DE4002967A1 - Schraubverschluss fuer originalitaetssicherung fuer insbesondere weithalsbehaelter - Google Patents
Schraubverschluss fuer originalitaetssicherung fuer insbesondere weithalsbehaelterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schraubverschluß mit Originali
tätssicherung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Schraubverschlüsse mit Originalitätssicherung für Behälter
sind allgemein bekannt. Derartige Verschlüsse weisen zumeist
einen am unteren Randabschnitt der Verschlußkappe über
schmale, Sollbruchstellen bildende Stege angeformte Siche
rungsringe auf, die von unten her einen am Behälterhals aus
gebildeten Wulst hintergreifen. Sobald die Verschlußkappe zum
Zwecke des Öffnens des Behälters gedreht und somit nach oben
gefahren wird, reißen die als Sollbruchstellen ausgelegten
schmalen Verbindungsstege, da der Sicherungsring aufgrund des
nach außen ragenden Flaschenwulstes nicht nach oben bewegt
werden kann. Der Sicherungsring wird somit von der Verschluß
kappe abgesprengt und verbleibt auf dem Flaschenhals, sofern
der Ring nicht selbst zerbricht und vom Flaschenhals herun
terfällt oder von diesem abgenommen wird. Diese Art von Ori
ginalitätssicherung ist allerdings bei Weithalsbehältern
insofern nachteilhaft, weil einmal infolge des großen Behäl
terumfangs das Aufbrechen der Sollbruchstege beim Öffnen des
Behälters nur schwer zu bewerkstelligen ist, so daß zumeist
die Stege mit einem Werkzeug durchschnitten werden müssen,
und zum anderen infolge der in Kauf zu nehmenden Toleranzen
es häufig möglich ist, die Verschlußkappe nach Aufweiten des
Originalitätsrings mit einem spitzen Werkzeug abzuziehen,
ohne daß sich hierbei die Sicherungsfunktion entfalten
könnte. Eine Manipulation am Verschluß kann somit nicht aus
geschlossen werden.
Ein weiterer sehr schwerwiegender Nachteil eines solchen Ver
schlusses an Weithalsbehältern besteht darin, daß der Ver
schluß durch Drehen der Kappe um ein bestimmtes Maß bereits
geöffnet werden kann, so daß zwar ein innerhalb des Behälters
aufgebautes Vakuum aufgehoben wird, jedoch der Sicherungsring
selbst noch nicht abgesprengt wird. Wird die Verschlußkappe
dann wieder geschlossen, so ist zwar das Vakuum innerhalb des
Behälters abgebaut, jedoch das bereits erfolgte Öffnen des
Verschlusses von außen her nicht sichtbar. Ein in solcher Art
geöffneter und wieder geschlossener Behälter kann somit in
das Verkaufsregal zurückgestellt werden, ohne daß von außen
her die einmal erfolgte Öffnung kontrollierbar wäre. Es liegt
auf der Hand, daß derart geöffnete Ware häufig lange vor dem
auf der Packung angegebenen Verfallsdatum schimmeln oder in
sonst einer Weise verderben kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schraubverschluß insbe
sondere für Weithalsbehälter zu schaffen, der eine Originali
tätssicherung aufweist, die jegliches Öffnen des Verschlusses
in sicherer Weise anzeigt und ferner den bei den bisherigen
Originalitätssicherungsverschlüssen auftretenden Ausschuß in
folge eines abgesprengten Sicherungsringes vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen
den Teil des Anspruches 1 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei
zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung durch die in den
Unteransprüchen angegebenen Merkmale gekennzeichnet sind.
Nach Maßgabe der Erfindung erfolgt beim Drehöffnen des Ver
schlusses eine Verrastung von Teilen der Verschlußkappe, wel
che irreversibel ist und das Auftreten eines sicht- oder
fühlbaren Originalitätsmerkmals am Schraubverschluß selbst
bedingt. Dies kann etwa durch Einrücken von Vorsprüngen in
fensterartige Öffnungen oder Ausrücken von Vorsprüngen aus
fensterartigen Öffnungen sowie Ineinandergreifen von Zungen
und Ausnehmungen erfolgen, wobei durch unterschiedliche
Farbgebung die Originalitätsstellung noch verdeutlicht werden
kann. In einer alternativen zweckmäßigen Ausführungsform er
folgt eine Verfärbung des Schraubverschlusses, bedingt durch
eine Verformung eines Teils des Schraubverschlusses beim
Drehöffnen. Diese Verfärbung kann durch eine Farbschicht er
folgen, die unter Verformung in einen sichtbaren Abschnitt
der Verschlußkappe verdrängt wird oder aber durch entspre
chende Materialwahl, indem für die Kappe ein Material verwen
det wird, welches sich unter Verformungsspannung bleibend
verfärbt. Dadurch kann an der Schraubkappe bzw. am Schraub
verschluß selbst festgestellt werden, ob am Verschluß bereits
manipuliert wurde, ohne daß ein Ausschuß in Form eines abge
sprengten Sicherungsrings entsteht.
In besonders zweckmäßiger Weise ist im Falle der Verfärbung
des Schraubverschlusses der sich verformende Abschnitt durch
eine Wirkflächenkombination aus konisch nach innen verlaufen
dem unteren Randabschnitt der Verschlußkappe in Verbindung
mit einer konischen Schrägfläche am Behälterhals realisiert.
Falls die Kappe durch Drehen nach oben abgezogen wird, kommt
es zu einer Verformung des unteren Randabschnittes nach
außen, so daß der untere Randabschnitt bleibend verfärbt und
damit das erstmalige Öffnen des Verschlusses angezeigt wird.
Der Verschluß kann dann ohne weiteres wiederverwendet werden.
