DE408803C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen und mehreren Vorwahlstufen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen und mehreren VorwahlstufenInfo
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- H04Q—SELECTING
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- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AM 29. JANUAR 1925
AM 29. JANUAR 1925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- Ja 408803 KLASSE 21 a GRUPPE
(S55442 Vni\2iaz)
Siemens & Halske Akt-Ges. in Siemensstadt b. Berlin*).
und mehreren Vorwahlstufen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit
getrennten Einstell- und Sprechwegen und mehreren Vorwahlstufen.
Die einen Sprechweg schließenden, sich selbsttätig einstellenden Schaltwerke haben in
großen Fernsprechanlagen Zugang zu verschiedenen Gruppen von Verbindungseinrichtungen.
Es kann dabei der Fall eintreten, daß
ίο ein Schaltwerk des Sprechweges sich auf ein
zweites den Sprechweg schließendes Schaltwerk einstellt, ohne daß dieses die Möglichkeit
besitzt, den Sprechweg zu vollenden, da an seinem Kontaktfeld die von der anrufenden
Leitung belegte Verbindungseinrichtung nicht angeschlossen ist.
Durch die Erfindung ist nun die ordnungsmäßige Herstellung von Sprechwegen dadurch
gesichert, daß die die Herstellung eines Sprechweges veranlassende Schalteinrichtung
(Verbindungsordner) den Prüf- und Sperrstromkreis eines zur Herstellung des Sprechweges
zu benutzenden Schaltwerkes derartig beeinflußt, daß nur ein solches nachfolgendes
Schaltwerk belegt werden kann, das Zugang zur anrufenden Leitung hat. Der Verbindungsordner
wird zweckmäßig im Einstellweg angeordnet, und zwar gemäß der Erfindung entweder vor dem ersten oder am letzten
Nummernstromstoßempfänger des Einstellweges. Bei der zuletzt genannten Anordnung
kann eine Vereinfachung der Anlage dadurch erzielt werden, daß gemäß der Erfindung die
Prüfung einer gewählten Leitung durch den Verbindungsordner erfolgt und hierdurch'
Prüf- und Sperreinrichtungen am letzten Nummernstromstoßempfänger des Einstellweges
erspart werden.
Ist der letzte Nummernstromstoßempfänger des Einstellweges (beispielsweise der Leitungswähler)
mit Prüf- und Sperreinrichtungen ausgerüstet, so Avird der erste Vorwahlschalter
beim Belegen der Anschlußleitung abgeschaltet. Gibt der Verbindungsordner einen Anreiz zur Herstellung eines Sprechweges,
so wird nach der Erfindung der die gewählte Anschlußleitung sperrende und das Vorwahlorgan dieser Leitung abschaltende
Stromkreis unterbrochen und der erste Vorwähler durch die von der Anschlußleitungselbst
beeinflußbaren Schaltmittel eingeschaltet. Die Prüfung, ob ein zweiter Vorwahlschalter
Zugang zur rufenden Leitung hat, findet nach der Einstellung des ersten Vorwahlschalters
statt. Hat der belegte zweite Vorwählschalter keinen Zugang, so wird mittels
eines Umschaltorgans der vom ersten Vorwahlschalter geschlossene Sperrstromkreis
unterbrochen und dieser Vorwahlschalter weitergeschaltet.
Es ist bekannt geworden, daß die Belegung eines freien Wählers dann verhindert wird,
wenn alle von ihm erreichbaren Leitungen oder Verbindungseinrichtungen besetzt sind.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Max Langer in Berlin-Hermsdorf.
Bei Anlagen der vorliegenden Art könnte es nun vorkommen, daß an einem freien zweiten
Vorwahlschalter alle zum Nummernstromstoßempfänger führenden Leitungen besetzt sind.
