DE4000115A1 - Bootsantrieb mit einem verstellpropeller - Google Patents
Bootsantrieb mit einem verstellpropellerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bootsantrieb mit einem Ver
stellpropeller, dessen Nabe auf einer hohlen Propeller
welle befestigbar ist, die über ein Getriebe an eine An
triebswelle gekuppelt ist, und dessen Propellerflügel
mit in der Nabe geführten Verstellstangen verstellbar
sind, die mit einem in der hohlen Propellerwelle ange
ordneten Verstellstößel verbunden sind, wobei wenigstens
ein Ende des Verstellstößels aus der hohlen Propeller
welle herausgeführt und an einen Stelltrieb angeschlos
sen ist, wobei die Propellerwelle und das Getriebe im
Gehäuse eines Außenbordmotors, eines Z-Antriebs oder
eines Wellenbocks gelagert sind.
Bei einem bekannten Bootsantrieb dieser Gattung
(US 28 50 106) befindet sich der Stelltrieb für den
Verstellstößel im Bootskörper und ist über eine Trans
mission mit dem Verstellstößel verbunden. Der Verstell
stößel erstreckt sich nur teilweise in die hohle Pro
pellerwelle und trägt an seinem dortigen Ende radiale
Verstellstangen, die sich durch Öffnungen der hohlen
Propellerwelle bis in die Nabe erstrecken. Diese Kon
struktion hat keine praktische Bedeutung erlangt. Sie
hat nicht nur konstruktive und funktionelle Mängel,
sondern leidet auch darunter, daß eine Montage oder
Demontage zu Wartungs- oder Reparaturzwecken äußerst
aufwendig sind.
Neuere Konstruktionen (EP 02 31 503) besitzen eine
kompaktere Bauweise mit zur Propellerwelle parallelen
Verstellstangen für die Propellerflügel, wodurch die
Stabilität der Konstruktion und die Verstellbarkeit
der Propellerflügel verbessert werden. Allerdings greift
bei diesen Konstruktionen der Stelltrieb über ein außer
halb des Gehäuses angeordnetes Hebelgetriebe an den aus
der Nabe herausgeführten Verstellstangen an. Auch bei
dieser Ausführung ist eine Montage bzw. Demontage des
Verstellpropellers nicht so leicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Bootsantrieb mit
Verstellpropeller anzugeben, bei dem der Verstell
propeller ohne große Schwierigkeiten montiert oder
demontiert werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Verstell
stößel am freien Ende der Nabe aus der Propellerwelle
herausgeführt und dort lösbar mit den sich parallel
zur Propellerwelle erstreckenden Verstellstangen ver
bunden ist und daß der Verstellstößel auch am anderen
Ende aus der hohlen Propellerwelle herausgeführt und
dort an einen doppeltwirkenden Hubzylinder angeschlos
sen ist, der im Gehäuse untergebracht ist. Dadurch
kann der Verstellpropeller mit seiner Nabe nach Lösen
der Verbindung zwischen dem Verstellstößel und den
Verstellstangen ohne weiteres von der Propellerwelle
abgezogen werden. Nach Durchführung von Reparatur-
und/oder Wartungsarbeiten kann der Bootsantrieb mit
wenigen Handgriffen wieder betriebsbereit gemacht wer
den. Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen
Bootsantriebes ist auch darin zu sehen, daß der als
doppeltwirkende Hubzylinder ausgebildete Stelltrieb
im Gehäuse untergebracht ist, und zwar unabhängig von
der Lagerung der hohlen Propellerwelle und des Getrie
bes, wobei die Stellkräfte vom Verstellstößel durch die
hohle Propellerwelle zur freien Seite der Nabe und von
dort über die Verstellstangen zurück zu den Propeller
flügeln geleitet werden.
Eine einfache und bevorzugte Ausführung der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellstangen
und der Verstellstößel mit Schraubbefestigungen an
einer Verstellscheibe, einem Verstellring oder einem
Verstelljoch festlegbar sind. Diese Schraubbefestigun
gen sind von außen zugänglich und deshalb leicht zu
betätigen, so daß nach Lösen der Schrauben auch die
Nabenbefestigung zugänglich ist. Das Lösen bzw. Befe
stigen der Nabe auf der hohlen Propellerwelle ist
nach einem Merkmal der Erfindung dann einfach, wenn
die hohle Propellerwelle mit Abstand vom nabenseiti
gen Ende ein Widerlager für die Nabe und am naben
seitigen Ende ein Außengewinde aufweist, wobei auf
das Außengewinde eine Mutter aufdrehbar ist, die an
einer zugeordneten Stirnfläche der Nabe angreift.
Nach Lösen der Mutter kann auch die Nabe mit dem
Propeller von der hohlen Propellerwelle abgezogen
werden.