In besonders zweckmäßiger Weise erfolgt die Bildung des Ori
ginalitätsmerkmals bei Verrastung zwischen einer Kappe und
einem Rastglied des Verschlusses, der somit zweiteilig aufge
baut ist. Hierbei sitzt die Kappe auf dem Rastglied, welches
sich in Dreheingriffsstellung mit dem Behälterhals befindet,
also die Schraubgewindegänge aufweist. Die Kappe läßt sich
hierbei auf dem Rastglied drehen und zwar so lange, bis eine
Raststellung erreicht wird, die durch Rastelemente an der
Kappe in Zusammenwirkung mit Rasten am Rastglied erreicht
wird. Wird die Kappe in Raststellung gedreht, in der die
Rastelemente und Rasten der Kappe und des Rastglieds in Rast
stellung verrasten, so erfolgt die Bildung des Originalitäts
merkmals, indem etwa durch Einrücken oder Ausrücken von Tei
len der Kappe oder des Rastglieds in Öffnungen oder Ausneh
mungen des Rastglieds oder der Kappe eine bleibende sichtbare
oder fühlbare Veränderung des Schraubverschlusses erzeugt
wird. Hierbei ist es vorteilhaft, daß das Eintreten der Rast
stellung auch hörbar ist, so daß der Erstbenutzer des Ver
schlusses das erstmalige Öffnen auch durch ein Hörzeichen
kontrollieren kann. Sobald die Bildung des Originalitätsmerk
mals mit nicht lösbarer Raststellung zwischen der Kappe und
dem Rastglied erreicht wird, wird mit Weiterdrehen der Kappe
auch das nunmehr angekoppelte Rastglied gedreht, so daß der
Verschluß geöffnet wird. D. h., das Originalitätsmerkmal wird
in sicherer Weise bereits unmittelbar vor dem eigentlichen
Offnungsvorgang des Schraubverschlusses gebildet, so daß eine
Manipulation des Schraubverschlusses (Öffnen ohne Auslösung
der Originalitätssicherung) nicht mehr möglich ist.
Das Anzeigen des Originalitätsmerkmals in Raststellung läßt
sich auf vielfältige Art und Weise am Schraubverschluß anzei
gen, etwa indem am unteren Randabschnitt der Kappe eine Ver
zahnung ausgebildet ist, die in Raststellung mit einer ent
sprechenden Gegenverzahnung am Rastglied ausgerichtet ist,
wobei in Raststellung die Kappe relativ zum Rastglied nach
unten bewegt wird, so daß die Verzahnung und die Gegenverzah
nung in Eingriff gelangen und damit das Originalitätsmerkmal
nach außen hin sichtbar wird. Auch die kinematische Umkehr
ist möglich, indem in Raststellung die Kappe vom Rastglied
abgehoben und damit eine Eingriffstellung zwischen Kappe und
Rastglied aufgehoben wird. Diese Ausrückstellung, die das
Originalitätsmerkmal dann bildet, kann durch unterschiedliche
Färbung noch hervorgehoben werden. In einer alternativen
Ausführungsform wird ein Wulst oder werden wulstartige Vor
sprünge in Art von Noppen durch fensterartige Öffnungen des
anderen Teils gedrückt oder gegenüber diesen ausgerückt, wo
durch wiederum eine sichtbare Veränderung des Schraubver
schlusses erzeugt wird, die das Originalitätsmerkmal bildet.
In besonders vorteilhafter Weise ist das Rastglied in Art ei
ner Kappe ausgebildet und aus einem weicheren Material mit
Dichtungseigenschaften hergestellt, so daß das Rastglied
selbst zugleich die Dichtung des Behälterhalses darstellt. In
Weiterbildung der Erfindung können hierbei am Rastglied auch
eine oder mehrere Dichtlippen vorgesehen sein, die in Ver
schlußstellung an Flächen des Behälterhalses dichtend anlie
gen, insbesondere an der Innenfläche des Behälterhalses im
Bereich der Behältermündung.
Selbstverständlich lassen sich unterschiedliche Ausgestaltun
gen der Rasten bzw. Rastelemente vornehmen, wobei in beson
ders zweckmäßiger Weise die Rasten nur in einer Drehrichtung
in Sperrfunktion gelangen, welche zweckmäßigerweise mit der
Dreh-öffnungsbewegung des Rastglieds und damit der
Öffnungsbewegung des Verschlusses übereinstimmt.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist zwischen Rastglied
und Kappe ein Originalitätsring vorgesehen, welcher beim
Drehöffnen des Verschlusses zunächst über ein Steilgewinde in
die Verschlußkappe gezogen oder aus dieser ausgerückt wird,
bis dieser Ring mit einem angeformten Teil irreversibel in
den Rastring bzw. in das Rastglied einrastet, so daß mit Wei
terdrehen der Kappe erst das Verschlußgewinde geöffnet wird.
Durch Ein- oder Ausfahren dieses zusätzlichen Originalitäts
rings wird aber ein irreversibles Originalitätsmerkmal sicht
bar.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung bildet das Rastglied die
äußere Kappe des Verschlusses und übergreift eine Innenkappe,
die in Verschlußstellung auf dem Behälterhals fest aufliegt,
wobei das Originalitätsmerkmal wiederum beim Öffnen, hier
durch Drehen der äußeren Kappe, aufgrund Verrastung mit der
Innenkappe irreversibel sichtbar wird. Insbesondere werden
erfindungsgemäß für die Rasten und Rastelemente Sägezahnpro
file verwendet, die eine relative Drehung der äußeren Kappe
zur Innenkappe in der Öffnungsrichtung zulassen, jedoch eine
relative Drehung in Gegenrichtung verhindern, so daß in Ge
genrichtung die äußere Kappe mit der Innenkappe blockiert ist
und damit das einmal erzeugte Originalitätsmerkmal nicht mehr
rückgängig gemacht werden kann.
In vorteilhafter Weise wird das Originalitätsmerkmal durch
Überdeckung von Kennzeichnungsfeldern mit Öffnungen in der
äußeren Kappe erreicht, wobei die Kennzeichnungsfelder auf
der Oberseite der Innenkappe vorgesehen sind. Beim Öffnen,
d. h. beim Drehöffnen der äußeren Kappe ist trotz der Ein
griffsstellung infolge des sägezahnartigen Profiles ein Über
laufen der Rasten über die Rastelemente möglich, so daß in
folge der relativen Drehung zwischen Kappe und Innenkappe die
Öffnungen über die Kennzeichnungsfelder gelangen und damit
das Originalitätsmerkmal aufgezeigt wird. Andererseits ist
ein Rückdrehen der äußeren Kappe relativ zur Innenkappe nicht
mehr möglich, so daß das Originalitätsmerkmal irreversibel
erhalten bleibt.
