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DE406455C - Tunnellueftung - Google Patents

Tunnellueftung

Info

Publication number
DE406455C
DE406455C DESCH65779D DESC065779D DE406455C DE 406455 C DE406455 C DE 406455C DE SCH65779 D DESCH65779 D DE SCH65779D DE SC065779 D DESC065779 D DE SC065779D DE 406455 C DE406455 C DE 406455C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tunnel
ventilation
clear
wind
tunnel ventilation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH65779D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DESCH65779D priority Critical patent/DE406455C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE406455C publication Critical patent/DE406455C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F1/00Ventilation of mines or tunnels; Distribution of ventilating currents
    • E21F1/003Ventilation of traffic tunnels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Ventilation (AREA)

Description

  • Tunnellüftung. Zur Lüftung von Tunnels im Betriebe werden wie bekannt drei Systeme angewendet, und zwar: i. die Lüftung mit Vorhang, 2. die Lüftung nach Saccardo, 3. die Lüftung vermittels eines oder mehrerer Schächte. Bei allen drei Lüftungssystemen wirken die auf die Tunneltore jeweils wirkenden Windkräfte außerordentlich ungünstig. Sie bedingen bei den erstgenannten beiden Anlagen, zumal der unter Ziffer 2, einen erheblichen Mehraufwand an maschineller Kraft, bei der letztgenannten eine mit den Windkräften wachsende Verringerung des Lüftungsschachtes, d. h. eine Verringerung der auf einen Kubikmeer geförderten Luft entfallenden Rauchmengen.
  • Diese Nachteile werden durch vorliegende Erfindung beseitigt. Durch die Anordnung frei stehender Vorbauten, die unter Freihaltung des erforderlichen lichten Profils vor dem Tunneleingang angeordnet werden, wird nicht nur der Tunnel vom Winddruck entlastet, sondern auch noch ein Unterdruck erzielt, durch den ein in der Lüftungsrichtung wirkender Zug im Tunnelinnern hervorgerufen wird. Als Vorbauten können beispielsweise zwei gegen die Luftstromrichtung schräg gestellte Leitebenen oder ein trichterförmiger Körper mit schräg gerichteten Leitebenen mehr Anwendung finden.
  • Durch die Erfindung werden die bisher für die künstliche Entlüftung so außerordentlich schädlichen, auf den Tunneleingang anstehenden Winde veranlaßt, die Vorbauten mit ebenen oder gekrümmten Oberflächen so anzuströmen, daß sie unter Ausnutzung ihrer eigenen Kraft eine Saugwirkung auf das Tunnelinnere hervorrufen. Sie wird bedingt durch die bei der Anströmung der Vorbauten zwischen den Vorbauten untereinander und dem Tunneleingang erzeugten Unterdrücke. Die Wirkung tritt nicht nur ein bei den in der Tunnelachse wehenden Winden, sondern hei sämtlichen Winden, die auf den Tunneleingang in beliebiger Richtung treffen.
  • Außer zur Unterstützung künstlicher Tunnelentlüftungsanlagen kann die Erfindung alleinwirkend zweckmäßig zur Beseitigung von Rauchbelästigung etwaiger Anwohner eines Tunneltores angewendet werden, indem man den Erfindungsgegenstand vor dem Gegentor anbringt.
  • Die gemäß der Erfindung vor dem Tunneleingang aufgestellten Vorbauten üben die beabsichtigte Wirkung bei jeder Windstärke aus. Sie versagen also nicht wie die künstliche Lüftung bei stärkeren Windkräften. Bekanntlich werden aus wirtschaftlichen Gründen bei der zur Lüftung größerer Tunnels fast nur angewandten Saccardo-Lüftung die maschinellen Kräfte nur zur Bekämpfung geringer Außenwinde eingerichtet. Alit wachsender Geschwindigkeit des Gegenwindes wächst die vernichtende bzw. saugende N-#"nrkung einer gemäß der Erfindung angeordneten Anlage. Für die Beurteilung der weitgehenden Wirtschaftlichkeit der Erfindung ist noch hervorzuheben, daß das Bauwerk einfach und damit verhältnismäßig billig zu erstellen ist und daß es sich herbei nur um einen einmaligen Aufwand der reinen Baukosten handelt, da weitere Ausgaben für den Betrieb, die Unterhaltung, Wartung, Alpschreibung usw. nicht entstehen bzw. gegenüber den entsprechenden Ersparnissen bei der künstlichen Lüftung nicht in Betracht kommen und daß demgegenüber der durch die Erfindung erreichte Minderaufwand an maschineller Kraft für den Lüftungsbetrieb ein ständiger und beträchtlicher ist.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt: Abb. i zeigt eine Vorderansicht. Abb.2 ist die zugeh@-rige Draufsicht. Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt in der Tunnelachse.
  • Die Anlage besteht aus einem oder mehreren Vorbauten a, b, c, die von geraden Flächen b, c oder gekrümmter Fläche a gegrenzt sind. Weht ein Wind beliebiger Richtung auf die Tunnelöffnung d, so entsteht einerseits durch Ablenkung des Windes, andererseits durch Wirbelbildungen zwischen den Vorbauten untereinander und der Tunnelöffnung eine beträchtliche oder völlige Vernichtung bzw. eine Umwendung desselben in einem Unterdruck, wodurch die Luftförderung aus dem Tunnel unterstützt bzw. selbsttätig durch den Wind bewerkstelligt wird. Die Vorbauten können miteinander durch Verstrebungen e, f, g, h, ä derart verbunden sein, daß durch sie infolge der statischen Wirkung bei Windangriff eine erhebliche Ersparnis an Baukosten der Anlagen eintritt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tunnellüftung, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Tunneleingang unter Freihaltung des erforderlichen lichten Profils frei stehende Vorbauten mit gekrümmten oder ebenen . Flächen angeordnet werden.
  2. 2. Tunnellüftung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine vor der Tunnelöffnung (d) über denn lichten Tunnelquerschnitt nach rückwärts trichterartig erweiterte Führungsfläche (a) mit außerhalb des lichten Tunnelquerschnittes angeordneten nach rückwärts schräg gerichteten Leitebenen (b, c).
DESCH65779D 1922-08-30 1922-08-30 Tunnellueftung Expired DE406455C (de)

Priority Applications (1)

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DESCH65779D DE406455C (de) 1922-08-30 1922-08-30 Tunnellueftung

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DESCH65779D DE406455C (de) 1922-08-30 1922-08-30 Tunnellueftung

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DE406455C true DE406455C (de) 1924-11-22

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ID=7438678

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