DE4002463C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsgurtverschluß zur Aufnahme
und Verriegelung einer Einsteckzunge mit einem Gehäuse und
einem darin angeordneten, einen unter Federwirkung stehenden
Auswerfer enthaltenden Einschubweg für die Einsteckzunge, mit
einem im Verschluß geführten und mit der Zungenausnehmung im
Verriegelungsfall zusammenwirkenden Riegel, einer quer zur
Bewegungsebene des Riegels geführten, von einer Schiebetastenfeder
belasteten Schiebetaste zur Aufhebung der Verriegelung,
wobei der Verschluß mit einer Einrichtung zu seiner Schocksicherung
gegen in der Bewegungsrichtung der Schiebetaste auftretende
Beschleunigungskräfte versehen ist.
Ein Sicherheitsgurtverschluß mit den vorstehend benannten Merkmalen
ist in der DE 35 37 465 C2 beschrieben; im Rahmen der
dazu offenbarten Einrichtung zur Schocksicherung weist die
Schiebetaste entgegen ihrer Betätigungsrichtung einen Überhub
auf, der nur bei entsprechend auf den Verschluß einwirkenden
Beschleunigungskräften wirksam wird und somit die Voraussetzung
für den Eingriff einer am Verschluß angeordneten Riegelvorrichtung
zur Sperrung des Betätigungsweges der Schiebetaste schafft.
Bei der Betätigung der Schiebetaste ohne das Auftreten von
Beschleunigungskräften setzt sich der Betätigungshub der Schiebetaste
weiterhin aus einem Leerhub und einem daran anschließenden
Entriegelungshub zur Betätigung des Verschlußriegels zusammen,
wobei während des Leerhubes die Schiebetaste lediglich gegen
die Wirkung der sie beaufschlagenden Schiebetastenfeder in
den Verschluß eingeschoben wird, bevor es zur Beaufschlagung
des Verschlußriegels und damit zum Beginn des Entriegelungshubes
kommt.
Bezüglich der daran vorgesehenen Einrichtung zur Schocksicherung
ist mit dem bekannten Verschluß der Nachteil verbunden, daß
der Schiebetaste über ihren Leer- und Entriegelungshub bei
der normalen Betätigung hinaus ein dritter Bewegungsspielraum
zu vermitteln ist, über welchen die Schiebetaste gleichfalls
geführt und gesichert werden muß; weiterhin erfordert die zusätzlich
am Verschluß vorzusehende Riegeleinrichtung zur Festlegung
der Schiebetaste weitere Einzelteile und zusätzlichen Aufwand
bei der Montage des Verschlusses.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Sicherheitsgurtverschluß
mit den eingangs genannten Merkmalen eine
einfache Schocksicherung gegen in der Wirkungsrichtung der
Schiebetaste wirkende Beschleunigungskräfte mit wenigen Bauteilen,
jedoch großer Funktionssicherheit zu verwirklichen.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Hauptanspruch;
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Sicherheitsgurtverschlusses
ist vorgesehen, den Leerhub der Schiebetaste für
deren Schocksicherung auszunutzen, indem in dem Verschluß eine
Zusatzfeder angeordnet ist, welche mit einem Verschlußteil
oder der Schiebetaste verbunden ist und mit ihrem freien Ende
lose an einem Widerlager des jeweils anderen Teils anliegt,
wobei die Federkraft der Zusatzfeder während des Leerhubes
der Schiebetaste deren Einschubbewegung entgegengerichtet ist
und während des Entriegelungshubes die Anlage der Zusatzfeder
an dem Widerlager aufgehoben ist.
Hiermit ist der Vorteil verbunden, daß außer der Zusatzfeder
keine weiteren Bauteile an dem Verschluß vorzusehen sind, wobei
gleichzeitig die für die Öffnung des Sicherheitsgurtes erforderlichen
Kräfte für die Einschubbewegung der Schiebetaste über den gesamten
Schiebetastenhub, also einschließlich des Entriegelungshubes,
nicht durch die zusätzliche Federwirkung der Zusatzfedern erhöht
werden, weil die Federwirkung der Zusatzfeder nur während des
Leerhubes der Schiebetaste wirksam ist und mit Eintritt der
Schiebetaste in deren Entriegelungshub fortfällt.
Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist der Zusatzfeder eine entgegen der Einschubrichtung
für die Schiebetaste gerichtete Vorspannung vermittelt,
so daß von Beginn der Einschubbewegung an ein entsprechen
der Federwiderstand herrscht. Die Kraft der Zusatzfeder
ist dabei so zu bemessen, daß das Gesamtniveau der
für die Entriegelung des Verschlusses erforderlichen
Einschubkraft nicht überschritten wird.
Zur Verwirklichung des erfindungsgemäßen Prinzips,
daß mit Eintritt der Schiebetaste in ihren Entriegelungs
hub die Wirkung der Zusatzfedern fortfällt, ist nach
Ausführungsbeispielen der Erfindung vorgesehen, daß
die formmäßige Ausgestaltung der jeweils zugeordneten
Widerlager für die Zusatzfeder an der Schiebetaste
einerseits und/oder an dem Verschluß andererseits so
vorgenommen ist, daß bei Erreichen eines festgelegten Ein
schubabschnitts für die Schiebetaste, also beim Beginn des
Entriegelungshubes, die Federabstützung aufgehoben
wird, so daß die Zusatzfeder während des Entriegelungs
hubes keine Federkraft mehr auf die Schiebetaste aufbringt,
sondern erst nach Erreichen der Ausgangslage der Schiebe
taste in ihrer Stellung vor Beginn der Einschubbewegung
wieder wirksam wird.
Hierzu ist nach einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung die als Blattfeder ausgebildete Zusatzfeder
mit dem Gehäuse des Verschlusses verbunden und liegt
mit ihrem freien Ende lose an einem an der Schiebe
taste ausgebildeten Vorsprung an, wobei sie während
des Schiebetastenhubes über den Vorsprung hinweggleitet
und der vom Vorsprung vermittelte Abstützungsweg dem
Leerhub der Schiebetaste entspricht, so daß am Ende
des Leerhubes das lose Ende der Blattfeder sein Wider
lager an der Schiebetaste verliert und die Zusatzfeder
somit während des Entriegelungshubes wirkungslos ist.
Eine alternative Ausführungsform dazu sieht vor, in
gleicher Weise eine Feder an der Schiebetaste anzuord
nen und diese Feder sich an einem Vorsprung des Gehäuses
abstützen zu lassen, wobei die Feder mit einer in Einschub
richtung der Schiebetaste gebildeten Krümmung und Vor
spannung versehen ist, so daß sich bei der Relativbe
wegung zwischen Schiebetaste und Verschlußgehäuse die
Krümmung der Schiebetaste verstärkt und sich diese
unter Verformung in einen zwischen Schiebetaste und
Verschluß gebildeten Zwischenraum einschiebt, wobei
sie in dieser Lage keine Federkräfte mehr auf die Schiebe
taste zu vermitteln in der Lage ist.
Zwei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen
davon aus, daß die Abstützung der Zusatzfeder auch
am Riegel des Verschlusses verwirklicht sein kann,
und hierzu ist eine Blattfeder quer zur Einschubrichtung
der Schiebetaste am Riegel mittig gehalten, die mit
ihren beiderseitigen freien Enden sich an zugeordneten
und einen Kanal zwischen sich einschließenden Vorsprüngen
der insoweit U-förmig ausgebildeten Schiebetaste abstützt.
Bei der Einschubbewegung der Schiebetaste wird die
am Riegel mittig gehaltene Feder zwischen den Vorsprüngen
zusammengebogen, bis die Zusatzfeder in den zwischen
den Vorsprüngen ausgebildeten Kanal der Schiebetaste
einschiebbar ist, so daß eine Abstützung der Feder
und von dieser ausgehende Federwirkung nicht mehr gegeben
ist.
Alternativ kann vorgesehen sein, an der Schiebetaste
zwei einwärts aufeinander zugebogene Zusatzfedern anzu
formen, die zwischen sich einen am Riegel angeordneten
Vorsprung einschließen und an diesem anliegen, wobei
sie bei der Relativbewegung der Schiebetaste gegenüber
dem Vorsprung des Riegels an diesem bis zur Aufhebung
der Abstützung der Federn am Riegel abgleiten.