Die Kennzeichnungsfelder können hierbei durch Farbfelder oder
beschriftete Felder gebildet sein. Obgleich es zweckmäßig
ist, die Öffnungen und die Farbfelder am Kappenboden vorzuse
hen, kann es auch zweckmäßig sein, die Öffnungen in Art von
Ausnehmungen oder dergleichen an der Seitenwand der äußeren
Kappe und die Kennzeichnungsfelder an der Seitenwand der In
nenkappe vorzusehen. Gleiches trifft auch für die Anordnung
der Rasten bzw. Rastelemente zu, die alternativ zur Anordnung
am Kappenboden auch an der Seitenwand der Kappe vorgesehen
sein können.
Zweckmäßigerweise erfolgt ab einer bestimmten Drehstellung
und zwar insbesondere dann, wenn die Kennzeichnungsfelder in
voller Überlappung mit den Öffnungen gelangt sind, ein Anhe
ben der Innenkappe vom Behälterhals, was zur Folge hat, daß
der feste Sitz der Innenkappe im Behälterhals aufgehoben wird
und damit die Innenkappe mit der äußeren Kappe mitgedreht
wird. Dadurch ergibt sich auch in Drehöffnungsrichtung keine
Veränderung der Überlappung zwischen Öffnung und Kennzeich
nungsfeldern, so daß auch hier das Originalitätsmerkmal irre
versibel erhalten bleibt. Zweckmäßigerweise ist die Mitnahme
schulter an einem von der Seitenwand der äußeren Kappe radial
nach innen ragenden Vorsprung ausgebildet, der die Innenkappe
an der äußeren Kappe hält. Hierbei ist die Eingriffsstellung
zwischen den Sägezahnprofilen bzw. den Rasten und den Raste
lementen so, daß sowohl bei Anlage der Mitnahmeschulter an
der Innenkappe aber auch in der Verschlußstellung, wo sich
die Mitnehmerschulter mit Abstand zur Innenkappe befindet,
die Rasteingriffsstellung zwischen den Rasten und den Raste
lementen gewährleistet ist. Dies ist wesentlich für die Auf
rechterhaltung des Originalitätsmerkmals.
Insbesondere bei unter Druck stehenden Materialien, die im
Behälter aufgenommen sind, ist es zweckmäßig, wenn die äußere
Kappe so ausgebildet ist, daß sie beim Drehöffnen die Innen
kappe noch so lange auf den Behälterhals drückt, bis die Mit
nehmerschulter beginnt, die Innenkappe vom Behälter abzuhe
ben. Dies kann durch ein am Boden der äußeren Kappe ausgebil
detes federndes Teil, etwa eine federnde Lippe, bewerkstel
ligt werden, zweckmäßigerweise ist jedoch der Boden der äuße
ren Kappe nach unten hin bauchförmig ausgewölbt, so daß die
Auswölbung mit Vorspannung auf die Innenkappe drückt.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Er
findung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht eines Teils ei
nes Schraubverschlusses für einen Behälter,
Fig. 2 eine analoge Schnittansicht einer alternativen
Ausführungsform,
Fig. 3 eine analoge Schnittansicht einer weiteren Aus
führungsform,
Fig. 4 eine Variante des in Fig. 3 dargestellten Rast
glieds sowie
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform eines Schraubver
schlusses in schematischer Darstellung und in
Schnittansicht,
Fig. 6 eine schematische teilweise Schnittansicht einer
weiteren Ausführungsform eines Schraubverschlus
ses,
Fig. 7 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Aus
führungsform einer auf einen Weithalsbehälter
aufgeschraubten Verschlußkappe,
Fig. 8 eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in
Fig. 7 dargestellten Verschlußkappe,
Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 8,
Fig. 10 eine Schnittansicht der Innenkappe,
Fig. 11 eine Draufsicht auf die Innenkappe,
Fig. 12 eine Schnittansicht der äußeren Kappe,
Fig. 13 eine Draufsicht auf die in Fig. 12 dargestellte
äußere Kappe sowie
Fig. 14 die Ansicht Z aus Fig. 12.
Fig. 1 zeigt einen allgemein mit 1 bezeichneten Schraubver
schluß für einen Behälter 2, insbesondere einen Weithalsbe
hälter aus Glas oder Kunststoff. Der Schraubverschluß 1 um
faßt ein Rastglied 3 mit einem Schraubgewindegang 4, das sich
in Dreheingriffsstellung mit dem Behälterhals 5 befindet und
auf dem eine Kappe 6 angeordnet ist. Die Kappe 6 ist über
eine radial nach innen vorspringenden Wulst 7 gegen ein Ab
ziehen vom Rastglied 3 gesichert, wobei die Wulst 7 in eine
entsprechende Ausnehmung 8 des Rastglieds 3 eingreift. Zwi
schen Rastglied 3, insbesondere dem kappenartigen Boden 9 des
Rastglieds 3 und dem Kappenboden 10 der Kappe 6 befinden sich
über den Umfang verteilt angeordnete Rastelemente an der
Kappe 6 und Rasten am Rastglied 3, allgemein mit 11 bezeich
net. In einer Ausführungsform können die Rastelemente der
Kappe 10 wulstarige Vorsprünge sein, die in entsprechend hin
terschnittene Ausnehmungen des Rastglieds 3 einrastbar sind,
wobei die Raststellung irreversibel sein soll.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind bei dem dort dargestellten
Ausführungsbeispiel der Kappenboden 10 und der Boden 9 des
Rastglieds 3 in einem höhenmäßigen Abstand zueinander ange
ordnet und zwar bedingt durch die Rastelemente der Kappe 6.
In Raststellung, also beim Einschnappen, d. h. beim Eingriff
der Rastelemente 11 in die entsprechenden Nuten am Boden 9
des Rastglieds 3 sitzt der Kappenboden 10 auf dem Boden 9 des
Rastglieds 3 auf, so daß der höhenmäßige Abstand überwunden
ist. D. h. in Raststellung wird eine axiale Abwärtsbewegung
der Kappe 6 relativ zum Rastglied 3 bewirkt.
Ferner weist die Kappe 6 an ihrem unteren Randabschnitt bei
12 aus der rechts in Fig. 1 dargestellten Einzelheit besser
ersichtliche zungenartige Vorsprünge 13 auf, denen entspre
chende Ausnehmungen 14 über den Umfang des Rastglieds 13 bei
15 verteilt angeordnet entsprechen.
