DE40667C - Schaftmaschine für Hoch- und Tieffach - Google Patents
Schaftmaschine für Hoch- und TieffachInfo
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- DE40667C DE40667C DENDAT40667D DE40667DA DE40667C DE 40667 C DE40667 C DE 40667C DE NDAT40667 D DENDAT40667 D DE NDAT40667D DE 40667D A DE40667D A DE 40667DA DE 40667 C DE40667 C DE 40667C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C1/00—Dobbies
- D03C1/02—Single-lift dobbies, i.e. dobbies in which the same draw-knife or equivalent operates for every pick
- D03C1/04—Open-shed single-lift dobbies
Landscapes
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 86: Weberei.
Die Schaftmaschine für mechanische Webstühle dient zur Erzeugung von Hoch- und
Tieffach mittelst Gegenzuges und gestattet die Feststellung der Schäfte, welche, einmal gezogen,
mehrmals nach einander im gleichen Fache stehen bleiben sollen. Diese letztere Manipulation der Maschine ist bisher bei noch
keiner Gegenzugmaschine erreicht worden, denn alle diese Maschinen schliefsen das Fach nach
jedem Schufs, um für "den folgenden alle Schäfte wieder aufzutreten. Nur bei den
Hochfachmaschinen, bei denen der Aufzug der Schäfte durch die Maschine geschieht, der
Niederzug aber durch Federn erfolgt, hat man Einrichtungen getroffen, um den Schaft im
entsprechenden Falle festzuhalten und dadurch Schonung des Kettmaterials wie auch - erleichterten
Gang der Maschine zu erzielen; doch bringt die Verwendung der Federn allerlei Nachtheile mit sich, welche die Vorzüge der
Maschine sehr beeinträchtigen.
Durch vorliegende Construction der Schaftmaschine sollen nun diese Mängel beseitigt
werden, da die Maschine einmal nichts anderes als den durch die Kettspannung im Schaft geschaffenen
Zug zu überwinden hat, welch letzterer auch nur halb so grofs ist als bei Maschinen
mit einfachem Hub, da die Kette nur um die halbe Fachhöhe angespannt wird, und zweitens Schonung der Kette herbeiführt, indem
die Reibung der Kettfäden und Geschirre gegen einander so sehr als möglich herabgemindert
wird, weil nur die Schäfte sich bewegen, welche unbedingt . bewegt werden müssen, und diese Bewegung auch um die
Hälfte verringert ist.
Fig. ι stellt die Maschine in Vorderansicht dar, während Fig. 2 einen Schnitt nach der
Linie N-N in Fig. 1 und Ansicht der Bewegungsvorrichtung der Maschine in der Pfeilrichtung
gesehen zeigt. Die Maschine selbst besteht aus den Seitenwänden A A, welche
mit einander verbunden sind und beliebige Anbringung der Maschine am Stuhlgestell gestatten.
In den Seitenwänden befinden sich die Schlitze S1 bis S4, welche den Doppelmessern
(Doppelschaufeln) M1 und M2 zur
Führung dienen. Diesen Doppelschaufeln wird von der schwingenden Welle W mittelst der
Zugstangen Z eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt, an welcher die in den Doppelbefindlichen Messereben
falls theilnehmen. Zwischen den Messern mx
und jw', sowie m2 und m" ist je eine Platine
P1 und j>2 befindlich, welche paarweise
durch die um D drehbaren Hebel H verbunden sind. Die Platinen tragen an ihrem vorderen
Ende zu beiden Seiten Nasen, vermittelst deren sie zum Eingriff mit dem einen oder
anderen Messer gebracht, an dessen Bewegung theilnehmen. Je nachdem P1 von Wz1 oder m',
p2 von Ot2 oder m" gefafst und gezogen ist,
wird auch der betreffende Hebel H entsprechend schwingen. Im ersteren Falle erfolgt
Anziehen des Drahtes di und Nachlassen von J2, wodurch Heben des Schaftes L1,
während im zweiten Fälle durch Nachlassen
■ schaufeln M1 und M2
schienen mx und m2 bezw. m' und m
schienen mx und m2 bezw. m' und m
von U1 und Anziehen von d% Niederzug des
Schaftes L2 geschieht. Die Uebertragung des
Zuges auf die Schäfte kann in verschiedener, durch die verschiedenen Stuhlsysteme bedingter
Weise durch Hebel, Rollen etc. erfolgen.
