DE407726C - Zweizylindriger Elektrokompressor - Google Patents
Zweizylindriger ElektrokompressorInfo
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Description
- Zweizylindriger Elektrokompressor. Die Erfindung betrifft einen Elektrokompressor, hauptsächlich für gasförmige Körper, bei (lern die Kompressorteile gleichzeitig die Teile der Antriebsvorrichtung sind, die durch einen Elektromagneten gebildet ist.
- Das Neue besteht in der besonderen Ausbildung des Kommutators, um die beiden zum Antrieb dienenden Elektromagnete abwechselnd zu erregen. Der den Kontakt bewirkende Teil ist als Kniestück ausgebildet, dessen einer Schenkel zusammendrückbar ist, während die Kontakte in einem Taumelkörper untergebracht sind, der sich abwechselnd gegen die Kerne der beiden Elektromagnete legt, wobei die Stromkreise jeweils während des ganzen Kolbenhubes geszhlossen sind und das Umschalten am Ende des Kolbenhubes plötzlich erfolgt.
- Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch einen doppelt wirkenden Kompressor; Abb.2 ist in vergrößertem Maßstabe ebenfalls ein Längsschnitt durch einen Elektromagneten, dessenKern sich zumKompressorkolben verlängert, wobei der Kolbendurchrnesser geringer als derjenige des Kernes ist.
- Bei der in Abb. i gezeigten Ausführungsform bezeichnet i den Kolben, der aus dem Kern eines Elektromagneten gebildet ist. Der Pumpenkörper 2 ist gleichzeitig die Bronzespule für die Armatur, deren Wicklung bei 3 angegeben ist.
- Auf der ganzen Länge des Kernes i sind Nuten .4 angebracht, welche zwischen Kern und Spule zwei kleine Kanäle bilden, durch welche das zu fördernde Mittel von einer üffnung 5 aus nach dem Kompressionsraum 6 geleitet wird, der im Zylinder 2 im Augenblick des Kolbenrückganges gebildet wird.
- Das Ende des Kernes i trägt einen abgedichteten Anschluß, der durch eine runde Lederscheibe 7 gebildet wird, die zwischen dem Kern und einem abgesetzten Stück 8, das sich auf den Kern stützt, festgehalten wird. Das Stück 8 hat ebenfalls auf seinem Umfange Nuten, die in Verlängerung der Nuten .1. liegen. Außer den :Tuten hat das Stück 8 noch weitere Öffnungen 9, die von der Endfläche ausgehen und rechtwinklig abgebogen am Umfange genau unter der Lederscheibe 7 münden.
- Bei der Ausführung nach Abb. i sind die Kerne i der leiden Elektromagnete durch ein Kupferstück i o miteinander verbunden. Die beiden Kerne arbeiten infolgedessen gleichzeitig, so daß der eine Kolben ansaugt,-während der andere die Flüssigkeit wegdrückt.
- Um die nach Abb. i miteinander verbun-<Jenen Elektromagnete abwechselnd zu erregen, läßt man den Strom durch einen Kommutator gehen, der selbst durch die Verschiebung der Solenoidkerne betätigt wird. Der Kommutator besteht aus einem schwingenden Taumelkörper i i, der sich um die in seiner Mitte befindliche Achse z2 bewegt. Der Körper i i ist hohl und enthält im Hohlraum die Kontakt gebende Einrichtung in Form eines Kniegelenkes.
- Dieses Kniestück ist im Gelenk 13 beweglich, wo sich die beiden Schenkel 1q. und 15 vereinigen; aer Schenkel 1q. schwingt um die gleiche Achse 12 wie .der Körper i i, aber unabhängig von diesem; der zweite Schenkel schwingt um eine Achse 16 auf einer Isolierscheibe, welche die gesamte Kommutatoranordnung trägt. Der Schenkel 15 ist bezüglich seiner Länge veränderlich und besteht aus zwei teleskopartigen Teilen, von denen einer mit dem Gelenk 13 einteilig ist, während der andere auf der Achse 16 befestigt ist. Beide Teile sind wechselseitig der gleichen Spannung einer Feder 17 unterworfen.