Um die Gleitfähigkeit der jeweils freien Enden in der
verschiedenen Formen vorgesehenen Zusatzfedern an den
Widerlagern der zugeordneten Verschlußteile zu erhöhen,
ist es zweckmäßig, diese freien Enden der Federn in
gerundeter, das heißt balliger Form auszubilden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
wiedergegeben, welche nachstehend beschrieben sind.
Im einzelnen zeigen
Fig. 1 einen Sicherheitsgurtverschluß in teil
weisem Längsschnitt,
Fig. 2a-c ein erstes Ausführungsbeispiel der Schock
sicherung bei verschiedenen Bewegungszu
ständen der Schiebetaste,
Fig. 3a-c ein zweites Ausführungsbeispiel der Schock
sicherung gemäß Fig. 2,
Fig. 4a-c ein drittes Ausführungsbeispiel der Schock
sicherung gemäß Fig. 2,
Fig. 5a-c ein viertes Ausführungsbeispiel der Schock
sicherung entsprechend Fig. 2.
Ein Sicherheitsgurtverschluß 10 besteht aus einer einteiligen
Schloßplatte 11, welche im Bereich ihrer Befestigung
an einem Verankerungsteil 12 zu zwei gleich langen
Schenkeln 13, 14 umgebogen ist, zwischen denen eine
Einsteckzunge 15 gegen die Wirkung eines Auswerfers 16
einführbar ist. In zwei im hinteren Bereich der Schloßplatte
11 hochgebogenen Lappen 17 ist ein Riegel 18
senkrecht zur Einsteckebene für die Einsteckzunge 15
drehbar in einem Gelenk 19 gelagert, wobei die konstruktive
Ausbildung des Verriegelungsmechanismus nicht Gegenstand
der Erfindung ist. Parallel zur Schloßplatte 11 ist
eine Schiebetaste 20 in dem Sicherheitsgurtverschluß 10
geführt, wobei sie aufgrund einer Druckfeder 21 als
Schiebetastenfeder in ihrer vorderen Stellung gehalten
ist. Die Schiebetaste 20 betätigt bei ihrer Einschubbewegung
in Richtung auf das Verankerungsteil 12 zu den
Riegel 18 im Sinne einer Öffnungsbewegung mit
Freigabe der Einsteckzunge 15.
Die Schiebetaste 20 überwindet dabei bei ihrer Einschubbewegung
in Richtung des Verankerungsteils 12 einen
Leerhub 22, über welchen die Schiebetaste lediglich
gegen die Wirkung der sie beaufschlagenden Schiebetastenfeder
21 in den Verschluß 10 eingeschoben wird, bis
es zur Beaufschlagung des Riegels 18 im Sinne einer
Entriegelungsbewegung für die Einsteckzunge 15 kommt.
Dieser Entriegelungshub ist mit 23 bezeichnet.
In den Fig. 2 bis 5 ist nun in den unterschiedlichen
Bewegungszuständen der Schiebetaste die Verwirklichung
der Schocksicherung in verschiedenen Ausführungsformen
beschrieben. Dabei ist unter a) der jeweiligen Figur
die Ausgangsstellung der Schiebetaste, in b) das Verhalten
während des Leerhubes und in c) der Ablauf des Ent
riegelungshubes der Schiebetaste dargestellt.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbei
spiel ist eine als Blattfeder ausgebildete Zusatzfeder 24
am Gehäuse 25 befestigt, und zwar in im wesentlichen
senkrechter Ausrichtung zur Schiebetaste 20, wobei
die Blattfeder 24 mit ihrem freien, in balliger Form
gerundeten Ende an einem Vorsprung 26 der Schiebetaste
20 anliegt und entgegen der Einschubrichtung für die
Schiebetaste vorgespannt ist. Die Abmessung bzw. Aus
bildung des Vorsprunges 26 der Schiebetaste 20 ist
dabei so bemessen, daß bei der Relativbewegung zwischen
Schiebetaste 20 und Gehäuse 25 der von dem freien Ende
der Feder 24 über den Vorsprung 26 beschrittene Gleit
weg dem Leerhub 22 entspricht, so daß wie aus Fig. 2c
ersichtlich mit Beginn des Entriegelungshubes 23 das
freie Ende der Zusatzfeder 24 von dem Vorsprung 26
der Schiebetaste 20 freigekommen ist und keine Abstützung
mehr an der Schiebetaste 20 hat; damit ist sichergestellt,
daß während des Entriegelungshubes keine Federwirkung
von der Zusatzfeder 24 auf die Schiebetaste 20 ausgeht.
