DE3938551A1 - Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinenInfo
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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- F02M45/04—Fuel-injection apparatus characterised by having a cyclic delivery of specific time/pressure or time/quantity relationship with each cyclic delivery being separated into two or more parts with a small initial part, e.g. initial part for partial load and initial and main part for full load
- F02M45/08—Injectors peculiar thereto
- F02M45/083—Having two or more closing springs acting on injection-valve
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoff-Einspritzdüse nach der
Gattung des Hauptanspruchs. Bei den bekannten Einspritzdüsen dieser
Gattung ist der vom Druckraum zum Ventilsitz führende Kraftstoffka
nal üblicherweise durch den Ringspalt zwischen der Ventilnadel und
der Wand der Bohrung des Düsenkörpers gebildet. Der Ringspalt wird
so breit gemessen, daß der Kraftstoff ohne eine untragbar hohe Dros
selung zum Ventilsitz gelangt. Je breiter jedoch der Ringspalt ist,
desto schlechter ist der Wärmeübergang vom Düsenkörper auf die Ven
tilnadel. Deshalb kann es insbeondere bei thermisch extrem hoch be
lasteten Einspritzdüsen vorkommen, daß der Düsenkörper eine wesent
lich höhere Temperatur als die Ventilnadel annimmt und sich stärker
als diese ausdehnt. Dieser Umstand beeinflußt die Größe des Ventil
nadelhubes, wenn dieser, wie es ebenfalls üblich ist, durch Schul
tern an der Ventilnadel und am Düsenkörper bzw. an einem auf dem Dü
senkörper aufliegenden Teil begrenzt ist. Eine unterschiedliche Er
wärmung von Ventilnadel und Düsenkörper ist insbesondere bei Ein
spritzdüsen nachteilig, deren Ventilnadel zum Zwecke einer Vorein
spritzung einen durch Schultern an den Teilen begrenzten bzw. vorge
gebenen Vorhub macht, der im Hundertstel-Millimeterbereich liegen
kann. Bei einer bekannten Einspritzdüse der gattungsmäßigen Art
(DE-OS 22 44 427) ist zum Zwecke einer besseren Wärmeabfuhr von der
Einspritzdüse zur gekühlten Zylinderkopfwand der Düsenkörper mit ei
nem im Durchmesser stark reduzierten Schaft versehen, dessen Länge
mindestens 4 mal so groß wie sein Durchmesser ist. Jedoch muß auch
bei dieser Ausführung der Ringspalt zwischen Ventilnadel und Düsen
körperschaft für einen möglichst gering gedrosselten Durchgang des
Kraftstoffs entsprechend breit gemessen werden, so daß sich trotz
insgesamt erhöhter Wärmeabfuhr immer noch ein Apparatusgefälle er
gibt, das den Anwendungsbereich der Einspritzdüse einengen kann. Au
ßerdem erschwert eine besonders lange und schlanke Ausführung die
Fertigung des Düsenkörpers, an die heute höchste Ansprüche bezüglich
Maßhaltigkeit, Festigkeit und Oberflächengüte gestellt sind.
Die erfindungsgemäße Anordung mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß der Wärmeübergang vom Düsenkör
per auf die Ventilnadel gegenüber den bisher üblichen Ausführungen
wesentlich verbessert ist und daß ein Düsenkörper herkömmlicher Bau
art mit üblichen Schaftabmessungen verwendet werden kann.
Durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Maßnahmen sind vorteil
hafte Weiterbildungen bzw. Einsatzmöglichkeiten der Einspritzdüse
gemäß dem Hauptanspruch möglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 eine Kraftstoff-Einspritzdüse für Vor- und Haupteins
pritzung im Längsschnitt und Fig. 2 vergrößert den Düsenkörper und
die Ventilnadel der Einspritzdüse nach Fig. 1 im Längsschnitt.
Die Einspritzdüse hat einen Düsenkörper 10, der zusammen mit einer
Zwischenscheibe 12 durch eine Überwurfmutter 14 an einem Haltekörper
16 festgespannt ist. Der Düsenkörper 10 hat eine Längsbohrung 18
(Fig. 2), an deren brennraumseitiger Mündung ein konischer Ventil
sitz 20 gebildet ist, aus welchem mehrere Spritzbohrungen 22 ausmün
den. Der vom Ventilsitz abgekehrte Endabschnitt der Längsbohrung 18
ist als Führungsabschnitt 24 für eine als ganzes mit der Bezugszahl
26 bezeichnete Ventilnadel ausgebildet, die brennraumseitig mit ei
nem konischen Dichtkegel 28 versehen ist. Der Führungsabschnitt 24
der Längsbohrung 18 mündet in einen die Ventilnadel 26 umgebenden
Druckraum 30 ein, der über eine Kanalverbindung 32 mit einem An
schlußstutzen 34 am Haltekörper 16 für eine Kraftstoff-Zuleitung
verbunden ist.
