DE4000275A1 - Auslassventil fuer einen kolbenverdichter - Google Patents
Auslassventil fuer einen kolbenverdichterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Auslaßventil der im Oberbegriff des
Patentanspruches 1 genannten Art.
Generell bezieht sich die Erfindung auf hermetisch gekapselte Kältema
schinenkompressoren und insbesondere auf ein neues Auslaßventil von der
Art, wie sie in Kolbenkompressoren für Kleinkältemaschinen verwendet
werden.
Bei hermetisch gekapselten Kolbenkompressoren mit kleinem Förder
volumen (mit kleinem Kolbenhub) üben das Auslaßventil, die Mündungs
öffnung und die Ventilstellung einen starken Einfluß auf die volumetri
sche und energetische Leistungsfähigkeit aus.
Der Effekt, daß das Auslaßventil die energetische Effektivität beeinflußt,
bezieht sich sowohl auf die Geschwindigkeit, mit der es öffnet, nachdem
der Druck im Innern des Zylinders den Druck der Auslaßkammer erreicht
hat, als auch auf die durch das Gas verbrauchte Arbeit, die dazu er
forderlich ist, um den Ventilteller in ausreichender Entfernung von dem
Ventilsitz während der Gasausstoßperiode zu halten.
Im ersten Fall wird der Überdruckverlust im wesentlichen durch die Ven
tilträgheit, die Haftung zwischen Ventilteller und Ventilplatte infolge der
Gegenwart von Öl und ebenso durch Drosselstellen des Ableitungssystems
insgesamt bedingt.
Im zweiten Fall tritt der Verlust durch inherente Federeffekte des Ventils
und durch Trägheit der beweglichen Systemteile auf.
Die volumetrische wie auch die energetische Effektivität werden auch
durch das Gas beeinflußt, das in der Ventilauslaßöffnung gehalten wird
und durch das Gas, das von der Auslaßöffnung infolge des langsamen
Schließens zurückkehrt.
Ventile, die für solche Verdichtertypen zur Verfügung stehen, sind
beispielsweise aus der US-A 47 23 896 und der DE-A 33 05 791.5
bekannt.
Bei all den bekannten Ventilen wird von einer Vertiefung in der Ventil
platte Gebrauch gemacht, die bis zum Auslaßmündungsbereich verlängert
ist und in der ein Ventilteller und ein zusätzliches Blatt eingesetzt sind;
das letztere überlagert das erstgenannte, um auf die Einheit eine
Federkraft auszuüben.
Das Ventil wird ergänzt durch eine Fangplatte zur Hubbegrenzung, die
zur Befestigung des Ventiltellers und des zusätzlichen oder verstärkten
Blattes dient.
In beiden Fällen stützt sich der Ventilteller ab einer gewißen Ventiltel
lerverschiebung auf dem Verstärkungsblatt ab, was dazu führt, daß die
Einheit eine vergrößerte träge Masse erhält, die überwunden und von dem
austretenden Gas getragen werden muß.
Dies führt zu einer zusätzlichen Verschwendung von Energie, gemessen
an der Energiemenge, die notwendig ist, um das Gas aus dem Innern des
Zylinders einfach auszustoßen. Folglich tritt eine Verringerung des energe
tischen Wirkungsgrades des Verdichters auf.
Auch infolge der Tatsache, daß das Ventil sich als ein befestigtes Blatt
darstellt, dessen Ränder die Mündung des Strömungsweges bedecken, wird
ein beträchtlicher Teil der Strömungsfläche auf dem Ventilringsitz nicht
vollständig genutzt, wie dies sein sollte, da der Ventilschaft als Schutz
wirkt, der den Abfluß in dieser Richtung behindert.
Bei Kolbenverdichtern für Luft als Arbeitsfluid, insbesondere bei denen
mit großem Volumenhub, bestehen die Auslaßventile aus einer Schrauben
feder, die einer Scheibe überlagert ist, die den Verschluß darstellt, wenn
sie auf der Mündung sitzt.
In einem solchen Fall weist die Feder über den gesamten Öffnungshub der
Scheibe einen einzigen Steifigkeitsmodul (Federkonstante) auf.
