DE4001681C1 - - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B19/00—Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
- E21B19/008—Winding units, specially adapted for drilling operations
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B7/00—Special methods or apparatus for drilling
- E21B7/02—Drilling rigs characterised by means for land transport with their own drive, e.g. skid mounting or wheel mounting
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B7/00—Special methods or apparatus for drilling
- E21B7/02—Drilling rigs characterised by means for land transport with their own drive, e.g. skid mounting or wheel mounting
- E21B7/022—Control of the drilling operation; Hydraulic or pneumatic means for activation or operation
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bohrgerät nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die zu einem Seilzug oder Seilsystem eines Bohrgeräts
gehörende Winde ist meist eine sog. Freifallwinde, d.h.
eine Winde, die sich in einen Betriebszustand einstellen
oder schalten läßt, in dem das Seil zumindest unterhalb
einer vorgebbaren Maximalgeschwindigkeit ungehindert
ablaufen kann, so daß eine am Seil hängende Last frei
fällt ("Sonderdruck 66" der Salzgitter Maschinen AG, "Anbau
geräte für Bagger").
Es gibt nun bei einem Bohrgerät Betriebszustände und
Positionen, bei denen ein Freifall-Betrieb einer Winde
unterbleiben muß, um Menschen und Material nicht zu ge
fährden. Entsprechende Vorschriften für die Bedienung
des Bohrgeräts können einen unzulässigen Freifall-Betrieb
jedoch nicht ausschließen.
Aufgabe der Erfindung ist es, dem Rechnung zu tragen und
Bohrgeräte der genannten Art so auszubilden, daß die
Einleitung des Freifall-Betriebs einer Winde zumindest
bedienungsmäßig so erschwert wird, daß sich eine erhöhte
Sicherheit ergibt. Insbesondere soll erreicht werden,
daß ein Freifall-Betrieb nur unter vorgebbaren Bedingun
gen möglich ist bzw. bei bestimmten Gegebenheiten als
unzulässig sogar sicher verhindert wird. Die Erfindung
strebt dabei auch eine günstige Ausbildung von Sicherungen
gegen unzulässigen Freifall-Betrieb im einzelnen an.
Weitere mit alledem zusammenhängende Probleme, mit denen
sich die Erfindung befaßt, ergeben sich aus der jeweiligen
Erläuterung der aufgezeigten Lösung.
Die Erfindung löst die Aufgabe mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1.
Die Erfindung sieht vor, daß außer einem vom Bedienungsmann
des Bohrgeräts zu betätigenden Element für die Herbeifüh
rung des Freifall-Betriebes wenigstens ein Sicherheits-
Schaltelement in einer Steuerleitung für ein Steuerorgan
oder in einer Schaltleitung vorhanden ist und dabei eine
vorgebbare Position des Sicherheits-Schaltelements Voraus
setzung für eine Aktivierung des Steuerorgans für den Zu
stand "Freifallbetrieb" ist. Dadurch ist es möglich ge
macht, Sicherheitsanforderungen je nach Bedarf in be
schränktem Maße oder auch in weitem Umfang zu erfüllen.
Das Sicherheits-Schaltelement kann ein zweites Betätigungs
element sein, wobei beide Betätigungselemente an einem
Bedienungsplatz räumlich getrennt voneinander angeordnet
sind. Das zweite Betätigungselement kann insbesondere
ein Handhebel, eine Taste od.dgl. oder auch ein Pedal,
Fußschalter od.dgl. sein. Durch die Notwendigkeit, auf zwei
Betätigungselemente einwirken zu müssen, wird vom Bedie
nungsmann eine erhöhte Aufmerksamkeit bzw. eine besondere
Überlegung verlangt, so daß eine unbeabsichtigte Auslösung
eines Freifall-Betriebs einer Winde verhindert ist.
Das Steuerorgan, das für den Freifallbetrieb der Winde
vorgesehen ist, kann insbesondere ein elektrisch betätig
bares hydraulisches Wegeventil sein, wobei dann sowohl das
Betätigungselement als auch des Sicherheits-Schaltelement
elektrische Schalter oder solche enthaltende Aggregate
sind.
Bei einem Bohrgerät mit einer Steuerung für das Drehwerk
eines den Mast und die Freifallwinde tragenden Oberteils
des Bohrgeräts sieht die Erfindung ein Drehwerks-Sicher
heits-Schaltelement vor, das durch einen der Drehwerk-
Steuerung zugeordneten Sensor od.dgl. im Sinne eines
Unterbrechens einer zugehörigen Steuerleitung bei Betäti
gung des Drehwerks beeinflußbar ist. Dadurch läßt sich
in vorteilhafter Weise verhindern, daß während einer
Drehung des Oberteils ein Freifallbetrieb ausgelöst wird.
Handelt es sich um einen hydraulischen Antrieb für das
Drehwerk mit einer Druckmittel-Steuerung, die ein in
Abhängigkeit von der Betätigung eines Pedals, Handhebels
od.dgl. ansteuerbares Wegeventil aufweist, so ist das
Drehwerks-Sicherheits-Schaltelement zweckmäßig ein Druck
schalter und der Sensor ein mit der Druckmittel-Steuerung
verbundenes Wechselventil.
