DE4040199C2 - - Google Patents
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- F16N29/00—Special means in lubricating arrangements or systems providing for the indication or detection of undesired conditions; Use of devices responsive to conditions in lubricating arrangements or systems
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- G05D16/2006—Control of fluid pressure characterised by the use of electric means with direct action of electric energy on controlling means
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung des
Fließdrucks von Schmierfetten gemäß der Gattung des Hauptanspruchs
sowie eine Anordnung zur Durchführung dieses
Verfahrens.
Zur Bestimmung des Fließdrucks von Schmierfetten ist eine
Meßmethode nach Kesternich DIN 51805 bekannt, bei der ein
in einer Prüfdüse befindliches Schmierfett mit steigendem
Druck beaufschlagt wird, so lange bis das Schmierfett
schlagartig aus der Prüfdüse austritt. Das schlagartige
Austreten des Schmierfettes tritt dann auf, wenn der Druck
so hoch ist, daß das Schmierfett zu fließen beginnt. Der
auf diese Weise maximal erreichbare Druck stellt somit den
Fließdruck dar. Aus der DE-AS 17 98 034 ist eine Einrichtung
bekannt, die nach dieser Methode arbeitet.
Bekannte Meßanordnungen besitzen einen von Hand verstellbaren
Feindruckregler, dessen ausgangsseitiger Druck mittels
eines Manometers zur Anzeige gebracht wird. Durch manuelle
Verstellung des Feindruckreglers wird der Druck so lange
erhöht, bis am Manometer ein Druckabfall ersichtlich
wird. Dieser Druckabfall tritt immer dann auf, wenn das in
der Prüfdüse befindliche Schmierfett zu fließen beginnt
und schlagartig aus der Prüfdüse austritt. Der unmittelbar
zuvor erreichte maximale Druck wird als der ermittelte
Fließdruck festgehalten. Diese manuelle Meßmethode hat den
Nachteil, daß sie einerseits zeitaufwendig ist und andererseits
eine exakte, reproduzierbare Ermittlung des Fließdrucks
eine hohe Konzentration der Bedienperson erfordert
und oftmals mit Fehlern behaftet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Anordnung zur Bestimmung des Fließdrucks von
Schmierfetten zu schaffen, womit reproduzierbare und möglichst
exakte Meßergebnisse erhalten werden können.
Diese Aufgabe ist für ein Verfahren durch die im Anspruch 1
angegebenen Merkmale und für eine Anordnung durch die im
Anspruch 5 angegebenen Merkmale gelöst. Der steuerbare
Fließdruckregler kann mittels eines vorgegebenen Steuerprogramms
in beispielsweise gleichen Meßschritten so verändert
werden, daß der an der Prüfdüse anstehende Prüfdruck
reproduzierbar schrittweise erhöht wird. Dabei wird
der an der Prüfdüse anliegende Prüfdruck ständig mittels
eines Druckmeßumformers gemessen und in einem Meßwertspeicher
abgelegt, so daß nach einem plötzlich auftretenden
Druckabfall der Meßwert, der den maximalen Prüfdruck
kennzeichnet, als Fließdruck zur Anzeige gebracht werden
kann. Durch die Speicherung mehrerer Meßwerte vor dem Erreichen
der Fließdruckgrenze besteht die Möglichkeit, systembedingte
Meßwertschwankungen und die daraus resultierenden
Meßwertabweichungen rechnerisch zur Bestimmung eines
exakten Fließdruckes zu berücksichtigen.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der
Druckabfall beim Austreten des Schmierfettes von einem
Meßwertvergleicher erkannt wird, und daß der vor dem Druckabfall
gemessene Prüfdruck als Fließdruck angezeigt wird.
Der Meßwertvergleicher kann dabei den aktuellen Prüfdruck
mit einem zuvor im Speicher abgelegten Prüfdruck
vergleichen, wobei der aktuelle Prüfdruck für den nächsten
Druckvergleich dann ebenfalls im Speicher abgespeichert
wird. Auf diese Weise kann der Fließdruck von der Meßanordnung
selbst erkannt und ausgedruckt oder zur Anzeige
gebracht werden.
