DE3939020A1 - Hochfrequenz-leistungsendstufe - Google Patents
Hochfrequenz-leistungsendstufeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hochfrequenz-Leistungsendstufe,
die zwei im Gegentakt angesteuerte Transistoren aufweist.
Bei herkömmlichen Schaltungsanordnungen dieser Art bestimmen
die Emitter- bzw. Sourceelektroden-Widerstände der beiden im
Gegentakt angesteuerten Transistoren die Leistungsanpassung,
also die Ausgangsimpedanz und damit die Rückflußdämpfung der
Endstufe, aber auch den durch die Widerstände auftretenden
Leistungsverlust. Werden die Emitterwiderstände relativ groß
gewählt, ist zwar die Ausgangsimpedanz und damit die Rückfluß
dämpfung in der gewünschten Weise relativ hoch, aber es muß
auch in Kauf genommen werden, daß an den relativ hohen
Emitter- bzw. Sourceelektroden-Widerständen eine hohe Leistung
abfällt, so daß die dem, am Ausgang der Leistungsendstufe
angeschlossenen Verbraucher bereitgestellte Leistung relativ
gering ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hochfrequenz-
Leistungsendstufe der eingangs genannten Art zu schaffen, die
trotz einer geringen Verlustleistung dennoch eine hohe Aus
gangsimpedanz und damit eine hohe Rückflußdämpfung, die in
vielen Fällen erforderlich ist, ermöglicht.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
ein die Ausgangsimpedanz der HF-Leistungsendstufe vergrößern
der Anpaßübertrager vorgesehen ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Merkmal, einen die Ausgangsimpedanz
der Hochfrequenz-Leistungsendstufe vergrößernden Anpaßübertra
ger vorzusehen, ist es möglich, die im Emitter- bzw. Source
elektrodenzweig der im Gegentakt angesteuerten Komplementär
transistoren vorgesehenen Widerstände mit der Folge klein zu
halten, daß in diesen Widerständen und damit in der Leistungs
endstufe selbst ein geringer Leistungsverlust auftritt, so daß
eine größere Leistung dem Verbraucher am Ausgang der Endstufe
bereitgestellt werden kann. Der erfindungsgemäße Anpaßüber
trager stellt sicher, daß trotz kleinerer Widerstandswerte der
Emitter- bzw. Sourceelektroden-Widerstände die Ausgangs
impedanz der gesamten Schaltung vergrößert wird, so daß
insbesondere auch eine geforderte Rückflußdämpfung eingehalten
werden kann. Insbesondere ist es durch Verwendung eines zu
sätzlichen Anpaßübertragers und einer entsprechenden Dimens
ionierung desselben möglich, die Ausgangsimpedanz und damit
die Rückflußdämpfung so zu wählen, daß sie nicht unnötig hoch,
sondern gerade oberhalb eines geforderten Rückflußdämpfungs
werts liegt. Allgemein gesprochen, ergeben sich durch die
erfindungsgemäße Verwendung eines zusätzlichen Anpaßüber
tragers erhebliche Freiheiten in der Wahl der Bemessungen der
Bauelemente der Hochfrequenz-Leistungsendstufe selbst.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der
Anpaßübertrager ein Anpaßtransformator. Im Falle, daß die
Hochfrequenz-Leistungsendstufe mit wenigstens zwei Ausgängen
versehen ist, ist der Anpaßtransformator gleichzeitig ein
Leistungsteiler. Vorzugsweise ist der Anpaßtransformator bzw.
der Leistungsteiler in diesem Falle ein Differenzübertrager.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist den Emitter- bzw. Sourceelektroden-Widerständen der im
Gegentakt angesteuerten Komplementärtransistoren jeweils ein
aus einem Widerstand und einer Kapazität bestehende Reihen
schaltung parallelgeschaltet. Da gleichstrommäßig im wesent
lichen nur der Emitterzweig ohne Kapazität wirkt, ist es da
durch möglich, den Arbeitspunkt der Leistungsendstufe auf der
Verstärkerkennlinie optimal zu wählen und zu stabilisieren,
ohne daß der hochfrequenzmäßige Widerstand durch die Wahl des
Arbeitspunkts festgelegt ist oder keinen optimalen Wert
aufweist.