Bei einem Bohrgerät mit einer Meßvorrichtung für den
Drehwinkel eines den Mast und die Freifallwinde tragenden
Oberteils relativ zu einem Unterwagen oder Fahrwerk sieht
die Erfindung ein Winkelpositions-Sicherheits-Schaltelement
vor, das durch ein mit der Drehwinkel-Meßvorrichtung
verknüpftes Auswerte-und/oder Schaltgerät im Sinne eines
Unterbrechens der zugehörigen Steuerleitung bei außerhalb
eines vorgebbaren Winkelwertes oder Winkelbereiches lie
genden Drehpositionen des Bohrgeräte-Oberteils beeinflußbar
ist.
Hierdurch ist sichergestellt, daß ein Freifall nur dann
möglich ist, wenn sich der Oberteil mit dem Mast in einer
bestimmten Position befindet bzw. eine Position innerhalb
eines eng begrenzten Winkelbereiches einnimmt. Dies ist
insbesondere eine Position, bei der sich das Lastaufnahme
ende des zur Winde gehörenden Seiles in der Achse eines
Bohrloches befindet. Dies ist nachstehend auch als "Bohr
loch-Mitten-Position" bezeichnet. Beim Seil der Hauptwinde
ist dies normalerweise die mittlere oder Ausgangsposition
des Oberteils relativ zum Unterwagen. Bei einem über einen
Ausleger laufenden Seil einer Hilfswinde ist der Oberwagen
um einen Winkel aus der Ausgangsposition gedreht, entspre
chend der Winkelstellung des Auslegers am Mast. Das Aus
werte- und/oder Schaltgerät ist so ausgebildet, daß die
entsprechenden Winkel oder Winkelbereiche eingestellt
und dann schalt- und steuerungsmäßig beim Betrieb berück
sichtigt werden. Ein solches Auswerte- und/oder Schaltge
rät kann der Fachmann mit den ihm zur Verfügung stehenden
Mitteln ohne weiters konzipieren. Das Gerät kann insbeson
dere einen Grenzwertschalter od. dgl. enthalten, so daß
entsprechende Ansprechbereiche bzw. Toleranz- oder Hyste
resewerte möglich sind.
Bei einem Bohrgerät mit einer Steuerung für wenigstens
einen Fahrmotor sieht die Erfindung ein Fahrwerks-Sicher
heits-Schaltelement vor, das durch einen der Fahrmotor-
Steuerung zugeordneten Sensor od.dgl. im Sinne eines
Unterbrechens einer Schalt- oder Steuerleitung bei Betäti
gung des Fahrmotors beeinflußbar ist.
Dadurch ist erreicht, daß ein Freifallbetrieb nicht möglich
ist, wenn das Bohrgerät fährt bzw. ein Fahrmotor in Betrieb
ist. Dies stellt eine besondere Sicherung dar.
Handelt es sich um ein Bohrgerät mit hydraulischem Fahr
motor und einer Druckmittel-Steuerung, die ein in Abhängig
keit von der Betätigung eines Pedals, Handhebels od.dgl.
ansteuerbares Wegeventil aufweist, so ist vorteilhaft
das Fahrwerks-Sicherheits-Schaltelement ein Druckschalter
und der Sensor ein mit der Druckmittel-Steuerung verbun
denes Wechselventil.
Weiter oben wurde eine Sicherung erläutert, die einen
Freifallbetrieb dann verhindert, wenn sich der Oberteil
des Bohrgeräts nicht in einer Bohrloch-Mitten-Position
befindet, sei es mit Bezug auf das Seil der Hauptwinde,
sei es hinsichtlich des Seiles einer Hilfswinde. Dies
kann vorteilhaft mit einer Sicherung kombiniert sein,
die einen Freifallbetrieb beim Betätigen eines Fahrmotors
ausschließt.
Eine günstige Ausführung hierfür besteht darin, daß das
Fahrwerks-Sicherheits-Schaltelement schaltungsmäßig mit
dem Auswerte- und/oder Schaltgerät derart verknüpft bzw.
in dasselbe integriert ist, daß das Winkelpositions-Sicher
heits-Schaltelement bei geöffnetem Fahrwerks-Sicherheits-
Schaltelement ebenfalls geöffnet ist bzw. wird. Dies
stellt eine zweckmäßige Ausführung dar. Wenn das Fahrwerks-
Sicherheits-Schaltelement infolge der Betätigung eines
Fahrmotors geöffnet ist, bewirkt dies durch entsprechende
schaltungsmäßige Ausbildung des Auswerte- und/oder Schalt
geräts, daß das Winkelpositions-Sicherheits-Schaltelement
nicht eine den Freifallbetrieb zulassende Stellung ein
nehmen kann, auch nicht, wenn eine Bohrloch-Mitten-Position
des Oberteil gegeben ist, in der sonst der Freifallbetrieb
möglich ist.
