Die Erfindung bezieht sich auf einen Verbrennungsmotor mit in
V-Form angeordneten Zylinderbänken mit jeweils mehreren Zylin
dern, von denen mindestens zwei oder mehr Zylinder der gleichen
Zylinderbank hintereinander zünden, ferner mit Abgasleitungen
die die Zylinder mit zwei getrennten Abgassammelleitungen ver
binden und mit einer im Öffnungsbereich des V-Raumes angeord
neten Ansaugsammelleitung.
Eine Brennkraftmaschine der gattungsgemäßen Bauart ist aus der
DE-Z "MTZ" Motortechnische Zeitschrift 50 (1989), Heft 1, Sei
ten 23 bis 28 und Heft 2, Seiten 55 bis 60 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den bekannten Ver
brennungsmotor derart zu verbessern, daß bei einer kompakten
Bauweise ein guter Drehmomentverlauf im unteren und mittleren
Drehzahlbereich erreicht wird.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Durch die Anordnung der Abgassammelleitung und der Ansaugsam
melleitung innerhalb des V-Raumes wird eine kompakte Bauweise
des Verbrennungsmotors erzielt und durch die Anordnung von zwei
Ansaugsammelleitungen, welche jeweils abwechselnd mit den Zy
lindern der einen und anderen Zylinderbank verbunden sind er
gibt sich ein verbesserter Drehmomentverlauf im unteren und
oberen Drehzahlbereich des Motors.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Un
teransprüche.
Ein Ausführungsbeisiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt, die einen Schnitt durch einen V8-Motor quer zur
Längsachse zeigt.
Der Motor besteht aus einem V-förmigen Motorblock mit zwei die
V-Schenkel bildenden Zylinderbänken 1 und 2. Die Zylinder der
beiden Zylinderbänke sind jeweils mit einem durchgehenden Zy
linderkopf 3 abgedeckt, auf denen jeweils eine Zylinderkopf
haube 4 aufsitzt.
In der inneren Spitze des V des Motorblockes sind in Zylinder
blocklängsrichtung zwei voneinander getrennte benachbart lie
gende Abgassammelleitungen 5 und 6 vorgesehen. Die Abgaslei
tungen der einzelnen Zylinder münden in diese Leitungen 5 und
6 derart ein, daß bei der eingestellten Zündfolge auch dann
jeweils beide Leitungen 5 und 6 abwechselnd beaufschlagt wer
den, wenn auf einer Zylinderbank 1 bzw. 2 zwei Zylinder hin
tereinander zünden.
Das Ausführungsbeispiel betrifft einen V8-Motor, bei dem die
Zylinder in der Reihenfolge 1, 2, 4, 3, 6, 5, 7, 8 gezündet
werden, d. h. es werden jeweils zweimal zwei Zylinder der
gleichen Zylinderbank hintereinander gezündet. Bei diesem
Motor werden demnach die Abgasleitungen der Zylinder 1, 4, 6
und 7 in die Abgassammelleitung 5 und die Abgasleitungen der
Zylinder 2, 3, 5 und 8 in die Abgassammelleitung 6
eingeleitet.
Die in der Zeichnung in der Schnittebene liegenden Abgaslei
tungen sind mit 7 und 8 bezeichnet. Dabei ist die Abgaslei
tung 7 dem Zylinder 1 zugeordnet. Parallel zu dieser Abgaslei
tung 7 führt von dem Zylinder 4 der Zylinderbank 1 eine Ab
gasleitung in die gleiche Abgassammelleitung 5. Wegen des pa
rallelen Verlaufes dieser Abgasleitung zu der Abgasleitung 7
ist sie in der Zeichnung nicht erkennbar.
Die Abgasleitung 8 verbindet den Zylinder 5 aus der Zylinder
bank 2 mit der Abgassammelleitung 6. In der Zeichnung verdeckt
verläuft parallel zu der Abgasleitung 8 eine Abgasleitung zu
dem Zylinder 8 der Zylinderbank 2.