Die Unterbringung des doppeltwirkenden Hubzylinders
im Gehäuse bereitet im allgemeinen keine Schwierig
keiten. Besonders günstig werden die Verhältnisse
jedoch dann, wenn der Hubzylinder in einem lösbaren
Aufsatz des Gehäuses untergebracht ist. Es versteht
sich, daß dieser Aufsatz strömungsgünstig ausgebildet
und der Gehäuseform angepaßt ist. Nach Lösen und Ent
fernen des Aufsatzes vom Gehäuse ist auch der Hub
zylinder von außen zugänglich. Leitungen für das
Druckmittel des Hydraulikzylinders können im Gehäuse
und im Aufsatz verlegt sein, so daß eine zugeordnete
Pumpe im Bootskörper angeordnet werden kann.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung geht dahin, zwi
schen dem Hubzylinder und dem Verstellstößel ein beid
seitig wirkendes Axiallager anzuordnen, so daß der
innerhalb der hohlen Propellerwelle angeordnete Ver
stellstößel mit dieser rotiert. Das Axiallager kann
dementsprechend geschützt im Gehäuse und/oder im Auf
satz untergebracht werden, so daß im Bereich der von
außen zugänglichen Verbindungen zwischen Verstell
stößel und Verstellstangen keine relativ zueinander
bewegbaren Teile vorhanden sind. Dennoch ist es zweck
mäßig, den Verstellstößel am nabenseitigen Ende in der
hohlen Propellerwelle zu lagern und auch abzudichten.
Im folgenden werden in der Zeichnung dargestellte
Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert. Es zei
gen:
Fig. 1 schematisch und teilweise einen Schnitt durch
den unteren Teil eines Außenbordmotors mit
Verstellpropeller,
Fig. 2 schematisch und teilweise einen Schnitt durch
einen Wellenbock mit daran gelagertem Ver
stellpropeller.
In Fig. 1 ist ein Gehäuse 1 eines Außenbordmotors
angedeutet. Im Gehäuse 1 ist eine Antriebswelle 2 mit
einem Kegelrad 3 gelagert. Ein Kegelrad 4 ist an ei
nem Drucklager 5 abgestützt und sitzt auf einer hohlen
Propellerwelle 6, die in einem Gehäuseeinsatz 7 gela
gert ist. Außerhalb des Gehäuseeinsatzes 7 besitzt die
Propellerwelle 6 eine Stufe 8 als Widerlager für eine
Nabe 9 eines Verstellpropellers. Die Propellerwelle 6
erstreckt sich etwa über die halbe Nabenlänge und weist
an ihrem freien Ende ein Außengewinde für eine darauf
aufdrehbare Mutter 10 auf, die sich unter Zwischenschal
tung einer Ringscheibe 11 an einer zugeordneten Stirn
fläche 12 der Nabe 9 abstützt. Mit Hilfe der Mutter 10
kann die Nabe 9 an der Propellerwelle 6 befestigt wer
den. Eine zusätzliche Drehsicherung kann vorgesehen
sein.
Parallel zur Antriebswelle 2 verläuft im Gehäuse 1
ein Abgaskanal 13, an den weiterführende Kanäle in
der Nabe 9 anschließen, so daß das Abgas an der frei
en Seite der Nabe 9 austreten kann. Der Weg des Abgases
ist durch Pfeile 14 angedeutet.
Die in zugeordneten Flügelaufnahmen 15 der Nabe 9 um
radiale Achsen drehbar angeordneten Propellerflügel 16
werden mit Hilfe von Verstellstangen 17 gedreht, die
in der Nabe 9 geführt sind und sich parallel zur Pro
pellerwelle 6 erstrecken. Die Konstruktion der Flügel
aufnahmen 15 ist für sich bekannt (EP 02 31 503) und
braucht deshalb nicht näher erläutert zu werden. Die
zum Schutz gegen Bewuchs mit Faltenbälgen 18 versehe
nen freien Enden der Verstellstangen 17 besitzen abge
stufte Gewindeabschnitte 19, die sich durch zugeord
nete Bohrungen einer Verstellscheibe 20 erstrecken und
mit Muttern 21 an der Verstellscheibe 20 befestigt sind.
Die Verstellscheibe 20 weist außerdem eine zentrische
Bohrung für einen abgestuften Gewindeabschnitt 22 ei
nes Verstellstößels 23 auf. Der Gewindeabschnitt 22
ist mit einer Mutter 24 an der Verstellscheibe 20 fest
legbar. Der Verstellstößel 23 erstreckt sich durch die
hohle Propellerwelle bis über das Drucklager 5 hinaus.
Am nabenseitigen Ende der Propellerwelle 6 ist der Ver
stellstößel 23 bei 25 abgedichtet gelagert. Jenseits
des Drucklagers 5 endet der Verstellstößel 23 an einem
beidseitig wirkenden Axiallager 26, an dessen andere
Seite die Kolbenstange 27 eines doppeltwirkenden Hub
zylinders 28 angeschlossen ist.
