DE4001061A1 - Spannring und vorrichtung zum zentrierten aufspannen eines rotationskoerpers auf einer aufspannwelle einer maschine - Google Patents
Spannring und vorrichtung zum zentrierten aufspannen eines rotationskoerpers auf einer aufspannwelle einer maschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spannring nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zum zentrierten Auf
spannen eines Rotationskörpers auf einer Aufspannwelle nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
Zum kraftschlüssigen Befestigen von Rotationskörpern, wie
beispielsweise Riemenscheiben, Zahnrädern und dgl., auf
einer zylindrischen Außenfläche, beispielsweise einer Welle,
ist es bekannt, sternförmige Spannscheiben, die als flach
kegelige Ringe aus gehärtetem Spezialfederstahl ausgebildet
sind, in eine zylindrische Innenfläche einer Bohrung oder
Ausnehmung des Rotationskörpers einzusetzen und durch Flach
drücken der kegeligen Spannscheibe den Außendurchmeser zu
vergrößern und den Innendurchmesser zu verkleinern. Auf die
se Weise erzielt man an den Sitzflächen einen entsprechenden
Reibungsschluß. Die bekannten sternförmigen Spannscheiben
werden von abwechselnd vom Außenrand und vom Innenrand aus
gehende Radialschlitze im Federstahlmaterial der Spann
scheiben gebildet.
Aufgrund der vom Innenrand und vom Außenrand ausgehenden
Radialschlitze, durch welche die bekannten Spannscheiben
ihre Sternform erhalten, sind die an den sternförmigen
Spannscheiben, insbesondere am Außenumfang, zur Verfügung
stehenden Sitzflächen relativ klein ausgebildet. Außerdem
ist es erforderlich, daß beim radialen Verspannen die kegelig
ausgebildete Spannscheibe flachgedrückt wird, wobei auf die
Spannscheibe direkt eine axial gerichtete Kraft zur Einwir
kung gebracht wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Spannring der eingangs
genannten Art zu schaffen, welcher eine vereinfachte Bauform
und sowohl am Innen- als auch am Außenumfang großflächige
Sitzflächen aufweist, sowie eine Vorrichtung zum zentrierten
Aufspannen eines Rotationskörpers zu schaffen, bei der ein
derartiger Spannring zur Anwendung kommt.
Diese Aufgabe wird für den Spannring erfindungsgemäß durch
die Merkmale des Anspruchs 1 und die Vorrichtung durch die
Merkmale des Anspruchs 11 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
enthalten.
In vorteilhafter Weise erhält man einen Spannring mit einem
ebenen scheibenförmigen Ringkörper, dessen Ringinnenumfangs
fläche und Außenumfangsfläche nur durch die schmal ausgebil
deten Trennfugen zwischen den Ringelementen unterbrochen
sind. Auf diese Weise erhält man praktisch durchgehende
zylindrische äußere und innere Sitzflächen, an denen die
Reibungsschlüsse beim kraftschlüssigen Aufspannen erreicht
werden.
Aufgrund seiner einfachen Gestalt läßt sich der Spannring
körper, der aus den Ringsegmentteilen und den in den Trenn
fugen angeordneten, insbesondere als Blattfedern ausgebilde
ten Federelementen besteht, aus einem scheibenförmigen Stück
ohne großen Aufwand fertigen. Es müssen hierzu lediglich
zur Bildung der Trennfugen bzw. der Zwischenräume zwischen
den länglich ausgebildeten Federelementen und den Ring
segmentteilen die entsprechenden Materialmengen durch
spanende Bearbeitung oder Stanzen entfernt werden.
Für die Durchmesserveränderung am Innenumfang und am Außen
umfang des Spannringes ist es nicht erforderlich, daß eine
axiale Kraftausübung direkt auf den Spannringkörper ausge
übt wird und eine Verformung in dieser Richtung erfolgt. Die
Durchmesseränderungen am Innen- und Außenumfang des Spann
ringes werden nur durch die Beweglichkeit der Ringsegment
teile in Umfangsrichtung gewährleistet.