Dieser Wahlschalter ist gesperrt, trotzdem er vielleicht einen Sprechweg vollenden kann,
da er Zugang zur anrufenden Leitung hat. Wenn weitere freie zweite Vorwahlschalter
nicht mehr vorhanden sind, könnte der ίο Sprechweg nicht hergestellt werden. Nach
der Erfindung wird eine Belegung dieser Wähler dadurch ermöglicht, daß die Sperrung
für die Dauer der Herstellung eines Sprechweges an denjenigen Wählern aufgehoben
wird, die Zugang zur anrufenden Leitung haben.
Auf den Zeichnungen sind als Ausführungsbeispiel der Erfindung Schaltungsanordnungen
dargestellt, bei denen ein dritter Gruppenwähler und ein Leitungswähler durch einen
Sprechweg ersetzt werden.
In Abb. ι ist eine Gruppierung der Verbindungseinrichtungen
einer Fernsprechanlage nach dem einen Ausführungsbeispiel dargestellt. Der anrufende Teilnehmer Tn1 stellt
in bekannter Weise, nachdem ein erster Vorwähler /. VW einen zweiten Vorwähler //. VW
und dieser einen ersten Gruppenwähler /. GW belegt hat, den ersten Gruppenwähler /. GW
und den zweiten Gruppenwähler //. GW ein. Der zweite Gruppenwähler belegt die Sammel- ■
stelle SS, an welcher ein Übertrager, z. B. Ue, | vorgesehen ist. Es sind mehrere Gruppen j
solcher Übertrager vorhanden. Die Übertra- ! ger Ue sind von den zweiten Vorwahlschal- |
tern Π.VW erreichbar, während von den
Übertragern Ue' Leitungen nach den Kontakten der Wahlschalter //. VW' und von den
Übertragern Ue" Leitungen nach den Kontakten der Vorwähler //. VW" geführt sind.
Der Einstellweg wird durch einen Anrufsu- ! eher AS, den dritten Gruppenwähler ///. GW
und den Leitungswähler LW gebildet. Der Verbindungsordner VO ist allen Gruppen von
Übertragern gemeinsam. Stellt er sich auf einen Einstellweg ein, so wird in der unten
in bezug auf Abb. 2 näher erläuterten Weise der erste Vorwähler /. VW angereizt und
gleichzeitig der Übertrager an den Kontakten der zweiten Vorwähler II. VW prüfbereit gemacht.
Wenn ein Übertrager der Gruppe Ue von der anrufenden Leitung belegt ist, kann
sich der erste Vorwähler /.VW nur auf einen solchen zweiten Vorwähler II. VW einstellen,
an dessen Kontaktsatz der Übertrager Ue angeschlossen ist.
In Abb. 2 sind die Stromläufe zur Herstellung einer Verbindung bei der Schaltungsanordnung
nach Abb. 1 ausführlich dargestellt. Nach Belegung der Sammelstelle SS spricht
■ über den Steuerschalterkontakt 1 das Re-
■ lais C an, welches, den Steuerschaltermagneten
S wie folgt einschaltet: Erde, Kontakt 2,
■ Steuerschalterkontakt 3, Stellung 1, S1 Batterie,
Erde. Der Steuerschalter geht in die Stellung 2, in welcher die Kondensatoren 4
; und 5 des Übertragers Ue durch die Steuerschalterkontakte
6 und 7 überbrückt sind. In dieser Stellung des Steuerschalters wird der Anrufsucher AS durch Erregung des Relais
/? über 10 angereizt: Erde, Kontakts,/?,
Widerstand 9, Steuerschalterkontakt 1 o, Stellung 2, Widerstand 11, Batterie, Erde. Das
Relais R schließt den Stromkreis für den Drehmagneten ZD1 des Anrufsuchers AS:
Erde, 12, D1, 13, 14, Batterie, Erde. Findet
der Anrufsucher AS die anreizende Leitung, so wird das Prüfrelajis P wie folgt
erregt: Erde, Kontakt 15, Wicklungen I j und II von P1 Arm 16, Steuerschalterkontakt
; 10, Stellung 2, Widerstand 11, Batterie, Erde.
j Das Relais P spricht an, unterbricht am Kontakt 14 den Stromkreis des Drehmagneten
D1, schließt am Kontakt 17 die hoch- ; ohmige Wicklung I des Relais P kurz und
erregt über 18 und über den Kopfkontakt ι 19 des zum Anrufsucher AS gehörenden dritten
Gruppenwählers ///. GW das Relais C2. Das Relais P schließt ferner seine Kontakte
20 und 21.