Die Kappe 6 läßt sich auf dem Rastglied 3 so lange drehen,
bis die auf der Kappe 6 ausgebildeten Rastelemente an die Ra
sten des Rastglieds 3 gelangen, wo sie beim Weiterdrehen der
Kappe 6 infolge der Ausbildung der Rasten zwangsweise ein
schnappen bzw. einrasten, so daß die Kappe 6 mit dem Rast
glied 3 verriegelt ist. In dieser Raststellung ist, wie oben
beschrieben, die Kappe 6 relativ zum Rastglied 3 nach unten
bewegt worden, so daß die in der Raststellung aufeinander
ausgerichteten Zungen 13 und Ausnehmungen 14 inneinander
greifen. Durch diese Eingriffsstellung ist das von außen er
sichtliche Originalitätsmerkmal gebildet, welches nicht mehr
rückgängig gemacht werden kann. Bei einer Weiterdrehung der
Kappe 6 wird infolge der Verrastung der beiden Teile das
Rastglied 3 gedreht, so daß der Schraubverschluß 1 nunmehr
geöffnet wird.
In einer alternativen, zeichnerisch nicht dargestellten Aus
führungsform kann durch kinematische Umkehrung der Rasten
bzw. der Rastelemente bewirkt werden, daß die Kappe 6 vom
Rastglied 3 nach oben hin wegbewegt wird, so daß die Zungen
13 außer Eingriff von den Ausnehmungen 14 gelangen, wodurch
dann durch die auseinandergezogenen Zungen und Ausnehmungen
das Originalitätsmerkmal bewirkt ist.
Zur besseren Verdeutlichung des Originalitätsmerkmals kann
das Rastglied 3 anders gefärbt sein als die Kappe 6 und hier
bei lassen sich entsprechend der gewählten Kinematik zahlrei
che Variationsmöglichkeiten verwirklichen, indem etwa bei ei
nem Originalitätsmerkmal, wo die Zungen 13 aus den Ausnehmun
gen 14 gerückt sind, die hinter der Zunge 13 bzw. unter der
Zunge 13 befindliche Fläche des Rastglieds eine signalfarben
artige Färbung erhält, die beim Auseinanderrücken von Kappe 6
und Rastglied 3 deutlich sichtbar wird.
Das Rastglied 3, das kappenförmig ausgebildet ist, ist zweck
mäßigerweise aus einem gegenüber der Kappe 6 weicheren Werk
stoff mit Dichtqualitäten hergestellt, und daß das Einlegen
einer Dichtscheibe oder eines Compounds entfallen kann. Ins
besondere weist das Rastglied 3 bei 16 eine umlaufende Dicht
lippe auf, welche in dichtender Anlage an der Innenfläche der
Behältermündung aufliegt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind für gleiche Bau
teile dieselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 verwendet wor
den. Auch hier befindet sich die Kappe 6 mit ihrem Kappenbo
den 10 mit Abstand zum Boden 9 des Rastglieds 3. Sobald die
Rastelemente 17 an die Rasten 18 gelangen und die Rastein
griffsstellung bewirkt wird, erfolgt eine axiale Relativbewe
gung der Kappe 6 zum Rastglied 3, so daß der Kappenboden 10
auf dem Boden 9 des Rastglieds 3 aufliegt. Die zentrisch am
Boden 9 des Rastglieds 3 ausgebildete großflächige Wulst 19
gelangt hierbei in die entsprechende Öffnung 20 des Kappenbo
dens 10, so daß die Oberfläche der Wulst 19 bündig mit der
Oberfläche des Kappenbodens 10 abschließt und hierdurch das
Originalitätsmerkmal gebildet ist, wobei durch unterschiedli
che Farbgebung zwischen Wulst 19 bzw. Rastglied 3 und Kappe 6
das Originalitätskennzeichen deutlich sichtbar ist.
Auch hier gibt es die kinematische Umkehrung, indem die nor
malerweise auf dem Boden 9 des Rastglieds 3 aufliegende Kappe
6 in Raststellung hochgefahren wird, so daß zwangsläufig die
Öffnung 20 von der Wulst 19 freigegeben wird, wodurch wie
derum ein Originalitätskennzeichen gebildet ist, welches von
außen deutlich sichtbar ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind wiederum für die
selben Bauteile die gleichen Bezugszeichen wie in den Fig.
1 und 2 verwendet worden. Nach Fig. 3 weist die Kappe 6 am
unteren Randabschnitt bei 15 über den Ümfang verteilt fen
sterartige Öffnungen 21 auf und das Rastglied 3 ist zweige
teilt und besteht aus einem kappenförmigen Abschnitt 3a und
dem eigentlichen Rastgliedabschnitt 3b, welches sich im Dreh
eingriff mit dem Behälterhals 5 befindet. Die Kopplung der
beiden Teile 3a und 3b erfolgt über einen Nocken 22, der in
einer entsprechenden Nockenkurve 23 geführt ist. Die eigent
lichen Rasten sind wiederrum bei 11 dargestellt. Auch hier
kann die Kappe 6 so lange gedreht werden, bis die Rastele
mente der Kappe 6 gegen die Rasten des Rastgliedabschnitts 3b
gelangen. Sobald die irreversible Rasteingriffsstellung er
reicht ist, wird der Rastgliedabschnitt 3b mitgedreht, so daß
infolge des Zusammenwirkens zwischen Nocke 22 und Nockenkurve
23 der Rastgliedabschnitt 3b radial nach außen gedrückt wird
und dadurch am Rastgliedabschnitt 3b abgeformte Wulste 24 in
die fensterartigen Öffnungen 21 eintauchen. Dadurch ist das
von außen sichtbare Originalitätsmerkmal gebildet.
