DE4001506A1 - Verfahren zum bestimmen des einfallwinkels eines lichtstrahls bei der messung eines brechungsindex und einer schichtdicke - Google Patents
Verfahren zum bestimmen des einfallwinkels eines lichtstrahls bei der messung eines brechungsindex und einer schichtdickeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung eines
Einfallwinkels eines Lichtstrahls bei der Messung eines Brechungsindex
und einer Dicke.
Es ist bereits ein Verfahren mit der Bezeichnung Ellipsometrie
zum Messen eines Brechungsindex einer dünnen Schicht und
der Dicke dieser Schicht bekannt.
Bei der Ellipsometrie wird eine Meßoperation mit sehr hoher
Genauigkeit durchgeführt, es gibt jedoch einen Fall, bei welchem
die Genauigkeit stark vermindert wird, und zwar hinsichtlich
einer bestimmten gemessenen Schicht. Es ist möglich,
einen Bereich zu vermeiden, durch den die Genauigkeit
vermindert wird, indem ein Einfallswinkel geändert wird. Es
ist dabei jedoch unmöglich, im vorhinein in Erfahrung zu
bringen, welcher Einfallswinkel ausgewählt werden muß, um
eine bevorzugte Genauigkeit bei der Messung zu erhalten.
Es ist daher erforderlich, einen geeigneten Einfallswinkel
gemäß einem Verfahren der Versuchsdurchführung und Fehlerbestimmung
zu berechnen.
Es wurde daher vom Erfinder der vorliegenden Erfindung bereits
ein Verfahren vorgeschlagen, um den Einfallswinkel
im vorhinein zu spezifizieren, bei welchem die Genauigkeit
der Messung verschlechtert wird. Dieses Verfahren ist in
der japanischen Patentanmeldung 62-1 92 396 beschrieben.
Dieses Verfahren wird jedoch lediglich bei der Messung des
Brechungsindex und der Dicke bezüglich einer einzelnen
Schicht angewandt, die auf einem Substrat ausgebildet
ist, welches einen bekannten komplexen Brechungsindex
besitzt. Das bei dem Meßvorgang verwendete Licht ist außerdem
begrenzt auf ein S-polarisiertes Licht.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Bestimmung eines Einfallswinkels eines Lichtstrahls
anzugeben, gemäß welchem der Einfallswinkel, der
zu einer bevorzugten Genauigkeit bei der Messung führt,
bei der Ausführung des Ellipsometrieverfahrens usw. leicht
bestimmt werden kann, um den Brechungsindex einer dünnen
Schicht und die Dicke dieser Schicht zu messen.
Im Rahmen dieser Aufgabe soll auch ein Verfahren zum Bestimmen
eines Einfallswinkels eines Lichtstrahls geschaffen
werden, bei dem der Einfallswinkel, der zu einer ausgezeichneten
Genauigkeit bei der Messung führt, einfach
und zuverlässig bei der Ausführung der Ellipsometrie oder
einem ähnlichen Verfahren bestimmt werden kann, um den
Brechungsindex einer dünnen Schicht und um die Dicke dieser
Schicht zu messen.
Die zuerst erläuterte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst
durch ein Verfahren zum Bestimmen eines monochromatischen
Meß-Lichtes oder Meß-Lichtstrahls bei der Messung eines
Brechungsindex und der Dicke einer dünnen Schicht, die als
einlagige Schicht auf einem Substrat mit einem bekannten
komplexen Brechungsindex ausgebildet ist, wobei das Substrat
in einem Einfallsmedium angeordnet ist, welches
einen bekannten Brechungsindex hat. Das erfindungsgemäße
Vefahren ist gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
Es wird ein ein erstes Reflexionsvermögen eines S-polarisierten
Lichtes oder Lichtstrahls oder eines P-polarisierten
Lichtes oder Lichtstrahls einer Meßprobe mit dem
genannten Einfallsmedium gemessen, und zwar bei verschiedenen
Einfallswinkeln des monochromatischen Lichtes, welches
eine bekannte Wellenlänge hat zur Messung verwendet
wird; es wird ein zweites Reflexionsvermögen des S-polarisierten
Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes berechnet,
wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb
eines Einfallmediums einfällt, wobei das zweite
Reflexionsvermögen unter Verwendung des komplexen Reflexionsindex
des Substrats und des Reflexionsindex des Einfallsmediums
als eine Funktion des Einfallswinkels berechnet
wird; es wird ferner ein erster Winkel berechnet, der
eine Gleichung befriedigt, in welcher das erste und das
zweite Reflexionsvermögen zueinander gleichgesetzt sind,
und zwar hinsichtlich des S-polarisierten Lichtes oder des
P-polarisierten Lichtes; und es wird ein zweiter Winkel,
ausgenommen dieser erste Winkel, als Meßeinfallswinkel
eingestellt.
Die vorliegende Erfindung schafft auch ein Verfahren zum
Bestimmen eines Meß-Einfallwinkels eines monochromatischen
Meß-Lichtes oder Lichtstrahls bei der Messung eines Brechungsindex
und einer Dicke einer dünnen Schicht, die auf
einem Grundkörper ausgebildet ist, wobei dieser Grundkörper
zusammengesetzt ist aus einer dünnen Schicht mit mehr
als einer dünnen Schichtlage mit bekanntem Brechungsindex
und Dicke, wobei die mehreren Lagen auf einem Substrat
aufgeschichtet ist, welches einen bekannten komplexen
Brechungsindex besitzt. Dieser Grundkörper wird in einem
Einfallsmedium angeordnet, welches einen bekannten Brechungsindex
hat, wobei dieses Verfahren dann dadurch gekennzeichnet
ist, das erste Reflexionsvermögen eines S-polarisierten
Lichtes und eines P-polarisierten Lichtes
einer Meßprobe innerhalb dem Einfallsmedium bei verschiedenen
Einfallswinkeln des monochromatischen Lichtes gemessen
werden, wobei dieses monochromatische Meß-Licht eine
bekannte Wellenlänge besitzt; ferner zweite Reflexionsvermögen
des S-polarisierten Lichtes und des P-polarisierten
Lichtes berechnet werden, wenn das monochromatische Licht
auf den Grundkörper innerhalb des Einfallsmedium einfällt,
welches einen bestimmten Brechungsindex besitzt, wobei das
zweite Reflexionsvermögen als Funktion des Einfallswinkels
unter Verwendung des komplexen Brechungsindex, des
Substrates, des Brechungsindex des Einfallsmediums und des
bekannten Brechungsindex und Dicke jeder dünnen Schichtlage
des Grundkörpers berechnet wird; ferner ein erster
Winkel berechnet wird, der Gleichungen befriedigt, bei
denen die ersten und die zweiten Reflexionsvermögen zueinander
gleich sind, und zwar hinsichtlich des S-polarisierten
Lichtes und des P-polarisierten Lichtes; wobei
schließlich ein zweiter Winkel, ausgenommen dieser zweite
Winkel, als Meß-Einstellwinkel gestellt wird.
Der zweite Teilaspekt der oben genannten durch die Erfindung
zu lösenden Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
Verfahren zum Bestimmen eines Meß-Einfallswinkels eines
monochromatischen Meß-Lichtes oder -Lichtstrahls bei der
Messung eines Brechungsindex und der Dicke einer dünnen
Schicht in Form einer einzelnen Schichtlage gelöst, die
auf einem Substrat mit einem bekannten komplexen Brechungsindex
ausgebildet ist, wobei das Substrat in einem
Einfallsmedium angeordnet ist, welches einen bekannten
Brechungsindex hat. Dieses Verfahren wird in der Weise
durchgeführt, daß ein erstes Reflexionsvermögen eines P-
polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb des Einfallsmediums
bei verschiedenen Einfallswinkeln des monochromatischen
Lichtes gemessen wird, welches eine bekannte
Wellenlänge hat und bei der Messung verwendet wird; daß
ferner ein zweites Reflexionsvermögen des P-polarisierten
Lichtes berechnet wird, wenn das monochromatische Licht
auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt,
wobei das zweite Reflexionsvermögen unter Verwendung des
komplexen Brechungsindex des Substrats und des Brechungsindex
des Einfallsmediums als eine Funktion des Einfallswinkels
berechnet wird; ferner ein erster Winkel berechnet
wird, der eine Gleichung befriedigt, in der das erste und
das zweite Reflexionsvermögen zueinander gleich sind, und
zwar hinsichtlich des P-polarisierten Lichtes; dann aus
den Werten des ersten Winkels ein zweiter Winkel berechnet
wird, der eine vorbestimmte Ungleichung hinsichtlich eines
dritten Winkels und eines vierten Winkels befriedigt, wobei
der dritte Winkel kleiner ist als der erste Winkel und
dem ersten Winkel angenähert ist, und wobei der vierte
Winkel größer ist als der erste Winkel und dem ersten Winkel
angenähert ist; und schließlich der zweite Winkel oder
ein diesem Winkel angenäherter Winkel als Meß-Einfallswinkel
eingestellt wird.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich aus der nun folgenden Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf die Zeichnung. Es
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des
Verfahrens zur Bestimmung eines Einfallswinkels
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel nach der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 und 3 graphische Darstellungen zur Erläuterung
des Verfahrens zur Bestimmung des Einfallswinkels
bei dem ersten Ausführungsbeispiel
nach der vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
des Verfahrens zur Bestimmung eines
Einfallswinkels gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
nach der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 und 6 graphische Darstellungen zur Erläuterung
des Verfahrens zur Bestimmung des Einfallswinkels
bei dem zweiten Ausführungsbeispiel
nach der vorliegenden Erfindung;
Fig. 7 bis 12 graphische Darstellungen zur Erläuterung
der Beziehung zwischen einem gemessenen
Einfallswinkel und der Meßgenauigkeit eines
Brechungsindex;
Fig. 13 eine Darstellung, die einen Hauptabschnitt
eines Gerätes zeigt, um das Einfallswinkel-
Bestimmungsverfahren bei den Ausführungsbeispielen
nach der vorliegenden Erfindung
auszuführen;
Fig. 14 bis 16 graphische Darstellungen zur Erläuterung
des Einfallswinkel-Bestimmungsverfahrens
bei dem ersten Ausführungsbeispiel nach der
vorliegenden Erfindung, angewendet auf eine
konkrete Messung des Brechungsindex und
einer Dicke;
Fig. 17 eine Darstellung zur Erläuterung des Einfallswinkel-
Bestimmungsverfahrens bei einem
dritten Ausführungsbeispiel nach der vorliegenden
Erfindung; und
Fig. 18 bis 20 graphische Darstellungen zur Erläuterung
konkreter Ausführungsbeispiele nach der
vorliegenden Erfindung.
Es sollen nun im folgenden bevorzugte Ausführungsbeispiele
eines Verfahrens zur Bestimmung eines Einfallswinkels
eines Lichtstrahls bei der Messung des Brechungsindex
einer Schicht und der Dicke der Schicht nach der
vorliegenden Erfindung im einzelnen unter Hinweis auf die
Zeichnungen erläutert werden.
Gemäß der nachfolgenden Beschreibung werden drei Arten von
Einfallswinkel-Bestimmungsverfahren erläutert.
Das Verfahren gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel besteht
aus einem Verfahren zum Bestimmen eines Einfallswinkels
eines monochromatischen Meß-Lichtes oder Meß-Lichtstrahls
beim Messen eines Brechungsindex und der
Dicke einer dünnen Schicht in Form einer Einzelschicht,
die auf einem Substrat mit einem bekannten komplexen Brechungsindex
n *2=n₂-ik₂ ausgebildet ist. Die Merkmale
dieses Verfahrens sind wie folgt.
Es wird das Energiereflexionsvermögen Rs(R₀) oder
Rp(R₀) eines S-polarisierten Lichtes oder eines P-polarisierten
Lichtes mit Hilfe einer Meßprobe gemessen, und
zwar hinsichtlich verschiedener Werte eines Einfallswinkels
R₀ des monochromatischen Lichtes mit einer Wellenlänge
λ, die bei der Messung verwendet wird.
Es wird dann das Energiereflexionsvermögen
|r 02S (R₀)|² oder |r 02P (R₀)|² des S-polarisierten
Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes berechnet,
wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb
eines Einfallsmediums auftrifft, welches einen
Brechungsindex n₀ hat. Dieses Energiereflexionsvermögen
|r 02S (R₀)|² oder |r 02P (R₀)|² wird
unter Verwendung der Brechungsindizes n *2 und n₀ als
eine Funktion des Einfallswinkels R₀ berechnet;
Ein Winkel R a 0, welcher die folgenden Gleichungen befriedigt:
Rs (R₀) = |r 02S (R₀)|²
oder
Rp (R₀) = |r 02P (R₀)|²
wird dann berechnet.
Es wird dann ein Winkel, ausgenommen dieser Winkel R a 0
als Meß-Einfallswinkel gesetzt bzw. eingestellt.