Ist keine Einrichtung der angegebenen Art vorgesehen,
die einen Freifallbetrieb nur bei bestimmten Winkelposi
tionen des Bohrgeräte-Oberteil ermöglicht, jedoch eine
Einrichtung, die einen Freifallbetrieb während einer
Betätigung des Drehwerks für den Oberteil verhindert, so
kann das Fahrwerks-Sicherheits-Schaltelement auch mit
einer solchen Einrichtung kombiniert sein. Die Erfindung
schließt alle für die verschiedenen Anforderungen sinn
vollen Kombinationen von Sicherheits-Schaltelementen ein.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung von Aus
führungsbeispielen, aus der zugehörigen Zeichnung und
aus den Ansprüchen. Es zeigen:
Fig. 1 ein Bohrgerät in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 eine Rückansicht des Bohrgeräts nach Fig. 1 ohne
Mast,
Fig. 3 ein Schema zur Veranschaulichung von Drehpositi
onen,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Bedienungsplatz,
Fig. 5 einen Steuerhebel in Ansicht,
Fig. 6 eine Ausführung einer Sicherheitsvorrichtung,
Fig. 7 eine weitere Ausführung einer Sicherheitsvor
richtung,
Fig. 8 eine weitere Ausführung einer Sicherheitsvor
richtung,
Fig. 9 eine weitere Ausführung einer Sicherheitsvor
richtung,
Fig. 10 einen Teil einer weiteren Ausführung einer Sicher
heitsvorrichtung und
Fig. 11 eine weitere Ausführung einer Sicherheitsvor
richtung.
Das in den Fig. 1 und 2 wiedergegebene Bohrgerät enthält
einen Unterwagen 1 mit Raupenfahrwerk 2, einen relativ
zum Unterwagen 1 mittels steuerbaren Antriebs um eine
Drehachse D (Fig. 2) drehbaren, z.B. auf einem Drehkranz
gelagerten Oberwagen oder Oberteil 3 mit Fahrerkabine
14, einen Mast 4 mit Mastkopf 5 und einem Auslegerarm 6
daran, einen Vorschubzylinder 7 im Mast 4, einen am Mast
4 verfahrbaren Schlitten 8 mit einem Kraftdrehkopf 9,
eine erste Freifallwinde 10 (Hauptwinde) mit Hauptseil
11 und eine zweite Freifallwinde 12 (Hilfswinde) mit
Hilfsseil 13, das über eine Rolle im Auslegerarm 6 läuft.
In der Fahrerkabine 14 befindet sich ein Bedienungspult
17 mit Betätigungs- und Schaltelementen, einschließlich
solcher für den "Freifallbetrieb" der beiden Winden 10
und 12.
In den Fig. 1 und 3 ist mit dem Buchstaben B ein Bohr
loch und mit dem Buchstaben M dessen Mitte bezeichnet.
Wie Fig. 2 veranschaulicht, ist für den Drehwinkel, den
der Oberteil 3 relativ zum Unterteil 1 ausführen kann,
eine Meßvorrichtung vorgesehen, die einen Rotor 21 und
einen Winkelgeber 22 enthält. Dieser liefert ein Signal,
das in eine Zahlenangabe für den Drehwinkel an einem
Anzeigegerät 23 umgewandelt wird. In Fig. 2 ist als Bei
spiel der Wert von 360° mit einer zusätzlichen Zehntelstel
le eingezeichnet. Das Anzeigegerät befindet sich in der
Fahrerkabine 14.
Fig. 3 zeigt schematisch eine Situation, bei der sich
das Lastaufnahmeende des zur ersten Freifallwinde 10
gehörenden Hauptseiles 11 über der Mitte M des Bohrloches
B befindet. Die Winkelanzeige am Anzeigegerät kann dann
auf "Null" gestellt werden. Nach Verlassen dieser Position
durch Drehen des Oberteiles 3 relativ zum Unterteil 1,
um z.B. einen anderen Arbeitsvorgang auszuführen, kann
die Bohrlochmitte M leicht dadurch wiedergefunden wer
den, daß der Oberteil so lange gedreht wird, bis die
Winkelanzeige erneut "Null" ist.
Das Hilfsseil 13 der zweiten Freifallwinde 12 ist über den
Auslegerarm 6 geführt. Steht das Hauptseil 11 in der
Bohrlochmitte M, so befindet sich infolgedessen das Last
aufnahmeende des Hilfsseiles 13 an der Stelle S, die
gegenüber der Bohrlochmitte M um einen Winkel a versetzt
ist. Dieser kann z.B. 15° betragen.
In Fig. 4 ist ein Bedienungsplatz 20 wiedergegeben, wie
er sich in der Kabine 14 (Fig. 1 und 2) befinden kann.
Dabei sind u.a. vorhanden: ein Steuerpult 17, ein Fahrer
sitz 19 mit an dessen Seitenteilen 18a und 18b befindlichen
Bedienungs- und Steuerelementen sowie eine Anordnung 24
von mehreren Pedalen. Nachstehend werden nur diejenigen
Elemente näher erläutert, die im Zusammenhang mit der
Sicherung des Winden-Betriebs stehen.
Ein Handhebel 15 im Bereich der rechten Hand des Fahrers
dient zum Betrieb der ersten oder Hauptwinde 10, während
ein zweiter, neben dem Hebel 15 angeordneter Handhebel
16 zum Betrieb der zweiten oder Hilfswinde 12 dient.