Um ein ordnungsgemäßes Arbeiten des Systems zu erreichen, sollte die
Steifigkeit sehr groß sein, was aber andererseits zu Verlusten durch
Überdruck am Beginn der Ventilöffnung führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Auslaßventil für herme
tisch gekapselte Kolbenverdichter zu schaffen, bei dem die oben ge
nannten Nachteile der bekannten Lösungen weitgehend vermieden sind.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Patentan
spruches 1 angegeben.
Ein solches Auslaßventil wird bei einem hermetisch gekapselten Kolben
verdichter verwendet, der ein Zylindergehäuse, einen hin- und hergehen
den Kolben und eine Ventilendplatte aufweist, die mit einer Auslaßöff
nung versehen ist und durch eine Außenabdeckung als Wand der Auslaß
kammer zusammengehalten wird. Die Auslaßkammer ist die Außenwand
der Ventilplatte, die mit Ausnehmungen versehen ist, die die
Auslaßöffnung umgeben und einen Auslaßventilsitz für ein entfernbares
Verschlußstück darstellen, das zwischen einer Schließposition unter
Anlage an den Ventilsitz und einer von diesem entfernten
Öffnungsposition beweglich ist.
Gemäß der Erfindung weist das Verschlußstück die Form einer
Verschlußscheibe auf und ist des weiteren mit folgendem versehen: einem
elastischen Rückstellmittel, das zwischen der Verschlußscheibe und dem
Zylinderkopfdeckel angeordnet ist, welches Rückstellmittel ein erstes
Endteil, das in der Nähe der Außenfläche der Verschlußscheibe liegt, und
ein zweites Außenteil aufweist, das gegenüber dem ersten liegt, jedoch
eine größere Steifigkeit aufweist als dieses und axial von der
Außenfläche der Verschlußscheibe entfernt ist. Dieses Rückstellmittel
wird durch die Verschlußscheibe elastisch komprimiert, während dieses
aus dem Verschlußzustand in den Öffnungszustand durch die Wirkung eines
bestimmten Druckes im Zylinder verschoben wird; ein Fangelement, das
am Zylinderdeckel derart angeordnet ist, daß das zweite Endteil des ela
stischen Rückstellmittels fixiert wird, um dieses Mittel bei elastischer
Verformung zu führen und die maximale axiale Verschiebung der Ver
schlußscheibe in Bezug auf den Ventilsitz zu begrenzen; und ein Führungs
element zur Führung der axialen Verschiebung der Verschlußscheibe,
welches Führungselement an dem Zylinderdeckel angeordnet ist.
Eines der positiven Merkmale des oben dargestellten konstruktiven Auf
baus ergibt sich infolge der Verringerung der Abmessungen des Verschluß
teils, d. h. der Verschlußscheibe im Vergleich zu konventionellen Ventiltel
lern, wodurch ermöglicht ist, daß eine geringe Masse bei der Öffnung des
Ventils verschoben werden muß. Dies ist auf eine verringerte Anfangs
steifigkeit des Systems zurückzuführen.
Ein weiterer Effekt, der aus der neuen Bauweise folgt, ist die hohe Ver
schlußgeschwindigkeit bei Druckumkehr infolge der progressiven Energie
speicherung in dem elastischen Rückstellmittel, die darauf zurückzufüh
ren ist, daß die Steifigkeit dieses Elements in Richtung der Ventilöff
nungsbewegung zunimmt.
Der Axialabstand der Verschlußscheibe zu dem Ventilsitz erlaubt dadurch
eine Minimierung der Drosselung beim Abströmen des komprimierten
Gases, daß nahezu der gesamte Ventilumfang für das Abströmen aus
genützt wird.
Die vorteilhaften oben genannten Aspekte tragen effektiv zur Reduzie
rung der energetischen und volumetrischen Verluste des hermetisch
gekapselten Kolbenverdichters bei.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Zylinderbe
reich eines hermetisch gekapselten Kolben
verdichters mit einem Auslaßventil nach
einer ersten Ausführungsform der Erfin
dung, gezeigt in geschlossenem Zustand;
Fig. 2 eine Draufsicht einer Ventilplatte des
Aufbaus der Fig. 1 zur Darstellung der
Gehäusevertiefung des Ventilsitzes;
Fig. 3 eine innere Endansicht des Fangelements
des in Fig. 1 gezeigten Aufbaus;
Fig. 3a das Fangelement im Schnitt längs der
Schnittlinie III-III der Fig. 3;
Fig. 4 ein Schaubild der Ventilschließkraft
über den Öffnungsweg und
Fig. 5 und 6 ähnliche Ansichten wie jeweils die Fig.