Im Bereich des Druckraums 30 ist die Ventilnadel 26 mit einer Druck
schulter 36 versehen, an welcher der zugeführte Kraftstoff im Öff
nungssinn an der Ventilnadel 26 angreift. Ferner wirken zwei
Schließfedern 38 und 40 in der nachstehend noch näher beschriebenen
Weise im Schließsinn auf die Ventilnadel 26 ein. In Schließstellung
liegt der Dichtkegel 28 dicht am Ventilsitz 20 des Düsenhalters 10
auf und schließt die Spritzbohrungen 22 nach außen ab. In dieser
Stellung ist die obere Stirnseite 41 der Ventilnadel 26 um ein einen
Vorhub entsprechendes Maß hv von der oberen Stirnseite 42 des Dü
senkörpers 10 entfernt. Das Maß hv kann vorzugsweise zwischen 0,03
und 0,06 mm betragen.
Im Haltekörper 16 ist eine erste Kammer 43 zur Aufnahme der Schließ
feder 38 gebildet, die sich über eine Scheibe 44 am Boden der Kammer
42 abstützt und über ein Druckstück 46 und einen Druckbolzen 48
ständig auf die Ventilnadel 26 einwirkt. Die Kammer 43 geht an einer
Gehäuseschulter 50 in eine zweite Kammer 52 über, in welcher die
Schließfeder 40 angeordnet ist, die den Druckbolzen 48 umgibt. Die
Schließfeder 40 stützt sich über eine Scheibe 54 an der Gehäuse
schulter 50 ab und greift an einem Druckstück 56 an, welches auf dem
Druckbolzen 48 verschiebbar gelagert ist. Das Druckstück 56 stützt
sich über eine als getrenntes Teil ausgeführte Zwischenbuchse 58 an
einem von der Zwischenscheibe 12 nicht überdeckten Bereich 60 der
oberen Stirnseite 42 des Düsenkörpers 10 ab. Die Kammern 43 und 52
sind über einen Kanal 64 mit einer Gewindebohrung 66 für einen An
schlußnippel einer Leckölleitung verbunden.
Beim Einspritzvorgang führt die Ventilnadel 26 zunächst den Vorhub
hv aus, bei welchem nur die erste Schließfeder 38 als Gegenkraft
wirksam ist. Dabei wird eine begrenzte Voreinspritzmenge in den
Brennerraum der Maschine eingespritzt. Der Vorhub hv ist beendet,
wenn die obere Stirnseite 41 der Ventilnadel 26 an der unteren
Stirnseite der Zwischenbuchse 58 zur Anlage kommt. In dieser Stel
lung verharrt die Ventilnadel 26, bis der weiter ansteigende Kraft
stoffdruck die Gegenkräfte beider Schließfedern 38 und 40 überwin
det. Danach wird die Ventilnadel 26 samt Zwischenbuchse 58 um die
Strecke hg in Öffnungsrichtung weiterbewegt, bis sie ihren Gesamt
hub zurückgelegt hat. Dieser ist begrenzt und bestimmt durch in der
Zeichnung nicht näher bezeichnete Ringschultern an der
Zwischenbuchse 58 und der Zwischenscheibe 12.
Die Längsbohrung 18 im Düsenkörper 10 hat einen vom Druckraum 30 zum
Ventilsitz 20 führenden Abschnitt 70, dessen Durchmesser etwa dem
Durchmesser des Führungsabschnittes 24 der Längsbohrung 18 ent
spricht. Die Ventilnadel 26 ist stromauf des Dichtkegels 28 mit ei
nem Schaftteil 74 versehen, dessen Durchmesser so gewählt ist, daß
sich zwischen ihm und der Wand des Bohrungsabschnittes 70 ein enger
Ringspalt 76 ergibt, dessen Spaltbreite s höchstens 0,1 mm beträgt.
An den Schaftteil 74 schließt sich ein im Durchmesser verengter
Halsteil 78 an, der über die Druckschulter 36 in einen Führungsab
schnitt 80 der Ventilnadel 26 übergeht. Der Durchmesser des Hals
teils 78 entspricht etwa dem größten Durchmesser des Ventilsitzes 20.
