DE4041032C2 - Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Lastkreises - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine derartige Anordnung ist aus der US 45 81 540 bekannt.
Bei dieser Anordnung ist ein Sperrkreis vorgesehen, der bei
Auftreten eines Überstroms, der den Schalttransistor oder
die Last beschädigen kann, den Laststrom begrenzt. Der
Sperrkreis besteht im wesentlichen aus zwei Transistoren
und wird von der an einem im Lastkreis liegenden Widerstand
auftretenden Spannung gesteuert. Da die Auslösespannung des
Sperrkreises temperaturabhängig ist, muß diese höher eingestellt
werden, als dies bei einer stabilen Auslösespannung
erforderlich wäre.
Aus der DE 24 46 103 C2 sind verschiedene Schaltungsanordnungen
für einen stabilisierten Transistorverstärker bekannt.
Hierbei ist im Basis- und/oder Emitterkreis eines
Transistors wenigstens eine Diode vorgesehen, um bei entsprechender
Dimensionierung der Werte des Verstärkers nicht
nur temperaturbedingte Änderungen der Eigenschaften von
vorhandenen Halbleiterelementen, sondern auch Änderungen
der Versorgungsspannung und Änderungen der in der Schaltung
vorhandenen Widerstände zu berücksichtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße
Schaltungsanordnung hinsichtlich der Temperaturstabilität
der Auslösespannung des Sperrkreises zu verbessern.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch die im
kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Verwendung einer Stromquelle im Temperaturkompensationskreis
des Schalttransistors hat den Vorteil, daß
diese Stromquelle als Photodiode oder zusammen mit der in
Sperr-Richtung geschalteten Diode als lichtempfindliche
Diode bzw. als Phototransistor ausgebildet werden kann, so
daß der Eingangskreis und der Schaltkreis optisch gekoppelt,
also elektrisch isoliert werden können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Fig. 1 bis 4 bei
spielsweise erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild eines bekannten Halbleiterre
laiskreises entsprechend der US 4581540,
Fig. 2 ein Schaltbild eines Schaltkreises gemäß der
Erfindung, und
Fig. 3 und 4 Abwandlungen des Kreises der Fig. 2.
Fig. 1 zeigt einen bekannten Halbleiterrelaiskreis 10. Der
Kreis 10 hat einen Eingangsteil 11 mit einem Strombegrenzer
12 und zwei LEDs 13 und 14. Ein Schaltteil 15 enthält eine
Detektoranordnung 17, die so ausgebildet ist, daß sie von
den LEDs 13 und 14 erzeugtes Licht erfaßt und dadurch die
gewünschte Schaltungsisolierung der Eingangsschaltung be
wirkt. Die Detektoranordnung 17 ist mit der Gateelektrode
einer Schaltvorrichtung 18 (die vorzugsweise ein MOSFET ist)
über einen Strombegrenzungswiderstand 19 verbunden. Die De
tektoranordnung 17 ist auch mit der Sourceelektrode der
Schaltelektrode 18 über einen Widerstand 21 verbunden. Ein
Lastkreis 22 und eine Spannungsquelle 23 sind in Reihe ge
schaltet und verbinden die Drainelektrode der Schaltvor
richtung 18 und den Widerstand 21. Ein weiterer Widerstand
24 ist parallel zur Detektoranordnung 17 geschaltet.
Im normalen Betrieb des Schaltrelais bewirkt das Auftreten
eines Eingangssignals im Eingangsteil des Kreises 10 (durch
Schließen eines Schalters 25 veranschaulicht, um eine Bat
terie 26 zuzuschalten), daß die LEDs 13 und 14 ein Licht
ausgangssignal erzeugen, das von der Detektoranordnung 17
festgestellt wird. Die Detektoranordnung 17 erzeugt ein
Signal zwischen der Gate- und der Sourceelektrode der
Schaltvorrichtung 18, das, wenn es ausreichend ist, die
Schaltvorrichtung 18 einschaltet, so daß Strom zur Last 22
fließt. Wenn das Eingangssignal vom Eingangsteil 11 entfernt
wird, erzeugt die Detektoranordnung 17 kein ausreichendes
Signal mehr, um die Schaltvorrichtung 18 zu betätigen, die
abschaltet, so daß die Last 22 keinen Strom mehr erhält.