Das Verfahren gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel besteht
aus einem Verfahren zum Bestimmen eines Meß-Einfallswinkels
eines monochromatischen Meß-Lichtes oder Meß-
Lichtstrahls beim Messen eines Brechungsindex und einer
Dicke einer dünnen Schicht, die auf einem Grundkörper
ausgebildet ist, wobei diese Schicht aus mehr als
einer Lage besteht und einen bekannten Brechungsindex und
Schichtdicke besitzt, die auf ein Substrat aufgeschichtet
bzw. aufgestapelt ist, welches einem bekannten komplexen
Brechungsindex n *2=n s-ik s hat. Dieses Verfahren wird
in der folgenden Weise durchgeführt.
Es werden jeweils Energiereflexionsvermögen Rs( R₀)
und Rp( R₀) eines S-polarisierten Lichtes und eines P-
polarisierten Lichtes mit Hilfe einer Meßprobe jeweils gemessen,
und zwar gegenüber verschiedenen Werten eines Einfallswinkels
R₀ des monochromatischen Lichtes mit
einer Wellenlänge λ, die für die Messung verwendet wird.
Es werden Energiereflexionsvermögen R SbS(R₀)
und R SbP(R₀) des S-polarisierten Lichtes und des P-
polarisierten Lichtes jeweils berechnet, wenn das monochromatische
Licht auf den Grundkörper auftrifft, und zwar
innerhalb eines Einfallsmediums mit einem Brechungsindex
n₀. Die Energiereflexionsvermögen R SbS(R₀)
und R SbP(R₀) werden als eine Funktion des Einfallswinkels
R₀ unter Verwendung der Brechungsindexe n *s
und n₀ berechnet, und zwar auch unter Verwendung des bekannten
Brechungsindex und der Dicke jeder dünnen
Lage auf dem Grundkörper. Es werden dann ein Winkel R a 0,
der die beiden folgenden Gleichungen befriedigt:
Rs( R₀)=R SbS(R₀)
oder
Rp( R₀)=R SbP(R₀)
berechnet.
Ein Winkel, ausgenommen dieser Winkel R a 0, wird als
Meß-Einfallswinkel gesetzt bzw. eingestellt.
Wie bereits oben erläutert wurde, ist das Verfahren nach
dem ersten Ausführungsbeispiel ein Verfahren zum Bestimmen
eines Meß-Einfallswinkels bei der Messung des Brechungsindex
und der Dicke einer dünnen Schicht in Form einer
einzelnen Lage, die auf dem Substrat ausgebildet ist und
einen bekannten komplexen Brechungsindex hat. Der Meß-Einfallswinkel
ist ein Winkel, in welchem das monochromatische
Licht auf die Meßprobe auftrifft, um dadurch den
Brechungsindex und die Schichtdicke zu messen. Das monchromatische
Licht, welches die gleiche Wellenlänge hat
wie dasjenige, das bei der Messung verwendet wird, wird
bei der Bestimmung des Meß-Einfallswinkels verwendet. In
diesem Fall kann entweder das S-polarisierte Licht oder
das P-polarisierte Licht verwendet werden.
Das Verfahren nach dem zweiten Ausführungsbeispiel besteht
aus einem Verfahren zum Bestimmen des Meß-Einfallswinkels
bei der Messung des Brechungsindex und der Dicke einer
dünnen Schicht, die auf einem Grundkörper ausgebildet ist.
Der Grundkörper wird dadurch hergestellt, indem eine dünne
Schicht mit einem bekannten Brechungsindex und Schichtdicke
in Form mehrerer einzelner Lagen auf einem Substrat
mit bekanntem komplexem Brechungsindex ausgebildet wird.
Demzufolge sind bei dem Verfahren nach dem zweiten Ausführungsbeispiel
eine Vielzahl von dünnen Schichten auf dem
Substrat ausgebildet und es werden der Brechungsindex und
die Dicke hinsichtlich der obersten dünnen Schicht
oder Lage einer Vielzahl von dünnen Schichten oder Lagen
auf dem Substrat gemessen.
Bei dem Verfahren nach dem zweiten Ausführungsbeispiel
werden monochromatische Lichtstrahlen von S-plarisiertem
Licht und P-polarisiertem Licht verwendet, um den oben erwähnten
Meß-Einfallswinkel zu bestimmen.
Als Verfahren zur Messung des Brechungsindex einer dünnen
Schicht und der Schichtdicke wurde bereits ein Verfahren
(welches in der folgenden Beschreibung einfach als PRETTI-
Verfahren bezeichnet wird) von dem Erfindung des vorliegenden
Anmeldungsgegenstandes vorgeschlagen, wobei dieses
Verfahren in der japanischen Patentanmeldung 62-1 48 742 zusätzlich
zu dem oben erwähnten Ellipsometrie-Verfahren beschrieben
ist. Die vorliegende Erfindung kann ebenfalls
als Verfahren zur Bestimmung des Einfallswinkels bei diesem
PRETTI-Verfahren zusätzlich zum Ellipsometrie-Verfahren
realisiert werden.
Das Prinzip des Einfallswinkel-Bestimmungsverfahrens nach
dem ersten Ausführungsbeispiel nach der vorliegenden Erfindung
soll im folgenden zunächst unter Hinweis auf Fig. 1
erläutert werden.
In Fig. 1 bezeichnen die Bezugszeichen 10 und 12 jeweils
ein Substrat und eine durchscheinende bzw. transparente
dünne Schicht. Das Substrat 10 besitzt einen bekannten
komplexen Brechungsindex n *2=n₂+ik₂. Ein Brechungsindex
n₁ und die Schichtdicke d₁ der dünnen Schicht 12
sind Gegenstände einer vorzunehmenden Messung und sind unbekannt.
Das Bezugszeichen n₀ bezeichnet einen Brechungsindex
eines Einfallsmediums. Es ist möglicht n₀ = 1
zu setzen, da das Einfallsmedium im allgemeinen aus Luft
besteht.
Die Brechungswinkel innerhalb der dünnen Schicht 12 und
des Substrats 10 werden jeweils eingestellt auf 0--₁ und
0--₂, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, wenn ein monochromatisches
Licht mit einer Wellenlänge λ verwendet wird
bzw. auf die dünne Schicht 12 in einem Einfallswinkel
0--₀ einfällt.
Bei der folgenden Berechnung werden die folgenden Formeln
verwendet:
ε₂=n²₂-k²₂, γ₂=2n₂k₂,
2u²₂=ε₂-n²₀sin²R₀+{(ε₂-n²₀sin²R)²+γ²₂}1/2,
2v²₂=-(ε₂-n²₀sin²R)+{(ε₂-n²₀sin²R₀)²+γ²₂}1/2
n*²₂ und n*₂cosR₂ werden wie folgt umgeschrieben:
n*²₂=ε₂-i γ₂, n*₂cosR₂=u₂+iv₂.
Wenn das monochromatische Licht auf die dünne Schicht 12
aufgestrahlt wird, wie dies zuvor erläutert wurde, so lassen
sich komplexe Amplitudenreflexionsverhältnisse r p
und r s eines P-polarisierten Lichtes und eines S-polarisierten
Lichtes jeweils wie folgt angeben:
r P={r 01P +r 12P ·exp(2i β₁)}/{1+r 01P ·r 12P ·exp(2i β₁} -(1-1)
r S={r 01S +r 12S ·exp(2i β₁)}/{1+r 01S ·r 12S ·exp(2i b₁} -(1-2)
Die Indizes P und S bezeichnen jeweils Werte hinsichtlich
des P-polarisierten Lichtes und des S-polarisierten Lichtes.
Die Bezugszeichen r 01P und r 01S bezeichnen jeweils
Fresnelsche Reflexionskoeffizienten in bezug auf das
P-polarisierte Licht und das S-polarisierte Licht an einer
Grenzfläche zwischen dem Einfallsmedium und der dünnen
Schicht 12. Die Bezugszeichen r 12P und r 12S bezeichnen
jeweils Fresnelsche Reflexionskoeffizienten hinsichtlich
des P-polarisierten Lichtes und des S-polarisierten Lichtes
an einer Grenzschicht oder -fläche zwischen dem dünnen
Film 12 und dem Substrat 10. Das Bezugszeichen 2b₁ bezeichnet
eine Änderung in der Phase, die verursacht wird
während eines Zeitintervalls, in welchem das Licht einmal
zwischen der Frontfläche und der rückwärtigen Fläche der
dünnen Schicht 12 hin und zurück läuft. Diese Werte werden
wie folgt dargestellt:
r 01P =(n₁cosR₀-n₀cosR₁)/(n₁cosR₀+n₀cosR₁), (2-1)
r 01S =(n₀cosR₀-n₁cosR₁)/(n₀cosR₀+n₁cosR₁), (2-2)
r 12P =(n*₂cosR₁-n₁cosR*₂)/(n*₂cosR₁+n₁cosR*₂), (3-1)
r 12S =(n₁cosR₁-n*₂cosR*₂)/(n₁cosR₁+n*₂cosR*₂), (3-2)
2β₁=4π d₁(n²₁-sin²R₀)1/2/λ. (4)
r 12P und r 12S sind allgemein komplexe Beträge. Wenn
daher -r 12P ≡p 12P exp(i Φ 12P ) und r 12S ≡ρ 12S exp(i Φ 12S )
so lassen sich ρ 12P , ρ 12S , Φ 12P und ρ 12S
in der folgenden Weise ausdrücken:
ρ 12P =Re²(r 12P )+Im²(r 12P ), (5-1)
ρ 12S =Re²(r 12S )+Im²(r 12S ), (5-1)
Φ 12P =tan -1{Im(r 12P )/Re(r 12P )}, (6-1)
Φ 12S =tan -1{Im(r 12S )/Re(r 12S )}, (6-2)
hier,
Re(r 12P )=(p₁·p₃+p₂·p₄)/(p²₃+p²₄),
Im(r 12P )=(p₂·p₃-p₁·p₄)/(p²₃+p²₄)
und
p₁=ε₂u₁+γ₂v₁-ε₁u₂-γ₁v₂,
p₂=e₂v₁-γ₂u₁-ε₁v₂+γ₁u₂,
p₃=ε₂u₁+γ₂v₁+ε₁u₂+γ₁v₂,
p₂=ε₂v₁-q₂u₁+ε₁v₂-γ₁u₂,
weiter
Re(r 12S )=s₁/s₃,
Im(r 12S )=s₂/s₃
und
s₁=u²₁-u²₂+v²₁-v²₂,
s₂=2(u₂v₁-u₁v₂),
s₃=(u₁+u₂)²+(v₁+v₂)².
Es werden die Energiereflexionsvermögen Rp und Rs auf
der Grundlage der Formeln (1-1) und (1-2) berechnet und in
der folgenden Weise wiedergegeben:
Rp = {r²01P +ρ²12P +2r 01P ρ 12p cos(Φ 12P +2β₁)}/{1+r²01-P ρ²12P +2r 01P ρ 12P cos(Φ 12P +2β₁)},
Rs = {r²01S +ρ²12S +2r 01S ρ 12S cos(Φ 12S +2β₁)}/{1+r²01-S ρ²12S +2r 01S ρ 12S cos(Φ 12S +2β₁)}.
Wenn der Einfallswinkel R₀ so eingestellt wird, daß
der Wert 2β₁ in der Formel (4) die folgende Formel (8)
befriedigt:
2β₁=2m π (m = 0, 1, 2, 3...), (8)
so läßt sich das Energiereflexionsvermögen Rp durch
Substitution der Formeln (2-1), (5-1), (6-1) und (8) in
die Formel (7-1) in der folgenden Weise ausdrücken:
Rp = {(n²₂+k²₂)²cos²₀R+n²₀(u²₂+v²₂)-2n₀cosR₀(ε₂u₂-γ₂v₂)}/{(n²₂+k-²₂)²cos²R₀+n²₀(u²₂+v²₂)
+2n₀cosR₀(ε₂u₂-q₂v₂)}. (9-1)
+2n₀cosR₀(ε₂u₂-q₂v₂)}. (9-1)
Ferner läßt sich das Energiereflexionsvermögen Rs in der
folgenden Weise wiedergeben, indem die Formeln (2-2),
(5-2), (6-2) und (8) in die Formel (7-2) eingesetzt werden:
Rs = {(n₀cosR₀-u₂)²+v²₂}/{(n₀cosR₀+u₂)²+v²₂}. (9-2)
Diese Formeln (9-1) und (9-2) enthalten nicht den Brechungsindex
n₁ der dünnen Schicht 12 und die Schichtdicke
d₁.
