DE4001136A1 - Verdeck fuer kabrio-fahrzeuge - Google Patents
Verdeck fuer kabrio-fahrzeugeInfo
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Description
Bei Kabrio-Versionen von Personenkraftwagen erweist es sich als schwierig,
die sogenannte Dachspitze, d. h., den vorderen Randbereich des Klapp- oder
Schiebeverdecks so zu gestalten, daß ein dichter und strömungsgünstiger
Übergang zwischen dem Rahmen der Windschutzscheibe und dem Verdeck
erreicht wird.
Bei einer herkömmlichen Verdeckkonstruktion ist eine vordere Verdeckstange
derart profiliert, daß sie eine mit dem oberen Querholm des Windschutzrahmens
in Dichtberührung stehende Anschlußfläche und eine gewölbte
Außenfläche bildet, in der sich die Außenkontur des Querholms kontinuierlich
fortsetzt. Der die äußere Dachhaut bildende, zumeist aus Textilmaterial
bestehende Verdeckbezug ist um die vordere Verdeckstange herumgezogen
und weist an der zwischen der Außenfläche und der Anschlußfläche der
Verdeckstange gebildeten Kante eine Rollnaht oder einen Keder auf. Der
Randbereich des Verdeckbezuges ist innen an der Verdeckstange verankert
und liegt zwischen dem Querholm des Windschutzrahmens und der Anschlußfläche
der Verdeckstange, an der auch eine Dichtung zur Abdichtung
der Fuge zwischen dem Verdeck und dem Windschutzrahmen angebracht ist.
Ein die Innenverkleidung des Verdecks bildender Himmel ist an den Innenflächen
des Verdeckgestänges befestigt. Dachverschlüsse zur Verriegelung
des Verdecks in der geschlossenen Stellung sind zumeist derart in den seitlichen
Holmen des Windschutzrahmens angebracht, daß sie an den Enden der
vorderen Verdeckstange angreifen.
Bei dieser Konstruktion besteht häufig das Problem, daß die Fuge zwischen
dem Verdeck und dem Windschutzrahmen nicht ausreichend abgedichtet werden
kann. Da sich der Verdeckbezug in den Zwischenraum zwischen der vorderen
Verdeckstange und dem Windschutzrahmen erstreckt, kann durch Kapillarwirkung
Feuchtigkeit in diesen Zwischenraum eindringen. Die Abdichtung
wird weiterhin dadurch erschwert, daß der Verdeckbezug auf der Länge
der vorderen Verdeckstange zumeist keine einheitliche Dicke aufweist, sondern
durch Längsnähte an bestimmten Stellen verdickt ist, so daß Hohlräume
gebildet werden, in die Feuchtigkeit eindringen kann.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Konstruktion besteht darin, daß kein
glatter Übergang zwischen dem Windschutzrahmen und dem Verdeckbezug
erreicht werden kann, so daß Windgeräusche verursacht werden und der
Luftwiderstand erhöht wird. Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang
die Eckbereiche, an denen der vordere Rand des Verdecks an die
Seitenfenster des Fahrzeugs angrenzt.
Da sich das relativ steife Material des Verdeckbezuges nur schwer verarbeiten
läßt, treten zudem häufig Passungsprobleme auf, durch ein leichtgängiges
Öffnen und Schließen des Verdecks erschwert wird.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verdeck zu schaffen,
das bei einfacher Fertigung einen dichten, paßgenauen und aerodynamisch
günstigen Anschluß der Dachspitze an dem Windschutzrahmen des Fahrzeugs
gestattet.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist in Patentanspruch 1 angegeben.
Bei dem vorgeschlagenen Verdeck ist zwischen der vorderen Verdeckstange
und dem Windschutzrahmen ein Zwischenstück angebracht, dessen
rückwärtiger Rand dauerhaft mit der Verdeckstange und dem Verdeckbezug
verbunden ist und dessen vorderer Rand mit dem Windschutzrahmen in
Dichtberührung tritt.
Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion wird somit der Schließpunkt des
Verdecks durch den vorderen Rand des Zwischenstücks gebildet, so daß unabhängig
von den Eigenschaften des Verdeckbezuges ein paßgenauer und
dichter Anschluß des Verdecks an den Windschutzrahmen erreicht werden
kann. Beispielsweise kann der Übergang zwischen dem Windschutzrahmen
und dem Zwischenstück wie die Schließfuge bekannter Stahlschiebedächer
gestaltet sein. Da die zur Befestigung des Verdeckbezuges dienende vordere
Verdeckstange dauerhaft mit dem Zwischenstück verbunden ist, bereitet die
Abdichtung der Fuge zwischen dem Verdeckbezug und dem hinteren Rand
des Zwischenstücks keine fertigungstechnischen Schwierigkeiten. Auf diese
Weise kann mit verringertem Fertigungsaufwand ein leichtgängiges und
dichtschließendes Verdeck realisiert werden.
Das Zwischenstück ermöglicht darüber hinaus eine Anpassung an verschiedene
Verdeck-Typen und Fahrzeugmodelle, so daß eine höhere Flexibilität bei
der Fertigung erreicht wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Da sich das Zwischenstück stabil und dauerhaft mit der vorderen Verdeckstange
verbinden läßt, sind die Eingriffsorgane für die Dachverschlüsse
zweckmäßig an bzw. in dem Zwischenstück angebracht. Hierdurch wird zugleich
eine größere konstruktive Freiheit bei der Gestaltung der Dachverschlüsse
erreicht.
Das Zwischenstück kann beispielsweise aus Kunststoff oder Metall hergestellt
werden, und die Form und die Länge des Zwischenstücks (in Fahrzeug-Längsrichtung)
kann nach Bedarf variiert werden, so daß sich das Zwischenstück
auch als dekoratives Element einsetzen läßt. Wahlweise kann das Zwischenstück
auch als Spoiler gestaltet werden, um eine Verringerung des Luftwiderstands
des Verdecks zu erreichen.
Sofern der Verdeckbezug eine Beschichtung aus PVC oder dergleichen aufweist,
kann diese Beschichtung unmittelbar auf die Außenfläche des Zwischenstücks
auflaminiert werden, so daß ein völlig glatter Übergang zwischen
dem Zwischenstück und dem Verdeckbezug erreicht wird.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Teilansicht eines Kabrios mit einem
erfindungsgemäßen Verdeck;
Fig. 2 ein Kabrio mit einem Verdeck gemäß einem abgewandelten
Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
Fig. 3 einen Schnitt durch den vorderen Randbereich des Verdecks.
In Fig. 1 ist eine Kabrio-Karosserie 10 mit einem Verdeck 12 in geschlossener
Stellung gezeigt. Das Verdeck 12 weist ein in der Zeichnung nicht erkennbares
Gestänge und einen Verdeckbezug 14 auf, der im gezeigten Beispiel
mit zwei Längsnähten 16 versehen ist. An den Verdeckbezug 14
schließt sich nach vorn ein Zwischenstück 18 an, das dauerhaft mit dem Verdeckbezug
und dem Gestänge verbunden ist. Der vordere Rand des Zwischenstücks
18 liegt dichtend an dem oberen Querholm 20 des Windschutzrahmens
22 der Karosserie 10 an. In den seitlichen Holmen 24 des Windschutzrahmens
sind in bekannter Weise nicht gezeigte Dachverschlüsse untergebracht,
die mit dem Zwischenstück 18 in Eingriff stehen und das Verdeck
12 in der geschlossenen Stellung verriegeln.
Gemäß Fig. 2 weist das Verdeck 12 ein modifiziertes Zwischenstück 18′
auf, das an beiden Enden mit verlängerten Schenkeln 26 versehen ist. Die
Schenkel 26 haben einerseits eine dekorative Funktion, dienen jedoch zugleich
auch zur Versteifung des Verdecks im Bereich der Seitentüren 28.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den vorderen Randbereich des Verdecks
12 gemäß Fig. 1. Das Zwischenstück 18 weist ein durch Rippen 30 versteiftes
Hohlprofil auf und bildet eine stromlinienförmig gewölbte Außenfläche 32
und eine spitzwinklig zu dieser verlaufende Anschlußfläche 34, die bei geschlossenem
Verdeck dem oberen Querholm 20 des Windschutzrahmens zugewandt
ist. Auf der Anschlußfläche 34 ist eine Dichtleiste 36 befestigt,
durch die die Fuge zwischen dem Zwischenstück und dem Querholm 20 zuverlässig
abgedichtet wird.