An der Prüfdüse treten während eines Meßzyklus Prüfdruckschwankungen
auf, die durch den Meßaufbau bedingt sind.
Damit derartige Prüfdruckschwankungen nicht fälschlicherweise
als Druckabfall zur Bestimmung des Fließdrucks herangezogen
werden, ist es besonders vorteilhaft, wenn ein
Mindestdruckabfall vorgegeben werden kann, damit kleinere
Druckschwankungen für die Bestimmung des Fließdrucks nicht
berücksichtigt werden. Erst wenn ein Druckabfall auftritt,
der größer ist als der vorgegebene Mindestdruckabfall,
wird der zuvor gemessene maximale Prüfdruck als Fließdruck
angezeigt oder zur weiteren Auswertung verwendet.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Prüfdruck
in einstellbaren Drucksteigerungsraten erhöht wird.
Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche, reproduzierbare
Fließdruckmessungen durchführen.
Eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist im Anspruch 5 gekennzeichnet und besitzt einen
Meßwertvergleicher, der jeweils einen aktuellen Meßwert
mit einem unmittelbar zuvor ermittelten letzten Meßwert
vergleicht. Durch diesen Meßwertvergleich stellt der Meßwertvergleicher
das Erreichen des Fließdrucks bei Auftreten
eines starken Druckabfalls fest und kann den letzten
Meßwert als den ermittelten Fließdruck an eine Digitalanzeige
oder zur Weiterverarbeitung ausgeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 die Schalttafel mit Meßinstrumenten einer erfin
dungsgemäßen Anordnung,
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Anordnung,
Fig. 3 die Seitenansicht eines Feindruckreglers und
Fig. 4 die Stirnseite des in Fig. 3 dargestellten
Feindruckreglers.
Die in Fig. 1 dargestellte Schalttafel zeigt im wesentli
chen folgende Funktionselemente:
Einen Vordruckregler 1 zur Einstellung des Vordrucks auf 2,5 bar.
Einen Vordruckregler 1 zur Einstellung des Vordrucks auf 2,5 bar.
Ein Manometer 2 zur Messung und Anzeige des eingestellten
Vordrucks.
Ein zweites Manometer 3 zur Messung und Anzeige des momen
tan durch einen Feindruckregler eingestellten Drucks.
Eine Digitalanzeige 4 für den momentan eingestellten Prüf
druck bzw. den ermittelten Fließdruck.
Ein Druckknopffeld 5 zur Umschaltung der Digitalanzeige 4
zwischen Anzeige des eingestellten Prüfdrucks bei Compu
terbetrieb und Anzeige des Maximalwertes bei manuellem
Betrieb.
Ein Druckknopffeld 6 zur Umschaltung zwischen Computerbe
trieb und manuellem Betrieb.
Ein Regelknopf 7 zur Einstellung der Druckanstiegsgesch
windigkeit bei manuellem Betrieb.
Tastknöpfe 8 zur Steuerung des Feindruckreglers bei manu
ellem Betrieb.
Ein Anschluß 9 für eine Prüfdüse bei manuellem Betrieb.
Mehrere Anschlüsse A1 bis A6 für Prüfdüsen bei
Computerbetrieb. Über den Anschlüssen befindet sich je
weils eine optische Anzeige 10, die anzeigt welche Düse
gerade aktiv ist.
Eine Positionsanzeige 11 für die jeweilige Stellung des
Feindruckreglers.
In Fig. 2 ist die gesamte Anordnung in Form eines Block
schaltbildes dargestellt. Am unten in Fig. 3 ersichtli
chen Druckeingang liegt ein Versorgungsdruck von 6 bar an,
der über einen Vordruckregler und ein erstes Magnetventil
12 auf einen Vordruck von 2,5 bar eingestellt wird. Dieser
Vordruck liegt an einem steuerbaren Feindruckregler 13 an,
dessen Steuereingang von einer Steuereinheit 14 gespeist
wird. Innerhalb der Steuereinheit 14 befindet sich eine
Motorsteuerung 15, die den Stellmotor 16 des Feindruckreg
lers 13 zur Einstellung eines bestimmten Fließdrucks bzw.
