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DE400062C - Verfahren zur Herstellung eines im wesentlichen aus OEl und Feinkohle bestehenden fluessigen Brennstoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines im wesentlichen aus OEl und Feinkohle bestehenden fluessigen Brennstoffes

Info

Publication number
DE400062C
DE400062C DEK77079D DEK0077079D DE400062C DE 400062 C DE400062 C DE 400062C DE K77079 D DEK77079 D DE K77079D DE K0077079 D DEK0077079 D DE K0077079D DE 400062 C DE400062 C DE 400062C
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DE
Germany
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coal
oils
oil
substances
fine coal
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Expired
Application number
DEK77079D
Other languages
English (en)
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Individual
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Individual
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE400062C publication Critical patent/DE400062C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/32Liquid carbonaceous fuels consisting of coal-oil suspensions or aqueous emulsions or oil emulsions
    • C10L1/322Coal-oil suspensions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines im wesentlichen aus Öl und Feinkohle bestehenden flüssigen Brennstoffes. Die Erfindung bezweckt die Herstellung eines im wesentlichen aus Öl und Feinkohle bestehenden flüssigen Brennstoffes.
  • Es wurde gefunden, daß man zu hervorragend haltbaren Suspensionen von Kohlematerialien in Ölen beliebiger Beschaffenheit gelangt, wenn man die Öle mit Kohlematerialien und außerdem mit Humusstoffen vermengt oder vermahlt. Man erhält dann auch bei mäßig feiner Pulverisierung bzw. Mahlung sehr gut haltbare Kohleöle, welche viele Wochen oder jahrelang gelagert werden können, ohne daß ein störender Bodensatz sich abscheidet. Zähe, am Boden festhaftende und nicht wieder aufrührbare Bodensätze werden bei Anwesenheit von Humusstoffen, selbst bei Verwendung dünnflüssiger Öle, vermieden.
  • Als Öle können solche beliebiger Herkunft, mineralische, pflanzliche und tierische Öle zur Anwendung kommen. Teeröle haben sich als besonders geeignet erwiesen. Als Kohlematerialien können z. B. Anthrazit, Steinkohle, Koks, Braunkohle Anwendung finden. Die Humusstoffe können in sehr verschiedener Form zur Anwendung gelangen. Unter anderem haben sich die in der Natur vorkommenden, huminsäurehaltigenStoffe, wie Moorerde, Torf, humushaltige Braunkohle, Kasselerbraun, gut. bewährt. Ebenso gute Ergebnisse werden erzielt bei Anwendung von Huminsäure, welche z. B. aus den alkalischen oder ammoniakalischen Extrakten natürlicher Humusstoffe durch Mineralsäuren in der Kälte oder Wärme als Niederschlag gefällt und anschließend vorteilhaft von der Hauptmenge der löslichen Salze durch Auswaschen befreit worden ist. Als sehr geeignet haben sich ferner die huminsauren Verbindungen mehrwertiger Metalle erwiesen, welche sich z. B. in der Art gewinnen lassen, daß man alkalische oder ammoniakalische Extrakte von Torf, Humuskohle, Kasselerbraun u. dgl. mit Salzen mehrwertiger Metalle, z. B. Alaun, Eisenchlorid, Kalziumchlorid, in der Kälte oder Wärme fällt und zweckmäßig durch Dekantieren auswäscht. Vorteilhaft wird der erhaltene Niederschlag z. B. durch Trocknen bei Zimmertemperatur oder in der Wärme soweit entwässert, bis er sich mit Ölen leicht ver-. mischen und in ihnen in feiner Verteilung sich auflösen läßt. Selbst größere Wassermengen als ioo Prozent der angewendeten Humusstoffe sind zulässig. Dasselbe gilt auch für die natürlich vorkommenden huminsäurehaltigen Rohstoffe, ebenso wie für die gefällte Huminsäure. Alle Humusstoffe, z. B. Torf; lassen sich bekanntlich nur sehr schwierig entwässern und halten beträchtliche Mengen Wasser äufgesaugt oder durch Adsorption und Quellung kapillar oder kolloid-chemisch fest gebunden, so daß z. Y_@liü"in'ürsaure Metallverbindungen mit einem Gehalt von 5o Prozent Wasser bereits pulvertrocken erscheinen, sich leicht in feinste Verteilung in Ölen bringen lassen und sehr haltbare Kohlepräparate ergeben. Eine restlose Entwässerung ist bei keinem der zur Vermischung gelangenden Materialien nötig. Die Vermischung der drei Bestandteile (Kohle, ül,r Humusstofe) kann in beliebiger Weise und, in