Jeder der beiden Hebel kann aus einer neutralen Mittel
stellung nach vorne und nach hinten geschwenkt werden,
um die betreffende Winde über den zugehörigen Antrieb im
Aufwärts- und Abwärtsbetrieb zu betätigen, wobei die
Größe der Hebel-Auslenkung der Windengeschwindigkeit
entspricht. In Fig. 5 ist der Handhebel 15 gezeigt. Der
Handhebel 16 ist ähnlich ausgebildet.
Der Freifall-Zustand der Hauptwinde 10 wird ausgelöst
durch Drücken eines seitlich am Handhebel 15 vorgesehenen
elektrischen Tastschalters 35, wobei sich der Handhebel
15 in seiner neutralen Mittelstellung befinden muß. Durch
einen entsprechenden elektrischen Tastschalter 36 am
Handhebel 16 kann in der neutralen Mittelstellung desselben
bei der Hilfswinde 12 der Freifall-Zustand ausgelöst
werden. Durch Loslassen des jeweiligen Tastschalters 35
bzw. 36 wird bei der betreffenden Winde der Freifall
wieder aufgehoben.
Mit der Zahl 37 ist ein am linken Seitenteil 18b und
somit im Bereich der linken Hand des Fahrers befindlicher
elektrischer Tastschalter 37 bezeichnet, der als Sicher
heitsschalter für den Winden-Freifallbetrieb dient, wie
im einzelnen noch erläutert werden wird. Dieser Tastschal
ter 37 kann ein Element für sich bilden oder aber auch
mit einem Steuerorgan für ein anderes Aggregat des Bohr
geräts kombiniert sein. Bei dem gezeigten vorteilhaften
Ausführungsbeispiel ist der Tastschalter 37 an einem
schwenkbaren Handhebel 40 für den Betrieb des Kraftdreh
kopfes 9 (Fig. 1) vorgesehen.
Die Anordnung 24 enthält mehrere Pedale, u.a. für den
Betrieb des Fahrwerks des Bohrgeräts. Jede der beiden
Raupen 2 ist für sich mittels eines Motors antreibbar.
Dabei dient ein Pedal 38 zum Betätigen des Antriebs für
die linke Raupe und ein Pedal 39 zum Betätigen des Antriebs
für die rechte Raupe. Jedes Pedal wird für den Vorwärtslauf
der Raupe nach vorne und für den Rückwärtslauf der Raupe
nach hinten niedergetreten. Die Steuerung der Fahrmotoren
wird weiter unten in Verbindung mit Fig. 10 näher erläu
tert. Ein Pedal 25 dient zum Beeinflussen des Drehwerks
für das Oberteil 3 des Geräts. Die Steuerung dazu wird
in Verbindung mit Fig. 7 erläutert. Ein Niedertreten des
Pedals 25 nach vorne bewirkt dabei ein Drehen des Oberteils
im Uhrzeigersinn (nach rechts) und ein Niedertreten nach
hinten ein Drehen des Oberteils 3 entgegen dem Uhrzeiger
sinn (nach links). Über ein weiteres Pedal der Anordnung
24, z.B. das in Fig. 4 ganz linke Pedal, kann der Oberteil
3 abgebremst werden.
Im Bedienungspult 17 ist eine noch zu erläuternde Einrich
tung 51 mit dem Anzeigegerät 23 für die Winkelstellung des
Oberteils 3 relativ zum Unterwagen 1 vorgesehen.
Nachstehend werden einige vorteilhafte Ausführungen von
Absicherungen erläutert, durch die verhindert werden
kann, daß eine oder beide Winden 10 und 12 unbeabsichtigt
oder unter nicht erwünschten sonstigen Bedingungen in den
Zustand "Freifallbetrieb" gebracht wird bzw. werden.
Dabei wird jeweils eine Freifallwinde bekannter Art vor
ausgesetzt, die hydraulisch aktiviert werden kann.
Fig. 6 zeigt ein 4/2-Wegeventil 30 mit einem elektromag
netisch zu betätigenden Vorsteuerventil. In der gezeigten
Position kann zugeführtes Druckmedium über eine Leitung
26 zur Winde 10 (Fig. 1) fließen und z.B. zur Schmierung
dienen, während über die Leitung 27 ein Rückfluß zum
Tank erfolgt. In der anderen Position des Ventils 30
strömt Druckmedium in die Leitung 27, wodurch die Winde
in den Zustand "Freifallbetrieb" gebracht wird. Die Leitung
26 ist dann Rücklauf.
Für die zweite Freifallwinde 12 (Fig. 1) ist in entspre
chender Weise ein zweites 4/2-Wegeventil 32 (Fig. 6) mit
zur Winde führenden Hydraulikleitungen 28 und 29 vorge
sehen.
In Fig. 6 ist eine elektrische Steuerleitung 34 erkennbar,
die sich in zu den Ventilen 30 und 32 führende Steuerlei
tungen 31 und 33 verzweigt. In der Steuerleitung 31 ist
der bereits erwähnte, von Hand zu betätigende Tastschalter
35 (vgl. auch Fig. 4 und 5) als Betätigungselement für
das Ventil 30 zum Aktivieren der Freifall-Funktion der
Winde 10 vorgesehen. Ebenso ist in der Steuerleitung 33
der handbetätigte Tastschalter 36 (vgl. Fig. 4) als Betäti
gungselement für die Freifall-Funktion der Winde 12 ange
ordnet.