Da sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig optimale Anpas
sungsverhältnisse wünschenswert sind, sind die Widerstands
werte der in den Emitter- bzw. Sourceelektrodenzweigen der im
Gegentakt angesteuerten Transistoren liegenden Widerstände und
die Dimensionierung des Anpaßübertragers aufeinander abge
stimmt. Auf diese Weise lassen sich optimale Anpaßverhältnisse
erreichen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei einer Last
impedanz Zl und einer Ausgangsimpedanz der Hochfrequenz-Lei
stungsendstufe von 1/3 Zl der Anpaßübertrager so dimensioniert
ist, daß dessen Ausgangsimpedanz in einem Bereich zwischen 1/2
Zl und 4/9 Zl liegt. Da festgestellt wurde, daß der Wert der
Lastimpedanz direkt am Ausgang der Leistungsendstufe einen
entscheidenden Einfluß auf den Intermodulationsabstand hat,
ergibt sich mit der genannten Dimensionierung ein Minimum an
Verzerrungen, wobei gleichzeitig auch ausreichend hohe Rück
flußdämpfungen, beispielsweise Rückflußdämpfungen von größer
16 dB erreicht werden, wie dies in bestimmten, nachfolgend
noch im einzelnen zu erläuternden Fällen gefordert wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen bei
spielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Ersatzschaltbild einer herkömmlichen
Hochfrequenz-Leistungsendstufe am Beispiel eines
Antennen-Hausanschlußverstärkers,
Fig. 2 ein schematisches Ersatzschaltbild für eine erfindungs
gemäße Hochfrequenz-Leistungsendstufe ebenfalls für die
Verwendung in einem Antennen-Hausanschlußverstärkers;
Fig. 3 ein schematisches Schaltbild von einem Ausführungs
beispiel einer erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Lei
stungsendstufe bei Verwendung in einem Antennen-
Hausanschlußverstärker mit einem Ausgang und
Fig. 4 ein schematisches Schaltbild von einem Ausführungsbei
spiel einer erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Leistungs
endstufe bei Verwendung in einem Antennen-Hausanschluß
verstärker mit zwei Ausgängen.
Fig. 1 zeigt das Wechselstrom-Ersatzschaltbild einer herkömml
ichen Hochfrequenz-Leistungsendstufe, wie sie bei den bekann
ten Antennen-Hausanschlußverstärkern Verwendung findet. Über
Eingangsklemmen 1 und 2 - letztere ist mit Masse verbunden -
wird eine Eingangsspannung Ue bereitgestellt. Die Eingangs
klemme 1 ist über eine Induktivität 3 und einen mit ihr in
Reihe geschalteten Widerstand 4 mit einem Verbindungspunkt 5
der Kollektoren bzw. Drainelektroden zweier im Gegentakt
betriebenen Komplementärtransistoren 6 und 7 verbunden. Die
Eingangsklemme 1 steht weiterhin mit den Basis- bzw. Gate-
Elektroden der Transistoren 6 und 7 in Verbindung. Die Emitter
der Transistoren 6 und 7 sind jeweils über einen Emitter
widerstand 8 bzw. 9 mit Masse verbunden. Am Verbindungspunkt 5
der Kollektoren bzw. Drainelektroden der Transistoren 6 und 7
wird die Ausgangsspannung über eine Ausgangsklemme 10 abge
griffen. Eine Lastimpedanz 11, an der die Ausgangsspannung
abfällt, liegt zwischen der Anschlußklemme 10 und Masse.