In einer Vorrichtung zum zentrierten Aufspannen eines Rota
tionskörpers auf eine Aufspannwelle einer Maschine wirkt
am Innen- oder Außenumfang ein Zentrierkonus auf den Spann
ringkörper. Der Zentrierkonus und Spannringkörper sind dabei
koaxial auf der Aufspannwelle angeordnet. Wenn eine Durch
messererweiterung des Spannrings erwünscht ist, wirkt der
Zentrierkonus über die Ringinnenumfangsfläche, und wenn eine
Durchmesserverringerung des Spannrings erwünscht ist, wirkt
der Zentrierkonus an der Ringaußenumfangsfläche. Wenn der
Zentrierkonus direkt auf den Ringinnenumfang bzw. Ringaußen
umfang wirkt, ist die Ringinnenumfangsfläche bzw. Ringaußen
umfangsfläche entsprechend konisch ausgebildet. Wenn zwischen
dem Zentrierkonus und dem Ringinnenumfang bzw. Ringaußen
umfang ein Spannfutter gelegt ist, können die Ringinnen
umfangsfläche bzw. Ringaußenumfangsfläche auch zylindrisch
ausgebildet sein.
Der erfindungsgemäße Spannring und die erfindungsgemäße
Vorrichtung zum zentrierten Aufspannen eines Rotations
körpers auf eine Aufspannwelle sind geeignet zum Aufspannen
von Rotoren aller Art, insbesondere von Pumpenrotoren,
Strahltriebrotoren, von auszuwuchtenden Rotoren auf Auf
spannwellen von Auswuchtmaschinen und dgl.. Die Rotore kön
nen hierzu Durchgangsbohrungen oder Blindbohrungen aufwei
sen, in denen der Spannring bzw. die Vorrichtung zum zen
trierten Aufspannen angeordnet werden.
Anhand der Figuren wird die Erfindung an Ausführungs
beispielen noch näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemäßen Spannrings in Draufsicht und
Seitenansicht;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel des erfin
dungsgemäßen Spannrings in Draufsicht und
Seitenansicht;
Fig. 3 einen Detailausschnitt aus dem Ausführungs
beispiel der Fig. 2;
Fig. 4 einen Detailausschnitt eines modifizierten
Ausführungsbeispiels der Fig. 2;
Fig. 5 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Auf
spannvorrichtung unter Verwendung eines
erfindungsgemäßen Spannrings;
Fig. 6 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Auf
spannvorrichtung unter Verwendung eines er
findungsgemäßen Spannrings; und
Fig. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Auf
spannvorrichtung.
Die Fig. 1 zeigt in der Ansicht (a) eine Draufsicht und in
der Ansicht (b) die Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
des Spannrings. Dieser besteht aus einem ebenen scheiben
förmigen Spannringkörper 1, der Ringsegmentteile 2 auf
weist, die über Federelemente 4, 5 miteinander verbunden
sind. Die Ringsegmentteile 2 erstrecken sich vom Ring
innenumfang bis zum Ringaußenumfang und sind durch enge
Trennfugen 3 voneinander getrennt. In den Trennfugen befin
den sich die Federelemente 4 und 5, welche beim dargestell
ten Ausführungsbeispiel als Blattfedern ausgebildet sind.
Die beiden Blattfedern 4 und 5 sind U-förmig miteinander
verbunden. Die als Blattfedern ausgebildeten Federelemente
4, 5 erstrecken sich in radialer Richtung bzw. parallel zur
radialen Richtung und sind parallel zueinander angeordnet.
Die einen Enden (äußeren Enden) der beiden Federelemente 4
und 5 haben eine auf dem Außenumfang liegende Verbindungs
stelle 9. Die anderen Enden der beiden Federelemente 4 und
5 befinden sich am Ringinnenumfang und sind dort mit jeweils
zwei benachbarten Ringsegmentteilen 2 verbunden. Auf diese
Weise erfolgt die Verbindung der Ringsegmentteile über die
Federelemente 4 und 5.
Wie die Fig. 1 zeigt, liegen die beiden bevorzugt als Blatt
federn ausgebildeten Federelemente 4 und 5 parallel und
symmetrisch zu jeweiligen, durch die Mitte des Spannringes
radial verlaufenden Ebenen E. Diese Ebenen E erstrecken sich
senkrecht zur Zeichenebene in der Fig. 1.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel, bei
welchem die Darstellung (a) eine Draufsicht und die Darstel
lung (b) eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels wieder
geben, besteht der Spannring ebenfalls aus einem ebenen
scheibenförmigen Ringkörper 1. Dieser setzt sich zusammen
aus den Ringsegmentteilen 2 und Federelementen 6, mit denen
die Ringsegmentteile 2 miteinander verbunden sind.