In den Fig. 3a bis c ist eine alternative Ausführungs
form vorgeschrieben, bei welcher an der Schiebetaste
20 die Zusatzfeder 24 angeordnet ist, welche sich an
einem Vorsprung 27 des Gehäuses 25 derart abstützt,
daß die Feder 24 in Einschubrichtung der Schiebetaste
20 derart vorgebogen ist, daß sie bei der Relativbe
wegung zwischen Schiebetaste und Gehäuse beim Einschieben
der Schiebetaste 20 sich umbiegt, bis sie die Abstützung
an dem Vorsprung 27 des Gehäuses 25 verliert und in
zusammengebogenem Zustand in den zwischen der Schiebe
taste 20 und dem Gehäuse 25 ausgebildeten Zwischenraum
28 eingeschoben wird.
In den Fig. 4 und 5 erfolgt die Abstützung der Zusatz
feder an dem Riegel 18, wobei sich eine Relativ
bewegung der Schiebetaste 20 zu dem Riegel 18
in gleicher Weise einstellt wie zu dem Gehäuseteil 25
des Verschlusses 10.
Bei dem in der Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist eine quer zur Bewegungsrichtung der Schiebetaste
20 angeordnete Blattfeder 29 mittig am Riegel
18 gehalten, und diese Blattfeder 29 stützt sich mit
ihren beiden freien Enden an zwei seitwärts an der
U-förmigen Schiebetaste 20 ausgebildeten Vorsprüngen
30 ab, die zwischen sich einen Kanal 31 einschließen,
in den die Feder 29 bei der Relativbewegung zwischen
Schiebetaste 20 und Riegel 18 unter Zusammenbiegen
der beiden Außenschenkel einschiebbar ist. Es ist auch
hier deutlich erkennbar, daß mit Beginn des Entriegelungs
hubes gemäß der Fig. 4c die Feder 29 keine Abstützung
an der Schiebetaste 20 mehr hat und demzufolge auch
keine Federkraft mehr auf die Schiebetaste 20 aufbringen
kann.
Alternativ kann nach Fig. 5 auch vorgesehen sein,
an der U-förmig ausgebildeten Schiebetaste zwei außen
liegende Zusatzfedern 32 anzuordnen, die einwärts auf
einander zu gebogen sind und zwischen sich einen am
Riegel 18 angeformten Vorsprung 33 einschließen und
sich an diesem abstützen, wobei bei der Relativbewegung
zwischen Schiebetaste 20 und Riegel 18 der Vorsprung 33
in den zwischen den Federn 32 gebildeten Kanal 31 ein
tritt. Hierbei verlieren gemäß der Fig. 5c die einwärts
gebogenen Zusatzfedern 32 ebenfalls ihre Abstützung
an dem Riegel 18 und werden somit mit Beginn des Entriegelungshubes
wirkungslos.
Kommt es bei einem erfindungsgemäß ausgerüsteten Sicherheitsgurtverschluß
zu einer in Richtung des Pfeiles
34 (Fig. 1) wirkenden Beschleunigungskraft, beispielsweise
infolge einer Strammbewegung im Gurtsystem, so
würde am Ende des Strammvorganges beim Anhalten des
Verschlußkörpers 10 die Masseträgheit der Schiebetaste
20 dazu führen, daß die Schiebetaste 20 ihre Bewegung
gegenüber dem verharrenden Verschlußkörper 10 fortsetzt
und sich so relativ zum Verschlußkörper 10 verschiebt.