Werden Stromstöße von der anrufenden Leitung ausgesandt, so wird das Relais B, das
unter dem Einfluß von nicht dargestellten, vor dem ersten Gruppenwähler liegenden
Verzögerungsrelais bekannter Art steht, während der Stromstoßreihe dauernd erregt, während
das Relais A der Sammelstelle SS und das Relais A1 des dritten Gruppenwählers:
///. GW mit Unterbrechung wie folgt erregt werden: «-Arm des zweiten Gruppenwählers
//. GW, Steuerschalterkontakt 6, Stellung 2, A1
Batterie, Erde und «-Arm des zweiten Gruppenwählers H. GW, Leitung 22, Arm 23,
Kontakte 21 und 24, A1, Batterie, Erde. Das
Relais B erregt über 26 das Relais B1 des
dritten Gruppenwählers ///. GW auf folgendem Wege: Erde, Batterie, Widerstand 25,
Kontakt 26, Arm 27, Kontakte 20 und 28, Relais B1, Erde. Das Relais S1 öffnet seinen
Kontakt 29 und verhindert dadurch während der Stromstoßreihe zum Heben des Gruppenwählers
die Einschaltung des Drehmagneten D2. Vom Relais A1 aus werden die
Stromstöße auf den Hubmagneten H durch Schließen des Kontaktes 30 übertragen. Wenn
nach Beendigung der Stromstoßreihe das Relais B1 abfällt, wird der Drehmagnet D2
wie folgt eingeschaltet: Erde, Kontakte 31, 32, 29, 33, 34, D2, Batterie, Erde. Findet der
dritte Gruppenwähler ///. GW einen freien Leitungswähler Z.W, so kommt folgender
Prüfstromkreis zustande: Erde, Wicklungen I
und II des Relais P1, Wicklung II von B1,
Kontakte 35 und 36, Wicklung I von sC3,
Batterie, Erde. Das Relais P1 unterbricht am Kontakt 32 den Stromkreis des Drehmagneten
D2, schaltet an den Kontakten 24 und 28 die Relais A1 und B1 ab und an
den Kontakten 37 und 38 die Adern a' und b'
mit den Adern a", b" zusammen. Am Kontakt 39 wird die Wicklung I des Relais P1 kurzgeschlossen,
da der Kontakt 40 beim ersten Hubschritt des Gruppenwählers geschlossen wurde. Der gefundene Leitungswähler LW
ist daher gegen Belegung durch einen anderen Gruppenwähler gesperrt.
Im Leitungswähler LW ist am Kontakt 41 der Stromkreis für die Wicklung II des
Relais C3 vorbereitet worden. Diese Wicklung wird eingeschaltet, wenn beim ersten
Hubschritt der Kontakt 36 geöffnet wird.
Werden Stromstöße zum Heben des Leitungswählers ausgesandt, so werden diese auf den
Hubmagneten H1 durch das Relais A2 übertragen:
Erde, Kontakte 42, 43, 44, H1, Batterie,
.Erde. Während der Stromstoßreihe ist das Relais B2 erregt. Es fällt nach der
Stromstoßreihe ab und schaltet das Umschalterelais U wie folgt ein: Erde, Kontakt
45, 46, 47, 48, Wicklung I von U, Kontakt 44, H1, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis
spricht das Relais U an, welches seinen Kontakt 43 öffnet und seinen Kontakt 49
schließt. Durch die Stromstöße zum Drehen des Leitungswählers LW wird der Drehmagnet
D3 wie folgt beeinflußt: Erde, Kontakte 42 und 49, Wicklung II von U, D3, Batterie,
Erde. Beim ersten Drehschritt des Wählers wird der Kontakt 44 geöffnet und hierdurch
eine unbeabsichtigte Einschaltung des Hubmagneten H1 vermieden.