Die Bewegung der Schäfte wird durch die Musterkarte, welche sich in bekannter Weise
über die Cylinder C bewegt, dem Muster analog regulirt und erfolgt wie nachstehend
beschrieben. Die Karten, welche sowohl von Pappe als auch von Holz mit Löchern oder
darauf befindlichen Daumen, Eisenstä'bchen mit darauf zu steckenden Rollen etc. gebildet werden
können, sind in Fig. g, B C und D, für das
daneben gezeichnete Musterbild 9, A dargestellt. Bei der Holz- oder Pappkarte B werden
die Nadeln η in die Löcher der Karte eintreten, wenn der zugehörende Stützhebel s
gesenkt werden soll, dagegen darauf auftreffend, denselben heben, wenn kein Loch vorhanden.
Bei Karten mit Daumen C oder Rollen D werden entweder zwei verschiedene Dimensionen
habende, separat neben einander befestigte verwendet oder aber auch beide Dimensionen
an einem einzelnen Stuhle vereint, wenn der eine Stützhebel zu heben, der andere
zu senken ist; für beide Stützhebel mufs, wenn sie gleichzeitig zu heben oder zu senken
sind, unter beiden Nadeln kein Loch oder zwei Löcher neben einander sich befinden
bezw. unter beiden Nadeln höher Daumen bezw. Rolle oder niedriger Daumen bezw. Rolle aufgesteckt werden. Für jede der Platinen
ist auf den Wellchen tx und i2 ein
Stützhebel S1 bezw. S2 befindlich, welcher
jeder für sich von der Karte aus mittelst der Nadeln W1 bezw. H2 bewegt wird und jeder
für sich seine zugehörige Platine beeinflussen kann. Die Nadeln sind unterhalb der Stützhebel
entsprechend gebogen, so dafs sie im Stande sind, einen etwaigen Druck ohne Schaden vorübergehen zu lassen, sowie aber
auch die Nadeln bei Wegnehmen der Karte vom Cylinder am Fallen durch die Führungsplatte
zu verhindern.
Die Fig. 3 bis 8 stellen die verschiedenen Phasen für das Arbeiten der Maschine beim
Heben und Senken der Schäfte, Feststellung des gehobenen Schaftes (bezw. gesenkten) etc.
dar, wofür ein Schnitt in der Längsrichtung der Platinen durch die Maschine gedacht und
je ein Platinenpaar nebst Zubehör gezeichnet ist.
Soll der Schaft bei der in Fig. 3 gezeichneten Innenstellung des Doppelmessers M1
durch dieses gehoben werden, so ist Platine P1
durch den Stützhebel S1 zu heben, so dafs
die obere Nase von der oberen Messerschiene Wi1 gefafst werden kann. Die untere
Platine p2 bleibt gesenkt, indem der Stützhebel
S2 ebenfalls gesenkt bleibt. Bewegt sich nun M1 in der Richtung des darauf befindlichen
Pfeiles, so wird Jj1, dem Zuge folgend,
auch den Hebel H in der durch Pfeil darauf angedeuteten Richtung schwingen machen. Während
dieses Vorganges bewegt sich M.2 in einer
Af1 entgegengesetzten Richtung, wobei die auf
die Messerschiene m" gesenkte Platine p2 ebenfalls,
in dieser Richtung mitgehend, den unteren Theil von H zurückschwingen läfst. Infolge
dieser Schwingung von H geschieht mittelst des Zuges d: das Heben des betreffenden
Schaftes; die nach Vollendung der Bewegung von M1 und M2 etc. resultirende Stellung
der betreffenden Theile ist durch Fig. 4 veranschaulicht.
Wenn der jetzt gehobene Schaft für den nächstfolgenden Schufs gehoben bleiben soll,
so wird nach Wenden des Cylinders und der Karte Stützhebel S1 und S2 gehoben sein
müssen, wodurch S1 sich gegen die Nase von
P1 einlegt, S2 aber die Platine p.2 aus dem
Eingriff mit der Messerschiene m" bringt, wie Fig. 5 zeigt. Geht nun M1 und M2 in der
Pfeilrichtung nach dem früheren Standort zurück, so bleibt für den nun folgenden Schufs
der Schaft gehoben. Falls das Ueberbinden des Schusses noch mehrmals hinter einander
durch diesen Schaft in dem gleichen Fach geschehen soll, so mufs der Stützhebel S1 stets
gehoben sein, während der andere S2 abwechselnd
zu heben und zu senken ist, um den Eingriff des unteren bezw. oberen Hakens der Platine p2 mit der Messerschiene m2
und m" beim Hin- und Hergehen der Doppelschaufeln M1 und M2 mit ihren Messern zu
verhindern.