Die Abgasleitung 9 und eine parallel dahinterliegende weitere
Abgasleitung verbinden die Zylinder 2 und 3 der Zylinderbank 1
mit der Abgassammelleitung 6. Eine Abgasleitung 10 gemeinsam
mit einer dahinterliegenden nicht sichtbaren weiteren Abgas
leitung verbinden die Zylinder 6 und 7 der Zylinderbank 2 mit
der Abgassammelleitung 5. Damit führen die aus beiden Zylin
derbänken kommenden Abgasleitungen der Zylinder 1, 4, 6 und 7
gemeinsam in die Abgassammelleitung 5, während die Abgassam
melleitung 6 von den Abgasleitungen der Zylinder 2, 3, 5 und 8
gemeinsam beaufschlagt ist.
Oberhalb der Abgasleitungen liegen in dem offenen Ende des V
die Leitungen der Ansauganlage, die sich aus zwei getrennten
in Motorlängsrichtung verlaufenden Ansaugsammelleitungen 11
und 12, die voneinander getrennt sind, und diese mit den ein
zelnen Zylindern verbindenden Ansaugleitungen zusammensetzt.
Wie bei den Abgasleitungen sind auch die Ansaugleitungen so
mit den Ansaugsammelleitungen verbunden, daß stets Ansaugluft
abwechselnd aus den Ansaugsammelleitungen 11 und 12 angesaugt
wird.
Die Ansaugleitung 13 verbindet den Zylinder 1 mit der Ansaug
sammelleitung 11. Eine weitere parallel zu der Ansaugleitung
13 und daher in der Zeichnung nicht erkennbare Ansaugleitung
führt Ansaugluft aus der gleichen Ansaugsammelleitung 11 in
den Zylinder 4. Zu der anderen Zylinderbank führt aus der An
saugsammelleitung 11 eine Ansaugleitung 14 in den Zylinder 6.
Parallel und daher wiederum in der Zeichnung nicht erkennbar
verbindet eine weitere Ansaugleitung den Ansaugsammelkanal 11
mit dem Zylinder 7 der gleichen Zylinderbank 2.
Aus der Ansaugsammelleitung 12 führen Ansaugleitungen 15 und
16 zu dem Zylinder 2 der Zylinderbank 1 bzw. zu dem Zylinder 5
der Zylinderbank 2. Jeweils parallel verlaufende und damit in
der Zeichnung verdeckte Ansaugleitungen verlaufen zwischen der
Ansaugsammelleitung 12 und dem Zylinder 3 der Zylinderbank 1
einerseits und dem Zylinder 8 der Zylinderbank 2 andererseits.
Damit führt die Ansaugsammelleitung 11 zu den Zylindern 1, 4,
6 und 7 und die Ansaugsammelleitung 12 zu den Zylindern 2, 3,
5 und 8.
Die aus den Abgassammelleitungen 5 und 6 sowie den Abgaslei
tungen bestehende Auspuffanlage ist nach außen über Dämmateri
al 17 wärmeisoliert. Außerdem ist die gesamte in dem inneren
des V angeordnete Auspuffanlage mit einer geschlossenen Abdec
kung 18 gegen Wärmeabstrahlung zu dem offenen V-Ende hin abge
deckt. Durch die Anordnung der Abdeckung 18 und Abstandshal
tung der einzelnen Teile der Auspuffanlage von den Motorblock
wänden ist eine gezielte Luftdurchströmung vom Motorlüfter
durch die in der Spitze des V liegende Auspuffanlage bis unter
den Boden eines den Motor aufnehmenden Fahrzeuges möglich.
Der Wegfall der Auspuffkrümmer an den Motoraußenseiten ist
vorteilhaft für den Einbau des Motors in das Fahrzeug. Der
gewonnene Raum kann insbesondere zum Einbau bestimmter bei
außen angebrachten Krümmern schlecht unterzubringender Aggre
gate wie beispielsweise Anlasser, Motorlager, Generator und
Klimakompressor usw. verwendet werden. Das dargestellte Aus
führungsbeispiel betrifft einen Motor, bei dem jedem Zylinder
insgesamt vier Ventile, nämlich zwei Ein- und zwei Auslaßven
tile zugeordnet sind. Die Saugleitungen sind jeweils vor und
hinter der Zündkerze aus dem Zylinderkopf 3 geführt. Die ver
hältnismäßig langen und ziemlich gerade in die Zylinder durch
den jeweiligen Zylinderkopf führenden Saugrohre erlauben eine
gute Füllung der Zylinder besonders im unteren und mittleren
Drehzahlbereich.