1 und 2, jedoch mit einer anderen Konstruk
tionsvariante des Ventils.
Gemäß den oben genannten Darstellungen wird das Auslaßventil bei
einem hermetisch gekapselten Kolbenverdichter eingesetzt. Dieser weist
einen Zylinder 10 auf, in dessen Innerem ein hin- und hergehender Kolben
20 angeordnet ist. An der Frontseite des Zylinders 10 ist eine Ventilplat
te 30 angeordnet, die mit einer Auslaßöffnung 31 versehen ist. Die Ventil
platte 30 wird gegen den Zylinder 10 mittels eines Außendeckels 40 ge
halten, der eine Auslaßkammer DC begrenzt.
Bei dem in den Fig. 1, 2, 3 und 3a gezeigten Ausführungsbeispielen
ist die Frontseite der Ventilplatte 30 mit einer Vertiefung 32 versehen,
die an ihrer Rückwand einen ringförmigen, die Auslaßöffnung 31 umgeben
den Vorsprung 33 aufweist. Dieser ist durchmessermäßig von dem Rand
der Vertiefung 32 abgesetzt, so daß ein von dem Rand der Vertiefung -
in der Draufsicht gesehen - abgesetzter Ventilsitz 33 definiert wird.
Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, weist der äußere Teil der
Umfangswand der Vertiefung 32 die Form eines divergierenden Konus 32 a
auf, so daß das auströmende Gas leicht abgeleitet werden kann, wie
weiter unten beschrieben wird.
Ein Verschlußkörper in der Form einer flachen Verschlußscheibe 50 sitzt
auf dem Ventilsitz 33. Dieser Verschlußkörper weist einen Durchmesser
auf, der etwas größer als der Außendurchmesser des Ventilsitzes 33 ist.
In das Innere der Vertiefung 32 ist ein Fangelement 80 eingepaßt. In der
Darstellung der Fig. 1 bis 3a weist dieses die Form eines zylindri
schen Blocks auf, der an seiner der Ventilplatte 30 zugewandten Außen
seite eine Vielzahl von kleinen seitlich angeordneten axialen Vorsprüngen
81 aufweist. Diese sind so bemessen, daß sie am Grunde der Vertiefung
32 bei dem zylindrischen Abschnitt der Außenwand der Vertiefung als
Paßsitz wirken. Der zylindrische Block ist ebenfalls mit runden Ausneh
mungen 82 versehen, die der Außenseite zugewandt sind, die die Stützglie
der 81 trägt. Die Rückwand der Vertiefungen ist ein zentrales axiales
Blindloch 83. Die Außenwand des Blocks 80, die der Ventilplatte 30
zugewandt ist, ist eine ringförmige Fläche 85, die die runde Ausnehmung
82 umgibt.
Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist die axiale Ausdeh
nung der Vorsprünge oder Stützglieder 81 so dimensioniert, daß dann,
wenn der Block 80 in das Innere der Vertiefung 32 eingepaßt ist, die ring
förmige Endfläche 85 etwa in einer Höhe liegt, die etwa der Höhe der
Außenfläche der Ventilplatte 30 entspricht. Jedoch kann die Höhe der
Stützglieder 31 und ihre axiale Erstreckung entsprechend den Charakte
ristiken des Auslaßventils dimensioniert werden.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist der Durchmesser der Verschlußscheibe 50
etwas kleiner als der Innendurchmesser der durch die Vielzahl der Stütz
glieder 81 definiert ist, so daß die Scheibe 50 in Axialrichtung in Bezug
auf den Ventilsitz 33 beweglich ist und durch die radialen Innenwände der
Stützglieder 81 geführt wird. Die Axialbewegung der Scheibe 50 ist in
der Öffnungsrichtung des Ventilsitzes 33 durch eine Scheibe 50 begrenzt,
die auf der ringförmigen Außenfläche 85 des Zylinderblocks 80 ruht. Bei
dieser Bauweise weist folglich die Verschlußscheibe 50 einen Durchmesser
auf, der etwas größer als die Innenbohrung des Ventilsitzes 33 ist und die
runde Ausnehmung 82 des zylindrischen Fangelements ist im Durchmesser
etwas kleiner als der durch den Innenrand der Stützglieder 31 definierte
Durchmesser an dem Fangelement. Wenn bei dieser Bauweise die Scheibe
50 auf dem Ventilsitz 33 ruht, ist das Ventil geschlossen, während, wenn
die Scheibe 50 an der Ringfläche 85 des Fangelements 80 anschlägt, das
Ventil geöffnet ist.
