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DE407826C - Wechselstrombruecke zur Messung von Systemen komplexer Widerstaende - Google Patents

Wechselstrombruecke zur Messung von Systemen komplexer Widerstaende

Info

Publication number
DE407826C
DE407826C DEW61145D DEW0061145D DE407826C DE 407826 C DE407826 C DE 407826C DE W61145 D DEW61145 D DE W61145D DE W0061145 D DEW0061145 D DE W0061145D DE 407826 C DE407826 C DE 407826C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bridge
resistances
potential
point
complex
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW61145D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEW61145D priority Critical patent/DE407826C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE407826C publication Critical patent/DE407826C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
    • G01R17/10AC or DC measuring bridges

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Wechselstrombrücke zur Messung von Systemen komplexer Widerstände. Die Messung von Widerständen erfolgt in bekannter Weise mit der Wheatstonschen Brücke, indem der unbekannte Widerstand zu drei Widerständen, von denen einer genau und von den beiden anderen das Verhältnis zueinander bekannt ist, in eine beatimmte Beziehung gesetzt wird. Diese Beziehung ist unter Bezugnahme auf die Bezeichnungen der Abb.r Diese Beziehung gilt, wenn das: Galvanometer g stromlos ist und unter der Voraussetzung, daß die an die Punkte c und d gelegte Potentialdifferenz sich nur über die Brückenzweige ausgleichen kann, also unter der Voraussetzung völliger Isolation gegen die Umgebung.
  • Nach W i e n gilt die Beziehung r auch dann, wenn x und w komplexe Widerstände bedeuten und an die Stelle der Gleichspannung eine Wechselspannung tritt. Die Stromlosigkeit zwischen den Punkten e und f wird dann gewöhnlich mit einem Fernhörer festgestellt (Abb. a). Schwierigkeiten ergeben sich jedoch bei dieser Meßmethode hinsichtlich der Isolation der Brücke ;gegen die Umgebung, da es nicht zu vermeiden ist, daß Ableitungsströme über die zwischen den Brückenzweigen und der Umgebung liegenden Kapazitäten entweichen und den Potentialabfall zwischen den Punkten c und d beeinflussen, so daß das Meßresultat gefälscht wird. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich um die Messung nicht punktförmiger Gebildehandelt, wie z. B. um die Messung des Scheinwiderstandes einer Doppelleitung in einem Fernsprechkabel. Hier liegen zwischen den Doppeladern einerseits und den einzelnen Adern und ihrer Umgebung anderseits Kapazitäten. In Abb.3 ist diese Anordnung dargestellt; m stellt den Bleimantel des Kabels mit den mit ihm verbundenen Adern des Kabels dar. Die betriebsmäßige Kapazität dieser Doppelleitung, gemessen zwischen den Punkten /t und i, ist dann definiert als Die Messung dieser betriebsmäßigen Kapazität in der in Abb. a dargestellten Schaltung würde jedoch nicht einwandfrei gelingen, da der Punkt m ein von den Potentialverhältnissen in der Brücke abhängendes Potential annehmen wird und, da m stets eine mehr oder minder große Kapazität gegen Erde hat, wird ein Ableitungsstrom von m zur Erde fließen, der das Meßresultat fälscht.
  • Zur Umgehung dieser Schwierigkeiten hat K. W. W a g n e r eine Schaltung angegeben (Abb. ¢), mit der es gelingt, -die Schein,-widerstände der Teilkapazitäten ci, c2 und c5 einzeln zu messen; die Betriebskapazität wird dann nach G1. z berechnet.
  • Die Feststellung der Betriebskapazität nach Wagner erfordert demnach drei Messungen und eine Rechnung. Es ist jedoch erwünscht, besonders dann, wenn eine größere Anzahl von Messungen vorgenommen werden soll, wie dies z. B. bei vielpaarigen Fernsprechkabeln der Fall ist, eine Methode zu haben, die gestattet, betriebsmäßige Kapazitäten an Systemen von Widerständen, die an einem Punkte durch Ableitung besonders gefährdet werden, in einem Gange zu messen. Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe.
  • In Abb. 5 seien c4 und c5 zwei hintereinander geschaltete Kapazitäten; ihre betriebsmäßige Kapazität ist dann definiert als Der Scheinwiderstand dieses Systems beträgt, wenn r4 und r5 die Scheinwiderstände der Teilkapazitäten c4 und c5 sind, r-r4+r5. (4) Wird dieses System zur Messung in die Schaltung nach Abb. z an die Stelle von w eingeschaltet, so wird, wenn a und b zwei gleiche Widerstände sind, x den Widerstandswert r annehmen müssen, wenn der Hörer schweigen soll. Erdet man jedoch den Punkt m, so wird ein von dem Potential des Punktes m abhängiger Strom von m zur Erde fließen und sich der Messung entziehen. Der Fernhörer wird schweigen bei einer Einstellung x=r. (5) Beeinflußt man nunmehr den Spannungsabfall zwischen den Punkten c und d derart, daß der Punkt m das Potentiäl 0 erhält, so wird der beschriebene Ableitungsstrom nicht mehr auftreten und der Fernhörer nur schweigen, wenn x=r. (6) Unter der Voraussetzung, daß an den Punkten c und d ständig gleiches; aber entgegengesetztes Potential herrscht, wird bei Abgleich der Brücke m das Potential 0 besitzen, wenn _ b + 74 y5 (% ) b -Y554.