Außerdem ist in der Steuerleitung 34, also dem gemeinsamen
Leitungsteil, der von Hand zu betätigende Tastschalter
37 (vgl. auch Fig. 4) als Sicherheits-Schaltelement vor
gesehen. Dieser Tastschalter 37 ist also am Bedienungs
platz 20 in der Fahrerkabine 14 (Fig. 1) räumlich getrennt
von den Tastschaltern 35 und 36 angeordnet, und zwar so,
daß mit einer Hand der Tastschalter 35 bzw. 36 und mit
der anderen Hand der Tastschalter 37 betätigt werden
muß, um die Hauptwinde 10 oder die Hilfswinde 12 in Frei
fallbetrieb zu schalten. Der Bedienungsmann wird durch
eine solche Zweihandbedienung zur Aufmerksamkeit gezwungen.
Eine unbeabsichtigte Herbeiführung des Freifall-Zustandes
der einen oder der anderen Winde ist damit ausgeschlossen.
In Fig. 7 ist eine Ausführung dargestellt, die eine
Freifall-Aktivierung einer Winde, z.B. der Winde 10 des
Bohrgeräts nach Fig. 1, verhindert, solange der Oberteil
3 des Bohrgeräts in der einen oder anderen Richtung gedreht
wird. Es ist auch hier ein Wegeventil 30 für die Beein
flussung der Winde vorgesehen. Das bei der Ausführung
nach Fig. 6 dazu Gesagte gilt hier sinngemäß und ent
sprechend.
Das Drehwerk enthält bei diesem Beispiel einen Hydraulik
motor 41, ein zu dessen Steuerung dienendes 6/3-Wegeventil
42 mit hydraulisch betätigten Vorsteuerventilen, zu denen
Steuerleitungen 43 und 44 führen. Diese gehen von Ventilen
45 und 46 aus, die durch das Pedal 25 (Fig. 4) zu betäti
gen sind. Die Ventile 45, 46 sind an eine Druckmittel-
Zuleitung P und eine Abströmleitung T angeschlossen. Je
nach Betätigung des einen oder des anderen Ventils wird
der Oberteil 3 des Bohrgeräts mittels des Motors 41 in
der einen oder der anderen Richtung gedreht.
Mit den Leitungen 43 und 44 ist ein Wechselventil 48
verbunden, an das über eine Leitung 49 ein Druckschalter
47 angeschlossen ist, der in der Steuerleitung 34, 31 für
das Ventil 30 angeordnet ist. Der Druckschalter 47 kann
beispielsweise so ausgebildet sein, daß er normalerweise
geschlossen ist und bei einem Steuerdruck von etwa 1 bar
in der Leitung 49 anspricht und dann die Steuerleitung
34, 31 durch Öffnen des Kontaktes unterbricht. Eine Betä
tigung des Tastschalters 35 hat dann keine Wirkung, d.h.
die Winde kann nicht in den Freifall-Zustand gebracht
werden, solange eine Drehung des Oberteiles 3 des Bohr
gerätes erfolgt. Fällt der Steuerdruck bei Beendigung
der Drehbewegung wieder ab, kann sich der Schalter 47
wieder schließen.
Um auch bei stehendem Drehwerk eine besondere Sicherheit
gegen unbeabsichtigen Freifall-Betrieb der zugehörigen
Winde zu haben, kann in der Steuerleitung 34, 31 ein
Tastschalter 37 als zusätzliches Sicherheits-Schaltelement
vorgesehen sein. Die Erläuterungen zur Ausführung nach
Fig. 6 gelten hierzu entsprechend.
Die Ausführung nach Fig. 7 eignet sich auch für die Ab
sicherung von zwei Winden, so einer Hauptwinde 10 und
einer Hilfswinde 12. Es ist dabei (wie in Fig. 6) eine
zwischen den Schaltern 37 und 35 abgehende Steuerleitung
33 mit dem Schalter 36 und dem Ventil 32 vorhanden.
In Fig. 8 ist eine Ausführung gezeigt, bei der ein Frei
fall-Betrieb einer oder zweier vorhandener Winden zunächst
nur ermöglicht wird, wenn sich das Lastaufnahmeende des
betreffenden Seiles über der Mitte M eines Bohrloches B
(Fig. 1 und 3) befindet.
Wie bei der Ausführung nach Fig. 6 sind Steuerleitungen
34 und 31 bzw. 33, Tastschalter 35 und 36 sowie Ventile
30 und 32 vorhanden. Mit der Zahl 51 ist eine Auswerte-
und Schalteinrichtung bezeichnet, an die eine Drehwinkel-
Meßvorrichtung für den Oberteil 3 des Bohrgeräts, insbe
sondere eine Vorrichtung 21, 22, wie sie weiter oben in
Verbindung mit Fig. 2 erläutert wurde, angeschlossen
ist. Die Einrichtung 51 enthält zweckmäßig gleichzeitig
die Anzeigeeinrichtung 23 für den Winkelwert. Bei der
Zahl 52 ist eine "Reset"-Taste angedeutet, mit der eine
Einstellung der Anzeige auf "Null" erfolgen kann.