Wenn auf dem Substrat 10 in Fig. 1 keine dünne Schicht 12
vorhanden ist und das monochromatische Licht dit der Wellenlänge
λ direkt auf das Substrat 10 einfällt, und zwar
aus dem Einfallsmedium heraus, welches den Brechungsindex
n₀ hat, wobei der Einfallswinkel R₀ beträgt, so lassen
sich die Energiereflexionsvermögen |r 02P |² und
|r 02S |² hinsichtlich des P-polarisierten Lichtes und
des S-polarisierten Lichtes jeweils wie folgt ausdrücken:
|r 02P |²=|(n₁cosR₀-n₀cosR₁)/(n₁cosR₀+n₀cosR₁)|²
={(n²₂+k²₂)²cos²₀R+n²₀(u²₂+v²₂)-2n₀cosR₀(ε₂u₂-γ₂v₂)}/{(n²₂+k²₂)²cos²-R₀+n²₀(u²₂+v²₂)
+2n₀cosR₀(ε₂u₂-γ₂v₂)}, (10-1)
={(n²₂+k²₂)²cos²₀R+n²₀(u²₂+v²₂)-2n₀cosR₀(ε₂u₂-γ₂v₂)}/{(n²₂+k²₂)²cos²-R₀+n²₀(u²₂+v²₂)
+2n₀cosR₀(ε₂u₂-γ₂v₂)}, (10-1)
|r 02S |²=|(n₀cosR₀-n₁cosR₁)/(n₀cosR₀+n₁cosR₁)|²={(n₀cosR₀-u₂)+-v²₂}/{(n₀cosR₀+u₂)²+v²₂}. (10-2).
Diese Werte sind jeweils gleich mit Rp und Rs der Formeln
(9-1) und (9-2).
Diese Ergebnisse bedeuten, daß, wenn das monochromatische
Licht auf die dünne Schicht 12 mit einem Einfallswinkel
R₀ auftrifft, wobei dieser Winkel die Formel (8) befriedigt,
die Energiereflexionsvermögen Rp und Rs keinerlei
Information hinsichtlich des Brechungsindex und der
Dicke der dünnen Schicht 12 enthalten und gleich sind mit
denjenigen für den Fall, bei welchem nur das Substrat 10
gemäß den obigen Formeln (10-1) und (10-2) vorgesehen ist,
so als ob also keine dünne Schicht 12 auf dem Substrat 10
vorhanden ist. Wenn demzufolge Licht auf die dünne Schicht
12 einfällt, und zwar in einem solchen speziellen Einfallswinkel
ist es im Prinzip unmöglich, den Brechungsindex
und die Dicke der dünnen Schicht 12 zu kennen bzw.
in Erfahrung zu bringen, selbst wenn die Energiereflexionsvermögen
gemessen werden.
Ein solch spezieller Einfallswinkel, d. h. also der Einfallswinkel,
der die Formel (8) befriedigt, wird als ein
singulärer Einfallswinkel in der folgenden Beschreibung
bezeichnet und wird wiedergegeben mit R a0.
Wenn demzufolge der Brechungsindex und die Dicke der dünnen
Schicht 12 mit Hilfe des Ellipsometrie-Verfahrens, des
PRETTI-Verfahrens usw. gemessen wird, ist es ausreichend,
den Einfallswinkel, ausgenommen den zuvor angesprochenen
singulärer Einfallswinkel als einen Meß-Einfallswinkel zu
verwenden.
Der singuläre Einfallswinkel läßt sich in der folgenden
Weise in Erfahrung bringen. Wie bereits zuvor dargelegt
wurde, gilt in Verbindung mit dem singulären Einfallswinkel
die folgende Formel (11-1):
Rp = |r 02P |², (11-1)
die hinsichtlich des P-polarisierten Lichtes gilt, und wobei
folgende Formel (11-2):
Rs = |r 02S |², (11-2)
hinsichtlich dem S-polarisierten Licht gilt. Die Größen
auf der linken Seite dieser Formeln (11-1) und (11-2) können
unmittelbar in Erfahrung gebracht werden, indem man
unmittelbar Licht auf die dünne Schicht 12 einstrahlt und
indem man das Energiereflexionsvermögen derselben mißt.
Andererseits sind in Verbindung mit den Größen auf der
rechten Seite dieser Formeln der komplexe Brechungsindex
des Substrats 10 und der Brechungsindex des Einfallsmediums
bekannt, so daß also die Größen auf den rechten Seiten
errechnet werden können, und zwar durch Verwendung des
Einfallswinkels und durch Ausführung einer Berechnung gemäß
den Formeln (10-1) und (10-2).
Wenn der Brechungsindex und die Dicke der dünnen Schicht
mit einer Einzellage, die auf dem Substrat ausgebildet
ist, welches den bekannten komplexen Brechungsindex
n *2=n₂-ik₂ besitzt, gemessen werden, so wird das
Energiereflexionsvermögen Rs(R₀) oder Rp(R₀) des
S-polarisierten Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes
durch eine Meßprobe hinsichtlich verschiedener Werte des
Einfallswinkels R₀ des monochromatischen Lichtes mit
der Wellenlänge λ, welches für die Messung verwendet wird,
gemessen. Wenn andererseits das zuvor erwähnte monochromatische
Licht auf das oben genannte Substrat auftrifft, und
zwar innerhalb des Einfallsmediums mit dem Brechungsindex
n₀, kann das Energiereflexionsvermögen
|r 02S (R₀)|² oder r 02P (R₀)|² des S-polarisierten
Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes unter
Verwendung der zuvor genannten Größen n *2 und n₀ als
eine Funktion des Einfallswinkels R₀ berechnet werden.
Es werden dann der singuläre Einfallswinkel R a 0 berechnet,
der die folgende Gleichung
Rs(R₀)=|r 02S (R₀)|²
oder
Rp(R₀)=|r 02P (R₀)|²
berechnet und es ist dann ausreichend, einen Winkel einzustellen,
ausgenommen, dieser Winkel R a 0 in Form eines
Meß-Einfallswinkels.
Wie sich aus der vorangehenden Beschreibung ergibt, kann
entweder das P-polarisierte Licht oder das S-polarisierte
Licht verwendet werden, wenn das Verfahren gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ausgeführt
wird. Im Falle von P-polarisiertem Licht wird jedoch die
zuvor genannte Gleichung (11-1) ebenso gebildet, selbst
wenn der Einfallswinkel ein sog. Brewster-Winkel an der
Grenzschicht zwischen Einfallsmedium und der dünnen
Schicht wird, und zwar zusätzlich zu dem Fall, bei welchem
ein Brewster-Winkel existiert und die Formel (8) befriedigt
wird, d. h. selbst wenn |r 01P |² = 0. In einem solchen
Fall gibt es eine Möglichkeit, bei der es schwierig
ist, den singulären Einfallswinkel aufzufinden. Unter Berücksichtigung
dieses Punktes ist es also vorzusehen, das
S-polarisierte Licht zu verwenden.
Das Bestimmungsverfahren zur Bestimmung des Einfallswinkels
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel nach der vorliegenden
Erfindung soll nun im folgenden unter Hinweis
auf Fig. 4 beschrieben werden.
Gemäß Fig. 4 sind dünne Schichten 22-1, 22-2, ..., 22- m
von m (≧2)-Schichten auf einem Substrat 20 ausgebildet.
Die dünne Schicht 22-1 bildet eine dünne Lage auf einer
obersten Lage oder Schicht und die dünne Schicht 22-m ist
eine dünne Lage oder Schicht, die unmittelbar auf dem
Substrat 20 ausgebildet ist.
Ähnlich dem Fall nach Fig. 1 wird der Brechungsindex eines
Einfallmediums auf n₀ gesetzt. Die Brechungsindizes der
dünnen Schichten 22-1 bis 22-m werden aufeinanderfolgend
eingestellt auf n₁, n *2, n *3, ..., n *m und es werden
die Schichtdicken derselben aufeinander folgend eingestellt
bzw. bezeichnet mit d₁, d₂, ..., d m, wie dies
in Fig. 4 gezeigt ist. Die dünne Schicht 22-1 ist transparent
und die Brechungsindizes der dünnen Schichten oder
Lagen 22-2 bis 22-m sind komplexe Brechungsindizes. Ferner
wird der komplexe Brechungsindex des Substrats 20 gesetzt
auf n *s =n s-ik s. Die komplexen Brechungsindizes
n *2, n *3, ..., n *m und n *0 sind bekannt und auch
die Schichtdicken d₂, d₃, ..., d m sind bekannt. Der
Brechungsindex n₁ und die Schichtdicke d₁ der dünnen
Schicht 22-1 sind Gegenstände der Messung und sind unbekannt.
Demzufolge bilden das Substrat 20 und die dünnen
Schichten 22-2 bis 22-m einen Grundkörper und die dünne
Schicht 22-1 ist auf diesem Grundkörper ausgebildet.
Wenn gemäß Fig. 4 ein monochromatisches Licht mit einer
Wellenlänge λ auf die dünnen Schichten einer derartigen
vielschichtigen Anordnung in einem Einfallswinkel R₀
einfällt, so lassen sich komplexe Amplitudenreflexionsverhältnisse
r P und r S von dem P-polarisierten Licht und
dem S-polarisierten Licht in der folgenden Weise ausdrücken
bzw. berechnen:
r P={r 01P +r′ Pexp(2i β₁)}/{1+r 01P r′Pexp(2i β₁)}, (12-1)
r S={r 01S +r′ Sexp(2i β₁)}/{1+r 01S r′Sexp(2i β₁)}. (12-2)
Hierbei bezeichnen die Bezugszeichen r 01P und r 01S jeweils
Amplitudenreflexionsverhältnisse des P-polarisierten
Lichtes und des S-polarisierten Lichtes an einer Grenzfläche
zwischen dem Einfallsmedium und der dünnen Schicht
22-1. Die Bezugszeichen r′ P und r′ P bezeichnen jeweils
Amplitudenreflexionsverhältnisse, wenn das oben erwähnte
monochromatische Licht auf den Grundkörper in dem
Einsatzmedium auftrifft, welches den gleichen Brechungsindex
hat wie derjenige der dünnen Schicht 22-1. Ferner
bezeichnet, ähnlich wie im Falle der Formel (4), das Bezugszeichen
2β₁ eine Phasenänderung, die während eines
Zeitintervalls verursacht wird, in welchem das Licht zwischen
der Oberfläche und der unteren Fläche bzw. rückwärtigen
Fläche der dünnen Schicht 22-1 hin- und rückverläuft.
Wenn die Formeln (12-1) und (12-2) mit den Formeln (1-1)
und (1-2) hinsichtlich der Amplitudenreflexionsverhältnisse
für den Fall verglichen werden, bei welchem mehrere
dünne Schichten auf dem Substrat 20 ausgebildet sind, so
sind die Formeln (12-1) und (12-2) Formeln, die erhalten
werden, indem man r 12P und r 12S durch r′ P und r′ S
in den Formeln (1-1) und (1-2) ersetzt.
Wenn somit für den Fall, daß der Einfallswinkel die zuvor
erwähnte Formel (8) befriedigt, d. h. im Falle des singulären
Einfallswinkels R a 0, werden der Brechungsindex der
dünnen Schicht 22-1 und die Dicke desselben aus den Formeln
beseitigt, welche die Energiereflexionsvermögen
wiedergeben, so daß in diesen Formeln kein Brechungsindex
und auch keine Schichtdicke vorhanden sind. Es lassen sich
daher die folgenden Gleichungen (13-1) und (13-2) aufstellen:
R p=R SbP, (13-1)
R s=R SbS, (13-1)
Hierbei bezeichnen die Bezugszeichen R SbP und R SbS jeweils
die Energiereflexionsvermögen des P-polarisierten
Lichts und des S-polarisierten Lichts, wenn das Licht
auf den Grundkörper einfällt, d. h. in einen verbleibenden
Abschnitt, ausgenommen der obersten Lage bzw. Schicht der
dünnen Gesamtschicht, und zwar in einem Einfallswinkel
R₀.
Gemäß dem Einfallswinkel-Bestimmungsverfahren nach dem
zweiten Ausführungsbeispiel nach der vorliegenden Erfindung
ist die dünne Schicht aus mehr als einer Lage aufgebaut
und besitzt den bekannten Brechungsindex und Schichtdicke
und ist auf das Substrat geschichtet, welches den
bekannten komplexen Brechungsindex n *s =n s-iK s hat,
so daß dadurch der Grundkörper gebildet ist. Wenn der Brechungsindex
und die Dicke der dünnen Schicht, die auf dem
Grundkörper ausgebildet ist, gemessen werden, werden die
Energiereflexionsvermögen Rs(R₀) und Rp(R₀)
des S-polarisierten Lichts und des P-polarisierten Lichts
mit Hilfe einer Meßprobe gemessen, und zwar hinsichtlich
verschiedener Werte des Einfallswinkels R₀ des monochromatischen
Lichtes mit der Wellenlänge λ, welches zur
Messung verwendet wird, so daß sich damit die linken Seiten
der Gleichungen (13-1) und (13-2) berechnen lassen.
