE4003332A1 (de) | 1990-02-05 | 1990-02-05 | Lastschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4003332A1 true DE4003332A1 (de) | 1991-08-08 |
Family
ID=6399442
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904003332 Withdrawn DE4003332A1 (de) | 1990-02-05 | 1990-02-05 | Lastschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4003332A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2036466A2 (es) * | 1991-08-13 | 1993-05-16 | Ormazabal & Cie | Seccionador de arco para centros de transformacion electrica |
| EP3611745A1 (de) * | 2018-08-16 | 2020-02-19 | ABB Schweiz AG | Gasisolierter lasttrennschalter für nieder- oder mittelspannung |
-
1990
- 1990-02-05 DE DE19904003332 patent/DE4003332A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2036466A2 (es) * | 1991-08-13 | 1993-05-16 | Ormazabal & Cie | Seccionador de arco para centros de transformacion electrica |
| EP3611745A1 (de) * | 2018-08-16 | 2020-02-19 | ABB Schweiz AG | Gasisolierter lasttrennschalter für nieder- oder mittelspannung |
| WO2020035610A1 (en) * | 2018-08-16 | 2020-02-20 | Abb Schweiz Ag | Gas-insulated low- or medium-voltage load break switch |
| CN112585712A (zh) * | 2018-08-16 | 2021-03-30 | Abb瑞士股份有限公司 | 气体绝缘低压或中压负载断路开关 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: AEG SACHSENWERK GMBH, 8400 REGENSBURG, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |