DE406668C - Verfahren zur Erhitzung von Eisenverbindungen enthaltenden Sulfiderzen - Google Patents
Verfahren zur Erhitzung von Eisenverbindungen enthaltenden SulfiderzenInfo
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Description
- Verfahren zur Erhitzung von Eisenverbindungen enthaltenden Sulfiderzen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom a. Juni 191r die Priorität auf Grund der Anmeldungen in Großbritannien vom 16. und 28. August 192o beansprucht. Es ist bei der Aufbereitung v,in Eisenverbindungen enthaltenden Sulfiderzen bekannt, zum Zweck der nachfolgenden magnetischen Scheidung die Eisenverbindungen so zu magnetisieren, daß die Magnetisierung auf die Oberfläche der Erzkörner beschränkt bleibt. Bei den bekannten Verfahren wurde hierzu eine Röstung von entsprechend kurzer Dauer ],ei geeigneter Temperatur angewendet, und zwar in einer Atmosphäre von Luft in Mischung mit anderen Gasen.
- Diese vorbekannten Verfahren besitzen hauptsächlich den Nachteil einer geringen Regelbarkeit des Verfahrens. Es ergibt sich aber aus dein Wesen der oberflächlichen 'Magnetisierung, daß eine feine Regelbarkeit des Verfahrens außerordentlich wesentlich für den Erfolg ist. So wurde auch bei der Anwendung der früheren Verfahren von maßgebenden Fachleuten festgestellt, daß die Erzielung von günstigen Ergebnissen schwierig, bei der Behandlung größerer Mengen fast undurchführbar war. Der aufgezeigte Mißstand soll durch das neue Verfahren zur Erhitzung von Eisenverl-nndungen enthaltenden Sulfiderzen, um die Eisenverbindungen zum Zweck nachfolgender magnetischer Scheidung an der Oberfläche paramagnetisch zu machen, beseitigt werden, dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß die Erhitzung des, zerkleinerten Erzes in einer Atmosphäre von überhitztem Wasserdampf bei einer Temperatur von etwa 300° bis . 5oo° C und `nährend einer Zeitspanne von etwa ao Minuten erfolgt. Durch die Anwendung von überhitztem Dampf als Atmosphäre für die magnetisierende Röstung wird die erwünschte feine Regelb arkeit wesentlich leichter erzielt] als i wenn Luft oder ein Luftgasgemisch als Atmosphäre verwendet wird. Dies kommt im wesentlichen daher, daß die Zusammensetzung von überhitztem Dampf vollständig bestimmt und eindeutig ist, während eine Luft oder andere Gase ,in Mischung enthaltende Atmospbär e und unbestimmter und erheblicher wechselnder Zusammensetzung und Beschaffenheit ist. Das Verfahren verläuft langsam genug, um leicht geregelt werden zu können, und die Temperatur ist ebenfalls gut zu regeln, während die aus Dampf bestehende Atmosphäre im wesentlichen frei von Schwankungen der Zusammensetzung ist.
- Um diese oberflächliche Wirkung einer 1)ampfatmo!sphäre bei geeigneter Temperatur auf die P5 ritteilchen zu sichern, ist es wesentlich, daß die Oberfläche jedes dieser Teilchen der Wirkung des Dampfes bei der notwendigen Temperatur ausgesetzt wird. Demgemäß ist es zweckmäßig, das gepulverte Erz während der Einwirkung des Dampfes einem Rührvorgang zu unterwerfen, um alle Teilchen dein Dampf auszusetzen. Dies kann in geeigneter Weise durch Verwendung eines Drehofens bewirkt werden, welcher von außen beheizt' und mit einem Strom von überhitztem Dampf beschickt wird. Die äußere Beheizung des Drehrohres ist so geregelt, daß die Zufuhr der für die endothermische Reaktion erforderlichen Hitze gesichert wird.
- Die Hitze, die notwendig ist, um das Erz auf die erforderliche Temperatur zu 1 ringen und die endotlierin;ische Reaktion zu bewirken, wird in einer außerordentlichen wirkungsvollen und Leliebig regelbaren Weise teils durch die äußere Beheizwig des Stahlzylinders, teils durch die Überhitze des Dampfes zugeführt.
- Wenn die für die oberflächliche Magnetisierung des Pyrits notwendige Temperatur und Zeit durch einen -Torversuch bestimmt worden sind, können sie dann außerordentlich fein geregelt werden. Die Temperatur kann zwischen 300° und 5oo° C für die verschiedenen Erze schwanken, aber in der Praxis hat sich eine Temperatur von ungefähr d25° C als sehr wirkungsvoll für die oberflächliche 11 agnetisierung der Pyrite ohne Beeinflussu-ig der Zinkblende oder anderer Sulfide erwiesen.
Claims (1)
- PATLNT-ANSPRUCH: Verfahren zur Erhitzung von Eisenver-Hndurigen enthaltenden Sulfiderzen, um die Eisenverbindungen zum Zwecke nachfolgender magnetischer Scheidung an der Oberfläche paramagnetisch zu machen, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung des zerkleinerten Erzes in einer Atmosphäre von überhitztem Wasserdampf bei einer Temperatur von etwa 3oo° bis 500' C und während einer Zeitspanne von etwa 2o i4Zinuten -erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| GB406668X | 1920-08-16 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE406668C true DE406668C (de) | 1924-11-26 |
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|---|---|---|---|
| DEP40688D Expired DE406668C (de) | 1920-08-16 | 1920-10-02 | Verfahren zur Erhitzung von Eisenverbindungen enthaltenden Sulfiderzen |
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| DE (1) | DE406668C (de) |
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1920
- 1920-10-02 DE DEP40688D patent/DE406668C/de not_active Expired
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