Wenn andererseits das zuvor erwähnte monochromatische
Licht auf den zuvor erläuterten Grundkörper innerhalb des
Einfallsmediums auftrifft bzw. einfällt, welches den Brechungsindex
n₀ hat, können die Energiereflexionsvermögen
R SbS(R₀) und R SbP(R₀) des S-polarisierten
Lichtes und des P-polarisierten Lichtes als eine
Funktion des Einfallswinkels R₀ unter Verwendung der
zuvor erläuterten Größen n *s und n₀ und unter Verwendung
des bekannten Brechungsindex und Schichtdicke jeder
dünnen Schicht in dem Grundkörper berechnet werden, so daß
dadurch auch die rechten Seiten der Gleichungen (13-1) und
(13-2) berechnet werden können.
Es wird dann der Winkel R a 0 berechnet, der beide Gleichungen
(13-1) und (13-2) befriedigt und es ist ausreichend,
einen Winkel zu bestimmen, ausgenommen diesem singulären
Einfallswinkel R a 0, der dann als Meß-Einfallswinkel
dient.
Bei dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel nach
der vorliegenden Erfindung ist es ausreichend, die zuvor
erläuterten Berechnungen automatisch mit Hilfe eines
Computers durchzuführen, der im vorhinein entsprechend
programmiert wurde.
Es werden nun im folgenden konkrete Ausführungsbeispiele
nach der vorliegenden Erfindung im einzelnen beschrieben.
Fig. 13 zeigt schematisch nur einen Hauptabschnitt eines
Gerätes zum Messen des Brechungsindex einer dünnen
Schicht und auch der Dicke derselben unter Verwendung des
PRETTI-Verfahrens.
Eine Lichtquelle 1 besteht aus einem He-Ne-Laser mit einer
Wellenlänge gemäß 6328 Å. Ein von dieser Lichtquelle 1
ausgehender Lichtstrahl wird in zwei Teilstrahlen mit Hilfe
eines Strahlteilers 2 aufgeteilt und einer dieser Teilstrahlen
wird zu einem Photodetektor 4 gelenkt, um eine
photoelektrische Umwandlung durchzuführen. Der andere der
Lichtteilstrahlen wird durch einen Polarisator 3 verändert
in ein S-polarisiertes Licht oder ein P-polarisiertes
Licht und wird auf eine Meßprobe 0 gelenkt.
Die Probe 0 ist auf einem Drehtisch 6 angeordnet, der über
einen Arm 7 gedreht werden kann. Wenn der Arm 7 um einen
Winkel R gedreht wird, wird der Drehtisch 6 um einen
Winkel 2R gedreht. Ein Photodetektor 5 ist an einem Endabschnitt
des Armes 7 befestigt, um eine photoelektrische
Umwandlung hinsichtlich des von der Probe reflektierten
Lichtes durchzuführen. Mit Hilfe einer derartigen Anordnung
oder Konstruktion ist es möglich, ein Energiereflexionsvermögen
hinsichtlich einem willkürlichen Einfallswinkel
R (0≦R≦90 Grad) auf die Probe 0 zu messen.
Die Ausgangsgrößen der Photodetektoren 4 und 5 werden
einem Datenverarbeitungssystem 8 eingegeben, welches einen
Computer enthält, wobei diese Ausgangsgrößen durch das
Verarbeitungssystem 8 verarbeitet werden.
Ein Lichtmengenverhältnis des einfallenden Lichtes und des
auf den Photodetektor 4 fallenden Lichtes wird gemessen
und wird im vorhinein in das Datenverarbeitungssystem 8
eingegeben.
Es sollten im folgenden Ausführungsbeispiele 1 und 2 durch
Simulation hinsichtlich des Einfallswinkel-Bestimmungsverfahrens
nach dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung erläutert werden, um das
Verständnis der vorliegenden Erfindung zu vereinfachen.
Schließlich soll auch ein Ausführungsbeispiel 3 hinsichtlich
des Einfallwinkel-Bestimmungsverfahrens bei dem ersten
Ausführungsbeispiel nach der Erfindung beschrieben
werden.
Es wird angenommen, daß das Substrat 10 in Fig. 1 aus
einem Si-Substrat besteht mit n *2=3.858-0.018i, wobei
eine dünne Schicht 12 auf diesem Substrat den Brechungsindex
n₁=1.460 hat und eine Schichtdicke d₁=6328 Å
hat. In einer Situation, bei der die vorliegenden Erfindung
unmittelbar angewendet werden kann, sind die zuvor genannten
Größen n₁ und d₁ zum Messen der Gegenstände und
sind unbekannte Größen und ferner wird das Verfahren nach
der vorliegenden Erfindung ausgeführt, um den Einfallswinkel
für diese Größen, die zu messen sind, zu spezifizieren.
Hier jedoch sollen die zuvor genannten unbekannten Größen
als bekannte Größen angenommen werden und das Verfahren
zur Bestimmung des Meß-Einfallswinkels nach der vorliegenden
Erfindung soll durch Simulation beschrieben werden.
Ferner ist das Einfallsmedium als Luft angenommen und es
wird somit davon ausgegangen, daß n₀=1 ist.
Wenn der Laser-Lichtstrahl mit der Wellenlänge 6328 Å
auf die dünne Schicht 12 auftrifft und der Einfallswinkel
kontinuierlich von 0 bis 90°C geändert wird, wird das Energiereflexionsvermögen
Rs des S-polarisierten Lichtes als
eine Funktion des Einfallswinkels gemäß der Formel (7-2)
berechnet, wie dies durch eine ausgezogene Linie in Fig. 2
gezeigt ist. Dieses Reflexionsvermögen Rs wird als wirklich
gemessener Wert vorgesehen, wenn der Brechungsindex
der dünnen Schicht 12 und die Schichtdicke derselben wirklich
gemessen werden.
Wenn das zuvor erwähnte Licht direkt zum Einfall auf das
Substrat 10 innerhalb der Luftschicht gebracht wird, kann
das Energiereflexionsvermögen |r 02S |² von dem S-polarisierten
Licht als eine Funktion des Einfallswinkels
berechnet werden, und zwar entsprechend der Formel (10-2)
und dies ist mit Hilfe einer unterbrochenen Linie in Fig. 2
gezeigt.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, beträgt der singuläre Einfallswinkel
zur Bildung von Rs=|r 02S |² gleich 44,2 Grad.
Es ist somit ausreichend, den Meß-Einfallswinkel auf einen
Winkel einzustellen, der nicht diesem Winkel entspricht
bzw. ausgenommen den 44,2 Grad.
Wenn die gleiche Simulation für den Fall des P-polarisierten
Lichtes durchgeführt wird anstelle des S-polarisierten
Lichtes, wird das Energiereflexionsvermögen Rp und
|r 02P |² jeweils so vorgesehen, wie dies durch eine ausgezogene
und unterbrochene Linie in Fig. 3 veranschaulicht
ist. In diesem Fall wird die Gleichung Rs=|r 02S |² für
den Fall aufgestellt, daß der singuläre Einfallswinkel
44,2 Grad beträgt als auch der Brewster-Winkel 55,6 Grad
beträgt. In einer solchen Situation ist es schwierig, definitiv
den singulären Einfallswinkel zu bestimmen.
Es wird angenommen, daß das Substrat 20 in Fig. 4 aus dem
gleichen Si-Substrat (n *s =3.858-0,018i) wie im
Falle des Ausführungsbeispiels 1. Der Grundkörper wird also
hergestellt, indem die dünne Schicht mit dem Brechungsindex
n *2=n₂=2.000 und die Schichtdicke 8000 Å auf
diesem Substrat vorgesehen werden. Es wird ferner angenommen,
daß die zu messende dünne Schicht einen Brechungsindex
n₁=1,460 hat und daß die Schichtdicke 7400 Å beträgt
und daß diese Schicht auf diesem Grundkörper ausgebildet
ist. In diesem Fall wird der Brechungsindex n₀
gleich auf 1,000 eingestellt.
Wenn der Laserstrahl mit der Wellenlänge 6328 Å auf eine
Meßprobe einfällt, wird das Energiereflexionsvermögen Rs
des S-polarisierten Lichtes als eine Funktion des Einfallswinkels
berechnet, der von 0 bis 90 Grad reicht, wobei
dies durch eine ausgezogene Linie in Fig. 5 veranschaulicht
ist.
Wenn andererseits der zuvor erwähnte Lichtstrahl direkt
auf den Grundkörper in Luft auftrifft, wird das Energiereflexionsvermögen
R SbS des S-polarisierten Lichtes als
eine Funktion des Einfallswinkels berechnet und vorgesehen,
wie dies durch eine unterbrochene Linie in Fig. 5
veranschaulicht ist.
Der Einfallswinkel gemäß Rs=R SbS beträgt 33,1 Grad, 44,2 Grad
und 60,3 Grad.
Wenn der Laserstrahl mit der Wellenlänge 6328 Å auf die
zuvor erwähne Meßprobe einfällt, wird das Energiereflexionsvermögen
Rp des P-polarisierten Lichtes als eine
Funktion des Einfallswinkels berechnet, der von 0 bis 90 Grad
reicht, wie dies durch eine eingezogene Linie in Fig. 6
veranschaulicht ist.
Wenn ferner der zuvor erwähnte Lichtstrahl direkt auf den
Grundkörper in Luft einfällt, wird das Energiereflexionsvermögen
R SbP des P-polarisierten Lichtes als eine
Funktion des Einfallswinkels berechnet und vorgesehen, wie
dies durch eine unterbrochene Linie in Fig. 6 veranschaulicht
ist.
Der Einfallswinkel gemäß Rp=R SbP beträgt 32,7 Grad, 44,2 Grad,
55,6 Grad und 58,5 Grad.
Demzufolge ist der Einfallswinkel, der beide Bedingungen
Rs=R SbS und Rp=R SbP befriedigt, gleich 44,2 Grad und
dieser Einfallswinkel wird dann als singulärer Einfallswinkel
erhalten. Es ist demzufolge ausreichend, einen Winkel,
ausgenommen diesem singulären Einfallswinkel, als
Meß-Einfallswinkel zu bestimmen.
Wie oben ausgeführt wurde, ist es dann, wenn die vorliegende
Erfindung zur Messung des Brechungsindex einer dünnen
Schicht und der Schichtdicke verwendet wird, ausreichend
den singulären Einfallswinkel zu spezifizieren und
einen Winkel zu bestimmen, der nicht diesem Winkel entspricht
bzw. ausgenommen diesem singulären Einfallswinkel,
wobei dieser davon abweichende Winkel dann als Meß-Einfallswinkel
verwendet wird. Der Meß-Einfallswinkel kann im
Prinzip frei gewählt werden, wobei nur der singuläre Einfallswinkel
ausgeschlossen wird. Wenn jedoch ein Winkel zu
dicht bei dem singulären Einfallswinkel als Meß-Einfallswinkel
ausgewählt wird, kann keine ausreichende Genauigkeit
hinsichtlich der Messung des Brechungsindex und der
Schichtdicke erreicht werden. Im folgenden wird die Beziehung,
die Verbindung mit der Differenz zwischen dem singulären
Einfallswinkel und dem Meß-Einfallswinkel und der
Meßgenauigkeit für den Brechungsindex und die Schichtdicke
als Beispiel beschrieben, wenn der Brechungsindex einer
einlagigen Schicht mit Hilfe des PRETTI-Verfahrens berechnet
wird.
Gemäß der folgenden Beschreibung sind drei Proben als ein
Beispiel vorgesehen, und zwar auf der Grundlage der Ausführungsform
gemäß Fig. 1.
Probe 1: n₀ = 1.000, n₁ = 1.460, d₁ = 5000Å, n*₂ = 3.858-0.018i.
Probe 2: n₀ = 1.000, n₁ = 1.460, d₁ = 10 000Å, n*₂ = 3.858-0.018i.
Probe 3: n₀ = 1.000, n₁ = 1.460, d₁ = 20 000Å, n*₂ = 3.858-0.018i.
Es wird angenommen, daß der He-Ne-Laserstrahl eine Wellenlänge
von 6328 Å hat und als Einfallslicht verwendet
wird.
Wenn dieses Licht auf die Probe 1 auftrifft, wird das
Energiereflexionsvermögen Rs( R₀) hinsichtlich des
S-polarisierten Lichtes als eine Funktion des Einfallswinkels
berechnet, der von 0 bis 90 Grad reicht und wird vorgesehen,
wie dies durch eine ausgezogene Linie in Fig. 7
veranschaulicht ist. Wenn das Licht direkt auf das Substrat
einfällt, wird das Energiereflexionsvermögen
|r 02S (R₀)|² berechnet und vorgesehen, wie dies
durch eine unterbrochene Linie in Fig. 7 veranschaulicht
ist.
