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Vorrichtung für Schreibmaschinen zum Kuppeln der Papierwalze mit dem
Zeilenschaltrad. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igi
i die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom
13. August 1921 beansprucht. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung
für Schreibmaschinen zum Kuppeln der Papierwalze mit dem Zeilenschaltrad unterwVerwendung
von diametral gegenüberliegenden Klemmrollen, die durch Federn in Klemmstellung
gehalten werden. Vorrichtungen, bei denen die Rollen durch Dazwischenschieben von
Bolzen o. dgl. aus der Klemmstellung gedrückt wurden, sind bekannt, wobei die Bolzen
durch Achsialverschiebungeiner Stange bewegt wurden. Bei anderen Vorrichtungen wird
die Entkupplung der Papierwalze und des Schaltrades durch Drehung einer achsial
angeordneten Stange erreicht, während des ersten Teiles der Drehung findet die Entkupplung
statt, worauf die Papierwalze im weiteren Teil der Drehung mitgenommen wird. Dabei
werden Sperrhaken außer Eingriff mit einem gezahnten Sperrad gebracht, und durch
Klemmstellung des Nockens zwischen den Sperrhaken die Papierwalze mitgenommen. Infolge
des gezahnten Sperrades, das mit den Sperrhaken zusammenarbeitet, kann die Papierwalze
nicht in jeder Lage festgehalten werden und die Klemmstellung des Nockens zwischen
dem Sperrhaken fordert eine sehr genaue Ausbildung der Teile, um Verbiegung der
Teile zu vermeiden und die Rückführung des Nockens in die neutrale Lage zuzulassen.
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Gemäß der Erfindung sind die Rollen an Klinken angeordnet, welche
durch Ausschwingen eines Hebels alle gleichzeitig ausgeschwungen werden, um die
Rollen in Auslösestellung zu bringen, wobei die Ausschwingung des Hebels durch einen
an der Maschine angeordneten Handgriff erfolgt. Der Hebel wird durch das umgebogene
Ende einer Stange, die den Handgriff trägt, ausgeschwungen. Dieses Ende greift mit
Spiel durch eine Öffnung der die Papierwalze tragenden Hohlwelle hindurch, und bei
Drehung der achsial angeordneten Stange wird zuerst dei Hebel ausgeschwungen und
dann durch die unmittelbare Berührung mit der Welle die letztere mitgenommen. Die
Stange wird in bezug auf die Öffnung stets in der unwirksamen, normalen Mittellage
durch einen federnden Ring gehalten, dessen Ende einerseits in einen Ausschnitt
des Handgriffes und anderseits in den Ausschnitt einer Welle eingreift, die mit
der Welle in Verbindung steht, welche zur Lagerung der Papierwalze dient. Der Hebel
besitzt Schultern, durch welche die gleichzeitige Bewegung der Klinken stattfindet,
um die Rollen gleichzeitig in Auslösestellung zu bringen.
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Abb. i ist ein Längsschnitt durch den das Zeilenschaltrad tragenden
Teil der Papierwalze einer Schreibmaschine, Abb. 2 ist ein Querschnitt nach 2-2
der Abb. i, Abb. 3 ist ein Querschnitt nach Linie 3-3 in der Abb. i, Abb.
,4 zeigt in einem Schnitt ähnlich dem der Abb. 2 eine abgeänderte Ausführungsform,
Abb. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. q, Abb. 6 zeigt ähnlich der Abb.
2 und _1 eine weitere abgeänderte Ausführungsform, und Abb. 7 ist ein Schnitt nach
7-7 der Abb. 6. Die Papierwalze 8 ist auf einer Welle 9 befestigt, die von einer
Hohlwelle ii umgeben wird, die bei 12 durch eine Schraube 13 ebenfalls mit der Papierwalze
befestigt ist. Eine zweite Hohlwelle 14. umgibt das Ende der Hohlwelle ii und ist
achsial verschiebbar mit dieser und der Welle 9 durch Schrauben 15, 16 verbunden.