beliebiger Reihenfolge vorgenommen werden. Mit besonderem Vorteil verfährt man ager,, insbesondere bei Verarbeitung von Teerölen, derart, daß man in den Ölen zunächst die Humusstoffe fein verteilt und dem Mischprodukt dann die Feinkohle einverleibt. Die Zerkleinerung bzw. Zerteilung der Kohleinaterialien bzw. der Humusstoffe kann für sich, also vor Zugang der Öle oder in Gegenwart der Öle bzw. der die Humusstoffe bereits enthaltenden Öle, vorgenommen werden. Bei Verwendung dünnflüssiger Öle erweist es sich als zweckmäßig, durch Zugang von Pech und ähnlichen verdickenden Mitteln oder durch vermehrte Einverleibung von Kohle die Zähigkeit der Kohleölmischungen zu erhöhen. Beispiel: Kasselerbraun oder Torf werden mit einer 5prozentigen Ätzalkalilösung ausgelaugt. Die erhaltene Lauge wird mit Alaunlösung versetzt, bis kein weiterer Niederschlag entsteht. Der Niederschlag, welcher hauptsächlich aus huminsaurem Aluminium besteht, wird durch mehrmaliges Dekantieren gereinigt und schließlich bis zur pulvertrockenen Beschaffenheit in einem Trockenofen entwässert; er enthält dann etwa io bis 8o Prozent fest gebundenes Wasser. 9 kg dieser Humusverbindung werden in io8 kg Steinkohlenteeröl durch gründliches Mahlen oder Verreiben auf das feinste verteilt bzw. aufgelöst. In dieser Öllösung werden hierauf 18 kg, Steinkohlenteerpech kalt oder warm gelöst und schließlich 8o kg feine Staubkohle unter Rühren zugefügt.
  • Zwecks Herstellung von sogenannten Kohleheizölen hat man bereits die Verwendung gewisser Bindemittel, z. B. Kalkharzseifen, Kreosot, Naphthalin, oder von Stoffen, welche aus Balsamen, Terpentin und Alkali bestehen, vorgeschlagen. Von diesen Bindemitteln sind die gemäß vorliegender Erfindung zu verwendenden Humusstoffe sowohl in chemisch-physikalischer als auch in technischer Hinsicht so weitgehend verschieden, daß Schlüsse auf die besondere Eignung der Humusstoffe aus den bekannten Verfahren nicht gezogen werden konnten. Im übrigen bietet das Verfahren gegenüber dem bekannten den Vorteil, daß Kohleöle von größerer Haltbarkeit erhalten werden und daß der Herstellungsprozeß auch bei gewöhnlicher Temperatur erfolgreich durchgeführt werden kann. Des .weiteren ist vorgeschlagen worden, Kohleöle aus Kohlematerialien herzustellen, «-elche mit Hilfe von sogenannten Kolloidmühlen bis zu kolloidalen Dimensionen zerkleinert worden sind. Demgegenüber ermöglicht die Erfindung die Herstellung haltbarer Kohleöle aus Kohlematerialien, welche mit gewöhnlichen Mahlvorrichtungen zerkleinert sind. Selbstbei verhältnismäßig grober Zerkleinerung oder bei Verarbeitung handelsüblicher gesichteter Staubkohle liefert das Verfahren noch brauchbare Produkte. Zum Zwecke der Erzeugung von Generatorgasen hat man schließlich noch die Herstellung von Mischungen vorgeschlagen, welche hauptsächlich aus 'Wasser bestehen und außerdem noch verhältnismäßig geringe Mengen von Öl und von festem kohlenstoffhaltigen Material, nämlich Kohle oder Torfe oder beide, enthalten. Von diesem Verfahren ist das vorliegende auf die Herstellung von im wesentlichen aus Öl und Feinkohle bestehenden, unter Zusatz geringer Mengen von Humusstoffen hergestellten flüssigen Brennstoffen grundsätzlich verschieden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung eines im wesentlichen aus Öl und Feinkohle bestehenden flüssigen Brennstoffes durch Mischen oder Vermahlen der Bestandteile unter Zusatz von die Entmischung verhindernden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß als derartige Zusatzmittel Humusstoffe, z. B. Huminsäure oder huminsäurehaltige Stoffe, wie Moorerde, Kasselerbraun, humushaltige Braunkohle, Torf, verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatzstoffe huminsaure Verbindungen mehrwertiger Metalle verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Teeröle der Behandlung nach Anspruch i unterworfen werden. ¢. Verfahren nach Patentanspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man in den Ölen, vorzugsweise Teerölen, zunächst die Zusatzstoffe verteilt und dem erhaltenen Produkt dann die Feinkohle einverleibt.
DEK77079D 1921-04-05 1921-04-05 Verfahren zur Herstellung eines im wesentlichen aus OEl und Feinkohle bestehenden fluessigen Brennstoffes Expired DE400062C (de)

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