Es gibt verschiedene Bedingungen, unter denen ein Überlast
strom in der Last 22 erzeugt wird, der die Schaltvorrich
tung oder die Last 22 beschädigen oder zerstören kann. Um
den Bereich von Strömen zu begrenzen, die der Last 22 über
die Schaltvorrichtung 18 zugeführt werden können, ist der
Kreis 10 vorgesehen und so ausgebildet, daß die Schaltvor
richtung bei Auftreten von Überlastströmen abgeschaltet
werden kann. Die besondere Anordnung in Fig. 1 enthält
einen ersten PNP-Transistor 28 und einen zweiten NPN-
Transistor 29, die so geschaltet sind, daß sie den Strom
zur Schaltvorrichtung 18 kurzschließen. Ein Widerstand 31
verbindet die Detektoranordnung 17 mit der Basis des Tran
sistors 28 und dem Kollektor des Transistors 29. Der Emit
ter des Transistors 28 ist mit dem oberen Anschluß der De
tektoranordnung 17 verbunden, und der Emitter des Transi
stors 29 ist mit dem unteren Anschluß der Detektoranordnung
17 verbunden. Ein Widerstand 32 ist zwischen die Source
elektrode der Schaltvorrichtung 18 und dem Widerstand 21
geschaltet, um ein Maß für die Spannung über dem Widerstand
21 dem Kollektor des Transistors 28 und der Basis des Tran
sistors 29 während des Betriebs der Schaltvorrichtung 18 zu
übermitteln.
Die Sperranordnung hat zwei Eingangsanschlüssen, von denen
einer die Spannung über dem Widerstand 21 mißt und einen
weiteren, der den Strom zum Kollektor des Transistors 29
mißt. Die Größe des Widerstands 21 ist so gewählt, daß,
wenn der Strom durch die Last 22 zu groß wird, die Spannung
über dem Widerstand 21 (die ein Maß dieses Stroms ist) bis
zu einem Punkt zunimmt, an dem die Sperrung erfolgt, so daß
der Eingang über den Source- und Drainelektroden der
Schaltvorrichtung 18 kurzgeschlossen wird. Die Spannungs
differenz zwischen dem Basis/Emitter-Übergang des Transi
stors 29 schaltet diesen Transistor ein und bewirkt, daß
Strom über den Basis/Emitter-Übergang des Transistors 28
fließt. Der Transistor 28 schaltet ein und verriegelt die
Sperranordnung im EIN-Zustand. Dies bewirkt, daß die
Schaltvorrichtung 18 abgeschaltet und der Strom zur Last 22
unterbrochen wird.
Ein Hauptproblem des Kreises 10 der Fig. 1 besteht darin,
daß sich die Spannung, die erforderlich ist, um den Betrieb
der aus den Transistoren 28 und 29 bestehenden Sperranord
nung auszulösen, mit der Temperatur drastisch ändert. Da
diese Spannung durch den Meßvorgang über dem Widerstand 21
bestimmt wird, stellt sie tatsächlich ein Maß des Stroms
durch die Schaltvorrichtung 18 und die Last 22 dar, und
dieser Wert kann sich mit der Temperatur drastisch ändern.
Insbesondere bei einer speziellen Anordnung 10 ändert sich
der Wert des Stroms durch die Last, der erforderlich ist,
um die Sperranordnung zu betreiben, von 1,3 A bei -55°C
über 1 A bei 25°C bis zu 0,33 A bei 115°C. Da sich die Auslö
sespannung notwendigerweise im gleichen Maße ändert, muß
die normale Auslösespannung weit höher gehalten werden, als
es notwendig wäre, wenn der Wert stabiler wäre. Verbunden
mit der niedrigeren Auslösespannung wäre ein niedrigerer
Gesamtleistungsverbrauch der Schaltung.