Bei der ersten Ausführungsform nimmt das axiale Blindloch 83 des Fang
elements 80 ein Ende einer Schraubenfeder 60 auf, deren anderes Ende
sich in geringer Entfernung von der Außenfläche der Verschlußscheibe be
findet. Der Abstand zwischen dem Federende 60 und der Scheibe 50 liegt
vorzugsweise in der Größenordnung von Zehntelmillimetern.
Im Innern der runden Ausnehmung 82 des zylindrischen Fangelements 80
sitzt ein Ende einer zweiten Feder 70, deren entgegengesetztes Ende in
axialer Richtung einen Abstand zur Verschlußscheibe 50 einhält, der
größer als der entsprechende Abstand der ersten Feder 60 ist, so daß die
zweite Feder 70, die größer im Durchmesser und in axialer Richtung
kleiner als die erste Feder ist, eine größere Steifigkeit aufweist. Die
Befestigung des Blocks oder zylindrischen Fangelements 80 in der Vertie
fung 32 der Ventilplatte 30 wird durch ein Elastomerkissen 90 gewähr
leistet, das zwischen die Endfläche des zylindrischen Fangelements 80
und die diesem benachbarten Innenfläche des Deckels 40 der Einheit ein
gepaßt ist.
Wenn der Druck im Innern des Zylinders bei der oben beschriebenen
Bauweise den Druck der Auslaßkammer CD erreicht, wird die auf dem
Ventilsitz 33 ruhende Verschlußscheibe 50 axial in Ventilöffnungsrichtung
bewegt und erreicht zunächst die Feder 60 von geringerer Steifigkeit. In
dem Maße wie die Gasausströmung zunimmt, setzt die Verschlußscheibe
50 ihre Öffnungsbewegung fort, und erreicht sodann die zweite Feder 70
von größerer Steifigkeit. Durch die Kompression der beiden Federn 60
und 70 wird ausreichend Energie gespeichert, um ein rasches
Zurückkehren der Verschlußscheibe 50 in ihre Verschlußposition zu er
möglichen, nachdem die Auslaßperiode vorüber ist.
Die Arbeitsweise des Ventils über den Öffnungshub der Verschlußscheibe
50 wird anhand von Fig. 4 deutlich, wo die Etappen A, B und C die
oben erwähnten Arbeitsetappen darstellen.
Das Elastomerkissen 90 ist so konzipiert, daß es eine ausreichende Steifig
keit aufweist, um das zylindrische Fangelement 80 sicher an seinem
Platz zu halten ohne jedoch eine Deformierung am Deckel 40 des Zylin
ders 10 oder an der Ventilplatte 30 hervorzurufen.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine zweite Ausführungsform des Auslaßven
tils gemäß der Erfindung. Bei dieser zweiten Ausführungsform weist die
Seitenwand der Vertiefung 32 eine Vielzahl von axialen Vorsprüngen 35
auf, die untereinander gleich beabstandet sind und die sich bis zu einer
Höhe erstrecken, die etwa mit der Ebene der Außenfläche der
Ventilplatte 30 zusammenfällt. Diese seitlich gelegenen Axialvorsprünge
35 definieren einen Innendurchmesser eines Kreises, der etwas größer als
der Durchmesser der Verschlußscheibe 50 ist, so daß die Vorsprünge
während der axialen Verschiebung der Dichtscheibe 50 als seitliche
Führung dienen. Bei dieser zweiten Ausführungsform weist das
Fangelement 100 die Form eines rohrförmigen Ansatzes auf, der sich an
der Innenseite des Deckels 40 befindet und axial mit der Auslaßöffnung
31 fluchtet. Die freie Kante des rohrförmigen Ansatzes 32 wirkt in
Bezug auf die Höhe der Endkante der axialen Vorsprünge 35 als
Begrenzungsanschlag für den Ventilöffnungshub der Verschlußscheibe 50.