Wie sich aus Fig. 7 ergibt, beträgt R₀ gleich 46,7 Grad,
wenn Rs( R₀) = |r 02S (R)|² gebildet
wird. Es werden daher die Energiereflexionsvermögen
Rp( R₀) und Rs( R₀) des P-polarisierten Lichtes und
des S-polarisierten Lichtes berechnet, wenn der Einfallswinkel
dicht auf einen Winkel eingestellt ist, der nahe
bei 46,7 Grad liegt und von 30 bis 60 Grad reicht. In der
reellen Situation werden diese Größen als reelle gemessene
Werte vorgesehen. Unter Verwendung der Ergebnisse dieser
Berechnung wird der Brechungsindex der dünnen Schicht mit
Hilfe des PRETTI-Verfahrens berechnet. Fig. 8 zeigt das
Verhältnis der Differenz zwischen dem erhaltenen Wert des
Brechungsindex und einem wahren Wert 1,460 zu dem wahren
Wert.
Fig. 9 zeigt Rs( R₀) und |r 02S (R₀)|², berechnet
hinsichtlich der Probe 2, wie dies durch eine feste und
unterbrochene Linie jeweils angezeigt ist.
Die Energiereflexionsvermögen Rp( R₀) und
Rs( R₀) des P-polarisierten Lichtes und des S-polarisierten
Lichtes werden berechnet, wenn der Einfallswinkel
nahe bei R₀ = 46.7 Grad liegt und dann verändert wird
bzw. reicht von 30 bis 60 Grad, wenn Rs( R₀) = |r 02S (R₀)|₂ gebildet wird. Unter Verwendung der Ergebnisse
dieser Berechnung kann der Brechungsindex der
dünnen Schicht durch das PRETTI-Verfahren berechnet werden.
Fig. 10 zeigt das Verhältnis der Differenz zwischen
dem erhaltenen Wert des Brechungsindex und dem wahren Wert
1,460 zu dem wahren Wert.
Fig. 11 zeigt Rs( R₀) und |r 02S (R₀)|² berechnet
hinsichtlich der Probe 3, wie dies jeweils durch eine ausgezogene
und unterbrochene Linie angegeben ist.
Es werden ferner die Energiereflexionsvermögen
Rp( R₀) und Rs( R₀) des P-polarisierten Lichtes und
des S-polarisierten Lichtes berechnet, wenn der Einfallswinkel
die ersten zwei Winkelwerte von 18,9 Grade, 46,7 Grad
und 72,1 Grad aufweist, und zwar als der Winkel
R₀, der reicht von 30 bis 60 Grad, wenn Rs( R₀)
|r 02S (R₀)|² gebildet wird. Unter Verwendung der
Ergebnisse dieser Berechnung wird der Brechungsindex der
dünnen Schicht mit Hilfe des PRETTI-Verfahrens berechnet.
Fig. 12 zeigt das Verhältnis der Differenz zwischen dem
erhaltenen Wert des Brechungsindex und dem wahren Wert
1,460 zu dem wahren Wert.
Der Wert m in der Formel (8) wird als Ausmaß oder Grad des
singulären Einfallswinkels bezeichnet, wie dies noch erläutert
werden soll. Dieses Ausmaß entsprechend dem singulären
Einfallswinkel von 46,7 Grad wird als m =2 hinsichtlich
der Probe 1 vorgesehen und wird als m =4 hinsichtlich
der Probe 2 vorgesehen und schließlich als m =8
hinsichtlich der Probe 3. In den Fig. 8, 10 und 12 ist
jede Kurve eine Kurve einer δ-Funktion, die an dem singulären
Einfallswinkel 46,7 Grad im Falle jeder Probe divergiert.
Die Breite eines divergierenden Abschnitts verengt
sich mit zunehmendem Ausmaß bzw. Größe von m. Wenn der Bereich
des Einfallswinkels R₀ angenähert vorgesehen
wird auf der Grundlage der folgenden Ungleichung und Gleichung:
R₀≦R a 0-(90/5m), R₀≧R a 0+(90/5m),
(Einheit des Winkels: Grad), (14)
und zwar hinsichtlich des singulären Einfallswinkels
R a 0, wird die Genauigkeit hinsichtlich des Brechungsindex
von 0,1% erreicht.
Nachdem also der singuläre Einfallswinkel vorgesehen ist,
erhält man die Möglichkeit, eine Messung mit sehr hoher
Genauigkeit durchzuführen, wenn der Meß-Einfallswinkel in
eine Zone des Einfallswinkels gelegt wird bzw. eingestellt
wird, in welcher die Ungleichung (14) befriedigt wird.
Beispielsweise wird im Falle der Probe 3 der singuläre
Einfallswinkel durch das Ausmaß oder Größe m =8 vorgesehen,
d. h. der Einfallswinkelbereich, der zu der Meßgenauigkeit
des Brechungsindex gemäß 0,1% führt, läßt sich anhand der
folgenden Gleichung und Ungleichung angeben:
R₀ ≦ 44.5 Grad, R₀ ≧ 48.95 Grad,
und zwar aus der Ungleichung (14). Es ist somit ausreichend,
den Meß-Einfallswinkel in diesen Bereich zu legen.
Jedoch wird die Genauigkeit durch den Einfluß des singulären
Einfallswinkels mit einem abweichenden Gradwert in
der Nähe der Winkel 18,9 Grad und 27,1 Grad vermindert. Es
ist daher vorzuziehen, den Meß-Einfallswinkel in einen Bereich
zu legen, der durch den singulären Einfallswinkel
mit den anderen Gradzahlen nicht beeinflußt wird, und zwar
in dem Bereich, der durch die Ungleichung (14) angegeben
wird.
Es soll im folgenden ein konkretes Ausführungsbeispiel beschrieben
werden, wenn der Brechungsindex einer einlagigen
Schicht und die Schichtdicke derselben gemessen werden.
Es wird ein Si-Substrat mit einem komplexen Brechungsindex
n *2 = 3.858-0.018i als Substrat 10 verwendet. Als dünne
Schicht 12 wird eine SiO₂-Schicht durch thermische Oxidation
auf diesem Substrat ausgebildet, so daß dadurch
eine Probe 0 gebildet wird, die gemessen werden soll. Diese
Probe wird an dem Drehtisch 6 in Fig. 13 angeordnet und
es wird der Einfallswinkel R₀ kontinuierlich in einem
Bereich von 10 bis 80 Grad geändert. Die photoelektrischen
Umwandlungs-Ausgangsgrößen der Photodetektoren 4 und
5 gelangen als Eingangsgrößen in das Datenverarbeitungssystem
8, und zwar alle 0,1 Grad hinsichtlich des Einfallswinkels.
Es wird dann das Energiereflexionsvermögen
Rs( R₀) des S-polarisierten Lichtes in dem oben erläuterten
Einfallswinkelbereich alle 0,1 Grad hinsichtlich
des Einfallswinkels gemessen. Die Ergebnisse dieser Messung
sind mit einer ausgezogenen Linie in Fig. 14 angezeigt.
Eine unterbrochene Linie in Fig. 14 zeigt die Ergebnisse
des Reflexionsvermögens |r 02S (R₀)|²,
die berechnet wird, wenn das S-polarisierte Licht direkt
auf das Substrat mit dem gleichen Einfallswinkel zum Einfallen
gebracht wird.
Wie sich aus Fig. 14 entnehmen läßt, beträgt R₀ gleich
26,7 Grad, wenn die Gleichung
Rs( R₀) = |r 02S (R₀)|² aufgestellt wird. Dieser
Winkel ist ein singulärer Einfallswinkel. Daher wird der
Meß-Einfallswinkel bestimmt als 50,0 Grad und wird hinsichtlich
der Probe 0 so eingestellt. Es werden dann die
Energiereflexionsvermögen des S-polarisierten Lichtes
und des P-polarisierten Lichtes hinsichtlich dieses Meß-
Einfallswinkel gemessen, indem der Polarisator 3 entsprechend
eingestellt wird, so daß die folgenden Ergebnisse
erhalten werden:
Rs (50,0°) = 0,0991452, Rp (50,0°) = 0,127581.
Unter Verwendung dieser Werte wird der Brechungsindex der
dünnen SiO₃-Schicht durch Anwendung des PRETTI-Verfahrens
berechnet und wird als n = 1,459 erhalten.
Fig. 15 zeigt einen Meßwert (23P - P 23S )m und
einen berechneten Wert (23P - P 23S )c hinsichtlich
eines Wertes (23P - P 23S ), der berechnet
wurde, um dadurch den Brechungsindex zu erhalten. In dieser
Fig. wird der Brechungsindex der dünnen Schicht geändert
von 1,35 nach 1,55.
Bei dem PRETTI-Verfahren wird die Genauigkeit hinsichtlich
des Brechungsindex verbessert, wie die Kurven, angegeben
durch (23P - P 23S )m und (23P - P 23S )c
angeben, die sich schneiden. Wie aus Fig. 15 entnommen
werden kann, schneiden sich beide Kurven bei n₁ = 1,459,
so daß die erhaltene Genauigkeit hinsichtlich des Brechungsindex
hoch ist.
Ferner wird die zuvor erwähnte Meß-Probe auf ein Ellipsometer
befestigt und es werden der Brechungsindex und die
Schichtdicke mit Hilfe des Ellipsometrie-Verfahrens gemessen,
und zwar bei einem Einfallswinkel von 50,0 Grad. Als
Ergebnis werden der Brechungsindex zu n₁ = 459 und die
Schichtdicke mit d₁ = 9117 Å erhalten.
Der singuläre Einfallswinkel hinsichtlich dieser Meßprobe
beträgt 26,7 Grad, wie dies zuvor erläutert wurde. Fig. 16
zeigt eine Psi-Delta-Ansicht der zuvor erwähnten Meß-Probe
bei dem Ellipsometrie-Verfahren. In dieser Fig. berühren
sich die Kurven, die voneinander abweichende Brechungsindizes
aufweisen, und zwar an einem Punkt, der durch eine
Marikierung x angezeigt ist und sie ergeben n₁ = 1,459 und
d₁ 9117 Å. An dieser Stelle ist es nun sehr schwierig,
tatsächlich den Brechungsindex zu bestimmen. Demzufolge
kann der Brechungsindex der dünnen Schicht und auch die
Schichtdicke nicht im Prinzip bei dem singulären Einfallswinkel
bestimmt werden, selbst wenn das Ellipsometrie-Verfahren
angewendet wird.
Wie aus der vorangehenden Beschreibung hervorgeht, wird
durch die vorliegende Erfindung ein neuartiges Verfahren
geschaffen, um den Einfallswinkel bei der Messung des
Brechungsindex und der Schichtdicke der dünnen Schicht zu
bestimmen. Da dieses Verfahren in der oben geschilderten
Weise ausgeführt wird, ist es möglich, auf einfache Weise
und zuverlässig einen Meß-Einfallswinkel zu bestimmen, um
eine bevorzugte Genauigkeit bei der Messung des Brechungsindex
und der Schichtdicke der dünnen Schicht zu erreichen.
Das Einfallswinkel-Bestimmungsverfahren gemäß einer dritten
Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung soll
nun im folgenden im einzelnen beschrieben werden.
Das dritte Ausführungsbeispiel nach der vorliegenden Erfindung
besteht aus einem Verfahren zum Bestimmen eines
Meß-Einfallswinkels eines monochromatischen Meß-Lichtes
oder Lichtstrahls bei der Messung eines Brechungsindex und
einer Schichtdicke einer dünnen Schicht einer einzelnen
Lage, die auf einem Substrat ausgebildet ist, das einen
bekannten komplexen Brechungsindex n *2=n₂-ik₂ hat.
Dieses Verfahren weist die folgenden Merkmale auf.
Das Energiereflexionsvermögen Rp( R₀) eines P-polarisierten
Lichtes bei einer Meßprobe wird innerhalb eines
Einfallsmediums gemessen, welches den Brechungsindex n₀
hat, und zwar gegenüber verschiedener Werte des Einfallswinkels
R₀ des monochromatischen Meß-Lichtes mit einer
Wellenlänge λ.
Das Energiereflexionsvermögen |r 02P (R₀)|² des P-
polarisierten Lichtes wird berechnet, wenn das monochromatische
Licht auf das Substrat innerhalb des Einfallsmediums
auftrifft, welches den Brechungsindex n₀ hat. Es
wird dann das Energiereflexionsvermögen
|r 02P (R₀)|² berechnet unter Verwendung der Brechungsindizes
n *2 und n₀ als Funktion des Einfallswinkels
R₀.