Die Auswerte- und Schalteinrichtung 51 ist über eine
Steuerleitung 54 mit einem Schalter 55 in der zum Ventil
30 gehenden Steuerleitung 34, 31 mit Tastschalter 35 und
über eine Steuerleitung 57 mit einem Schalter 56 in der
zum Ventil 32 gehenden Steuerleitung 34, 33 mit Tastschal
ter 36 verbunden.
Steht der Oberteil 3 des Bohrgeräts so, daß sich das
Lastaufnahmeende des Hauptseiles 11 über der Mitte M des
Bohrloches B befindet, kann durch die Reset-Taste 52 die
Anzeige 23 in der Einrichtung 51 auf "Null" gestellt
werden. Bei dieser in der Einrichtung 51 vorgegebenen Ein
stellung geht von ihr über die Leitung 54 ein Kommando
aus, durch das der Schalter 55 geschlossen wird. Dies
stellt eine Freigabe für eine Aktivierung des Freifall-
Betriebes dar, was nun durch Betätigen des Schalters 35
geschehen kann.
Wird der Oberteil 3 des Bohrgeräts gedreht und dadurch
die Bohrloch-Mitten-Position des Hauptseiles 11 verlassen,
erlischt das von der Einrichtung 51 ausgehende Signal
für den Schalter 55, so daß dieser die Stromzufuhr zum
Ventil 30 über die Leitung 31 unterbricht und damit die
Freifall-Funktion beendet.
In der Auswerte- und Schalteinrichtung 51 ist außer dem
Wert "Null", der zum Schließen des Schalters 55 führt,
ein zweiter Winkelwert eingegeben, der derjenigen Dreh
stellung des Oberteiles 3 des Bohrgeräts entspricht, bei
der sich das Lastaufnahmeende des Hilfsseiles 13 der
Winde 12 bzw. die entsprechende Stelle des Auslegerarmes
6 über der Mitte M des Bohrloches B befindet. Ist eine
solche Position erreicht, gibt die Einrichtung 51 über
die Leitung 57 ein Kommando zum Schalter 56, um diesen zu
schließen und dadurch den Freifall-Betrieb der Hilfswinde
12 freizugeben. Dieser kann dann durch Betätigen des
Schalters 36 bewirkt werden.
In Fig. 9 ist eine abgewandelte Ausführung zu Fig. 8
gezeigt, die auch nach Verlassen der Bohrloch-Mitten-
Position im Bedarfsfall einen Freifall-Betrieb ermöglicht.
In Fig. 9 ist dies ebenso wie in Fig. 8 für zwei Winden
dargestellt.
Sowohl in der Steuerleitung 31 für die Winde 30 als auch
in der Steuerleitung 33 für die Winde 32 ist ein Schalter
37 vorhanden. Beide Schalter sind der Einfachheit halber
zur gemeinsamen Betätigung miteinander verbunden bzw. es
handelt sich um zwei Kontaktsätze eines Schalters, d.h.
in der Fahrerkabine 14 befindet sich eine einzige Taste
37, die räumlich getrennt von den Tastschaltern 35 und
36 angeordnet ist.
Die schon in Verbindung mit Fig. 8 erläuterten Schalter
55 und 56 liegen bei der Ausführung nach Fig. 9 parallel
zu den Schaltern 37 in entsprechenden Steuerleitungszwei
gen.
Bei der Ausführung nach Fig. 9 ist somit ein Freifall-
Betrieb auch dann möglich, wenn die erläuterte Bohrloch-
Mitten-Position, sei es für die Hauptwinde 10, sei es
für die Hilfswinde 12, durch Drehen des Oberteils 3 des
Geräts verlassen ist, und zwar durch gleichzeitige Betäti
gung der Tastschalter 37 und 35 bzw. 36, was infolge der
räumlichen Trennung der beiden Schalter nur mit beiden
Händen des Bedienungsmannes und somit nur mit besonderer
Aufmerksamkeit erfolgen kann.
Für die Winkelwerte, bei denen der Grenzwertschalter 51
den Schalter 55 oder den Schalter 56 betätigt, können je
nach den Umständen auch gewisse Hysterese- oder Toleranz
bereiche zugelassen werden, beispielsweise +/-0,5°.
Dies läßt sich an der Auswerte- und Schalteinrichtung 51
durch einen Drehknopf 53 einstellen.
Ist nur eine Freifallwinde vorhanden, so gilt das Gesagte
entsprechend, wobei die Elemente 32, 33, 36, 56, und 57
wegfallen.
Um ganz besonderen Sicherheitsbedürfnissen zu genügen,
läßt sich vorsehen, daß ein Freifall-Betrieb auch dann
nicht möglich ist, wenn einer oder mehrere Fahrwerksan
triebe des Bohrgeräts eingeschaltet sind. Eine dazu geeig
nete Ausführung zeigt Fig. 10.
Das Fahrwerk enthält bei diesem Beispiel einen Hydraulik
motor 61 zum Antrieb der linken der beiden Raupen 2 und
einen Hydraulikmotor 71 zum Antrieb der rechten Raupe.