Alternativ kann der Rastgliedabschnitt 3a entfallen, der je
doch infolge der zusätzlichen Dichtwirkung bzw. Dichtfunktion
vorteilhaft ist. Eine solche Ausführunsform ist in Fig. 4
dargestellt, wobei dort die Nocke 22 an der Kappe 6 und die
Nockenkurve 23 am Rastglied 3 ausgebildet ist. Je nach Aus
bildung von Nocke und Nockenkurve 22 und 23 kann das
Originalitätsmerkmal durch Ausrücken der Wulste 24 aus den
fensterartigen Öffnungen 21 oder durch Einrücken der Wulste
24 in die fensterartigen Öffnungen 21 bewirkt werden. Auch
hier kann durch unterschiedliche Farbgebung zwischen Kappe 6
und Rastglied 3 das Originalitätsmerkmal durch einen Farbef
fekt erhöht werden. Ergänzend sei in diesem Zusammenhang be
merkt, daß das Erreichen der Raststellung auch hörbar ist, so
daß der erstmalige Benutzer der Flasche beim Drehen der Kappe
6 in die Raststellung, hören kann, daß der Schraubverschluß
zum ersten Mal in die irreversible Raststellung bewegt wird.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, wobei hier die
Kappe 6 sich in der Eigriffsstellung mit dem Behälterhals 5
befindet. Am unteren Randabschnitt der Kappe 6 ist eine nach
innen vorgeformte Zunge 25 vorgesehen, die zweckmäßigerweise
umlaufend um die Kappe 6 ausgebildet und einstückig mit der
Kappe 6 ist. Diese Zunge übergreift eine am Behälterhals 5
ausgebildete Schrägfläche 26, die durch eine erhabene Ausbil
dung oder aber umlaufend ausgebildet sein kann. Wird die
Kappe 6 nach oben hin abgedreht, so kommt es zwangsläufig zu
einer Verformung der Zunge 25 an der entsprechend konischen
Fläche 26, wobei die Verformung durch V gekennzeichnet ist.
Ist die Kappe 6 bzw. die Zunge 25 aus unter Verformungsspan
nung seine Farbe ändernden Material, insbesondere
Kunststoffmaterial hergestellt, so kommt es infolge der Ver
formung V zu einer Verfärbung des Endabschnitts 25, die irre
versibel ist und somit ein klar ersichtliches Originalitäts
merkmal bildet. Selbstverständlich braucht die Zunge 25 nicht
am unteren Randabschnitt der Kappe 6 ausgebildet sein, son
dern kann auch am Kappenboden 10 oder an sonst einer geeigne
ten Stelle der Kappe 6 verwirklicht werden. Wesentlich ist
nur, daß mit dem Drehöffnen eine Verformung an einem Teil
stattfindet, welche unter Verformungsspannung seine Farbe
verändert.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 sind für dieselben Bau
teile die gleichen Bezugszeichen wie in den vorhergehenden
Figuren verwendet worden. Bei der Ausführungsform nach Fig.
6 ist ein Zwischenring 27 zwischen Kappe 6 und Rastglied 3
vorgesehen, der drehfest, aber axial beweglich in einer Nut
28 des Rastglieds 3 geführt ist und über ein Gewinde 29 mit
stärkerer Steigung als das Gewinde 30 zwischen Rastglied 3
und Behälterhals 5 der Kappe 6 in Dreheingriffsstellung sich
befindet. Je nach Gewinderichtung wird mit Drehen der Kappe 6
der Zwischenring 27 entweder aus einer eingefahrenen Stellung
innerhalb der Kappe 6 nach unten in eine sichtbare Stellung
gefahren, die dann das Originalitätsmerkmal darstellt, oder
aus einer ausgefahrenen Stellung in die Kappe 6 eingefahren,
so daß dann die eingefahrene Stellung das Originalitätsmerk
mal bildet. Jedenfalls weist der Zwischenring 27 mindestens
ein Rastelement auf, mit dem der Zwischenring mit dem Rast
glied verrastbar ist, so daß dann erst in der Raststellung
mit einer Weiterdrehung der Kappe 6 auch der Schraubverschluß
geöffnet werden kann. Dadurch ist gleichfalls eine Originali
tätssicherung vor dem eigentlichen Drehöffnungsvorgang er
reicht, so daß keine unkontrollierte Öffnung des Verschlusses
möglich ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist das
Rastelement am Zwischenring durch einen noppenartigen Vor
sprung 31 gebildet, der in eine ensprechende Ausnehmung 32 am
Rastglied 3 irreversibel eindrückbar ist (Formschluß oder
dgl.).
Fig. 7 zeigt einen allgemein mit 1′ bezeichneten Schraubver
schluß für einen Behälter 2′, insbesondere einen Weithalsbe
hälter aus Glas oder Kunststoff (Behälterhalsdurchmesser vor
zugsweise größer 30 mm). Der Schraubverschluß 1′ umfaßt ein
Rastglied 3′ mit einem Schraubgewindegang 4′, das sich in
Dreheingriffsstellung mit dem Behälterhals 5′ befindet bzw.
auf den Behälterhals aufschraubbar ist. Das Rastglied 3′
stellt hierbei die äußere Kappe des Schraubverschlusses 1′
dar. Innerhalb der äußeren Kappe 3′ ist eine Innenkappe 6′
angeordnet, die von oben auf den Behälterhals 5′ aufliegt.
Wie am besten aus Fig. 8 hervorgeht, weist die Innenkappe 6′
eine von der Bodenunterseite nach unten vorstehende umlau
fende Dichtlippe 7′ auf, die im dargestellten Ausführungsbei
spiel mit einer keilförmigen Anlagefläche 8′ dichtend an der
Innenfläche des Behälterhalses 5′ anliegt, wobei die Innen
fläche des Behälterhalses komplementär konisch bzw. keilartig
geformt ist. Es sind aber auch andere Dichtlippenausbildungen
möglich.
Die äußere Kappe 3′, die im dargestellten Ausführungsbeispiel
mit einem eingängigen Schraubgewinde versehen ist, wie sich
am besten aus Fig. 12 ergibt, weist eine mit 9′ bezeichnete
Mitnehmerschulter auf, die umlaufend und durch einen nach in
nen ragenden Vorsprung 10′ am unteren Ende der äußeren Kappe
3′ ausgebildet ist. In der in Fig. 8 dargestellten Verschluß
stellung befindet sich die Mitnehmerschulter 9′ in einem ver
tikalen Abstand zu einer mit 11′ bezeichneten umlaufend aus
gebildeten Anschlagschulter der Innenkappe 6′. Fig. 8 zeigt
ferner die Eingriffsstellung von am Rastglied bzw. der äuße
ren Kappe 3′ ausgebildeten Rasten 12′ mit an der Innenkappe
6′ ausgebildeten Rastelementen 13′. Die Rasten 12′ und die
Rastelemente 13′ ergeben sich deutlicher aus den Fig. 11 und
14, wobei sie dort in Draufsicht dargestellt sind.