Ein auf der `Felle 1I sitzender Knopf 18 dient zur Drehung derselben und damit auch
der Papierwalze. Auf einem Bund 2o der Welle 12, der
an die Seitenwand
17 des Schlittens angrenzt, sitzt drehbar ein Gehäuse ig, welches das Schaltrad
21 trägt, und eine Aussparung enthält, in welcher sich eine Scheibe 22 befindet,
zwischen deren abgeflachten Teilen 23 und dem Ring 24 des Gehäuses Rollen 27 angeordnet
sind. Die Rollen werden von Klinken 25 getragen, die bei 26 mit der Scheibe 22 drehbar
verbunden sind, die ihrerseits fest auf dem Bund 2o sitzt. Die Klinken sind paarweise
angeordnet und werden durch Federn 28 auseinandergedrückt, um die Rollen in Klemmstellung
zu halten und so bei normaler Drehung des Schaltrades diese Drehung -auf die Scheibe
22 und von da durch die Hohlwelle ii auf die Papierwalze 8 zu übertragen. Um die
Papierwalze frei drehen zu können, muß die Rolle 27 aus ihrer Klemmstellung herausgedrückt
werden, so daß eine Bewegung der Scheibe 22 in bezug auf das Gehäuse ig erfolgen
kann. Dies geschieht durch einen Hebel 29, der auf der Hohlwelle ii bei 12 lose
gelagert ist, und mit Ansätzen 34 auf die Enden 35 zweier Klinken einwirkt, während
die anderen Klinken, Abb. 2, durch die Schultern36 des Hebels 29 betätigt werden,
um die Rollen .entgegen der Federspannung nach innen zu verschieben. Die Drehung
des Hebels 29 erfolgt durch das abgebogene Ende 32 einer Stange 31, welches Ende
in den Ausschnitt 33 des Hebels eingreift. Die Stange erstreckt sich durch die Mitte
der Welle g und trägt am äußeren Ende einen Knopf oder Handgriff 37, der durch die
Schraube 39 auf der Stange 31 festgehalten wird. Der abgebogene Teil 32 erstreckt
sich durch eine Aussparung io der Welle 9 und .eine Aussparung des die Welle umgebenden
Stutzens 12, wobei die Aussparungen so groß gehalten sind, daß sie eine kleine Drehbewegung
der Stange 31 zulassen, welche genügt, die Rollen aus der Klemmstellung zu drücken.
Nach dieser kleinen Teildrehung tritt der Teil 32 der Stange in festen Eingriff
mit den Wellen 9, 1i und nimmt dieselben mit.
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Der Knopf 37 umgibt mit einem Hals 38 das Ende der Welle 14. In einer
inneren Ausdrehung des Halses liegt eine Feder 40, deren Enden 41 in einem Ausschnitt
43 des Halses eingreifen, während andere durch Spaltung entstandene Enden 42 der
Feder in einen Ausschnitt 44 der Welle 14 eingreifen. Die Feder ist daher bestrebt,
den Knopf 37 mit der Stange 31 stets in derselben Lage in bezug auf die Welle 14
bzw. die Welle ii zu halten. Nach Loslassen des Knopfes 37 kehrt daher der Stangenteil
32 stets in die normale Mittellage zurück.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 und 5 ist der Mechanismus im allgemeinen
derselbe. Die Schwanzstücke 35 der Klinken 25 legen sich jedoch gegen die Platten
45 an, die bei 46 drehbar mit der Scheibe 22 verbunden sind und Kerben 47 enthalten,
in welche Zungen 48 des Hebels 29 eingreifen. Bei Ausschwingung des Hebels 29 findet
ebenfalls eine gleichzeitige Ausschwingung sämtlicher Klinken und Rollen statt.
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In der Ausführungsform nach Abb. 6 und 7 sind die Teile 23 der Scheibe
22 gekrümmt. Die Schwanzstücke 5o der. Klinken 49 kommen in Eingriff mit den dazwischenliegenden
Teilen des Hebels 52, wobei diagonal gegenüberliegende Klinken zuerst ausgelöst
werden. In der fortgesetzten Drehung der Welle 9 und der Scheibe 22 in derselben
Richtung, in welcher die Drehung eingeleitet wurde, wird durch die Hebelplatte52
auch die Auslösung der anderen Rollen 27 aus der Klemmstellung stattfinden, da sie
sich in der Drehrichtung der Hebelplatte aus der Klemmstellung herausbewegen. Ein
Schlitz 5?, in der Platte 52 dient für den Durchgang einer Schraube 54, durch welche
die Platte in Stellung gehalten wird.