Zur Steuerung des Motors 61 dient ein 6/3-Wegeventil 62
mit hydraulisch betätigten Vorsteuerventilen, zu denen
Steuerleitungen 63 und 64 führen. Diese gehen von Ventilen
65 und 66 aus, die durch das Pedal 38 (Fig. 4) zu betäti
gen sind. Die Ventile 65, 66 sind an eine Druckmittel
Zuleitung P und eine Abströmleitung T angeschlossen. Je
nach Betätigung des einen oder des anderen Ventils wird
die linke Raupe des Fahrwerks 2 des Bohrgeräts mittels
des Motors 61 vorwärts oder rückwärts bewegt. Mit den
Leitungen 63 und 64 ist ein Wechselventil 68 verbunden,
an das über eine Leitung 69 ein Druckschalter 67 ange
schlossen ist.
In entsprechender Weise sind bei der Steuerung für den
Motor 71 vorhanden: ein 6/3-Wegeventil 72 mit hydraulisch
betätigten Vorsteuerventilen, Steuerleitungen 73 und 74,
dem Pedal 39 zugeordnete Ventile 75 und 76, ein Wechsel
ventil 78 und ein über eine Leitung 79 daran angeschlos
sener Druckschalter 77. Je nach Betätigung des einen
oder anderen Ventils 75 bzw. 76 wird die rechte Raupe
des Fahrwerks 2 des Bohrgeräts vorwärts oder rückwärts
bewegt.
Jeder der normalerweise geschlossenen Druckschalter 68
und 78 ist so ausgebildet, daß er bei einem vorgegebenen
Steuerdruck, z.B. von etwa 1 bar, in der Leitung 69 bzw.
79 anspricht, also den zugehörigen Kontakt öffnet und
dadurch eine angeschlossene Leitung an dieser Stelle
unterbricht. Bei dieser Leitung kann es sich unmittelbar
um eine Steuerleitung für den Freifall-Betrieb der Winde
bzw. Winden handeln oder um eine ein weiteres System
beeinflussende Leitung. Dabei bestehen verschiedene Mög
lichkeiten.
Bei der Ausführung nach Fig. 10 sind die beiden Druck
schalter 67 und 77 in einer Leitung 80 angeordnet, die
an die Auswerte- und Schalteinrichtung 51 angeschlossen
ist. Der Schließ- oder Öffnungszustand eines der Druck
schalter kann dabei in der Einrichtung 51 einen Steuer- oder
Schaltvorgang auslösen, der einen Freifall-Betrieb
einer oder beider Winden auch dann verhindert, wenn die
sonstigen Bedingungen für die Freigabe des Freifalls
erfüllt sind. Dies gilt insbesondere für eine der Bohrloch-
Mitten-Position entsprechende Stellung des Oberteils 3
des Bohrgeräts bzw. für eine Einstellung dieser Position
an der Einrichtung 51, etwa mittels der Reset-Taste 52.
Eine solche Ausführung ist in den Fig. 8 und 9 mit
dargestellt.
Dabei sind die dem Fahrwerks-Betrieb zugeordneten Druck
schalter 67 und 77 mit der Leitung 80 an die Auswerte-
und Schalteinrichtung 51 angeschlossen. Deren Ausbildung
ist mit Mitteln, die dem Fachmann zur Verfügung stehen,
so getroffen, daß ein Kommando über die Leitung 54 zum
Schließen des Schalters 55 und ein Kommando über die
Leitung 57 zum Schließen des Schalters 56 nicht gegeben
werden kann, wenn auch nur einer der Druckschalter 67
und 77 infolge Arbeitens eines Fahrmotors geöffnet ist.
Dies bedeutet, daß beim Arbeiten eines oder beider Fahr
motore ein Freifall-Betrieb einer Winde auch dann nicht
möglich ist, wenn die Bohrloch-Mitten-Position stimmt
oder neu eingestellt wird, wodurch sonst bei stehendem
Bohrgerät ein Freifall ausgelöst werden könnte.
Eine andere Ausführung ist in Fig. 11 gezeigt. Hier
sind die beiden Druckschalter 67 und 77 in einer Steuer
leitung 34 angeordnet, die sich in die zu den Ventilen
30 und 32 führenden Leitungen 31 und 33 verzweigt, wie
es auch in Verbindung mit Fig. 6 erläutert wurde. Die
Steuerleitung 34 wird unterbrochen, wenn sich einer der
Druckschalter 67 und 77 öffnet oder wenn sich beide gleich
zeitig öffnen, wie es dann der Fall ist, wenn beide Motoren
61 und 71 in Betrieb sind, um das Bohrgerät zu verfahren.
Außerdem kann bei dieser Ausführung in der Steuerleitung
34 auch ein dem Drehwerks-Betrieb zugeordneter Druckschal
ter 47 vorgesehen sein, wie er in Verbindung mit Fig. 7
erläutert wurde. Damit ergibt sich eine Einrichtung, bei
der ein Freifall-Betrieb sowohl beim Drehen des Oberteils
3 des Bohrgeräts also auch beim Arbeiten eines oder beider
Fahrantriebe des Bohrgeräts verhindert ist.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten bzw. in
der Zeichnung dargestellten Merkmale sollen, sofern der
bekannte Stand der Technik es zuläßt, für sich allein
oder auch in Kombinationen als unter die Erfindung fallend
angesehen werden.