Die Federelemente 6 befinden sich ebenfalls in den Trenn
fugen 3 zwischen benachbarten Ringsegmentteilen 2. Die
Federelemente 6 sind ebenfalls als Blattfedern ausgebildet
und erstrecken sich parallel zu den radial und durch die
Mitte des Spannringkörpers 1 verlaufenden Ebenen E. Beim
dargestellten Ausführungsbeispiel ist in jeder Trennfuge 3
parallel zur jeweiligen Ebene E jeweils nur ein Federelement
6, das bevorzugt ebenfalls als Blattfeder ausgebildet ist,
vorgesehen. Im Gegensatz zur Anordnung beim Ausführungs
beispiel der Fig. 1 handelt es sich beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 um eine unsymmetrische Federanordnung bezüglich
der jeweiligen Ebenen E. Die Federelemente 6 befinden sich,
im Uhrzeigersinne gesehen, jeweils vor den Ebenen E. Es ist
jedoch auch möglich, die Federelemente 6 so anzuordnen, daß
sie nach den Ebenen E, im Uhrzeigersinn gesehen, angeordnet
sind.
Die äußeren Enden der parallel zur radialen Richtung der
Ebenen E verlaufenden Federelemente 6 sind an jeweiligen
Verbindungsstellen 10, die auf dem Ringaußenumfang liegen,
mit den Ringsegmentteilen 2 verbunden. Die inneren Enden der
Federelemente 6 sind an Verbindungsstellen 11, die auf dem
Ringinnenumfang des Spannringkörpers 1 liegen, mit den je
weiligen Ringsegmentteilen 2 verbunden. Somit werden jeweils
zwei benachbarte Ringsegmentteile 2 über ein jeweiliges
Federelement 6, das mit seinem innen liegenden Ende am Ring
innenumfang mit dem einen Ringsegmentteil 2 und an seinem
außen liegenden Federende am Ringaußenumfang mit dem anderen
Ringsegmentteil verbunden ist, federnd miteinander verbun
den. Auch beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 erstrecken
sich die bevorzugt als Blattfeder ausgebildeten Federelemente
parallel zu den senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden
Ebenen E, wie das beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 für
die jeweiligen zwei Federelemente 4 und 5 der Fall ist.
Sowohl beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 als auch beim
Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind die Ringsegmentteile 2
nur in der Ebene des Spannringkörpers in Umfangsrichtung
des Spannringkörpers 1 beweglich zueinander über die Feder
elemente 4, 5 bzw. 6 verbunden. Eine Bewegung der Ring
segmentteile 2 in axialer Richtung des Spannringkörpers 1
ist nicht möglich.
Wie anhand der Darstellungen der Fig. 3 sowie bei einem
modifizierten Ausführungsbeispiel in der Fig. 4 verdeut
licht ist, erreicht man durch diese Bewegungsmöglichkeit
der Ringsegmentteile 2 in Umfangsrichtung des Spannring
körpers 1 eine Veränderung des Innendurchmessers am Ring
innenumfang und des Außendurchmessers am Ringaußenumfang.
Die Fig. 3 zeigt einen Teilausschnitt aus dem Ausführungs
beispiel der Fig. 2 im Bereich einer Trennfuge 3. Es handelt
sich hier der Einfachheit halber zur Erläuterung der Wir
kungsweise der Erfindung um eine geradlinige Darstellung.
Bei der Erfindung wird die Tatsache ausgenützt, daß bei
dem Spannringkörper 1 mit einer Bewegung der Ringsegment
teile 2 in Umfangsrichtung eine Veränderung des Ringinnen
und Ringaußendurchmessers erfolgt. Wenn man annimmt, daß die
Trennfuge 3 sich aus den beiden Spalten A und B (Fig. 3)
zusammensetzt und der Spannringkörper 1 aus n Ringsegment
teilen 2 besteht, ergibt sich als Zusammenhang zwischen der
Durchmesseränderung s und der jeweiligen Spaltänderungen
A und B die folgende Beziehung:
A = B = s n
Wenn beispielsweise am Innenumfang des Spannringkörpers 1
mit Hilfe eines Zentrierkonusses eine den Durchmesser er
weiternde Kraft zur Einwirkung gebracht wird, bewegen sich
die Ringsegmentteile 2 der Ausführungsbeispiele 1 und 2 in
Umfangsrichtung voneinander weg, d. h. die beiden Spalten
erweitern sich um A und B. Gemäß obiger Beziehung ist
damit sowohl am Innenumfang als auch am Außenumfang eine
Durchmesservergrößerung verbunden, die zum kraftschlüssigen
Aufspannen von beispielsweise einem Rotor auf einer Aufspann
welle, wie noch anhand der Fig. 5 bis 7 erläutert wird,
führt.