Damit kommt es aufgrund dieser Masseträgheit zu einer
Einschubbewegung der Schiebetaste 20 in den Verschluß
10, wobei nach Durchschreiten des Leerhubes die Schiebetaste
20 den Entriegelungshub 23 ausführt und den Verschluß
somit entriegelt. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung
der Zusatzfedern 24, 29, 32 wird der Schiebetaste schon
während des Leerhubes von Beginn der Einschubbewegung
an eine solche entgegen der Einschubbewegung gerichtete
Kraft vermittelt, daß auch die Masseträgheit der Schiebetaste
bei einer schockausgelösten Beschleunigung nicht
ausreicht, entgegen der Kraft der Zusatzfeder und der
Schiebetastenfeder in den Sicherheitsgurtverschluß
10 einzutreten.
Wie den Zeichnungsfiguren im einzelnen zu entnehmen
ist, wirkt während des Leerhubes 22 die Kraft der Zusatzfedern
24, 29, 32 wie auch die Kraft der Schiebetastenfeder
21, so daß sich während des Leerhubes die beiden
Federkräfte addieren und somit der durch die Masseträgheit
der Schiebetaste 20 im Beschleunigungsfall ausgelösten
Einschubbewegung der Schiebetaste entgegenwirken und
die Schiebetaste an einer Relativbewegung zum Verschluß
10 hindern. Während des Entriegelungshubes allerdings
ist die Kraft der Zusatzfedern 24, 29, 32 aufgrund
der wegfallenden Abstützung für diese Federn nicht
mehr wirksam, so daß insoweit nur die normalen Verschluß
öffnungskräfte aufzubringen sind, die sich aus der
zur Überwindung der Kraft der Schiebetastenfeder 21
und der für die Bewegung des Riegels 18 erforderlichen
Betätigungskraft zusammensetzen.
Damit dieses Niveau der Verschlußöffnungskräfte durch
die Anordnung der Zusatzfedern nicht vergrößert wird,
sind die Zusatzfedern derart auszulegen, daß ihre um
die Kraft der Schiebetastenfeder 21 addierte Feder
kraft die im Entriegelungshub wirksamen Verschlußöffnungs
kräfte nicht übersteigen.
Dabei sind die in den Fig. 4 und 5 gezeigten Ausführungs
beispiele einer doppelseitigen Ausführung der Zusatzfedern
29 bzw. 32 besonders vorteilhaft, weil damit keine
zusätzlichen Normalkräfte in die Führung der Schiebetaste
20 eingeleitet oder in ähnlicher Form Abstützungslasten
auf den Riegel 18 aufgebracht werden, so daß diese
Verschlußfunktionen insoweit ohne zusätzliche Kraftbeauf
schlagung bei Verwirklichung der Erfindung erfolgen.
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Patentan
sprüchen, der Zusammenfassung und der Zeichnung offen
barten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen
können einzeln als auch in beliebigen Kombinationen
untereinander für die Verwirklichung der Erfindung
in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
Claims (8)
1. Sicherheitsgurtverschluß zur Aufnahme und Verriegelung
einer Einsteckzunge (15) mit einem Gehäuse (25) und
einem darin angeordneten, einen unter Federwirkung
stehenden Auswerfer (16) enthaltenden Einschubweg für
die Einsteckzunge, mit einem im Verschluß geführten und
mit der Zungenausnehmung im Verriegelungsfall zusammenwirkenden
Riegel (18), einer quer zur Bewegungsebene des
Riegels geführten, von einer Schiebetastenfeder (21)
belasteten Schiebetaste (20) zur Aufhebung der Verriegelung,
deren Bewegung sich aus einem den Riegel (18)
beaufschlagenden Entriegelungshub (23) und einem vorgeschalteten
Leerhub (22) zusammensetzt, und einer sich zwischen einem Verschlußteil (25, 18) und der Schiebetaste (20) abstützenden Zusatzfeder
(24, 29, 32), die mit dem Verschlußteil (25, 18)
oder der Schiebetaste (20) verbunden ist und mit ihrem
freien Ende lose an einem Widerlager (26, 27, 30, 33)
des jeweils anderen Teils (25, 18; 20) anliegt, wobei
ihre Federkraft während des Leerhubes (22) der Schiebetaste
(20) deren Einschubbewegung entgegengerichtet ist
und während des Entriegelungshubes (23) die Anlage der
Zusatzfeder (24, 29, 32) an dem Widerlager (26, 27, 30
33) aufgehoben ist.