Nach Beendigung der Stromstoßreihe fällt das Relais B2 ab und schließt seine Kontakte
50 und 51. Die gewählte Teilnehmerleitung wird geprüft. Wenn sie frei ist, kommt folgender
Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Kontakte 51 und 58, Wicklungen I und II von
P2, Leitung 53, Kontakt 54 und Arm 55 des
ersten Vorwählers I. VW, Wicklungen II und I von T1, Kopfkontakt 56, Erde. ' Die
Relais P2 und T1 sprechen an. Letztes schaltet
das Rufrelais Rs an den Kontakten 57 und' 58 ab und die Adern Ci1 und O1 an den Kontakten
98 und 99 mit den Adern a2 und b2
zusammen. Das Relais P2 sperrt die geprüfte
Leitung durch Schließen des Kontaktes 59, wodurch die Wicklung I über die Kontakte
60, 61, 50 und 59 kurzgeschlossen wird. Am Kontakt 48 wird der Stromkreis für das Relais
U unterbrochen und hierdurch eine Einschaltung des Drehmagneten D3 während der
folgenden Erregung der Relais A2 und B2
verhindert, da nunmehr der Kontakt 49 geöffnet wird. Am Kontakt 62 wird Batterie
über den niedrigolimigen Widerstand 63 und
den Kontakt 64 an die ankommende Ader c gelegt und durch die Verstärkung des Stromes
in dieser Ader die Wicklung II des Relais B1 im dritten Gruppenwähler ///. GW
erregt.
Das Relais B1 veranlaßt die Anschaltung
des Verbindungsordners VO an den dritten Gruppenwähler ///. GW, indem das Anlaßrelais
R1 über Erde, Batterie, Widerstand 65, über den beim ersten Drehschritt des dritten
Gruppenwählers ///. GW geschlossenen Kontakt 66, Kontakt 67, Widerstand 68 und
Relais R1 erregt wird. Das Relais R1 schließt
den Stromkreis für den Drehmagneten D±: Erde, Kontakt 69, 70, γι, D4, Batterie, Erde.
Findet der Verbindungsordner VO den anreizenden dritten Gruppenwähler ///. GVV, so
wird das Relais P3 über den Arm 72 und Kontakt 73 erregt. Das Relais P3 schließt
seine Kontakte 74 und 75, wodurch im Leitungswähler LW die Relais A2 und B2 wie
folgt erregt werden: Erde, 87, 74, a', 37, a", A2, Batterie, Erde bzw. Erde, Batterie,
21-3, 75, b', 38, b", B2, Erde. Das Relais B2
unterbricht durch Öffnen der Kontakte 50 und 51 den Sperrstromkreis zum ersten Vorwähler
/. VVV. Das Relais P2 wird aber durch Öffnen des Kontaktes 64 über seine Wicklung
III erregt gehalten. Das Relais T1 des ersten Vorwählers /. VVV wird stromlos und
. legt an die Adern U1 und b1 das Relais R3
an. Dieses wird nun wie folgt erregt: Erde, Widerstand 76, Kontakte yj und 78, Leitung
79, Ader U1, Kontakt 57, Wicklung I von
, R1, Batterie, Erde und Erde, Batterie, Wider- : stand 80, Kontakte 81 und 82, Leitung 83,
Ader bx, Kontakt 58, Wicklung II von R3,
Erde. Das Relais /?3 schließt den Stromkreis
des Drehmagneten D5: Erde, Kontakte
■ 84 und 85, D5, Kontakt 86, Batterie, Erde.
