DE4002725C1 - - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03F—SEWERS; CESSPOOLS
- E03F3/00—Sewer pipe-line systems
- E03F3/06—Methods of, or installations for, laying sewer pipes
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- E03F3/06—Methods of, or installations for, laying sewer pipes
- E03F2003/065—Refurbishing of sewer pipes, e.g. by coating, lining
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- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)
Description
Die Erfindung befaßt sich mit der Weiterentwicklung des im
Patent 39 12 103 beschriebenen Verfahrens zum unterirdi
schen Auswechseln schadhafter Abwasser-Sammlerrohre von
nicht begehbarem Durchmesser, in welche Hausanschlußrohre
einmünden. Dieses Verfahren setzt sich aus folgenden Ver
fahrensschritten zusammen:
- a) jedes Hausanschlußrohr wird mittels einer im alten Sammlerrohr verfahrbaren und durch die Mündungsöffnung einführbaren Trennvorrichtung durch eine oder mehrere radiale, vom alten Sammlerrohr beabstandete Trennfugen vom alten Sammlerrohr abgeschnitten,
- b) von einem Preßschacht aus werden durch das alte Sammler rohr eine dieses aufbrechende Bohrvorrichtung und daran anschließende, das neue Sammlerrohr bildende Rohrab schnitte vorgepreßt,
- c) mittels einer im Sammlerrohr verfahrbaren Form- und Gießvorrichtung wird durch seitliche Anschlußöffnungen eine das neue Sammlerrohr mit den Hausanschlußrohren verbindende, etwa rohrförmig aushärtende Vergußmasse eingebracht.
Bei dem Verfahrensschritt (b) kommt eine Bohrvorrichtung
mit einem konischen Bohrkopf zum Einsatz, der an seinem Au
ßenmantel Meißel aufweist und dessen Drehzapfen in einem
rohrförmigen Gehäuse gelagert und mit einem Getriebemotor
versehen ist. Außerdem sind die Meißel als Rollmeißel aus
gebildet und der Drehzapfen ist mit einer Kröpfung versehen,
auf der ein Brecherring drehbar gelagert ist, der mit einem
im Gehäuse angeordneten Brechermantel einen sichelförmigen
Brecherspalt bildet. Die Bohrvorrichtung muß hierbei über
Kabel mit elektrischem Strom für den Drehantrieb des Bohr
kopfes versorgt und mit hydraulischen Druckleitungen für die
hydraulischen Steuerzylinder und gegebenenfalls mit hydrau
lischen Transportleitungen zum Austragen des Bohrgutes aus
gerüstet werden.
Mit dem Verfahren und der Bohrvorrichtung nach Patent 39 12 103
wird ermöglicht, daß beim unterirdischen Auswechseln
schadhafter Abwasser-Sammlerrohre von nicht begehbarem
Durchmesser die alten Hausanschlußrohre erhalten bleiben
und unterirdisch an das ausgewechselte neue Sammlerrohr an
geschlossen werden können, ohne daß an den Anschlußstellen
Arbeitsschächte angelegt werden müssen.
Bei der Ausführung nach dem Patent 39 12 103 führen die
Versorgungskabel durch den Preßschacht und das neue Samm
lerrohr bis zu den Versorgungsstellen der Bohrvorrichtung
und werden entsprechend dem Preßvortrieb nachgeführt.
Alle Versorgungskabel müssen daher durch die das neue Samm
lerrohr bildenden Rohrabschnitte hindurchgeführt werden.
Hierfür müssen in zeitraubender Weise die oberirdischen An
schlußenden der Kabel von Steckdosen, Druckluftquellen, hy
draulischen Fördereinrichtungen gelöst und durch einen
Rohrabschnitt hindurchgeführt und wieder mit den Versor
gungseinrichtungen verbunden werden. Die Verwendung kürze
rer zusammenkuppelbarer Kabelabschnitte wäre sehr aufwendig
und störanfällig. Außerdem müssen die Versorgungskabel mit
fortschreitendem Preßvortrieb bis zu einem Zielschacht rei
chen, wobei die Entfernung zwischen Preßschacht und Ziel
schacht 100 m und mehr betragen kann.