- Im Hohlraum des Körpers i i befinden sich ferner zwei mit Platinbelag versehene Schrauben 18 und i8', welche die Anschläge bilden; diese Anschläge befinden sich gegenüber und in der Bahn des Kniegelenkes, um für dieses als Begrenzungsanschlag zu dienen. Der volle Teil des Körpers i i bildet einen Schnabel i i, welcher zwischen die beiden Kerne der Solenoide 3 eingeführt wird.
- Im elektrischen Stromkreis liegt eine Scheibe i9 aus weichem Eisen, welche den Kern anzieht, sie ist mit einem Ansatz 2o versehen, auf den sich ein Rückschlagventi12i stützt. Dieses Ventil kann nach der Zeichnung für Luftkompression oder überhaupt für gasförmige Körper aus Gummi hergestellt sein, kann aber auch als Kugelverschluß angefertigt werden. Derartige Ventile sind genügend bekannt und bedürfen keiner weiteren Beschreibung.
- Die Elektromagnete sind in einem zylindrischen Umhüllungskörper 22 untergebracht, der etwa in der Mitte eine Öffnung 23 für den Durchtritt des Stromwenders i i besitzt; die Enden des Zylinders sind vollkommen dicht abgeschlossen und bilden Kammern 24. und a¢', aus denen das komprimierte Medium durch Rohre 25 und 25' abgeleitet wird.
- Um die Kolben i selbsttätig in Betrieb zu setzen, benutzt man in einer der Kammern 2¢ oder 2¢' ein biegsames Diaphragma 26 aus einem luftundurchlässigen Material. An die Mitte der Scheibe 26 ist ebenfalls luftdicht eine Stange 27 angeschlossen, welche die Schwingungen der Scheibe durch ein Verbindungsstück auf den Unterbrecher 28 überträgt. Dieser Unterbrecher 28 gleicht dem Stromwender i i, besitzt jedoch nur eine einzige, mit Platinbelag versehene Schraube als Anschlag. Eine mehr oder weniger auf (lie Umhüllung der Zylinderfeder 27' aufgeschraubte Haube 27" gestattet die Regelung der Spannung des Diaphragmas 26 je nach dem zu erzielenden Druck.
- Bei der Ausführung nach Abb. 2 trägt das Solenoid eine Verlängerung 29 in einem Rohr 3o, das kleineren Durchmesser als das Rohr 2 hat. Der Druck pro Ouadratzentimeter ist durch die Anziehungskraft des Elektromagneten beschränkt; wenn man diese Grenze überschreiten will, muß man die Pumpe in die Verlängerung des Magnetkerns legen und für die Pumpe selbst einen kleineren Durchmesser als für den Kern vorsehen.
- Die Wirkungsweise ist folgende: Zuerst wird j e nach der einzuhaltenden Spannung die Spannung des Diaphragmas 26 einreguliert. Beim Anspringen ruht das Kniestück des Unterbrechers 28 auf der Kontaktschraube, so <laß der Strom durch eine der Wicklungen 3 der Elektromagnete geht, sofort wird einer der Kerne angezogen und nimmt den anderen mit. Bei seinem Hub wird dieser andre dann gegen den Schnabel des Stromwenders i i stoßen und diesen schwenken, der seinerseits auf das Kniestück drückt. Sobald das Kniestück seine gestreckte Lage passiert hat, springt es unter der Wirkung der Feder 17 auf den anderen Kontakt.