Gleichzeitig mit dem Relais A2 im Lei-
■ tungswähler LW wurde auch das Relais A i°5
in der Sammelstelle SS erregt: Erde, Widerstand 87, Kontakt 74, Ader ff', Kontakt 21,
Erde 23, Steuerschalterkontakt 6, Stellung 2, Relais A, Batterie, Erde. Das Relais B in
der Sammelstelle wird nicht erregt. Relais A erregt und Relais B stromlos ist das Kennzeichen,
daß zu der Leitung, die die Sammelstelle belegt hat, der Sprechweg geschlossen werden soll. Über die Kontakte 88 und 89
wird das Gruppenrelais GU erregt, welches an diejenigen zweiten Vorwähler //. VVV, die
Zugang zur anrufenden Leitung haben, die Kontakte 90 und 91 schließt. Der Kontakt
91 liegt parallel zu einem Kontakt 92, 'der
dann geöffnet wird, wenn an dem betreffenden zweiten Vorwähler //. VVV alle zu ersten
Gruppenwählern 7. GW führenden Leitungen
408808
besetzt sind. Durch Schließung des Kontaktes 91 wird daher für die Sprechwegvollendung
die Sperrung derjenigen zweiten Vorwähler //. VW aufgehoben, die Zugang zur anrufenden Leitung haben.
Findet der erste Vorwähler /. VW. einen
freien zweiten Vorwähler //. VW1 so kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakt
93, Wicklungen I und II von T1, Arm 55, Kontakt 94, Wicklung I des Relais R1,
Kontakt 95, Wicklung II des Relais R^,
Kontakte 96 und 92 bzw. 91, Batterie, Erde. Das Relais T1 wird erregt und unterbricht
den Kontakt 85. Hierdurch wird der Vorwähler /. VW stillgesetzt und am Kontakt 97
der gefundene zweite Vorwähler //. VW gesperrt. Durch Öffnen der Kontakte 57 und
58 und Schließen der Kontakte 98 und 99 werden das Relais R3 abgeschaltet und die
Adern U1 und bx auf die Adern a.2 und b.2
durchgeschaltet. Nunmehr kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Widerstand 76,
Kontakte J7 und 78, Leitungen 79 und at,
Kontakt 98, Leitung a2, Kontakt 100, Relais
A3, Batterie, Erde. Das Relais A3 öffnet
den Kontakt 96 und schließt den Kontakt 101. Hat der zweite Vorwähler //.VW Zugang
zur anrufenden Leitung, so ist der Kontakt 90 geschlossen, und der erste Vorwähler
/.VW bleibt eingestellt. Hat der zweite Vorwähler //. VW keinen Zugang zur anrufenden
Leitung, so wird, da Kontakt 90 offen ist, der Halte- und Sperrstromkreis über die Relais T1 und R.k unterbrochen. Das
Relais T1 fällt ab, schaltet den Drehmagneten D5 wieder ein, so daß der erste Vorwähler
/.VW einen weiteren freien Vorwähler belegt. Hat auch dieser keinen Zugang zur anrufenden Leitung, so wird durch das
betreffende Relais A3 der Haltestromkreis wieder
unterbrochen und der erste Vorwähler /. VW nochmals weitergeschaltet. Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis der erste
Vorwähler einen freien zweiten Vorwähler //. VW findet, der Zugang zur anrufenden ;
Leitung hat. Das Relais A3 schaltet bei 109
das Prüfrelais T2 von dem Prüfarm 102, über
welchen freie erste Gruppenwähler gesucht und belegt werden, auf den Prüfarm, 103 um,
über welchen die anrufende Leitung gesucht wird. Das Relais R1 schließt den Stromkreis, |
für den Drehmagneten De wie folgt: Erde, Kontakte 104, 105, D6, Kontakt 106, Batterie,
Erde.
'Findet der zweite Vorwähler //. VW die anrufende Leitung, welche durch erregtes Relais
A und nichterregtes Relais B gekennzeichnet ist, so kommt folgender Stromkreis
zustande: Erde, Kontakte 107, 97, Wicklung II von T1, Arm 55, Kontakt 94, Wicklung
I von R1, Kontakt 108, Wicklungen I
1 und II von T2, Kontakt 109, Wicklung 'II
von A3, Arm 103, Kontakte 110, in, Relais
C1, Widerstand 112, Batterie, Erde. Der
Kontakt 214 ist geöffnet. Das Relais C1 schließt seinen Kontakt 113 und hält sich
dadurch unabhängig von den Kontakten 11 ο und iii eingeschaltet. Über Kontakt 114
und Steuerschalterkontakt 115, Stellung i,
wird der Steuerschaltermagnet S eingeschaltet, welcher den Steuerschalter in die Stellung
3 bringt.