Demgegenüber soll mit dem Verfahren nach dem Anspruch 1 eine
einfachere Zuführung der Versorgungskabel zu der Bohrvor
richtung erreicht und ein Hindurchführen der Kabel durch
die zu verpressenden Rohrabschnitte vermieden werden.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß vor
dem Verfahrensschritt (b) die für die Bohrvorrichtung er
forderlichen Versorgungskabel von einem Zielschacht aus
durch das alte Sammlerrohr bis zum Preßschacht sowie von
vorn durch eine Axialbohrung des Bohrkopfes geführt und an
die Verbraucherstellen der Bohrvorrichtung angeschlossen und
beim Vorpressen der Bohrvorrichtung entsprechend der Vor
triebslänge in den Zielschacht zurückgezogen werden.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die Versorgungskabel
während des Preßvortriebs über die gesamte Länge des Samm
lerrohres mit den oberirdischen Versorgungseinrichtungen
verbunden bleiben und nicht durch die zu verpressenden
Rohrabschnitte hindurchgesteckt werden müssen. Der Zugang
der Kabel zu den Verbraucherstellen der Bohrvorrichtung ge
schieht durch eine Axialbohrung des sich drehenden Bohrkop
fes. Um eine Reibung zwischen der mitdrehenden Wandung der
Axialbohrung und den nichtdrehenden Kabeln zu vermeiden und
ein Verdrehen der Kabel völlig auszuschließen, ist vor
zugsweise in der Axialbohrung des Bohrkopfes ein drehbar
gelagertes Führungsrohr angeordnet.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft dargestellt;
es zeigt
Fig. 1 ein zwischen einem Preßschacht und einem Ziel
schacht verlaufendes Sammlerrohr mit einer Bohr
vorrichtung in einem lotrechten Querschnitt und
Fig. 2 eine Bohrvorrichtung mit Einrichtungen zur Kabel
durchführung in einem Längsschnitt.
In Fig. 1 ist ein altes Abwasser-Sammlerrohr 1 dargestellt,
das mit Hausanschlußrohren 2 versehen ist und dessen Durch
messer eine Begehung nicht zuläßt. Um das defekte alte Samm
lerrohr 1 auswechseln zu können, wird dieses von einem Preß
schacht 3 aus mittels einer Bohrvorrichtung 5 aufgebrochen.
Die Bohrvorrichtung 5 besitzt einen konischen Bohrkopf 6,
der mittels eines motorischen Antriebs um die Mittelachse
des alten Sammlerrohres 1 gedreht und zusammen mit Rohrab
schnitten 8, welche das neue Sammlerrohr bilden, von einem
im Preßschacht 3 angordneten Preßzylinder 9 vorgepreßt
wird. Die Bohrvorrichtung umfaßt ein zweiteiliges rohrför
miges Gehäuse 7, welches einen den Rohrabschnitten 8 ent
sprechenden Außendurchmesser hat und in dem der Bohrkopf 6
drehbar gelagert ist. Die Rohrabschnitte 8 werden mittels
einer Kranbrücke 10 in den Preßschacht gebracht und aufein
anderfolgend unter Bildung eines neuen Sammlerrohres vor
gepreßt. Das Vorpressen der Rohrabschnitte 8 geschieht bis
zu einem Zielschacht 4.
Die für den Betrieb der Bohrvorrichtung 5 erforderlichen
Versorgungskabel 11 werden vor Beginn des zweiten Verfah
rensabschnittes vom Zielschacht 4 durch das alte Sammler
rohr 1 bis zum Preßschacht 3 hindurchgeführt. Der Transport
der Kabelköpfe kann mit Hilfe eines durch das Sammlerrohr 1
verfahrbaren Wagens geschehen. Die bis zur zunächst beim
Preßschacht 3 befindlichen Bohrvorrichtung 5 geführten Ka
belköpfe werden dort durch eine Axialbohrung im Bohrkopf 6
der Bohrvorrichtung 5 gesteckt und mit deren Verbraucher
stellen, wie Elektromotor, hydraulische Steuerzylinder,
Aufnahmeköpfe für hydraulische Fördereinrichtungen u. dgl.