Am rückwärtigen Rand weist das Zwischenstück 18 ein C-förmiges Profil auf,
das mit nach rückwärts vorspringenden oberen und unteren Schenkeln
38, 40 eine parallel zu dem Querholm 20 des Windschutzrahmens verlaufende
Verdeckstange 42 übergreift. Die Verdeckstange 42 wird durch ein Metallrohr
mit einem kastenförmigen Profil gebildet und ist am vorderen Rand mit
Blechzähnen 44 zur Verankerung des Verdeckbezuges 14 versehen. Ein den
Himmel des Verdecks bildender Verkleidungsstoff 46 ist an der Unterseite
der Verdeckstange 42 befestigt.
Am oberen vorderen Rand weist die Verdeckstange 42 eine stufenförmige
Vertiefung 48 auf, die den oberen Schenkel 38 des Zwischenstücks 18 aufnimmt,
so daß die obere Oberfläche des Zwischenstücks mit der Außenfläche
des sich nach rückwärts anschließenden Verdeckbezuges fluchtet.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Zwischenstück 18 mit Hilfe von
Schrauben 50 und Muttern 52 fest gegen die Verdeckstange 42 gespannt, so
daß der Randbereich des Verdeckbezuges 14 auf der Vorderseite der Verdeckstange
und im Bereich der Vertiefung 48 fest zwischen der Verdeckstange
und dem Zwischenstück eingespannt wird. Die Fuge zwischen dem
Verdeckbezug und dem Zwischenstück 18 ist mit Dichtmasse 54 abgedichtet.
Die Schraube 50 kann drehfest in dem Zwischenstück 18 gehalten oder unmittelbar
an das Zwischenstück angeformt sein, während die Mutter 52 mit
Hilfe eines Steckschlüssels von der Rückseite der Verdeckstange 42 her
(rechts in Fig. 3) angezogen werden kann. Das Zwischenstück 18 kann jedoch
auch an die Verdeckstange 42 angenietet oder mit Hilfe von Rastorganen
an der Verdeckstange befestigt sein.
Die sichtbare Außenfläche 32 des Zwischenstücks 18 kann in ihrer Farbe und
Oberflächenstruktur an die Lackierung der Fahrzeugkarosserie oder an den
Verdeckbezug 14 angepaßt sein. Wahlweise ist es jedoch auch möglich, das
Zwischenstück 18 farblich abzusetzen.
Schließlich ist es auch möglich, die Außenfläche 32 des Zwischenstücks nach
Art eines Spoilers zu gestalten, wie durch eine strichpunktierte Linie 56 in
Fig. 3 angedeutet wird.
Claims (6)
1. Verdeck für Kabrio-Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
einer vorderen Verdeckstange (42), an der der vordere Rand des Verdeckbezuges
(14) befestigt ist, und dem Windschutzrahmen (22) des Fahrzeugs ein
Zwischenstück (18, 18′) angebracht ist, dessen rückwärtiger Rand dauerhaft
mit der Verdeckstange (42) und dem Verdeckbezug (14) verbunden ist und
dessen vorderer Rand (34) mit dem Windschutzrahmen in Dichtberührung
tritt.
2. Verdeck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(18) am rückwärtigen Ende obere und untere Schenkel (38, 40) aufweist,
die die Verdeckstange (42) C-förmig übergreifen.
3. Verdeck nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Randstreifen des Verdeckbezuges (14) zwischen der Verdeckstange (42) und
dem Zwischenstück (18) eingefügt ist und daß die Fuge zwischen dem Verdeckbezug
und dem Zwischenstück durch Dichtmasse (54) abgedichtet ist.
4. Verdeck nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenstück (18) durch Schrauben (50), Nieten oder
dergleichen starr mit der Verdeckstange (42) verbunden ist und daß Verdeckverschlüsse
zur Arretierung des Verdecks (12) an dem Windschutzrahmen
(22) in oder an dem Zwischenstück (18) angeordnet sind bzw. an diesem
angreifen.
5. Verdeck nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenstück (18′) an beiden Enden nach rückwärts verlängerte
Schenkel (26) aufweist, die das Verdeck (12) im vorderen Bereich
an den seitlichen Rändern einfassen.
6. Verdeck nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenstück (18) eine als Spoiler geformte Außenkontur
(56) aufweist.
Priority Applications (2)
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Country Status (1)
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