Fig. 9 zeigt, daß die Rasten 12′ und die Rastelemente 13′ je
weils in Art eines Sägezahnprofils ausgebildet sind, wobei
die blockierende Rampe der Rasten und der Rastelemente mit
14′ und die Auflauframpe des Sägezahnprofils mit 15′ bezeich
net ist. Ersichtlich ist eine Relativbewegung zwischen der
äußeren Kappe 3′ und der inneren Kappe 6′ bei einer Bewegung
der äußeren Kappe 3′ in Fig. 9 nach rechts möglich, was einer
Drehung der äußeren Kappe 3′ in Uhrzeigerrichtung und damit in
Drehöffnungsrichtung entspricht, da die äußere Kappe 6′ mit
den Rasten 12′ über die Auflauframpen 15′ des Sägezahnprofils
der Innenkappe 6′ läuft bzw. in diese überläuft. Hingegen ist
eine Relativbewegung bzw. relative Drehung zwischen der äuße
ren Kappe 3′ und der Innenkappe 6′ aufgrund der vertikal ver
laufenden Rampen 14′ blockiert und zwar irreversibel, da die
äußere Kappe 3′ nicht in Fig. 9 nach links und damit in
Schließrichtung entgegen der Innenkappe 6′ bewegt werden
kann.
Die Fig. 10 und 11 zeigen den Aufbau der Innenkappe 6′ mit
den auf der Oberseite des Kappenbodens ausgebildeten
Rastelementen 13′, die entsprechend Fig. 11 als längs eines
Kreises umlaufendes Sägezahnprofil bei 16′ gebildet sind.
Ferner sind auf der Oberseite der Innenkappe 6′ Kennzeich
nungsfelder 17′ vorgesehen und zwar im dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel insgesamt vier Kennzeichnungsfelder 17′ in Art
von Segmenten, die zueinander um 90 Grad versetzt sind und
eine Winkelbreite von etwa 25 Grad aufweisen. Die Kennzeich
nungsfelder 17′ können durch Farbfelder, etwa mit roter Farbe
oder durch sonstige Kennzeichnungen, gebildet sein.
Ausweislich den Fig. 12 bis 14 weist die äußere Kappe 3′ ent
sprechend ausgebildete Öffnungen 18′ auf, die gleichfalls
segmentartig und um 90 Grad versetzt zueinander angeordnet
sind sowie eine Winkelbreite von etwa 25 Grad aufweisen. Der
radiale Abstand zum Mittelpunkt ist derselbe wie im Falle der
Kennzeichnungsfelder 17′, so daß in einer bestimmten Drehlage
von äußerer Kappe 3′ und Innenkappe 6′ die Kennzeichnungsfel
der 17′ in Deckung mit den Öffnungen 18′ gelangen, so daß die
Kennzeichnungsfelder 17′ von oben durch die äußere Kappe 3′
ersichtlich sind. Form und Größe der Kennzeichnungsfelder 17′
müssen nicht den Öffnungen 18′ angepaßt sein. Es muß ledig
lich gewährleistet sein, daß ab einer bestimmten Drehstellung
eine Überlappung zwischen den Kennzeichnungsfeldern 17′ und
den Öffnungen 18′ entsteht, so daß in einer bestimmten
Drehlage durch die Öffnungen 18′ die Kennzeichnungsfelder 17′
als irreversibles Originalitätsmerkmal erkennbar sind.
Fig. 14 zeigt, daß die längs derselben Kreislinie wie die
Rastelemente 13′ der Innenkappe 6′ ausgebildeten Rasten 12′
segmentweise auf der Unterseite des Bodens der äußeren Kappe
3′ vorgesehen sind, und zwar in vier Segmenten, die um 90 Grad
zueinander versetzt sind und eine Winkelbreite von jeweils
etwa 40 Grad aufweisen. Bei Bedarf können die Rasten 12′,
die segmentweise ein Sägezahnprofil darstellen, auch umlau
fend analog dem Sägezahnprofil 16′ nach Fig. 11 ausgebildet
sein.
Fertigungsbedingt sind in der in Fig. 8 ersichtlichen Ver
schlußstellung der Verschlußkappe 1 die Öffnungen 18′ nicht
überlappend mit den Kennzeichnungsfeldern 17′ ausgebildet,
vielmehr befindet sich die in die Drehöffnungsrichtung F
(Fig. 13) vorlaufende radiale Kante 19′ unmittelbar benachbart
der nacheilenden radialen Kante 20′ des zugeordneten Kenn
zeichnungsfeldes 17′, und zwar in Drehöffnungsrichtung vor
dieser nacheilenden Kante 20′, so daß keine Überlappung zwi
schen dem Kennzeichnungsfeld 17′ und der Öffnung 18′ vorhan
den ist. Sobald die äußere Kappe 3′ in Drehöffnungsrichtung F
gedreht wird, überläuft die voreilende Kante 19′ der Öffnung
18′ das zugeordnete Kennzeichnungsfeld 17′, so daß das Origi
nalitätsmerkmal, etwa die rote Farbe des Kennzeichnungsfeldes
17′ durch die Öffnung 18′ sichtbar wird. Sobald eine Drehung
in Drehöffnungsrichtung F erfolgt, d. h. die äußere Kappe 3′
relativ zur Innenkappe 6′ gedreht wird, die mit entsprechen
dem Festsitz aufgrund der Keilfläche 8′ im Behälterhals 5′
sitzt, überlaufen die Rasten 12′ die sägezahnartigen Rastele
mente 13′. Ein Rückdrehen der äußeren Kappe 3′ relativ zur In
nenkappe 6′ ist hierbei infolge der beschriebenen Rastwirkung
zwischen den Sägezahnprofilen bzw. den vertikal verlaufenden
Rampen 14′ nicht mehr möglich, d. h. das in der Öffnung 18′
sichtbar gemachte Kennzeichnungsfeld 17′, d. h. das Originali
tätsmerkmal, kann nicht mehr durch Rückdrehen der äußeren
Kappe 3′ relativ zur Innenkappe 6′ rückgängig gemacht werden.
Somit wird eine einmal erfolgte Öffnung, und zwar bereits ge
ringe Öffnung der Verschlußkappe infolge der Überdeckung der
Öffnungen 18′ mit den Kennzeichnungsfeldern 17′ angezeigt,
ohne daß dieses Originalitätsmerkmal wieder rückgängig ge
macht werden könnte.