In den Schaftteil 74 der Ventilnadel 26 sind zwei sich diametral ge
genüberliegende Längsnuten 82 eingearbeitet, über welche der Kraft
stoff vom Druckraum 30 zum Ventilsitz 20 gelangt. Durch den sehr
engen Spalt 76 zwischen dem Schaftteil 74 und der Wand des Bohrungs
abschnittes 70 wird ein guter Wärmeübergang vom Düsenkörper 10 auf
die Ventilnadel 26 erreicht, so daß auch bei höheren thermischen
Belastungen der vorgegebene Vorhub hv eingehalten wird. Für
besonders hohe Ansprüche kann der Spalt 76 auch bis auf einen Wert
verkleinert werden, der einem reinen Führungsspiel (etwa 0,003 bis
0,005 mm) entspricht.
Claims (8)
1. Kraftstoff-Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen, mit einem Dü
senkörper, der eine Längsbohrung hat, an deren brennraumseitiger
Mündung ein Ventilsitz gebildet ist und deren vom Ventilsitz abge
kehrter Endabschnitt als Führungsabschnitt für eine vom Ventilsitz
entgegen Federkraft nach innen abhebende Ventilnadel ausgebildet
ist, welcher Führungsabschnitt in einen die Ventilnadel umgebenden,
mit einem Kraftstoff-Zulaufkanal verbundenen Druckraum mündet, in
dessen Bereich die Ventilnadel eine Druckschulter hat und von wel
chem ein zwischen Ventilnadel und Bohrungswand gebildeter Kraft
stoffkanal weiter zum Ventilsitz führt, gekennzeichnet durch folgen
de Merkmale:
- a) der zwischen Druckraum (30) und Ventilsitz (20) vorhandene Ringspalt (76) zwischen der Ventilnadel (26) und der Wand der Bohrung (18) ist bis auf eine einen guten Wärmeübergang vom Dü senkörper (10) auf die Ventilnadel (26) ermöglichende Spalt breite (s) von höchstens 0,1 mm verengt, und
- b) der zwischen dem Druckraum (30) und dem Ventilsitz (20) sich erstreckende Schaftteil (74) der Ventilnadel (26) ist an seinem Umfang mit mindestens einer Längsnut (82) zum Durchtritt des Kraftstoffs zum Ventilsitz (20) versehen.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
zwischen Druckraum (30) und Ventilnadel (20) vorhandene Ringspalt
(76) zwischen Ventilnadel (26) und der Wand der Bohrung (18) bis auf
eine Spaltbreite (s) von 0,02 bis 0,1 mm verengt ist.
3. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
zwischen Druckraum (30) und Ventilsitz (20) vorhandene Ringspalt
(76) bis auf ein Führungsspiel von ca. 0,003 bis 0,005 mm verengt
ist.
4. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekenn
zeichnet durch folgende Merkmale:
- a) Der sich zwischen dem Druckraum (30) und dem Ventilsitz (20) erstreckende Abschnitt (70) der Längsbohrung (18) hat minde stens annähernd den gleichen Durchmesser wie der Führungsab schnitt (24) der Längsbohrung (18), und
- b) die Druckschulter (36) an der Ventilnadel (26) ist gebildet am Übergang ihres Führungsabschnittes (80) in einen Halsteil (78), welcher den Führungsabschnitt (80) mit dem Schaftteil (74) der Ventilnadel (26) verbindet und dessen Durchmesser dem größten Ventilsitzdurchmesser entspricht.
5. Einspritzdüse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
sich zwischen Druckraum (30) und Ventilsitz (20) erstreckende Ab
schnitt (70) der Längsbohrung (18) im Übergangsbereich zum Ventil
sitz (20) mit einer Hinterschneidung (72) versehen ist.
6. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verlauf der auf die Ventilnadel (26) ein
wirkenden Schließkraft über dem Nadelhub einen eine Voreinspritzung
von einer Haupteinspritzung absetzenden Stufensprung aufweist.
7. Einspritzdüse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Schließfedern (38, 40) vorgesehen sind, die in unterschiedlichen
Hubstellungen bzw. Hubbereichen zur Einwirkung auf die Ventilnadel
(26) kommen.
8. Einspritzdüse nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch die
Ausbildung als Lochdüse, insbesondere Sitzlochdüse, deren Vorhub
vorzugsweise im Bereich von 0,03 bis 0,06 mm liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893938551 DE3938551A1 (de) | 1989-11-21 | 1989-11-21 | Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893938551 DE3938551A1 (de) | 1989-11-21 | 1989-11-21 | Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3938551A1 true DE3938551A1 (de) | 1991-05-23 |
Family
ID=6393894
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893938551 Ceased DE3938551A1 (de) | 1989-11-21 | 1989-11-21 | Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Legal Events
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