- Dadurch wird der Stromkreis im ersten Solenoid unterbrochen, gleichzeitig aber wird der Strom durch die Wicklungen des zweiten Solenoides geschickt, wobei der Kern des zweiten Elektromagneten angezogen wird. Der Stromwender wird in seine Anfangsstellung zurückgebracht und führt das Kontakt gebende Kniestück auf den ersten Anschlag zurück. Eine neue Anziehung findet statt, so daß die gleichzeitig als Kolben wirkenden Kerne so lange betätigt werden, bis der gewünschte Druck erreicht ist. Dann wird das Diaphragma 26 die Spannung der Feder 27' überwinden und eine Schwenkung des Unterbrechers 28 veranlassen, der sein Kontaktkniestück in die zweite Stellung bringt und so den Stromkreis unterbricht. Der Strom kann dann nicht mehr die Solenoidwicklungen passieren, die Pumpen werden angehalten.
- Wenn ein Druckabfall eintritt, gibt das D:aphragma der Spannung der Feder 27' nach, so daß die Rückkehrbewegung des Unterbrechers 28 das Kniestück auf den Kontakt zurückbringt. In diesem Augenblick nehmen die Kerne bzw. Kolben ihre abwechselnden Bewegungen in der schon beschriebenen Weise wieder auf. Bei der Ausführungsform mit einem einzigen Elektroinagneten wird der Stromwender i i durch einen Unterbrecher 28 ersetzt und der zweite Magnet durch eine Rückführfeder.
- Die Strömung des gasförmigen Mediums ist folgende: Wenn der Kern i zurückgezogen ist, geht dieFlüssigkeit von derÖffnung5 aus durch die Kanäle 4 nach dem Kompressionsraum 6; da die Lederscheibe 7 keinen Widerstand bietet, ist der der. Kolben bildende Kern bestrebt, bis zu seiner Rückkehrl.iewegung im Raum 6 einen Hohlraum zu schaffen. Beim Anziehen des Kernes wird die Flüssigkeit komprimiert und drückt durch die Öffnungen' g das Leder 7 gegen den Zylinder 2 und verhindert so jeden Rückfluß durch die Nuten ,4. Die im Raum 6 befindliche Menge wird dann durch die Ventile 21 in die Räume 24 gedrückt, um von dort aus benutzt zu werden.
- Die sich auf die Zeichnung beziehende Beschreibung soll nur eins der vielen möglichen Ausführungsbeispiele bringen; es sind noch andere Darstellungsformen möglich mit Abänderungen von Einzelheiten, die ebenfalls in den Rahmen der Erfindung gehören.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH: Zweizylindriger Elektrokompressor, bei dem die Pumpenzylinder als Solenoidspulen ausgebildet sind und die miteinander starr verbundenen Kolben aus magnetischem Metall bestehen, gekennzeichnet durch einen um eine Achse (i2) schwingenden, ein Gelenk (i3) enthaltenden, als Kommutator dienenden Hohlkörper (ii), dessen einer Gelenkschenkel (15) federnd zusammendrückbar ist und um eine isolierte Achse (i6) schwingt, während der andere Schenkel (1d.) um die gleiche Achse (i2) wie der Hohlkörper (ii) schwingt, wobei zwei Kontakte (18, i8') im Innern des Körpers (i i) und in der Bahn des Gelenkes (13) als Anschläge vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL55817D DE407726C (de) | Zweizylindriger Elektrokompressor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL55817D DE407726C (de) | Zweizylindriger Elektrokompressor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE407726C true DE407726C (de) | 1924-12-31 |
Family
ID=7277254
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL55817D Expired DE407726C (de) | Zweizylindriger Elektrokompressor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE407726C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996031937A1 (en) * | 1995-04-03 | 1996-10-10 | Zhang Wei Min | Linear motor compressor and its application in cooling system |
| US5818131A (en) * | 1997-05-13 | 1998-10-06 | Zhang; Wei-Min | Linear motor compressor and its application in cooling system |
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- DE DEL55817D patent/DE407726C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996031937A1 (en) * | 1995-04-03 | 1996-10-10 | Zhang Wei Min | Linear motor compressor and its application in cooling system |
| US5818131A (en) * | 1997-05-13 | 1998-10-06 | Zhang; Wei-Min | Linear motor compressor and its application in cooling system |
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