Bei einer Weiterdrehung der äußeren Kappe 3′ gelangt diese
infolge des Schraubgewindeeingriffs mit dem Behälterhals 5′
nach oben, so daß in einer bestimmten Drehstellung die Mit
nehmerschulter 9′ an die Anlageschulter 11′ der Innenkappe 6′
anschlägt, so daß mit weiterer Drehung der äußeren Kappe 3′
schließlich die Innenkappe 6′ nach oben mitgenommen wird. In
dieser Lage befinden sich die Rasten 12′ und die Rastelemente
13′ selbstverständlich noch in voller Eingriffsstellung, so
daß nunmehr mit Drehung der äußeren Kappe 3′ auch aufgrund
des Rasteingriffs die Innenkappe 6′ mitgedreht wird und damit
die zwischenzeitlich erreichte volle Überlappung der Kenn
zeichnungsfelder 17′ mit den Öffnungen 18′ aufrechterhalten
bleibt. Größe und Anordnung bzw. Ausrichtung der Kennzeich
nungsfelder 17′ und der Öffnungen 18′ ist hierbei so, daß ab
Drehung der äußeren Kappe 3′ aus ihrer Verschlußstellung her
aus die Überlappung der Kennzeichnungsfelder 17′ mit den ent
sprechenden Öffnungen 18′ beginnt und die volle Überlappung
der Kennzeichnungsfelder 17′ mit den Öffnungen 18′ erreicht
ist, sobald die Innenkappe 6′ über die Mitnehmerschulter 9′
aus dem Behälterhals 5′ ausgehoben wird und mitzudrehen be
ginnt. Falls eine geringfügige Drehung der äußeren Kappe 3′
zugelassen werden soll, ohne daß hierbei das Originalitäts
merkmal bereits sichtbar wird, kann dem durch entsprechende
Versetzung bzw. Wahl der Größe der Kennzeichnungsfelder 17′
und der Öffnungen 18′ Rechnung getragen werden.
Auch beim erneuten Verschließen des Behälterhalses durch Auf
setzen der Verschlußkappe kann das Originalitätsmerkmal nicht
mehr rückgängig gemacht werden.
Anstelle der Ausbildung der Rasten und Rastelemente am Boden
der äußeren Kappe und der Innenkappe können die Rasten und
Rastelemente auch an der Innen- bzw. Außenfläche der Seiten
wand der äußeren Kappe und der Innenkappe ausgebildet sein.
Anstelle des in Fig. 12 bzw. in Fig. 8 dargestellten Gewinde
ganges über den Umfang des Behälterhalses bzw. der Kappe kön
nen auch an den Umfang zueinander versetzte segmentartige
Schraubwulste vorgesehen sein.
Bei unter Druck stehendem Inhalt der Behälterflaschen kann es
zweckmäßig sein, an der Unterseite des Bodens der äußeren
Kappe 3′ insbesondere mittig ein federndes Element vorzuse
hen, so daß mit dem Aufschrauben der äußeren Kappe 3′ noch
auf die Innenkappe 6′ gedrückt wird, so daß diese in Dicht
stellung verbleibt, bis über die Mitnehmerschulter 9′ die In
nenkappe 6′ vom Behälterhals abgehoben wird. Hierbei eignet
sich insbesondere eine bauchartige Ausformung an der Unter
seite des Bodens der äußeren Kappe 3′, die unter Vorspannung
auf die Innenkappe 6′ drückt.
Claims (23)
1. Schraubverschluß mit Originalitätssicherung für insbe
sondere Weithalsbehälter, mit einer auf den Behälter
hals aufschraubbaren Verschlußkappe,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Originalitätssicherung gebildet ist durch ein
sicht- oder fühlbares Originalitätsmerkmal am Schraub
verschluß (1), welches beim Drehöffnen des Verschlusses
durch Verformen eines Teils (25) der Verschlußkappe (6)
oder durch Verrastung von Teilen der Verschlußkappe (6,
3) irreversibel gebildet wird.
2. Verschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Originalitätsmerkmal durch eine verformungs-
oder spannungsbedingte Verfärbung des Schraubverschlus
ses gebildet ist.
3. Verschluß nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kappe (6) an mindestens einem Abschnitt (25)
eine Farbschicht aufweist oder aus einem unter Spannung
die Farbe verändernden Material gebildet ist, der sich
beim Drehöffnen des Verschlusses (1) an einer Behälter
halsausbildung (26) verformt, derart, daß zur Erzeugung
des Originalitätsmerkmals die Farbe an einen Sichtab
schnitt des Verschlusses verdrängt und von außen sicht
bar gemacht oder ein Sichtabschnitt des Verschlusses
unter der Verformungsspannung bleibend verfärbt wird.
4. Verschluß nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der sich beim Drehöffnen verformende Abschnitt (25)
durch den unteren Randabschnitt des Verschlusses gebil
det ist, welcher schräg nach unten und radial nach in
nen vorsteht und eine erhabene Ausbildung (26) des Be
hälterhalses (5) hintergreift, derart, daß beim Dreh
öffnen der Abschnitt durch die erhabene Ausbildung un
ter Verformung nach außen gedrückt wird.
5. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß (1) ein sich mit dem Behälterhals (5)
in Dreheingriffstellung bringbares Rastglied (3) und
eine auf dem Rastglied sitzende Kappe (6) aufweist, die
gegen Abziehen vom Rastglied gesichert ist und Rastele
mente aufweist, die mit Rasten am Rastglied (3) in eine
irreversible Raststellung (11) verrastbar sind, in der
das Originalitätsmerkmal aufgrund des Rasteingriffs
gebildet wird.
6. Verschluß nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Originalitätsmerkmal durch Veränderung der Hö
henlage und/oder radialen Stellung von Kappe (6) und
Rastglied (3) in Raststellung gebildet ist, derart, daß
ein oder mehrere Wulste (19, 24) oder Vorsprünge (13)
in Öffnungen (14, 20, 21) der Kappe (6) oder des Rast
gliedes (3) einrückbar oder ausrückbar sind.