Eine Hochfrequenz-Leistungsendstufe gemäß dem in Fig. 1 darge
stellten Wechselstrom-Ersatzschaltbild wird beispielsweise in
Antennen-Hausanschlußverstärkern verwendet, die der Postvor
schrift 1R8-15 (Meßmethode nach DIN 45 004 A1) entsprechen,
wobei diese Leistungsendstufe mit den nachfolgend angegebenen
Dimensionierungen der Bauelemente einen Ausgangspegel von
typischerweise 100,5 dBuV an einer Ausgangsimpedanz von 75 Ohm
erreicht. Die Bemessungen der Bauelemente sind hierbei:
Induktivität 3 = 100 nH, Widerstand 4 = 235 Ohm, Transistor 6 = Typ BFQ 149, Transistor 7 = Typ BFQ 19, Widerstände 8 und 9 je 39 Ohm und Lastimpedanz 11 = 75 Ohm.
Induktivität 3 = 100 nH, Widerstand 4 = 235 Ohm, Transistor 6 = Typ BFQ 149, Transistor 7 = Typ BFQ 19, Widerstände 8 und 9 je 39 Ohm und Lastimpedanz 11 = 75 Ohm.
Antennen-Hausanschlußverstärker dieser Art werden von der
Anmelderin unter der Bezeichnung SHV 140 angeboten.
Hochfrequenz-Leistungsendstufen der beschriebenen Art sowie
deren Dimensionierung führen sowohl am Ein- als auch am
Ausgang zu guten Anpassungsverhältnissen hinsichtlich der
Leistungsanpassung. Der Nachteil dieser herkömmlichen Schal
tungsanordnungen besteht jedoch darin, daß auf Grund der re
lativ hohen Emitter- bzw. Sourceelektroden-Widerstandswerte
von jeweils 39 Ohm ein relativ hoher Leistungsverlust an
diesen Widerständen auftritt, so daß die Pegel der Ausgangs
spannungen relativ klein sind.
Ein schematisches Wechselstrom-Ersatzschaltbild einer erfin
dungsgemäßen Ausführungsform ist in Fig. 2 dargestellt. Schal
tungselemente, die denen von Fig. 1 entsprechen, sind mit den
selben Bezugszeichen versehen und werden der Übersichtlichkeit
halber nicht nochmals erläutert.
Das Ersatzschaltbild gemäß Fig. 2 unterscheidet sich vom Er
satzschaltbild gemäß Fig. 1 abgesehen von der Dimensionierung
der Emitterwiderstände 8 und 9 lediglich dadurch, daß zwischen
dem Verbindungspunkt 5 der Kollektoren bzw. Drainelektroden
der Komplementärtransistoren 6 und 7 einerseits und der Aus
gangsklemme 10 andererseits ein Anpaßübertrager 21 zusätzlich
vorgesehen ist.
Der Anpaßübertrager 21, der - wie nachfolgend noch erläutert
werden wird - beispielsweise ein Anpaßtransformator sein kann,
transformiert die Ausgangsspannung auf einen höheren Wert.
Dies bedeutet, daß die Emitter- bzw. Sourceelektroden-Wider
stände 8 und 9 jeweils kleiner dimensioniert werden können, so
daß an ihnen auch eine entsprechend geringere Verlustleistung
auftritt. Der auf diese Weise erreichte Leistungsgewinn kann
vollständig zusätzlich an den oder die Verbraucher abgegeben
werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit den an Hand von
Fig. 1 angegebenen Dimensionierungen der Bauelemente können
die Widerstandswerte der Emitter- bzw. Sourceelektroden-
Widerstände 8 bzw. 9 von 39 Ohm auf 12 Ohm, d. h. etwa auf
ein Drittel des herkömmlichen Werts verringert werden. Dies
bedeutet, daß dadurch der Pegel der Ausgangsspannung um 3 dB
erhöht werden kann, was einer Leistungsverdopplung entspricht.
Durch die Reduzierung der Widerstandswerte der Emitter- bzw.