eines sich zeitlich ändernden Fließdrucks steuert. Der
durch den Feindruckregler 13 eingestellte Druck tritt an
dessen Ausgang 17 auf und gelangt über ein zweites Magnet
ventil 18 und eine Drossel 19 zu einer Prüfdüse 20. Am
Ausgang 17 wird mittels eines Manometers 3 der dort vor
handene Feindruck gemessen. Der an der Prüfdüse 20 anlie
gende Prüfdruck wird mittels eines Druckmeßumformers 21 in
ein elektrisches Signal umgeformt und einer elektronischen
Signalauswertung 22 zugeführt.
Die elektronische Signalauswertung 22 wandelt das empfan
gene Meßsignal in digitale Meßwerte um, die in einem digi
talen Meßwertspeicher 23 abgelegt werden können. Zwischen
Eingang 24 und Ausgang 25 des digitalen Meßwertspeichers
23 liegt ein Meßwertvergleicher 26.
Weiterhin ist eine Steuerlogik 27 vorgesehen, die in Ab
hängigkeit von der Stellung oder der Betätigung äußerer
Bedienelemente 28 Leuchtanzeigen 29 zur Kennzeichung des
aktuellen Betriebszustandes steuert. Außerdem steuert die
Steuerlogik 27 die Steuereinheit 14, die Magnetventile 12,
18 sowie die Einrichtungen 22 bis 26. Die Steuerlogik 27
stellt die gesamte Anordnung auf gewünschte Meßverfahren
oder Betriebszustände ein.
Im manuellen Betrieb kann die Motorsteuerung 15 direkt
mittels eines Druckstufenwahlschalters 30 beeinflußt
werden.
Zur Bestimmung des Fließdrucks eines Schmierfettes oder
eines entsprechenden Mediums wird eine vorgegebene Menge
des Schmierfettes 31 in den trichterförmigen Freiraum der
Prüfdüse 20 eingebracht. Das Schmierfett 31 wird nun so
lange mit steigendem Prüfdruck PD beaufschlagt, bis das
Schmierfett 31 durch den Kanal 32 nach unten aus der Prüf
düse 20 herausfließt. Dieses Herausfließen geschieht
schlagartig in dem Moment, wo der Fließdruck erreicht bzw.
geringfügig überschritten wird.
Die kontinuierliche oder schrittweise Erhöhung des Prüf
drucks PD erfolgt durch eine entsprechende Steuerung des
Feindruckreglers 13. Bei Erreichen des Fließdrucks fällt
der Prüfdruck PD am Meßpunkt 33 schlagartig ab. Dieser
Druckabfall wird vom Meßwertvergleicher 26 festgestellt,
so daß dieser über die Steuerleitung 34 den Meßwertspei
cher 23 veranlaßt, den maximalen Prüfdruck, der dem Fließ
druck entspricht, ausgangsseitig zur Digitalanzeige 4 zu
übertragen. Anstelle der Digitalanzeige 4 kann auch eine
weitere Druckauswerteeinrichtung vorgesehen sein, die bei
spielsweise die Meßergebnisse mehrerer aufeinanderfolgen
der Messungen auswertet.
In den Fig. 3 und 4 ist eine mögliche Ausführungsform
des Feindruckreglers 13 dargestellt. Der Feindruckregler
13 besitzt einen Stellmotor 16, der über ein Getriebe 35
und einem Zahnriemen 36 ein Stellrad 37 betätigt. Das
Stellrad 37 verändert über eine Gewindespindel 38 die Po
sition eines Drucktellers 39, dessen linke und rechte End
stellung über Endschalter 40, 41 überwacht wird.