Beim Übergang des Steuerschalters von, Stellung 2 nach Stellung 3 wird der Stromkreis
für das Prüfrelais P des Anrufsuchers JiS unterbrochen. Das Relais C2 im
dritten Gruppenwähler ///. GW wird stromlos. Hierdurch wird die Auslösung des Einstellweges
veranlaßt, denn über Kontakt 116 wird der Auslöseelektromagnet M eingeschaltet,
welcher den Gruppenwähler ///. GW auslöst. Bei 35 wird der Stromkreis für die
Relais .P1 und C3 unterbrochen. Das Relais
C3 fällt ab, und der Auslösemagnet M1
wird über die Kontakte 117 und .118 eingeschaltet.
In der Stellung 3 des Steuerschalters wird an die Ader α abwechselnd Rufstrom
oder Batterie über das Relais U1 und den Steuerschalterhebel 119, Stellung 3, und
an die Ader b Erde über Steuerschalterhebel go 120, Stellung 3, angelegt. 'Meldet sich in einer
Rufpause der gerufene Teilnehmer, so wird das Relais U1 durch Strom über die Teilnehmerschleife
erregt. Dieses Relais schließt seinen Kontakt 121, so daß der Steuerschaltermagnet
S über den Steuerschalterhebel 122, Stellung 3, geschaltet wird. Hierdurch wird
der Steuerschalter in die Stellung 4, d. h. in die Durchsprechstellung, gebracht. In dieser
sind die beiden Teilnehmer über die Steuer-Schalterkontakte 123 und 124 verbunden.
Hängt der anrufende Teilnehmer seinen Hörer auf, so wird in irgendeiner bekannten
Weise der Stromkreis über die Ader 125 unterbrochen. Das Relais C fällt daher ab'
und schaltet über seinen Kontakt 126 und Steuerschalterkontakt 127, Stellung 4, den
Steuerschaltermagneten S ein, so daß der Steuerschalter in die Ruhelage weitergeht.
Am Kontakt 214 wird das Relais C1 kurzgeschlossen,
welches durch Öffnen des Kontaktes 113 die Auslösung des ersten Vorwählers
/. VW und des zweiten Vorwählers //. VW veranlaßt.
In Abb. 3 ist eine Schaltungsanordnung dargestellt, bei welcher der Verbindungsordner
VO am Leitungswähler LW angeschaltet wird und der Leitungswähler keine Prüfeinrichtung besitzt. Die Einstellung des Leitungswählers LW erfolgt in derselben Weise wie
bei der Schaltungsanordnung nach Abb. 2. Wenn nach beendeter Stromstoßreihe zum
Drehen des Leitungswählers das Relais R abgefallen ist, wird der Verbindungsordner VO
über den Kontakt 201, Wellenkontakt 202 des Leitungswählers LW und den Kontakt
203 angereizt. Findet er den anreizenden Leitungswähler LW, so wird das Relais T1 erregt,
welches am Kontakt 204 das Prüfrelais P3 anschaltet. Das Relais P3 prüft
die Teilnehmerleitung und schaltet, wenn diese frei ist, über den Kontakt 205 das Hilfsrelais
Hr ein, welches sich über die Kontakte 206 und 207 in einen Haltestromkreis einschaltet.
Das Relais Hr unterbricht am Kontakt 208 den Sperrstromkreis zum ersten Vorig
wähler I. VW und veranlaßt durch Schließen der Kontakte 209 und 210 die Einschaltung
dieses Vorwählers. Über Kontakt 209 erfolgt auch die Erregung des Umschalterelais
A3 im zweiten Vorwähler //. VW. Über den Arm 200 und die Leitung 211 wird in
der Sammelstelle SS das Relais A erregt, welches in der in bezug auf Abb. 2 beschriebenen
Weise das Relais GU einschaltet. Die Auslösung des Leitungswählers LW und des
Verbindungsordners VO erfolgt ebenso wie bei der Schaltungsanordnung nach Abb. 2
durch Unterbrechung des Stromes über die Ader 212, wodurch das Relais C3 aberregt;
wird.