Es wird dann ein Winkel R B berechnet, der die folgende
Gleichung
Rp( R₀)=|r 02P (R₀)|²
befriedigt. Von den Werten des Winkels R B wird ein
Winkel R 0B , welcher die folgende Ungleichung befriedigt:
(Rp( R A )-|r 02P (R A )|²)x(Rp( R C )-|r 02P (R C )|²)<0
-
-
berechnet, und zwar hinsichtlich der Winkel R A und
R C , die dem Winkel R B angenähert sind, und zwar
vor und nach diesem Winkel R B , wobei also der Winkel
R A kleiner ist als der Winkel R B und der Winkel
R C größer ist als der Winkel R B . Dieser Winkel
R 0B oder ein Winkel, der diesem angenähert ist, wird
dann als Meß-Einfallswinkel bestimmt.
Bei diesem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung wird
das monochromatische Licht des P-polarisierten Lichts,
welches die gleiche Wellenlänge hat wie das bei der Messung
verwendete Licht, bei der Bestimmung des Meß-Einfallswinkels
verwendet.
Es soll nun im folgenden das Prinzip des Einfallswinkel-
Bestimmungsverfahrens gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
nach der vorliegenden Erfindung unter Hinweis auf
Fig. 17 beschrieben werden.
In Fig. 17 bezeichnen die Bezugszeichen 110 und 112 jeweils
ein Substrat und eine transparente dünne Schicht.
Das Substrat 110 hat einen bekannten komplexen Brechungsindex
n *2=n₂-ik₂. Ein Brechungsindex n₁ und eine
Schichtdicke d₁ der dünnen Schicht 112 sind Gegenstände
der vorzunehmenden Messungen und sind also unbekannt. Das
Bezugszeichen n₀ bezeichnet einen Brechungsindex eines
Einfallsmediums. Es ist möglich, n₀=1 zu setzen, da das
Einfallsmedium allgemein Luft ist.
Wie aus Fig. 17a hervorgeht, werden die Brechungswinkel
innerhalb der dünnen Schicht 112 und des Substrats 110 jeweils
eingestellt auf R₁ und R *2, wenn monochromatisches
Licht mit einer Wellenlänge λ von einer monochromatischen
Lichtquelle LS auf die dünne Schicht 112 mit
einem Einfallswinkel R₀ einfällt.
Bei der folgenden Berechnung werden die folgenden Gleichungen
verwendet:
ε₂=n²₂-k²₂, γ₂=2n₂k₂,
2u²₂=ε₂-n²₀sin²R₀+{(ε₂-n²₀sin²R₀)²+γ²₂}1/2,
2v²₂=-(ε₂-n²₀sin²R₀)+{(ε₂-n²₀sin²R₀)²+γ²₂}1/2
n*²₂ und n*₂cosR*₂ wurden umgeschrieben als:
n*²₂=ε₂-i γ₂, n*₂cosR*₂=u₂+iv₂.
Wenn das monochromatische Licht auf die dünne Schicht 112
aufgestrahlt wird, wie dies zuvor erläutert wurde, so läßt
sich ein komplexes Amplitudenreflexionsvermögen r p
eines P-polarisierten Lichtes durch die folgenden Formeln
ausdrücken:
r P={r 01P +r 12P ·exp(2i β₁)}/{1+r 01P ·r 12P ·exp(2i β₁)}-. (15)
Das Bezugszeichen r 01P bezeichnet einen Fresnelschen
Reflexionskoeffizienten hinsichtlich des P-polarisierten
Lichts an einer Grenzfläche S₀₁ zwischen dem Einfallsmedium
und der dünnen Schicht 112. Das Bezugszeichen
r 12P bezeichnet einen Fresnelschen Reflexionskoeffizienten
hinsichtlich des P-polarisierten Lichtes an einer
Grenzfläche S₁₂ zwischen der dünnen Schicht 112 und dem
Substrat 110. Das Bezugszeichen 2β₁ bezeichnet eine Änderung
in der Phase während eines Zeitintervalls, in welchem
das Licht einmal zwischen der oberen Fläche und der
unteren Fläche bzw. der Frontfläche und der rückwärtigen
Flächen der dünnen Schicht 112 hindurch und wieder zurück
läuft, d. h. zwischen den Grenzflächen S₀₁ und S₁₂.
Diese Werte lassen sich wie folgt ausdrücken:
r 01P =(n₁cosR₀-n₀cosR₁)/(n₁cosR₀+n₀cosR₁), (16)
r 12P =(n*₂cosR₁-n₁cosR*₂)/(n*₂cosR₁+n₁cosR*₂), (17)
2β₁=4π d₁(n²₁-sin²R₀)1/2/λ. (18)
r 12P ist allgemein ein komplexer Betrag. Wenn daher
r 12P ≡ρ 12P exp(i Φ 12P ), lassen sich ρ 12P und 12P wie
folgt ausdrücken:
p 12P =Re²(r 12P )+Im²(r 12P ), (19)
Φ 12P =tan -1{Im(r 12P )/Re(r 12P )}, (20)
wobei
Re(r 12P )=(p₁·p₃+p₂·p₄)/(p²₃+p²₄),
Im(r 12P )=(p₂·p₃-p₁·p₄)/(p²₃+p²₄)
und
p₁=ε₂u₁+γ₂v₁-ε₁u₂-γ₁v₂,
p₂=e₂v₁-γ₂u₁-ε₁v₂+γ₁u₂,
p₃=ε₂u₁+γ₂v₁+ε₁u₂+γ₁v₂,
p₄=ε₂v₁-q₂u₁+ε₁v₂-γ₁u₂,
Wenn der Brewster-Winkel an der Grenzfläche S₀₁ zwischen
dem Einfallsmedium und der dünnen Schicht 112 gesetzt wird
auf R 0B , so ergibt sich r 01P =0 hinsichtlich dieses
Brewster-Winkels R 0B . In diesem Fall, bei welchem der
Brechungswinkel innerhalb der dünnen Schicht 112 eingestellt
ist auf R 1B , wenn der Einfallswinkel in bezug
auf die dünne Schicht gleich ist R 0B , wie dies gut bekannt
ist, so lassen sich die folgenden Formeln aufstellen:
tanR 0B =(n₁/n₀), R 0B +R 1B =π/2. (21)
In dem Fall, bei welchem der Brechungswinkel innerhalb des
Substrats 110 auf R *2B eingestellt ist, wenn der Einfallswinkel
hinsichtlich der dünnen Schicht 112 gleich ist
R 0B , so gilt die folgende Formel:
r 12P =[n*₂cos{(f/2)-R 0B }-n₁cosR*2B ]/[n*₂cos{(f/2)-R 0B }-+n₁cosR*2B ]
=(n*₂cosR 0B -n₀cosR*2B )/(n*₂cosR 0B +n₀cosR*2B )=r 02P , -(22)
=(n*₂cosR 0B -n₀cosR*2B )/(n*₂cosR 0B +n₀cosR*2B )=r 02P , -(22)
und zwar durch Substitution der Formeln (21) in die Formel
(17).
Wie aus der Formel (22) entnommen werden kann, ist r 02P
ein Fresnelscher Reflexionskoeffizient des P-polarisierten
Lichtes, wenn monochromatisches Licht direkt auf das Substrat
110 einfällt, und zwar innerhalb des Einfallsmediums
mit dem Brechungsindex n₀. Fig. 17b zeigt den Zustand,
bei welchem das monochromatische Licht direkt auf das Substrat
110 einfällt, und zwar innerhalb des Einfallsmediums
mit dem Brechungsindex n₀. Zu diesem Zeitpunkt beträgt
das Energiereflexionsvermögen |r 02P |².
Wenn monochromatisches Licht auf die dünne Schicht 112
einfällt, und zwar gemäß dem Einfallswinkel R 0B , läßt
sich das Reflexionsvermögen A-einkopieren
des P-polarisierten Lichtes wie folgt angeben, wenn r 01P
eingestellt wird auf 0 in der Formel (15):
Rp( R 0B )=|r 12P |². (23)
Wenn demzufolge der Winkel R₀, welcher der Einfallswinkel
hinsichtlich der dünnen Schicht 112 ist, der
Brewster-Winkel R 0B ist, läßt sich die folgende Formel
aufstellen:
Rp( R 0B )=|r 02P (R 0B )|² (24)
und zwar entsprechend den Formeln (22) und (23).
Wie zuvor dargelegt, ist |r 02P |² das Energiereflexionsvermögen,
wenn monochromatisches Licht des P-polarisierten
Lichtes auf das Substrat 110 direkt einfällt,
und zwar in dem Einfallsmedium mit dem Brechungsindex
n₀. Diese Größe |r 02P |² kann in der folgenden Weise
ausgedrückt werden, indem man die Formel (22) unter Anwendung
des Snellschen Gesetzes umschreibt:
|r 02P |²=[(ε₂cosR₀-n₀u₂)²+(γ₂cosR₀+n₀v₂)²]/[(ε₂cosR₀+n₀u₂)²+(γ-₂cosR₀-n₀v₂)²]. (25)
Auf der rechten Seite dieser Formel (25) ist |r 02P |²
eine Funktion von ε₂, γ₂, R₀, n₀, u₂ und
v₂, jedoch sind ε₂, γ₂, u₂ und v₂ sind Funktionen
des komplexen Brechungsindex n *2 des Substrates
110 und des Einfallswinkels R₀.
In Verbindung mit dem Substrat 110 ist n *2 bekannt und
der Brechungsindex n₀ des Einfallsmediums ist ebenfalls
bekannt und beträgt normalerweise 1,0. Wenn demzufolge
diese bekannten Werte in die rechte Seite der Formel (25)
eingesetzt werden, so kann |r 02P |² als eine Funktion
von |r 02P (R₀)|² des Einfallswinkels R₀ ausgedrückt
werden. Diese Funktion kann einfach durch eine Berechnung
anstelle einer tatsächlichen Messung vorgesehen
werden.
Andererseits fällt das monochromatische Licht des P-polarisierten
Lichtes mit der Wellenlänge λ auf die dünne
Schicht 112 in verschiedenen Werten des Einfallswinkels
R₀ ein und es wird das Energiereflexionsvermögen
Rp( R₀) tatsächlich gemessen, und zwar mit dem Einfallswinkel
R₀ als einen Parameter. Andererseits wird
|r 02P |² als Funktion des Einfallswinkels R₀ entsprechend
der Formel (25) berechnet. Dann wird der
Brewster-Winkel R 0B als ein Winkel berechnet, bei welchem
das zuvor erwähnte Reflexionsvermögen und die zuvor
erwähnte Größe |r 02P |² miteinander gleich sind. Dieser
Winkel bildet eine Lösung der folgenden Gleichung:
Rp( R₀)=|r 02P (R₀)|². (26)
Wenn das monochromatische Licht des P-polarisierten Lichtes
auf die dünne Schicht 112 einfällt, wird die Phase bei
der Reflexion von 0 auf oder von auf 0 geändert, und
zwar vor und nach dem Einfallswinkel R₀, was der
Brewster-Winkel ist. Da diese Phase sich schnell ändert,
und zwar vor und nach dem Brewster-Winkel, ist die Empfindlichkeit
eines Phasenänderungsbetrages hinsichtlich
des Brechungsindex der dünnen Schicht sehr hoch. Es ist
daher bei einem Meßsystem zum Vorsehen eines Brechungsindex
einer dünnen Schicht durch Berechnung des Phasenänderungsbetrages
durch Reflexion unter Realisierung des Ellipsometrie-
Verfahrens und des PRETTI-Verfahrens möglich,
eine Meßoperation mit hoher Genauigkeit unter Verwendung
des Brewster-Winkels R 0B an der Grenzfläche zwischen
der dünnen Schicht um dem Einfallsmedium als einen Meß-
Einfallswinkel vorzunehmen.
Der zuvor erläuterte Brewster-Winkel befriedigt die oben
angegebene Gleichung (26), jedoch sind alle Einfallswinkel,
die diese Gleichung (26) befriedigen, nicht der
Brewster-Winkel. Mit anderen Worten, kann der Brewster-
Winkel nicht notwendigerweise rein auf der Grundlage der
Gleichung Rp( R₀)=|r 02P (R₀)|² spezifiziert werden.
Es ist daher erforderlich, einen Zustand einzustellen,
um den Brewster-Winkel von den Einfallswinkeln zu
unterscheiden, welche die obige Gleichung (26) befriedigen.
Als dieser Beurteilungszustand kann die Möglichkeit betrachtet
werden, die Tatsache auszunutzen, daß die Funktionen
auf der linken Seite und der rechten Seite der
Gleichung (26) sich beim Brewster-Winkel gegenseitig
schneiden.