  • Hieraus ist ersichtlich, daß U kein reiner Ohmscher Widerstand sein kann, sondern ein komplexer Widerstand sein muß. Auf dieser Erkenntnis basiert zum größten Teil die vorliegende Erfindung.
  • Abb. 6 zeigt die Umsetzung des Erfindungsgedankens in die Praxis. Zur Herstellung möglichst einfacher Verhältnisse sei die Brücke mit zwei gleichen Brückenzweigen a ausgerüstet. Diese Zweige werden dargestellt durch eine Serien- oder Parallelschaltung von Kapazität, Induktivität und Ohmschen Widerstand und sind veränderlich. Zur Vereinfachung der Einstellung kann ein Teil der beiden Zweige .zusamm@engefaßt und der eigentlichen Brücke vorgeschaltet werden (Abb.7). Die Dimensionierung der Brückenzweige ist richtig, wenn der zwischen Punkt m und die Umgebung, deren Potential m annehmen soll, geschaltete Fernhörer schweigt. Der Widerstand des Brückenzweiges a wird jedoch nur dann den nach G1.7 vorausberechneten Wert annehmen, wenn die Punkte ic und d ständig gleiches und entgegengesetztes Potential aufweisen. Andernfalls vergrößert oder verkleinert sich der Wert in Abhängigkeit von der Ungleichheit der Spannungen an diesen Punkten.
  • Zur weiteren Erläuterung sei die Berechnung für die Dimensionierung der Brückenzweige a auch durchgeführt für den Fall einer Anordnung von Kapazitäten nach Abb. 3, die der Messung einer Kabeldoppelleitung entspricht. Die Schaltung veranschaulicht Abb. B. Vorausgesetzt ist wiederum gleiches, aber entgegengesetztes Potential der Punkte c und d. Innerhalb r1 muß es stets einen Punkt geben, der zugleich mit in das gleiche Potential annimmt, sobald die Punkte lt und i verschiedenes Potential erhalten. Dieser Punkt liegt so, daß er r1 teilt im Verhältnis Es muß daher, damit dieser Punkt und nz das Potential 0 erhalten, sein In gleicher Weise lassen sich an beliebigen Systemen von komplexen Widerständen, in denen ein Punkt Ableitung zu seiner nicht in die Messung einbezogenen Umgebung zeigt, die Verhältnisse berechnen, unter denen der Punkt das Potential dieser Umgebung annehmen wird. Stets aber wird, wenn dieser Punkt von komplexen Widerständen eingegrenzt ist, der Brückendraht durch komplexe Widerstände gebildet werden müssen.
  • Es ist nun ersichtlich, daß, da in jedem Falle der Ausdruck, der die Dimensionierung des Brückendrahtes angibt, eine Differenz enthalten wird, dieser Ausdruck 0 werden muß, sobald diese Differenz den Wert 0 erhält. In Gl. 8 ist dies der Fall, wenn r2 - r3.
  • Um die sich hieraus ergebenden Schwierigkeiten zu umgehen, wird die in Abb.9 dargestellte Schaltung zweckmäßig verwendet. Hier ist die Brücke zu einer Doppelbrücke umgestaltet worden. k bedeuten vier gleich Ohmsche oder komplexe Widerstände, a.> den komplexen Teil des Brückendrahtes, der hier zweckmäßig ganz als Vorschaltwiderstand ausgebildet ist. '\Vird a nunmehr gleich 0, so bleiben die Widerstände k als Brückenzweige bestehen und die Brücke als solche erhalten.
  • Zur weiteren Vereinfachung können auf einer der beiden Seiten der Doppelbrücke die beiden Widerstände k zu einem Widerstand vom Wert k2 vereinigt werden, wie dies für einen Fall Abb. io darstellt.
  • Um Fehler, die verursacht werden dadurch, daß die Eckpunkte der Brücke und die Hörer bestimmte Potentiale annehmen, die ihrerseits zu abirrenden Strömen Veranlassung geben, zu vermeiden, sind die bekannten Schutzmaßnahmen zu treffen, indem man die Apparaturen mit Schutzhüllen umgibt und diese nach Bedarf erdet oder mit Punkten der Brücke verbindet, die das Potential der zu schützenden Apparatur besitzen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCRE: i. '\v"echselstrombrücke zur Messung von Systemen komplexer ZViderstände, in denen ein Punkt das Potential seiner nicht in die Messung einbezogenen Umgebung annehmen soll, dadurch gekennzeichnet, daß die Brückenzweige, die an die Stelle des Brückendrahtes treten, durch komplexe Widerstände dargestellt werden, deren Größe von der Lage des gefährdeten Punktes bestimmt wird.
  2. 2. Wechselstrombrücke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Brückenzweige als Vorschaltwiderstand ausgebildet ist zum Zweck der einfacheren Einstellung.
  3. 3. Wechselstrombrücke nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Brückenzweigen Zusatzwiderstände gegeben werden, die auf der entgegengesetzten Brückenseite zur Herstellung der ursprünglichen Verhältnisse symmetrisch gleichfalls zugeschaltet werden. q.. Wechselstrombrücke nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese Zusatzwiderstände auf einer Brückenseite wieder zu einem Vorschaltwiderstand zusammengefaßt werden.
DEW61145D 1922-05-07 1922-05-07 Wechselstrombruecke zur Messung von Systemen komplexer Widerstaende Expired DE407826C (de)

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DE407826C true DE407826C (de) 1925-01-02

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