Claims (5)
1. Anordnung zur Bestimmung des Fließdrucks von Schmierfetten
oder dergleichen mittels einer ein Schmierfett aufnehmenden
genormten Prüfdüse, in der das Schmierfett mit
steigendem pneumatischen Prüfdruck beaufschlagt wird, bis
das Schmierfett schlagartig aus der Prüfdüse austritt und
der Prüfdruck spontan abfällt, wobei der unmittelbar vor
dem Druckabfall herrschende maximale Druck als Fließdruck
ermittelt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das in der Prüfdüse
(20) befindliche Schmierfett (31) mittels eines steuerbaren
Feindruckreglers (13) über eine Drossel (19) mit Prüfdruck
(PD) beaufschlagt wird; daß eine mit dem Feindruckregler
(13) verbundene Steuereinheit (14) den Prüfdruck
(PD) schrittweise oder kontinuierlich erhöht; daß
über einen Druckmeßumformer (21) eine ständige Messung des
Prüfdrucks (PD) erfolgt und die Meßwerte in einem Meßwertspeicher
(23) abgelegt werden; und daß wenigstens einer
der unmittelbar vor dem Auftreten eines Mindestdruckabfalls
ermittelten Meßwerte zur Bestimmung des Fließdrucks
herangezogen wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckabfall beim Austreten
des Schmierfetts (31) aus der Prüfdüse (20) von einem
Meßwertvergleicher (26) erkannt wird, und daß der vor
dem Druckabfall gemessene Prüfdruck (PD) als Fließdruck
angezeigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abweichung des aktuellen
Prüfdrucks (PD) vom jeweils zuletzt gemessenen Druckwert
in einer Signalauswertung (22) ermittelt wird, und
daß bei einem vorgegebenen prozentualen oder absoluten
Mindestdruckabfall der zuvor ermittelte Prüfdruck (PD) als
Fließdruck angezeigt wird.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Prüfdruck (PD) in einstellbaren Drucksteigerungsraten erhöht
wird.
5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Pneumatikeingang des
steuerbaren Feindruckreglers (13) ein konstanter Arbeitsdruck
(2,5 bar) anliegt; daß eine mit dem Feindruckregler
(13) verbundene Steuereinheit (14) zur schrittweisen oder
kontinuierlichen Erhöhung des Prüfdruckes vorhanden ist;
daß der Pneumatikausgang (17) des Feindruckreglers (13)
über ein Mehrwegventil (18) mit einer Drossel (19) verbunden
ist, die ausgangsseitig über eine Druckleitung, an der
der Druckmeßumformer (21) angeschlossen ist, mit der Prüfdüse
(20) verbunden ist; daß der Meßausgang des Druckmeßumformers
(21) mit einer Signalauswertung (22) verbunden
ist, die ausgangsseitig einem digitalen Meßwertspeicher
(23) und einem ersten Eingang eines Meßwertvergleichers
(26) die aktuellen Druckwerte zuführt; daß ein Ausgang des
Meßwertspeichers (23) mit dem zweiten Eingang des Meßwertvergleichers
(26) verbunden ist und diesem den jeweils unmittelbar
vor dem aktuellen Meßwert abgespeicherten letzten
Meßwert zuführt; und daß durch den Vergleich zwischen
aktuellem und letztem Meßwert ein beim Erreichen des
Fließdrucks auftretender Prüfdruckabfall von dem Meßwertvergleicher
(26) erkannt und der letzte Meßwert als Fließdruck
aus dem Meßwertspeicher (23) ausgegeben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904040199 DE4040199A1 (de) | 1990-12-15 | 1990-12-15 | Anordnung zur bestimmung des fliessdrucks von schmierfetten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904040199 DE4040199A1 (de) | 1990-12-15 | 1990-12-15 | Anordnung zur bestimmung des fliessdrucks von schmierfetten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4040199A1 DE4040199A1 (de) | 1992-06-17 |
| DE4040199C2 true DE4040199C2 (de) | 1992-11-12 |
Family
ID=6420474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904040199 Granted DE4040199A1 (de) | 1990-12-15 | 1990-12-15 | Anordnung zur bestimmung des fliessdrucks von schmierfetten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE2444148C3 (de) * | 1974-09-16 | 1981-09-17 | Dr. Karl Thomae Gmbh, 7950 Biberach | Kapillar-Viskosimeter |
| GB2210466B (en) * | 1987-10-01 | 1992-06-17 | Alan George | Rheometrics and melt flow index measurement device |
-
1990
- 1990-12-15 DE DE19904040199 patent/DE4040199A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4040199A1 (de) | 1992-06-17 |
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