Wenn der Einfallswinkel, der die Gleichung
Rp( R₀)=|r 02P (R₀)|² allgemein eingestellt wird
auf R B , so werden die Winkel R A und R C , welche
die folgende Ungleichung befriedigen:
R A < R B < R C
so ausgewählt, daß diese Winkel dem Winkel R B vor und
nach dem Winkel R B angenähert sind, wobei der folgende
Wert
(Rp( R A )-|r 02P (R A )|²)·(Rp( R C )-|r 02P (R C )|²)
berechnet wird und wobei der Zustand oder die Bedingung,
bei welcher der Winkel R B der Brewster-Winkel ist,
wird wie folgt erhalten:
(Rp( R A )-|r 02P (R A )|²)·(Rp( R C )-|r 02P (R C )|²) < -0. (27)
Es kann daher der Brewster-Winkel R 0B als der Einfallswinkel
spezifiziert werden, der die Gleichung (26)
und die Ungleichung (27) befriedigt, so daß dieser Winkel
als der Meß-Einfallswinkel bestimmt werden kann.
Nachdem auf diese Weise der Brewster-Winkel erhalten wurde,
werden der Brechungsindex der dünnen Schicht und die
Schichtdicke unter Verwendung dieses Winkels R 0B oder
eines an diesen Winkel angenäherten Winkels als Meß-Einfallswinkel
gemessen.
Die Verarbeitung zur Berechnung der rechten Seite der oben
angeführten Gleichung (26) und die Verarbeitung zur Berechnung
des Winkels R B , der diese Gleichung befriedigt,
und die Verarbeitung für die Spezifizierung des Winkels
R 0B , der die Ungleichung (27) befriedigt, aus den
Werten des Winkels R B kann unter Verwendung einer Berechnungseinrichtung
ausgeführt werden, wie beispielsweise
eines Computers, bei dem im vorhinein die zuvor erläuterten
Berechnungs-Verarbeitungen programmiert sind.
In den Fig. 17a und 17b wird ein Si-Substrat mit
n *2=3.858-0.018i als Substrat 110 verwendet. Eine
Schicht aus SiO₂ in Form der dünnen Schicht 112 wird
durch thermische Oxidation auf diesem Substrat ausgebildet,
so daß dadurch eine zu messende Probe 0 erhalten
wird. Gemäß Fig. 13 wird diese Meßprobe auf den Drehtisch
6 gesetzt und ein Laserstrahl des zuvor erläuterten P-polarisierten
Lichtes wird auf die dünne Schicht 112 gelenkt,
wobei Luft das Einfallsmedium ist (n₀=1,0). Dieser
Einfallswinkel wird kontinuierlich geändert, und zwar
in einem Bereich von 10 bis 80 Grad. Die Photodetektoren 4
und 5 werden mit dem Betrieb synchronisiert, um alle 0,1 Grad
hinsichtlich des Einfallswinkels eine photoelektrische
Umwandlung durchzuführen. Die photoelektrischen Umwandlungsergebnisse
gelangen als Eingangsgrößen in das Datenprozessorsystem
8.
Fig. 18 zeigt das Energiereflexionsvermögen Rp( R₀),
das so gemessen wurde, in Form einer durchgehenden Linie.
Die in Fig. 18 unterbrochen gezeigte Linie gibt die Ergebnisse
des Energiereflexionsvermögens |r 02P |²
des P-polarisierten Lichtes, berechnet als Funktion des
Einfallswinkels gemäß der Formel (25), für den Fall, bei
welchem das oben genannte Licht direkt auf das Substrat
110 in der Luftschicht zum Einfallen gebracht wird.
Aus Fig. 18 läßt sich erkennen, daß der Brewster-Winkel
55,6 Grad beträgt, wenn die Gleichung (26), d. h.
Rp( R₀)=|r 02P (R₀)|² aufgestellt wird bzw. verwendet
wird und die Ungleichung (27) zugrundegelegt wird.
Es wird daher der Meß-Einfallswinkel eingestellt auf 55,6
Grad oder einen Winkel, der dicht bei diesem Winkel liegt.
Der Brechungsindex SiO₂-Schicht wird mit Hilfe des
PRETTI-Verfahrens ermittelt unter Verwendung des Meß-Einfallswinkels
55,6 Grad, der in der zuvor erläuterten Weise
bestimmt wurde und unter Verwendung des Brechungsindex
n₁=1,460, der somit erhalten wurde.
Fig. 19 zeigt einen Wert (23P -23S )c und einen
Meßwert (23P -23S )m, die berechnet werden, wenn
dieser Brechungsindex berechnet wurde.
Auf der Grundlage der Differenz zwischen den Phasenänderungsbeträgen
des P-polarisierten Lichtes und des S-polarisierten
Lichtes an der Grenzschicht zwischen der dünnen
Schicht und dem Substrat wird der Wert
(23P -23S )c unter Verwendung der gemessenen
Größen Rp und Rs berechnet und es wird der Wert
(23P -23S )m unter Verwendung der bekannten Brechungsindizes
des Substrats und des Einfallsmediums berechnet.
Es wird der Brechungsindex der dünnen Schicht in
einem Bereich von 1 400 bis 1 500 geändert.
Bei dem PRETTI-Verfahren nimmt die Genauigkeit der Messung
des Brechungsindex zu, wenn die Werte (23P -23S )c
und (23P -23S )m sich eindeutig gegenseitig
schneiden. Fig. 19 zeigt eindeutig einen derartigen Zustand
und es ist daher die Meßgenauigkeit des Brechungsindex
wie oben erläutert hoch.
Zum Vergleich zeigt Fig. 20 den Wert (23P -23S )c,
wenn der Meß-Einfallswinkel auf 45 Grad, 50 Grad, 55 Grad,
60 Grad und 65 Grad und alle (23P -23S )m eingestellt
wird. Jeder Wert von (23P -23S )m wird
durch den Einfallswinkel bestimmt. Der Wert von
(23P -23S )c wird nicht durch den Einfallswinkel
geändert, sondern jeder Wert von (23P -23S )m wird
durch den Einfallswinkel geändert. Die Werte
(23P -23S )c und (23P -23S )m schneiden
sich klar untereinander bei dem Einfallswinkel in der Nähe
des Brewster-Winkels gemäß 55,6 Grad, schneiden sich jedoch
nicht klar oder nicht eindeutig untereinander, wenn
der Einfallswinkel von dem Brewster-Winkel abweicht, so
daß dadurch die Meßgenauigkeit vermindert wird.
Wie aus der vorangehenden Beschreibung hervorgeht, wird
durch die vorliegende Erfindung ein neuartiges Verfahren
geschaffen, um den Meß-Einfallswinkel zu bestimmen, wenn
der Brechungsindex einer dünnen Schicht und die Schichtdicke
mit Hilfe des Ellipsometrie-Verfahrens, des PRETTI-Verfahrens
usw. gemessen werden. Da dieses Verfahren in
der oben geschilderten Weise aufgebaut ist, besteht die
Möglichkeit, auf einfache und zuverlässige Weise den Meß-
Einfallswinkel zu bestimmen, um dadurch eine Messung mit
sehr hoher Genauigkeit zu garantieren.
Es können darüber hinaus sehr weit voneinander abweichende
Ausführungsformen nach der vorliegenden Erfindung realisiert
werden, ohne jedoch dabei den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen. Es sei daher darauf hingewiesen,
daß die vorliegende Erfindung keineswegs auf die erläuterten
Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist.
Claims (14)
1. Verfahren zur Bestimmung des Meß-Einfallswinkels eines
monochromatischen Meß-Lichtes oder Meß-Lichtstrahls bei der
Messung eines Brechungsindex und der Dicke einer dünnen
Schicht mit einer einzelnen Schichtlage, die auf einem Substrat
mit einem bekannten komplexen Brechungsindex ausgebildet
ist, wobei das Substrat in einem Einfallsmedium mit einem
bekannten Brechungsindex angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verfahren in der folgenden
Weise durchgeführt wird:
es wird ein erstes Reflexionsvermögen eines S-polarisierten Lichtes oder eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb des Einfallsmediums bei verschiedenen Einfallswinkeln des monochromatischen Lichtes gemessen, welches für die Messung verwendet wird und eine bekannte Wellenlänge hat;
es wird ein zweites Reflexionsvermögen des S-polarisierten Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das zweite Reflexionsvermögen unter Verwendung des komplexen Brechungsindex des Substrats und des Brechungsindex des Einfallsmediums als Funktion des Einfallswinkels berechnet wird;
ein erster Winkel berechnet wird, der eine Gleichung befriedigt, in welcher das erste und das zweite Reflexionsvermögen gleich groß sind, und zwar hinsichtlich dem S-polarisierten Licht oder dem P-polarisierten Licht; und es wird ein zweiter Winkel, ausgenommen dem ersten Winkel, als Meß-Einfallswinkel eingestellt.
es wird ein erstes Reflexionsvermögen eines S-polarisierten Lichtes oder eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb des Einfallsmediums bei verschiedenen Einfallswinkeln des monochromatischen Lichtes gemessen, welches für die Messung verwendet wird und eine bekannte Wellenlänge hat;
es wird ein zweites Reflexionsvermögen des S-polarisierten Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das zweite Reflexionsvermögen unter Verwendung des komplexen Brechungsindex des Substrats und des Brechungsindex des Einfallsmediums als Funktion des Einfallswinkels berechnet wird;
ein erster Winkel berechnet wird, der eine Gleichung befriedigt, in welcher das erste und das zweite Reflexionsvermögen gleich groß sind, und zwar hinsichtlich dem S-polarisierten Licht oder dem P-polarisierten Licht; und es wird ein zweiter Winkel, ausgenommen dem ersten Winkel, als Meß-Einfallswinkel eingestellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Reflexionsvermögen des
S-polarisierten Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes
jeweils ausgedrückt wird durch Rs( R₀) oder Rp( R₀)
und daß das zweite Reflexionsvermögen des S-polarisierten
Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes jeweils ausgedrückt
wird als |r 02S (R₀)|² oder
|r 02P (R₀)|².
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleichung durch die folgende
Gleichung gebildet ist
Rs( R₀)=|r 02S (R₀)|²oderRp( R₀)=|r 02P (R₀)|².
4. Verfahren zum Bestimmen eines Meß-Einfallswinkel
eines monochromatischen Meß-Lichtes oder Lichtstrahls bei
der Messung eines Brechungsindex und der Dicke einer dünnen
Schicht mit einer einzelnen Schichtlage, die auf dem
Substrat ausgebildet ist, welches einen bekannten komplexen
Brechungsindex n *2=n₂-ik₂ besitzt, wobei das
Substrat in einem Einfallsmedium mit einem bekannten Brechungsindex
angeordnet ist, gekennzeichnet
durch die folgende Verfahrensschritte:
es wird das Energiereflexionsvermögen Rs( R₀) oder Rp( R₀) eines S-polarisierten Lichtes oder eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb eines Einfallsmediums bei verschiedenen Einfallswinkeln R₀ des monochromatischen Lichtes mit einer bekannten Wellenlänge λ, welches zur Messung verwendet wird, gemessen;
es wird ein Reflexionsvermögen |r 02S (R₀)|² oder |r 02P (R₀)|² des S-polarisierten Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das Reflexionsvermögen |r 02S (R₀)|² oder |r 02P (R₀)|² unter Verwendung der Brechungsindizes n*₂ und n₀ als eine Funktion des Einfallswinkels R₀ berechnet;
es wird ein Winkel R a0 berechnet, der die folgende Gleichung befriedigt: Rs( R₀)=|r 02S (R₀)|²oderRp( R₀)=|r 02P (R₀)|²;es wird ein Winkel, ausgenommen dem Winkel R a0 als Meß-Einfallswinkel eingestellt.
es wird das Energiereflexionsvermögen Rs( R₀) oder Rp( R₀) eines S-polarisierten Lichtes oder eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb eines Einfallsmediums bei verschiedenen Einfallswinkeln R₀ des monochromatischen Lichtes mit einer bekannten Wellenlänge λ, welches zur Messung verwendet wird, gemessen;
es wird ein Reflexionsvermögen |r 02S (R₀)|² oder |r 02P (R₀)|² des S-polarisierten Lichtes oder des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das Reflexionsvermögen |r 02S (R₀)|² oder |r 02P (R₀)|² unter Verwendung der Brechungsindizes n*₂ und n₀ als eine Funktion des Einfallswinkels R₀ berechnet;
es wird ein Winkel R a0 berechnet, der die folgende Gleichung befriedigt: Rs( R₀)=|r 02S (R₀)|²oderRp( R₀)=|r 02P (R₀)|²;es wird ein Winkel, ausgenommen dem Winkel R a0 als Meß-Einfallswinkel eingestellt.