Sourceelektroden-Widerstände 8 und 9 um ein Drittel würde die
Ausgangsimpedanz für den Fall, daß kein Anpaßübertrager vorge
sehen wäre, etwa auch nur ein Drittel des Wertes betragen, der
bei Widerstandswerten der Emitter- bzw. Sourceelektroden-
Widerstände von 39 Ohm vorliegt. Dementsprechend wäre die
Rückflußdämpfung ebenfalls niedrig und würde bei einem Wert
von a = 6 dB liegen. Nach der bereits genannten Postvorschrift
1R8-15 wird jedoch eine Rückflußdämpfung von mindestens a = 14 dB
gefordert, damit Reflexionen auf die Leitungen und damit
verbundene Empfangsstörungen vermieden werden. Durch die
erfindungsgemäße Maßnahme, einen Anpaßübertrager 21 vorzu
sehen, der die Ausgangsimpedanz der Hochfrequenz-Leistungs
endstufe wieder im wesentlichen auf den Wert hochtrans
formiert, der bei den herkömmlichen Schaltungsanordnungen
unter Verwendung relativ großer Widerstandswerte für die
Emitter- bzw. Sourceelektroden-Widerstände herrscht, ist es
erfindungsgemäß möglich, die Rückflußdämpfung über dem gemäß
den Postvorschriften geforderten Wert von 14 dB zu halten.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß der Anpaßübertrager
derart dimensioniert werden kann, daß die Rückflußdämpfung
nicht wesentlich, sondern nur in der geforderten Weise über 14 dB
liegt.
Im Zusammenhang mit Untersuchungen der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung wurde festgestellt, daß der Wert der Last
impedanz 11 direkt am Ausgang der Leistungsendstufe einen ent
scheidenden Einfluß auf den Intermodulationsabstand hat. Ist
der Ausgangswiderstand der Leistungsendstufe ein Drittel der
Lastimpedanz, so sollte der Anpaßübertrager so dimensioniert
sein, daß die Lastimpedanz einen Wert zwischen der Hälfte und
4/9 der Lastimpedanz annimmt. Mit dieser Dimensionierung las
sen sich die Verzerrungen bei der erfindungsgemäßen Ausfüh
rungsform einer Leistungsendstufe mit den genannten Dimensio
nierungen auf ein Minimum reduzieren. Mit den genannten Dimen
sionierungen werden dann auch Rückflußdämpfungen von a größer
16 dB erreicht.
Wie bereits erläutert, ergibt sich bei dem beschriebenen Aus
führungsbeispiel eine Erhöhung der Ausgangsleistung um 3 dB,
d. h. eine Leistungsverdopplung. Die Änderung der Dimensio
nierung des Anpaßübertragers 21 zur Verbesserung der Rückfluß
dämpfung verbessert die Leistungsausbeute nicht, im Gegenteil
es kann sogar zu einer Verschlechterung der Leistungsausbeute
führen. Da jedoch eine Verbesserung der Rückflußdämpfung über
14 dB auch nicht erforderlich ist, ergibt sich mit der erfin
dungsgemäßen Ausführungsform eine Optimierung. Durch die Wahl
des Widerstandswerts der Emitter- bzw. Sourceelektroden-Wider
stände 8, 9 und der Dimensionierung des Anpaßübertragers bzw.
des dem Anpaßübertrager entsprechenden Netzwerks wird somit
sowohl das Anpassungsverhältnis als auch der Ausgangspegel
festgelegt.
Fig. 3 zeigt eine konkrete Ausführungsform der Erfindung im
Zusammenhang mit einer Hochfrequenz-Leistungsendstufe für
einen Antennen-Hausanschlußverstärker mit einem Ausgang. Auch
hier sind Schaltungsteile und Bauelemente, die denen der Fig. 1
und 3 entsprechen, mit denselben Bezugszeichen versehen.