'Bei Anlagen, bei denen der Sprechweg durch einen besonderen Sprechwegwähler geschlossen
wird, darf der erste Vorwähler nur eine solche zweite Vorwahleinrichtung aufsuchen,
welche Zugang zu einem Sprechwegwähler hat, durch den die Verbindung mit der anreizenden Leitung vollendet werden
kann.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und
Sprechwegen und mehreren Vorwahlstufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (VerbindungsordnerVO),
welche die Herstellung eines Sprechweges veranlaßt, den Prüf- und Sperrstromkreis
eines durch freie Wahl sich einstellenden Schaltwerkes (z. B. /. VW) derartig beeinflußt, daß nur ein solches
nachfolgendes, durch freie Wahl sich einstellendes Schaltwerk (z.B. ILVW) belegt
werden kann, welches Zugang zur anrufenden Leitung hat.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verbindungsordner (VO) vor dem ersten Nummernstromstoßempfänger (///. OW)
des durch einen Sprechweg zu ersetzenden Einstellweges angeschaltet wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verbindungsordner (VO) am letzten Nummernstromstoßempfänger (z. B. LW) des
Einstellweges angeschaltet wird.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Prüfung der gewählten Leitung durch den Verbindungsordner (VO) erfolgt, um die
letzten Nummernstromstoßempfänger der Einstellwege zu vereinfachen.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
durch den die Herstellung eines Sprechweges, beispielsweise durch Erregung von Relais (A2, B2), veranlassenden Anreiz der
die gewählte Anschlußleitung sperrende und die Vorwahleinrichtung (/. VW) abschaltende
Stromkreis unterbrochen (z. B. durch Öffnen von 50 und 51) und diese
Vorwahleinrichtung durch die von der Anschlußleitung beeinflußbaren Schaltglieder
(Linienrelais R3) eingeschaltet wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Prüfung, ob ein von einem Schaltwerk belegtes zweites Schaltwerk Zugang zur anrufenden Leitung hat, erst nach Einstellung
des ersten auf das zweite Schaltwerk stattfindet.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am
belegten Schaltwerk eine Umschalteinrichtung (A3) in Wirkung gesetzt wird,
welche den vom ersten Schaltwerk geschlossenen Sperr- und Haltestromkreis unterbricht, wenn die anrufende Leitung
vom belegten Schaltwerk nicht erreichbar ist.
8. Schaltungsanordnung nach An-Spruch 7 für Anlagen, in denen ein Wähler
unter dem Einfluß der anrufenden Leitung einen freien Nummernstromstoßempfänger belegt oder unter dem Einfluß
eines Einstellweges einen Sprechweg schließt bzw. einen Sprechwegwähler aufsucht,
dadurch gekennzeichnet, daß der Wähler (//. VW) beim Besetztsein aller erreichbaren Nummernstromstoßempfänger
(/. GW) gesperrt wird (bei 92) und n0
diese Sperrung für die Dauer einer Sprechwegherstellung an denjenigen Wählern aufgehoben wird (bei 91), die Zugang
zur anrufenden Leitung haben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES55442D DE408803C (de) | 1921-02-01 | 1921-02-01 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen und mehreren Vorwahlstufen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES55442D DE408803C (de) | 1921-02-01 | 1921-02-01 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen und mehreren Vorwahlstufen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE408803C true DE408803C (de) | 1925-01-29 |
Family
ID=7490469
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES55442D Expired DE408803C (de) | 1921-02-01 | 1921-02-01 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen und mehreren Vorwahlstufen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE408803C (de) |
-
1921
- 1921-02-01 DE DES55442D patent/DE408803C/de not_active Expired
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