DE4002957A1 - Kunststoffummantelung fuer einen leitplankenpfosten - Google Patents
Kunststoffummantelung fuer einen leitplankenpfostenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01F—ADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
- E01F15/00—Safety arrangements for slowing, redirecting or stopping errant vehicles, e.g. guard posts or bollards; Arrangements for reducing damage to roadside structures due to vehicular impact
- E01F15/14—Safety arrangements for slowing, redirecting or stopping errant vehicles, e.g. guard posts or bollards; Arrangements for reducing damage to roadside structures due to vehicular impact specially adapted for local protection, e.g. for bridge piers, for traffic islands
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kunststoffummantelung für einen
im Querschnitt I-förmigen Pfosten einer Leitplankenkonstruk
tion gemäß den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
Es sind Kunststoffummantelungen dieser Art bekannt, welche
zweiteilig ausgebildet sind und deren Hälften nach der Mon
tage um den Pfosten und formschlüssig ineinander greifen.
Diese Kunststoffummantelungen weisen eine etwa kreisförmige
Außenkontur auf. Die Innenkontur ist dem Pfostenquerschnitt
angepaßt. Sie sind mit einem erheblichen Materialaufwand
hergestellt, da der gesamte Bereich zwischen Pfosten und
Außenkontur der Ummantelung mit energieabsorbierendem Ma
terial ausgefüllt ist.
Derartige Kunststoffummantelungen sind daher verhältnismäßig
kostenaufwendig und haben zudem aufgrund ihres kreisrunden
Außenumfangs eine eher plumpe Gestalt, welche ästhetisch
nicht zum übrigen Aufbau der Leitplankenkonstruktion paßt.
Die kreisrunde Außenkontur bedingt weiterhin, daß solche
Kunststoffummantelungen auch zahlreichen Anwendungen im
privaten Bereich zugänglich sind, und diese daher häufig
entwendet werden, wodurch nicht nur erhöhte Kosten entste
hen, sondern insbesondere die gerade durch diese Kunststoff
ummantelungen zu vermeidenden Verletzungsrisiken an den
scharfkantigen Pfosten wieder auftreten.
Weiterhin sind Kunststoffummantelungen bekannt, welche ein
stückig ausgebildet sind und vor der Montage der Leitplanken
auf den Pfosten von oben aufgesetzt werden. Diese Kunststoff
ummantelungen können zwar nicht entwendet werden, haben
jedoch den Nachteil, daß sie bei Beschädigung nur äußerst
aufwendig ersetzt werden können, da hierzu die Leitplanke
vom Pfosten zu trennen ist.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine gattungsgemäße Kunststoffummantelung zu schaffen, wel
che die vorgenannten Nachteile vermeidet und bei nur gerin
gem Materialeinsatz einen wirksamen und gut handhabbaren
Schutz für solche Pfosten bietet.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im Anspruch
1 aufgeführten Merkmale erfüllt.
Die erfindungsgemäße Lösung sieht eine als Manschette ausge
bildete Kunststoffummantelung vor, welche den I-förmigen
Leitplankenpfosten nur an einer (zur Fahrbahn hin weisenden)
Stegseite des Pfostens sowie an den sich daran anschließen
den Schenkeln ummantelt. Der rückseitige Stegteil des Pfo
stens bleibt somit ummantelungsfrei, wodurch eine erhebliche
Materialersparnis erzielt wird. Die manschettenförmige Aus
bildung hat desweiteren den Vorteil, daß eine solche Umman
telung in einfacher Form auf dem Pfosten klemmbefestigt
werden kann, so daß die Montage schnell und einfach und
bei montierter Leitplanke erfolgen kann.
Wegen des zumindest für den privaten Bereich nicht so an
sprechenden ästhetischen Gesamteindrucks dieser relativ
unregelmäßig erscheinenden und hinten offenen Manschette
dürfte die Gefahr von Entwendungen relativ gering sein.
Gegebenenfalls kann eine solche Manschette am Pfosten durch
Kleben gesichert werden.
Die Manschette verdeckt sämtliche scharfe Kanten des I-för
migen Pfostens, insbesondere im Bereich der Schenkel, deren
freie Vertikalkanten ein besonders hohes Verletzungsrisiko
für darauf prallende Motorradfahrer darstellen. Die Man
schette umgreift diese freien Schenkelkanten zu beiden Sei
ten, so daß diese unabhängig von der Anordnung des Pfostens
geschützt sind.
Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Manschettenpro
fils ist durch die in Anspruch 2 aufgeführten Merkmale ge
kennzeichnet. Dieses im Querschnitt etwa sigmaförmige Man
telprofil kann auf einen I-förmigen Pfosten in einfacher
Weise nach vorherigem Aufspreizen der Manschette klemmbe
festigt werden. Der I-förmige Pfosten hat nach dem Aufsetzen
der sigmaförmigen Manschette dann etwa die Form der als
Leitplankenpfosten häufig eingesetzten Sigma-Profile, die
heutzutage in der Regel bevorzugt werden, da bei ihnen auf
grund der abgerundeten Ausbildungen eine derartige Ummante
lung meist nicht erforderlich ist. Diese sigmaförmige Um
mantelung ist daher dort besonders vorteilhaft einzusetzen,
wo Leitplankenkonstruktionen stehen, die sowohl I-förmige
als auch sigmaförmige Pfosten aufweisen. Es werden dann
lediglich die I-förmigen Pfosten durch die im Querschnitt
sigmaförmigen Manschetten verkleidet, so daß ein einheit
licher optischer Gesamteindruck der Leitplankenkonstruktion
entsteht, derart, als wären nur Sigma-Pfosten eingesetzt.