2. Sicherheitsgurtverschluß nach Anspruch 1, dessen
Zusatzfeder (24, 29, 32)
entgegen der Einschubrichtung der Schiebetaste
(20) vorgespannt ist.
3. Sicherheitsgurtverschluß nach Anspruch 1 oder
2, bei dem die Begrenzung
der Federwirkung der Zusatzfeder (24, 29, 32)
auf den Leerhub (22) der Schiebetaste (20) über
eine formmäßige Ausgestaltung der zugeordneten
Widerlager (26, 27, 31, 33) der Zusatzfeder (24,
29, 32) an der Schiebetaste (20) und/oder dem
Verschlußteil (25, 18) verwirklicht ist.
4. Sicherheitsgurtverschluß nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dessen als Blattfeder
ausgebildete Zusatzfeder (24) mit dem Gehäuse
(25) des Verschlusses (10) verbunden ist und mit
ihrem freien Ende lose an einem an der Schiebetaste (20)
ausgebildeten Vorsprung (26) anliegt und während
des Schiebetastenhubes über den Vorsprung (26)
hinweg gleitet, wobei der vom Vorsprung (26) vermittelte
Abstützungsweg für die Zusatzfeder (24) dem Leerhub
(22) der Schiebetaste (20) entspricht.
5. Sicherheitsgurtverschluß nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dessen als Blattfeder
ausgebildete Zusatzfeder (24) einstückig mit der
Schiebetaste (20) verbunden ist und sich an einem
zugeordneten Vorsprung (27) des Gehäuses (25)
abstützt, wobei die Zusatzfeder (24) entgegen
der Einschubrichtung der Schiebetaste (20) vorge
bogen ist und bei Erreichen des Entriegelungshubes
(23) der Schiebetaste (20) unter Aufhebung der
Abstützung in einen zwischen Schiebetaste (20)
und Gehäuse (25) ausgebildeten Zwischenraum (28)
eintaucht.
6. Sicherheitsgurtverschluß nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dessen Zusatzfeder
(29) am Riegel (18) des Verschlusses (10) gehalten
ist und sich gegen wenigstens einen an der Schiebe
taste (20) ausgebildeten Vorsprung (30) abstützt,
wobei die Zusatzfeder (29) bei Erreichen des Ent
riegelungshubes (23) der Schiebetaste (20) unter
Aufhebung der Abstützung und unter Verformung
bei der weiteren Relativbewegung der Schiebetaste
(20) gegenüber dem Riegel (18) in eine an der
Schiebetaste (20) ausgebildete Ausnehmung (Kanal 31)
einschiebbar ist.
7. Sicherheitsgurtverschluß nach einem der Ansprüche
1 bis 3, an dessen Schiebetaste
(20) zwei einwärts aufeinander zu gebogene Zusatz
federn (32) angeformt sind, die zwischen sich
einen am Riegel (18) angeordneten Vorsprung (33)
einschließen und bei der Relativbewegung zwischen
Schiebetaste (20) und Riegel (18) an dem Vorsprung
(33) unter gegenseitiger Verformung bis zur Aufhebung
der Abstützung der Federn (32) am Vorsprung (33)
abgleiten.
8. Sicherheitsgurtverschluß nach einem der Ansprüche
1 bis 7, bei dem das freie
Ende der jeweils wirkenden Zusatzfeder (24, 29,
32) zur Verbesserung des Gleitverhaltens gerundet
ausgebildet ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4002463A DE4002463A1 (de) | 1990-01-28 | 1990-01-28 | Schocksicherer sicherheitsgurtverschluss |
| ITMI910129A IT1246312B (it) | 1990-01-28 | 1991-01-22 | Dispositivo di allacciamento per cintura di sicurezza protetto contro gli urti |
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| GB9101640A GB2241279B (en) | 1990-01-28 | 1991-01-25 | Safety belt fastener |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4002463A DE4002463A1 (de) | 1990-01-28 | 1990-01-28 | Schocksicherer sicherheitsgurtverschluss |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4002463A1 DE4002463A1 (de) | 1991-08-08 |
| DE4002463C2 true DE4002463C2 (de) | 1992-02-20 |
Family
ID=6398941
Family Applications (1)
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