Fig. 2 zeigt einen Schaltkreis 40 gemäß der Erfindung. Der
Kreis 40 hat Elemente eines Eingangsteils 11 im wesentlichen
gleich dem Kreis 10 der Fig. 1 zur Energieversorgung von
zwei LEDs 10 und 14, um einen elektrisch isolierten Eingang
zu schaffen. Der Schaltkreis 40 hat auch einen Ausgangsteil
15, der alle Elemente des Ausgangsteils 15 des Kreises 10
hat, welche alle mit den gleichen Bezugsziffern versehen
sind. Zum Ausgangsteil 15 der Fig. 2 sind Elemente hinzuge
fügt, die mit denen zusammenwirken, deren Betrieb bereits
erläutert wurde, um die Temperaturkompensation des Kreises
40 zu bewirken.
Diese Elemente umfassen eine Photodiode 42, die parallel zu
einer Siliziumdiode 43 geschaltet ist. Die Diode 42 ist mit
einer oder mit beiden LEDs 13 und 14 optisch gekoppelt, um
das Vorhandensein eines Eingangssignals im Eingangsteil 11
zu erfassen. Die Parallelschaltung der Siliziumdiode 43 und
der Diode 42 ist mit dem Emitter eines NPN-Transistors 44
verbunden, dessen Kollektor mit der Basis des Transistors
28 und dem Kollektor des Transistors 29 verbunden ist. Die
Basis des Transistors 44 ist durch einen Widerstand 46 zwi
schen die Schaltvorrichtung 18 und den Widerstand 21 ge
schaltet. Ein Kondensator 47 ist zwischen die Basis des
Transistors 44 und den negativen Anschluß der Spannungs
quelle 23 geschaltet.
Wenn ein Eingangssignal durch Schließen des Schalters 25 im
Eingangsteil 11 zugeführt wird, liefern die LEDs 13 und 14
zur Detektoranordnung 17 und zur Diode 42 erfaßbares Licht.
Die Diode 42 ist so gewählt, daß sie etwa 1,1 V bei offenem
Kreis und etwa 20 µA Strom im Kurzschlußzustand erzeugt.
Die Diode 42 ist jedoch zur Siliziumdiode 43 parallel ge
schaltet. Die Spannung über der Diode 42 ist somit auf dieje
nige über der Diode 43 beschränkt. Die Spannung der Diode
43 ändert sich mit der Temperatur von etwa 0,5 V bei -55°C
über 0,35 V bei 25°C bis zu 0,05 V bei 115°C.
Da der Transistor 44 mit dem Eingang an der Basis des Tran
sistors 28 der Sperranordnung verbunden ist, löst der Tran
sistor 44, wenn er eingeschaltet wird, den Betrieb der
Sperranordnung aus, um die Schaltvorrichtung 18 kurzzu
schließen und den Kreis 40 abzuschalten. Der Transistor 44
wird eingeschaltet, wenn die Spannung über dem Widerstand
21 groß genug wird, so daß die Spannung zwischen der Basis
und dem Emitter des Transistors 44 ausreichend groß wird.
Der Wert des Widerstands 46 wird so gewählt, daß er einen
kleinen Spannungsabfall erzeugt, so daß die Vorspannung der
Basis-Emitteranschlüsse des Transistors 44 im wesentlichen
die Differenz ist, die durch die Spannung über dem Wider
stand 21 und die Spannung über der Diode 43 erzeugt wird.