verbunden. Die Versorgungskabel 11 laufen über eine am Boden
des Zielschachtes 4 angeordnete Umlenkrolle 12 und eine Ka
belwinde 13, die auf dem Zielschacht 4 angebracht ist. Zwi
schen der Kabelwinde 13 und einer Anschlußstation 15 befin
det sich ein Kabelspeicher 14, der in Fig. 1 schematisch
als Wickel dargestellt ist. Als Kabelspeicher 14 kann ein
Wickelbehälter dienen, oder die Versorgungskabel 11 können
über eine Vielzahl von Rollen eines Gerüstes laufen und
zwischen den Rollen durchhängen. Die Kabelwinde 13 zieht
die Versorgungskabel 11 mit fortschreitendem Vortrieb der
Bohrvorrichtung 5 zum Kabelspeicher 14 zurück und spannt das
Versorgungskabel 11.
Die in Fig. 2 gezeigte Bohrvorrichtung 5 besteht aus zwei
rohrförmigen Gehäuseteilen und einem Bohrkopf 6, der mit
Bohrmeißeln und anderen Schneidwerkzeugen ausgestattet ist.
Der Bohrkopf 6 ist mit einem axialen Lagerzapfen 17 in ei
nem am Gehäuse 7 befestigten Lager 16 drehbar gelagert und
mit einem Zahnrad 18 versehen, in welches das Antriebsrit
zel 19 eines Elektromotors 20 eingreift. Der konische Bohr
kopf 6 ist mit einer Axialbohrung 21 versehen, in der ein
Führungsrohr 22 mittels Lagerringen 23 drehbar gelagert
ist. Durch das Führungsrohr 22 werden die Versorgungskabel
gesteckt. Zur besseren Führung der Versorgungskabel ist das
vordere Ende 24 und das rückwärtige Ende 25 des Führungs
rohres 22 trichterförmig erweitert. Fig. 2 zeigt weiterhin
hydraulische Steuerzylinder 26, die eine Steuerung der Vor
triebsvorrichtung von der Anschlußstation 15 über hydrauli
sche Druckleitungen ermöglichen.
Die einzelnen Versorgungskabel können in einem gemeinsamen
Kabelmantel angeordnet sein.
Claims (3)
1. Verfahren nach Patent 39 12 103, dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Verfahrensschritt (b) die für die Bohrvor
richtung (5) erforderlichen Versorgungskabel (11) von
einem Zielschacht (4) aus durch das alte Sammlerrohr (1)
bis zum Preßschacht (3) sowie von vorn durch eine Axial
bohrung des Bohrkopfes (6) geführt und an die Verbrau
cherstellen der Bohrvorrichtung (5) angeschlossen und
beim Vorpressen der Bohrvorrichtung (5) entsprechend der
Vortriebslänge in den Zielschacht zurückgezogen werden.
2. Bohrvorrichtung nach Patent 39 12 103 zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der konische Bohrkopf (6) mit einer Axialbohrung
(21) versehen ist.
3. Bohrvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Axialbohrung (21) des Bohrkopfes (6) ein
drehbar gelagertes Führungsrohr (22) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (2)
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| DE19904002725 DE4002725C1 (de) | 1989-04-13 | 1990-01-31 |
Publications (1)
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Family Applications Before (1)
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Families Citing this family (4)
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1989
- 1989-04-13 DE DE19893912103 patent/DE3912103C1/de not_active Expired - Lifetime
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1990
- 1990-01-31 DE DE19904002725 patent/DE4002725C1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
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Non-Patent Citations (1)
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|---|
| BEYERT, J.: "Neue Lösungswege beim unter- irdischen Abwasserleistungsbau", in DE-Z.: "Wasser + Boden", 11/1987, S. 556-560 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3912103C1 (en) | 1990-10-18 |
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Legal Events
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