Aufgrund der zylindrischen Innenumfangsfläche der Rotorboh
rung bzw. Rotorausnehmung, in welcher der Spannringkörper 1
angeordnet ist, wird eine derartige radial nach außen gerich
tete Bewegung der Ringsegmentteile 2 begrenzt. Auf diese
Weise werden alle Ringsegmentteile 2 gleichmäßig gegen die
zylindrische Innenfläche der Rotorbohrung bzw. Rotorausneh
mung des einzuspannenden Rotors gedrückt, wie das auch aus
den Darstellungen der Spannvorrichtungen in den Fig. 5
und 6 zu ersehen ist.
Wenn an dem Ringaußenumfang beispielsweise mit Hilfe eines
Zentrierkonusses eine radial nach innen gerichtete Kraft zur
Einwirkung gebracht wird (Fig. 7), werden die jeweiligen
Ringsegmentteile 2 aufeinander zu bewegt, wobei A und B
eine Spaltverengung bedeuten, die eine Durchmesserverringe
rung zur Folge hat. Diese radial nach innen gerichtete Be
wegung wird durch eine zylindrische Außenfläche, auf wel
cher der Spannring mit seinem Ringinnenumfang aufgedrückt
wird, begrenzt. Es kann sich hierbei beispielsweise um die
zylindrische Außenfläche des einzuspannenden Rotors 13 han
deln, wie das beispielsweise in Fig. 7 dargestellt ist.
In Fig. 4 handelt es sich um einen Teilausschnitt eines
modifizierten Ausführungsbeispiels nach Fig. 2. Im Unter
schied zu dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 besitzt das
Ausführungsbeispiel nach der Fig. 4 Federelemente 6, die
insbesondere als Blattfedern ausgebildet sind, welche gegen
über der radialen Richtung bzw. gegenüber den jeweiligen
Ebenen E einen geringen Winkel a aufweisen. Dieser geringe
Winkel a kann etwa 30 Winkelminuten betragen. Bei dieser
Ausführungsform trägt beim Spannvorgang die in dem Feder
element wirkende Schubspannung zur Spannkraft bei. Biege
momente, die im Bereich der in Umfangsrichtung verlaufenden
Verbindungsstege (Verbindungsstellen 10, 11) zwischen den
Enden der Federelemente 6 und den Ringsegmentteilen 2 auf
treten, werden an den anliegenden Flächen der verspannten
Werkstücke kraftschlüssig abgestützt.
Im verspannten Zustand liegt der Spannringkörper 1 mit seinen
Sitzflächen sowohl am Ringinnenumfang als auch am Ringaußen
umfang an den gegenüberliegenden Flächen der kraftschlüssig
verspannten Werkstücke an. Wenn die verformende Kraft am
Innenumfang des Spannringes zur Wirkung kommt, erfolgt die
gewünschte Ringerweiterung, und es ergibt sich eine Umfangs
verringerung des Spannringes, wenn die Kraft am Ringaußen
umfang zur Einwirkung kommt.
Bei dem in der Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das
Federelement 6 gegenüber der radialen Richtung nach links
um den Winkel a geneigt. Es ist auch möglich, das Feder
element 6 gegenüber der radialen Richtung nach rechts um den
Neigungswinkel a schräg anzuordnen. In Abhängigkeit davon,
ob man eine Verringerung der Innen- und Außendurchmesser
des Spannrings erzielen will, wird man die geeignete Nei
gungsrichtung wählen und die verformende Krafteinwirkung am
Ringaußenumfang oder am Ringinnenumfang vorsehen.
In den Fig. 5 bis 7 sind Vorrichtungen zum zentrierten
Aufspannen eines Rotationskörpers dargestellt.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 wirkt ein Zentrierkonus
7 über ein im Durchmesser expandierbares, in bekannter Weise
ausgebildetes Spannfutter 12 auf den Innenumfang des Spann
ringkörpers 1. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann die Innen
umfangsfläche des Spannringkörpers 1 zylindrisch ausgebildet
sein und an die zylindrische Außenfläche des Spannfutters 12
anliegen. Auch die Außenumfangsfläche des Spannringkörpers 1
ist zylindrisch ausgebildet und liegt gegen eine zylindrische
Innenfläche einer Bohrung im aufzuspannenden Rotor 13 an.