Gemäß Anspruch 3 besteht der Kern der Kunststoffummantelung
vorzugsweise aus Polyethylen. Dieser verhältnismäßig feste
Schaumstoff hat sehr gute Dämpfungseigenschaften, so daß bei
einem Aufprall ein erheblicher Teil an Bewegungsenergie
umgewandelt werden kann.
Vorzugsweise ist der aus Polyethylenschaum bestehende Kern
gemäß Anspruch 4 mit einem Überzug aus einer 1 mm bis 2 mm
dicken Kunststoffhaut (coating) versehen. Diese Kunststoff
haut ist witterungs- und lichtbeständig und schützt den
darunter liegenden Polyethylenschaumkern gegen äußere Ein
flüsse. Die fest mit dem Kern verbundene Kunststoffhaut
bildet einen Verbundwerkstoff, der nahezu ideale Eigenschaf
ten hinsichtlich der Druckverteilung im Falle eines Auf
pralls aufweist. Durch die Kunststoffhaut wird die Aufprall
energie sehr gleichmäßig in den Kern eingeleitet, der diese
Energie dann großflächig umwandelt und somit vor einer Ver
letzung an den verhältnismäßig scharfen Schenkelenden des
I-förmigen Pfostens schützt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Figur
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der Figur ist mit 1 ein im Querschnitt I-förmiger Pfosten
einer Leitplankenkonstruktion bezeichnet. Dieser I-förmige
Pfosten 1 weist zwei Schenkel 2 auf, die durch einen Steg
3 miteinander verbunden sind.
Eine Verletzungsgefahr an einem solchen Pfosten 1 besteht
insbesondere an den scharfkantigen Enden der Schenkel 2, die
zur Verminderung der Verletzungsgefahr ummantelt sind. Als
Ummantelung ist eine Manschette 4 vorgesehen, welche die
beiden Schenkel 2 des Pfostens 1 vollständig und den Steg
3 zu einer Seite ummantelt. Die Manschette 4 besteht aus
zwei im Querschnitt C-förmigen Manschettenteilen 5, welche
zueinander geöffnet und gegenüberliegend angeordnet sind,
und die durch einen stegparallelen Manschettenteil 6 mitein
ander zu einem im Querschnitt etwa sigmaförmigen Manschetten
profil einstückig verbunden sind.
Die Manschette 4 besteht aus einem Polyethylenschaumkern
7, der mit einer witterungsbeständigen, etwa 1 mm bis 2 mm
dicken und fest mit dem Kern 7 verbundenen Kunststoffhaut
8 überzogen ist.
Eine solche Manschette 4 wird als Manschettenprofil in
größerer Länge hergestellt und vor Ort auf die erforderliche
Länge des zu ummantelnden Pfostenteils gebracht. Zur Befe
stigung der Manschette 4 am Pfosten 1 werden die C-förmigen
Manschettenteile 5 sowie die nach innen gerichteten Enden
dieser Manschettenteile 5 derart gespreizt, daß die Man
schette 4 in Richtung 9 seitlich auf den Pfosten aufgescho
ben werden kann, bis der Pfostensteg 3 an dem stegparallelen
Manschettenteil 6 anliegt. Anschließend werden die gespreiz
ten Manschettenteile 5 losgelassen, so daß diese in die
in der Figur dargestellte Stellung zurückfedern und form
schlüssig den Pfosten 1 umgreifen. Gegebenenfalls kann
zwischen der Manschette 4 und dem Pfosten 1 eine Klebe
schicht vorgesehen sein.
Bezugszeichenaufstellung
1 Pfosten
2 Schenkel
3 Steg
4 Manschette
5 Manschettenteil C-förmig
6 Manschettenteil stegparallel
7 Kern
8 Kunststoffhaut
9 Richtung
2 Schenkel
3 Steg
4 Manschette
5 Manschettenteil C-förmig
6 Manschettenteil stegparallel
7 Kern
8 Kunststoffhaut
9 Richtung
Claims (4)
1. Kunststoffummantelung für einen im Querschnitt I-förmigen
Pfosten einer Leitplankenkonstruktion, mit einem energieab
sorbierenden Kern, der an der nach außen weisenden Seite mit
einem witterungsbeständigen überzug versehen ist, da
durch gekennzeichnet, daß die Ummante
lung (4) als Manschette ausgebildet ist, welche den I-för
migen Pfosten (1) nur an einer Stegseite sowie an den Schen
keln (2) umgreift.
2. Kunststoffummantelung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ummantelung (4) zwei
zueinander geöffnete, im Querschnitt C-förmige Mantelteile
(5) aufweist, die durch einen stegparallelen Mantelteil
(6) zu einem im Querschnitt etwa sigmaförmigen Mantelprofil
verbunden sind.
3. Kunststoffummantelung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der Kern (7)
aus Polyethylenschaum besteht.
4. Kunststoffummantelung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Über
zug (8) aus einer 1 mm bis 2 mm dicken Kunststoffhaut be
steht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904002957 DE4002957A1 (de) | 1990-02-01 | 1990-02-01 | Kunststoffummantelung fuer einen leitplankenpfosten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19904002957 DE4002957A1 (de) | 1990-02-01 | 1990-02-01 | Kunststoffummantelung fuer einen leitplankenpfosten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4002957A1 true DE4002957A1 (de) | 1991-08-08 |
Family
ID=6399211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19904002957 Withdrawn DE4002957A1 (de) | 1990-02-01 | 1990-02-01 | Kunststoffummantelung fuer einen leitplankenpfosten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4002957A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1990
- 1990-02-01 DE DE19904002957 patent/DE4002957A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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