Während die Eingangsklemme 2 mit Masse verbunden ist, ist die
Eingangsklemme 1 über eine Kapazität 31 mit der Basiselektrode
des pnp-Transistors 6 und über eine Kapazität 32 mit der
Basiselektrode des npn-Transistors 7 verbunden. Eine Steuer
spannung VCC wird über eine Steuerspannungs-Eingangsklemme 33
über eine Drossel 34 geführt. Der der Steuerspannungs-Ein
gangsklemme 33 abgewandte Anschluß der Drossel 34 ist über
eine Reihenschaltung aus einem einstellbaren Widerstand 35,
einem Widerstand 36, einer Drossel 37, zwei Widerständen 38
und 39, einer Drossel 40 und einem weiteren Widerstand 41 mit
Masse verbunden. Die Basiselektrode des Transistors 6 ist mit
dem Verbindungspunkt der Drossel 37 und des Widerstands 38 und
die Basis des Transistors 7 ist mit dem Verbindungspunkt des
Widerstands 39 und der Drossel 40 verbunden. Weiterhin liegt
zwischen dem Verbindungspunkt der Widerstände 38 und 39
einerseits und dem Verbindungspunkt der Kollektoren bzw.
Drainelektroden der Transistoren 6 bzw. 7 eine Induktivität
42, die der Induktivität 3 in Fig. 1 und 2 entspricht. Der
Emitter des Transistors 6 ist über eine aus einem Widerstand
43 und einer Kapazität 44 bestehenden Reihenschaltung mit
Masse verbunden, wobei der genannten Reihenschaltung eine
weitere Reihenschaltung aus einem Widerstand 45 und einer
Kapazität 46 parallelliegt. Der der Steuerspannungs-Eingangs
klemme 33 abgewandte Anschluß der Drossel 34 ist weiterhin mit
dem Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 43 und der Kapa
zität 44 verbunden.
Der Emitter des Transistors 7 liegt über einen Widerstand 47
an Masse, wobei dem Widerstand 47 eine aus einem Widerstand 48
und einer Kapazität 49 bestehende Reihenschaltung parallel
liegt. Der Verbindungspunkt der Kollektoren der Transistoren 6
und 7 ist über eine Kapazität 50 mit dem Eingang des Anpaß
übertragers 21 verbunden, der einerseits an Masse und anderer
seits mit der Ausgangsklemme 10 verbunden ist, an die sich die
Lastimpedanz 11 anschließt. Der Eingang des Anpaßübertragers
21 ist weiterhin über eine Kapazität 51, und sein Ausgang ist
über eine Kapazität 52 jeweils mit Masse verbunden.
Das in Fig. 3 schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel
entspricht mit zwei Ausnahmen herkömmlichen Hochfrequenz-Lei
stungsendstufen, so daß der Übersichtlichkeit halber lediglich
die Schaltungsteile nachfolgend in ihrer Funktion erläutert
werden sollen, die einen Unterschied zu den herkömmlichen
Hochfrequenz-Leistungsendstufen darstellen.
Der eine Unterschied zu herkömmlichen Endstufen dieser Art
besteht in der bereits anhand von Fig. 2 erläuterten Maßnahme,
einen Anpaßübertrager 21 zusätzlich vorzusehen. Bei dem dar
gestellten Ausführungsbeispiel ist der Anpaßübertrager ein
Transformator, der die am Verbindungspunkt 5 der Kollektoren
der Transistoren 6 und 7 auftretende Spannung um das 1,5fache
hochtransformiert.
Zum anderen bestehen die Emitterwiderstände im Gegensatz zur
herkömmlichen Schaltungsanordnungen hochfrequenzmäßig gesehen
aus Widerständen mit kleineren Widerstandswerten, wie sich aus
der dargestellten Beschaltung ergibt. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel weisen die Bauteile und Schaltungselemente
folgende Dimensionierung auf: Kapazitäten 31 und 32 jeweils 2,
2 nF, Drossel 34, 37 und 40 = 6,8 µH, verstellbarer Widerstand
35 = 100 Ohm, Widerstand 36 = 62 Ohm, Widerstände 38 und 39 =
470 Ohm, Widerstand 41 = 240 Ohm, Induktivität 42 = 100 nH,
Widerstände 43 und 47 = 39 Ohm, Widerstände 45 und 48 = 18 Ohm,
Kapazitäten 44, 46, 49 und 50 = 2,2 nF, Kapazität 51 =
6,8 pF, Kapazität 52 = 1,2 pF und der Lastwiderstand 11
wiederum 75 Ohm.