Als Spannmittel wird eine Spannschraube 8 verwendet, die in
den Zentrierkonus 7 eingeschraubt wird. Beim Einschrauben
der Spannschraube 8 in den Zentrierkonus 7 wird das Spann
futter 12 auf den Zentrierkonus 7 aufgeschoben und der
Außendurchmesser des Spannfutters 12 erweitert, so daß die
Außenumfangsfläche des Spannfutters 12 gegen die lnnen
umfangsfläche des Spannringkörpers 1 angedrückt wird und
damit auch der Außendurchmesser des Spannringkörpers 1 er
weitert wird, so daß der Rotor 13 aufgespannt wird.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Zentrier
konus 7 an einer Aufspannwelle 16 einer Maschine, beispiels
weise einer Auswuchtmaschine, befestigt. Beim Aufspannen
liegen der Rotor 13 und der Spannringkörper 1 gegen einen
an der Aufspannwelle 16 vorhandenen Auflageflansch 15 an.
Der Auflageflansch 15 kann hierzu über den Zentrierkonus 7
geschoben sein.
Bei dem in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt
der Zentrierkonus 7 mit seiner konischen Außenfläche direkt
an der konisch ausgebildeten Innenumfangsfläche des Spann
ringkörpers 1 an. Die Außenumfangsfläche des Spannring
körpers 1 ist zylindrisch ausgebildet und liegt gegen eine
zylindrische Innenumfangsfläche einer Ausnehmung am aufzu
spannenden Rotor 13 an.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 zeigt eine Spannvor
richtung, welche für eine automatische Maschine geeignet
ist. Die Spannvorrichtung kann hier auf die hohl ausgebil
dete Aufspannwelle 16 aufgeschraubt sein. Bei diesem Aus
führungsbeispiel wird der Zentrierkonus 7, an welchem ein
Spannstab 17 angeformt ist, mit Hilfe von Tellerfedern 14
in den entsprechend konisch ausgebildeten Innenumfang des
Spannringkörpers 1 eingedrückt. Der Spannstab ist hierzu
durch eine entsprechende Bohrung 18 in einem stirnseitigen
Ansatzstück 19 der Aufspannwelle 16 eingesetzt und ragt in
den hohlen Teil der Aufspannwelle 16. In diesem hohlen Teil
wirken die Tellerfedern 14 als Spannmittel auf den Spann
stab 17 und damit auf den Zentrierkonus 7, der zur Erweite
rung des Durchmessers des Spannringkörpers 1 gegen die
Innenumfangsfläche des Spannringkörpers gedrückt wird.
Bei der axialen Verschiebung des Zentrierkonus 7 nach unten
wird auf die konisch ausgebildete Innenumfangsfläche des
Spannringkörpers 1 eine radial nach außen gerichtete Kraft,
die zur Außendurchmessererweiterung des Spannringkörpers
führt, ausgeübt. Zum Lösen der Verspannung werden in Rich
tung eines Pfeiles C durch eine pneumatische oder hydrau
lische Krafteinwirkung auf den Spannstab 17 die Tellerfedern
14 zusammengedrückt und der Zentrierkonus 7 aus dem Spann
ringkörper 1 in Pfeilrichtung C entfernt.
Bei beiden Ausführungsbeispielen wird auf diese Weise eine
Erweiterung des Ringaußenumfangs durch Verschiebung A, B
in Fig. 3 und 4 der Ringsegmentteile 2 in Umfangsrichtung
zueinander bewirkt, so daß ein hoher Reibungsschluß mit der
zylindrischen Innenumfangsfläche am Rotor 13 erzielt wird.
Bei dem in der Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel wird
ein stabförmiger Rotor 13, beispielsweise eine Welle, auf
die Aufspannwelle 16 aufgespannt. Der Spannringkörper be
sitzt eine kreiszylindrische Innenumfangsfläche, die auf
den einzuspannenden Rotor 13 aufgesetzt ist. Auf seinem
Außenumfang ist der Spannringkörper 1 mit einer konischen
Umfangsfläche versehen. Beim Einspannvorgang kommt mit die
ser äußeren Umfangsfläche ein ringförmiger Zentrierkonus 7
zur Einwirkung, der an der Innenseite eines becherförmigen
Spannkörpers 20 vorgesehen ist. Zur Betätigung des Zentrier
konusses 7 bzw. Spannkörpers 20 sind als Spannmittel Teller
federn 14 vorgesehen, die den Zentrierkonus 7 in die Ein
spannrichtung drücken.