7. Verschluß nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rastglied (3) kappenartig und als Dichtung des
Verschlusses (1) für den Behälter ausgebildet ist, in
dem das Rastglied (3) aus einem weicheren Material als
die Kappe (6) und/oder mit Dichtlippen (16) ausgebildet
ist, die in Verschlußstellung am Behälterhals dichtend
anliegen.
8. Verschluß nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Originalitätsmerkmal durch die Ein- oder Aus
griffsstellung von am unteren Randabschnitt der auf dem
Rastglied (3) sitzenden Kappe (6) ausgebildeten zungen
artigen Vorsprünge (13) in entsprechende Ausnehmungen
(14) des Rastglieds (3), durch die Ein- oder Ausgriffs
stellung einer Wulst (19), welche an dem die Behälter
mündung übergreifenden Teil (9) des Rastglieds (3) aus
gebildet ist, in eine entsprechende Öffnung, (20) am
Kappenboden (10) oder durch die Ein- bzw. Ausgriffs
stellung von über den Ümfang des Rastglieds verteilt
angeordneten noppenartigen radialen Vorsprüngen (24)
mit fensterartigen Öffnungen (21) der Kappe (6), die am
Halsabschnitt der Kappe (6) angeordnet sind, gebildet
ist.
9. Verschluß nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rastglied (3) mehrteilig, vorzugsweise zweitei
lig ausgebildet ist, wobei ein Teil (3b) für die Dreh
eingriffsstellung mit dem Behälterhals ausgebildet ist
und ein anderer Teil (3a) oder ein Teil der Kappe (6)
über einen Nocken (22) und ein Nockenkurve (23) gegen
über dem anderen Teil (3b) beim Drehöffnen radial in
die Eingriffsstellung zwecks Bildung des Originalitäts
merkmals verfahrbar ist.
10. Verschluß nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß Kappe (6) und Rastglied (3) aus Materialien unter
schiedlicher Farbe zweckmäßigerweise durch Zwei-Kompo
nenten-Spritzgießen gebildet ist, oder zumindest die
das Originalitätsmerkmal bildenden Teile unterschied
lich gegenüber den übrigen Teilen des Schraubverschlus
ses (1) gefärbt sind.
11. Verschluß nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rastglied (3) einen Zwischenring (27) aufweist,
der im Rastglied in einer Führung (28) drehfest, aber
axial beweglich gehalten ist und über ein Steilgewinde
(29) mit der Kappe (6) zusammenwirkt, derart, daß beim
Drehen der Kappe (6) der Zwischenring (27) relativ zum
Rastglied in eine Raststellung verfahren wird, in der
der Zwischenring mit einem daran ausgebildeten Rastele
ment (31) mit einer Raste des Rastglieds verrastet und
durch Ausfahren aus der Kappe (6) oder durch Einfahren
in die Kappe (6) das Originalitätsmerkmal bildet.
12. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß (1′) ein mit dem Behälterhals (5′)
verschraubbares Rastglied (3′) aufweist, welches eine
äußere Kappe des Verschlusses bildet und eine auf dem
Behälterhals sitzende Innenkappe (6′) des Verschlusses
übergreift, welche Rastelemente (13′) aufweist, die
beim Öffnen der Verschlußkappe mit Rasten (12′) am
Rastglied (3′) in eine Raststellung verrastbar sind,
welche irreversibel das Originalitätsmerkmal bildet.
13. Verschluß nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasten (12′) und die Rastelemente (13′) derart
ausgebildet sind, daß eine relative Drehung zwischen
äußerer Kappe (3′) und Innenkappe (6′) in Drehöffnungs
richtung möglich, in Gegenrichtung jedoch blockiert
ist.
14. Verschluß nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß Rasten (12′) und Rastelemente (13′) als Sägezahn
profil ausgebildet sind.
15. Verschluß nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastelemente (13′) an der Innenkappe (6′) als
umlaufendes Sägezahnprofil und die Rasten (12′) an der
äußeren Kappe (6′) als Segmente mit Sägezahnprofil ge
bildet sind oder umgekehrt.
16. Verschluß nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß vier Segmente mit einer Winkelbreite von jeweils
etwa 40 Grad um 90 Grad zueinander verteilt angeordnet
sind.
17. Verschluß nach einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bildung des Originalitätsmerkmals an der äuße
ren Kappe (3′) Öffnungen (18′) und an der Innenkappe
(6′) Kennzeichnungsfelder (17′) ausgebildet sind, die
sich in Raststellung zur Sichtbarmachung des Originali
tätsmerkmals überlappen.
18. Verschluß nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungen (18′) im Boden der äußeren Kappe (3′)
und die Kennzeichnungsfelder (17′) auf der Oberseite
des Bodens der Innenkappe (6′) vorgesehen sind.
19. Verschluß nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß vier Öffnungen (18′) und vier Kennzeichnungsfelder
(17′) mit jeweils einer Winkelbreite von vorzugsweise
etwa 25 Grad sowie um 90 Grad jeweils zueinander ver
setzt vorgesehen sind.
20. Verschluß nach einem der Ansprüche 12 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Kappe (3′) eine Mitnehmerschulter (9′)
für die Innenkappe (6′) aufweist, die in Verschlußstel
lung des Schraubverschlusses (1′) in einem Abstand un
terhalb einer Anschlagschulter (11′) an der Innenkappe
(6′) liegt, der gleich der Steigung bei einer Drehung
mit der äußeren Kappe (3′) bis zur vollen Darstellung
des Originalitätsmerkmals, vorzugsweise zur vollen
Überdeckung von Öffnungen (18′) und Kennzeichnungsfel
der (17′) ist.
21. Verschluß nach einem der Ansprüche 12 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenkappe (6′) eine sich von der Bodenunter
seite nach unten erstreckende umlaufende Dichtlippe
(7′) zur dichten und festen Anlage an der inneren Hals
fläche des Behälters (5′) aufweist.
22. Verschluß nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtlippe (7′) eine keilförmige Anlagefläche
mit dem Behälter aufweist.
23. Verschluß nach einem der Ansprüche 12 bis 22, ins
besondere für die Verwendung an Behältern zur Aufnahme
von unter Druck stehendem Gut,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Kappe (3′) vorzugsweise ein federndes
bzw. vorgespanntes Bauteil aufweist, welches die Innen
kappe auf den Behälter drückt, bis die Mitnehmerschul
ter (9′) die Innenkappe (6′) anhebt.
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