Der in der genannten Weise aus den Widerständen 47 und 48
sowie der Kapazität 49 zusammengesetzte Emitterkreis des
Transistors 7 sowie der aus den Widerständen 43 und 45 sowie
den Kapazitäten 44 und 46 in der beschriebenen Weise
zusammengesetzte Emitterkreis des Transistors 6 ist dafür
vorgesehen, daß insbesondere mittels des Widerstands 35 ein
optimaler Arbeitspunkt gleichstrommäßig auf der Verstärker
kennlinie eingestellt werden und darauf stabilisiert bleiben
kann. Gleichstrommäßig trägt die den Widerstand 47 parallel
gelegte Reihenschaltung aus dem Widerstand 48 und der Kapa
zität 49 nichts bei, sie bestimmt jedoch den hochfrequenz
mäßigen Widerstand des Emitterzweigs wesentlich und führt zu
einem wechselstrommäßigen Widerstand von ca. 12 Ohm, wie dies
in Fig. 2 bereits angegeben wurde. Dies gilt auch für das
Emitternetzwerk des Transistors 6, bestehend aus den
Widerständen 43 und 45 und den Kapazitäten 44 und 46. Der
wechselstrommäßige Ersatzwiderstand beträgt auch hier 12 Ohm,
d. h. wechselstrommäßig sind beide Emitternetzwerke identisch.
Dadurch ist die Ausgangsimpedanz der Hochfrequenz-Leistungs
endstufe, wie sie am Eingang des Anpaßübertragers 21 vorliegt,
relativ gering. Der Anpaßübertrager 21 führt nun - wie bereits
erläutert wurde - die Hochtransformierung der Spannung aus, so
daß an der Ausgangsklemme 10 wieder eine höhere Ausgangs
impedanz vorliegt. Dadurch wird auch die Rückflußdämpfung über
den geforderten Minimalwert angehoben.
Während in Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel für eine Hoch
frequenz-Leistungsendstufe mit einem Ausgang im Zusammenhang
mit einem Antennen-Hausanschlußverstärker beschrieben wurde,
zeigt Bild 4 eine schematische Schaltungsanordnung einer
Hochfrequenz-Leistungsendstufe mit zwei Ausgängen, ebenfalls
vorgesehen im Zusammenhang mit einem Antennen-Hausanschlußver
stärker. Schaltungsteile und Bauelemente, die denen vorausge
gangener Figuren entsprechen, sind in Fig. 4 mit denselben
Bezugszeichen wie in den vorausgegangenen Figuren versehen.
Sofern über die Dimensionierung der Bauteile und Elemente
nachfolgend keine Angaben gemacht sind, entsprechen die
Dimensionierungen den entsprechenden, anhand der Fig. 1 bis 4
genannten Dimensionierungen.
Anstelle des in Fig. 3 dargestellten Anpaßübertragers 21 in
Form eines Spannungstransformators wird bei der Ausführungs
form gemäß Fig. 4 ein Differentialübertrager verwendet, der
das am Eingang des Differentialübertragers 21 auftretende
Signal auf zwei Ausgänge 61, 62 aufteilt, mit denen Lastwider
stände 63, 64 jeweils verbunden sind, an denen die Ausgangs
spannungen Ua1 bzw. Ua2 abfallen.
Die in Fig. 4 dargestellte Schaltungsanordnung unterscheidet
sich von der Ausführungsform gemäß Fig. 3 darüber hinaus
lediglich noch dadurch, daß die Kapazitäten 50, 51 und 52
nicht vorgesehen sind. Stattdessen liegt der Verbindungspunkt
5 der Kollektoren der Transistoren 6 und 7 über einer
Kapazität 65 und der Eingang des als Differentialübertrager
ausgebildeten Anpaßübertragers 21 über eine Kapazität 66 an
Masse, wobei der gemeinsame Anschluß 5 der Kollektoren der
Transistoren 6 und 7 über eine Kapazität 67, die der Kapazität
50 gemäß Fig. 3 entspricht, mit dem Eingang des Anpaßüber
tragers 21 verbunden ist.