Zum Entspannen kann ein Ring 21 in Richtung der beiden
Pfeile D unter Mitnahme des Spannkörpers 20 hydraulisch,
pneumatisch, von Hand oder sonstwie, verschoben werden. Der
Rotor kann dann aus dem Spannringkörper 1 gelöst werden.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel liegt der Spannring
körper 1 gegen einen an die Aufspannwelle 16 angeformten
Auflageflansch 15 an.
Claims (17)
1. Spannring, der zum kraftschlüssigen Aufspannen eines Kör
pers, insbesondere Rotors, auf einer Welle in eine Bohrung
oder Ausnehmung des aufzuspannenden Körpers einsetzbar ist,
und dessen Innen- und/oder Außendurchmesser zum Aufspannen
veränderbar sind, gekennzeichnet durch einen ebenen schei
benförmigen Ringkörper (1), der aus mehreren sich vom Ring
innenumfang bis zum Ringaußenumfang erstreckenden Ring
segmentteilen (2) besteht, die in Trennfugen (3) zwischen
den Ringsegmentteilen (2) über Federelemente (4, 5; 6) in
der Weise miteinander verbunden sind, daß sie nur in der
Ebene des Ringkörpers in Umfangsrichtung zueinander bewegbar
sind.
2. Spannring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Federelemente (4, 5; 6) längliche Federelemente sind,
die an ihren Federenden mit den Ringsegmentteilen (2) ver
bunden sind.
3. Spannring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Federelemente (4, 5; 6) Blattfedern sind.
4. Spannring nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß in jeder Trennfuge (3) zwei parallel zu
einander angeordnete und U-förmig miteinander verbundene
Blattfedern (4, 5) vorgesehen sind.
5. Spannring nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß in jeder Trennfuge (3) jeweils eine Blatt
feder (6) vorgesehen ist.
6. Spannring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Federelemente (4, 5; 6) am Innenumfang
und/oder am Außenumfang des Ringkörpers (1) mit den Ring
segmentteilen (2) verbunden sind.
7. Spannring nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ringsegmentteile (2) und die in den
Trennfugen zwischen den Ringsegmentteilen (2) vorgesehenen
Federelemente (4, 5, 6) aus einem Stück gearbeitet sind.
8. Spannring nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die länglich ausgebildeten Federelemente
(4, 5; 6) sich in radialer Richtung erstrecken.
9. Spannring nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die länglich ausgebildeten Federelemente
(4, 5; 6) gegenüber der radialen Richtung einen Neigungs
winkel (a) aufweisen.
10. Spannring nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Neigungswinkel (a) etwa 30 Winkelminuten beträgt.
11. Vorrichtung zum zentrierten Aufspannen eines Rotations
körpers auf einer Aufspannwelle einer Maschine mit einem
auf die Aufspannwelle aufsetzbaren bzw. aufgesetzten Zen
trierkonus und einem Spannmittel, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrierkonus (7) und der Spannring nach einem der
Ansprüche 1 bis 10 mit seinem scheibenförmigen Spannring
körper (1) koaxial zueinander in eine Rotorbohrung oder
-ausnehmung einsetzbar sind, und daß bei einer durch das
Spannmittel (8; 14) über den Zentrierkonus (7) auf den Spann
ringkörper (1) in radialer Richtung zur Einwirkung gebrach
ten Kraft die Ringsegmentteile (2) in Umfangsrichtung des
Spannringkörpers (1) gegen die Kräfte der Federelemente
(4, 5; 6) bewegt sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrierkonus (7) am Innenumfang des Spananring
körpers (1) angreift.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrierkonus (7) am Außenumfang des Spannringkörpers
(1) angreift.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß durch das betätigte Spannmittel (8; 14)
eine gleichmäßig über den Innenumfang des Spannringkörpers
(1) radial nach außen wirkende Kraft auf die Ringsegment
teile (2) gerichtet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß durch das betätigte Spannmittel (8; 14)
eine gleichmäßig über den Außenumfang des Spannringkörpers
(1) radial nach innen wirkende Kraft auf die Ringsegmentteile
(2) gerichtet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spannmittel als Spannschraube (8)
ausgebildet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spannmittel als Tellerfedern (14)
ausgebildet sind.
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