Wird Senken des Schaftes in das Unterfach verlangt, so sind, wenn Heben des Schaftes
(s. Fig. 4) erfolgt ist, die Stützhebel S1 .und S2
zu senken, wodurch, wie Fig. 6 zeigt, p.2 mit m", an der unteren Nase gefafst, dem Zuge
von M2 folgt; Platine P1 wird dem Rückgange
von M1, durch W1 gehalten, folgen,
und es resultirt die Stellung, welche Fig. 7 darstellt. Indem der Hebel H in der Pfeilrichtung
schwingt, erfolgt Nachlassen des Zuges an der oberen Seite und Anziehen an der unteren, Niederlassen des Schaftes. Feststellung
des Schaftes im Unterfach erfolgt, wenn der Stützhebel S2 gehoben, S1 dagegen gesenkt
wird, wodurch Platine j?2, festgehalten, dem
zurückgehenden Messer nicht folgen kann, Fig. 8, während die Messerschiene WZ1 der
Doppelschaufel M1 unter der Nase von P1
weggleitet. Weiteres Gesenkthalten des Schaftes geschieht, wenn S2 gehoben bleibt, S1 aber
abwechselnd gehoben und gesenkt wird, wobei p2 durch S2 in der eingenommenen Stellung
gehalten, P1 aber am Eingriff mit seinen
Nasen gegen Wz1 und m' verhindert wird.
Fig. 10 zeigt eine weitere Anbringung und Benutzung der Maschine (ein Crompton-
Stuhl), bei welcher nur der eine Arm, der Hebel H, zur Uebertragung der Bewegung auf
die Schäfte verwendet ist.
Die hin- und hergehende Bewegung der Doppelschaufeln M1 und M2 erfolgt von der
Welle W aus, welcher mittelst der aus Fig. 2 ersichtlichen Vorrichtung eine Schwingung um
ihre Achse ertheilt wird. Auf der Kurbel-(Haupt-) Welle des Stuhles befindet sich das
Führungsexcenter E, welches bei seiner kreisenden Bewegung dem Hebel B eine schwingende
Bewegung um seinen Drehpunkt F ertheilt; die Führungen des Excenters sind so angeordnet,
dafs der Hebel nach zweimaliger Umdrehung der Hauptwelle in seine Anfangsstellung zurückkommt. Bei der ersten Umdrehung
wird der Hebel B in die gezeichnete Stellung gebracht und mittelst der Zugstange
G1 die Kurbel K und damit auch die Doppelschaufeln bewegen, so dafs sie wie in
Fig. i, 3 und 7 ersichtlich stehen. Durch die strichpunktirte Linie ist die Stellung des Hebels-
B bei der zweiten Umdrehung des Excenters angedeutet; bei derselben wird, da
Bewegung der Kurbel mittelst der Zugstange G2 erfolgt, Bewegung der Messer in der aus Fig. 4,
5, 6 und 8 ersichtlichen Weise erfolgen. Die Länge der Schubbewegung kann von B wie auch
von K aus regulirt und dadurch der Hub der Schäfte bezw. das Fach beliebig grofs erhalten
werden.
Will man die Schäfte zunächst der Lade weniger heben lassen, die nach dem Kettbaum
zu aber mehr, Um ein reines Fach zu erhalten, so stellt man die Zugstangen Z auf der erstgenannten
Seite der Maschine näher nach dem Mittel der Welle W, die auf der anderen Seite aber weiter ab vom Mittel derselben. Hierdurch
verringert man auf der vorderen Seite der Maschine den Schub der Messer, erhöht ihn dagegen auf der hinteren, es stellen sich
dabei die Messerschienen von vorn nach hinten divergirend zu einander.
Die Minder- oder Mehrbewegung der Messerschienen bewirkt auch Minder- oder Mehrhub
der Schäfte im Stuhle. . Das so erzielte Fach hat neben dem Vortheile, dafs Fäden, welche
nicht genügend hoch oder tief gezogen sind, in demselben nicht vorstehen, wodurch sie
leicht weggeschossen werden, auch noch den, dafs die Kette in der Nähe des Anschlages
weniger angespannt wird als weiter entfernt von demselben, also mehr geschont wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Schaftmaschine für Hoch- und Tieffach, bei welcher die entbehrliche Rückführung der zur Fachbildung schon verwendeten Schäfte in ihre Mittellage dadurch vermieden wird, dafs jede der zwei zu einem Schaft gehörigen Platinen gesondert von der Musterkette aus beeinflufst wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40667C true DE40667C (de) |
Family
ID=316206
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40667D Expired - Lifetime DE40667C (de) | Schaftmaschine für Hoch- und Tieffach |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40667C (de) |
-
0
- DE DENDAT40667D patent/DE40667C/de not_active Expired - Lifetime
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