Die Dimensionierungen der Lastimpedanzen 63 und 64 betragen
jeweils 75 Ohm, und die Dimensionierungen der Kapazitäten 66,
und 67 betragen 6,8 pF bzw. 2,2 nF.
Die Erfindung wurde anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
beschrieben. Dem Fachmann sind jedoch zahlreiche Abwandlungen
und Ausgestaltungen der Erfindung möglich. Beispielsweise
können die pnp- bzw. npn-Transistoren 6, 7, auch in ent
sprechender Weise durch Feldeffekttransistoren ersetzt werden.
Auch sind die Dimensionierungsangaben lediglich beispiel
hafter Natur und entsprechend den gegebenen Umständen und
Wünschen änderbar.
Claims (7)
1. Hochfrequenz-Leistungsendstufe, die zwei im Gegentakt
angesteuerte Transistoren aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß ein die
Ausgangsimpedanz der Hochfrequenz-Leistungsendstufe
vergrößernder Anpaßübertrager (21) vorgesehen ist.
2. Hochfrequenz-Leistungsendstufe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anpaßübertrager (21) ein
Anpaßtransformator ist (Fig. 3).
3. Hochfrequenz-Leistungsendstufe nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anpaßtransformator ein
Leistungsteiler für Leistungsendstufen mit wenigstens zwei
Ausgängen ist (Fig. 4) .
4. Hochfrequenz-Leistungsendstufe nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den
in den Emitter- bzw. Sourceelektrodenzweigen der im
Gegentakt angesteuerten Transistoren (6, 7) liegenden
Widerständen (43, 47) jeweils eine aus einem Widerstand
(48) und einer Kapazität (49) bestehende Reihenschaltung
parallel geschaltet ist.
5. Hochfrequenz-Leistungsendstufe nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wider
standswerte der in den Emitter- bzw. Sourceelektroden
zweigen der gesteuerten Transistoren liegenden Widerstände
(43, 47) und die Dimensionierung des Anpaßübertragers (21)
aufeinander abgestimmt sind.
6. Hochfrequenz-Leistungsendstufe nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer
Lastimpedanz Zl und einer Ausgangsimpedanz der Hoch
frequenz-Leistungsendstufe von 1/3 Zl der Anpaßübertrager
(21) so dimensioniert ist, daß dessen Ausgangsimpedanz in
einem Bereich zwischen 1/2 Zl und 4/9 Zl liegt.
7. Hochfrequenz-Leistungsendstufe nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die
Verwendung im Zusammenhang mit einem
Antennen-Hausanschlußverstärker.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893939020 DE3939020A1 (de) | 1989-11-25 | 1989-11-25 | Hochfrequenz-leistungsendstufe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893939020 DE3939020A1 (de) | 1989-11-25 | 1989-11-25 | Hochfrequenz-leistungsendstufe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3939020A1 true DE3939020A1 (de) | 1991-05-29 |
Family
ID=6394170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893939020 Ceased DE3939020A1 (de) | 1989-11-25 | 1989-11-25 | Hochfrequenz-leistungsendstufe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3939020A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4017263A1 (de) * | 1990-05-29 | 1991-12-05 | Hirschmann Richard Gmbh Co | Schaltungsanordnung auf einer leiterplatte mit einem uebertrager |
| DE4130642A1 (de) * | 1991-09-14 | 1993-03-18 | Nokia Deutschland Gmbh | Gegengekoppelter, stromeingepraegter gegentaktverstaerker zur uebertragung breitbandiger wechselstromsignale |
-
1989
- 1989-11-25 DE DE19893939020 patent/DE3939020A1/de not_active Ceased
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| M.F. De MAW: Ferromagnetic-Corc Design and Application Handbook, Prentice-Hall, Inc., Englewood Cliffs, New Jersey 07632, 1981, ISBN 0-13-314088-1, S.49-62 * |
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| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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