Claims (10)
1. Bohrgerät, insbesondere auf oder an einem Trägerfahrzeug
angebrachtes Erdbohrgerät, mit einem Mast, wenigstens
einem Seilzug mit einer Freifallwinde und einem von
einer Energiequelle mit Steuerenergie versorgbaren
Steuerleitungssystem, das Betätigungs- und Steuerele
mente enthält, mittels deren die Freifallwinde in den
Zustand "Freifallbetrieb" versetzbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß außer einem Betätigungselement (35
bzw. 36) wenigstens ein Sicherheits-Schaltelement
(37; 47; 55 bzw. 56; 67 bzw. 77) in einer Steuerlei
tung (34, 31 bzw. 33; ) für ein Steuerorgan (30 bzw.
32) oder einer Schaltleitung (80) vorgesehen ist und
dabei eine vorgebbare Position des Sicherheits-Schalt
elements (37; 47; 55 bzw. 56; 67 bzw. 77) Voraussetzung
für eine Aktivierung des Steuerorgans (30 bzw. 32)
für den Zustand "Freifallbetrieb" ist.
2. Bohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sicherheits-Schaltelement (37) ein zweites
Betätigungselement ist und beide Betätigungselemente
(37, 35 bzw. 36) an einem Bedienungsplatz (20) räumlich
voneinander getrennt angeordnet sind.
3. Bohrgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Steuerorgan (30 bzw. 32) ein elektrisch
betätigbares hydraulisches Wegeventil ist und sowohl
das Betätigungselement (35 bzw. 36) als auch das Sicher
heits-Schaltelement (37; 47; 55 bzw. 56, 67 bzw. 77)
elektrische Schalter sind oder solche enthalten.
4. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einer
Steuerung für das Drehwerk eines den Mast und die
Freifallwinde tragenden Oberteils des Bohrgeräts,
gekennzeichnet durch ein Drehwerks-Sicherheits-Schalt
element (47), das durch einen der Drehwerk-Steuerung
zugeordneten Sensor (48) od.dgl. im Sinne eines Unter
brechens einer zugehörigen Steuerleitung (34, 31) bei
Betätigung des Drehwerks beeinflußbar ist.
5. Bohrgerät nach Anspruch 4, mit hydraulischem Antrieb
für das Drehwerk und einer Druckmittel-Steuerung, die
ein in Abhängigkeit von der Betätigung eines Pedals,
Handhebels od.dgl. ansteuerbares Wegeventil aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Drehwerks-Sicherheits-
Schaltelement (47) ein Druckschalter und der Sensor
(48) ein mit der Druckmittel-Steuerung verbundenes
Wechselventil ist.
6. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer
Meßvorrichtung für den Drehwinkel eines den Mast und
die Freifallwinde tragenden Oberteils des Bohrgeräts
relativ zu einem Unterwagen oder Fahrwerk, gekennzeich
net durch ein Winkelpositions-Sicherheits-Schaltelement
(55 bzw. 56), das durch ein mit der Drehwinkel-Meßvor
richtung (21, 22) verknüpftes Auswerte- und/oder Schalt
gerät (51) im Sinne eines Unterbrechens der zugehörigen
Steuerleitung (34, 31 bzw. 33) bei außerhalb eines
vorgebbaren Winkelwertes oder Winkelbereiches liegenden
Drehpositionen des Bohrgeräte-Oberteils (3) beeinflußbar
ist.
7. Bohrgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auswerte- und/oder Schaltgerät (51) einen Grenz
wertschalter enthält.
8. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit einer
Steuerung für wenigstens einen Fahrmotor, gekennzeichnet
durch ein Fahrwerks-Sicherheits-Schaltelement (67
bzw. 77), das durch einen der Fahrmotor-Steuerung
zugeordneten Sensor (68 bzw. 78) od.dgl. im Sinne
eines Unterbrechens einer Schalt- oder Steuerleitung
(80) bei Betätigung des Fahrmotors (61 bzw. 71) beein
flußbar ist.
9. Bohrgerät nach Anspruch 8 mit hydraulischem Fahrmotor
und einer Druckmittel-Steuerung, die ein in Abhängigkeit
von der Betätigung eines Pedals, Handhebels od.dgl.
ansteuerbares Wegeventil aufweist, dadurch gekennzeich
net, daß das Fahrwerks-Sicherheits-Schaltelement (67
bzw. 77) ein Druckschalter und der Sensor (68 bzw.
78) ein mit der Druckmittel-Steuerung verbundenes
Wechselventil ist.
10. Bohrgerät nach Anspruch 8 oder 9 und einem der Ansprüche
6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrwerks-
Sicherheits-Schaltelement (67 bzw. 77) schaltungsmäßig
mit dem Auswerte-und/oder Schaltgerät (51) verknüpft
ist, derart, daß das Winkelpositions-Sicherheits-Schalt
element (55 bzw. 56) bei geöffnetem Fahrwerks-Sicher
heits-Schaltelement ebenfalls geöffnet ist.
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