5. Verfahren zur Bestimmung eines Meß-Einfallswinkels
eines monochromatischen Meß-Lichtes bei der Messung eines
Brechungsindex und der Dicke einer dünnen Schicht, die auf
einem Grundkörper ausgebildet ist, der aus einer dünnen
Schicht mit mehr als einer Schichtlage zusammengesetzt
ist, die einen bekannten Brechungsindex und bekannte Dicke
hat und die auf ein Substrat aufgeschichtet sind, welches
einen bekannten komplexen Brechungsindex besitzt, wobei
der Grundkörper in ein Einfallsmedium plaziert wird, welches
einen bekannten Brechungsindex besitzt, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verfahren folgende
Schritte aufweist:
es werden die Reflexionsvermögen eines S-polarisierten Lichtes und eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb des Einfallsmediums bei verschiedenen Einfallswinkeln des monochromatischen Lichtes gemessen, welches zur Messung verwendet wird und eine bekannte Wellenlänge besitzt;
es werden zweite Reflexionsvermögen des S-polarisierten Lichtes und des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf den Grundkörper innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das zweite Reflexionsvermögen als Funktion des Einfallswinkels unter Verwendung des komplexen Brechungsindex des Substrats, des Brechungsindex des Einfallsmediums und des bekannten Brechungsindex und Dicke jeder dünnen Schicht des Grundkörpers berechnet wird;
ein erster Winkel berechnet wird, der Gleichungen befriedigt, in denen das erste und das zweite Reflexionsvermögen gleich groß sind, und zwar hinsichtlich dem S-polarisierten Licht und dem P-polarisierten Licht; und
es wird ein zweiter Winkel, ausgenommen dieser zweite Winkel, als Meß-Einfallswinkel eingestellt.
es werden die Reflexionsvermögen eines S-polarisierten Lichtes und eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb des Einfallsmediums bei verschiedenen Einfallswinkeln des monochromatischen Lichtes gemessen, welches zur Messung verwendet wird und eine bekannte Wellenlänge besitzt;
es werden zweite Reflexionsvermögen des S-polarisierten Lichtes und des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf den Grundkörper innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das zweite Reflexionsvermögen als Funktion des Einfallswinkels unter Verwendung des komplexen Brechungsindex des Substrats, des Brechungsindex des Einfallsmediums und des bekannten Brechungsindex und Dicke jeder dünnen Schicht des Grundkörpers berechnet wird;
ein erster Winkel berechnet wird, der Gleichungen befriedigt, in denen das erste und das zweite Reflexionsvermögen gleich groß sind, und zwar hinsichtlich dem S-polarisierten Licht und dem P-polarisierten Licht; und
es wird ein zweiter Winkel, ausgenommen dieser zweite Winkel, als Meß-Einfallswinkel eingestellt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Reflexionsvermögen des
S-polarisierten Lichtes und des P-polarisierten Lichtes
jeweils ausgedrückt werden durch Rs( R₀) und Rp( R₀)
und das zweite Reflexionsvermögen des S-polarisierten
Lichtes und des P-polarisierten Lichtes jeweils ausgedrückt
werden durch R SbS(R₀) und R SbP(R₀).
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleichungen aus den folgenden
Gleichungen bestehen:
Rs( R₀)=R SbS(R₀)undRp( R₀)=R SbP(R₀) .
8. Verfahren zum Bestimmen eines Meß-Einfallswinkels
eines monochromatischen Meß-Lichtes bei der Messung eines
Brechungsindex und der Dicke einer dünnen Schicht, die auf
einem Grundkörper ausgebildet ist, der zusammengesetzt ist
aus der dünnen Schicht mit mehr als einer Schichtlage mit
bekanntem Brechungsindex und bekannter Dicke, wobei diese
Schichtlagen auf einem Substrat aufgeschichtet sind, welches
einen bekannten komplexen Brechungsindex
n* s =n s-ik s, wobei der Grundkörper in einem Einfallsmedium
mit einem bekannten Brechungsindex angeordnet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren
in der folgenden Weise ausgeführt wird:
es werden die Reflexionsvermögen Rs( R₀) und Rp( R₀) eines S-polarisierten Lichtes und eines P-polarisierten Lichtes mit Hilfe einer Meßprobe gemessen, die innerhalb eines Einfallsmediums angeordnet ist, und zwar bei verschiedenen Einfallswinkeln R₀ des monochromatischen Meßlichtes, welches eine bekannte Wellenlänge λ besitzt;
es werden die Reflexionsvermögen R SbS(R₀) und R SbP(R₀) des S-polarisierten Lichtes und des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf den Grundkörper innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei die zweiten Reflexionsvermögen R SbS(R₀) und R SbP(R₀) als eine Funktion des Einfallswinkels R₀ unter Verwendung der Brechungsindizes n* s und n₀ und des bekannten Brechungsindex und der Schichtdicke jeder dünnen Schichtlage des Grundkörpers berechnet werden;
ein Winkel R a 0 berechnet wird, der die folgenden zwei Gleichungen befriedigt: Rs( R₀)=R SbS(R₀)undRp( R₀)=R SbP(R₀); undein Winkel, ausgenommen dieser Winkel R a 0 als der Meß- Einfallswinkel eingestellt wird.
es werden die Reflexionsvermögen Rs( R₀) und Rp( R₀) eines S-polarisierten Lichtes und eines P-polarisierten Lichtes mit Hilfe einer Meßprobe gemessen, die innerhalb eines Einfallsmediums angeordnet ist, und zwar bei verschiedenen Einfallswinkeln R₀ des monochromatischen Meßlichtes, welches eine bekannte Wellenlänge λ besitzt;
es werden die Reflexionsvermögen R SbS(R₀) und R SbP(R₀) des S-polarisierten Lichtes und des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf den Grundkörper innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei die zweiten Reflexionsvermögen R SbS(R₀) und R SbP(R₀) als eine Funktion des Einfallswinkels R₀ unter Verwendung der Brechungsindizes n* s und n₀ und des bekannten Brechungsindex und der Schichtdicke jeder dünnen Schichtlage des Grundkörpers berechnet werden;
ein Winkel R a 0 berechnet wird, der die folgenden zwei Gleichungen befriedigt: Rs( R₀)=R SbS(R₀)undRp( R₀)=R SbP(R₀); undein Winkel, ausgenommen dieser Winkel R a 0 als der Meß- Einfallswinkel eingestellt wird.
9. Verfahren zur Bestimmung eines Meß-Einfallswinkels
eines monochromatischen Meß-Lichtes zum Messen des Brechungsindex
und der Dicke einer dünnen Schicht mit einer
einzelnen Schichtlage, die auf einem Substrat mit einem
bekannten komplexen Brechungsindex ausgebildet ist, wobei
das Substrat in einem Einfallsmedium angeordnet ist, welches
einen bekannten Brechungsindex besitzt, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verfahren in der
folgenden Weise durchgeführt wird:
es wird ein erstes Reflexionsvermögen eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb dem Einfallsmedium bei verschiedenen Einfallswinkeln des monochromatischen Meß-Lichtes mit einer bekannten Wellenlänge gemessen;
es wird ein zweites Reflexionsvermögen des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das zweite Reflexionsvermögen unter Verwendung des komplexen Brechungsindex des Substrats und des Brechungsindex des Einfallsmediums als eine Funktion des Einfallswinkels berechnet wird;
ein erster Winkel berechnet, der eine Gleichung befriedigt, in welcher das erste und das zweite Reflexionsvermögen gleich groß sind, und zwar hinsichtlich dem P-polarisierten Licht;
aus den Werten des ersten Winkels ein zweiter Winkel berechnet wird, der eine vorbestimmte Ungleichung befriedigt hinsichtlich einem dritten Winkel und einem vierten Winkel, wobei der dritte Winkel kleiner ist als der erste Winkel und dem ersten Winkel angenähert ist, und wobei der vierte Winkel größer ist als der erste Winkel und dem ersten Winkel angenähert ist; und
ein zweiter Winkel oder ein diesem angenäherter Winkel als Meß-Einfallswinkel eingestellt wird.
es wird ein erstes Reflexionsvermögen eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb dem Einfallsmedium bei verschiedenen Einfallswinkeln des monochromatischen Meß-Lichtes mit einer bekannten Wellenlänge gemessen;
es wird ein zweites Reflexionsvermögen des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das zweite Reflexionsvermögen unter Verwendung des komplexen Brechungsindex des Substrats und des Brechungsindex des Einfallsmediums als eine Funktion des Einfallswinkels berechnet wird;
ein erster Winkel berechnet, der eine Gleichung befriedigt, in welcher das erste und das zweite Reflexionsvermögen gleich groß sind, und zwar hinsichtlich dem P-polarisierten Licht;
aus den Werten des ersten Winkels ein zweiter Winkel berechnet wird, der eine vorbestimmte Ungleichung befriedigt hinsichtlich einem dritten Winkel und einem vierten Winkel, wobei der dritte Winkel kleiner ist als der erste Winkel und dem ersten Winkel angenähert ist, und wobei der vierte Winkel größer ist als der erste Winkel und dem ersten Winkel angenähert ist; und
ein zweiter Winkel oder ein diesem angenäherter Winkel als Meß-Einfallswinkel eingestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Reflexionsvermögen des
P-polarisierten Lichtes ausgedrückt wird als Rp( R₀)
und daß das zweite Reflexionsvermögen des P-polarisierten
Lichtes ausgedrückt wird als |r 02P (R₀)|².
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleichung wie folgt lautet:
Rp( R₀)=|r 02P (R₀)|².
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der dritte Winkel und der vierte
Winkel aus Winkeln R A und R C bestehen, die dem ersten
Winkel angenähert sind, wobei der Winkel R A kleiner
ist als der erste Winkel und der Winkel R C größer
ist als der erste Winkel.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ungleichung wie folgt lautet:
(Rp( R A )-|r 02P (R A )|²)×(Rp( R C )-|r 02P (R C )|²)<0 -.
14. Verfahren zum Bestimmen eines Meß-Einfallswinkels
eines monochromatischen Meßlichtes zum Messen eines Brechungsindex
und der Dicke einer dünnen Schicht mit einer
einzelnen Schichtlage, die auf einem Substrat mit einem
bekannten komplexen Brechungsindex n*₂=n₂-ik₂
ausgebildet ist, wobei das Substrat in einem Einfallsmedium
mit einem bekannten Brechungsindex n₀ angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verfahren in der folgenden Weise durchgeführt wird:
es wird das Reflexionsvermögen Rp( R₀) eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb dem Einfallsmedium bei verschiedenen Einfallswinkeln R₀ des monochromatischen Meß-Lichtes mit einer Wellenlänge λ gemessen;
es wird ein Reflexionsvermögen |r 02P (R₀)|² des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das Reflexionsvermögen |r 02P (R₀)|² unter Verwendung der Brechungsindizes n*₂ und n₀ als Funktion des Einfallswinkels R₀ berechnet wird;
ein Winkel R B berechnet wird, der die folgende Gleichung befriedigt: (Rp( R A )=|r 02P (R₀)|²;aus den Werten des Winkels R B ein Winkel R 0B berechnet wird, der die folgende Ungleichung befriedigt:(Rp( R A )-|r 02P (R A )|²)×(Rp( R C )-|r 02P (R C )|²)<0 -,und zwar hinsichtlich der Winkel R A und R C berechnet wird, wobei der Winkel R A kleiner ist als der Winkel R B und dem Winkel R B angenähert ist und wobei der Winkel; und R C größer ist als der Winkel R B und dem Winkel R B angenähert ist;
und der Winkel R 0B oder ein Winkel, der diesem angenähert ist, als der Meß-Einfallswinkel eingestellt wird.
es wird das Reflexionsvermögen Rp( R₀) eines P-polarisierten Lichtes einer Meßprobe innerhalb dem Einfallsmedium bei verschiedenen Einfallswinkeln R₀ des monochromatischen Meß-Lichtes mit einer Wellenlänge λ gemessen;
es wird ein Reflexionsvermögen |r 02P (R₀)|² des P-polarisierten Lichtes berechnet, wenn das monochromatische Licht auf das Substrat innerhalb dem Einfallsmedium einfällt, wobei das Reflexionsvermögen |r 02P (R₀)|² unter Verwendung der Brechungsindizes n*₂ und n₀ als Funktion des Einfallswinkels R₀ berechnet wird;
ein Winkel R B berechnet wird, der die folgende Gleichung befriedigt: (Rp( R A )=|r 02P (R₀)|²;aus den Werten des Winkels R B ein Winkel R 0B berechnet wird, der die folgende Ungleichung befriedigt:(Rp( R A )-|r 02P (R A )|²)×(Rp( R C )-|r 02P (R C )|²)<0 -,und zwar hinsichtlich der Winkel R A und R C berechnet wird, wobei der Winkel R A kleiner ist als der Winkel R B und dem Winkel R B angenähert ist und wobei der Winkel; und R C größer ist als der Winkel R B und dem Winkel R B angenähert ist;
und der Winkel R 0B oder ein Winkel, der diesem angenähert ist, als der Meß-Einfallswinkel eingestellt wird.
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|---|---|
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| DE4001506A Expired - Fee Related DE4001506C2 (de) | 1989-01-20 | 1990-01-19 | Drei Verfahren zum Bestimmen des einzustellenden Meß-Einfallswinkels eines monochromatischen Meß-Lichtstrahls bei der Messung des Brechungsindex und der Dicke einer dünnen Schicht |
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