Innerhalb des rohrförmigen Fangelements 100 sitzt befestigt eine Feder
110, deren entgegengesetztes Ende an einem Punkt in geringem Abstand
zu der Außenfläche der Verschlußscheibe 50 liegt, so daß es der ersten
Feder 60 des in den Fig. 1 und 2 gezeigten Aufbaus entspricht. In
diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist die Feder 110 so beschaffen, daß
sie eine zunehmende Steifigkeit aufweist, beginnend von ihrem Ende in
der Nähe der Verschlußscheibe 50 bis zu dem entgegengesetzten Ende im
Innern des rohrförmigen Fangelements 100.
Bei dieser zweiten Ausführungsform ist die Feder so aufgebaut, daß der
Ventilöffnungshub sich gemäß der Kurve X der Fig. 4 vollzieht, in glei
cher Weise wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Wie aus beiden Ausführungsbeispielen hervorgeht, führt das Öffnen der
Verschlußscheibe 50 zur Bildung einer großen ringförmigen Strömungs
fläche für das Kältemittelgas, das aus dem Inneren des Zylinders 10 in
das Innere der Auslaßkammer DC gestoßen wird. Dabei erleichtert die
divergierende konische Form der Seitenwand der Vertiefung 32 bei beiden
Ausführungsformen das Ausströmen des Gases durch die Ventilplatte 30.
Die Vorsprünge oder die Stützglieder 81 des Fangelements 80 oder die
seitlich gelegenen Axialvorsprünge 35 der Ventilplatte 30 bei der zweiten
Ausführungsform stören nicht das Abströmen des Gases.
Wenngleich hier nur zwei Ausführungsformen der Erfindung beschrieben
und gezeichnet worden sind, versteht es sich von selbst, daß im Rahmen
der Erfindung Abwandlungen möglich sind.
Claims (10)
1. Auslaßventil für einen Kolbenverdichter, insbesondere einen
hermetisch gekapselten Kolbenverdichter, der einen Zylinder aufweist,
der einen hin- und herbeweglichen Kolben enthält und eine
Ventilendplatte trägt, die eine Auslaßöffnung aufweist und durch einen
eine Auslaßkammer begrenzenden Außendeckel gehalten wird, welche
Ventilplatte an ihrer Außenfläche mit einer den Auslaßventilsitz
umgebenden Vertiefung versehen ist, und mit einem entfernbaren
Verschlußstück, das zwischen einer Verschlußposition, in der es auf dem
Ventilsitz aufliegt, und einer von diesem entfernten Öffnungsposition
beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück die Form
einer Verschlußscheibe (50) aufweist, daß elastische Rückstellmittel (60;
70; 110) vorgesehen sind, die zwischen der Verschlußscheibe (50) und dem
Deckel (40) des Zylinders (10) angeordnet sind und einen ersten Endteil in
der Nähe der Außenfläche der Verschlußscheibe (50) sowie einen zweiten
dem ersten entgegengesetzten Endteil aufweist, der eine größere
Steifigkeit als der axial von der Außenfläche der Dichtscheibe entfernte
Endteil aufweisen, welche Rückstellmittel (60; 70; 110) durch die
Dichtscheibe (50) während ihres axialen Öffnungshubes aus der
Schließposition in die Öffnungsposition durch Wirkung eines gewissen
Druckes im Zylinder elastisch verformt werden, daß ein Fangelement (80;
100) am Deckel (40) des Zylinders (10) angeordnet ist, um den zweiten
Endteil der elastischen Rückstellmittel (60; 70; 110) zu fixieren und den
maximalen Hub der Verschlußscheibe (50) in Bezug auf den Ventilsitz (33)
zu begrenzen, und daß Führungselemente (81; 35) für den Axialhub der
Verschlußscheibe (50) vorgesehen und in Bezug auf den Zylinderdeckel
(10) fixiert sind.
2. Auslaßventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilsitz (33) die Form eines ringförmigen Vorsprungs am Boden der
Vertiefung (32) aufweist und an einem abgesetzten Niveau in Bezug auf
die Ebene der Außenfläche der Ventilplatte (30) angeordnet ist, und daß
der Außendurchmesser des Ventilsitzes (33) wesentlich kleiner als der
Innendurchmesser der Vertiefung (32 a) ist.
3. Auslaßventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umfangswand (32) der Vertiefung einen Außenabschnitt aufweist, der eine
divergierende konische Form (32 a) hat.
4. Auslaßventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
einen Innenhohlraum an einem seiner Enden aufweisende Fangelement
(80) in das Innere der Vertiefung (32) der Ventilplatte (30) eingepaßt ist
und intern einen Sitz für einen zweiten Endteil eines elastischen Rück
stellmittels (60, 70) und einen Hubanschlag (85) für den axialen Öffnungs
hub der Verschlußscheibe (50) aufweist, welcher Block (80) auch die
genannten Führungselemente (81) für die axiale Führung der Verschluß
scheibe (50) aufweist.
5. Auslaßventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sitz (82, 83) der elastischen Rückstellmittel (60, 70) durch ein Blindloch
gegeben ist, das im lnnern des Blocks (80) gefertigt ist.
6. Auslaßventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungselemente (81) durch eine Vielzahl von äußeren und seitlichen
Axialvorsprüngen des Blocks (80) gegeben sind, die kreisförmig
winkelmäßig beabstandet angeordnet sind und in das Innere der
Vertiefung (32) der Ventilplatte (30) eingefügt sind, wobei die seitlichen
Axialvorsprünge (81) einen Innenradius definieren, der etwas größer als
der Radius der Verschlußscheibe (50) ist, daß der Hubanschlag durch den
äußeren ringförmigen Oberflächenabschnitt des Blocks (80) definiert ist,
der zwischen seitlichen Axialvorsprüngen (81) und der Blindlochöffnung
(82, 83) angeordnet ist.
7. Auslaßventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
elastische Rückstellmittel eine erste Feder (60) die mit einem Ende am
Boden des zentralen axialen Blindloches (83) befestigt ist und deren
anderes Ende in geringer Entfernung zu der Außenfläche der Verschluß
scheibe (50) liegt, und eine zweite Schraubenfeder (70) umfaßt, die eine
größere Steifigkeit und einen größeren Durchmesser als die erste auf
weist, mit ihrem einen Ende innerhalb der Erweiterung (82) des axialen
zentralen Blindloches (83) sitzt und deren anderes Ende sich in größerer
Entfernung zur Verschlußscheibe (50) als das andere Ende der ersten Fe
der (60) befindet, wobei die zweite Feder koaxial rings um die erste
Feder angeordnet ist.
8. Auslaßventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Block (80) in seiner Position innerhalb der Vertiefung (32) der Ventil
platte (30) durch ein Elastomerkissen (90) gehalten wird, das zwischen
den Block (80) und die Innenfläche des Deckels (40) des Zylinders (10)
eingesetzt ist.
9. Auslaßventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Fangelement die Form eines rohrförmigen Ansatzes (100) am Innnern des
Deckels (40) des Zylinders (10) aufweist und axial zur Auslaßöffnung (31)
ausgerichtet ist, so daß das freie Ende des rohrförmigen Ansatzes sich
auf einem Niveau innerhalb des Vorsprunges (32) in Bezug auf die
Außenfläche der Ventilplatte (30) befindet und intern einen Sitz für ein
zweites Endteil des elastischen Rückstellelementes (110) darstellt und als
Führungselement (35) für die Verschlußscheibe (50) bei deren Axialhub
wirkt, welche Führungselemente aus einer Vielzahl von axialen
Vorsprüngen in der Seitenwand der Vertiefung (32) bestehen, deren äußere
Enden auf einer Ebene außerhalb der Ebene der Endkante des
rohrförmigen Ansatzes (100) liegen.
10. Auslaßventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein
elastisches Rückstellmittel in Form einer Schraubenfeder (110)
vorgesehen ist, deren erster Abschnitt in geringer Entfernung von der
Verschlußscheibe (50) liegt und deren zweiter Endteil innerhalb des rohr
förmigen Ansatzes (100) gehalten ist, welche Feder (110) eine Steifigkeit
aufweist, die von ihrem ersten Endteil in Richtung auf den zweiten
Endteil zunimmt.
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1990
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- 1990-01-12 JP JP2006081A patent/JPH02264166A/ja active Pending
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Also Published As
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| IT8922744A1 (it) | 1991-06-20 |
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