Der Hubzylinder 28 ist in einem Aufsatz 29 unterge
bracht, der bei 30 auf das Gehäuse 1 aufgeschraubt wird.
Der Aufsatz 29 ist strömungsgünstig ausgebildet und der
Form des Gehäuses 1 angepaßt. Zu- und Ableitungen 34 des
Druckmittels für den Hubzylinder 28 sind durch das Ge
häuse 1 und den Aufsatz 29 geführt.
Die Stellkräfte des Hubzylinders werden von dem mit
der hohlen Propellerwelle 6 rotierenden Verstellstößel 23
über die Verstellscheibe 20 und von dort über die Ver
stellstangen zu den Propellerflügeln 16 übertragen.
Soll der Verstellpropeller zu Reparatur- oder Wartungs
zwecken abgenommen werden, dann brauchen lediglich die
Muttern 21, 24 und 10 gelöst zu werden. Danach kann die
Nabe 9 von der Propellerwelle 6 abgezogen werden. Ge
gebenenfalls kann danach auch der Gehäuseeinsatz 7 von
der Propellerwelle 6 abgezogen werden, weil die zuge
ordneten, abgasführenden Öffnungen des Gehäuses 1 groß
genug sind. Der Hubzylinder 28 und die anschließenden
Teile sind nach Entfernen des Aufsatzes 29 leicht zu
gänglich.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bezeichnen
gleiche Bezugszeichen gleiche Teile. Der Verstellpropel
ler ist an einem Wellenbock 31 gelagert, der mit Schraub
verbindungen 32 unter einem Bootsrumpf 33 befestigt ist.
Die Antriebswelle 2 ist unter einem Winkel aus dem
Bootsrumpf 33 bis in den Wellenbock 31 geführt. Die
Kegelräder 3, 4 sind entsprechend ausgelegt. Abgaskanäle
sind bei dieser Ausführung ebenfalls möglich, aber nicht
erforderlich und nicht dargestellt.
Claims (10)
1. Bootsantrieb mit einem Verstellpropeller, dessen Nabe auf
einer hohlen Propellerwelle befestigbar ist, die über ein
Getriebe an eine Antriebswelle gekuppelt ist, und dessen
Propellerflügel mit in der Nabe geführten Verstellstangen
verstellbar sind, die mit einem in der hohlen Propeller
welle angeordneten Verstellstößel verbunden sind, wobei we
nigstens ein Ende des Verstellstößels aus der hohlen Pro
pellerwelle herausgeführt und an einen Stelltrieb ange
schlossen ist, wobei die Propellerwelle und das Getriebe
im Gehäuse eines Außenbordmotors, eines Z-Antriebs oder
eines Wellenbocks gelagert sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verstellstößel (23) am freien
Ende der Nabe (9) aus der hohlen Propellerwelle (6) heraus
geführt und dort lösbar mit den sich parallel zur Pro
pellerwelle (6) erstreckenden Verstellstangen (17) verbun
den ist und daß der Verstellstößels (23) auch am anderen
Ende aus der hohlen Propellerwelle (6) herausgeführt und
dort an einen doppeltwirkenden Hubzylinder (28) angeschlos
sen ist, der im Gehäuse (1) untergebracht ist.
2. Bootsantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verstellstangen (17) und der Ver
stellstößel (23) mit Schraubbefestigungen (21, 24) an ei
ner Verstellscheibe (20) festlegbar sind.
3. Bootsantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die hohle Propellerwelle (6)
mit Abstand vom nabenseitigen Ende ein Widerlager (8) für
die Nabe (6) und am nabenseitigen Ende ein Außengewinde auf
weist, wobei auf das Außengewinde eine Mutter (10) aufdreh
bar ist, die an einer zugeordneten Stirnfläche (12) der Na
be (6) angreift.
4. Bootsantrieb nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verstellstößel (23)
am nabenseitigen Ende in der hohlen Propellerwelle (6) ab
gedichtet gelagert ist.
5. Bootsantrieb nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hubzylinder (28) in
einem lösbaren Aufsatz (29) des Gehäuses (1) untergebracht
ist.
6. Bootsantrieb nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Aufsatz (29) und im
Gehäuse (1) Leitungen (34) für das Druckmittel des Hubzy
linders (28) verlegt sind.
7. Bootsantrieb nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Hubzylinder
(28) und dem Verstellstößel (23) ein Axiallager (26) ange
ordnet ist.
8. Bootsantrieb nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Getriebe (3, 4) zwischen
dem Hubzylinder (28) und der Nabe (9) angeordnet ist.
9. Bootsantrieb nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (2)
aus dem Bootsrumpf (33) heraus bis in einen unter dem
Bootsrumpf (33) befestigten Wellenbock (31) geführt ist.
10. Bootsantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antriebswelle (2) sich schräg
zur Propellerwelle (6) erstreckt.
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