Wie zuvor erläutert, ändern sich die Spannungen, die erfor
derlich sind, um einen Transistor (wie die Sperrtransisto
ren 28 und 29) einzuschalten, und die Spannung über der Di
ode 43 mit der Temperatur. Durch Wahl eines Transistors 44
mit einer Einschaltspannung, die sich über den erwarteten
Temperaturbereich in einer Weise ändert, die an die Ände
rung der Spannung über der Siliziumdiode 43 angepaßt ist,
kann folglich eine konstante Einschaltspannung über dem Wi
derstand 21 erzielt werden. Dies wiederum überträgt sich in
eine relativ konstante Auslösespannung der aus den beiden
Transistoren 28 und 29 bestehenden Sperranordnung, da die
Auslösung
des Schaltvorgangs an der Basis des Transistors 28
und nicht an der Basis des Transistors 29 erfolgt.
Die führt schließlich zu einem relativ konstanten
Auslösestrom durch die Schaltvorrichtung 18.
Verwendet man typische numerische Werte der Basis-Emitter
auslösespannung von 0,45 V für den Transistor 44, so ergibt
ein Wert von 0,35 V über der Diode 43 eine Spannung über
dem Widerstand 21 von 0,1 V, um den Transistor 44 bei 25°C
auszulösen. Bei 55°C erfordert der Transistor 44 0,6 V und der
Spannungsabfall über der Diode 43 beträgt 0,5 V, so daß die
Spannung über dem Widerstand 21 wieder 0,1 V beträgt. Bei
115°C beträgt die Spannung über dem Transistor 44 0,15 V
und über der Diode 43 0,05 V und über dem Widerstand 21
wieder 0,1 V.
Es ist somit ersichtlich, daß der Auslösestrom durch die
Schaltvorrichtung 18 in einem großen Temperaturänderungsbe
reich durch den Kreis 40 konstant gehalten werden kann.
Darüber hinaus ermöglicht es der relativ konstante Wert des
Auslösestroms, einen weit geringeren Wert zu verwenden, um
den Betrieb der Sperranordnung auszulösen, und damit wird
ein geringerer Gesamtleistungsverbrauch ermöglicht. Es ist
zu beachten, daß die Kombination des Widerstands 46 und des
Kondensators 47 so gewählt ist, daß eine Zeitschaltung mit
einer geringen Verzögerung geschaffen wird, was eine
störende Auslösung des Transistors 44 durch Stromspitzen
verhindert.
Selbstverständlich sind andere Methoden zur Verwirklichung
der Erfindung möglich. Z. B. kann die Parallelschaltung der
Siliziumdiode 43 und der Diode 42 durch einen NPN-Transistor
mit der gleichen Spannungs/Strom-Kennlinie der Siliziumdio
de 43 und der Diode 42 ersetzt werden. Ein lichtempfindlicher
Transistor kann die gewünschte Änderung mit der Temperatur
bewirken, um die Änderung der Auslöse
spannung der Sperranordnung mit der Temperatur zu kompen
sieren. Fig. 3 zeigt solch einen Kreis. Eine zusätzliche
Möglichkeit besteht darin, die Diode 42 durch eine Konstant
stromdiode oder eine ähnliche Konstantstromeinrichtung pa
rallel zur Siliziumdiode 43 zu ersetzen. Fig. 4 zeigt solch
einen Kreis.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Lastkreises,
bestehend aus einem im Lastkreis liegenden Schalttransistor,
der von einem Sperrkreis angesteuert wird, der
eine temperaturabhängige Auslösespannung hat,
gekennzeichnet durch
einen dem Sperrkreis (28, 29) vorgeschalteten temperaturkompensierten
Schalttransistor (44) zum Auslösen des Sperrkreises,
dessen Steuerelektrode mit dem Lastkreis verbunden
ist, wobei die Temperaturkompensation des Schalttransistors
(44) durch die Parallelschaltung einer Stromquelle (42) und
einer in Sperr-Richtung geschalteten Diode (43) zwischen
dem Emitter des Schalttransistors (44) und Masse erreicht
wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Parallelschaltung der Stromquelle und der Diode als
lichtempfindlicher Transistor ausgebildet ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stromquelle eine Konstantstromquelle ist.
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